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Monat: April 2006

Sinnfrei

Mal wieder was für die Quote einschiebend: Fußball und Titten, wie gesagt. Nein, kein Screenshot diesmal. Hier auf dieser Seite bleiben wir jugendfrei.

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Superjeile Zick

Hier braucht man keine kölsche „Zick“, sondern was Ähnliches auf englisch: Timing. Wer in diesem schönen Flash-Spiel ein paar „good crosses“ (aka gute Flanken) reinmachen will, muss schon ein wenig von diesem Timing mitbringen.

Zum Glück steht Bernd Schneider draußen an der Eckfahne und nicht Christian Ziege, sonst würde man ja ewig darauf warten, dass mal eine Ecke ankommt. Ansonsten aber viel Spaß, ein wirklich gelungenes Fußballspiel.

Also auf in den Strafraum! [Link leider tot]

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Zandvoort

In Zandvoort gibt es einen Zeltplatz, der liegt in der Nähe einer Autorennstrecke und wohl auch in der Nähe eines Schießplatzes. Man wacht also morgens verkatert frischen Geistes auf und hört sofort das Geknatter der Autos oder — besonders lecker — der Motorräder, immer wieder unterbrochen von einem lauten Ratatatatatata des Schießstandes. Gemütliche Urlaubsatmosphäre in Zandvoort also, der Strand nur einen Steinwurf entfernt. Der Ort selbst ist wie so viele niederländische Orte schnuckelig, recht klein, mit ein paar häßlichen Hochhäusern an der Promenade und ein paar netter anzusehenden Häusern im Ortskern.

Das Besondere an diesem Ort ist, dass hier schon so manche Größe des deutschen Fußballs urlaubte. Irgendwann in den frühen 1990ern war Trainer Baade mal hier und kann sich tatsächlich dran erinnern. Auf dem Rückweg flog auf der Autobahn, schon auf deutscher Seite, ein Stein in die Windschutzscheibe des mit mehreren Pril-Blumen-Aufklebern versehenen abgewrackten Golf I. Die letzten 50km mussten also ohne Windschutzscheibe zurückgelegt werden, wie dieses leider qualitativ schlechte Bild zeigt.
[photopress:frankundtennervormkaputtenauto.jpg,full,centered]

Interessanter ist aber der Aufenthalt von Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, der zu einem besonders exquisiten Termin die Seele in Zandvoort baumeln ließ. Im Sommer 1974 ist er hingereist, zwei Tage nachdem er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister geworden war. Unterlegener Gegner in diesem Final, ich denke, das wissen selbst die weniger Fußballinteressierten, waren die Niederlande. Und dieser stille, große Kerl wagt sich doch tatsächlich genau in dieses Land, nachdem er als rechte Hand Beckenbauers die damals übermächtig scheinenden Niederlander auf dem Platz bezwungen hat. Hut ab, Herr Schwarzenbeck, das nenn ich mutig.

Ob allerdings damals schon dieser Coffeeshop namens „Columbia“ existierte, der mit netzhautzerstörendem Interieur in den Farben der kolumbianischen Flagge aufwartete, und wenn ja, ob Katsche diesen auch aufsuchte, das erwähnt er nicht.

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Wie man sich zum Deppen macht II

Es war schon mal Thema hier, jetzt gibt’s neues Futter für kleine und größere Spötteleien. Berlin liegt neuerdings in South Dakota, deshalb muss man jetzt auch wieder den ursprünglichen Schmuck der Ureinwohner Berlins tragen. Allerdings nicht mehr in den Farben Preußens, sondern in jenen der Bundesrepublik. Ob dieser Uwe vielleicht verwandt ist mit Didi Senft?

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Wenn der Dummschwätzer Auto fährt (IX)

Der Dummschwätzer fährt Auto. Das macht er gerne, das machen sie ja alle gerne in diesem Lande. Der Dummschwätzer ist „Chef“ des WM-OKs, allerdings glaubt das hoffentlich niemand ernsthaft. Das einzige, was der Dummschwätzer macht, ist sein Gesicht in die Kameras zu halten. Die tatsächliche Arbeit leisten Leute im Hintergrund, die sich auch mal länger als 10 Minuten konzentrieren können.

Damit aber alle weiterhin glauben, dass der Dummschwätzer die WM organisiert und diese überhaupt erst nach Deutschland geholt hat, hat er ein besonderes Nummernschild bekommen.

„WM 2006″, aus dem bairischen Landkreis Weilheim.

Ts.

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foosball

Jaja, natürlich schreibt man Fußball mit Esszet, nicht mit Doppel-O. Ich rede hier aber nicht von der Sportart Fußball, sondern von foosball. Und was ist foosball?

Genau, foosball ist das amerikanische Wort für jenes Spielgerät, welches in Deutschland Kicker heißt.

Mit Dank an F&T für den Hinweis.

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Brême

Nur damit Ihr mal wisst, wie die Bundesligaergebnisse (und somit auch elf der zwölf WM-Städte) auf französisch aussehen:

SAMEDI
Hambourg SV – Bayer Leverkusen : 0-2
Borussia M‘Gladbach – Hertha Berlin : 2-2
VfB Stuttgart – Eintracht Francfort : 0-2
Borussia Dortmund – FC Nuremberg : 2-1
Arminia Bielefeld – VfL Wolfsburg : 0-1
FC Kaiserslautern – Hanovre 96 : 1-0
FC Cologne – MSV Duisbourg : 3-1

DIMANCHE
FSV Mainz – Bayern Munich : 2-2
Werder Brême – Schalke 04 : 0-0

Duisburg, Heimat des Autoren, hat immerhin einen eigenen französischen Namen. Klar, dass das nicht für die schwarze Maus Wolfsburg gilt. Aber dass nicht mal Dortmund oder Stuttgart eine eigene Bezeichnung haben, während Duisbourg sie hat, wundert mich schon.

Natürlich erfahren wir auf diesem Wege nicht, wie man die zwöfte WM-Stadt — Leipzig — auf französisch nennt. Da gibt’s schließlich keinen Bundesliga-Fußball.

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FC Sackratte

Heute neu im Kino: „FC Venus“

Es ist natürlich reiner Zufall, dass dieser Film so kurz vor der WM anläuft und nix anderes ist, als eine senile Komödie, die um den Hintergrund Fußball herumgestrickt wurde. Ben — TrainerBaade-Watchblog-Ben — hat recht: nichts und niemand verzichtet auf den Versuch, vom Thema Fußball-WM zu profitieren. Christian Ulmen, jemand, der zugibt, erst mit Ende 20 zum Fußballfan geworden zu sein und irgendwelche anderen MTV-Moderatoren tun in diesem Film so, als wenn sie die paar Groschen nötig hätten, die der Film abwerfen wird.

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Zettel-Ewald

Ich muss zugeben, auf die hier im Blog verfügbaren Kategorien hab ich nicht allzu viel Wert gelegt. Ein Blog ist ein Blog, jedenfalls meines, und da muss man eigentlich nicht inhaltlich viel sortieren. Was man aber gar nicht sortieren kann, das kommt normalerweise in die „Sonstiges“ oder neudeutsch „Miszellen“-Kategorie. Diese heißt bei mir „Zettel-Ewalds-Sammelsurium“, mit anderen Worten: hier kommt all das rein, was sich der Zettel-Ewald notieren würde, was andere aber nicht für wichtig genug halten würden. Und weil der Zettel-Ewald so ein guter und aufmerksamer Beobachter wie auch ein helles Köpfchen ist, muss man ihn wohl seit Kurzem außerordentlich loben:

So ist das nämlich, wenn man dann einmal ein Fußballspiel im Fernsehn so schaut, dass man nix vom Kommentar hören kann: Ewald Lienen ist Co-Kommentator bei der Partie Villareal-Arsenal und macht laut der bei allesaussersport nachlesbaren Kommentare seinen Job außerordentlich gut.

Schade, dass wir das bei der WM nicht erleben werden dürfen. Oder dürfen werden? Anyway, es gibt also doch noch Hoffnung darauf, dass die Leute, die hinter den Mikros sitzen mehr sagen als das, was sie sich schon vor dem Spiel zurechtgelegt haben.

Ein Hoch auf Zettel-Ewald (auch wenn ich es selbst nicht gehört habe).

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Deutsche Torhüter halten Elfmeter?

Der Daily Express schreibt zu Lihmäns gehaltenem Elfmeter gegen Villareal:

„Deutsche Torhüter halten Elfmeter. Das ist einfach so.“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hardy Grüne das entkräftigen kann. In meinem eigenen Team haben auch schon mehr als 10 verschiedene Torhüter im Tor gestanden, alle mit deutschem Pass, aber keiner von ihnen hat je einen Elfmeter pariert.

Freuen wir uns trotzdem darüber, dass bei einem möglichen Duell gegen England im Achtelfinale nun alle englischen Nationalspieler vor Jens Lehmann zittern werden, won’t they?

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Pro 18h

Habe gerade festgestellt, dass das Pokalfinale in diesem Jahr (am kommenden Samstag schon!) um 20h angepfiffen wird. Ich weiß nicht, ob damit WM-Final-Atmosphäre geübt werden soll. Das WM-Finale wird auch um 20h angepfiffen, während alle anderen Abendspiele bei der WM um 21h beginnen.

[photopress:pro18h.jpg,full,alignright]

Ich finde aber, 20h ist eine wirklich ungünstige Zeit, zumindest für das Pokalfinale. Mit einer eventuellen Verlängerung und anschließendem Elfmeterschießen endet das Spiel womöglich erst kurz vor 23h. Das ist wirklich ein bißchen spät, um die U-Bahn in die Altstadt noch zu kriegen.

Früher war das Pokalfinale immer um 18h (und wenn ich mich nicht täusche, sogar mal um 17h). Das fand ich deutlich günstiger für die restliche Samstagabend-Planung. Und für die ganz jungen Bubis, die kommenden deutschen Superstars, die jetzt noch ahnungslos in FC-Bayern-Bettwäsche nächtigen, uns aber bei der WM 2022 in der Schweiz zum Titel schießen sollen, wäre es auch besser, wenn das Finale um 18h begönne. Ich sage hiermit also ganz klar:

Pro 18h!

Unterschreibt bitte für diese tolle Aktion in den Kommentaren. Danke.

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Glatt gelogen

Welche Werbefuzzies haben hier wieder Kohle für Schmarrn kassiert? Oder kann sich irgendjemand an eine Zeit erinnern, in der man „stolz“ auf das von der spanischen Nationalmannschaft Geleistete war? Auf was soll man denn da stolz sein? Einen vierten Platz erreichte Spanien bei der WM 1950 und seitdem gar nix mehr.

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Ich rede nicht von Europameisterschaften…

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Tom Hanks

Neben der formidablen Zitatebox [Link leider tot.] zum Einbau auf der eigenen Webseite gibt es jetzt auch einen Phrasendrescher bei der Süddeutschen. Nett gemacht, denn wer den richtigen zweiten Teil eines Zitates kennt, sieht einen Elfmeterschützen einen Ball auf viele verschiedene Weisen im Netz versenken. Den Link sollte man vielleicht in den Niederlanden verbreiten, damit man dort auch mal sieht, wie es ist, wenn man einen Elfmeter reinmacht.

[photopress:zitat.jpg,full,centered]

Wieso diese Überschrift? Weil die Synchronstimme von Tom Hanks die Zitate spricht. Nicht dass Ihr noch denkt, ein prominenter Ami hätte begonnen, sich für Fußball zu interessieren.

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