[photopress:aktion_libero_logo.png,full,alignright] Weiter geht’s im Programm der Aktion Libero, die ja mit dem Stichtag 16. November nicht beendet, sondern begonnen wurde und nun lustig vor sich hinläuft.
Ahja.
Stichwort lustig.
Wir haben da noch etwas im Archiv von jenem Mann, der es als eine gegen seine Familie gerichtete Zumutung empfindet, wenn man ihn oder irgendjemanden in der Nationalmannschaft, welche er schließlich selbst betreut*, des Schwulseins verdächtigt. Wie gut, dass für ihn selbst jeglicher Verdacht ausgeräumt ist, wie das Video beweist, obwohl doch Michael Ballack ihn einst als Obertucke bezeichnete.
* Hotels buchen, Spielautomaten aufstellen, große Sportler anderer Sportarten einladen, Sponsoren kommen lassen und die folgenden Uhrenzusammenbaumaßnahmen o. Ä. als Teambuildung-Maßnahmen verkaufen, selber im Tatort mitspielen, aber wenn andere ihn in Tatorten erwähnen: siehe oben








Über Oliver Bierhoff können alle sagen, was sie wollen. – Mir war er nie symphatisch. Seine Spielweise schon nicht, diese dämliche Anti-Erfindung (s)eines Golden Goal nicht (natürlich macht Bierhoff das: paßt!), und seine BWLer-Statements zur Nationalelf auch nicht. – Wären zu meiner Startzeit Bierhoffs auf und neben dem Platz gewesen, nie hätte ich Fußball gespielt oder mich gar für dieses Spiel interessiert. – Daher danke ich ‚Eisengruß‘ Höttges, Katsche, Bernhard Dietz, Jupp Kapellmann & Buffy Ettmeier. Und ihresgleichen!
Hm, die Einbindung dieses Videos scheint mir ein Griff ins Klo, zumal im Zusammenhang mit der Aktion Libero, bedient sich das Video selbst doch homophober Stereotype um billige Lacher zu ernten.
Seh ich nicht so, habe mich aber schon gewundert, dass sich sonst noch keiner beklagt hat.
Wie vielleicht entgangen ist, hab ich das damals noch etwas unverfänglicherer Video in den Kontext gerückt, dass Bierhoff selbst homophobe Äußerungen tätigte, (was er zum Zeitpunkt des Videos noch nicht tat) weshalb ihn tuntig zu zeigen kein billiger Lacher ist, sondern okaye Antwort. (Gleichwohl der Aufklärungswille der Beteiligten der Harald-Schmidt-Show natürlich extrem bezweifelt werden muss. Als ich die Sendung das letzte Mal bewusst vor knapp zehn Jahren schaute, kamen eigentlich alle Jokes aus der Ecke plattes Klischee. Ob sich das geändert hat, ist aber hier nicht das Thema.) Dass jene, welche unter einem Klischee leiden, dieses gewollt überspitzen und damit eine adäquate Antwort schaffen und der Kritik bzw. dem Spott den Wind aus den Segeln nehmen, dass das auch historisch ein häufig genutztes Stilmittel ist, würde ich zumindest nicht bestreiten.
Es ist mir nicht entgangen, nur konnte ich der Kette „Jemand ist homphob“ -> „Lass uns ihn ins Lächerliche ziehen, indem wir ihn zeigen, wie er einem homphoben Klischee entspricht“ nicht viel abgewinnen. Es lässt sich gewissermaßen auf ein „höhö, selber schwul“ eindampfen, wobei schwul immer noch genauso die negative Konnotation mitbekommt, wie Bierhoff es auch mitgemeint hat.
Die Argumentation bezüglich des Überspitzens und Zurückwerfens kann ich mitgehen, scheint mir hier aber nicht gegeben.
Videoantwort zum Bierhoff-Warmmachen :) http://www.youtube.com/watch?f.....gmYutL9W0#!