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Monat: September 2019

Auf keine Zigarette mit Jürgen Klopp — Interview mit Torsten Lieberknecht

Ich stelle es mal hier rein, weil es bei Twitter sicher ein wenig unterginge. Und finden würde dieses Interview sonst wohl kaum jemand, da es auf einem absoluten Spartensender geführt wurde.

Zugegeben, der Titel ist ein wenig clickbaiterisch, denn in unten stehendem Interview berichtet Torsten Lieberknecht lediglich von seiner Beziehung zu Ex-Zimmergenosse Jürgen Klopp, mit dem er 7 Jahre in Mainz zusammenspielte, weshalb Lieberknecht zuletzt auch via kurzem Dienstweg beim FC Liverpool im Training zusehen durfte. Und sowohl Moderator als auch Lieberknecht werden nicht mehr in den Olymp der Rhetoriker aufsteigen. Normalerweise wären die kleinen Fehler des Moderators („3. Bundesliga“, „Stehen Sie am Ende der Saison am Tabellenanfang?“) hier auch ein gefundenes Fressen für ein wenig Spott. Doch erstens stammt das Interview vom Duisburger Lokalsender „Studio 47″ und der arme Mann muss wohl alle Themen bedienen, die so hereinkommen, da muss man nicht unbedingt Experte für Fußball sein. Und zweitens geht es ohnehin eher darum, was Lieberknecht sonst noch so erzählt, auch, wenn es auf Dauer ein wenig anstrengend ist, ihm zuzuhören.

Da wäre seine Zeit bei Eintracht Braunschweig und die jüngste Rückkehr dorthin, seine Motivation, zum MSV Duisburg zu kommen, seine und dessen aktuelle Philosophie. Aber vor allem einfach deshalb hörenswert, weil Torsten Lieberknecht frei heraus zugibt, dass es in der vergangenen Abstiegssaison einfach innerhalb des Teams nicht gestimmt hat und er diese Problematik nicht in den Griff bekam.

Wann hört man einen Trainer im Profifußball schon einmal so offen über sein Scheitern sprechen?

3 Kommentare

Gewinnspiel mit Förderunterricht: Spitznamen im Weltfußball

Die Weltgeschichte des Fußballs in SpitznamenSchweini, Hinti, Nachnami. Das sind doch keine Spitznamen, das sind einfach nur Verkürzungen eines normalen, bürgerlichen Namens. Man kann durchaus den Eindruck, naja, ein Gewinn wäre es ja nicht, den Eindruck erhalten, dass die Kreativität bei Spitznamen im Fußball abgenommen hat. Früher war zwar nicht alles besser, aber zumindest in Sachen Spitznamen doch etwas kreativer. Zum Beispiel nennt man Marcielo Bielsa el loco, wie auch René Huigita el loco benamt wird. Zum Beispiel „Traut the Kraut“ Bert Trautmann oder „Eisenfuß“ Höttes, der „Papierne“ Matthias Sindelar oder „Vater des Balls“ Waldemar Fiúme, das sind noch Spitznamen, vielleicht auch eher Beinamen, von einer gewissen Originalität.

Dasselbe gilt analog für Beinamen von Clubs. Da wären die Elstern, die Fohlen oder die Kleeblätter, die kennt jeder. Welches Team aber nennt man Team of All Talents, wo residieren die Genähten, welches Team heißt übersetzt die Gauner?

Oder auch Bezeichnungen für bestimmte Gruppen von Spielern oder Teams: Wir kennen hier das Magische Dreieck (das Tragische haben wir wieder verdrängt), die drei Alfredos genauso wie den Babysturm. Wer aber kennt noch Gre-No-Li, welche drei Spieler waren die United Trinity und welches Team, okay, nicht ganz so schwierig, war das Clockwork Orange?

Das alles und noch viel mehr, denn dazu kommen auch noch Bezeichnungen für bestimmte Paarungen – das Wunder von Bern ist geläufig wie der Thriller von Sevilla, nicht aber die Schlacht von eben jenem Bern oder das Endspiel der quadratischen Pfosten – kommen in diesem Buch, das es hier gleich fünfmal (in Worten: fünfmal) zu gewinnen gibt, hinzu.

Ein wirklich gelungener Mix mit ausführlichen Erläuterungen auf 410 (!) Seiten mit zahlreichen unbekannten und oft einfach anmutend phantasievollen Bezeichnungen, Bei- und Spitznamen ist in diesem Werk entstanden, in dem man auch als Experte in Sachen Fußballquiz noch eine Menge Neues lernt.

Wie kann man nun ein Exemplar von „Die Weltgeschichte des Fußballs in Spitznamen“ gewinnen? Einfach bis nächsten Mittwoch, den 11. September 2019, 23.59h, maßgebend ist die Serverzeit, einen Kommentar hinterlassen. Darin sollt Ihr einen Spitznamen, Beinamen, Teamnamen aus der persönlichen Biografie nennen und erläutern, den Ihr im Fußball erlebt bzw. gehört habt. Sei es der bullige Mitspieler, der ebenso bullige, ligaweit bekannte gegnerische Verteidiger, oder auch ein Spitz- oder gerne auch Spottname eines kleinen Clubs aus der näheren Umgebung, in der man mit Fußball zu tun hatte oder hat. Dabei ist nicht die Qualität des Kommentars oder des Spitznamens ausschlaggebend dafür, wer ein Exemplar dieses Buches nun gewinnt, der Kommentar ist nur die Eintrittskarte für die Verlosung. Doppelte Kommentare von derselben Person sind nicht zulässig, oder wenn, dann ohne die Gewinnchancen zu erhöhen.

Normalerweise gehe ich hier ja immer in Vorleistung mit einem eigenen Beispiel, aber bei den Spitznamen, die mir aus der eigenen fußballerischen Biografie in den Sinn kommen, ist die Gefahr doch zu groß, dass sie als eigentliche Spottnamen enttarnt werden – und der derart Bezeichnete hier mitliest.

Dann lasst mal hören, was für seltsame Spitznamen im Laufe Eures Fußballerlebens so über die Kreisligaplätze waberten. Es darf auch gerne jener des Wirts im Vereinsheim, jener des Platzwarts oder eines ständig anwesenden Fans/Rentners/Spielerfrau/-mutter, was auch immer sein. Und bei fünf zu gewinnenden Exemplaren darf man beinahe behaupten: „Jedes Los gewinnt.“ Also, beinahe eben.

Hier noch ein Blick ins Buch, dann aber ran an die Arbeit. Erst im Gedächtnis kramen, den Fund hier kommentieren – und schließlich ein Exemplar gewinnen.

Blick ins Buch: Die Geschichte des Weltfußballs in Spitznamen

(Logisch, dass Eure beim Kommentieren angegebene Email-Adresse gültig sein sollte.)

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