Niemals in der WM-Vorrunde ausgeschieden

Ja, nun, mir unterlief ein Fehler beim letzten Fußballquiz. Ich hatte die Frage in den Raum geworfen, welche „drei“ Nationen niemals in der Vorrunde ausgeschieden seien, wenn sie denn teilgenommen haben. Meine Antworten im Kopf waren bei dieser Frage: Deutschland, Niederlande und Irland. Das ist auch soweit richtig.

Falsch war aber leider, dass es da noch zig andere zulässige Antworten gibt. Keine Ahnung, warum ich dieser von mir selbst so gelesenen Aussage eines Fußballfachmagazins Glauben schenkte, ohne sie selbst zu überprüfen.

Aber Ihr werdet mir jetzt sicher sagen können, welche anderen Länder da auch noch diese Eingangsfrage erfüllen?

Wobei es wohlgemerkt um die Teilnahme an und am Überstehen einer Vorrunde geht, nicht an einem evtl. Achtelfinale.

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Das Tor der WM

Gerade warf ein Twitterer ein, dass er sehr wohl auf der FIFA-Seite für das „Tor der WM“ abgestimmt habe. Offiziell gibt es da aber nichts, was die undurchsichtige Grand Jury alter Herren (wobei alt sein kein Makel ist) verkündet hätte.

Hier die Frage: Welches war das „Tor der WM“?

Im Falle von Antworten: bitte nicht nur den Namen des Schützen angeben, sondern auch, welches Tor gemeint ist. Danke im Voraus.

(Mein Kandidat: Tim Cahill gegen die Niederlande mit seinem Volley unter die Latte. Eins von den sieben Toren gegen Brasilien war sicher schöner rausgespielt, aber man mag am Fußball auch oft das Urwüchsige.)

Die nicht ganz Faulen fügen auch einen Link zum Video des Tores ein, muss aber nicht.

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Surrealissimo

Zur Vergegenwärtigung, welches Fußballwunders die eigenen Augen gestern im WM-Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland Zeuge wurden, hier erstmal ein paar Daten rund ums Spiel. Jaja, Rethy-Karteikärtchen galore, aber nach der so gelungenen Homestory des ZDF gestern über Rethy im Vorfeld des Spiels darf das auch mal sein.

Rethy ist übrigens, wie er freimütig zugab, beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung gefallen, und den darf man dann nicht liegen lassen: er wusste also zumindest früher nicht immer ganz genau, wo es langgeht. Gestern aber fiel er definitiv nicht negativ auf, war das aus der Sicht der Bewertung des Sportlichen ohnehin unmöglich, so war er noch dazu überwältigt vom Gesehenen wie fast jeder Zuschauer und immer wieder von Zweifeln an seiner Wahrnehmung befallen, so oft wie er dem Zuhörer versicherte, dass der Spielstand real sei.

Hier konnte man es lange Zeit auch nicht glauben und wähnte sich immer wieder auf dem falschen Kanal, auf dem ein Testspiel und kein WM-Halbfinale übertragen würde.

Hin also zu einigen der Höchstleistungen und Rekorde, die dieses Spiel zeugte:

  • es war der höchste Sieg in einem WM-Halbfinale aller Zeiten
  • es war die erste Heimniederlage Brasiliens in einem Pflichtspiel seit 1975
  • noch nie erzielte eine Mannschaft schneller fünf Tore in einem WM-Spiel als die Deutsche in diesem
  • es ist der zweithöchste Sieg einer deutschen Mannschaft bei einer WM
  • Miroslav Klose erzielte sein 16. WM-Tor und ist damit alleiniger WM-Rekordtorschütze
  • noch nie erzielte die deutsche Mannschaft schneller vier Tore in Folge als in diesem Spiel
  • Brasilien hatte bei einer WM noch nie höher als 0:3 verloren, 1998 gg Frankreich
  • Deutschland erzielte jetzt die meisten WM-Tore aller Teams aller Zeiten
  • erst 1x erhielt eine Mannschaft bei einer WM mehr Gegentore in einer Halbzeit als Brasilien mit seinen 5 in der ersten: El Salvador mit 7 gegen Ungarn 1982
  • noch nie hat ein Ausrichter einer WM derart hoch verloren
  • in der Liste der höchsten Siege/Niederlagen bei einer WM reiht sich das 7:1 auf Platz 11 ein, in einer Liste, in der Brasilien sich nun nur knapp hinter Nordkorea, El Salvador, Zaire oder eben Saudi-Arabien befindet
  • noch nie hat ein Torschützenkönig einer vorangegangenen WM beim nachfolgenden Turnier genauso viele Tore wie beim Turnier zuvor erzielt, was Müller mit seinem Tor gelang
  • Müllers Tor zum 1:0 war das 2000. Tor für die DFB-Auswahl
  • Deutschland ist damit zum 8. Mal im WM-Finale und baut diesen Rekordwert weiter aus
  • Deutschland hatte noch nie zuvor ein Tor gegen Brasilien bei einer WM erzielt (bislang zwei Spiele BRD 2002/DDR 1974)
  • Deutschland hatte erst einmal zuvor mit mehr als einem Tor Unterschied gegen Brasilien gewonnen (2:0)
  • Deutschland erzielte noch nie zuvor 3 Tore in nur 3 Minuten
  • noch nie überhaupt verlor Brasilien höher (bisher: 0:6) als in diesem Spiel

Eine Bilanz des Wahnsinns, eine Bilanz des Schreckens aus Sicht des Gastgebers, der ernsthaft gehofft hatte, den Weltmeistertitel ins Visier nehmen zu können.

Wem noch mehr aufgefallen ist oder nachträglich einfällt, der möge gerne ergänzen.

Doch nun zum Spiel.

Denn was alle diese Rekorde, an denen man sich ergötzen kann, darf und soll, trotz allem nicht beinhalten, ist, welch surreales Fußballspiel auf allerallerhöchstem Niveau man gestern zu sehen bekam. Historisch, episch, für viele Medien gar als „ohne Worte“ bewertet. Nun muss man nicht in die Sprach- und Einfallslosigkeit jener Menschen einstimmen. Es war mehr als eine banale Sensation wie man sie in jeder dritten Runde eines Pokalwettbewerbs erlebt, das wäre unzulässig untertrieben. Nicht mal die Vokabel vom „Erdrutsch“ würde es wirklich treffen. Es war eine Singularität, die der Weltfußball noch nie erlebte. Der völlige Untergang nicht irgendeines zufällig ins Halbfinale gespülten Außenseiters, sondern des Rekordweltmeisters und gleichzeitigen WM-Gastgebers, mag er in den letzten Jahren auch auf dem Platz selten überzeugt haben.

„Das Wunder von Belo“ nannte Rethy die Partie in Anlehnung an die stehende Wendung vom „Wunder von Bern“. Während letztere Partie allerdings eine heiß umkämpfte, bis zuletzt hochspannende war, bestand das „Wunder von Belo“ aus dem totalen Zusammenbruch einer der beiden Kontrahenten, wie man einen solchen im Weltfußball in diesem Stadium eines Turniers noch nie erlebt hat. War das 1:5 des amtierenden Weltmeisters Spanien in der Vorrunde gegen die Niederlande schon eine mindestens herzdicke Überraschung, bei der aber von Auflösung Spaniens auf dem Platz angesichts fragwürdiger Entscheidungen und einiger Torwartpatzer nie die Rede sein konnte, so ist das 1:7 des Gastgebers … und hier verließen den Autor dann die Kräfte nach stundenlanger Extase bei gleichzeitigem Zweifel, ob er die Realität verloren habe und mittlerweile in einer Zwischenwelt angekommen wäre.

Deshalb wird dieser Beitrag später vervollständigt. Am Tag nach dem historischen Tag.

Aber bis dahin sei die Frage in den Raum geworfen: fehlt noch ein Rekord, eine Bestleistung in diesem Spiel aller Spiele?

Welches am Ende dann dennoch ziemlich wertlos gewesen sein wird, wenn van Gaal den Weltpokal in den rionesken Nachthimmel recken sollte und nicht der irgendwie Jogi. Surreal war dieses Ereignis dennoch. Die meisten hier beobachten den Fußball, seit sie vor Jahrzehten als Kind angefixt wurden. Wer hätte etwas Vergleichbares schon einmal gesehen?

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Der (fast tägliche) WM-Podcast spricht mit Trainer Baade

So wenig hier schriftlich während der WM passiert, beinahe so viel passiert außerhalb. Am Freitag sprach ich mit @sport_thies über „Das Spiel meines Lebens“ bei meinsportradio.de, übrigens immer noch immer wieder live gesendet und mit guter Musik aus dem Jahr des Spiel meines Lebens (abgesehen von der Nr. 1 der Charts in jener Woche).

Am Samstag sprach ich mit Yalcin Imre über die WM, ein Gespräch, das heute veröffentlicht wird. Am Donnerstag spreche ich zu den Zuhörern der Lesung in Bochum und am Mittwoch gilt es vielleicht noch das WM-Quiz von Kickwelt.de in Köln zu besuchen.

Yalcin Imre von Fehlpass.com richtete zur WM einen Podcast ein, der sich da treffend „Der fast tägliche Podcast zur WM“ nennt. Kurz: DFTWM. Dazu lädt er Koryphäen der Fußball-Netzkultur ein, zuletzt den bekennenden Leverkusen-Fan, ja, so etwas gibt es, mahqz, davor auch schon Tobias Escher von Spielverlagerung.de, Rafael Buschmann von Spiegel Online oder GNetzer alias Günter Netzer, natürlich darf auch mindestens eine halbe Hälfte von Collinas Erben nicht fehlen. Sehr hörenswert das Ganze und eine formidable Idee. Am Samstag war dann meine Wenigkeit zu Gast im DFTWM.

Jetzt gerade ist jenes Gespräch mit Fehlpass.com online erschienen: Yalcin Imre — einer der Gottväter des Fußball-Podcasts im deutschsprachigen Raum — hat mich zu sich gebeten. Ich bin gerne gefolgt und habe hoffentlich diesmal nicht so zischend eingeatmet wie beim Gespräch mit meinsportradio.de — dafür umso zischendere Ansichten geliefert.

Man lausche Yalcin mit der markanten Stimme und mir im Zwiegespräch an diesem Orte bei fehlpass.com.

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„Das Spiel meines Lebens“

[Update] Der Beitrag läuft in der gesamten Woche noch an verschiedenen Uhrzeiten, die man im dortigen Programm findet.

Gleich um 21h rede ich mit @sport_thies über eine besondere Partie in der dortigen Rubrik „Das Spiel meines Lebens“, natürlich ein WM-Spiel. Reinhören lohnt sich unbedingt, gute Musik – mit einer notwendigen Ausnahme – aus dem Jahr des Spiels ist auch dabei.

Ab 21h auf meinsportradio.de.

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Heute: Lesung bei Bochum TOTAL

Nicht vergessen: Heute um 20.15h liest ein gewisser Trainer Baade Auszüge aus seinem Programm „Drama Queens in kurzen Hosen“. Bei Bochum TOTAL, dort auf der „Wortschatzbühne“. Da das Ganze kostenlos zu haben ist, spricht nichts dagegen, sich diese vergnüglichen Minuten mit nicht nur den Wörtern, sondern auch der Stimme von Trainer Baade zu geben.

Das ganze Programmheft gibt es hier als pdf.

Mehr zum Leseprogramm findet sich hier.

Donnerstag, 3.7.2014, 20.15h in Bochum.

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Alle Paarungen der Eröffnungsspiele der Bundesliga seit Einführung

Kurz getwittert, dass es sicher kein Zufall ist, dass es schon wieder die Automarke ist, die gegen den Meister Bayern die nächste Bundesliga-Saison eröffnen darf, kommen auch schon erste Einwände, dass dies so häufig ja dann doch gar nicht der Fall war.

Hier also alle Paarungen, seit es ein Extra-Eröffnungsspiel gibt. Der Meister der letzten Saison hat jeweils Heimrecht. Und zählt natürlich nicht in eine eventuell verzerrte Auswahl der Gegner.

2002/2003 Dortmund – Hertha
2003/2004 Bayern – Frankfurt
2004/2005 Bremen – Schalke
2005/2006 Bayern – Gladbach
2006/2007 Bayern – Dortmund
2007/2008 Stuttgart – Schalke
2008/2009 Bayern – Hamburg
2009/2010 Wolfsburg – Stuttgart
2010/2011 Bayern – Wolfsburg
2011/2012 Dortmund – Hamburg
2012/2013 Dortmund – Bremen
2013/2014 Bayern – Gladbach
2014/2015 Bayern – Wolfsburg

Wir summieren:

2x Wolfsburg
2x Schalke
2x Hamburg
2x Gladbach
1x Frankfurt
1x Hertha
1x Stuttgart
1x Dortmund
1x Bremen

Eigentlich dann doch ganz gut durchgemischt, auf längere Sicht zumindest. Berücksichtigen muss man selbstverständlich noch, dass nur die wenigsten Teams über den gesamten Zeitraum hinweg Erstligist waren und überhaupt hätten ausgewählt werden können. Es spricht ja grundsätzlich auch nichts dagegen, diese Partie bewusst so einzurichten, dass sie nicht nur hierzulande, sondern international als besonders attraktiv wahrgenommen wird. Wieso man da beim ersten Mal Hertha wählte, lässt sich schon kaum nachvollziehen, nun zum zweiten Mal (und mit dem Meistertitel zum dritten Mal) in den letzten sechs Jahren Wolfsburg zu wählen, ist zumindest nicht geeignet, Verschwörungstheorien für die Gründe dieser Auswahl völlig zu entkräften. Oder andersrum gefragt: Seit wann läuft das Sponsoring des DFB-Pokals durch diese Automarke?

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… ist unser Leben

Eine der wenigen Versionen, bei denen man wohl tatsächlich die Spieler, in dem Fall die Nationalspieler vor der WM 1974 singen hört. Und natürlich hört, wie schief sie singen. Von wegen Hymnenmitsingzwang und so …



… aber zum Glück zählt ab morgen ja auf dem Platz und nicht am Mikro, frei von allen „Flüchen“, „Kapitänsbindenstreits“, „Nichtabgeklatschthabens“, „Mitsing- und Migrantendiskussionen“ und sonstigem Kram, den sich Menschen recht entfernt vom Spiel ausdenken, um nicht über das Spiel selbst sprechen zu müssen.

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Ein paar Antworten rund um die WM

Der Libero“ stellt sich ein paar Fragen zur WM und gibt sich auch gleich die Antworten. Die selben Fragen stellt er auch mir, wofür ich recht dankbar bin. Wegen diverser Aktivitäten rund um die WM stand hier noch gar nichts zum sportlichen Teil der kommenden WM. Also antworte ich gerne auf seine Fragen, und wäre gespannt, was andere dazu sagen, die Lust verspüren, hier mitzumachen. Aufdrängen möchte ich es niemandem, aber wenn Meine Saison und der Stadtneurotiker sich berufen fühlten, fänd ich das gut.

Los geht’s:

Dein erstes bewusstes WM-Erlebnis war?

Wenn man sich nur auf die Endrunde bezieht, war mein erstes bewusstes WM-Erlebnis gleich mal eine gute Schule fürs Leben. Die deutsche Mannschaft hatte den Gegner nicht nur auf die leichte Schulter genommen, sondern den Gegner gar noch im Vorfeld verspottet. Jupp Derwall tönte: „Wenn wir die nicht schlagen, fahre ich mit dem nächsten Zug nach Hause“, was er dann doch nicht tat. Algerien hatte als absoluter Underdog die Deutschen sogar verdient und nicht glücklich mit 2:1 im Gruppenauftaktspiel geschlagen. Den Nachbarsjungen, der das Spiel mitgeschaut hatte, musste meine Mutter dann nach Abpfiff nach Hause schicken, weil ich völlig in Tränen aufgelöst war und mit mir nicht mehr zu reden war.

Wenn man die WM aber als Gesamtturnier sieht und nicht nur die Endrunde betrachtet, war mein erstes WM-Spiel (im TV natürlich) in der Qualifikation das 7:1 im Ruhrstadion gegen Finnland am 23.9.1981. Drei Tore von Rummenigge, zwei Tore von Breitner und ein völlig ungefährdeter Kantersieg. So ging es dann ja nicht immer weiter, im Leben nicht und mit der DFB-Auswahl auch nicht. Immerhin lernt man dann die Höhen zu schätzen.

Mit welcher WM-Legende würdest Du gern einmal Doppelpass spielen?

Er ist zwar keine WM-Legende, dafür war er im Vergleich zu erfolglos und hatte zu wenig nennenswerte Szenen bei seiner einzigen WM. Ich würde aber tatsächlich gerne mal mit Marco Bode einen Doppelpass spielen. Vor allem, um danach mit ihm quatschen zu können. Eine der angenehmsten Erscheinungen wohl der gesamten deutschen WM-Historie, sozusagen das Mädchen von nebenan.

Welchem TV-Kommentator wirst Du bei der WM gerne zuhören?

In den ÖR gibt es gar nicht so wenige, die man gut ertragen kann, die man sogar loben muss, wie ich beim Verfolgen der letzten Drittliga-Saison im TV erlebte. Leider hab ich mir dort dann nie die Namen gemerkt. Aber diese sind ja ohnehin nicht in Brasilien dabei.

Von der ÖR-Truppe gefällt mir eigentlich niemand wirklich gut. Tom Bartels, der immer über Gott und die Welt redet, dann aber die Wörter so pressend betont, als säße er auf dem Klo, wenn etwas auf dem Spielfeld passiert, ist unerträglich geworden, obwohl ich ihn früher mal mochte. Über Poschmann braucht man glaube ich kein Wort zu verlieren, der alte Klepper kriegt da eben sein Gnadenbrot, das muss man nicht verstehen, aber sich auch nicht großartig aufregen.

Steffen Simon ist bestimmt kein schlechter Journalist, aber am Mikro bei einem Spiel die totale Fehlbesetzung. Irgendetwas setzt bei ihm dann aus, gerade so, als wenn er seine Sendung „Schnauze Simon!“ produziert. Offensichtlich haben seine Untergebenen alle Angst um ihren Job, sonst würde ihm mal jemand stecken, dass er beides nicht im Entferntesten beherrscht.

Oliver Schmidt finden viele langweilig, bei mir kommt er eher besser weg. Ich finde ihn unaufgeregt und eben nicht marktschreierisch, das macht ihn mir angenehm. Gerd Gottlob läuft auch so unter ferner liefen, ohne unangenehm aufzufallen. Und jetzt stelle ich fest, dass ich Jens Jörg Rieck noch nie bewusst gehört habe.

An Thomas Wark mag ich ebenso das, was ich an dem dann noch verbliebenden Béla Réthy mag: dass man die Stimme so intensiv mit WM und EM verbindet. Ansonsten finde ich Wark auch relativ okay und mag ihn lieber als die gerade zuvor Zerfleischten. Ja, und dann bleibt doch tatsächlich auch bei mir Béla Réthy als Favorit über.

Aber das auch aus zwei konkreten Gründen: Weil ich irgendwie schon mit ihm abgeschlossen habe im Laufe der Jahre und einfach inhaltlich nix mehr von ihm erwarte. Er ist halt der altbekannte Onkel, der bei WM da sitzt. Zweiter Grund: weil ich ihn in Interviews abseits der Live-Reportage durchaus als Fachmann wahrnehme, der etwas weiß und auch darlegen kann. Deshalb bekommt er den Bonus, dass er für ein Länderspielpublikum kommentiert und die Normalo-Zuschauer dabei qua Auftrag mitnehmen muss. Das gilt zwar eigentlich aufgrund der Situation für alle hier Genannten, da bin ich mir aber oft nicht so sicher, ob sie fachlich tatsächlich mehr zeigen könnten, wenn sie dürften.

Großer Trost ohnehin: das ZDF bietet diesmal auch das Bild nur mit Stadionton und ohne Kommentator an. Da ich aber vornehmlich unter anderen Menschen die Spiele schauen werde, werde ich wohl selten in diesen Genuss kommen.

Die Iren haben sich für die WM am Zuckerhut leider nicht qualifiziert. Welchem weiteren Land drückst Du neben Jogis Jungs als »Zweitteam« die Daumen?

Geprägt von den WM 1982 und 1986 ist Belgien schon immer mein liebstes Zweitland. Es hat mich auch ein wenig bedrückt, dass dort nach der WM 2002 die große Flaute einsetzte. Umso erfreuter nehme ich den neuen Aufschwung zur Kenntnis. Da Belgien aber sozusagen mein festes Zweitland ist, nehme ich mir noch ein drittes dazu (wie wohl jeder in jeder Gruppe so seine Favoriten hat) und das war schon beim letzten Mal und ist auch diesmal wieder Chile.

Ansonsten wünsche ich mir noch, dass Bosnien einen guten Auftritt hinlegt und Australien zählt ebenfalls zu meinen Lieblingen, nicht zuletzt wegen ihres nicht nur als Klischee existierenden Sportsgeists. Den konnte man beim spätesten Elfmeter der WM-Geschichte in der normalen Spielzeit besichtigen, als Italien in der 95. Minute das Aus im Achtelfinale der Australier in Kaiserslautern besiegelte.

Zu Jogis Jungs: Nenne Deine beiden Lieblingskicker aus dem deutschen Kader?

Großkreutz und Reus wären es eigentlich gewesen. Letzteren hat Syndesmoses Rache ereilt, noch bevor er einen Fuß nach Südamerika setzen konnte. Bedauerlich.

Dann bliebe wohl als Zweiter noch Miroslav Klose, dem man bei dieser WM als Fan von Zahlen im Fußball nur alle Daumen drücken kann. Besonderen Esprit versprüht er als Typ ja nicht gerade, aber das gilt heute eh nur noch für wenige, Stichwort Kroos und „Pur“. Ich mag Kloses Spiel sehr und schätze, wie er durch mehrere Epochen des Fußballs hindurch auf höchstem Niveau sein Spiel immer wieder den Veränderungen angepasst hat.

Zu Großkreutz muss man wohl nicht viel sagen. Wer so sehr lebt, dass er den Fußball wirklich im Herzen trägt, darf und soll sogar auch mal übers Ziel hinausschießen. Seine Variabilität auf dem Platz sucht schließlich weiterhin ihresgleichen. Und als Typ liebt oder hasst man ihn, bei mir ist es Ersteres.

Aber ehrlich gesagt ist mir auch völlig egal, ob ich unter den Spielern Favoriten habe oder nicht: „Ich“ gewinne lieber mit Manfred Kaltz und Carsten Ramelow als auszuscheiden.

Wie weit kommen Jogis Jungs?

Es wird Platz 3, wie immer zuletzt. In der Vorrunde mache ich mir keine großen Sorgen, zumal Klinsmanns US-Boys im letzten Spiel, falls es noch drauf ankommt, kein Hindernis sein werden. Klinsmann sieht sich weiterhin eher als der Mentor der Spieler denn als ein Trainer einer Fußballmannschaft. Yoga, Sprachen lernen, Entscheidungen treffen, alles schön und gut, aber wie, bitteschön, Trainer, sollen wir spielen?

Gegen Portugal könnte eine der wenigen Niederlagen der deutschen WM-Geschichte hinzukommen, aber selbst dann würde es für die zweite Runde reichen. Im Halbfinale ist dann wieder Schluss, weil Neuer patzt, weil Boateng pennt und mit Rot vom Platz geht oder weil auch einfach schlicht der Gegner stärker ist und Jogi bei Rückstand wieder wie eingefroren an der Linie steht und seine Gehirnwindungen 25 Minuten brauchen, bis er reagiert.

Dann wird zwar Klose immerhin im Spiel um Platz 3 noch zwei Tore erzielen und alleiniger WM-Rekordtorschütze sein. Es hätte aber dann doch lieber der Titel sein dürfen. Ein Ausscheiden im Achtel- oder Viertelfinale halte ich für unwahrscheinlich, gleichwohl Reus‘ Verletzung eine echte Hiobsbotschaft bedeutet. Angesichts des Verlaufs des Trainingslagers in Tirol kam das aber irgendwie auch nicht mehr überraschend.

(Wenn nicht Jogis Jungs:) Wer wird am 13.07.2014 im Maracanã Weltmeister?

Natürlich Belgien. Oder Chile. Oder Bosnien. Im Ernst: ich fürchte, es könnte wirklich Brasilien sein. Die wären dann tatsächlich „auf Jahre hinaus“ uneinholbar, was die Zahl der WM-Titel angeht. Wenn es nicht Deutschland wird, wäre mir aber ein Neuling am liebsten, wobei da nicht viele in Frage kommen, ein „Dänemark“ früherer Kajüte sehe ich nicht am Horizont. Einen Weltmeister aus Afrika werden wir aber leider (?) immer noch nicht erleben, auch keinen Halbfinalteilnehmer, genausowenig aus Asien. Bleiben wohl die üblichen Verdächtigen.

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„Goooooool“ zeugt nicht allein von Leidenschaft

Eine höchst simple wie amüsante Erklärung für den Habitus des extrem lang gezogenen Torschreis der Fußballreporter in Südamerika liefert dieser auch ansonsten spannende Beitrag über die Sprache des Fußballs in Brasilien von der BBC.

Als die Zeit begann, dass Fußball durch das Radio in Brasilien landesweit populär wurde, saßen die Radioreporter häufig endlos weit entfernt vom Geschehen, oft durch Laufbahnen oder diese besondere ovale Form des Stadionbaus in Brasilien vom Spielfeld getrennt.

So war es stets wahrscheinlich, dass der Reporter zwar erkannte, dass ein Tor gefallen war, aber nicht hatte erblicken können, wer es erzielte. So lange der Reporter weiter das ellenlange „Gooo etc. oool“ ins Mikro rief, hatten er und seine Kollegen Zeit, den tatsächlichen Schützen eines Tores ausfindig zu machen.

Irgendwann war dieses Vorgehen dank TV-Bildern eigentlich obsolet geworden, doch hat sich dieser Brauch bekanntlich bis heute gehalten und wird hierzulande wie selbstverständlich mit Inbrunst und eben jener Leidenschaft erklärt, die ursprünglich gar nicht der Grund für die langgezogenen Rufe war.

Wieder was gelernt. Und wer noch weiter lernen will: im Text erfährt man auch, was es im brasilianischen Fußball bedeutet, „wenn der Jaguar zum Wasser geht“ oder welche „die Ecke, wo die Eule sitzt“ ist. Äußerst angenehm, mal auf andere Sprachbilder als die hiesigen zu treffeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeen.

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Das Trainer-Baade-Tippspiel zur WM in Brasilien

Das offizielle Trainer-Baade-(TM)-Tippspiel zur WM 2014 ist fertig. Dank Robert vom Blog liga.parkdrei, der das in jeglicher Hinsicht famose Prediction-League-Plugin auch mit einem WM-Spielplan ausgestattet hat, kann wieder wie bei der EM 2012 direkt hier im Blog getippt und natürlich gewonnen werden. Somit muss das Ganze nicht außerhalb stattfinden. Danke, lieber Robert.

Danke auch, lieber Trainer Baade, sagen alle Mittippenden, denn so hat man noch eine weitere Gelegenheit, seine diversen Tippstrategien umzusetzen: Beim Trainer-Baade-Tippspiel zur WM 2014 in Brasilien, die ja, wie wir alle ahnen, in jedem Fall eine ganz besondere sein wird.

Von ganz besonderer Güte wird auch der Ruhm sein, den es hier im Tippspiel zu erlangen gibt. Muss er auch, denn Preise wurden diesmal von der Redaktion keine organisiert.

Registrierung auf der Tippspiel-Seite oder rechts in der Sidebar, wo man sich dann auch stets fürs spätere Tippen bequem einloggen kann. Die dafür angelegten Nutzerprofile hier im Blog werden nach Beedingung des Tippspiels selbstverständlich wieder alle gelöscht.

Sollte es Probleme mit der Registrierung geben, wird um Meldung als Kommentar gebeten. Ansonsten viel Spaß, hier darf man ja Spaß wünschen, und Erfolg natürlich auch.

Sorte estar com você!

Hier geht’s zum Trainer-Baade-Tippspiel zur WM 2014

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Heiße, Lüfte, in Janeiro-City

Der Klassiker an Überflüssigkeit und Belanglosigkeit darf natürlich bei keiner WM fehlen. Die Slogans der 32 Teilnehmer für die kommende WM 2014 in Brasilien. Hier mal alle auf englisch, es gibt sie natürlich auch in der jeweiligen Landessprache, manchmal auch ganz leicht verändert. Das heißt dann also von keinem Inhalt zu noch weniger Inhalt — oder eben andersrum.

Algerien Desert warriors in Brazil
Argentinien Not just a team, we are a country
Australien Socceroos: hopping our way into history!
Belgien Expect the impossible!
Bosnien und Herzegowina Dragons in heart, dragons on the field!
Brasilien Brace yourselves!The 6th is coming!
Chile Chi Chi Chi!, Le Le Le! Go Chile
Costa Rica My passion is football, my strength is my people, my pride is Costa Rica
Deutschland One nation, one team, one dream!
Elfenbeinküste Elephants charging towards Brazil!
Ecuador One commitment, one passion, only one heart, this is for you Ecuador!
England The dream of one team, the heartbeat of millions!!
Frankreich Impossible is not a French word
Ghana Black Stars: Here to illuminate Brazil
Griechenland Heroes play like Greeks
Honduras We are one country, one nation, five stars on the heart
Iran Honour of Persia
Italien Let’s paint the Fifa World Cup dream blue
Japan Samurai, the time has come to fight!
Kamerun A lion remains a lion
Kolumbien Here travels a nation, not just a team!
Kroatien With fire in our hearts, for Croatia all as one!
Mexiko Always united, always Aztecas
Niederlande Real men wear orange
Nigeria Only together we can win
Portugal The past is history, the future is victory
Russland No one can catch us
Schweiz Final stop: 07-13-14 Maracana!
Spanien Inside our hearts, the passion of a champion
Südkorea Enjoy it, Reds!
Uruguay Three million dreams … let’s go Uruguay
USA United by team, driven by passion

Die Schweiz muss natürlich mit Datum gleich mal wieder Bezug auf ihre Tradition der Chronometer nehmen. Während die Niederländer ein wenig chauvinistisch daherkommen, möglicherweise der Beteiligung von Bierbrauer Heineken geschuldet. Kamerun könnte auch ein x-beliebiges afrikanisches Sprichwort sein und am legersten kommt doch tatsächlich das Motto von Südkorea daher.

Auf Japan möchte man lieber nicht treffen, oder wenn, dann wenigstens mit einem Döner (SCNR) in der Hand bewaffnet. Belgiens Slogan ist wohl auch der Slogan der nächsten EM. Und der davor und danach, quasi ein Universalmotto, das man sogar bei Abiturfeiern oder Hochzeiten verwenden kann. Dass Drachen in Bosnien leben, war bislang eher unbekannt. Man hätte sich allerdings früher in Rumänien mal mehr Mut bei diesen Slogans gewünscht, dann hätte es vielleicht auch mal ein gewisser Graf bis zur WM geschafft.

Den Slogan von Chile hört man so auch als „Schlachtruf“ der Fans und sieht gelesen etwas infantil aus, eignet sich aber bestens zum Wechselgesang im Stadion, wie man hoffentlich möglichst lange bei der WM in Brasilien vernehmen wird. Die Deutschen haben einfach den Slogan von 2006 noch mal verwendet, wenigstens da hat man Kosten gescheut. Die Franzosen irren sich und am Ende ist man bei allen hinterher genauso berührt und angefasst, motiviert wie vorher — nämlich gar nicht.

Im Jahr 2014 müsste man dann eigentlich auch noch eine Liste der Twitter-Hashtags nachtragen. Aber, ach, da wird man auch nicht mehr Sinn drin finden …

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one penalty wide

Via Fokus Fussball sehen wir heute eine grafische Darstellung aller jemals bei der WM getretenen Elfmeter in einem Elfmeterschießen.

Es bestätigt sich wieder mal: kein einziger der im oberen Drittel einschlagenden Bälle wurde gehalten. Hoch muss er sein! Gleichzeitig ist erkenntlich, dass die richtige Höhe zu justieren offensichtlich schwieriger fällt als die richtige Weite. Nur ein einziger Elfmeter ging überhaupt links oder rechts am Tor vorbei (weiß jemand zufällig wessen Schuss das war? Videos müsste es ja noch von allen geben, das erste Elfmeterschießen bei einer WM fand erst 1982 statt).

Weitere interessante Beobachtung, bei der allerdings unklar ist, ob sie eine signifikante ist: auf der linken Seite wurden keine Schüsse pariert, die ganz nah am Pfosten einschlugen, anders als auf der rechten Seite. Ob das etwas mit Linkshänder- vs Rechtshändersein zu tun haben mag? Wobei da die Frage wäre, wie viele Torhüter überhaupt Linkshänder sind und inwieweit dies das Torwartspiel beeinflusst.

Klaas Reese fragte drüben bei Fokus Fussball, welcher der Punkte wohl der Elfmeter von Roberto Baggio sei. Mich würde umgekehrt eher interessieren, welcher dieser völlig weit hoch übers Tor gezogene Schuss war. Fast doppelt so hoch wie die Latte hängt — und Uli „Nachthimmel“ Hoeneß spielte ja 1982 schon nicht mehr mit.

Sehr schick mal wieder und mit einer Quote von nur 70,5 Prozent verwandelten Strafstößen doch etwas unter dem Durchschnitt in der Bundesliga bei normalen Strafstößen. Ob man bei einer WM und generell im Elfmeterschießen nervöser ist als sonst, auch als „Proffi“?

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„Express“ kann nicht bis drei zählen — von wegen Vereinsrekord

Wie viele Weltmeisterschaften gab es bislang? 19. Ist es so schwer, mal eben 19 Fortunen-Kader durchzugehen und seine tolle Schlagzeile zu prüfen?

Der Express glaubt, Fortuna Düsseldorf hätte mit den aktuellen Abstellungen von Mathis Bolly (Elfenbeinküste) und Ben Halloran (Australien) den Vereinsrekord an Abstellungen für eine WM eingestellt. 1978 fuhren Pepi Hickersberger und Gerd Zewe von der Fortuna zur WM nach Argentinien.

Dabei waren es 1934 doch gleich drei Spieler von Fortuna Düsseldorf, die WM-Teilnehmer waren:

Jakob Bender (Fortuna Düsseldorf)
Paul Janes (Fortuna Düsseldorf)
Stanislaus Kobierski (Fortuna Düsseldorf)

(und dazu sogar noch Karl Hohmann vom VfL Benrath).

Aber wenn man das mal eben geprüft hätte, hätte man ja keine Überschrift mit irgendetwas mit „Rekord“ drin mehr, und solche, weiß der Faktenverdreherfachmann, werden nun mal nicht so gut geklickt.

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Die Zukunft der Fußballkultur ist weiblich (Umfrage und Buch)

panaManga“ ist der Twitter- und der Künstlername einer Fußballinteressierten aus Berlin, die auch in Sachen Illustration und Gestaltung unterwegs ist. Sie bittet alle Freundinnen und Freunde der Fußballkultur um Antworten auf ein paar Fragen. Dies soll ihr dabei helfen, zu entscheiden, ob sie selbst in Sachen Fußballkultur produktiv werden soll. Dauert keine fünf Minuten und hilft ihr sicher. Hier geht’s zur kurzen Befragung.

*

bring-mich-zum-rasenEbenfalls in Berlin lebt Stefanie Fiebrig alias rudelbildung. Sie betreibt das Union-Berlin-Blog „textilvergehen“ samt regelmäßigem Podcast. Und hat jetzt mal eben ein 288 Seiten starkes Fußballbuch mit 26 Geschichten vom Spielfeldrand geschrieben. „Bring mich zum Rasen“ wird im August im Schwarzkopf-&-Schwarzkopf-Verlag erscheinen, anschauen und auch vorbestellen kann man es sich hier schon mal bei amazon. Und darf Stefanie Fiebrig in der Reihe der auch als Print publiziert Habenden Fußballschreiberlinge begrüßen.

Dazu wird rudelbildung auch auf Bühnen aktiv werden und eine Lesung mit Texten aus diesem Buch veranstalten. Die erste davon wird die Zuhörer in ihrer Heimatstadt Berlin beglücken. Andere Termine könnten vielleicht folgen, wenn ausreichend Menschen Interesse bekunden. Ich hoffe auf einen Termin in NRW, möglichst sogar in der altbekannten Scharnierstadt zwischen den beiden Flüssen Rhein und Ruhr, so dass sowohl Ruhris als auch Rheinländer anreisen können. Man wird sehen, was da noch kommt.

Wie gesagt, die Zukunft der Fußballkultur ist weiblich.

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Echtes Gewinnspiel: Reise nach Berlin samt Hotel zur WM-Eröffnung in der Waldbühne

Heute endlich mal wieder ein Gewinnspiel, das seinen Namen sogar verdient. Zu gewinnen gibt es eine Reise für 2 Personen per Bahn nach Berlin samt Hotelübernachtung vom 12.6. auf den 13.6. zum Kick-Off der Übertragungen der WM-Spiele in der Waldbühne. Die Aufgabe ist diesmal denkbar einfach:

poste einfach Dein Lieblingstor von allen WM überhaupt.

Zwei Einschränkungen: es darf kein Tor für Deutschland sein (gegen aber sehr wohl) und es dürfen weder Bergkamps Tor gegen Argentinien noch Maradonas Tore gegen England sein. Das ist alles. Allerdings muss das Tor per youtube-Video verfügbar sein, gefunden und der youtube-Link in den Kommentaren hinzugefügt werden (einbetten funktioniert leider nicht).

Ziehung der Sieger ist am 4.6. um 20h, bis dahin könnt Ihr so viele Tore einstellen, wie Ihr wollt, jedes Tor ist dann ein „Los“ in der Verlosung bei diesem feinen Gewinnspiel, bei welchem es — logisch — keine richtigen oder falschen Antworten gibt.

Bereitgestellt wird der Preis von Gillette, welche auch noch ein weiteres Gewinnspiel rund um die WM veranstalten und einen gewissen Thomas Müller als ihr WM-Rasurgesicht gewählt haben. Anders als Paul Breitner anno 1982 hat Thomas Müller aber keinen Bart, den er sich abrasieren könnte. Auf dem Land ist es halt nicht so hip wie in Berlin, wohin der glückliche Gewinner samt Begleitung reisen darf.

Dann darf man gespannt sein auf Eure Lieblingstore der WM-Geschichte, welche nicht für Deutschland fielen.

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„Legenden“

Listen. Die Kieselsteine unter den Blog- oder auch Medieninhalten. Gleichwohl auch da manches Mal die eine oder andere Perle darunter zu finden ist. Wer also suchet, der findet hier sicher den einen oder anderen Namen, den er noch nicht kannte, den er vielleicht vergessen hatte oder den er nie vergessen wird.

Im ganz bescheiden International Legendary Museum getauften Museum.

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