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Monat: Januar 2010

Nada?

Du wolle Arbeit? [Link und Gag damit leider auch tot]

Überdurchschnittliches Engagement: here you go.

Vermutlich eine saubere Sache.

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„Aber nicht so toll, wie man es in seiner Erinnerung hat“

Selbst das neben Michael Schumacher größte Kinn der Welt, Ruud van Nistelrooy, hatte eine Kindheit. In dieser schaute er wohl, da er ganz früh (mit 5 Jahren schon im Fußballverein angemeldet) mit dem Fußball anfing, auch Spiele der niederländischen Nationalmannschaft bei diversen Turnieren. Und wurde natürlich, bis auf eine Ausnahme, letztlich immer enttäuscht. Holländer, das weiß man in Deutschland, spielen wirklich sehr, sehr guten Fußball, nur eins können sie nicht: gewinnen.

Die EM 1988 muss natürlich da rausgenommen werden, denn da gewannen sie 14 Jahre nach ihrer schmachvollsten Niederlage („Wir waren die Besten“) im WM-Finale 1974 („War keine Schwalbe“) im selben Stadion dann ihren ersten und einzigen internationalen Titel: Europameister 1988. Wir wollen das nicht schmälern, indem wir darauf hinweisen, dass es 1988 ja auch noch kaum Länder in Europa gab, weil die alles verschlingende Krake Sowjetunion fast jedes Land, welches nicht annähernd groß genug war, ein Vasallenstaat zu sein, sich in ihrer stalinistischen Habgier einverleibte und so auch fußballerisch für relativ reine, mittel- bis westeuropäische Verhältnisse sorgte. Aus dem Ostblock gab es überhaupt nur 8 Starter (Sowjetunion, Polen, CSSR, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, DDR und mit Abstrichen und Einschränkungen Jugoslawien. Albanien, da weiß man nicht, wozu das je zählte und wozu es jetzt noch zählt, aber Hans-Peter-Scholl-Latour Briegel geht gerade nicht ans Telefon, um darauf eine Antwort zu geben.)

Wie dem auch sei, in einer Europameisterschaft von acht (!) qualifizierten Teilnehmern gewannen schließlich also die Niederlande, die man auch gerne fälschlicherweise als Holland bezeichnet, das Turnier und steckten sich den Pokal auf den Kopf, einige Flaschen Sekt hinein und rauchten schließlich abend im Hotel dicke Bong mit dem Ding.

Auch Ruud van Kinn war damals schon geboren und sogar bei Bewusstsein, er war sogar in Gelsenkirchen im Stadion beim Spiel der Niederländer gegen Irland (auch 1988 konnte man anscheinend noch Tickets kaufen, ohne ein Führungszeugnis von Interpol vorlegen zu müssen oder gar, 1988, eine Emailadresse zu besitzen):

Diese EM ist bei uns immer ein großes Thema, jetzt zum 20-jährigen Jubiläum aber natürlich ganz besonders. Ich habe auch gerade wieder 20 Minuten lang eines der Spiele im Fernsehen verfolgt. Es war schön zu anzusehen, aber nicht so toll wie man es in seiner Erinnerung hat. Ich war damals zwölf Jahre alt und habe das Finale im Wohnzimmer meiner Eltern im Fernsehen gesehen. Beim Vorrundenspiel gegen Irland war ich mit meinem Vater sogar im Stadion in Gelsenkirchen. Dieses Erlebnis werde ich niemals vergessen.

Dass man den aktuellen Teams der Niederlande jetzt aber immer wieder aufdrückt, gefälligst Favorit zu sein, ist, seit Cruyffs aktive Zeiten vorbei sind, eher ein Hindernis als Ansporn. Insgesamt gesehen hätten die Niederlande sicher mal einen Weltmeistertitel verdient, nicht aber den von der WM 2010 in Südafrika. Denn: So fintenreich und flächenbeherrschend der niederländische Fußball auch sein mag, zur Zeit. Das Runde muss ins Eckige.

Kurz gesagt: Niederlande: Viertelfinale und dann raus, wie immer. Großes Kinn hin oder her.

Bemerkenswert zu diesem Punkt: Ja, ich bin beim „Jahrhundertspiel von 1970″ auch eingeschlafen. Kein Wunder, dass es Ruud van Gol nicht anders geht, wenn er zum Sehen dieser oder jener ollen Kamellen gezwungen wird.

Die vielen tollen Siege, all die legendären Spiele, in der Erinnerung faszinierend, aber doch bitte niemals den Fehler machen, die Spiele live und über 90 Minten wiederzuschauen. Siehe Titel.

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Kennen Sie Nomis?

Nein? Müssen Sie auch nicht. Jetzt ist es ohnehin zu spät. Nomis ist leider pleite, existiert nur noch in seinen letzten Zügen, aus und vorbei, so gut wie Feierabend.

Bedauerlich.

Denn diese gewesene Firma, die sich mit Fußballschuhen und vor allem der Verbesserung der „Performance“ und dem Komfort bei der Benutzung von Fußballschuhen (und nicht in erster Linie der Optik) verschrieben hatte (laut Selbstauskunft), hatte zumindest eine glänzende Idee:

Dieses Werbe-Video.

Und dies ist wirklich keins von den x-beliebigen, in denen z. B. die Holländer zur WM 1974 mit dem Helikopter anreisen (!?), die Argentinier als Roboter stilisiert werden (!?!?) oder ähnlich Hanebüchenes, das sich nur Fußballfremde ausgedacht und auch noch für „cool“ befunden haben können.

Nicht so Nomis, deren Video lambadate.

Nomis war eine Gründung von Ex-adidas-Vice-President Simon Skirrow, der laut diverser Quellen keine teuren Markenbotschafter für seine neue Firma verpflichten wollte, sondern alle vorhandenen Mittel in die Entwicklung der Qualität des Schuhs stecken (oder in gute Videos, die aber erst jetzt hier ankommen).

Wie man mittlerweile feststellen muss, siehe Einleitung, war das eventuell der falsche Weg, denn die Foren sind voll des Lobes über die diversen Fußballschuhe von Nomis, und das bei vergleichsweise sehr hohen Preisen. Trotz dieser Beliebtheit des Produkts ist die Firma aber nun pleite. Was einen langjährigen Vice-President von adidas wahrscheinlich nicht ganz so kratzen wird wie die vielen Mitarbeiter von Nomis. Äh, Ex-.

Damn boots.

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Die jungen Wilden

Selten wohl war eine Titulierung unpassender als jene in der Überschrift für Spieler der Kategorie Toni Kroos, Thomas Müller und Dennis Aogo. So wild, dass sie seit Jahr und Tag in Fußball-Internaten leben, alles der Karriere unterordnen und Discotheken wahrscheinlich nur vom Hörensagen kennen. Und, nicht zu vergessen: Bei Interviews derart stromlinienförmig antworten, dass man doch lieber das Aktuelle Sportstudio von der Last inhaltsleerer Interviews befreien sollte, statt einen von den „Jungen Wilden“ einzuladen.

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Don’t believe the hype!

Ein neuer Statistik-Rant, der wohl nötig ist

Ich lese hier in diversen Blogs, die ich ansonsten gerne lese, ständig etwas davon, dass xy z% an Zweikämpfen verloren habe, dass er x8% an Fehlpässen gespielt habe, und bitte: Was sei das denn für eine Leistung für einen Verteidiger/Mittelfeldspieler/Angreifer?

Nelson Muntz sitzt hier und ruft: Ha-ha!

Leute, habt Ihr überhaupt nichts verstanden? Diese kläglich von einem einzelnen Menschen gesammelten Zahlen sind der mehr oder wenigeren Beliebigkeit anheim gegeben. Gänzlich abgesehen von der Frage, wer überhaupt entscheidet (welcher kleine Student an der Spochthochschule Köln, den ich jetzt hiermit beileibe nicht angreifen will), was wann ein Zweikampf ist und wann nicht (Wo stehen die für alle einsehbaren Regeln dafür? Welche Konventionen gibt es, was als Zweikampf zu betrachten ist und was nicht?).

Dazu kommen natürlich die angekommenen Pässe. Also der Prozentsatz.

Das ist der lächerlichste Quark überhaupt, den es gibt. Steht auf dem Prozentsatz auch drauf, ob es ein Risikopass-Versuch war, ein Pass in die Gasse, der zwangsläufig häufig schief geht, weil er z. B. ein paar Zentimenter zu lang war und beim Torwart endet (aber, wenn er diese entscheidenden Zentimeter kürzer gewesen wäre, wahrscheinlich zu einem Tor geführt hätte) oder ein Sicherheitspass quer und quer und quer und quer zum eigenen Mitspieler und wieder zum eigenen Mitspieler, weil vorne alles zugestellt ist und der Mannschaft nichts einfällt?

Leute, habt Ihr je schon mal Euer Hirn eingeschaltet bei diesen ganzen Zahlen? Fußball ist nicht Baseball. Ein Fehlpass ist nicht dasselbe wie ein Fehlpass, und da nützt auch die Unterscheidung zwischen Abwehr und Angriff nix, weil nämlich auf der Prozentzahl nicht draufsteht, ob es ein (clap, clap, clap) Rückpass zum Torwart war, der ankam (immerhin), oder ein Pass in die Tiefe, der das Spiel hätte entscheiden können.

Dasselbe gilt für die Zweikämpfe. Oh! Verteidiger xy hat 8und12zig Prozent seiner Zweikämpfe verloren, während Innenverteidiger Captain Schmidt keinen einzigen verlor. So what? Erfahren wir etwas darüber, aus dieser Statistik, wo dieser Zweikampf stattgefunden hat? Was danach passiert ist? Ob es vielleicht unclever war, überhaupt in diesen Zweikampf zu gehen, ob die Verteidigung die Situation danach positiv aufgelöst hat? Ob der Nebenmann danach Rot ziehen musste (Matthäus, Wörns)? Wie schlimm ist es, wenn Verteidiger Zapatero bei seinem einzigen Ausritt in des Gegners Strafraum das entscheidende Dribbling verlor, aber wenn er es gewonnen hätte, wäre das gegnerische Tor leer gewesen? Und wenn einer nur in der Abwehr rumlungert und nix nach vorne tut: Natürlich hat der bessere Werte als der, der sich was traut.

Leute, Leute, seid doch nicht so blind so datenbank-hörig. Diese Zahlen, die sind eine schöne Spielerei, sie sagen aber fast nix über die Leistung der Spieler aus.

Wenn man sich nicht täuscht, wurde die ran-Datenbank von Reinhold Beckmann aus der Taufe gehoben. Als wenn das nicht genug darüber sagt, wie diese Zahlen zu verstehen seien.

Hört auf mit Eurer Zahlengläubigkeit und guckt Euch das Spiel an, verdammt noch mal, und urteilt dann selbst, sofern Ihr Euch heutzutage ein Urteil ohne Spack1-Beckmann-Alles-ist-erfassbar-Datenbank noch zutraut. Die Prozentzahlen sind nur ein Anhaltspunkt, aber kein Zeugnis der Leistung eines Spielers in einem so komplexen System wie einem Fußballspiel. Punkt.

Oder erfindet ein Erfassungssystem, das die Spielsituation mit einbezieht und gewichtet. Worauf ich sehr gespannt wär.

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Free refill

Und da wir gerade schon bei Getränken rund um den Fußballsport sind, hier gleich die nächsten Konvertiten von ungesund zu gesund — oder zumindest müssen sie jetzt draufzahlen, wenn sie „ungesund“ wählen.

Die Stadt ohne ordentlichen Fußballclub hat ja bekanntlich doch so etwas in der Art, Rot-Weiss Essen nämlich. Und die krebsen ebenso bekanntlich seit Jahrzehnten irgendwo zwischen 2. und x-ter Liga herum, ohne jemals sesshaft werden zu können. Geld fehlt trotz einer für untere Regionen beträchtlichen regelmäßigen Zuschauerschaft ständig, denn erstens ist Essen trotz gewisser anwesender Konzerne immer noch Ruhrgebiet und zweitens ist Fußball in Essen und ganz besonders Fußball in Essen irgendwie bäh. Und drittens, wie wir gleich sehen werden, hat die Klubleitung nicht ganz so arg viel Ahnung von Sport.

Wegen dieser Finanznot also muss RWE mal wieder sparen, und wie das funktionieren soll, dazu hat sich der Verein eine Liste einfallen lassen, die sich gewaschen hat.

Denn wenn man genau hinliest, dann erklärt sich auch zum Teil, warum Rot-Weiss Essen immer da unten rumkrebst und kein Bein in den Profifußball bekommt. Teil des Sparplans ist nämlich:

- Cola und Fanta gibt es auch nicht mehr umsonst für die Kicker

Ja Zapperlot, soll das etwa heißen, bis zur Einführung dieses Sparplans haben sich die Rot-Weissen vor jedem Spiel und in der Halbzeitpause immer schön die Zuckersoße des Fifa-Hauptsponsors reingezogen, auf Kosten und nach Zurverfügungstellung des Vereins auch noch, und sich dann gewundert, warum sie immer die entscheidenden Zehntel langsamer waren als der Gegner?

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Die alken Zeiten sind vorbei

Wie der Herr, so’s Gescherr, möchte man Titus Petronius zitieren, wenn man liest, wie sich selbst die Trainer der Bundesliga neuerdings gut benehmen, wenn sie zusammentreffen und doch eigentlich ein bisschen frei haben am Abend und die Kosten sicher auf den DFB gingen. Während Eskapaden bei den Spielern mittlerweile Seltenheitswert haben, abgesehen von ein paar Berliner Rückspiegeln, ist es auch in der Gilde der Leitenden nicht mehr Usus, sich den Hals zuzuschütten, wenn die Kameras aus und die Kollegen nah sind. Das war einem alten Fahrensmann neu:

Jupp Heynckes macht sich auf eine lange Nacht gefasst, als er am Sonntag nach seiner Ankunft in der Stuttgarter Nobelherberge Le Méridien die Hotelbar ansteuert. Am Vorabend der Trainertagung haben sich dort die Kollegen der Bundesliga zum informellen Austausch versammelt – und von früher weiß Heynckes, dass es bei diesen Anlässen gerne feucht-fröhlich wurde. Nun jedoch muss der 64 Jahre alte Trainerveteran von Bayer Leverkusen feststellen, dass er lange nicht mehr dabei gewesen und vom Kaliber eines Udo Lattek (Spitzname: Pils-Udo) niemand übrig geblieben ist. Am nächsten Tag jedenfalls berichtet Henyckes taufrisch davon, dass es mittlerweile „viel gesitteter“ zugehe „als vor 20 oder 25 Jahren“.

Einer hätte den Abend und den Stand noch retten können, doch Mario Basler trainiert nur den Regionalligisten Eintracht Trier — und war somit nicht eingeladen.

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Sagen Sie jetzt nichts, Fußballer

Im Zuge der Kostenlos-Kultur habe ich nun gleich zweifach kostenlos von dieser schönen Fotoreihe profitiert. Einmal, als ich das dazugehörige Buch kostenlos im Buchladen von Anfang bis Ende durchblätterte und -schaute, und dann gerade eben wieder, als ich entdeckte, dass, was als Buch mit nach Hause zu nehmen Geld kostet, bei der SZ selbst früher oder heute kostenlos angeboten wird.

Viele will man eigentlich gar nicht sehen, aber vielleicht beweist ja doch der eine oder andere etwas Humor in seinen „Sagen Sie jetzt nichts“-Reihen, bei denen unter den Fotos stehende Fragen allein durch die Gestaltung eines stummen Fotos der befragten Person beantwortet werden.

Leider ist die SZ da äußerst Süddeutschland-lastig, weshalb wir nur folgende anzubieten haben:

Udo Lattek
Philipp Lahm
Oliver Kahn
Lothar Matthäus
Gerald Asamoah und wie man gehört hat, soll der letzte Herr in der Reihe auch entfernt etwas mit Fußball zu tun haben:
Waldemar Hartmann.

Das unwiderstehlichste ist natürlich Matthäus, das Vierte.

Pscht.

(Weitergeklickt über HerrSchmitz.)

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7 gute Gründe, ins Stadion zu gehen

Vielleicht hätte man dem werten Catenaccio diese 7 guten Gründe, ins Stadion zu gehen, schon mal eher präsentieren sollen, dann hätte es nicht bis zum vorvergangenen Spieltag gedauert, bis es erstmalig so weit war. Dennoch: Nachträglichen Glückwunsch zur Taufe.

Und: die 7 Gründe treffen schließlich zu! Man muss allerdings den Namen Alan Green gegen einen deutschen Kommentator der favorisierten Abwahl eintauschen, dann stimmt’s.

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Die einzige Möglichkeit, Vuvuzelas zu ertragen

Manchmal trifft man auf Rätsel, von denen man nicht wusste, dass sie welche darstellten.

Vuvuzelas sollten angeblich zur südafrikanischen Kultur gehören, weshalb man sie akzeptieren müsse. Dass sie tatsächlich erst irgendwann in den 1990ern in den südafrikanischen Fußball eingeführt wurden und dann auch noch nur von jemandem, der diese Dinger gerne verkaufen wollte, mussten wir dann eben trotzdem als ausreichendes Argument gegen ein Verbot der Vuvuzelas hinnehmen, wenn wir nicht als Kulturimperialisten — welch nicht gerade feine Ironie, diesen Vorwurf bei einem Turnier der Fifa von sich zu weisen — gelten wollten.

So richtig hat aber hierzulande nie jemand verstanden, wie man das Dröhnen der Hornissen Vuvuzelas länger als einen Tag lang aushalten sollte, ohne Schaden an Geist und langfristig auch an Körper zu nehmen. Und wie man erst Recht dabei dann auch noch fröhlich tanzen konnte, oder ständig in Kameras grinsen. Einzig, dass das Hirn von der Dauerberieselung bereits völlig erweicht ist, wäre eine glaubwürdige Erklärung gewesen. Was Guantanamo Bay sein Metallica, ist dem Südafrikaner sein‘ Vuvuzela.

Doch: Da wir nicht wussten, dass es noch eine andere, eigentlich ganz einfache Erklärung dafür gibt, warum die Zuschauer in Südafrika stundenlang in diese Dinger tröten und dabei trotzdem noch fröhlich sein können, konnten wir auch nicht danach suchen.

Dabei ist die Erklärung allzu naheliegend, wenn man von dieser Erklärung nur weiß: Die Hirne sind tatsächlich bereits erweicht, wenn mit Inbrunst und ohne Rücksicht auf Verluste getutet wird: Marihuana gehört in Südafrika zum Fußball.

Eine bahnbrechende Erklärung, die angesichts der dort zitierten geringen Preise für das Zeug bei guter Qualität den Ticket-Verkauf zur WM in Südafrika vielleicht doch noch mal in Schwung bringen könnte.

Für 2014 werden wir den Gepflogenheiten des Ausrichterlandes entsprechend eine friedliche Weltmeisterschaft erneut nahezu garantieren können. Während sich 2018 aller Voraussicht nach wieder auf die dann eher mit flüssigen Mitteln erweichten Birnen gehauen werden wird.

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Was macht eigentlich Norbert Eder?

Er ist Privat-Fußballtrainer, und zwar für 50 Euro pro Stunde (+15 Minuten Aufwärmphase, +15 Minuten Regenerationsphase, diese Phasen sind allerdings alleine zu absolvieren) zzgl. der Platzmiete in der Fußballschule Dingenskirchen.

50 Euro für 60 Minuten sind ein nettes Zubrot zum Blumenladen, den er ansonsten mit seiner Frau führt. Anders als die vorherigen Gesellen dieser Rubrik hat er aber immerhin verstanden, was dieses Irgendwas namens Internet darstellt, denn neben dem Blumenladen betreibt er auch noch einen Internet-Design-Versand oder so, jedenfalls nur im Netz.

Damit hat er sowohl Urs Meier als auch Reinhold Mathy Einiges voraus. Und vor allem Roland Grahammer, mit dessen nicht ganz so gut laufender Fußballschule.

Und dass einer nur 9 A-Länderspiele macht, davon 7 aber bei einer WM-Endrunde (bei der in Mexiko 1986 nämlich, und somit als Stammspieler) wird’s wohl auch nicht so bald wieder geben.

Norbert Eder bei Fußballdaten.

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Ich brauch ma eben ne Perlenkette

Oder können sie zum Shoppen?

Das ist natürlich eine der entscheidenden Fragen, die dem potenziellen Lagerkoller entgegenwirken können. Dass die Jungs auch mal ordentlich einkaufen gehen können. Brot und Trank kriegen sie ja schon im Hotel, aber irgendwie muss die wohlfeil verdiente Kohle ja noch an den (südafrikanischen) Mann gebracht werden. Sonst droht die Stimmung zu kippen. Shoppen heißt des Mysteriums Antwort. Shoppen.

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Mem besonders widerspenstiger Art

Bitte nicht wundern, warum hier der Dortmunder Dede auf eine Frage zu des Schalker Trainers Felix Magaths Trainingsweisen antwortet. Es stammt aus einem gemeinsamen Gespräch mit Rafinha, die beide zusammen als „Brasilianer in Deutschland“ interviewt wurden. Und man kann das von Dede Gesagte wahrscheinlich noch 100x ins Netz rausschicken, beim nächsten Interview zu diesem Thema wird wieder die gleiche Frage gestellt werden.

Welt am Sonntag: Magath setzt auf hartes Training und absolute Fitness. Kommen Sie mit seiner Art zurecht?

Dede: Es ist doch ein Vorurteil, dass Brasilianer nicht hart arbeiten könnten. Ich beispielsweise habe schon als Kind gearbeitet, um meine Familie zu ernähren. Ich habe in Supermärkten den Leuten die Einkaufstaschen zum Auto getragen und teilweise sogar in mehreren Jugendmannschaften gleichzeitig gespielt, um etwas Geld zu verdienen.

Als kleiner Nachtrag zu des Afrikaners an und für sich Anthony Yeboahs Aussage, er könne doch kein Lagerfeuer im Wohnzimmer machen, nur weil das die Journalisten so erwarteten.

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