18. September 2017
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L‘amour en France

Ich wählte Latein.

Als es in der 7. Klasse darum ging, ob man Französisch oder Latein wählte, wählten nur die, die von den Eltern gezwungen wurden, Französisch. Wer will schön Französisch lernen? Es klingt alles total komisch und kein Wort wird so geschrieben, wie man es spricht. Außerdem singt außer Francoise Dings niemand auf Französisch. Popmusik ist Englisch. Latein hingegen würde man sicher später an der Uni brauchen. Und man müsste auch nicht mit den Schülern aus der Parallelklasse (wir hatten nur eine) zusammen bei doofen Lehrern Französisch lernen.

In der 9. musste man es dann aber sowieso dazunehmen und obwohl kein gänzlich unmotivierter Schüler, habe ich in den gesamten zwei Jahren Französisch eigentlich nichts gelernt außer „links“ und „rechts“ und „la rue est grise et triste“. Und Gemüse. Und Plattenspieler. Aber viel mehr Worte kannte ich nicht, als die Schule vorschlug, einen Schüleraustausch mit der Partnerschule zu machen. Da war ich sofort dabei, ich wäre auch nach Timbuktu gegangen, denn Schüleraustausch hieß: zwei Wochen keine Schule, also keinen Unterricht. Außerdem wollte man ja was erleben.

Abenteuer.

Dass unsere „Partnerschule“ der unsrigen allerdings so gar nicht glich, hatte man uns nicht erzählt. Wir kamen aus der „Stadt“, zumindest bildeten wir uns das ein. Als ich Jahrzehnte später durch einen Nebenjob neben der Uni an diese, meine Schule für psychologische Forschungen zurückkehrte, sagte mir ein Lehrer: „Hier passiert nichts, hier ist ja auffem Land.“

Das empfanden wir aber damals überhaupt nicht so, schließlich fuhr der Bus nach Düsseldorf, wo man auf der Kö stolzieren und gucken konnte, was man sich alles nicht leisten kann, nur 90 Minuten, über Meerbusch und dann fuhr man da einmal im Monat hin und versuchte, Schnäppchen zu machen. Geile Klamotten, möglichst mit Markennamen drauf, weil dieser Druck schon existierte. Ich las letztens Generation Golf, und erkannte mich in vielen Dingen wieder. Lamy oder Dings. Alles war an der Oberfläche und ich glaube, Tschernobyl noch nicht passiert. Oder doch, ja, aber Gemüse aß ich eh kaum, also gab es auch kaum Einschränkungen.

Also angemeldet für den Austausch, freiwillig. Die Eltern fanden es ohnehin gut, hach, der Junge interessiert sich ja für so viel. Eigentlich interessierte ich mich für gar nix außer Rock‘n‘Roll, was zu meiner Zeit The Cure und Joy Division und The Smiths hieß und … äh, ja, Mädchen. Das immerhin hatte irgendwann in der Zeit davor begonnen und ich fand Mädchen so mysteriös anziehend.

Dass das alles nur Teil der Natur unserer und vieler weitere Spezies ist, um die Fortpflanzung zu sichern, änderte nichts daran, dass das völlig mitreißend war, wenn diese Tour einmal begann, wenn man Zettelchen zugesteckt bekam, „Willst Du mit mir gehen?“. Willst Du mit mir gehen? Ja, keine Ahnung, wohin denn? Aber es war schon da klar, dass das alles irgendwann zu mehr führen würde, als zusammen im Wäldchen spazieren zu gehen. Allerdings hatte ich noch keine Ahnung, was hinter diesem Händchen halten passieren würde.

Schlimm war (und ist) aber, dass ich unglaublich schnell rot werde. Mir war früher alles peinlich, alles, wenn man mich nur ansprach, nicht mal von Mädchen, errötete ich. Ich trug den Spottnamen „Tomatoe Joe“, weil ich eigentlich jeden Tag wegen irgendwas rot wurde. Der Lehrer sagte, „Trainer!“ (was er damals natürlich nicht sagte), und ich wurde rot.

Irgendwie hatten alle mitbekommen, dass wir beim nächsten Sport schwimmen gehen, nur ich nicht, und ich hatte keine Badehose dabei und ich wurde rot. Knallrot. Von blass auf rot, das geht innerhalb von Sekunden. Man kann es nur leider nicht willentlich steuern, man kann es nicht verhindern. Und wenn Jenni mir einen Brief schrieb, also ein Zettelchen, ob wir uns in der Pause treffen sollen, wurde ich schon nur beim Lesen rot. Da konnte sie, 20 Sitze weiter sitzend, sehen, dass ich ihre Nachricht gerade gelesen habe. Tomatoe Joe. Trainer Tomate.

Erstaunlicherweise war ich aber kein Freiwild in der Klasse, es blieb beim Spottnamen, und das Erröten wurde Teil meines Lebens, normal. Ist irgendwas, stehe ich in der Aufmerksamkeit? Zack, wurde ich rot. Spricht mich jemand an, rote Birne.

Dass die gegenüberliegende Schule aber wirklich auf dem Dorf lag, hatte man uns nicht erzählt. Als wir am Mittwoch, wir waren eine Woche dort, nach Paris fuhren, sagte mir mein Austauschschüler, dass es für ihn das erste Mal in Paris sei. Da war ich Vorort-auf-dem-Land-aber-gefühlt-in-der-großen-weiten-Welt-Schüler schon zwei Mal mit meinen Eltern in Paris gewesen.

Sie lag sogar so sehr auf dem Land, dass die Schüler nicht alle aus dem Ort stammten, in dem die Schule sich befand, sondern aus allen umherliegenden Dörfern. Eine Frechheit für einen, der auf der Kö spazieren geht. Völliges Dorfleben war angesagt, der Ort, in dem ich landete, hatte 1.500 Einwohner. So viele Leute lebten alleine schon auf meiner Straße. Ungefähr.

Also irgendwie die Sachen gepackt, wahrscheinlich hat das meine Mutter für mich erledigt, denn wenn ich eins bis heute nicht kann, dann ist das vorausschauend planen. Ich habe auch nie eine Idee davon, dass ich, nur weil ich aktuell gerade satt bin, morgen wieder Hunger haben könnte. Die Sachen gepackt und dann unter großem Gejohle, alle waren aufgeregt, in den Bus gestiegen, mit unserem völlig unfähigen Französischlehrer.

Eine Referendarin, aus Frankreich, war auch dabei, sie musste jeden Satz, den der vermeintliche Französischlehrer auf Französisch sagte, in Frankreich noch einmal übersetzen. Was er aber war, war nett. Gutmütig. Und so nannte er dann unsere Sache, dass wir auf den Hinterbänken eine Flasche Sekt öffneten und uns einverleibten, nicht ganz falsch eine „Schnapsidee“. Die Stimmung kochte schnell über, aber genauso schnell, leicht bedöselt, erlahmte sie auch wieder. Knapp 6 Stunden fuhren wir durch die Landschaft, durch Belgien, und dann über die herrlich geschwungenen, grünen Landschaften des nördlichen Frankreichs. Ich wusste nicht, dass Zeit vergeht, dass sogar ICH sterben werde, warum denn ich, ich bin doch so toll, ich hätte mir ein Foto machen sollen, es war so eine Spannung, wo fahren wir jetzt hin? Wo werden wir ankommen und was sind das für Menschen? Je weiter der Bus fuhr, desto mehr wurde allen klar, oh man, gleich lebe ich eine Woche in einer Familie, die nicht meine ist, und, ja, ich glaube, die meisten dachten auch, ich spreche doch gar kein Französisch! Ich werde verhungern, weil ich nicht mal ein Brötchen bestellen kann. Dass es in Frankreich gar keine Brötchen gibt, kam dann noch dazu. Und dass man in Frankreich nicht verhungert, wusste auch noch keiner.

Dann fuhren wir dort ein, wo unser Zuhause in den nächsten 7-8 Tagen sein sollte. Wir dachten erst an einen Scherz. Hier ist ja gar nix! Ein Dörfchen, eine Schule, keine Leute. Ihr habt uns verarscht! Der Bus hielt, jüngere Schüler kamen lachend und jubelnd auf den Bus zu. Und wir so: Wir steigen hier nicht aus! Hier nicht. Wir wollen in eine Stadt! Nicht aufs Land, ey, was soll das?

Aber es half nix. Wir waren nach 6h Busfahrt dort angekommen, wofür wir uns alle freiwillig gemeldet hatten. Eine Woche in Frankreich.

Als ich dann von meinem Gastschüler abgeholt und in sein Dorf gefuhren wurde, ereilte mich wirklich ein Schock. Ich war irgendwo in Frankreich, ich sprach kein Französisch, meine Gastgeber kein Deutsch, und diese Leute hatten nicht mal ein normales Klo. Das Klo war hinter der Küche, in so einen Schuppen eingelassen. Und dort musste man sein Geschäft verrichten, aber jederzeit konnte jemand anders aus der vielzähligen Familie, der Sohn war das 6. Kind der Familie, hereinkommen und im Laufe der Zeit kam die Mutter mehr als einmal herein, während ich gerade kackte. Ich fand das völlig entwürdigend, aber für sie war das normal, das war eben so, wenn man nur ein Klo im Schuppen hat, aus dem man ab und zu was herausholen musste.

Dafür wurde intensiv gegessen. Also gegessen und gekocht und gegessen. Jeden Abend, außer den späteren, verbrachten wir fast zwei Stunden mit Essen. Das mag für Leute, die sich für Essen begeistern, toll klingen. Aber ich bin kein großer Esser. Und ich verstand kein Französisch. Ich saß da also rum, die Leute brabbelten und brabbelten, was ich nicht verstand, und stocherte mit meiner Gabel in einem Steak rum, das wohl alle Gourmets zur Verzückung gebracht hätte, und konnte kaum einen Bissen von diesem sehr, sehr englisch gebratenen Steak herunterbekommen. Auf dem Tisch viel Rotwein, auch Weißwein, alle griffen zu und soffen. Damals soff ich noch nicht, sodass mir das auch keine Ablenkung bescheren konnte. Immer essen. Man, ist das langweilig.

Jedenfalls wurde mir der spezielle Gastsohn, der noch nie in Paris war, aus einem bestimmten Grund zugewiesen. Ich hatte beim „Fragebogen“ vor der Fahrt angegeben, dass „Fußball“ mein Hobby sei. Seins war es auch, er war Torwart in der Jugend des Dorfvereins, und hier war die Bezeichnung einmal wirklich angebracht. Neunzehnhundertirgendwat, keine Playstation, kein Handy, kein Internet, und in diesem Fall auch kein Kino, irgendwat muss man ja machen, um seine Zeit zu verbringen. Also spielte er Fußball, so wie ich.

Ich fand ihn von Anfang an komisch, er war wohl so eine Art Outsider in seiner Klasse, und reden konnten wir auch nicht. Er sprach kein Deutsch, ich kein Französisch. Es war schwierig und es war vor allem langweilig.

Zu allem Überfluss fing er auch noch an, mir seine Pornosammlung zu zeigen. Ich hatte noch nie im Leben eine nackte Frau gesehen und in diesen Heftchen zeigten sich die Frauen in allen erdenklichen Posen und sehr freizügig. Ich fand das nicht sexy, sondern abstoßend. Er dachte aber wohl, er habe mir damit einen Gefallen getan, immerhin über die Sprachbarriere hinweg mal was gezeigt, was auch ohne Sprache interessant ist.

Abends saßen wir dann im Wohnzimmer, der Vater ließ sich gut einen einträufeln, war irgendwann völlig blau und salbaderte, dass Hitler ja ein Arsch gewesen sei und Frankreich und so. Am x.ten Tag war zufällig gerade Tag des I. Weltkriegs, eine Parade lief durchs Dorf, alle feierten, dass sie nicht von den Deutschen bezwungen wurden. Ich und noch zwei andere arme Würste, die im selben Dorf gelandet waren, standen daneben und dachten so: Was kann ich dafür? Ich bin Deutsch, ja, aber ich habe hier nie jemanden angegriffen. Die Parade lief jedenfalls in heiligem Ernst ab und hinterher wurde – gesoffen. Wie gesagt, ich trank damals nix, das war immer langweilig, wenn Leute sich betranken und dann anfingen zu brabbeln. So wie ich heute, wenn ich was trinke.

Für irgendwas war der komische Gastsohn aber dann doch noch gut. Er sagte, wir sollen mal seine Nachbarin, zwei Straßen weiter, treffen. Die hätte Interesse, mal diese Sensation im Dorf, diesen „Deutschen“ kennenzulernen.

Ok, ich kann eh nicht vermitteln, was ich will, weil ich nur Deutsch spreche, also machen wir das. Und dann ging die Sonne auf.

Er so: das ist Sophie.

Ich so: das ist nicht Sophie, das ist meine kommende Frau.

Allerdings war ich da noch Jungfrau und blieb es auch noch lange. Aber mir war klar, das ist jetzt hier die Erweckung.

Sie sagte: Hallo. Oder auf Französisch „allo“. Ich habe keine Ahnung mehr, weil ich nicht mehr zuhören konnte. Dann fing sie an, mich zu küssen, also wie es in Frankreich üblich ist, zur Begrüßung. Aber ich kannte sie doch gar nicht!

Ich wurde rot wie eine Tomatenbombe. Hätte man internationale Bestimmungen zur Tomatenrechtskonvention beachtet, hätte man mich sofort abführen müssen.

Gut. Also, bis dahin kannten wir uns ja gar nicht und ihre Begrüßungsküsse waren ja nur Teil der Kultur in Frankreich. Aber offensichtlich gefiel ich ihr auch. Was vollkommen strange ist, weil wir ja kaum reden konnten. Aber ok, so hat es die Evolution eingerichtet…

Einmal war ich dabei, wie sie in der einzigen Turnhalle des Dorfes Ballett tanzte. Ich glaube, noch schmalziger kann es kaum werden. Ich saß da, 16 Jahre jung, und schmolz dahin, wie sie Ballett tanzte, Füßchen hoch, blabla. Es war nicht sexuell, es war unglaublich schmachtend, so unheimlich erotisch. Sie tanzte, und ich schnmolz.

Ich war von der ersten Sekunde an vollkommen gefesselt, und von da an verbrachten wir fast jede Sekunde miteinander, ohne uns je zu berühren. Ich sollte eigentlich Abendessen bei meiner Gastfamilie, wieder ein langweiliger Abend mit einem zu englisch gebratenen Steak, wieder würden sich alle am Rotwein vergreifen, und ich nicht und wieder würde ich kein Wort verstehen.

Da sagt mir mein Gastsohn, nein, Du isst heute nicht mit uns, Du gehst zu Sophies Familie.

Da trottete ich die ungefähr anderthalb Straßen weiter zu dem nächsten, ihrem Haus und wurde mit großer Begeisterung empfangen. Die Mutter hatte für alle gekocht, ihre kleine Schwester saß daneben, und ich so: Äh, ist das jetzt für mich?

Der Vater war wohl bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich weiß nicht, ob sie mich als zukünftigen Ernährer sahen oder sich einfach so freuten. Jedenfalls wurde ich nicht rot. Nicht rot. Das war schon eine Leistung.

Und dann aßen wir zusammen und Sophie grinste mich immer an. Und sie sagte nette Dinge, das habe ich trotz keiner Französischkenntnisse verstanden. Und irgendwie war es auch ein besonderer Reiz, dass man eigentlich nicht reden kann, aber diese Magie im Raum fliegt.

Jeden Abend von da an, nachdem wir das Pflichtprogramm in der Schule absolvierten, holte sie mich ab von meiner Gastfamilie. Und dann gingen wir in den weiten Landschaften des nördlichen Frankreichs spazieren. Spazieren gehen habe ich immer gehasst, wenn meine Eltern es mit mir machen wollten. Aber auf einmal war spazieren gehen eine äußerst attraktive Veranstaltung. Sie hielt meine Hand, ich die ihrige, klar, das war dann ein Nachmittag zum – im Wortsinne – verlieben.

Und einfach nur die Hand von jemandem zu halten, in den man verliebt ist, war einfach die Krönung.

Die Tage gingen ins Land, gestern war noch Dienstag, heute ist schon Freitag, wir mussten nach Hause fahren. Ich, der ich bei dem Superoberprehmel gelandet war, wollte nicht nach Hause, ich wollte mit diesem Mädchen sofort eine Familie machen, aber es nützte nix. Ich musste heim, ich, der ich ständig rot wurde, aber in diesem Fall nicht. Die schönsten Spaziergänge sind die in Nordfrankreich.

Es half alles nix, wir fuhren wieder heim. Mit dem Bus vom Schulhof der Schule. Ich saß auf meinem Kacksitz, Ich will nicht nach Hause, ich will hier bleiben. Und dann kam – Schmalz hin oder her – Sophie auf den Schulhof gerannt und ich brach aus dem Bus aus „Sophie?“ Und dann haben wir uns das erste Mal geküsst. Und dann ging die Sonne auf. Vierhundertmillionen Explosionen später war ich wieder daheim. Aber ich wollte nicht zu Hause sein. Ich wollte zurück in die Somme. Ich glaub, so sehr wie Sophie, das schöne französische Mädel, werd ich nie wieder jemanden lieben.

15. September 2017
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Der „Club“, der stets verneint

Alle Jahre wieder reist der „Club“ an die nach Wedau, doch fast alle Jahre wieder gibt es für ihn dort wenig zu holen. 23x trat er in Pflichtspielen beim MSV Duisburg an, nur 3x konnte er gewinnen, verlor satte 15x. Erstaunlich, dass sich doch immer wieder so viele Fans der Glubberer auf den Weg machen, um ihrem Team beim Verlieren zuzusehen. Aber man kennt das ja, als Fan lebt man immer von der Hoffnung, die, 2 Groschen ins Schweinderl, stets zuletzt stirbt.

Zuletzt allerdings gewann der 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal beim MSV Duisburg vor wenigen Wochen mit 2:1. Damals war der Sieg sicher nicht unverdient, der MSV deutete aber schon an, dass er ein anderes Team als noch vor Zweijahresfrist sein würde. Jetzt ist der „Club“ wieder Gast, genauer gesagt am Samstag. Aus diesem Anlass, dem Zweitliga-Spiel ab 13 Uhr, gaben Alexander Endl von Clubfans United und meine Wenigkeit uns mal wieder dem nur noch Älteren bekannten Brauch hin, vor einer Partie Kenner des Gegners des Vereins des eigenen Blogs/Magazins zu befragen.

Heraus kam nicht nur ein klassisches Prä-Spiel-Interview. Da Alexander mit seinen Fragen inhaltlich ein wenig ausschweifte, kommen auch andere, generelle Aspekte im Fußball zur Sprache, die sich gerade wandeln. Hier geht’s zum Interview mit Clubfans United.

9. September 2017
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Das neue „Duisburg-Lied“

Obacht, Lokal-Content, wer nicht mag, einfach (woanders) weiterlesen.

Wer öfter ins hiesige Stadion geht, kennt das „Duisburg-Lied“ als jenes, welches einst der auch heute noch grandiose Peter Közle und der damalige Stadionsprecher Bülent Aksen aufnahmen. Das läuft auch immer noch vor Anstoß, meistens jedenfalls.

Philipp Eisenblätter hat aber jetzt ein neues Duisburg-Lied geschrieben, welches ohne das Video wohl nur halb so gut wäre – und dennoch sehr den Zeitgeist trifft. Endlich gibt es eine Antwort auf den Song der elendigen „Bandbreite“, der zwar für sich genommen nicht unbedingt verkehrt war, qua seiner Urheber aber ein absolutes No-Go ist. Dieser neue Song klingt ein bisschen nach Element of Crime, und die ganzen Szenen im Video zum Song weiß man wohl auch nur zu schätzen, wenn man von hier wech kommt. Wie dem auch sei, ein gelungenes Stück, am blauen Büdchen, an der Mühlenweide und so weiter aufgenommen. Bei mir umme Ecke eben.

Und ach ja, der MSV Duisburg kommt auch drin vor, wenn auch nur visuell. Weshalb das Lied auch hier ins Fußballblog passt. Allein dafür lohnt es sich nämlich. Und nein, das trifft sonst allgemein nicht meinen Musikgeschmack, aber wer nimmt schon ein Musikvideo in Ruhrort und an der Sechs-Seen-Platte auf … und am Wedaustadion.



15. Juli 2017
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Das andere peinlich

Früher (jetzt kein „TM“) hab ich gerne den Kicker gelesen. Ich hatte kein Abo, wie LizasWelt seit Jahr und Tag, aber ich hab ihn mir immer mal wieder gekauft. Das war kurz nach dem Abi, kurz, nachdem ich meine erste Email ever schrieb (1995 an Sebastian A**) und immer hoffte, vielleicht antwortet mir ja irgendjemand, obwohl ich niemandem außer den alten Haudegen aus der Abi-Stufe überhaupt meine Email-Adresse gegeben hatte. Und worauf hätten sie überhaupt antworten sollen, wenn ich selbst nie etwas schrieb? Ich las meistens. Gerne den Kicker, weil da drin stand, was so „los ist“ in der Bundesliga. Geschämt hab ich mich dann, als ich nach dem Zivi zur Uni ging und da immer noch den Kicker las. Ich studierte xy, da waren sehr viele Mädchen Frauen dabei (nein, kein Laberfach, eine Naturwissenschaft), Fußball war so ungefähr das letzte, mit dem man diese beeindrucken konnte. Also stopfte ich mir den Kicker immer so andersrum in die Tasche, dass es so aussah, als könnte es auch eine normale Zeitung sein. Auf dem Heimweg beim notgedrungen nötigen Pendeln versuchte ich immer zu vermeiden, dass jemand erkennen könnte, dass ich den Kicker las. Nicht, weil der Kicker schlecht war, damals, sondern weil ich mich nicht outen wollte. Ja, ich war heimlicher Nationalmannschaftsgucker, ich guckte Deutschland gegen Georgien. Deutschland gegen Island. Als beide Gegner wie auch „die Mannschaft“ weit davon entfernt waren, irgendwie sowas wie cool zu sein. Ich war heimlicher Gucker in jenen Zirkeln, oh, Du hast Deinen Adorno immer noch nicht verstanden? Nein, ich musste Deutschland gegen Portugal gucken. Ich hab mich – in diesen Kreisen, nicht zu Hause im Fußball – immer geschämt. Oh mein Gott, Fußball, das uncoolste, was es gibt. Ja und? Ich mag es halt. Es interessiert mich.

Dann kam die WM 2006.

Danach war alles anders.

Auf einmal fluteten Menschen mein Metier, von denen ich nicht im Entferntesten gedacht hätte, dass sie sich überhaupt (abgesehen von all der Problematik damit) jemals mit diesen drei Streifen auf der Backe zeigen würden. Die verkackte Nationalmannschaft kam im Mainstream an. Man weiß, wie das Gefühl ist, wenn die Band, die man schon ewig kennt und hört, auf einmal Erfolg hat und jeder andere Hippo erzählt einem auf einmal, wie geil diese Band ist. Ja, man, lass, ich kenne sie doch schon ewig. Ich hab es mir nicht gewünscht, dass Fußball auf einmal im Mainstream ankommt.

Jetzt ist es mir peinlich, dass ich mich für Fußball interesserie, wo jeder Hinz und Kunz zuschaut. Jetzt muss man sich rechtfertigen: „Jede/r schaut Fußball, das ist doch völlig banal, Du etwa auch?“ Jetzt ist es nicht mehr cool, Fußball zu schauen oder sogar irgendwas anderes, jetzt ist Fußball nah am Familien-Tattoo. Jeder mag es, jeder labert darüber. Es ist Mainstream geworden, ein belangloses Gesprächsthema auf einer Grillparty. Man kann nur noch kotzen über die x-te Choreo der Champions League, man hasst die Reinkarnation Blatters, Infantino, mit Inbrunst und alles ist so dermaßen langweilig, wie die Tattoos der Spieler. Die Krönung ist wirklich, dass sich gerade in jener Zeit, in der der Fußball im Mainstream ankam, er sich selbst abgeschafft hat, indem die Champions League auch die nationalen Ligen ruiniert hat. Aber das wiederum interessiert ja keinen. „Du guckst wirklich (immer noch) Fußball?“ OMG, Du hast ja wirklich gar keinen Stil mehr.

Ja, ich schaue weiter Fußball, aber es wäre mir lieber, wenn es mir so peinlich wie früher wäre und nicht so wie heute. Wenn ich könnte, wählte ich das andere peinlich.

30. Mai 2017
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Neunzehnhundert olé!

Irgendwie kam das letztens mal bei Twitter zur Sprache. Jetzt brauchen wir Butter bei die Fische.

Eure Aufgabe: nennt jeweils einen Club, der ein Gründungsjahr im Namen führt, jeweils aufsteigend. Wird sicher schwer bezüglich der beiden Weltkriege, die wir alle zum Glück nicht miterleben mussten, aber es sollte nicht unmöglich sein.

Wer dran ist, muss jeweils einen Club finden, der die nächsthöhere Jahreszahl im Namen führt.

Den Anfang macht der Meidericher SV Duisburg 02.

Wobei wir den Club mit der 01 auch noch suchen. Aber dann Ihr! Jeweils aufsteigend. Und ja, das ist Nerdtum par excellence, aber dafür sind wir doch hier.

Also, wie heißt ein Fußballclub mit „03″ im Namen, dann „04″ (jaja) und so weiter.

16. Mai 2017
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ER ist wieder da!

Janus' kleine Welt Naja, fast. Der große janus, der lange Zeit als ausgemachter Kenner Fortuna Düsseldorfs und der Deutschen Bahn, welche er auf der Anreise zu den jeweiligen Auswärtsspielen lieben lernte, in die Tasten griff. Er ist wieder da. Wie gesagt: aber nur fast. Denn erstmal ist nur seine alte Seite wieder da. 10 Jahre Texte über die Zeit mit Fortuna in der Oberliga, der Regionalliga, der 3. Liga und der 2. Bundesliga. Just, als Fortuna Düsseldorf nach Jahren der Abstinenz wieder in die 1. Bundesliga aufgestiegen war, stellte janus sein Schaffen ein.

Wer ihn lesen mochte, musste nun auf seine Bücher zurückgreifen. Doch seit ein paar Tagen stehen alle seine Beiträge wieder kostenlos online – und insbesondere sind die „Nostalgischen Erinnerungen“ zu empfehlen, bei denen man mit janus zu Spielen auf die Färöer, nach Island oder zu den diversen WM und EM jener Zeit reisen kann.

Und wie er selbst auf der Begrüßungsseite schreibt, schließt er es zumindest nicht völlig aus, dass er mal wieder etwas schreibt. Vorerst aber kann man sich wieder durch diese herrlichen Texte wühlen:

januskleinewelt.de

13. Mai 2017
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Ein Erdbeben-Test

Einmal musste ich in Rheinhausen in ein Internet-Café. Das war in der Prä-Smartphone-Zeit. Rheinhausen ist ein Stadtteil von Duisburg, wobei das genau genommen nicht so stimmt. Eigentlich ist Rheinhausen eine eigenständige Stadt, nur eine Kommunalreform im Jahr 1975 hat diese eigenständige Stadt nach Duisburg eingemeindet. Wie das so ist, mit alten Grenzen, die physisch gar nicht existieren, nur in den Köpfen und dort aber für immer leben, so lange durch die Köpfe noch Blut fließt, die an jüngere Generationen eher implizit als explizit vererbt werden, fühlt man sich in Rheinhausen (ca. 77.000 Einwohner, durchaus fast eine eigenständige Großstadt) nicht so wirklich als Duisburger, wenn man auch aufgegeben hat, auf seiner eigenen administrativen Unabhängigkeit zu bestehen. Anders als im ewigen Kampf von Wattenscheid gegen Bochum beispielsweise.

Rheinhausen ist jedenfalls eine Stadt, die mal extensiv in den Schlagzeilen vorkam, bundesweit, weil hier ein Stahlwerk von Krupp dicht gemacht werden sollte, woraufhin alle Stahlarbeiter in Streik traten und u. a. die von Duisburg nach Rheinhausen führende Rheinbrücke wochenlang blockierten. Wie sie überhaupt vieles blockierten. Was aus heutiger Sicht befremdlich wirkt, mag damals ein Weg gewesen sein, seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, wahrscheinlich eher seiner Angst als einer Hoffnung. Viele solidarisierten sich, Stahl- und Kohlearbeiter aus Dortmund oder sogar aus dem Saarland rückten an, um die Streikenden zu unterstützen, wirklich, wie gesagt kaum nachzuvollziehen heutzutage.

Wenn sich etwas überlebt hat, warum sollte es man dann noch künstlich am Leben erhalten? Husch, husch, schnell neue Jobs gesucht, neue Firmen gegründet, weiter im Leben.

Aber so war die Mentalität damals nicht, man kannte es eben kaum, dass man überhaupt einmal in seinem Leben seinen Arbeitsplatz bzw. -geber würde wechseln müssen, wenn man einmal bei einem der Großen gelandet war. Thyssen, Krupp, Bayer, you name it, wer einmal drin war, wurde auch mit deren Firmenlogo beerdigt. Sozusagen.

In Duisburg hat man die damals blockierte Brücke dann flugs umbenannt in „Brücke der Solidarität“. Als hätte auf der Straße rumstehen und dagegen protestieren, dass die eigene Firma nun mal mit so vielen unproduktiven Fritzen international nicht konkurrenzfähig ist, etwas mit Solidarität zu tun. Sie haben sich doch einfach nur alle in die Hose gemacht, ahnten noch nicht, dass alle Blumen in ihrem Schlaraffenland schon längst verwelkt waren, aber damals war das normal, dass man sagte: Nee, hier bin ich kurz nach der Schule in die Lehre gegangen, hier will ich auch bis zur Rente bleiben. Flexibilität war ein Fremdwort. Wie das vom Smartphone eben auch.

Und solche gab es noch nicht, als ich in ein Internet-Café in Rheinhausen musste. Ich musste, weil ich irgendetwas Wichtiges für einen Job, den ich gerade im Feld erledigt hatte, per Email übermitteln musste. Rheinhausen galt damals schon als finster, so lange ist es auch noch gar nicht her. Kurz reingehuscht und meine Email getippt, dachte ich. Doch da hatte ich die Rechnung ohne den großen Fernseher an der Wand gemacht, der gerade ein Spiel von Galatasaray übertrug (vielleicht war es auch Fenerbahce).

Während ich an einem der wenigen Rechner in diesem Internetcafé saß und vor mich hintippelte, lief auf dem großen Fernseher an der Wand die Übertragung eines Spiels von Galatasaray (oder Fenerbahce). Die im Internetcafé versammelte Menschenmenge an offensichtlich türkischstämmigen – ausnahmslos männlichen – Menschen wurde immer größer. Wer der Gegner war, vermochte ich anhand der eingeblendeten Mannschaftskürzel nicht zu sagen.

In jedem Fall schien es äußerst wichtig zu sein, wie diese Partie ausging, denn die versammelte Fangemeinde ging nicht nur mit und raufte sich wortwörtlich bei jeder vergebenen Chance die Haare, es gab auch Szenen, in denen Fans mit der blanken Faust auf zufällig unschuldig herumstehende Tische schlugen. Das allgemeine Gebrabbel, aber vor allem Mitgefiebere wurde immer größer, bis ich kaum noch meine eigenen zu tippenden Worte verstand, obwohl ich dafür nur meine Finger auf der Tastatur bewegen musste. Die Zeit drängte, die Deadline rückte näher, ich konnte nicht weiter herausfinden, wer da gegen wen spielte.

Dass es hoch und heiß herging, war aber nicht zu überhören, die vor dem TV versammelte Menschenmenge raunte immer lauter, jede auch nur halbe Chance wurde mit intensiven Flüchen begleitet, so laut, dass man alleine davon schon fast Tinnitus bekam. Die angefragten Daten flogen immer langsamer in die Email, so sehr zischte und rauschte es durch den Saal, der eigentlich nur aus einer kleinen Bude bestand.

Hin und her ging es wohl nicht in diesem Spiel, doch umso mehr Chancen das angefeuerte Team vergab, desto dringlicher seufzte die Menge, rief Allah an und verzweifelte auch mit allen sonstigen Komponenten ihres Körpers. Einige liefen nach vergebenen Chancen nach draußen, ich wartete nur darauf, dass einer eine Pistole zückte und vor Verzweiflung in die Luft schösse.

Ich tippte und tippte auf der Tastatur, bald war das Ende der Dateneingabe schon abzusehen, da, als hätte man es komponiert, fiel dann doch noch das Siegtor für die angefeuerte Mannschaft. Die ganze vorher erlebte Spannung entlud sich in einem orkanartigen Jubel, von dem ich annahm, dass er rein durch seine physische Gewalt alle gerade von mir eingegebenen Daten vernichten würde. Dem war aber nicht so, stattdessen liefen die Zuschauer, Fans, aufgeregt durch den Laden und jubelten, einer verpasste mir einen Kuss auf die Wange und ich dachte, sicher wäre hier gerade die Vorentscheidung in der Meisterschaft gefallen. Zum Glück war meine Email gerade fertig.

Ich klickte auf Senden, drängte mich zum Kassierer durch und sagte: eine Stunde Internet. Macht 2 DM, ok. Beim Rausgehen frage ich einen der Jubelnden, was das denn für ein Spiel gewesen sei.

„War nur ein Testspiel.“

7. Januar 2017
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Ode an Norbert

Jede Mannschaft auf der Welt
braucht nen Norbert, das ist klar
ob Dickel, Meier, Eilenfeldt
Nigbur, Nachtweih, Ringels, Dronia
Janzon, Wagner oder auch Eder
ohne ’n Norbert wird es schwer

3. Januar 2017
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Ein Tag im Deutschen Fußballmuseum

Das Kaffeeservice.

Mitten im Zentrum von Dortmund, direkt vor dem Hauptbahnhof, steht ein angeschrägter, überdimensionierter Schuhkarton. Darin befindet sich das vor Kurzem eröffnete Deutsche Fußballmuseum. Während man in England die Fans des dortigen Fußballs kostenlos die im Falle der Nationalmannschaft zugegebenermaßen deutlich wenigeren Trophäen bestaunen lässt, muss man in Dortmund so viele Euro berappen, wie eine Halbserie in der Bundesliga Spieltage hat: 17 Euro kostet der Eintritt für einen Erwachsenen. Ein äußerst stolzer Preis für ein Museum. So viel kostet nicht mal das Deutsche Museum in München (11 Euro) oder das Louvre in Paris (15 Euro) und Mona Lisa gibt es in Dortmund definitiv nicht zu sehen.

Dafür allerdings über 1.600 Exponate, zudem viel Multimediales und reichlich Informationen. So reichlich, dass die an diesem Tag eingeplanten vier Stunden nicht ausreichten, alles zu erfassen, alle Videos zu sehen und alle ausliegenden weiterführenden Informationen zu ergründen. Wer beabsichtigt, diesem Schuhkarton einen Besuch abzustatten und ernsthaft an allen Inhalten interessiert ist, sollte also sicher eher sechs Stunden und vielleicht sogar noch mehr kalkulieren. Immerhin, für die stolzen 17 Euro bekommt man so also auch sehr dichte Inhalte geboten, wenn man sich denn an den einzelnen Stationen auf diese in aller Tiefe einlässt.

Zunächst muss man beim Einlass aber alle Taschen und auch Jacken (!) abgeben dazu später noch mehr bevor man das Museum nach Kauf einer Eintrittskarte betritt. Diese sollte man schlauerweise ohnehin schon vorher im Internet erworben haben. Das ist erstens etwas günstiger und zweitens ermöglicht es die kostenlose An- und Abreise innerhalb des VRR, was angesichts der Lage des Museums nur wenige Meter vom Dortmunder Hauptbahnhof entfernt ratsam und je nach Distanz dann auch deutlich günstiger ist.

Man beginnt in der oberen Etage der beiden mit Ausstellung belegten Stockwerke. Im Erdgeschoss befinden sich ein Café, ein Geschäft für Sportkleidung und ein kleiner Hallenfußballplatz. Die oberste und erste zu durchschreitende der beiden Etagen ist völlig der deutschen Nationalmannschaft sowie der Entwicklung des DFB gewidmet. Die zweitere dann den Bundesligen sowie den Europapokalen und den Fans des Fußballs.

Als Erstes wird man von 11 Herren in Lebensgröße begrüßt. Es sind jene Elf na, wer kann sie aus dem Gedächtnis alle aufsagen, die Klasse?, die Klasse? welche das Wunder von Bern erreichten, ob nun mit Hilfe von Panzerschokolade oder ohne, wurde nicht diskutiert. Dafür gibts als Aperitif schon mal schöne Devotionalien aller elf Spieler im Zusammenhang mit der WM 1954. Nebenan wird eine Zusammenfassung des Finales in einem Fernseher aus jenem Jahr gezeigt. O Schreck, O Graus es gab nicht nur das Abseitstor von Ferenc Puszkas noch nach dem 3:2 von Helmut Rahn, in der ersten Halbzeit trafen die Ungarn auch einmal per Weitschuss den Innenpfosten. Toni Turek war also nicht nur ein Teufelskerl, er war sogar mit diesem im Bunde. Weiterlesen →

16. Dezember 2016
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Hattrick in Paradoxistan

[…] führte Samoura aus, dass mehr WM-Plätze den kleinen Nationen innerhalb des Weltverband enorm helfen würden.

„Wir werden die Qualität nicht verwässern“, sagte Samoura und nannte die EURO 2016 in Frankreich, bei der erstmals 24 Nationen am Start waren, als positives Beispiel.

(Hervorhebungen von der Redaktion.)

8. Dezember 2016
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Das ist kein Mond

Bälle!

Fußbälle!

Wer interessiert sich schon für Bälle? Fußbälle. Die in den letzten Jahren immer so aussehen, als ließen sich alle Designer vom Logo zur WM 2006 inspirieren, tauchten diese aufgekommene Inspiration noch einmal tief in den Farbmixer und gössen die Soße dann über die Bälle drüber, welche hernach als offizielle WM-, EM- oder neuerdings sogar Confed-Cup-Bälle verkauft werden. Kann man sich an ihren Namen nach nur Wochen kaum noch erinnern, so gilt das erst Recht für ihr Design. Von Zeitgeist bis Torfabrik (dem Ball, nicht dem Magazin), von Jubilano Jabulani bis Abraham, wer weiß schon noch, wie diese orangen, gepunkteten, gesprenkelten Dinger überhaut aussahen?

Dabei liegt die Lösung für die Frage nach einem Design mit Wiedererkennungswert und popkulturellem Bezug so nahe. Ein Fußball muss und sollte natürlich unbedingt so aussehen.

(Im Bedarfsfall könnte man damit sogar noch während das Spiel läuft Manuel Neuers nervigen Reklamierarm einfach weglasern.)

30. November 2016
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Bayern, BVB, Schalke, Union, Arsenal, Barça, DFB, Italien etc. – Trikot nach Wahl gewinnen

FC ArsenalNoch ist nicht ganz Weihnachten, also nennen wir es eine Nikolausaktion, besser ein Gewinnspiel zu Nikolaus. unisportstore.de ist so gütig, ein Trikot zur Verlosung bereitzustellen. Bis 75 Euro hat man die freie Auswahl. Da einige Trikots deutlich günstiger sind als üblich, kommt man damit vielleicht sogar auf anderthalb Trikots, in jedem Fall aber wird man eines gewinnen.

Was muss man tun, wie läuft es ab?

Ab heute bis übernächsten Freitag, den 9. Dezember, 12h mittags, läuft das Gewinnspiel. Zur Teilnahme muss man nur diese eine folgende Frage beantworten, das aber in mindestens 5 sinnvollen Sätzen. Danach wird ausgelost, es kommt also nicht darauf an, ob die Antwort hier gefällt oder nicht. Da auf dieser Seite bekanntlich nicht die Riesenmassen vorbeischauen, dürfte die Gewinnchance beinahe einmalig hoch sein. Und natürlich könnte man den so zu gewinnenden Gutschein auch noch selbst weiterverschenken, falls man selbst nicht unbedingt ein neues Trikot benötigt oder aus diversen Gründen nicht in einem solchen gewandet sein möchte.

ArgentinienZur Auswahl steht fast alles, was das Herz begehrt. Trikots aller großen und mittelgroßen deutschen Clubs sind verfügbar, ebenso Trikots von diversen Nationalmannschaften und zudem, eher selten, auch Trikots aus beispielsweise der belgischen, der portugiesischen oder dänischen Liga. Natürlich auch aus der Premier League, Serie A etc. pp. Den kompletten Überblick findet man hier.

Top-Auswahl also. Alles, was man tun muss, ist diese Frage sinnvoll zu beantworten, und schon nimmt man am Gewinnspiel teil. Natürlich muss man dafür eine gültige Email-Adresse angeben, die aber, und das ist ein großes Plus hier, nicht zu Marketingzwecken noch sonst etwas missbraucht oder verkauft wird. Selbstverständlich.

Welches war das erste echte Trikot, das Du je besaßt?

Ein paar Gedanken dazu, ob es gefiel oder nicht, und wie es dazu kam, wären auch noch nett.

(Echt bedeutet hier nicht original, sondern von einem Proficlub oder einem Nationalteam und nicht von einer Jugendmannschaft.)

Bonusfrage (die aber keine Auswirkungen auf die Verlosung hat): Wo ist dieses gute Stück jetzt?