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Monat: Februar 2008

Ich muss da eben mal hin

Normalerweise würde man an dieser Stelle annehmen, dass der Screenshot von WELT online dieserseits noch einmal ein bisschen nachbearbeitet worden wäre, doch: weit gefehlt! Völlig photoshop-frei kommt er daher und zeigt uns Felix Magath, wie er von Erich Honecker kaum zu unterscheiden ist. Dabei liegen Puerto Rico und das Saarland doch einige Meterchen voneinander entfernt. Was so eine Brille und alt werden alles bewirken können.

[photopress:magath_honecker.jpg,full,centered]

Hoffen wir, dass Magath das Schicksal seines Doppelgängers erspart bleibt. Obwohl: Wolfsburg, das ist ja schon irgendwie wie Chile, mitten in Deutschland, ein bisschen rückständig, ein bisschen unterentwickelt, ein bisschen schmal, ein bisschen kühl.

Diese Brille. Dieses Foto.

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Arsenal gegen AC Mailand: Lothar spricht (nicht)

Wenn’s nicht so billig wäre, schriebe ich jetzt etwas zu Lothar Matthäus‘ herausragenden fußballanalytischen, rhetorischen und erklärerischen Fähigkeiten. Da Lothar selbst aber schon beim abendlichen Co-Kommentieren der Partie zwischen Arsenal und AC Mailand genug ins Phrasenschwein eingezahlt haben wird, bleiben wir heute einfach mal kostenfrei. Oder andersrum.

Man bräuchte mehr solcher Co-Kommentatoren bei Fußballübertragungen, dann würde einem als diesbezüglich — man ist ja kein Mäuschen in der Kabine, auf dem Trainingsplatz — unbedarften Internethansel auch deutlicher, wer sich denn als Trainer eignen könnte und wer eher nicht und vor allem: warum.

Lothar jedenfalls sollte einsehen, wenn er sich die Aufzeichnung der heutigen Übertragung noch einmal anschaut, dass er eigentlich gar kein Trainer ist. Er ist keiner, der das Spiel als Ganzes begreift oder erkennt, sondern ein Platitüdendrescher übelster Kajüte. Er darf froh sein, dass man ihm den Trainerschein jetzt in Form einer Extrawurst bei der Trainerausbildung schenkt.

Und den Torwart von Rapid Wien verstehen wir seit dieser Erleuchtung auch noch ein bisschen besser.

Die Anlässe für solche Worte sind selten, heute sagen wir aber: Danke, Sat1, für diese aufschlussreiche Übertragung.

Fürs nächste Mal wünschen wir uns dann bitte Jürgen Kohler oder gerne auch — warum nicht? — Berti Vogts fürs selbsterrichtete Schafott des Co-Kommentierens.

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Die kleine Fortuna hat auch Geburtstag

Wie der emsige MC Podcast Herr Wieland bereits feststellte und mit einem Interview mit BAP-[bitte nicht „Altbarde“] Wolfgang Niedecken garnierte, wurde der große FC Köln, der so groß ist, dass er sich „Erster FC“ nannte, obwohl er gar nicht der erste Fußballclub seiner Stadt war, in den letzten Tagen beschauliche 60 Jahre alt. In Bochum oder beim TSV München kann man da nur leicht amüsiert die Augenbraue heben.

Genauso heben wir die Augenbraue, erstaunt, nicht amüsiert, dass der kleine Bruder, eher schon der Nachbarsjunge des 1. FC Köln, die Fortuna aus der Kölner Südstadt ebenfalls gerade 60 geworden ist. Erstaunt aus zwei Gründen:

Ja lebt denn die kleine Fortuna noch?

Nur acht Tage nach dem 1. FC gegründet? Welch ein Zufall.

So ist es aber. Nur ist ein Verein in der Verbandsliga in „den Medien“ nicht ganz so präsent wie höherklassige Vereine. Wie gut, dass man den Geburtstag zumindest in Köln nicht vergessen hat, auch wenn die Geburtstagsfeier aus bekannten Gründen etwas kleiner ausfallen wird als beim FC.

Als Showgast wünschen wir uns übrigens Hans Krankl, den alten Reaktionär, der auch mal Trainer bei Fortuna Köln war. Toni Schumacher würde ja eher ungerne wiederkommen.

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Aus der Rubrik „süße Beschimpfungen“

Du hast es nicht verdient, mein Landsmann zu sein.

Ich lege noch einen drauf: Bernd Schuster, du hast es nicht verdient, als Nachnamen einen ehrenwerten Beruf zu tragen! Und noch einen: So eine komische Frisur hast du auch nicht verdient. Und die Nase erst.

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Mal wieder Werbung

Wer regelmäßig Harald Schmidt schaut, kennt das wohl, hierzuwebseite war es bislang unbekannt, dabei hat Uwe Seeler doch selten in seinem Leben einen Satz so fehlerfrei rübergebracht wie in diesem Video. Glückwunsch dazu, Uwe!

Übrigens heißen die Dinger „Katinchen“ und nicht „Katinschen“, aber … ach, der Rheinländer, er ist ja auch noch stolz drauf.

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Wenn der Dummschwätzer englisch spricht (XXIII)

Ein bisschen viel Dummschwätzer-Content hier in letzter Zeit (für letzte Zeit = letzten zwei Tage), dieses Interview mit Hillbilly-Beckenbauer kann man sich aber nicht entgehen lassen. Schließlich merken wir, dass er genau dieselben Sprachkomplikationen auf englisch wie auf deutsch hat, das häufige Wiederholen eines Wortes und die Sprachmelodie, die doch mehrheitlich bairisch bleibt. Welche Antwort er dem Interviewenden auf die Frage gibt, ob Beckenbauer es bedaure, dass England nicht bei der EM dabei ist, na, da könnt Ihr ja vorher mal raten.

Aber: legt Euch ja nicht mit der FIFA an!

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Alexander Bade, Bernd Dreher, Simon Jentzsch

Was haben diese drei immer noch aktiven Torhüter gemeinsam?

Alle drei standen im Kader von Bayer Uerdingen, und zwar in jener Saison, in der dieser Klub zum letzten Mal als Bayer Uerdingen auf Torejagd ging, nämlich 1995.

Trotzdem ist Simon Jentzsch immer noch erst 31 Jahre alt und hat bei glücklicher Vereinsauswahl noch ein gutes Jahrzehnt seiner Karriere vor sich. Dumm zwar, dass er genau dort — in Wolfsburg — schon rausgeflogen ist, wo man erst als abgehalfterter Spieler hinzugehen pflegt, dennoch wird er noch ein Weilchen spielen.

Beim besten deutschen Verein ist seit ein wenig mehr als einem Weilchen Bernd Dreher, kein Grund also, zu wechseln oder gar die Karriere zu beenden.

Alexander Bade tingelte justament zur Dortmunder Borussia, womit er sich eine ähnliche starke Position im Kader seines Klubs gesichert haben dürfte, wie Bernd Dreher sie inne hat.

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Lupenrein, sofern die Lupe rein ist

Die Nachforschungen, ob es überhaupt jemals einen lupenreinen Hattrick in der Bundesliga gegeben hat, können eingestellt werden, nachdem Luca Toni am Sonntag drei Mal gegen Hannover 96 traf. Dabei brachte er das Kunststück fertig, in einer Halbzeit je ein Mal mit dem linken Fuß, dem rechten Fuß und dem Kopf zu treffen. Chapeau.

Die Frage, ob dies vorher schon mal jemand fabriziert hat, ist damit allerdings nicht beantwortet.

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„MSV-Macher“ Hellmich und seine Megalomanie

Man erinnert sich dunkel an einen gewissen Gerhard Schröder, der auch dachte, die Regierungsbildung liefe nur über seine Person. Es kam dann alles ganz anders, und auch beim MSV wird der Verein nicht in der Versenkung verschwinden. In der zweiten Liga möglicherweise, aber doch nicht gänzlich aufhören zu existieren.

Wenn ich die Lust verliere, geht der MSV den Bach runter. Mehr Menschlichkeit, wie ich dem Klub entgegenbringe, geht gar nicht.

Das falsche „wie“ lassen wir unter Lokalkolorit durchgehen, dass er dem Klub „Menschlichkeit“ entgegebringt, mag vielleicht im Vergleich zu Michael A. Roth zutreffend sein, ansonsten braucht so ein Verein ohnehin nicht in erster Linie Menschlichkeit, sondern Erfolg und Fundamente, die eben nicht zusammenbrechen, wenn nur ein Kopf („Mäzen“) die Lust verliert.

Hier outet sich Hellmich also von selbst als jemand, der unfähig ist, Strukturen zu schaffen, die unabhängig von ihm funktionieren. Wir haben nichts anderes erwartet.

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Wenn es den Dummschwätzer zwei Mal gibt (XXII)

Endlich ist es jemandem aufgefallen, der sozusagen im eigenen Haus logiert. Philipp Lahm, von dem so oft hier die Rede ist, weil er vergleichsweise oft schlaue Sachen absondert, hat sich auf einer Pressekonferenz laut FTD dergestalt geäußert:

Es muss zwei Beckenbauer geben. Einen, der in der Zeitung schreibt, und dann den Präsidenten des FC Bayern.

Immerhin besteht also jetzt intern schon mal ein Anfangsverdacht. Irgendwann werden die Bayern auch noch rausfinden, dass es wesentlich mehr Beckenbauers gibt. Einen bei O2, einen bei E-Plus, einen bei Paulaner, einen bei Erdinger und so weiter.

Der wahre Beckenbauer sitzt wahrscheinlich die ganze Zeit in Kitzbühel rum und das Einzige, was er tun muss, ist all seine Doubles koordinieren. Außerdem sollte er sie besser einweisen, auf dass solche Widersprüche wie von Lahm aufgedeckt, nicht die Regel werden.

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Morgens, halb neun in Deutschland

Aufgrund von Umsteigekapriolen musste ich heute morgen etwa 20 Minuten in einem Kiosk am Hauptbahnhof verbringen. Was schockierend, abstoßend und überraschend zugleich ist, ist, dass es tatsächlich an einem ganz normalen Samstagmorgen, ohne dass etwas — Zumwinkel hin oder her — wirklich Besonderes passiert wäre, Menschen gibt, die in einen Kiosk gehen und ganz ohne Scham, so, als würden Sie nicht gerade eine Perversität begehen, eine FOTO-Zeitung bestellen, erhalten, bezahlen und mitnehmen.

Nachdem sich dieses Schauspiel mehr als einmal während jener 20 Minuten wiederholte, musste ich mich kurz innerlich in den Abguss ergießen. Danach war mir immer noch nicht besser.

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Hertha ist gerade hip: Pantelic

Heute möchte ich kurz darauf verweisen, dass bei Hertha ein gewisser Herr Olic Petric Pantelic schon nach nur gefühlten sieben Monaten im Trikot der alten Dame auf Rang 5 der ewigen Torschützenliste des Berliner Clubs vordringen kann, wenn er am Wochenende trifft. Während man bei Bremen, Gladbach oder Bayern dafür schon, na sagen wir mal, 8 Jahre im jeweiligen Verein und regelmäßig zweistellig treffen muss, reichen für die Hertha-Torschützenliste schon zwei erfolgreiche Wochen pro Quartal, wenn man denn derer sechs erreicht.

So ist das mit dem guten Näschen der Hertha für gute Stürmer.

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