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Monat: März 2016

Freunde der (künstlichen) Sonne!

Heute ist zwar Dienstag und nicht Freitag, aber an Tagen wie diesen kann man ein bisschen Sonne gebrauchen.

Jeden Freitag veröffentlichen Menschen bei Twitter unter #floodlightfriday Bilder von Flutlichtern. Das heißt von Flutlichtmasten, von Spielfeldern mit Flutlicht, von Stadien mit aktiviertem Flutlicht oder auch einfach gesamte Landschaftsbilder mit einem beleuchteten Stadion darin.

Und welcher Fußballbegeisterte wäre nicht diesem ganz eigenen Zauber erlegen, den von Flutlicht bestrahlte Stadien stets ausströmen, ob nun das Ruhrstadion by night oder ein Dorfplatz im Moseltal? Noch dazu sieht man hier eine wunderbare Auswahl an Variationen von Flutlichtmasten, deren einzigartige Ästhetik auch mal einen eigenen Bildband samt ausführlicher kunsthistorischer Betrachtung verdient hätte (welchen es sicher schon gibt).

Als Appetitanreger hier zwei Beispiele mit Genehmigung des Urhebers.


Etliche weitere schöne, anmutige, obskure und betörende Beispiele finden sich unter diesem Link: #floodlightfriday, bei dem man diese hinreißenden Bilder auch betrachten kann, ohne bei Twitter angemeldet zu sein.

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Rechenkönig Rudi

Überall sind jetzt Beiträge zum Jahrhundertspiel zu lesen, zum 7:3 von Bayer Uerdingen über Dynamo Dresden. Alles meist lesenswert und doch mit wenig Neuem, was aber in der Natur einer Angelegenheit liegt, die schon ihr etlichstes Jubliäum feiert. Nur einer wartet noch mit zuvor Unbekanntem auf. Rudi Bommer, damals im Uerdinger Dress auf dem Platz, leidet unter schwerer Dyskalkulie, zumindest in jüngeren Jahren noch. Das erklärt vielleicht auch seine mediokren Erfolge als Trainer, als der man zumindest bis Elf zählen können muss, um genügend Spieler für eine Partie aufzustellen. Zusammenrechnen aber fällt ihm schwer.

Rudi Bommer jedenfalls wusste während der laufenden Partie nicht, ob das 7:3 zum Weiterkommen reicht, sagte er dem Kicker. Kann sich eigentlich nur um einen Scherz handeln, wobei der Tonfall des Gesagten schriftlich immer so schwierig zu erkennen ist. Die Mitspieler jedenfalls hatten bestimmt viel Spaß an einem, der nicht wusste, wie viele Tore das Team zum Weiterkommen noch benötigt. Heute hätte man dafür sicher einen Extra-Assistenten eingestellt, der das den im Kopfrechnen weniger starken Spielern ständig an der Seitenlinie anzeigt. Als Rudi Bommer noch ganz alleine rechnen musste, gegen Dynamo Dresden, war er jedenfalls das: sehr alleine.

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Gijon! Gijon! Wir haben ein Gijon! Und die anderen?

Über 30 Jahre ist es nun schon her. Ich kann dennoch heute immer noch nicht in völlig anderen Zusammenhängen etwas von dieser Stadt im Norden Spaniens lesen — ob Zahl der Hotelübernachtungen oder landwirtschaftliche Ertragsquoten des Einzugsgebiets — ohne sofort an die dazugehörige Schande (Breitner, Magath, Rummenigge und sogar Hrubesch) und somit an Fußball zu denken. Es gibt bekanntlich auch noch dieses Dings von Cordoba, wobei dieses Dings rein sportlich war und anders als Gijon nicht moralisch. Außerdem war die hiesige Nationalmannschaft am Mineiraço, dem ausgeprägten Desaster der brasilianischen Nationalmannschaft bei ihrer zweiten Heim-WM, beteiligt. Und dann gibt es da noch das Wembley-Tor, das einen Namen nach einem bestimmten Ort trägt. Das war es aber soweit dann auch schon an besonderen, mit einem Ort verknüpften Ereignissen.

Soweit mir bekannt ist, nennt man das Wembley-Tor in England allerdings nicht Wembley-Tor, wohl auch, weil man es ja gar nicht als besonders bemerkenswert wahrgenommen hat. Hat halt gezählt, war sicher drin, so wie sich auch das Bloemfontein-Nicht-Tor im deutschen Sprachgebrauch nicht eingebürgert hat.

Meine Frage wäre nun allerdings, ob es derartige besondere, mit einem Ort verknüpften, extrem haften bleibende Bezeichnungen von historisch herausragenden Partien auch in anderen Ländern in Bezug auf die eigene Nationalmannschaft gibt. Vielleicht ein „Skandal vom Skagerrak“, ein „Possenspiel von Porto“ oder ein „Gesichtsverlust von Genua“, wie auch immer das in der jeweiligen Landessprache genannt sein mag. Weiß jemand von derartigen Varianten? Bueller? Die Klasse?

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New Kids on the Blog

Jaja, die Strafe für die Überschrift bezahl ich gerne. Bzw. lasse sie mir von den unten Erwähnten erstatten. Dafür müsstet Ihr aber mindestens einmal draufklicken. Und draufklicken ist ja in these days nicht mehr so sexy, hab ich gehört. Hier aber lohnt es sich, sofern man sich fürs jeweilige Thema erwärmen kann.

Ballreiter

Der Ballreiter Gar nicht so klar, ob er ein Newcomer ist oder schon immer über Fußball schrieb. Neu ist jedenfalls sein Blog, Hauptthemen sind zwar der KSC und Borussia Mönchengladbach, reist aber auch sonst viel in Sachen Fußball herum, vor allem durch Schottland und schreibt und fotoberichtet darüber. Macht sich auch Gedanken über den Videobeweis et al. Definitiv eines der neuen, alten klassischen Fußballblogs, die man lesen sollte, wenn man solche mag. Gibt ja da nicht mehr so viele Neuzugänge, er/es ist aber eines.

Ballreiter.

Eiserne Ketten

Eiserne Ketten Ein Tatktikblog über Eisern Union, die mit dem selbstgebauten Spielfeld von Köpenick. Zweitligist, schon etwas länger, aber zuletzt nach Meinung der dortigen zu erfolglos. Den vorigen Trainerwechsel — also den vor Lewandowskis Erkrankung — nahm aymard_charles zum Anlass, seine taktischen und auch allgemeineren Betrachtungen zu diesem Club erst auf seiner Festplatte zu versammeln und dann in die Öffentlichkeit zu gießen. Wer will, liest also bei den Eisernen Ketten mehr über den Verein mit diesem so völlig aus der Reihe tanzenden Wappen. Taktikgeblubber ist heutzutage ja noch hipper als Eisern Union an sich.

Tragisches Dreieck

Goldmann saxt Wie auch die Eisernen Ketten hat das einstige „Goldmann saxt“ seinen Namen gewechselt, heißt jetzt „Tragisches Dreieck“. Klar geht es darin um dem VfB Stuttgart, und – man mag es gar nicht meinen – aber der hat auch Fans von außerhalb. Wie eben jenes Tragische Dreieck, das regelmäßig über „seinen“ VfB schreibt. Früher lasen wir ja über den VfB nur bei angedacht (wo es bekanntlich viel mehr als nur den VfB gibt) und beim Vertikalpass, jetzt lesen wir eben auch beim Tragischen Dreieck regelmäßig, was so gerade Stand der Ding ist. Jedenfalls so lange der VfB noch nicht absteigt, was dann aber nächste Saison sicher wieder über dem Horizont dräuen wird.

Tragisches Dreieck

Halbfeldflanke

Noch ein explizites Taktikblog, Und das über den FC Schalke 04, wo Schalke doch bekanntlich vor allem eines ist: Emotion, Emotion und Emotion, bis zur Besinnungslosigkeit. Wo nach jeder Niederlage die Anhänger mit selbst gebastelten Galgen für den Trainer durch die Straßen ziehen, man nach jedem Sieg aber quasi schon Weltmeister ist, was man dann in realiter aber nie wird. Muss man schon sehr manisch-depressiv für veranlagt sein, für dieses Schalkesein. Nicht mein Ding. Aber offenbar gibt es doch taktische Einsprengsel in ihrem Spiel, das bekanntlich schon in den 1930er Jahren den „Schalker Kreisel“ begründete, als andere noch mit gut Langholz hantierten. Was der Name nun mit taktischem Fußball zu tun hat, muss man den Betreiber fragen. Sicher aber: Es gibt mehr im Schalker Spiel zu berichten und zu besprechen als nur die Halbfeldflanke. Und auch mehr als nur Emotion bis zur Besinnungslosigkeit.

Halbfeldflanke.

Glückauf-Pils

Torsten Wieland, der wunderbar große Mann aus Duisburg, mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass er kein MSV-, sondern – oweiowei – Schalke-Fan geworden ist, hier im Zusammenspiel mit dem lustigen Pepo. Seit einigen Monden schon betreiben die beiden den Glckfpls-Podcast, in dem es oft um Bier, fast immer um Schalke und allermeistens um Fußball geht. Könnte man mal reinhören. Neben dem gewohnt eloquenten Torsten Wieland entpuppt sich auch Der Pepo als angenehm zu hörender Kollege. Mir wäre ja ein Currywurst-Test statt eines Bier-Tests lieber, aber – um beides geht es nicht in diesem Podcast, sondern schon um Fußball. Mit oft sehr illustren Gästen und nicht zu verachten bei einem Podcast, auch sehr guter Klangqualität. Inhaltlich ohnehin.

Glückauf Pils.

Dann also viel Spaß mit den neuen Blogs und Podcasts.

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Nur beinahe verrückter Fan von Manchester City hat Auftritt in Beatles-Song

Trauriger Anlass, mal wieder auf die Verbindung „Beatles und Fußball“ zu blicken: George Martin ist verstorben.

Der Text des Songs „Happiness Is a Warm Gun“ von den Beatles enthält eine Zeile, die von einer Meldung über einen Fan von Manchester City inspiriert ist. Sein Treiben wirkt heutzutage sehr befremdlich, aber remember what the internet is for und was es vor dem Internet kaum gab. Oder zumindest vor VHS. Ein Fan von Manchester City hatte sich jedenfalls etwas ausgedacht, womit er Mädchen unter den Rock schauen konnte. Womit er es schließlich in den Text dieses mehr als genialen Beatles-Songs, der eigentlich aus vier Songs besteht, schaffte.

„The man in the crowd with the multi colored mirrors on his hobnail boots“, meanwhile, was from a newspaper report about a Manchester City football fan who had been arrested after inserting mirrors into his footwear in order to see up the skirts of women during matches.

Man konnte früher für Spiegelchen auf seinen Schuhen verhaftet werden? Das ist ja noch verrückter als der Umstand, dass es dieser Fan von Manchester City in den Text von „Happiness Is a Warm Gun“ geschafft hat.

Siehe auch:

Were the fab four into football?
With a kop like that, you know you should be glad
Leeds spielt morgen gegen Chelsea

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Gestern standen wir am Abgrund

… heute sind wir einen Schritt weiter. Das 0:2 des MSV Duisburg im Heimspiel gegen den FC St. Pauli war der endgültige Todesstoß für dessen Aufenthalt in der 2. Bundesliga. Ich habe dennoch mit Yannick vom Millernton auch nach der Partie noch mal mit ihm aufs Spiel geblickt (wie wir es auch vor der Partie taten), allerdings kurz vor dem gestrigen 3:3-Sieg des MSV in letzter Minute beim FSV Frankfurt, der komischerweise dennoch nur 1 Punkt in der Tabelle bringt, aber ohnehin nicht mehr als ein letzter Rülpser vor dem Untergang ist. Man kann es unter folgendem Link hören; da ich auch viel Positives erwähne, würde ich es nennen:

Wenn freundliche Menschen sich gegenseitig gut verstehen

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