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Monat: Dezember 2005

Stadionparty? — Partystadion

Oder:

„Es gibt kein Bier auf Hawaii im Stadion“

Ihr wißt, die pöse FIFA hat den Ausschank all der leckeren Getränken verboten, die man in Deutschland typischerweise trinkt. Stattdessen gibt es Pipiwasser von Budweiser und natürlich Coca-Cola. Partystimmung wird in den Stadien also ungefähr so viel aufkommen wie bei meinem Kindergeburtstag, als ich 12 wurde — mit Erdnußflips und Gummibärchen.

Da wir aber alle ohnehin keine Karten haben, um im Stadion leif dabei zu sein, müssen wir unsere WM-Party eben zu Hause feiern. Dabei hilft dieses formidable Partystadion.

Einzig die Laufbahn ist der Atmosphäre etwas abträglich. Ansonsten überzeugt es durch eine große Vielfalt, ordnungsgemäße Abtrennung der Gäste- von den Heimfans und die Gruppierung der beiden Trainerbänke.

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So wird man Hotelier

Zwar werden die Hotelzimmer während der WM in Wirklichkeit gar nicht knapper als sonst und auch der große Reibach der Tourismusbranche ist nur eine Legende, schließlich bleiben während der WM die „normalen“ Touristen aus Angst vor überhöhten Preisen weg. Doch genau das trifft ja auch zu: die Preise sind höher als sonst. Vielleicht möchte deshalb der eine oder andere sein Zimmer an einen nicht ganz so finanzkräftigen togolesischen oder ekuadorianischen Fan vermieten und so doch noch an der WM teilhaben.

Zu diesem Zwecke sollte man sich hier mal umschauen.

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2 Tore, 3 Vorlagen

Dieser Typ ist wirklich ein Faszinosum. War schon 2x fast tot, hat sich diverse Körperteile weggekokst und war noch vor einem halben Jahr 3x so fett wie jetzt.

Im November dann hat er bei den Alten Herren der Boca Juniors mitgespielt und mal eben 2 Tore und 3 Vorlagen zum 6:0 gegen Racing Club beigesteuert.

Als ich ihn das letzte Mal sah, konnte man seinen aufgedunsenen Kopf nur wegen der lockigen Haare darauf von einem Fußball unterscheiden — und jetzt läuft er schon wieder 90 Minuten lang über einen Fußballplatz?

Angesichts dieser Wunderheilung muss ich sagen: Vielleicht geht da doch noch was für mich mit einer WM-Teilnahme. Dann bräuchte ich auch keine WM-Karten mehr.

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Der Dummschwätzer schwitzt in Afrika (III)

Normalerweise schwätzt der Dummschwätzer dummes Zeug. Diesmal lässt er Unangenehmes verlautbaren. Er ist gerade in Afrika, wo er die fünf afrikanischen WM-Teilnehmer besucht:

„Die afrikanischen Teams werden ihre Ticket-Kontingente voll ausschöpfen.“

Das bedeutet, es gehen keine Tickets von den Negern zurück nach Deutschland. Also gibt es auch keine neue Chance auf Tickets.

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Pfefferspray… diesmal nicht gegen Hooligans

In Brasilien gibt es ein neues Spray. Ich geb zu, ganz neu ist es nicht mehr, denn es wird seit 2001 eingesetzt. In der brasilianischen Liga haben die Schiedsrichter ein kleines Spray dabei. Und wann immer es nötig ist, bei Freistößen in der Nähe des Sechzehners eine Mauer zu stellen, sprüht der Schiedsrichter eine kleine Linie auf den Platz, die die nötigen 10 Yards Abstand der Verteidiger markiert.

Nach spätestens 60 Sekunden ist die Linie wundersamerweise wieder verschwunden, denn sie besteht aus wasserlöslichen, schnell abbaubaren Stoffen und bleibt so kein Hindernis im weiteren Spielverlauf.

Wer jetzt glaubt, diese Meldung stamme aus der Rubrik „Wahr oder falsch?“, liegt falsch. Es ist wahr.

Und die Linie riecht sogar nach Kokosnuss…

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Kahn ist nicht Weltklasse

Und das sagt der kicker, der immerhin einräumt, dass Kahn eine relativ gute Saison hinter sich hat. Eine gute Saison für einen alten Herrn. Aber zur Weltklasse reicht’s halt nimmer.

Also weg mit ihm.

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Retro-Tippkickshirts

Subbuteo war hier schon mal Thema. Das ist nicht ganz so bekannt wie Tippkick, welches fast jeder kennt. Allerdings spielten die meisten wohl früher nur mit den herkömmlichen roten und gelben Männekes.

Das hätte nicht sein müssen, denn hier gibt’s eine Riesenauswahl an Retro-Tippkickshirts [Link leider tot]. Darunter sind nicht nur Retro-Shirts, sondern sogar das ärmellose Shirt von Kamerun, das mal für mächtig Ärger gesorgt hat. Ihr wißt schon, die waren von Puma. Das konnte der adidas-Protegé FIFA natürlich nicht dulden.

Wer sich also die richtige Fußballwelt auf den grünen Tippkick-Filzrasen holen will, sollte hier bestellen. Vielleicht gibt’s demnächst auch prügelnde Ordner oder gekaufte Schiedsrichter für Tippkick.

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Sergej Sergejewitsch

Ich hab’s nicht selbst gehört. Ich fürchte, das brauche ich auch nicht zu tun. Schlimmer als Effenbergs Hörbücher wird es wohl kaum sein, doch das hier:

Sergej Barbarez liest Kästner

muss ja nun auch nicht unbedingt sein.

Ist ja für einen guten Zweck, also gönnen wir es dem bosnischen Leichtmatrosen, dass er seinen Spaß dabei hatte. Ich für meinen Teil bin der Auffassung, dass er als Fußballprofi seine Zeit lieber damit verbringen sollte, Elfmeter zu üben.

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Trappatoni dem Klischee erlegen?

„Wenn ein deutscher Spieler sein Nationaltrikot überstreift, scheint er einen unbändigen Siegeswillen mit anzuziehen.“

Ob sich der große Giovanni da nicht mal irrt? Gegen die Slowakei, die Türkei und China hab ich von dieser Eigenschaft des deutschen Nationaltrikots nämlich nix gemerkt.

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Hurra, hurra — der Osten, der ist da!

Endlich hat sich ein Land erbarmt und sein WM-Quartier in Ostdeutschland aufgeschlagen. Wäre ja auch allzu peinlich, wenn von 32 (!) Teilnehmerländern kein einziges seinen Platz im Osten der Republik gefunden hätte, flächenmäßig immerhin knapp 1/4 der gesamten Republik.

Der Tross aus der Ukraine nächtigt und trainiert also in Potsdam. Gut, so richtig Osten ist das nun auch nicht. In 30 Minuten ist man in West-Berlin und mit seinen schönen Schlössern ist Potsdam auch nicht so richtig Ex-DDR. Keine graue Baumasse, keine Einschußlöcher aus dem zweiten Weltkrieg, nur schöne Stadtteile, Sehenswürdigkeiten und überhaupt: wahrscheinlich geht die Ukraine nur deshalb nach Potsdam, weil da noch jeder, der älter als 30 ist, Russisch beherrscht, was genauso für die Ukrainer gilt.

Trotzdem: endlich ist die WM auch im Osten angekommen.

Wer sehen will, wo die anderen Teilnehmer ihre Gaskocher, Autogrammstände und „Hüttsche“ aufstellen, der bemühe diese Darstellung.

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Ohne Alkohol kein Spaß

Gibt es in England etwa keine „Risikospiele“, wie diese Einordnung in der Bundesliga gang und gäbe ist? Ich kann mich an mehr als ein Spiel hier in Deutschland erinnern, bei welchem mir der Spaß durch in den meisten Fällen überflüssige Maßnahmen seitens der Polizei genommen wurde. Natürlich ist ein Fußballspiel immer ein Spaß, mit einem ein paar Bier in der Hand ist es aber doch noch mal anders.

In England scheint das kein Problem zu sein, glaubt man BBC- und ITV-Fußballreporter Chris Bowers:

„Wir haben in England eine starke alkoholische Tradition“, so Bowers. Ohne Alkohol kein Spaß, sei das Motto, das in England gepflegt wird.“

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Zwei Tage

Zwei Tage ohne Fußball, zwei Tage zumindest ohne über Fußball surfen zu können. Was für eine Pein, doch die ist ja zum Glück jetzt vorbei. Mein Akku ist wieder voll, ich bin heiß auf Fußball und die Auswirkungen dieses Faktums werdet Ihr in Kürze hier bestaunen können.

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Rechnen wie Dr. Niebaum

Die Stuttgarter Zeitung schreibt:

„Dem WM-OK wurden auch die anfallenden Zinsgewinne vorgehalten, die dem einzelnen Kunden in entsprechenden Anteilen zustehen würden. „Bei einem Ticket für 100 Euro würde dies 1,39 Euro betragen“, rechnete WM-OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach vor. „Wir streiten uns um 1,39 Euro bei einem Projekt mit einem Gesamtetat von 430 Millionen.“

Das alte Niebaum-Problem. Niersbach glaubt doch nicht wirklich, dass wir bei 3,2 Millionen Tickets hier von 1,39 Euro sprechen. Wir sprechen von 4,5 Millionen Euro und somit immerhin mehr als 1% der Gesamtsumme des Etats.

Wenn ich so rechnen würde wie diese Experten…

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