22. Juli 2008
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Uli Hoeneß im Coaches Team

Uli Hoeneß bleibt — angeblich auf Bitten Klinsmanns — doch auf der Bank bei Spielen des FC Bayern. Es könnten langweilige Stunden für Hoeneß in der nächsten Saison werden. Er soll wohl zwischen Klinsmann und dessen Co-Trainer platziert werden. Uli Hoeneß versteht doch kaum Englisch, was will er denn dann da?

21. Juli 2008
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Essen, das wahre Kulturwechselhindernis

Man glaubt ja gar nicht, wie einfach ein Umzug in eine andere Kultur auf dem Papier klingt. Man lernt die Sprache, man macht sich mit den Umgangsweisen und den besonderen Riten vertraut und denkt: Das schafft man alles schon, so lange nur die zukünftigen Nachbarn nicht so reserviert oder wenigstens nicht ablehnend sind. Und dann: Pustekuchen. Aufs Essen kommt’s an, das geht nicht nur durch den Magen, das kommt da auch schnell wieder raus, wenn es irgendwie nicht so gefällt. Neuerdings ist Montezuma nach Hamburg gezogen und drunter leiden muss Jerôme Boateng, der aus Central Fanmeilentown nach Hamburg wechselte:

Vermissen Sie noch etwas in Hamburg?

Guten Döner.

21. Juli 2008
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Die k.u.k. Saison

Was gibt’s Neues auf dem arg begrenzten Planeten deutscher Fußball?

Zunächst wäre da die Rückkehr von Supermario als Aktivem, spielte er doch im Paul-Janes-Stadion am Wochenende 32 Minuten für die TuS Koblenz im Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Das ist auch nicht viel weniger, als er sich zur Hochzeit seiner Karriere bewegt hat, aber wie wir nicht erst seit dem Film mit George Bests Füßen wissen, kommt es nicht so sehr darauf an, wie viel man läuft, sondern wann und wohin. Und da kann man noch so billig nörgeln, Basler war immerhin mal Torschützenkönig. Dass er später im Leben nicht immer alles getroffen hat, was man treffen könnte, muss man ihm nicht vorwerfen: Co-Trainer bei TuS Koblenz ist wesentlich mehr, als er ohne den Fußball hätte werden können.

An anderer Stelle hat man Angst um den Fußball, der in seiner Existenz bedroht sei, nur weil weiterhin keine Stars in der Bundesliga spielen könnten, man Fernsehgelder nicht hat wie andere und sowieso alles unfair sei. Ein altes Thema, das eigentlich keiner mehr hören kann, in einem Land, dessen Fußballbegeisterung in Kombination mit finanziellen Möglichkeiten alles übertrifft, was es woanders gibt. Zugegeben, Ribéry hielt größtenteils, was die Kloppelklöpper vorher versprachen. Doch würden wir wirklich Woche für Woche Ronaldinho, Cristiano Ronaldo oder Wayne Rooney in unseren Stadien sehen, wir wären doch schneller ernüchtert als uns lieb ist. 90 Minuten Fußball sind eben kein Werbeclip. Zudem halten wir der vermeintlichen Existenzbedrohung des Fußballs in diesem, unseren Lande entgegen, dass auf Schalke mal eben schlappe 80.000 kamen, nur um die Saisoneröffnung zu sehen. So tot wäre Roy Black Zeit seiner Karriere gerne mal gewesen, was er dann wiederum erst posthum geschafft hat.

Dem in Bezug auf Trends stets aktuellen Kicker ist inzwischen auch aufgefallen, was Public Viewing ursprünglich bedeutet und er füllt damit eine ganze Viertelseite, die mit dem Synonym „NICK“ unterschrieben ist und wohl so etwas wie eine Kolumne darstellen soll. In Zukunft will der kicker sogar eine „Rangliste des deutschen Fußballs“ eröffnen, in der abgetakelte Bundesligastars die von Redakteuren nach nicht einsichtigen Kriterien zufällig erwürfelten Ranglisten kommentieren dürfen. „xy meiner Meinung nach zu hoch, aber ansonsten chapeau, kicker!“ Auch ein Toni Schumacher freut sich schließlich, wenn er mal wieder angerufen wird. Dass Miroslav Klose in einer jener Ranglisten in der Kategorie Stürmer gänzlich fehlt, kann nur bedeuten, dass die Würfel runtergefallen sind, als sein Name gerade dran war.

Zu guter Letzt wird in ein paar Tagen die k.u.k.-Saison der Bundesliga eingeläutet und mit ein bisschen Nervenflattern an den richtigen Stellen ist es auch schon die letzte: die Klopp-und-Klinsmann-Saison. Klopp war zwar schon mal in der Bundesliga, 3 Jahre gar, aber an so exponierter Stellung wie dem Westfalenstadion mit einem riesigen Haufen Lemminge hinter sich noch nicht. Wobei der Dortmunder Lemming an und für sich auch gerne mal die Gefolgschaft verweigert. Ob das tatsächlich nur am mangelnden Talent der Röbers und Dolls gelegen hat oder ob es dem Dortmunder Lemming wesensimmanent ist, werden wir bald wissen. Und der gute Laune-Onkel, der mit dem kessen Spruch auf den Lippen, hat sich möglicherweise schneller verbraucht als Klinsmann es ins bajuwarische buddhistische Nirwana schafft. Wo früher oder später Sepp Maier auf ihn treffen wird, was ungemütlich werden könnte.

Ungemütlich wird es aber immer erst nach ein paar Spieltagen, nämlich dann, wenn die ersten Niederlagenserien vollbracht sind. Hoffen wir, dass wir uns dann und auch vorher schon kaiserlich und königlich amüsieren werden, wenn es wieder heißt:

Et hatt noch immer jott jejange
Den Bongartz beißen die Hunde
Helau und Alaaf, die Närrinnen und Narralesen sind da!

Achja, und der Unaussprechliche möchte weiter versuchen, an sich zu arbeiten. Aber das ist ja nichts Neues.

19. Juli 2008
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Patriot!

Christoph Metzelder wird auf jeden Fall seine Karriere in Deutschland beenden.

„Dafür liebe ich dieses Land einfach zu sehr.“

Achnee, Männeken. Freunde, graues Brot, pünktliche Busse, keine Fahrstuhlpannen, kaum Stromausfälle, justiziable Justiz, usw. Aber es muss ja unbedingt die Liebe zum Land sein, die als Grund herhalten muss. Was ist an ein paar grünen Hügeln und ein paar Wäldern schon liebenswert?

19. Juli 2008
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Wo lesen sie denn?

Wo sind nur all die Event-Leser hin? „em torschützenkönig“ und so.

Gehört denen überhaupt meine Seite? Ich glaube, jein. Wem gehört überhaupt diese Seite? Den „wahren“ Fans oder doch eher dem Betreiber? Oder den Event-Lesern? Dem Schiedsrichter? Den Doppelhaltern? Vielleicht gar den regelmäßigen Lesern (das bist wahrscheinlich Du)? Unklar.

Jein-jein.

18. Juli 2008
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Der Frauenfußball ist im Kommen

Kein Wunder, dass es irgendwie dann doch immer amateurhaft aussieht, wenn Frauenfußball über den nicht vorhandenen Schirm flimmert. Die Frauenfußballabteilung (oder heißt es Fußballfrauenabteilung?) des TuS Köln rrh (welch lieblich-niedliche Abkürzung), immerhin Zweitligist im Frauenfußball, ist zu Beginn dieser Saison geschlossen zu Bayer Leverkusen gewechselt. Und dafür gab es gute Gründe:

„Für die Spielerinnen war es gewiss nicht leicht, Köln zu verlassen. Aber die Bedingungen bei Bayer sind einfach perfekt. Hier gibt es zum Beispiel immer ausreichend Bälle, und der Trainingsplatz ist das ganze Jahr durchgehend bespielbar.“

Da ist Fußball im Vergleich zu Bogenschießen oder Dressurreiten schon so ein ausrüstungsarmer Sport (einen Platz, ein Paar Schuhe, eine Hose, ein Trikot, zwei Tore mit oder ohne Netze und eben einen Ball, das ist alles), da schafft man es selbst in der zweiten Liga im Frauenfußball nicht, für ausreichend Bälle zu sorgen! (Ich setze ungerne Ausrufezeichen, aber hier gehört es einfach hin.)

Diese Zeiten sind mit dem Wechsel zu Bayer nun aber vorbei („professionelle Strukturen“):

Wie sich dieser neue Zweig auch immer weiterentwickeln wird, der 17. Juli ist ein bedeutender Tag in der Historie von Bayer 04. Die Alleinherrschaft der Männer ist vorbei.

Nun, da die Frauen auch endlich Bälle zur Verfügung haben, könnte es wirklich was werden mit dem Fußballspielen.

18. Juli 2008
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Plat

Für diese Schlagzeile von der Webseite des FC Zwolle muss man nicht mal niederländisch können, um sie zu begrijpen:

VV Wacker gaat Plat
VV Wacker-van Dijk – FC Zwolle 0 – 11 (0 – 6)

18. Juli 2008
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Unbekanntes aus … der Mercedes-Benz-Arena

… der Mercedes-Benz-Arena.

Nach seiner Erbauung Anfang der 1930er Jahre hieß das Stadion, in dem der VfB Stuttgart seine Heimspiele austrägt, „Adolf-Hitler-Kampfbahn“.

Nach Ende des Krieges hieß das Stadion kurzzeitig „Century Stadium“, bevor es 1949 seinen schließlichen Namen „Neckarstadion“ erhielt. Alles, was danach an Namen folgte, muss man sich nicht merken.

17. Juli 2008
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Ein kluger Schachzug — Turnvater Jahn

Eigentlich wollte ich keine „lustigen“ Screenshots von Pannen bei diversen Tickern mehr machen, das hat sich überlebt, man könnte auch sagen es ist ausgelutscht, ausgenudelt, überholt, kurz: langweilig.

Heute muss ich aber zur Feier des Tages (der deutsche Profifußball hat das erste Pflichtspiel der Saison zu vermelden) eine Ausnahme machen. Und die Ausnahme geht so:

[photopress:hertha_keine_daten_vorhanden_zuschauer_0.jpg,full,centered]

Für Hertha BSC Berlin ein kluger Schachzug: 0 Zuschauer sind immer noch besser als das, was sonst im Olympiastadion rumrennt. Ein guter Moment, sich eine völlig neue Fanbasis aufzubauen. Doch dann, ach, wird ja auch noch Fußball gespielt gegen Nistru Otaci, da wird’s wohl nix mit neuen Fans. Wie sagte Jannik doch letztens?

Nicht einmal der Manager ist der echte Hoeneß.

Stadion allerdings ist ein viel schöneres Wort als Arena.

16. Juli 2008
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FIFA Becherwurf 08

Neuerdings habe ich meine Liebe zu FIFA 0x wiederentdeckt, die ich nie hatte. Vier Millionen Knöpfchen und 38 Millionen Sondertricks ließen das Ganze dann doch immer zu einer unhandhabbaren (was für ein Buchstabensalat) Angelegenheit werden. Da ich nicht mehr nachmittags ab 13.20h wie Bart Simpson mit Erklingen der Schulglocke das Weite und somit den Rechner suchen kann, fehlt mir einfach die Einarbeitungszeit und das Geschick, mich in diesem Trick-Wirr-Warr zurecht zu finden. Was bedauerlich ist, auf dem C64 habe ich schließlich noch ganze Saisons in quasi-Echzeit mit Freunden durchgespielt — und jeder weiß doch, wie man da Tore erzielte, mit immer dem selben Trick. Man musste ihn nur schneller anwenden können als der menschliche Gegner. Da gingen dann schon mal 34 Samstagnachmittage für drauf, als erster in die richtige Schussposition zu kommen. Immens zeitverschwendend, zu dieser Zeit. Zu dieser Zeit dachte man aber auch, alt würden nur die anderen. Warum also nicht 34 Spieltage lang eine Bundesligasaison mittels Commodore Soccer simulieren?

Neuerdings weiß ich zum Glück, welche Tastenkombination mich auch bei FIFA 0x erneut ins Spiel bringt: die für den Becherwurf. Danach macht das Ganze zumindest beim Zusehen wieder richtig Spaß.

Jetzt warten wir nur noch auf die FIFA Delling 08-Version, bei der man je nach Tastenkombination diverse Wortspiele und Kalauer raushauen kann. Nachdem das Spiel abgebrochen wurde.

16. Juli 2008
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Axel Kruse, ein neuer Fall von „schlecht beraten“

In einer Zusammenstellung von Anekdoten rund um den UI-Cup-Cup, bei welchem das HIV-V und das LCD-D komischerweise nur in seinen Anfangstagen ein Problem war, listet die 11Freunde Folgendes auf:

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Und noch eine deutsch-deutsche Begegnung. Die Partie von Hansa Rostock am 8. Juli 1989 im Intertoto Cup bei B 1903 Kopenhagen nutzte Axel Kruse zur Flucht. Er fuhr erst nach Hamburg, Freunde brachten ihn dann nach Westberlin. Kruse wurde zunächst gesperrt, dann aber für eine Ablöse von 250 000 Mark an den DDR-Fußballverband begnadigt.

Ich frage mich ernsthaft, wie blöd man sein kann, aus der DDR zu fliehen, nur um postwendend mit, sagen wir mal, 94fach erhöhtem Risiko nach West-Berlin zu reisen, wenn man doch schon längst in der Bundesrepublik angekommen war. Zwar weiß ich nichts über den Wahrheitsgehalt dieser Anekdote, halte sie angesichts des Namens Axel Kruse aber für nicht unwahrscheinlich.

Erstmal fliehen, aber dann das Bedürfnis verspüren, von innen an die Mauer klopfen zu müssen, wegen Heimweh und so: So stellt man sich eine Flucht nicht vor. Nicht mal eine misslungene.

14. Juli 2008
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Das Besondere an diesem Stuhl ist, dass er ein Stuhl ist.

Die UEFA hat in Zusammenarbeit mit Langenscheidt ein Fußballwörterbuch herausgebracht, das alle möglichen Fußballbegriffe in drei Sprachen benennt und auch noch etwas Unglaubliches für ein Wörterbuch bereithält:

Das Besondere an diesem Wörterbuch ist, dass es zu jedem Fachbegriff ausführliche Definitionen und Synonyme gibt.

Und wenn man sich schon die Mühe macht, ein solches Wörterbuch zu erstellen, warum dann noch spanisch berücksichtigen? Ein halber Kontinent spricht schließlich (fast) nur spanisch, auf welchem Fußball nicht gerade zweitrangig ist. Aber nun gut, die UEFA ist nicht die FIFA und vielleicht bringt die FIFA demnächst ein Wörterbuch raus, das auch spanisch enthält. Für den Anfang reichte ja auch eins ohne Definitionen und Synonyme.

14. Juli 2008
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Fußballhirn

Mal wieder verlesen, mal wieder der eigenen Prägung zum Opfer gefallen: Im Supermarkt aus dem Augenwinkel für Bruchteile eine „Pfanni“-Packung gesehen und tatsächlich „Panini“ gelesen.

13. Juli 2008
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Sesamstraße Bundesliga

Die Sesamstraße — oder „Sesame Street“ — war ein Projekt, das dazu gedacht war, zurückgebliebenen Kindern zu ermöglichen, an ihre gleichaltrigen Mitmenschen wieder aufzuschließen. Dass es dann auch bei nicht zurückgebliebenen jungen und sogar älteren Menschen so einschlagen würde, war nicht abzusehen, dagegen hat sich allerdings auch keiner gewehrt.

Ein typischer Fall von Planübererfüllung.

Ich schlage vor, die Bundesliga nun in Sesamstraße umzubenennen. Auch in der Bundesliga sind vor allem im Hintergrund, aber auch im Vordergrund hauptsächlich zurückgebliebene Menschen tätig, sie würden sich sicher freuen, wenn wir ihnen die Möglichkeit gäben, sich durch eine kleine Sendung wieder dem geistigen Standard der übrigen Welt anzunähern.