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Monat: April 2007

Unbekanntes aus … dem Hause Schmeichel

… dem Hause Schmeichel.

Peter Schmeichel heißt mit zweitem Vornamen Bolesław. Das legt die Vermutung nahe, dass seine Vorfahren oder einige seiner Tanten aus Polen stammen. Nichts Genaues weiß man nicht.

Die bekannten Charaktere der Zeichentrickserie „Lolek i Bolek“ lassen grüßen.

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Horrorshow

Inzwischen müsste man (das bin in diesem Fall ich) schon eine neue Rubrik eröffnen, um diese beknackten Fotos von Spielern, Menschen, Zuschauern und anderem Gesindel, das sich rund um den Fußball herumtreibt und ablichten lässt, zu erfassen.

Heutiges Beispiel ist das Foto im kicker von Ruud van Nistelrooij. Geht’s noch debiler?

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Herzlich Willkommen, SV Wehen

Manchmal strotzen Sätze nur so vor Metaphern, manchmal vor Stupidität, manchmal vor Neid, manchmal vor Nationalstolz, manchmal vor Witz. Der unten folgende strotzt vor Provinzialität. Durchlässigkeit der Ligen hin oder her, einen SV Wehen, der gar nur Stadtteil der Stadt Taunusstein ist, braucht man nicht unbedingt in der zweiten Liga. Unterhaching war als kurzfristiges Phänomen ganz nett, langfristig wäre Unterhaching in der ersten Liga mit seinen 12,5 zu Auswärtsspielen mitreisenden Fans sogar eher ein Problem.

Natürlich freuen wir uns, dass der europäische Fußballsport so durchlässig ist, dass genau das, was gestern passiert ist, möglich ist. Es darf dann aber bitte bei einem kurzen Auftritt bleiben. Danke.

„Taunusstein ist mit über 29.000 Einwohnern die größte Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.“

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Niemandsland München

Schaut man sich die Tabelle an, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass Bayern München der einzige Klub ist, für den es um nichts mehr geht. Nach oben geht nichts mehr, nach unten auch nicht. Einzig der kleine Bach mit den Klosterinsassen kann da noch mithalten, weil er schon abgestiegen ist.

Dumm, dass Bayern nun schon wieder einen Zeitvorteil von drei Wochen hat, in dem es die kommende Saison planen kann.

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Schon wieder WM

Obwohl es doch fast vor meiner Haustür stattfand, ist es mir damals entgangen. Argentinien war schon längst Weltmeister, bevor die WM überhaupt begonnen hatte. Und diese schwäbisch-argentinischen Weltmeister haben wir sicher auch schon selbst im Fernsehen gesehen, als Einlaufzwerge [Link leider tot].

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Geher jetzt auch beim Fußball

Neuerdings scheint es in Mode zu sein, die noch zu spielenden Minuten mit folgender Formulierung zu beschreiben:

„Noch 20 Minuten zu gehen.“

Da sträubt sich das Nackenhaar zurecht, denn die einzige Situation, bei der eine solche Formulierung angebracht wäre, wäre ein Wettbewerb im Gehen. Auch Herr Wieland benutzt diese Formulierung („Noch drei Spieltage zu gehen“), bei ihm nehme ich aber in dubio pro reo an, dass er nur deshalb die Anführungszeichen als Kennzeichen der Ironie nicht setzt, weil er davon ausgeht, dass seine Leser diese Ironie begreifen. Beim Kommentator des gestrigen Zweitligaspiels Jena — Duisburg bin ich mir da nicht so sicher, und auch an anderen Stellen sehen, hören und lesen wir diese falsche Formulierung.

Nein, liebe Leute, es sind keine Minuten mehr „zu gehen“. Es sind noch Minuten zu spielen.

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Innere Repräsentation

Es gibt Vereine, die können noch so lange in der Bundesliga spielen, man gewöhnt sich einfach nicht dran. Dann gibt es Vereine, die spielen nicht in der Bundesliga, und man vermisst sie die ganze Zeit, weil sie dazugehören, zur inneren Repräsentation einer richtigen Bundesligasaison. Dann gibt es Vereine, die spielten eigentlich nie Bundesliga, und trotzdem hat man sich ganz schnell dran gewöhnt, dass sie es tun und bedauert nun, dass sie wieder weg sind.

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Pumuckl lebt

Es gibt selten Gelegenheiten, ganz bestimmte Wörter zu benutzen. Viele von ihnen hat man auch quasi schon aus seinem Wortschatz entfernt. Man benutzt sie (so gut wie) nie. Amortisiert gehört bei mir zur vom Aussterben bedrohten Gattung der Vokabeln. Die Denkweisen des Amortisierens sind mir leider zu fremd, ich sage leider, weil ich weiß, was dieses leider für mich bedeutet, ich erlebe es ja tagtäglich.

Es gibt auch eine Liste der vom Aussterben bedrohten Wörter (wer mag, kann danach googlen, wer nicht mag, lässt es sein), darunter so Perlen wie „Pennäler“, „Mummenschanz“, „Tusnelda“ oder „Veitstanz“. Darin befinden sich natürlich nur allgemein vom Aussterben bedrohte Wörter, nicht aber die bei mir persönlich vom Aussterben bedrohten Wörter. Ich kenne so einige, die ich auch immer wieder benutze, indem ich sie denke. Ihre tatsächliche Benutzung in Form von Bewegung der nötigen Muskelpartien rund um meine Stimmbänder ist in diesen Fällen aber selten geworden, meist, weil diese Wörter auch so eine Deutschtümeligkeit ausstrahlen, derer man sich ja nicht verdächtig machen möchte. Ich mag zwar die deutsche sprache, sogar in Großschreibung, jedem auf die Nase binden muss ich das deshalb aber noch lange nicht, und schon gar nicht in Situationen, in denen bei Menschen, wo die deutsche Sprache nicht so mächtig sind, eben jener Verdacht aufkäme.

Drollig gehört leider auch zu dieser Liste, also zu meiner persönlichen Liste der vom Aussterben bedrohten Wörter. Und das liegt nicht nur daran, dass die Gelegenheiten, dieses Wort zu benutzen, rarer werden. Seine Nutzung bringt den Nutzer in die Gefahr, dass er selbst so angesehen wird, wie das, was das Wort bezeichnet.

Am vergangenen Mittwoch aber kam mein Hirn nicht umhin, dieses Wort zu denken (und hätte ich Mitschauer gehabt, auch zu benutzen). Anlass war die Partie Chelsea gegen Liverpool, die von niemand Geringerem als Dr. Merk gepfiffen wurde, der ja auch immer mit den selben Assistenten zu Werke geht. Und einer dieser beiden Assistenten ist ein drolliger rothaariger Mann mit Halbglatze, den man eher als Bibliothekar der örtlichen Stadtbibliothek oder als überforderten Dozenten der Informatik erwarten würde, welcher sich beim Belehren der Studenten so schwer tut, dass es einem beim Zuschauen peinlich wird. Nicht aber würde man diesen drolligen Mann inmitten eines englischen Fußballstadions erwarten, voll mit Zigtausend fanatisierten und euphorischen Fans, inmitten gestandener Profis mit gestählten Körpern und dickem Bankkonto, mit Designeranzügen zu Hause im Schrank und noch dickeren Autos vor dem Stadion.

Der gute Mann scheint verpflanzt wie eine Unschuld vom Lande, die plötzlich unter lauter Luden in der Stadt den Hilfssheriff geben soll. Diese Diskrepanz ist es, die sein Auftreten in den großen Stadien der Fußballwelt so bemerkenswert macht. Und gleichzeitig erleben wir wieder, dass die Schiedsrichter, so sie nicht gerade Collina heißen, aus einer anderen Subgruppe der Menschheit stammen als diejenigen, die den Sport ausüben:

Drollig, der Mann mit der roten Halbglatze.

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Geteilter Ärger ist immer noch Ärger

Jeder hasste diese Schüler, die sich in der Klasse bei einer Frage meldeten, als dritter oder vierter drankamen und dann, Bezug nehmend auf ihre Vorredner, nur ein dünnes „Das wollte ich auch sagen.“ herausbrachten. Nichtsdestotrotz — ein Wort, das man nicht häufig genug benutzen kann — muss ich heute mal sagen: „Das wollte ich auch sagen.“

Und diesen Kommentar zu jenem Beitrag muss man ebenfalls sofort unterschreiben:

„Architekten sind nicht immer Fussballer.“

Schließlich ist die Arena auf Erdgas nicht das einzige ziemlich neue Stadion, bei dem diese Schattenspiele nerven, vor dem Internet-TV mehr als vor Ort, aber selbst dort noch. Warum sollte man auch erwarten, dass die Wetterbedingungen bei Durchführung des einzigen Zweckes, zu dem ein solches Stadion gebaut wird, nämlich in den allermeisten Fällen für die Durchführung von Fußballspielen am Nachmittag, auch Eingang in die Planungen dieser Halbe-Milliarde-Euro-Ufos fänden, wenn es schließlich erst 2007 ist.

Dass man mehr als einen Ball benutzen kann, um ein Fußballspiel durchzuführen, ist der Menschheit ja auch erst vor ein paar Jahren eingefallen. Gespannt warten wir also auf die nächste Evolutionsstufe beim Stadionbau, in welcher Sicht- und Lichtverhältnisse beim Bau berücksichtigt werden. Bis dahin gilt: Ihr ärgert Euch nicht allein.

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Unbekanntes aus … Preußen

… Preußen.

Laut diverser Quellen sind die Farben der deutschen Fußballnationalmannschaft deshalb weiß und schwarz, weil dies die Farben des Staates Preußen waren. Unter „diverse“ verstehen wir hier Wikipedia, weshalb ich mich gerne eines Besseren belehren lasse.

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Schluss mit Expertisen

Der „In der zweiten sieht man besser“-Experte kämpft mit seinem Klub gegen den Abstieg, lässt aber immer wieder durchblicken, dass er sich weder „zehn Jahre am Stück“ [Link leider tot] in Mainz vorstellen kann, noch, dass er „je nach Stand der Dinge“ noch lange in Mainz zu sehen sein wird. So schnell können Fernsehkarrieren enden.

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