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Monat: Februar 2006

Entrenador Baade

Die WM rückt immer näher. Heute traf eine Abordnung des WM-Teilnehmers Mexiko in Gelsenkirchen ein, um sich einen Eindruck von den Verhältnissen vor Ort zu verschaffen.

Der mexikanische Alt-Fußballweise Entrenador Baade war ebenfalls Teil der Abordnung, machte sich Notizen und stellte einige wenige Fragen. Hier im Bild, wie er kurzzeitig nachdenkt, wo wohl die Toiletten in der Arena Auf Schalke sein könnten. Unter dem Hut hat er schon die Strategie für das Spiel gegen Portugal entwickelt.

[Link zum Bild leider tot.]

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Die Schmeißfliege Lehmann

Im Interview mit dem Herrn kicker sagt Oliver Kahn u. a. dies hier:

„Ich bin nicht der Bundestrainer. Im Großen und Ganzen bin ich aber von unserer Defensive überzeugt. Vor dem Spiel in Frankreich herrschten auch Diskussionen wegen der Abwehr, und dann ließen die Jungs dort nur eine echte Chance zu, als Thierry Henry den Ball freistehend am Tor vorbeischoss. Ansonsten war da nichts. Im Gegenteil: Wir hätten das Spiel sogar gewinnen können.“

Ich habe das mal für Euch ins Deutsche übersetzt:

„Jens Lehmann hatte nichts, aber auch gar nichts zu tun in diesem Spiel. Also konnte er sich auch nicht, wie Ihr, die Medien behauptet, besser positionieren im Kampf um die Nummer eins im Tor. Die einzige echte Chance wurde neben das Tor geschossen. Jens Lehmann hat nicht einmal entscheidend ins Spiel eingegriffen und war eigentlich überflüssig. So wie er überhaupt überflüssig ist wie eine Schmeißfliege. Sagen kann ich das aber nicht, weil Klinsmann dann endlich einen Vorwand hat, mich rauszuschmeißen.“

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Kein Klassiker

Im Interview [Link leider tot.] mit Paolo Rossi, Torschütze für Italien im WM-Finale 1982 gegen Deutschland, fragt der Tagesspiegel diesen:

„Im Finale trafen Sie dann auf Deutschland. Beflügelte Sie die alte Rivalität zwischen Deutschland und Italien?“

Ich habe schon mehrfach darüber genörgelt und ich kann es auch hier nicht sein lassen. Von welcher alten Rivalität zwischen Deutschland und Italien ist hier die Rede? Es gibt keine solche alte Rivalität. Genausowenig wie ein Spiel Deutschland gegen Frankreich ein Klassiker ist.

Unsere beiden Klassiker und liebsten Gegner heißen Holland und England und sonst keiner. Dass keiner in Zentraleuropa die Deutschen leiden kann, macht noch lange nicht jedes fußballerische Aufeinandertreffen zu einem „Klassiker“ oder zu einem mit „besonderer Rivalität“ geführten Spiel. Alle Länder in unserem näheren Umfeld gewinnen besonders gerne gegen Deutschland, exklusives Recht auf eine Rivalität haben aber nur die, wie gesagt, Holländer und Engländer. Basta!

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Beim ersten Mal (diesmal aber wirklich Fußball)

Des Öfteren findet sie Erwähnung, in Deutschland geht schließlich kaum ein Weg an der Zeitung vorbei, über die Günter Wallraff einst sagte, die einzigen echten Informationen fänden sich im Sportteil. Darüber kann man streiten, meistens liefert diese Zeitung keine Informationen, sondern möchte Politik machen. Aktuelles Beispiel ist Jürgen Klinsmann, der — vollkommen konträr zu Rudi Völler — ständig angegriffen wird. Älteres Beispiel ist Hans Meyer, der in Gladbach von dieser Zeitung aus dem Job geschrieben werden sollte.

Dass es früher, als sowieso alles besser war, auch einmal anders war, beweist dieses Bild der Berichterstattung der FOTO-Zeitung über den allerallerallerersten Bundesligaspieltag. Fast schon süß, wie die Entstehung der Tore beschrieben wird. Beste Spieler: „Rehhagel […] bei Hertha“.

Man stelle sich ein Leben ohne Bundesliga vor. Undenkbar. Ich finde schon die Zeit der Sommerpause schwer genug zu ertragen — aber wenn’s gar keine Bundesliga gäbe? Au weia.

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Der Fußball-Vibrator

Eigentlich sind wir noch nicht so weit, dass wir der Quote wegen wieder auf Zotiges zurückgreifen müssen. Trotzdem sei Euch heute schon mal dieser seltsame Fußball-Vibrator ans Herz gelegt, bzw. an andere Stellen, Ihr werdet schon wissen, was Ihr damit tun könnt.

Nebenbei bemerkt ist es bemerkenswert, dass im Quelle-Katalog ähnliche Geräte immer vom hausbackenen Model an die Wange gehalten werden. Jahrelang hab ich das geglaubt, dass diese Dinger dazu da waren, sich das Gesicht zu massieren.

Das soll’s jetzt aber auch gewesen sein an schlüpfrigem [neudeutsch an] Content [neudeutsch aus] hier, schließlich soll es, wie Ben richtig anmerkt, um Fußball gehen.

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Schalke 06

Die WM ist 2006, aber Schalke doch nicht. Da hat wohl jemand was durcheinander geworfen. Heute also mal ein Beitrag extra für den Herrn Zangel: Schalke 06. Die „0″ im „06″ steht übrigens für Kevin Kuranyi.

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Lautklang

Es hat keine weitere Bewandnis, zumal Irland ohnehin nicht für die WM qualifiziert ist. Ich wollte das nur einfach mal loswerden. Der schönste Name eines existierenden Profi-Fußballers ist meines Ermessens ganz eindeutig:

Tony Cascarino

Cascarino. Besonders, wenn englische Zungen diesen Namen aussprechen, hat er so einen Wohlklang, dass ich jedes Mal in Verzückung gerate. Leider ist Tony Cascarino schon jenseits des Endes seiner Karriere, ich werde diesen Namen also nur noch selten hören. Schade.

Cascarino.

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Stoisilien

„Do you know Bavaria?“

Fragt der groaße Edmund Kinder aus New York City, als er als bairischer Ministerpräsident in New York City zu Gast ist. Nee, kennen sie nicht. Was glaubt er denn?

Der groaße Edmund, der von der Christlich-Sozialen Union, der is a groaßa Rhetorika. Der kann aus dem Westenärmel heraus a große Reden schütteln. Und a Fußballexperte is er a. Deshalb kennt er a all die Namen der Weltstars im Fußball. Und damit wir uns des nich entgehen lassen müssn, hat irgendoaner schlauer Mensch des auf Video DVD .mp3 .mov aufgezeichnet. Stoiber, wie er als Fußballkenner brilliert, hach, wie ist das schee.

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Ausländer rein!

Dass speziell die französische und die holländische Nationalmannschaft meist zu weniger als 50% aus im eigenen Land geborenen Spielern bestehen, ist nix Neues mehr. In Deutschland, in dem als einzigem Land der Welt das Recht des Blutes und nicht das Recht des Bodens gilt (klingt ziemlich martialisch, ist aber so), tun wir uns ziemlich schwer mit dem Einbürgern. Viele meiner Leser empfinden ja nicht mal Klose als Deutschen, geschweige denn Oliver Neuville.

Und so ist die Liste der Spieler, die eingebürgert wurden und anschließend für die deutsche Nationalmannschaft spielten, ziemlich kurz. Insgesamt umfasst sie nur 14 Spieler.

Und für mich äußerst überraschend auch auf dieser Liste enthalten: Martin Max!

Da staunt der Laie und der Experte wundert sich. Wer hätte gedacht, dass Martin Max eigentlich aus Polen stammt — bei den Namen?

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Kuranyi, der Ex-Nationalspieler

Wir haben hier im Blog ja schon mehrfach über Kevin Kuranyi diskutiert. Er war auch schon mal die Frimpe der Woche, und zwar für diesen, seinen Blog [Link leider, leider tot], in dem er heute angeblich direkt aus Barcelona berichtet. Diesen, seinen Blog darf er aber als WM-Teilnehmer gar nicht führen, weil der DFB sowas verbietet.

Wie hier in den Kommentaren schon erwähnt wurde, haben wir bzw. Kevin bzw. Microsoft aber vielleicht Glück, denn für das kommende Länderspiel gegen Italien am 1. März ist er von Clinsfornia gar nicht nominiert worden. Christian Wörns übrigens auch nicht, aber das war ja klar. Könnte also sein, dass Kevin Kuranyi gar nicht bei der WM im Kader sein wird. Dann möchte ich gerne lesen, was er so bloggt, wie er mit Freunden auf dem Sofa die WM-Spiele der Deutschen schaut, möglicherweise gar auf einem Beamer in den eigenen vier Wänden. Und wie vielleicht ein Kamerateam der ARD ihn zu seinen Freunden begleitet, während später am Abend sein Kumpel Gerald Asamoah nach dem Finale den WM-Pokal in den Berliner Nachthimmel reckt, was — nebenbei bemerkt — durch Kuranyis Nichtnominierung ein Stückchen wahrscheinlicher wird.

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Der Gong ist schon ertönt

Heute Abend, viel zu spät natürlich, erreichte mich die Nachricht, dass man wieder Eintrittskarten für die WM nachbestellen kann. Also flugs auf zur offiziellen FIFA-WM-Ticket-Bestell-Seite ™ und geschaut, für welche Partien es noch Karten gibt. Hier ist das Ergebnis, rot bedeutet keine Tickets mehr vorhanden, grün bedeutet, dass es noch Tickets für diese Partie gibt. (Dank Operas Zoom-In/Zoom-Out-Funktion kann man auch mehr als 5 Spiele pro Seite im Screenshot erwischen)

[Bild leider tot.]

Wunderbare Aussichten also für alle, die noch keine Karten haben.

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Cologne — die Scheiße vom Dom

Wie die RP Online berichtet, müssen Kasey Keller und Jeff Strasser je €3.000 Geldbuße bezahlen, weil sie nach dem Sieg ihrer Gladbacher Borussen gegen den FC Köln einen Schmähgesang angestimmt haben.

Geht’s noch?

Die Fans singen das den ganzen Tag lang (na, okay, wohl nur etwas mehr als 90 Minuten lang) — und jetzt sollen Spieler dafür bestraft werden, dass sie mitgesungen haben? Diese überbordende political correctness geht mir wahrlich auf den Keks. €3.000 Strafe für ein Lied, das zum allgemeinen Kulturgut gehört. Lächerlich.

Bei der Gelegenheit ist mir übrigens aufgefallen, dass die Seite der Borussia ein neues Gewand hat. Ich bin da nicht so oft, denn meist sind die offiziellen Vereinsseiten so spannend wie der Rheinische Merkur.

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