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Monat: Februar 2010

Als Olli dem Feuerkopf den Rang ablief

Die Rivalität zwischen Matthias Sammer und Oliver Bierhoff ist in diesen Tagen mit den Händen zu greifen, sofern man Hände hat, die bis zum DFB reichen. Wir wissen nicht so genau, woher diese ausgesprochen intensive Rivalität rührt, aber hier gibt es zumindest einen ersten Hinweis, wann alles begonnen haben könnte. Vor der WM 1998 war der europäische Fußballer des Jahres, eben jener „Feuerkopf“ Sammer schwer verletzt. Normalerweise sind die Zeiten rund um große Turniere für Fußballer wie Ostern und Weihnachten zusammen, was Werbeverträge angeht. Doch, ach, ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt war Sammer schwer vermittelbar (dass er das schon immer war, behaupten nur böse Zungen), und welches Goldengoallöckchen stieß in diese enorme Lücke?

Die Welt von 1998 berichtet:

„Doch ein verletzter Spieler ist ungeeignet, wenn eine Firma jungen Menschen etwas von Fitneß, Tempo und Gesundheit erzählen will. Und so versuchte auch Sammers persönlicher Berater Norbert Pflippen erst gar nicht, neue Verträge abzuschließen, obwohl er den Spieler für einen ausgzeichneten Transporteur von Werbebotschaften hält. ‚Das ist einer wie der Franz‘, sagt Pflippen und sucht den Vergleich mit Beckenbauer. (…) Er nutzte den Freiraum, um den Stürmer Oliver Bierhoff 50 Unternehmen als Werbepartner anzubieten. Inzwischen bezeichnete der ‚Spiegel‘ den Angriffsspieler als ‚Reklamehelden‘, die Firmen waren Feuer und Flamme. Pflippen hofft lediglich, daß Sammer wieder gesund wird.“

Allerdings muss man anmerken, dass Sammer früher noch stinkstiefeliger und jähzorniger war als er es jetzt ist. Von daher ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass die Basis des Konflikts bereits in einer der englischen Kabinen bei der Europameisterschaft 1996 gelegt wurde.

Und um Matthias Sammer als „einen wie der Franz“ zu empfinden, muss man ihn wohl unter Vertrag haben. Ansonsten müsste man auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren. Okay, eine Weltläufigkeit vermitteln sollende Brille wie der Franz hat Sammer inzwischen auch. Aber sonst? Hat man den Franz je jähz… Okay. Schon gut.

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Willkommen im Sauna-Club

Der Ober-Amüsement-Beauftragte des DFB, Oliver Bierhoff, hat wissen lassen, wie er gedenkt, seine jungen Burschen, die sich nicht mit sich selbst beschäftigen können, bespaßen zu lassen während der langen, kalten Winterwochen in Südafrika, in denen sie die Kaserne nicht verlassen dürfen. Neben allerlei Spielkonsolen (Muss das extra der DFB organisieren, haben die sowas nicht alle selbst von ihrem aus hiesiger Sicht eigentlich unendlichen Einkommen kaufen können?) wird es eine Hauptattraktion im Lager des DFB in Südafrika geben:

Eine Sauna.

Geeignet für gleich zwei Hände voll Menschen, ist zu erfahren. Das werden heitere, abwechslungsreiche Stunden, die den Teamgeist stärken und zudem gegen mögliche Erkältungen (Winter!) schützen. Für den WM-Titel ist Bierhoff kein Spaß zu heiß.

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Schwarz ist keine Farbe

Jahrzehntelang hatte es niemand bemerkt, plötzlich ist der Skandal da: Nicht nur deutsche, sondern internationale Schiedsrichter aller Couleur sind bis vor wenigen Jahren ständig in Trikots aufs Spielfeld gelaufen, welche — zumindest den Kenner — sehr an SS-Uniformen erinnerten. Den meisten war Berichten zufolge selbst nicht bewusst, was sie dort eigentlich anrichteten, jetzt ist die Blamage groß.

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