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Monat: November 2014

Der beste Vereinssong im deutschen Fußball

Zu einer Zeit vor recht Kurzem begab es sich, dass der Herr, in diesem Fall der Hausherr, sich mal wieder auf den weiten Weg ins Dorf an der Düssel machte. Dort traf er — wie es grundsätzlich nicht anders zu erwarten war — auf eine Herde reichlich unbeleckter Schafe. Unbeleckt in Fragen des Musikgeschmacks. In Fragen des Biergeschmacks waren sie das ohnehin, aber das war auch im Vorfeld von keinem Experten bezweifelt worden. Die Unbelecktheit in Fragen des Musikgeschmacks aber überraschte dann doch, nicht allein die Laien.

So wurde in dieser Runde von Schafen die These vertreten, dass der nachweislich beste, authentischste und auch schönste von allen Vereinssongs — der „Zebra-Twist“ nämlich — da etwa „albern“ sei und nach einem „Karnevalslied“ klänge. Nun entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, wenn ausgerecht Bewohner des Dorfes an der Düssel irgendeinem in anderen Regionen erstellten Musikwerk vorwerfen, dass es nach „Karneval“ klänge und dies aus ihrer — kurzsichtig, wie man in Dörfern zu denken pflegt — Sicht selbstverständlich als Kritik verstanden wissen wollten.

Beklagenswerterweise ist aber nicht allein der Vorwurf des „Karnevalslieds“ vollkommen hanebüchen, es mangelte auch an jeglichem historischen Bewusstsein dafür, welche Authentizität, Graziosität und vor allem Originalität der heute bekanntlich zu weltweitem Ruhm gelangte „Zebra-Twist“ besitzt.

Da im Dorf an der Düssel große Unkenntnis ob dieser Tatsache vorherrschte und das Selbe auch für andere Dörfer zu befürchten steht, sei hier noch mal kurz eingeweisen, warum (und weshalb) der „Zebra-Twist“ bei anerkannten Experten als der grandioseste Fußballsong im Machtbereich des DFB gilt. Für ihn sprechen die folgenden Argumente in loser, unsortierter, deshalb aber umso überzeugenderer Reihenfolge:

  • Der Song erlebte seine Premiere in der ersten Bundesliga-Saison im Jahr 1964
  • Es ist ein Twist
  • Es ist ein Zebratwist
  • Er nimmt in seinem Text wirklich Bezug auf ein imaginiertes Spielgeschehen auf dem Platz und salbadert nicht von Heimat, regionaler Verbundenheit oder allgemein von überschwurbelter Emotionalität, die in ihrer überschwurbelten Emotionalität heutzutage Standard zu sein scheint, aber nicht nur im Grunde nicht zu ertragen ist
  • Der Song ist seit seinem Entstehen unverändert, man könnte dazu die Vokabel von der Tradition einwerfen, dies ist aber überflüssig, weil der Song vollkommen modern klingt und ist — und das zu jeder Zeit!
  • Er ist weder in schunkelbarem Hymnen-Slomo-Rhythmus noch in von schnauzbärtigen Altrockern als „fetzig“ tituliertem Tempo gehalten, noch nimmt er Anleihen an Schlagern, welche in Punk-Verkleidung die Zugehörigkeit zu anderen Musikstilen weismachen wollen
  • Es geht im Refrain von C über F zu G, und dann tatsächlich wieder zurück zu C, während es in der Strophe sogar von E über a-moll zu D, G und einem auch heute noch wohlklingenden G7 geht („…festgerannt…“)
  • Der Song ist von 1964, stammt also aus einer Zeit, in der alle anderen Vereine außer Eintracht Frankfurt — ein Club, der nicht ohne Grund eine Fan-Freundschaft mit dem im Zebra-Twist besungenen MSV pflegt(e) — noch nicht einmal daran dachten, irgendeine Art von Musik außer Herbergsvater- oder noch schlimmeren Liedern mit ihrem Verein zu verknüpfen
  • Man kann zum mitreißenden Rhythmus wunderbar mit einem Schal wedeln, auch im Sommer
  • „St. Pauli“ wird einmal im Verlauf des Zebra-Twists im Hintergrund gerufen, lange bevor dieser Club irgendeine Art von irgendetwas erlangt hatte, eine sehr weitsichtige Vorgehensweise beim Texten also
  • Eine Hupe kommt mehrfach zum Einsatz, lange bevor die Beatles auf diese naheliegende wie bahnbrechende Idee kamen
  • Der offizielle Twitter-Account von Coldplay nannte den Zebra-Twist als Argument, warum der MSV Duisburg der Lieblings-Fußballverein von Coldplay in Deutschland ist


Weiter die Grandiosität des besten aller Vereinssongs Leugnende mögen nun vortreten, im günstigsten Falle mit Argumenten jenseits von reinem „Geschmack“ bewaffnet, warum der über alle Maßen authentische und auch musikalisch über jeden Zweifel erhabene „Zebra-Twist“ nicht der beste Fußballvereinssong in Deutschland in den Grenzen von 1990 sein solle.

Es werden sich natürlich keine Argumente finden, weshalb man die Kommentare eigentlich auch schließen könnte.

Alle Freshmen in Bezug auf die Vereinssongszene mögen den Link in dem Video im Tweet anklicken.

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’schüss Sportschau

Vor einigen Jahren verlegte man die Sportschau von 18.30h auf 20.00h. Ein #aufschrei ging durch die Republik, so könne man seinen Abend nicht gestalten, die Zeit nach 20h gehöre der Familie oder dem Ausgehen, so man noch keine Familie habe, aber einen angemessenen Partner für deren Gründung suchen müsse, was schließlich immer noch am besten im real life ginge.

Heute schaut fast niemand mehr, der sich relativ ernsthaft — so ernst, wie das in Bezug auf Fußball möglich ist — für Fußball interessiert, noch die Sportschau. Man könnte sie auf 22h verlegen oder auch abschaffen, es würde aller hier subjektiv eingeschätzten Vorausschau entsprechend keinen Aufschrei mehr geben.

Zugegebenermaßen besteht das Publikum der Sportschau in erster Linie nicht aus Anwesenden in dieser Filterblase, und vielleicht auch nicht mehrheitlich aus jenen, welche man als mit „ernsthaftem“ Interesse an Fußball ausgestattet bezeichnen könnte.

Dennoch geschah es in den letzten vier, fünf Jahren hiesig ein einziges Mal, dass sich ein Mitlebender in unserer Epoche darüber beschwerte, dass ihm die Bundesliga-Ergebnisse vor Ablauf der Sportschau mitgeteilt wurden. Wiewohl man sich sicher sein kann, dass der Autor sich in größtenteils eher fußballinteressierten Kreisen bewegt.

Es ist weder Häme noch Freude, dass diese Entwicklung so gekommen ist, vielmehr ist es ein nüchternes Konstatieren. Die Welt ändert sich immer schneller und heute benötigt man kaum noch die Zusammenfassungen des Spieltags, wenn man die Ergebnisse ohnehin schon kennt. Jedenfalls nicht punktgenau um 18.30h, man kann sie auch um 3.30h nach Heimkehr noch irgendwo im Netz finden und die Kommentierung, Einordnung des Spiels, welches eine Zusammenfassung naturgemäß nicht komplett abbilden kann, wird in Zeiten von Spielverlagerung.de und anderen kostenlos erhältlichen Texten auch immer weniger relevant.

Es ist weder Häme noch Freude, ich wollte nur noch mal ’schüss sagen an die liebe Sportschau. Wir waren lange Zeit sehr gute Freunde und es war nicht mal nostalgisch verbrämt immer ein Highlight des Samstags in meinem Leben, eingangs eines Berichtes das Geklöppel (Manolo, bist Du’s?) vom Bökelberg zu hören oder einen Spielbericht mit dem Himmel über dem alten Weserstadion eröffnet zu sehen.

Aber ich war schon lange nicht mehr in der Situation, dass ich auf die Spielberichte der Sportschau angewiesen gewesen wäre. Als es am vergangenen Samstag aus Reisegründen ausnahmsweise mal wieder der Fall war, war sie leider in den Mediatheken nicht auffindbar und es gab sie auch nicht als Wiederholung zu sehen. Also hab ich Alternativen gesucht und gefunden.

Es kommt mir aber nicht mal vor wie Fremdgehen. Ein Telegramm hab ich auch schon lange nicht mehr geschickt.

Ich wollte nur noch mal ’schüss sagen. Es war wirklich schön. Und es ist schade. Aber ich brauche einfach keine Sportschau mehr. Was den Wochenablauf weiter destrukuriert, aber nun ja, Nostalgie empfinde ich dabei keine, auch wenn mir die Stimmen der Moderatoren und diese hellblauen, runden Täfelchen, auf denen die Ergebnisse dargestellt wurden, für immer im Gedächtnis abrufbar bleiben werden.

’schüss!

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Wir waren wie Saufbrüder

Ich kannte nicht mal seinen Namen, seinen Vornamen nicht und seinen Nachnamen auch nicht. Er hatte sich mir nie vorgestellt, so etwas ist unüblich in diesen Kreisen. Er stand immer an der Bude, wo ich mein Bier kaufte, wenn ich vom Spiel nach Hause kam. Also vom selbst gespielten Spiel, sonntags, in der Freizeit- Hobbyliga, mal am Niederrhein auf der Hinfahrt ein paar Kühe und Schafe mit unserem Motorengedröhn bedröhnen, dann in die winzigen Kabinen, wo man sich gegenseitig auf den Füßen steht. Aber die Stutzen mussten schon ordentlich angezogen werden, bevor es hinausging. Dass man sich die Schuhe fest zuschnürt ist Standard, klar, aber ich legte immer Wert auf ordentlich sitzende Stutzen. Während mir im sonstigen Leben Ordentlichkeit eher fremd blieb.

Diese Stutzen, so sauber und rein vor dem Anpfiff, strahlten immer eine ordentliche Portion Eleganz aus. Natürlich war man damit nicht weit entfernt von Karnevalsverkleidungen oder auch sonstigen — Volleyballerinnen und Schützenfeste schwirren durch den Sinn — komischen an Anlässe geknüpfte Kleidungen, aber diese Art von Eleganz gefiel mir. Wie mir meine Beine ohnehin gefielen, denn sie taten nicht nur tagein, tagaus ihren Dienst, sie waren auch den meisten Gegnern an Sprintstärke überlegen. Was es leicht machte, die Defizite im Dribbeln, in der Ballbehandlung oder auch im Raumverständnis zu kaschieren. Wenn man immer schneller lief als der um den Ball buhlende Mitbewerber im farblich anderen Trikot, konnte man eigentlich nicht viel falsch machen.

Wie man weiß, reicht schnell laufen selten dazu, ein Spiel zu gewinnen. Dennoch gewannen wir ab und zu mal ein Spiel. War aber auch egal. Wie es Uli Borowka so schön formulierte: Man hat immer einen Anlass zum Saufen. Wenn man verloren hat, „muss“ man den Frust runterspülen. Wenn man gewonnen hat, wird eben gefeiert. Einzig bei Unentschieden war es etwas schwieriger, einen Grund zum Saufen zu finden. Aber in der Freizeitliga gab es eben selten Unentschieden, dafür war die Ausdauer der Spieler dann doch einfach zu unterschiedlich. Hatte ein spielerisch oder läuferisch unterlegenes Team lange Zeit mit- oder sogar dagegengehalten, konnte man relativ sicher sein, dass ab der 70. Minute die Gegentore dennoch wie Mehlmotten (ein-)fallen würden, wie Mehlmotten in Küchen, in denen man selten das Müsli aß und es deshalb im Schrank stand und Mehlmottenlarven eine Heimat bot. Irgendwann war die Küche voller Gegentore.

Selten Remis also, somit auch immer Grund für das eine oder andere Bier am Sonntag, nach dem Spiel. Er stand immer dort rum, und irgendwann, es ließ sich angesichts meiner Kleidung und Verdreckung (ich bin Heimduscher, aber zum Glück kein Heimscheißer) nicht verhehlen: Ja, ich spiele Fußball.

„Aha!“, rief er sofort erfreut aus, wenn er mich wieder sah.

„Haste wieder gespielt?“

„Ja, hab ich.“

„Und?“

„Na, verloren heute.“

„Wie viel?“

„2:7.“

„Wat?“

Und er schüttete sich vor Lachen aus.

„Wie schlecht seid Ihr denn?“

Ich antwortete nicht, denn natürlich war ihm vollkommen unklar, dass nicht „wir“ schlecht waren, sondern nur die anderen Mitspieler im Team und hätte ich andere Mitspieler gehabt, hätten „wir“ auch nicht 2:7 verloren, sondern 7:2, mindestens, gewonnen, denn wenn alle so gut laufen könnten wie ich, dann würde man ja immer und an jeder Stelle auf dem Platz vor dem Gegner am Ball sein. Niemand würde jemals wieder den Ball gegen uns besitzen können und dann wäre die Frage nicht gewesen, warum man denn mit stolzen 7 Toren gewonnen hätte, sondern allein, wie man denn, wenn man immer schneller als der Gegner sei, überhaupt 2 Gegentore hätte kassieren können. Wie gerne hätte ich diese Frage beantworten müssen. An dem Tag aber waren wir eben nicht schneller als der Gegner und hatten tatsächlich 2:7 verloren.

Nun, die Mitspieler waren schuld. Ich antwortete nicht auf die Frage, wie schlecht wir seien, denn natürlich war ich nicht schlecht. Ich trank das Bier an der Bude, ein Bier geht ja gerade noch, wenn man danach mit dem Auto die 500 Meter nach Hause fahren wird. Bis man sich endlich in die Wanne legt und seufzt, dass man 7 Tore bekommen hat, aber am Ende doch froh ist, dass man seine müden Knochen noch bewegt hat. Dieser Moment in der Wanne, wenn alles in der Nase noch nach dem frischen Gemisch aus Gras, Rasen und Erde riecht und man gleichzeitig sofort vor seeliger Erschöpfung einpennen könnte, er folgte immer erst nach dem Besuch an der Bude. Ich antwortete nicht und schwieg.

Er gefiel sich in seiner Rolle als Stichler.

Wenn wir gewonnen hatten, hatte er aber auch nur Spott für uns über. Wie das so ist, im Ruhrgebiet oder vielleicht auch überall, wo Menschen zusammenkommen und einen nicht sichtbaren Code zusammen aushandeln müssen, wie man miteinander umgeht.

„Gewonnen!“

Strahlte ich ihm an einem anderen Sonntagnachmittag triumphierend über meine drei Tore ins Gesicht.

„Gegen eine E-Jugend?“

Wollte er wissen.

Die Provokation völlig ignorierend, im Siegestaumel, bezahlte ich ihm dann sein Bier, das heißt, ich bestellte statt einem gleich zwei und schob es ihm wortlos rüber. Wie unangreifbar man doch ist, wenn man ein Fußballspiel deutlich gewonnen hat.

„Aber das war gegen Graupen, ne?“

Nein, jein, ja, vielleicht war es gegen Graupen, leg den Finger doch nicht immer in die Wahrheit. Es macht auch immer Spaß, seine Überlegenheit gegen einen klar unterlegenen Gegner auszuspielen. Jeder darf mal ein Tor schießen, man kombiniert sich durch den Sonntagnachmittag, selbst Verteidiger Robert, der sonst nie an den Strafraum des Gegners kommt, darf nach einer Ecke einköpfen. Und überhaupt wurde man natürlich nur deshalb kein Nationalspieler, weil die Liebe dazwischen kam, plötzlich war Fußball unwichtig gewesen und was hätte man nur dafür gegeben, die Zeit anhalten zu können und in diesem Verliebtheitsrausch zu verweilen. Aber leider hält weder jemand die Zeit auf, noch dauern Verliebtheitsräusche länger als ein paar Monate. In diesen paar Monaten ist der Zug zum Nationalspieler aber schon lange abgefahren. Natürlich hätte man ihn bekommen, wenn nur nicht diese eine Liebschaft dazwischen gekommen wäre, als man Fußball irgendwie nicht mehr so wichtig fand wie kleine Briefchen oder den Duft von einer ganz jungen, eleganten, engelhaften Frau. Und, was auch dazwischen kam, war das Bier.

„Willste noch eins?“

Fragte der Budenbesitzer.

„Nein, ich nicht, ich muss noch fahren.“

Er nahm gerne noch eins. Wie er wahrscheinlich bis zum Ende der Öffnungszeiten immer wieder „noch eins“ nahm. Ich traf ihn nur sonntags. Ob er einen Job hatte, ein Einkommen, ein Auskommen, das weiß ich nicht. Ich wusste ja nicht mal seinen Namen.

Eines Sonntags, wir hatten tatsächlich Remis gespielt, 3:3 in der „Fremde“, kam ich wie immer an der Bude vorbei und trank ein sonntägliches Bier.

„Wo istn der … ? Ich weiß nicht, wie er heißt, aber na, Du weißt schon? Der ‚Fußballexperte‘?“

„Der ist tot.“

„Was?“

„Ja, letzte Woche am Herzinfarkt gestorben.“

Ich trank mein Bier aus und fuhr heim. Seitdem war ich nie wieder an dieser Bude.

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Das Maskottchen der EM 2016 ist da

Hier ist es: ohne Worte.

(Es bleiben jedenfalls keine Fragen über, wer die Zielgruppe von solch Design ist. Und über Einheitsbrei bei allen Gestaltungen ohne jeglichen Charakter rund um den Fußball zu nörgeln ist nach dem x-ten Mal auch nur noch das Selbe: Einheitsbrei. Deshalb: ohne Worte. Nur zur Kenntnisnahme. Und auch als kleinerer Fingerzeig, falls man sich irgendwann mal wieder, aus Nachlässigkeit oder doch aus einer gewissen Sehnsucht heraus, irgendwelchen Illusionen hingeben könnte, dass man das tunlichst unterlassen sollte. Merken muss man sich das noch namenlose Ding — in der Lostrommel befinden sich Driblou, Goalix und Super Victor — allerdings nicht. Es wird sich schon mit Anpfiff des Turniers niemand mehr an es erinnern können. Was in dem Fall wieder mal besser so ist. Und ja, „Tor“ heißt auf französisch bekanntlich „goal“, aber Denglisch und Frenglisch zu kritisieren ist ja eh so 2006.)

Hier noch mal in besonders schön, besonders offen für alle denkbaren Projektionen. Frei von Inhalten oder Ausdruck. Ist das ein Lachen? Ist es Entsetzen? Erstaunen? Hat er gerade Aliens gesehen? Hunger? Ist er eingefroren? Liegt er bei einem Zahnarzt auf dem Stuhl? Ein jeder möge sich seine Interpretation heraussuchen oder auch schlicht: weitermachen, hier gibt es nichts zu sehen. Jedenfalls nichts von Belang.

(Filed under: Chronistenpflicht.)

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Was macht eigentlich Wynton Rufer?

Wynton Rufer macht ne ganze Menge.

Werbung für eine Fluggesellschaft aus Neuseeland, betreibt ein Charity-Golfturnier mit dem schönen Namen Wynrs Charity und ist Botschafter des „Zuhause für Kinder“. Außerdem jongliert er ein bisschen und macht Werbung für ein australisches Umzugsunternehmen. Denn er ist letzens nach Australien gezogen.

Und er ist ein Rufer in Mittelerde.


Wer in Tolkiens Welten weniger zu Hause ist, der findet unter dem Link oben noch die Highlights von Werder Bremens 5:1-Sieg über den SSC Neapel oder auch von der WM-Partie 1982 zwischen Brasilien und Neuseeland. Bemerkenswert in letzterem Kontext auch die Zahl seiner Länderspiele zwischen 1980 und 1997. Es waren 23 an der Zahl. Neuseeland muss in den 1980ern über eine stattliche Menge an Spielern von internationalem Format verfügt haben. Komisch, dass man keinen davon kennt.

Um die Beitragsfrage aber nun wirklich zu beantworten: Aktuell ist Wynton Rufer Nationaltrainer von Papua-Neuguinea.

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Frühes Exemplar eines Rufers in der Wüste

„[…] Auch muss für eine minimale ‚Waffengleichheit‘ unter den Vereinen gesorgt werden. Als Ausnahme lässt sich ein Bayern-Vorsprung von 16 Punkten wie in der Saison 2002/2003 mal tolerieren. Die Regel darf das nicht werden, will die Liga nicht in Langeweile versinken. Insofern wäre es töricht, von der Zentralvermarktung und dem Prinzip des Solidaritätsausgleiches abzurücken. Eine Einzelvermarktung der Klubs würde die finanziellen Ungleichheiten, die heute schon bestehen, verstärken und damit durch Ausbleiben eines ‚Wettbewerbes‘ letztlich die Popularität der Liga unterhöhlen. […]“

So schrieb es die Rhein-Zeitung in ihrem Special im Jahr 2003 zu „40 Jahren Bundesliga“.

(Mit Dank an @tobman_s fürs Überlassen des Specials.)

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