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Monat: August 2012

Meister hier, Meister da

Wie eine Umfrage vor einiger Zeit hier auf der Seite ergab, nutzen zwei Drittel der Besucher Twitter nicht, weshalb es wohl immer mal wieder vorkommen wird, dass auf jenem Kanal begonnene Themen schließlich hier als Beitrag landen. Dem Charakter Twitters, dass seine Nachrichten nach wenigen Sekunden schon wieder im Aufmerksamkeitsorkus landen, muss man dann eben auf diese Weise begegnen, indem man die Dinge zumindest etwas dauerhafter festhält.

Angeregt von einer Diskussion, die diesmal @artus69 und @nember begannen, sammelten wir heute Spieler, welche in der Bundesliga mit 2 verschiedenen Vereinen Meister wurden. Die ausnahmsweise noch nicht vollständige Sammlung nach gemeinsamem Erinnern findet sich hier.

(Und dann soll es demnächst auch mal wieder mit der Gegenwart und nicht allein der Vergangenheit und Zahlen- respektive Datenhuberei weitergehen. Wer aber noch Ergänzungen für diese Aufstellung wüsste, ist herzlich willkommen.)

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Bundesliga-Zeitleiste beim NDR

Man kann dem Thema zur Zeit nicht entrinnen — und das ist auch gut so. Plötzlich öffnen sich Archive und werden neben den Anekdoten auch die sportlichen Ereignisse aufbereitet und zugänglich gemacht, die ja schon 49 Jahre lang irgendwo geschlummert haben müssen. Neben der schicken, immer noch laufenden Reihe bei Der Libero machen das natürlich auch die alten Medien. Einer, der dabei besonders viele Ereignisse aufgetrieben hat, ist der NDR. Und sie gleich auch praktibal navigierbar präsentiert. Wenn der NDR naturgemäß seinen Schwerpunkt auf die Vereine des Norden setzt, dann bleibt das Ganze trotzdem sehr durchstöbernswert.

Oder wer wusste schon, dass 1997 mal ein Spiel des FC St. Pauli abgesagt werden musste, weil Sturmböen das Stadiondach zerstört hatten? Oder aus welchem Grund Fiffi Kronsbein 1966 bei Hannover 96 entlassen wurde? Oder wer der erste „bekennende“ Toupet-Träger der Bundesliga war?

Für die Antworten zur Zeitleiste beim NDR (wird erst bei Mouseover unten aktiv).

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50 Jahre Bundesliga: Pfaff kommt im Bayerntor an, Kaltz‘ Elfmeter nicht

Der folgende Text ist mein Beitrag zur Reihe „50 Jahre Bundesliga“, die „Der Libero“ auf seiner Webseite mit vielen illustren weiteren Schreibern ins Leben gerufen hat. Gestern begann das Ganze und und wird noch bis zum nächsten Wochenende täglich mit einem neuen Stück fortgesetzt.

In den nun bald 50 Jahren des Bestehens der Bundesliga wird eines verzweifelt und ebenso erfolglos gesucht: Ein konstanter Rivale des FC Bayern München. Nur sechs Jahre währte die Phase von Einführung der Bundesliga bis zu Bayerns erstem Titel 1969, ab da war alles anders und sollte es bis heute bleiben. Der Eintrag „FC Bayern München“ ist Stammgast auf der Salatschüssel. Ein Umstand, den kein anderer Bundesligaclub für sich in Anspruch nehmen kann.

Große Rivalen gab es jedoch einige in diesen fünf Dekaden, allein, keiner konnte sich dauerhaft etablieren. Als die Borussia aus dem kleinen Mönchengladbach, bis dahin der ärgste Konkurrent der Bayern, 1979 den UEFA-Pokal gewann, sollte Berti Vogts Recht behalten mit seiner Weissagung:

… weiter bei Der Libero.

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Jean-Marie Pfaffs Eigentor durch Uwe Reinders

Braucht es noch mehr Worte als jene in der Überschrift?

Nein, aber mehr als jene ominöse Szene braucht es, deshalb hier ein kompletter Spielbericht, zusammengefasst von wie-könnte-es-anders-sein Jörg Wontorra, Haus- und Hofberichterstatter von Werder Bremen:

Jean-Marie Pfaffs erstes Spiel für Bayern.

Rudi Völlers erstes Spiel für Werder.

Nur 34.000 Zuschauer, das ist wenig, wenn die Bayern kommen.

Uwe Reinders in der Startelf, Calle del‘Haye spielt ausnahmsweise mal, es ist auch Norbert Nachtweihs erstes Spiel für die Bayern, Rummenigge blass, Breitner bester Bayer. Naja, alles dem Spielbericht und der Einschätzung Wontorras entnommen, also am besten selber gucken.



Dieser Beitrag ist quasi die Einleitung für den Beitrag, der morgen folgt. Wer also die Dramatik und die Brisanz des morgigen Textes vollumfänglich begreifen möchte, der sollte sich den heutigen Beitrag zu Gemüte führen.

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Alles nur geripofft

Wann immer dem in den Grenzen von 1990 lebenden Rezipienten eine vermeintlich originelle Idee des deutschen TVs über die Netzhaut flimmert, sollte er hellhörig werden. „Deutsches Fernsehen“ und „originelle Idee“, das passt normalerweise zusammen wie Friedhelm Funkel und faszinierender Fußball: Wo das eine ist, kann das andere nicht sein.

So darf es auch nicht verwundern, dass die vermeintlich frische Aktion des Bezahlfernsehsenders „sky“ in den letzten Tagen, ein Kreisligaspiel mit vollem Bundesliga-Aufwand an Kameras, Kommentator, Feldreporter und sogar gemieteten Fans zu übertragen, nur ein Rip-Off einer Budweiser-Werbung im Rahmen des Super-Bowls war. Damals allerdings im Bereich Eishockey.

Man sehe selbst. Das Video des von „sky“ zum größten Spiel seiner Geschichte hochgejazzte Spiel des SV Lohhof, welches es ohnehin nicht war, gegen Kreisliga-Mitinsassen Dillingen.

Kopie:



Original:



(Damals gebloggt von Check-von-hinten.de)

Und ja, die ganze Idee ist überhaupt so naheliegend, dass auch dieses nicht das erste Mal gewesen sein wird, dass ein Sender ein unterklassiges Sportereignis mit vollem Aufwand übertragen hat …

Immerhin eins kann man daraus lernen: Es gibt auch unterklassiges Eishockey. Dass das meiste Fernsehen in Deutschland unterklassig ist, wäre ja keine neue Erkenntnis.

Und früher schon nach dem selben Schema: Larry Bird vs Luca Toni.

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Sportschau erfindet Zeitmaschine

Seit 1935 schon gibt es in Deutschland regelmäßiges Fernsehen. Die Sportschau hat es dennoch mittels der bis heute geheim gehaltenen Entwicklung einer Zeitmaschine bewerkstelligt, Rollenbilder und Humor von noch vor dieser Zeit ausfindig zu machen und dann sogar in einer Werbekampagne zu verwursten.

Man muss ja nicht aus jedem misslungenen Gag einen Skandal schustern, der keiner ist. Was aber die zuständige Agentur — und man kann nur hoffen, dass es eine Agentur war, und nicht die Sportschau-Redaktion selbst — da wieder an billigster Platitüde und Sexismus in die Kampagne für ihre Sendung gegossen hat, unterbietet in jeder Hinsicht alles, was man zuvor schon aus dem Dunstkreis der stets mit besonders miefigem Mief durchzogenen Räume der Sportredaktionen dieser Welt ertragen musste.

Nein, hier schreibt kein Moralin. Sondern der Wunsch, nicht durch Reproduktion ständig Stereotype zu erhalten, die nun mal so in der Realität nicht existieren.

Worum geht’s? Um die Werbung für die Sportschau mit Comic-Neandertalern, in der das Frauchen den Mann nicht vom Fernseher wegbekommt, weil dieser lieber Fußball sehen möchte. Erst als sie ihr Kleid lüftet und darunter ein BH im Design von Fußbällen zum Vorschein kommt, glotzt der Mann ihr wieder auf die … nicht mehr auf den Fernseher.

Das Bild und das Video [Link leider tot] zum Bild.

Wahrscheinlich soll es prophylaktisch apologetisch wirken für all jene Männer, die mit ihrer Frau um Zeit fürs Fußballschauen ringen. Verständlich. „Männer waren schon immer so“, ist schließlich der Slogan der Kampagne, mit einem „Jedenfalls samstags“ hinten dran. Aber wie so etwas bei den zig Millionen Frauen ankommt, die sich für Fußball interessieren, da muss man nicht spekulieren: Gar nicht.

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Jeder so gut er kann

Was Rolf Töpperwien kann, kann Manni Breuckmann schon lange.



„I‘m your radio“ aus dem Jahr 2000.

Auszug aus dem Text: „I‘m your radio — you can turn me on.“

Kann man vielleicht besser nachvollziehen, wenn man 40 seiner Antworten liest, darunter gleich die erste:

1. Manni Breuckmann, in welcher Band wären Sie gern Mitglied?

Bei den Stones, ich würde gerne einmal vor tausenden Menschen »Satisfaction« singen.

Satisfaction oder Radio, ist schließlich fast das gleiche …

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Trainer Baades Lesung kommt nach Münster

… und er selbst kommt natürlich auch nach Münster.

Matthias in der Weide, dem Schalkefan, sei Dank gibt es jetzt endlich den nächsten Termin für eine Lesung von mir und meinen „Drama Queens in kurzen Hosen“. Am Donnerstag, den 6. September geht es wieder 2 Halbzeiten lang um Betrachtungen zum Fußball.

Austragungsort wird das „Spooky’s“ sein, das ebenerdig eine normale Bar ist und im Keller eine Lounge mit vielen Sofas und Sesseln besitzt. In diesem Keller geht es ab 20h los, der Eintritt beträgt 5 Euro und die Chancen stehen nicht schlecht, dass es wie beim letzten Mal nach den 2 Halbzeiten noch ein wenig in die Verlängerung geht.

Freue Dich O Christenheit und was sonst noch unter der Sonne kreucht und fleucht, denn nicht nur ist dieser Tag frei von jeglichem Profifußball und es spricht also nichts gegen einen Besuch von „Drama Queens in kurzen Hosen“ — es wird auch nicht der letzte Termin bleiben, mehr ist in Arbeit.

Zur Übersicht der Lesetermine.

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[Update] Gewinnspiel: Rote Karten für deutsche Nationalspieler

Jahr Spieler Partie Gegner Karte/Grund
1928 Hans
Kalb
Olympia-Viertelfinale Uruguay Meckern
1928 Richard
Hofmann
Olympia-Viertelfinale Uruguay ?
1938 Hans
Pesser
WM-Achtelfinale Schweiz Revanchefoul
1958 Erich
Juskowiak
WM-Halbfinale Schweden Revanchefoul
1968 Günter
Netzer
Freundschaft Chile ?
1968 Dieter
Erler
Freundschaft CSSR ?
1979 Konrad
Weise
EM-Qualifikation N‘lande Rot, ?
1986 Thomas
Berthold
WM-Viertelfinale Mexiko Rot, Tätlichkeit
1986 Lothar
Matthäus
Freundschaft Österreich Rot, Meckern
1989 Ronald
Kreer
WM-Qualifikation Österreich Rot, ?
1990 Rudi
Völler
WM-Achtelfinale N‘lande Rot, unsportliches Verhalten
1991 Thomas
Berthold
EM-Qualifikation Wales Rot, Tätlichkeit
1992 Ulf
Kirsten
Freundschaft Österreich Rot, grobes Foulspiel
1996 Thomas
Strunz
EM-Vorrunde Italien Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
1998 Jürgen
Kohler
Freundschaft Brasilien Rot, grobes Foulspiel
1998 Christian
Wörns
WM-Viertelfinale Kroatien Rot, grobes Foulspiel
2001 Sebastian
Deisler
WM-Qualifikation Gr‘land Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2001 Carsten
Ramelow
WM-Qualifikation Albanien Rot, Tätlichkeit
2002 Carsten
Ramelow
WM-Vorrunde Kamerun Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2002 Christian
Wörns
Freundschaft Bosnien – H. Rot, Unsportlichkeit
2005 Robert
Huth
Freundschaft Nordirland Rot, absichtliches Handspiel
2005 Mike
Hanke
Confed-Cup um Platz 3 Mexiko Rot, grobes Foulspiel
2006 Lukas
Podolski
Freundschaft Georgien Rot, Tätlichkeit
2008 Bastian
Schw’st‘ger
EM-Vorrunde Kroatien Rot, Tätlichkeit
2009 Jérôme
Boateng
WM-Qualifikation Russland Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2010 Miroslav
Klose
WM-Vorrunde Serbien Gelb-Rot, Foulspiel
2012 Ron-Robert Zieler Freundschaft Argentinien Rot, Notbremse
2019 Emre Can EM-Qualifikation Estland Rot, Notbremse

So, nach langer Pause: Heute mal wieder etwas aus der allseits beliebten Rubrik: Gewinnspiele ohne Gewinn außer Rum und Ähre. Wichtiger ist bei dieser Angelegenheit neben dem Rum ohnehin, dass Gewinnspiele bei Trainer Baade ohne zu googlen ablaufen sollten, für die Neulinge unter uns. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen nicht unter 2 Jahren Konferenzschauen Premiere/Sky, Tee-Irgendwas oder sonstige Anbieter, ohne je ein einziges Spiel in seiner vollen Länge sehen zu dürfen oder zur Not auch eine Zwangseinweisung in einen dieser Kanäle als Moderator der Halbzeitpausenkonferenz, wobei natürlich sofort lebensgefährliches Austrocknen des gesamten Körpers respektive Hirns droht, wenn man mit den immer selben Floskeln von Stefan Effenberg, Ottmar Hitzfeld oder Peter Alexander Kahn konfrontiert wird. Eine Zuwiderhandlung ist offensichtlich nicht besonders empfehlenswert, und, um es mit Louis van Gaal zu sagen: Die modernen Kommunikationsmittel werden mir schon dabei helfen, eventuelle Zuwiderhandlungen lückenlos zu entdecken.

Nun aber zum eigentlichen Spiel, nur zufällig gerade zum Wochenende beginnend: Dem populären „Gewinnspiel ohne Gewinn“.

Ich muss gar nicht viel Worte machen, die Überschrift erklärt eigentlich schon alles:

Welche deutschen Nationalspieler bekamen je in einem Länderspiel eine Rote Karte (oder einen Platzverweis!), in welchem Spiel, wann, wo, und warum?

Damit das nicht so einfach zu gewinnen ist, müssen natürlich alle gefunden werden, die es je gab.

Ich werfe den obligatorischen Christian Wörns in die Runde, im WM-Viertelfinale 1998 gegen Kroatien, in Lyon, wegen einer vermeintlich vom Schiedsrichter so interpretierten Notbremse. Obwohl es ja eigentlich des unsäglichen, damals schon viel zu alten Loddars Schuld war, mit seinem viel zu kurzen, wurschtigen Pass. Aber der Loddar geht doch immer vom Platz/aus der Verantwortung, wenn es drauf ankommt, das müsste man inzwischen gelernt haben.

Welche Roten Karten/Platzverweise gab es sonst noch für deutsche Nationalspieler?

Schwarmgedächtnis: go!

Damit man es auch sieht, steht die Zwischenbilanz jetzt oben.

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Reminder für Länderspiel-Reporter

Es gibt neuerdings Tretesel. Und Dampfrösser. Sogar Automobile zu erschwinglichen Preisen. Das hat zur Folge, dass Menschen auf den Rängen eines Stadions in einer bestimmten Stadt womöglich eine ganz andere Stadt ihre Heimat nennen.

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Erste schwarze Spieler in Fußballnationalmannschaften

Anlass war ein Link von Lizas Welt zu einem Blog-Beitrag des Independent, der sich mit einer italienischen (!) Karikatur von Mario Balotelli als King Kong (welcher ein Affe ist) beschäftigt. In diesem Beitrag fällt auch der Name Viv Anderson, welcher der erste schwarze Spieler in der englischen Nationalmannschaft war.

Landläufig wurde dem Zuhörer Mario Balotelli während der EM als erster schwarzer Spieler in der Nationalmannschaft verkauft. Als geübter Korinthenkacker glaubt man das natürlich nicht, ohne es selbst geprüft zu haben. Der erste schwarze Spieler der Squadra Azzurra war im Jahr 2001 Fabio Liverani. Angesichts der Entwicklung der Menschenströme in und durch Europa ist auch 2001 immer noch sehr spät, aber eben nicht erst 2012.

Davon inspiriert begann der Blick auf die Jahreszahlen, in denen andere Fußballnationen zum ersten Mal einen Spieler mit dunkler Hautfarbe in ihre Nationalmannschaft beriefen und auch aufstellten. Die Zahlen sprechen erst einmal für gar nix, außer für sich selbst. Chronologisch sortiert bietet sich folgende Liste:

1881 Schottland: Andrew Watson
1914 Brasilien: Artur Friedenreich
1931 Frankreich: Raoul Diagne
1931 Wales: Eddie Perris
1937 Portugal: Guilhermo Esperito Santo
1950 USA: Joe Gatjens
1951 Schweiz: Raymond Bardel
1960 Niederlande: Humphrey Mijnals
1965 Österreich: Helmut Köglberger
1970 Australien: Harry Williams
1974 BR Deutschland: Erwin Kostedde
1978 England: Viv Anderson
1979 Irland: Chris Hughton
1987 Belgien: Dimitri M‘Buyu
1990 Schweden: Jean-Paul Vondenburg
1994 Dänemark: Carsten Dethlefsen
1994 Griechenland: Daniel Batista
1998 Spanien: Vicente Engonga
1998 Norwegen: John Carew
2000 Polen: Emmanuel Olisadebe
2001 Italien: Fabio Liverani
2002 Japan: Alex
2004 Kroatien: Eduardo
2006 Türkei: Mehmet Aurelio
2011 Tschechien: Theodor Gebre Selassie
Russland, Ukraine: Fehlanzeige.
Argentinien, Uruguay: keine Antwort gefunden.

Alle Daten ohne Gewähr. Falls also jemand bessere Informationen hat, gerne her damit.

Dann allerdings sprechen die Zahlen doch dafür, dass ehemalige Kolonialmächte qua Möglichkeit deutlich früher begannen, Schwarze in ihren Nationalteams aufzustellen, während ehemalige Ostblockstaaten die Nachzügler bilden, wohl da Immigration lange Zeit nicht möglich war.

(Etwaige Diskussionen, dass Hautfarbe ein Kontinuum ist, und es genauso wenig Klassen bei Hautfarben geben kann wie es Rassen unter den Menschen gibt, dazugedacht.)

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Einen neuen Tiefpunkt erwühlt

Es ist ja nichts Neues. Also, der Inhalt schon, die Vorgehensweise nicht. Der Inhalt ist (hier) neu, weil derlei Publikationen heutzutage gottseidank weiträumig gemieden werden können. Bewirkt dann aber doch eine leichte Spur von Ekel, wo man doch eigentlich nur noch mit den Schultern zucken sollte: Jeder eben so tief wie er kann.

Verärgert und tief enttäuscht sei Löw aber über andere Dinge, und diese Verärgerung könne durchaus nachhaltig sein. Die Verunglimpfung seiner Spieler als „Memmen“ in manchen Boulevard-Medien empfindet Löw als glatte Unverschämtheit, genauso wie die Tatsache, dass ihm nach dem Ausscheiden in seinem Hotelzimmer hinterhergeschnüffelt wurde und „Sport-Bild“ seinen blauen Pullover aus dem Papierkorb fingerte und als Symbol des Scheiterns und der Missachtung veröffentlichte. Tatsächlich soll das ehemals gute Stück in der Wäsche eingelaufen sein.

Wenn seine Verärgerung nachhaltig wäre, mit den richtigen Adressaten dieser Verärgerung, hätte dieses absurde Hinterherschnüffeln in der intimsten Privatsphäre des Bundestrainers wenigstens noch eine gute Seite. Schade, dass ausgerechnet jetzt Stenger abgesägt wurde, der für Gleichbehandlung der Medien sorgte, man denke zudem an das Stichwort Maulwurf vor dem Griechenlandspiel.

Man muss zwangsläufig so tief unten im Papierkorb wühlen, wenn man selbst nichts an Inhalten bezüglich des Sportlichen beizutragen hat. Das wiederum, siehe Eingang, ist nun mal nichts Neues.

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