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Monat: November 2008

Sarah Connor brüht im Lichte Diegos

Manchmal findet man gewisse Bekannte (Bekannte, nicht Bekannte) sympathisch und würde nichts auf sie kommen lassen. Bis man dann plötzlich vor das Resultat der Partnerwahl des- oder derjenigen gestellt wird. „Wo die Liebe hinfällt“, sagt der Volksmund und weiß, dass gegen diesen Fall kein Kraut gewachsen ist. „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“, oder lässt sich streiten? Jedenfalls ist es, was es ist, sagt das, worum es hier geht. Man steckt ja nicht drin.

Trotzdem ein mittlerer Geschmacksschock, was sich da an geblich an der Weser zur Zeit ereignet:

So wird das nix mit der Integration in Deutschland. Werder Bremens Diego sollte sich besser überlegen, von wem er so wichtige Dinge für das Leben in diesem Lande lernt wie den Text der Nationalhymne: Nicht unbedingt von der Brühwurst Sarah Connor, die uns alle gerne im Lichte des Glückes sähe.

Jedoch tun die beiden zur Zeit aller Voraussicht nach andere Dinge als Liedstrophen auswendig zu lernen.

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Fußball zurück zu den Wurzeln

Wahrscheinlich müsste man ein wenig mehr rescherschieren, um herauszufinden, dass da doch wieder nur fälschlich zitiert oder ein Komma an einer verkehrten Stelle gesetzt wurde. Laut kicker fordert ein gewisser Claudio Pizarro (note to myself: 1 z, 2 r, im selben Stapel ablegen wie den Namen des Fußballverbandes der DDR, bitte, damit das nicht jedes Mal neu nachgeschaut werden muss) zum aktuell von irgendjemandem — nicht von mir, ich bin da grundsätzlich ganz auf Seiten der Fehlbaren, also auf Seiten aller — befeuerten Konflikt der Fußballer und Trainer auf der einen Seite sowie den Schiedsrichtern, ihren Assistenten und ihren vierten Männern sowie den Hintern der Front auf der anderen Seite:

Der Peruaner will zwar künftig verbal zurückstecken, forderte aber zugleich via kicker.tv eine Bestrafung der Referees, wenn diesen Fehler unterlaufen.

Eine hervorragende Idee. Eine Bestrafung von Schiedsrichtern, wenn ihnen Fehlern unterlaufen. Der Mann scheint ein gesund ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden zu besitzen, was an sich nicht falsch, sondern dem Menschen immanent ist. Leider vergisst Pizarro (1 z, 2 r), dass ein allumfassendes Gerechtigkeitsempfinden (so sieht das ein gewisser Teil der Menschengemeinschaft ja mittlerweile) dann auch alle umfassen müsste.

Man kann nicht bei eigenem Nachteil Gerechtigkeit einklagen, bei eigenem Vorteil aber auf seinen Vorteil pochen. Well, natürlich kann man das tun, glaubwürdig wird man damit aber nicht, speziell nicht seiner eigenen Forderung gegenüber.

Und da wir annehmen, dass der werte Anthroposoph, Gerechtigkeitsfanatiker und Juristereitheoretiker Pizarro seine Forderung grundsätzlich ernst meint und so verstanden wissen will, dass auch Außenstehende sie als ernst gemeint akzeptieren können, muss daraus im Umkehrschluss natürlich folgen, dass fortan auch Spieler bei Fehlern bestraft werden.

Wir brauchen gar nicht erst auf die 181 Fouls des 1. FC Köln aus dem letzten Beitrag zurückzugreifen, um uns auszumalen, in welch herrlicher (Fußball-)Welt wir plötzlich wieder lebten, würde Pizarros Forderung im Fußball umgesetzt. Ein falsch ausgeführter Einwurf wäre da nur die Spitze des Strafenbergs, gefolgt von Strafen für Regelunkenntnis bei nicht ganz unwichtigen Dingen wie dem Verfahren mit der sog. „Fairplay“-Regelung, Strafen für eine nicht ko- oder nicht rechtzeitig exerzierte Abseitsfalle, Strafen für eine zugelassene Flanke vom Gegner, für ein verlorenes Dribbling, für Kopfeinziehen bei gegnerischem Freistoß, der schließlich im eigenen Tor landet ad lib. Die Liste wäre lang, während die Zahl der Strafen für unforced Fehlpässe schon nach wenigen Spieltagen die Anzahl der Atome im Universum übersteigen würde und daher die Jungs von den diversen alle Ereignisse eines Spiels protokollierenden Datenbanken vor ernsthafte Probleme gestellt wären.

Nähmen wir an, dass es sich bei diesen Strafen für die Spieler um Geldstrafen handelte, dann wäre davon auszugehen (Fehler im Training sind da noch nicht berücksichtigt), dass die Spieler in Zukunft quasi wieder — wie früher, als Charly Neumann noch lebte — für n Appel und n Ei spielten oder im besten, bzw. fußballerisch schlechteren Falle für gar nix außer dem Spaß am Spiel.

Da wir davon ausgehen müssen, dass Pizarro es so nicht gemeint haben kann, dass Fußballer von nun an für Fehler in ihrem beruflichen Wirken bestraft werden, fragen wir uns: Über welch absurde Vorstellung vom Zweck der Tätigkeit und die nun mal menschlich-limitierten Fähigkeiten eines Schiedsrichters verfügt Pizarro, dass er solch eine hanebüchene Forderung aufstellt?

Und: Wie kann eine solch fehlerhafte, nicht durchdachte Forderung überhaupt ohne Bestrafung bleiben?

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Foules Spiel

An irgendeiner Stelle im Netz liest man, dass der 1. FC Köln zur Zeit die fairste Mannschaft dieser Bundesligasaison sei, gemessen an der Zahl der Fouls. Nur 181 Fouls in 12 Spielen. Alleine schon beim Anblick des absoluten Werts von 181 wirkt das „nur“ auf mich befremdlich.

Dann rechnen wir das mal um, und vergessen dabei nicht, dass dieser Wert eben den geringsten der Liga darstellt. 181 Fouls in 12 Spielen bedeuten knapp alle 6 Minuten ein Foul. Wenn man nun annimmt, dass der Gegner mindestens genauso häufig foult, was er natürlich tut, wenn Köln in der Liste ganz oben/ganz unten zu finden ist, dann sehen wir also in einem gewöhnlichen Bundesligaspiel alle 180 Sekunden ein Foul. Tendenz, wie gesagt, eher noch öfter.

Wenn man dann noch dazu rechnet, bzw. abrechnet, wie gering überhaupt die Nettospielzeit eines Spiels ist, dann gelangt man zu einem Wert, der nahelegt, dass quasi jeder Spielzug mit einem Foul abgeschlossen wird, falls nicht gerade ins Tor getroffen wird.

Professionell hin oder her.

Irgendwie macht diese Vorstellung keinen Spaß.

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Ja das „Buch“ is äh

Oliver Kahn hat ein Buch mit dem gewohnt bescheidenen Titel „Ich“ geschrieben. So weit, so bekannt. Was wahrscheinlich nicht bekannt ist, ist dass er immer noch auf Platz 23 der Sachbuch-Bestsellerliste in Deutschland liegt. Oliver Kahn! Sein Sachbuch!

Die Veröffentlichung ist schon Monate her und immer noch kaufen etliche Menschen dieses Buch. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass man dort irgendetwas erfährt, was man nicht viel besser, eloquenter und auf-den-Punkter und vor allem viel lieber von Bernhard Peters (polemik- und ironiefrei, nur falls jemand fragt) erführe.

Leider ist das Werbevideo nicht direkt einpflegbar, aber auf jeden Fall sehenswert: Wie Oliver Kahn zunächst inmitten von leeren Stadionsitzen gedankenverloren auf die Seiten seines Buches starrt (würde er lesen, würden sich ja seine Pupillen bewegen). Und dann von der Stimme aus dem Off gefragt wird, worum es in seinem Buch geht:

Das bekannte Schnaufen, gefolgt von

Ja das Buch is äh

Natürlich geht es um

Erfolg

Wenn man ein Buch über Erfolg schreibt, dann geht es natürlich auch um

Misserfolg

Sehenswert, wie er als ausgewiesener Experte für alles Mögliche schon vor dem Ende seiner Karriere übte, sich selbst glaubwürdig darzustellen, um für die späteren Auftritte auf der Showtreppe neben JBK gerüstet zu sein.

Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie schwul Kahn formulieren lässt in seinem sicher lesenswerten Wegweiser zum lebenslangen Erfolg, dann liefert es der Leseausschnitt auf der verlinkten Seite:

Woher kommt die Kraft, das, was man macht, so „aufzupowern“, damit das daraus wird, was man haben will? Ich will nicht lange fackeln — die Kraft kommt: von innen! Nehmen Sie den Dirigenten. […] Nehmen Sie den (bildenden) Künstler. […] Nehmen Sie den CEO eines Unternehmens: […] Nehmen wir den Torwart: Warum schafft er es, seine Mannschaft anzutreiben, wenn es keiner der (mindestens) zehn anderen auf dem Platz mehr hinbekommt?

Hat das einer für Doofe geschrieben? Ist die Fußballersprache („Ich will nicht lange fackeln“) hier bewusst gewählt oder weil keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung standen? Ein Torwart in einer Reihe mit einem Dirigenten oder einem (bildenden) Künstler. Es fehlt noch ein Bundeskanzler und ein Herztransplantatist. Besonders gefallen die falsch gesetzten Anführungszeichen, die keine ironische Verwendung eines Wortes anzeigen wollen, sondern lediglich Wörter anzeigen, die zwar in diesem Zusammenhang Kacke klingen, aber dennoch nichts anderes als das sagen, was sie sagen sollen. Dem Autor ist dann irgendwann aufgefallen, dass er das tatsächlich passende Wort nicht gefunden hat, weshalb er diese „verschleiernden“ Anführungszeichen setzen muss (das war jetzt ein Beispiel dafür).

Liest man weiter, erkennt man sofort, dass man eigentlich nicht weiter lesen müsste:

Ein Blick in Wikipedia zeigt …

Dann wählt Kahns Ghostwriter aber doch lieber noch eine andere Wikipedia-Definition des Begriffes „Authentizität“:

[…] Also keine Fälschung sein. Sein „Selbst“ gefunden haben. Wissen, wer man ist. Was man will. Wohin. Auf welchem Weg und welche Weise. Alles das schauen wir uns in diesem Buch an.

(Man beachte die Anführungszeichen bei „Selbst“.) Der Sport-Foto-Stil ist unerträglich und nach dieser kurzen Leseprobe. Will. Ich. Mir. Das Buch. Auch nicht mehr „kaufen“!

(Vollkommen falsch gesetzte Satzzeichen kosten 10 Cent pro Falschsetzen in die private Trainer-Baade-Mannschaftskasse, womit Oliver Kahn schon mal tief bei mir in der „Kreide“ stehen dürfte.)

Um dann endgültig auf FOTO-Niveau zu enden, lesen wir die letzten Zeilen der Leseprobe:

Wirtschaft funktioniert, so habe ich es verstanden, ungefähr so, dass es einerseits Waren gibt und auf der anderen Seite Zielgruppen. Zielgruppen, das sind Menschen, die etwas haben wollen, die Bedürfnisse haben. Waren hier, Zielgruppe da.

So sieht es aus. Menschen hier, Wölfe da. Sonne da, Sonnenmilch hier. Ball da, Torwart hier. Bedürfnis zu brechen hier, Olivers Buch da.

Zielgruppe hier, Ghostwriter da.

In diesem Falle sagt die Zielgruppe allerdings leider nein zum Bedürfnis, etwas haben zu wollen.

Um meine eigene Frage zu beantworten: Ja, er schreibt für Doofe, für Menschen ohne Gehirn, ohne Sprachempfinden, für Menschen, die eigentlich nur die FOTO lesen. Damit dann Platz 23 nach so langer Zeit zu halten, nicht schlecht, Oliver. Immer „weiter“. Eher ein Ssachbuch.

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Podolski kann gehen

Na endlich, entfährt es jedem, der die Leiden des jungen P. in den letzten zweieinhalb Jahren mitansehen musste.

Sogar zum Januar schon kann er gehen. Ich hoffe, er bleibt in Deutschland und begibt sich nicht hildebrand-esk zu Vereinen, deren Trainerwechsel, die allzu häufig auch mit einem Personalwechsel einhergehen, irgendwas muss der neue ja schließlich ändern, wofür hat man ihn sonst geholt, unvohersehbar sind und ebensolche Folgen für seine weitere Karriere haben könnten.

Eigentlich kann es, glaubt man dem Geheule von P. während all der heimatfernen Monate, nur ein Ziel geben: zurück zum FC Köln. Ob das sportlich so sinnvoll ist und ob er wirklich so verliebt in Köln ist oder ob das ganze nur eine schöne Inszenierung ist, dazu liest man Interessantes in der Rainer’schen Post [Link leider tot].

Zurück beim FC Köln wäre dann auch endlich Schluss mit diesem lächerlichen Jubel-Verweigern, das hier auch schon viel zu oft Thema werden musste.

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Runter kommen sie immer

Vielleicht sollte ich die Rubrik „Foto des Spieltags“ einführen. Dieses hier ist jedenfalls aeronautisch geprägt und erinnert an die eine oder andere Filmszene, in der Protagonisten mit dem Fallschirm aussteigen oder sonstwie flugfähig sind. Marko Marin jedenfalls kam runter.

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Bommer raus

Wie ich schon häufiger erwähnte, ist jetzt die Frage, was danach kommt. Bommer ist jetzt raus.

a) Was rufen MSV-Fans bei den nächsten Spielen?

b) Wer folgt Bommer?

Vor allem b) sollte man sich überlegen, bevor man a)s Vorarbeit leistet.

Nichtsdestotrotz sind Äußerungen von Geliebten von MSV-Spielern, die Bommer eines Trainings „wie in der Kreisliga“ bezichtigen, nicht unbedingt dazu angetan, Bommers Trainerfähigkeiten zu überschätzen. Bommer hatte weder Charisma noch besondere taktische Rafinesse. Seine offensichtliche, vor allem taktisch-strategische Unzulänglichkeit — Spieler motivieren kann schließlich fast jeder — war schon so lange nicht mehr zu übersehen, dass man sich ohnehin fragen musste, warum Hellmich diese vermeintlich brüderliche Freundschaft mit Bommer pflegte.

Jetzt wäre also der richtige Zeitpunkt, beim MSV neben dem neuen Stadion auch mal fußballerisch etwas aufzubauen. Z. B. mittels eines Trainers vom Schlage eines Ralf Rangnicks, Geld wie Hopp Heu hat man schließlich auch hier im Hintergrund. Geld schießt keine Tore. Aber Training mit Verstand bringt Punkte. Und Trainer, die solches leisten können, gälte es dann zu finden. Dafür bräuchte man aber jemanden, der einen Trainer weder nach Sympathie noch nach Gefügigkeit auswählt.

Noch vor jedem Spielerkauf ist ein Trainer schließlich das wichtigste Glied der Kette. Das schwächste, sagen viele, was aber nur zutrifft, wenn die Übergeordneten Hire & Fire als Prinzip ausrufen, weil ihnen sonst nichts einfällt.

Ich hasse diesen beschissenen Satz aus irgendeiner Werbung zwar, aber: Erfolg ist die Summe richtiger Entscheidungen.

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Ein junges Talent in Madrid

Am gestrigen Spieltag der Primera Division, bei Real Madrids bremenhaftem 4:3 im Heimspiel gegen den FC Malaga (bei dem ein gewisser Higuain vier von vier Toren für Madrid erzielte), saß ein junger Deutscher auf der Bank von Real Madrid. Nachdem er zuvor oft nur auf der Tribüne saß, gibt es berechtigte Hoffnungen, dass er demnächst vielleicht gar für die Königlichen von Beginn an auflaufen oder zumindest eingewechselt werden wird. Der junge Mann heißt Christopher und wird — so er spielen sollte — in Kürze vielleicht sogar bei Jogi Löw auf dem Zettel auftauchen. Als deutscher Fußballliebhaber sollte man sich diesen Namen merken.

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Seit 3 Jahren wiederbelebt

Hach, fast vergessen. Und außerdem auch kein Fußballthema, sondern „Internas“, wie Frank Rost so schön zu sagen pflegt. Internas, die hier eigentlich nicht gepflegt werden. Zur Feier des Tages dann doch mal:

Seit drei Jahren nämlich schon wiederbelebt. Eigentlich gibt es diese Seite schon seit 1930. Dann kam aber das Verlorengehen des Internets dazwischen und als es dann endlich wiedergefunden wurde, dauerte es einige Zeit, bis sich potenzielle Potentaten ausfindig machen ließen, die eine Revitalisierung bezahlen konnten. Seit drei Jahren also heißt es (fast) jeden Tag wieder neu: Herzlich Willkommen (wieso ist Willkommen eigentlich ein Substantiv?) im Großstadtfußball.

Wir bedanken uns bei geschätzten Besuchern und sagen: Vielen Dank fürs Kommen und -tieren!

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Harald Katemann lebt

Nun, das tut er ohnehin noch, aber er spielt scheinbar auch noch Fußball. Oder sein Vater war vor geraumer Zeit mal für einen kurzen Moment in einer britischen Besenkammer und hat jetzt einen Sohn namens Rory Delap:

Gesehen bei RUND.

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Demagogie, Yad Vashem und ein eigentlich

Es soll sie noch geben, auf einem fernen Planeten, die Menschen, die nicht regelmäßig den Indirekten Freistoß lesen, obwohl sie eigentlich dazu gezwungen wären, wenn sie hier mitläsen, weil alles was dort erwähnt wird, hier kaum noch erwähnt werden muss bzw. wird.

Abgesehen davon, dass der Indirekte Freistoß diverse Auszeichnungen einheimste, bei deren Urhebern man aber nie wusste, ob nicht wie bei der IFFHS, Scharlatane am Werk sind, die solche Auszeichnungen eigentlich nur deshalb vergeben, damit sie den Ausgezeichneten einmal live und in Farbe selbst auf die Schulter klopfen dürfen (samt Foto für die wenig interessierte Nachwelt, versteht sich), ist der Indirekte Freistoß ein Quell stetiger Inspiration (und auch Freude), während die Komponente der Reflektion eher auf dem jüngeren Bruder namens „Direkter Freistoß“ stattfindet.

Und um nicht zu viel vorwegzunehmen und den geneigten Leser eventuell auf die ZEIT verweisen zu müssen, wo die hier relevanten Dinge selbstverständlich nur tröpfchenweise veröffentlicht werden, verlinken wir direkt einmal auf das vollständige Interview Oliver Fritschs mit keinem Geringeren als dem Vater des Managers der Frauenabteilung von TSG 1899 Hoffenheim. Wer sich über die Vorgeschichte informieren will, wie es zur im Interview diskutierten Klage kam, wie es zu den weiters gestellten Fragen kam, kann das auf dem Direkten Freistoß tun, oder aber bei Jens Weinreich, dem Beklagten himself.

Und wie das so ist, heutzutage, liest man auch bei Stefan Niggemeier über genau dieselbe Geschichte.

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Kringe — voll normal

90elf ist noch nicht so wirklich in der Fußballszene angekommen. Auch dieserorts hörte man dann und wann mal rein, ohne wirklich Begeisterung empfinden zu können. Da merkt man eben den Unterschied zwischen Vollblut-Reportern und jenen Leuten, die nur kurz abseits der Reling angeheuert wurden, früher war das die Fremdenlegion, heute ist es eben 90elf, für das man mit volltrunkenem Kopf unterschreibt. Und so klingen die Reporter dann eben auch. Kehlige heiser, sich ständig wiederholend, ohne die Grundlagen der Radio-Reportage verstanden zu haben. Der eine verliert sich in Aufzählungen der bisher gezeigten gelben Karten, der andere lamentiert über die Farbe der Trikots oder das schlechte Wetter. Allein, ein halbweg plastisches Bild vom Spiel vermag kaum einer von ihnen vor das geistige Auge zu zaubern, worauf es doch nun mal ankäme, wenn man Radio und nicht TV macht.

[photopress:kringe_normal.jpg,full,centered]

Wir nehmen das so hin und stellen fest, dass es auch an anderer Stelle noch ein wenig hapert auf Seiten von 90elf: „Normale“ Kringes gibt es nicht, „normale“ Tore erst recht nicht. Und wenn man lediglich festhalten will, dass ein gefallenes Tor weder ein Eigentor noch ein Strafstoß noch ein direkt verwandelter Freistoß war, dann lässt man das dazugehörige Feld einfach frei. Normales Tor. Hat doch noch nie jemand gesehen, nicht mal vorm geistigen Auge.

Tor schreibt sich übrigens mit einem „O“, aber das will ja schon Dülp in seinen Live-Tickern nicht einsehen.

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Die Mutter aller Pussies

Ähm, ja, nicht, was Ihr jetzt denkt.

Es geht hier um das Verhalten von Prinz Pussy nach seinen Toren gegen Polen, Colonia Claudia Ara Agrippinensium und demnächst eben gegen die Bayern. Bekanntlich hat P“ä“trick Helmes Selbiges vor der Partie gegen seinen alten Club angekündigt, kam dann aber nicht dazu, das auch umzusetzen, weil er kein Tor erzielte, das er hätte bejubeln können. Somit hat er dann seine Ankündigung doch umgesetzt, aber eben anders: Jubeln, nein. Tore schießen aber auch nein und deshalb ohnehin kein Jubel.

Wer das alles aber viel besser kann als unsere kleinen Lukasse und P“ä“tricke, die da doch auch eher ein schlecht beratenes Bild abgeben, das ist einer der ganz Großen der Serie A. Gabriel Batistuta.

Prokrastinations-Produkt Wikipedia weiß zu berichten:

Gabriel Batistuta war dem AC Florenz sehr verbunden, wechselte dennoch im Jahr 2000 zum AS Rom. Er wandte sich an die Fans der Fiorentina mit dem Abschlußsatz Für immer Viola-Fan. In Anspielung an die violetten Vereinsfarben des AC Florenz. Vor seinem ersten Ligaspiel gegen seinen alten Verein versprach Batistuta, nicht zu jubeln, falls er ein Tor erzielen würde. Als er dann aus 25 Metern das entscheidende Tor für die Roma erzielte, brach er in Tränen aus.

Süß, und irgendwie auch ein bisschen sehr argentinisch, wenn es denn überhaupt stimmt.

Nichtsdestotrotz: Wie billig und leicht zu haben so ein simples Schweigen plötzlich wirkt.

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