20. August 2008
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Unbekanntes aus … dem Hause Vandereycken

… dem Hause Vandereycken.

René Vandereycken — der aktuelle belgische Nationaltrainer — ist den meisten, die schon länger „am Ball“ sind, kein Unbekannter, war er doch Teil jener belgischen Nationalmannschaft, die für die hellglänzendmetallene Generation des belgischen Fußballs steht: die 1980er Jahre, in denen man mit Spielern wie Jean-Marie Pfaff, Enzo Scifo, Georges Grün, Erik Gerets (jaja!), Jan Ceulemans, Franky van der Elst und eben jenem René Vandereycken in die Weltspitze vordrang.

Weniger bekannt ist hingegen, dass Vandereycken einst bei einem Club spielte, der aus heutiger Sicht so surreal wie fabelhaft wirkt: 24 Spiele bestritt er für ein Phänomen namens „Blau-Weiß 90 Berlin“, das nur eine Saison tanzte, in der ewigen Tabelle der deutschen Bundesliga mit dürren 21 Punkten den 47. Platz belegt und in Kürze von einem gewissen Neuling überholt werden dürfte und dann auf dem 48. Platz darben wird.

Noch unbekannter wird sein, dass dieser Vandereycken in der Saison 2000/2001 Trainer beim FSV Mainz 05 war und somit auch Jürgen Klopp trainiert hat. Vandereycken war Klopps Vor-Vorgänger, denn Vandereycken wurde schon im November 2000 entlassen, von Eckhard Krautzun (es juckt immer, das r im Nachnamen wegzulassen) beerbt, der wiederum von Klopp am 28.2.2001 abgelöst wurde. Eine Liaison, die bis zu diesem Sommer gehalten hat.

Heute Abend beim Länderspiel Deutschland — Belgien wird aber nicht Klopp seinem alten Trainer via TV die Leviten lesen, auch nicht Oliver Kahn, der erst im September beim ZDF beginnt, sondern: Kerner. Böh.

19. August 2008
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Eurosoccer — megaloman oder Mehrwert?

Toller Name.

Eurosoccer.

Kann sich jeder mit identifizieren. Jeder bedeutet hier: jeder, der aus den USA kommt. Warum ein schweizer Magazin, zentral in Europa gelegen, wie es zentraler nicht sein kann, sich selbst einen Titel gibt, der ein Wort enthält, das nur 6.000km entfernt benutzt wird, bleibt schleierhaft.

Genauso schleierhaft ist, wie die Macher jenes Magazins „Eurosoccer“, von dem hier noch nie jemand gehört hat, auf die wahnwitzige Idee kommen, mit einer Auflage von 250.000 in den bundesdeutschen Markt starten zu wollen, so geplant für den 29.8.2008. Wie man weiß, ist die Zahl jener, die sich für Fußballkultur interessieren oder zumindest für das, was sie selbst dafür halten, mit 80.000 Menschen in ganz Deutschland relativ gut eingeschätzt. Für Fußballkultur wohlgemerkt, nicht für Fußball. Nicht zufällig setzen die 11Freunde „nur“ 67.000 Exemplare ihres lesens-, aber angenehm oft auch sehenswerten Magazins ab — bei alleine 6 Millionen DFB-Mitgliedern plus etlicher Millionen Freizeitkicker. Sollten über diese knappen 70.000 hinaus Menschen für derlei Themen empfänglich sein und dennoch nicht die 11Freunde kaufen, dann wohl einfach deshalb, weil ihr Interesse nicht ausreichend ist, um eine Summe von um die 5 Euro pro Monat für ein solches Magazin zu investieren.

Wie das dann mit Eurosoccer funktionieren soll, wenn hierzulande schon RUND und PLAYER gescheitert sind, ist die megalomane Komponente im Plan von Dr. No Eurosoccer. Wir Fußball-lese-hungrigen lassen uns natürlich gerne eines Besseren belehren, und wenn es auch nur monatlich ist (und nicht täglich, wie ich es dem Weihnachtsmann schon 27x auf den Wunschzettel geschrieben habe), so hat doch niemand etwas gegen interessanten, gut lesbaren und informativen Stoff einzuwenden, hier in der Sport-Print-Diaspora. Die Zweifel am Erreichen dieses hochgesteckten Ziels bleiben aber mehr als nur unterschwellig.

[photopress:eurosoccer_uli_stielike_ronaldinho.jpg,full,centered]

Wer sich einen Eindruck machen will, was die schweizer Schreiber außer einem beknackten Namen noch so zu bieten haben, kann dies auf der Webseite von „Eurosoccer“ tun. Allerdings ohne dass man wüsste, ob die dort eher dürftigen Inhalte einen Rückschluss auf das Printprodukt zulassen. Man kann nur ahnen, ob da lediglich eine neue Sport-FOTO aus den Bergen ins Tal kommt oder doch eher ein zweites 11Freunde. Der oben rechts eingeklinkte jubelnde Ronaldinho in einem vollbesetzten, flutlichtbestrahlten Stadion lässt nicht gerade auf „alternative“ Hintergrundberichte fern der Starhudelei und der Clacquererei hoffen.

Die Interview-Videos zur EM lassen dann auch im Gegenteil eine neue Sport-FOTO, nur auf Hochglanz, befürchten.

Moderator: Marcel Reif.

Gäste: u. a. Toni Schumacher, Fredi Bobic, Thomas Helmer. Und ein paar lustige Schweizer, die keiner versteht, was bei der bundesdeutschen Ausgabe dann sicher untertitelt würde.

Titelheld der aktuellen Ausgabe: Uli Stielike.

Und last not least schreibt man noch zum Start des Magazins in Deutschland:

„Der Verlag kooperiert dazu mit dem DSF.“

Lachen oder weinen?

19. August 2008
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Reinkarnation-Meier

„Man sieht schon wieder die Verrücktheit dieser Liga“, sagt Fortunas Trainer Norbert Meier dazu.

Dazu, das sind die total verrückten Ergebnisse in der neuen dritten Liga, nämlich dass Paderborn erst 4:1 in Düsseldorf gewinnt und dann 0:4 gegen Sandhausen verliert. So etwas Verrücktes hat es noch nie gegeben.

Aber eigentlich soll hier auf etwas anderes hingewiesen werden: wieder.

Irgendwie seltsam wirkte dieser Norbert Meier schon immer, so blutleer, so tapsig, so Vogts‘esk beim Sprechen, womöglich ein Alien, der aus der Zukunft kam. Oder vielleicht wiedergeboren, dabei aber gefangen in immer derselben Zeitschleife. Wie sonst kann er etwas „wieder“ sehen, was es noch nie zuvor gab? Nicht-Wiedergeborene haben noch nie eine Drittliga-Saison in Deutschland erlebt, er anscheinend schon.

17. August 2008
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Der ewige Ewald

Hätte der Schiedsrichter Roman Weidenfeller eigentlich nicht Rot zeigen müssen? Wie er da reingeht, nimmt eine Verletzung nicht nur in Kauf, sondern verursacht sie auch noch — für mich schon fast Lila.

16. August 2008
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Müssen wir uns Sorgen machen?

Sahen meine Augen gerade tatsächlich eine TV-Werbung für den werten Herrn kicker? So viele Ausrufezeichen kann man gar nicht setzen, wie es Fragezeichen sein sollten. Müssen wir uns ernsthaft Sorgen machen? Seit wann gibt es Spots im TV für den Kicker? Geht es ihm so schlecht? Wird er bald eingestellt, weil wir alle nicht mehr das Bundesliga-Sonderheft kaufen und die Printausgabe auch nur noch zu besonderen Anlässen? Weil wir uns ohne Entgelt auf seiner Onlinepräsenz rumtreiben, den Liveticker und alle Zahlen und Statistiken nutzen?

(Und warum muss der Kicker auch noch ausgerechnet mit dem Slogan „Spielfeld der Emotionen“ werben?)

Der Kicker wirbt doch nicht im Fernsehen! — so wie das Finanzamt oder Beerdigungsinstitute auch keine Werbung machen, schließlich muss man da früher oder später sowieso hin. Irgendwas ist faul im Staate Holzschuh. Aber was?

15. August 2008
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Nine/thirteen

ARD-Late-Night-Talker Oliver Pocher ist in der neuen Saison auch in der Bundesliga-«Sportschau» im Einsatz. Pocher werde ab dem vierten Spieltag (13. September) in loser Reihenfolge analog zu seinem EM-Engagement auftreten, sagte Redaktionsleiter und WDR-Sportchef Steffen Simon am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp in Köln. Dabei werde Pocher nicht unbedingt Spieler imitieren, sondern zum Beispiel beim Training der Clubs auftauchen. Er sei mit vielen Bundesliga-Spielern sehr vertraut und bringe dadurch noch eine andere Perspektive in die Sendung. Im Schnitt solle der 30-Jährige alle zwei Wochen in der «Sportschau» auftauchen, kündigte Simon an.

Pocher war für die ARD in diesem Jahr bei der Fußball-Europameisterschaft als Sportreporter am Start. Zum Ende der vergangenen Bundesliga-Saison hatte er zudem einen Auftritt in der «Sportschau», wo er als Oliver Kahn gemeinsam mit Imitator Matze Knop als Franz Beckenbauer die Spielzeit bewertete.

Die endgültige Verclownisierung eines ehemals ernsthaften Sports (im Rahmen dessen, wie ernst Sport überhaupt sein kann) schreitet unaufhörlich voran. War der Welke Oliver mit seinen Comedy-Einlagen schon kaum zu ertragen, ist das, was Pocher anbietet, nicht mal mehr Comedy. Oder was soll daran amüsant sein, wenn einer wie auf dem Schulhof Grimassen schneidet und beim Reden lispelt und das dann eine „Imitation“ von irgendetwas sein soll? Glücklicherweise weiß man an dieser Stelle nicht viel über Pochers Programminhalte, um noch mehr darüber abzuledern. Doch ist a) dieser Mann nicht amüsant, sondern gibt kindlich-stümperhaften Humor zum Besten und b) gehört ein Komödiant nicht in die ohnehin schon mit anderem Klimbim überladene Sportschau, sondern zu Waldis Was-gerade-anliegt-Club, wo der Zuschauer wenigstens weiß, was ihn erwartet.

Die Sympathien für Michael Ballacks Reaktion nach dem — wohlgemerkt verlorenen — EM-Finale werden immer größer und der Wunsch, dass er die Bierhoff’schen und jetzt auch ARD’schen Pläne etwas deutlicher ausgegrenzt hätte, lodert stärker. Wie im vorigen Beitrag erst erwähnt: TV, der Anachronismus. Je länger man dort tätig ist, desto mehr scheint man den Blick dafür zu verlieren, was die eigentliche Aufgabe einer bestimmten Sendung ist.

14. August 2008
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War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?

Als hier ein paar Tage lang Zwangspause herrschte, musste ich mit diesem Anachronismus namens TV vorlieb nehmen, sofern ich nicht Phelps-gleich (200m in knapp 9 Minuten) durchs Becken radelte. Dachte ich eigentlich, die jährlich nun mal unvermeidliche Portion Kerner schon während der Bregenzer Klamauk- und „Life is live“-Festspiele hinter mir zu haben, kam es beim Betrachten von diversen Olympioniken zum Super-GAU: Auch da kernert es ohne Ende. Offensichtlich hatte ich zu viel LSD genommen, blieb darauf hängen und von da an hörte ich in meinem Kopf Stimmen, die immer dieselbe Frage in verschiedenen Variationen stellten, womöglich auch, weil ich genau diese in meiner nicht unbeträchtlichen Lebenszeit schon so und anders unendliche Male beim TV-Fußball gehört habe:

„War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?“
„Welche Emotionen hat man da als (Sieger, Verlierer, armes Kerner-Opfer)?“
„Wie viel Emotion steckt in so einer Medaille?“
„Beschreiben Sie mal Ihre Emotionen!“
„Haben Sie schon mal etwas Emotionaleres als das erlebt?“
„Wie haben Sie Ihre Emotionen ausgelebt?“
„Ist Ihnen rational schon klar, was Sie da geleistet haben, oder nur emotional?“
„Welche Emotionen beherrschen Sie jetzt?“
„Emotional war das sicher das Größte, was Ihnen je passiert ist, oder?“
„Wie waren Ihre Emotionen bei der letzten Kurve/Sprung/Furz/Scherenschlag?“
„Wie kontrollierten Sie Ihre Emotionen bei dieser Anspannung?“
„Wenn man dann da oben auf dem Treppchen steht, was hat man da für Emotionen?“
„Erzählen Sie uns von Ihren Emotionen?“
„Waren Sie schon mal emotional aufgewühlter als heute?“
„Wie werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Wann werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Selten hat man die Emotionen bei Ihnen so deutlich gesehen wie heute!“
„Welche Emotion überwiegt jetzt?“
„Werden Sie diese Emotionen je vergessen?“ und noch mal:
„War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?“

Und ich kann mit Fug und Recht sagen:

Ja, es war der emotionalste Moment meiner Karriere.

Nämlich als ich zwei Stockwerke tiefer schellte, diesen bärtigen Mann um seine Schrotflinte bat, wieder hinaufstiefelte und dem Fernseher mitsamt seinem Kernemotionalen den Garaus machte. So etwas erlebt man nur einmal, so eine Befreiung, so ein Triumph, das werde ich meinen Enkeln noch erzählen, meine ganze Familie hat daheim zugeschaut und als dann draußen auch noch die Nationalhymne Hymne der NRA gespielt wurde, da flossen dann auch bei mir die Tränen.

Dialog zwischen dieser Frau, die nicht Monica Lierhaus ist, und Kerner:

Sie: „Die Turner sind mit der Mannschaft übrigens nur Vierter geworden, ganz knapp an Bronze vorbei.“

Kerner: „Aber sie hatten trotzdem gute Laune?“

Sie: „Ja, sie hatten gute Laune.“

So, zurück zum Fußball, respektive Traufe.

Das mit dem LSD und den Stimmen hat sich erledigt, seit ich abdrückte. Plötzlich verstummten die Stimmen. Die Asche des Fernsehers schwelt noch ein bisschen vor sich hin und stinkt. In ein paar Tagen wird das alles vergessen sein.

8. August 2008
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Morgen, Kinder, wird’s was geben

Als kleine Einstimmung auf das Ende der Sommerpause bei unser aller liebstem Blog (neben meinem, welches aber kein Blog ist, sondern nur die Internetpräsenz eines zerstreuten (ADS gibt’s auch im Erwachsenenalter) Trainers, der neuerdings quasi ohne eigenes Team dasteht und auf Mannschaftssuche gehen muss) gibt es hier vorab noch mal Altes aus dem Archiv der fußballerisch-staatlichen Narretei:


Morgen allerdings wird uns Fred beglücken, nicht Malte und auch nicht Carlotta. Gleichzeitig schade und schön.

What fools we Fußballliebhaber are.

8. August 2008
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Kolorit, lokaler

Die Stehpinkler vom Runden Leder haben etwas ausgegraben, was definitiv hierhin gehört hätte: Peter Közle singt mal wieder Düssbuach. Und auch wenn das schöne Lied mit dem schönen Text (siehe dort) inzwischen von einem neuen „Klassiker“ abgelöst wurde: „Düssbuach“ ist immer wieder schön zu hören. Also. Sofern man das Glück der westlichen Geburt hatte.

Wo sind eigentlich die Tiefflieger hin und warum wird meine Wäsche nicht mehr schwarz, wenn ich sie zum Trocknen ins Fenster hänge? Warum muss ein Oberbayer eine Düssbuacher Hymne singen? Und Bülent Akşen war übrigens ganz nett, als ich ihn während der EM 2004 (oder war es die EM 2000? EMs haben den Hang, verschwommen zu werden im Nachhinein) leicht angeheitert im Finkenkrug fragte, wie man eigentlich Stadionsprecher beim MSV wird. „Man fragt einfach.“ So einfach ist das. Sein Nachfolger tut mir immer noch weh, wenn er wieder seinen Autoverkäufer- wahlweise Versicherungsvertretercharme auflegt, der so gar nicht nach Düssbuach passt.

Guten Tag.

(Hallenhandball ist schon lange nicht mehr. Und OSC steht für „Olympischer Sport Club“ – zur Eröffnungsfeier des Tages …)

8. August 2008
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What shall we do with the Spielervermittler?

Manchmal wache ich morgens auf und bin von Spielervermittlern umgeben. Sie reden alle auf mich ein, sie tragen alle dunkle Anzüge. Sie tragen auch Sonnenbrillen, weil sie nicht erkannt werden wollen. Sie sagen, ich solle unterschreiben, nur meine Unterschrift eintragen. Sie sagen, sie täten Gutes für mich, aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir sogar ziemlich unsicher. Hätte ich die Telefonnummer nicht verlegt, würde ich meinen alten Jugendtrainer fragen, was ich tun soll, und ob es vielleicht sinnvoll wäre, hier oder dort zu unterschreiben. Ich kann aber auch gar nicht schreiben, weil ich vergessen habe, wie es geht. Mit der Hand.

In diesem Moment kann man jedenfalls nicht wirklich sinnieren, alle reden auf mich ein, sie sagen, sie wüssten was gut für mich sei. Sie kennen mich doch aber gar nicht, wie können sie da wissen, was gut für mich ist? Ich weiß ja nicht mal selbst, was gut für mich ist. Wo soll ich unterschreiben oder könnte man sagen, es wäre besser, gar nirgendwo zu unterschreiben? Ich weiß es nicht, aber in diesem Moment hat man eben keine ruhige Sekunde. Sekunde mal, ich komm gleich wieder. Dann gehe ich auf den Deich und laufe stundenlang herum, ohne Ziel. Wenn ich wiederkomme, weiß ich immer noch nicht mehr als vorher, ich weiß nur, ich unterschreibe nicht einfach so.

Sie stehen trotzdem manchmal da, in ihren dunklen Anzügen, gesichtslos, und oft. Am Morgen.

7. August 2008
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Die Türken werden deswegen kein Tor schießen, weil

Von calli.tv war hier schon öfter die Rede, gleich zwei Mal wurde etwas verlinkt. Eigentlich — so traurig das ist — muss man sagen, dass man jeden Beitrag von Calli-Claquer verlinken könnte und man hätte immer etwas zu lachen. Schaut euch also, wenn ihr gleich wieder dort seid, einfach um, was euch sonst noch so zusagt. DJ Bobo? Steffi Jones? Oliver Bierhoff?

Anyway, verlinkt wird heute das Interview mit Manni Breuckmann [Link leider tot], nicht, weil Calli haha Manni so kluge Sachen bezüglich des Ausgangs des bevorstehenden EM-Halbfinals sagt, („ham es drei mal geschafft, dat Dingen zu drehen“), sondern weil er als wahrscheinlich erster von allen Calli-Interviewpartnern darauf hinweist, dass dessen antatschende joviale Art einfach nicht seriös ist. Rumschwallern hier, rumschwallern da, ein bisschen angrabschen, fertig ist das Non-Produkt voller Floskeln, das nur davon lebt, heiße Luft aka Bullshit zu produzieren.

Was kostet es eigentlich, so eine Kölsch-Dumm-Rumschwätz-Ausbildung zu machen, mit der man rumlabern kann wie ein Perpetuum Mobile? Und was kostet es eigentlich, zur eigenen Karikatur zu werden? Muss man dafür doof sein oder schlau — oder bauernschlau gar?

PS: Hat Manni Breuckmann etwa seine Länderspielkarriere beendet? Kreisch!

7. August 2008
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Das-11Freunde-von-Trainer-Baade-Gewinnspiel

[photopress:11_baade2.jpg,full,alignleft]3-2-1 (jetzt neu:) 0, so heißt die absteigende Liste der Anzahl der zu gewinnenden 11Freunde-Bundesliga-Sonderhefte im Blogos-Quarium. Während man jenerorts aber Kosten und Mühen scheut, geht das ganze Gewinnspiel dieserorts ohne Mitwirkung der 11Freunde über die Bühne. 1 Bundesliga-Sonderheft der 11Freunde gibt es hier also zu gewinnen, wenn auch das beigelegte kleine Heftchen nicht mehr eingeschweißt ist und Recht auf Rückgabe sowieso nicht besteht.

Mit der im Gewinnfalle einzusendenden Adresse wird selbstredend Schindluder getrieben: Sie wird für teuer Geld in alle möglichen Gewinnspiele und andere Adresssammelkloaken eingetragen und nichts davon wird je bereut werden. Um dem Ganzen aber auch für den, möglicherweise sogar: die Teilnehmer und nicht nur für dieserorts einen Reiz zu geben, gilt es folgende Frage zu beantworten:

Warum schaue ich trotzdem noch zu?

Maßgeblich ist allein die Güte der Antwort, nicht der Umfang, wobei Umfang nicht vor Güte schützt.

[Disclaimer: Hier erscheinen manchmal Beiträge.]

PS: Das beim Direkten Freistoss riecht doch arg nach 9Live-Verhältnissen. Fragen, deren Antworten bezüglich ihrer Richtigkeit objektiv nicht überprüfbar sind, verdächtig, verdächtig.

6. August 2008
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De groeten, Rafael!

Endlich isser weg. Das war ja nun wirklich nicht mehr zu ertragen, wie dieser Bubi, dieser Knilch (was ja mittlerweile auf fast alle Spieler aus dieser Perspektive zutrifft), sich noch in jedem Sommer-, Winter- oder Herbstloch mit Trikots von Bananenrepubliken oder Ähnlichem für die Zeitung ablichten ließ, diverse Spalten und Überschriften belegte und dann auch noch lächerliche Schauspielaufführungen gab, um potenzielle Wechsel nicht zu gefährden, ohne beim Abschied zu vergessen, dass er Hamburg — seine Perle — natürlich liebt und auch die Menschen dort.

Die übrigen Menschen in der Bundesrepublik scheint er nicht besonders zu mögen, ansonsten hätte er uns allen dieses jahrelange enervierende Theater inklusive herzerweichendem Gelaber von spanischen Großeltern elterlicherseits erspart, in deren Land er natürlich unbedingt spielen müsse, eines Tages. Wie schön für ihn, dass seine Großeltern nicht aus Lettland oder Albanien stammen. Sylvie van der Vaart hätte nie via OTTO-Katalog unsere Augen drangsaliert und man hätte noch tatsächliche Saure-Gurken-Zeit haben können. Und jetzt das! Da sind die Gurken mal seit dem verlorenen EM-Finale bis auf ein Streitchen zwischen Immer-noch-Heißsporn Sammer und Bundes-Jogi über eine Party extrem sauer, da wartet van der Vaart auch noch extra bis zum Ende dieser Spreewälder-sind-die-besten-Zeit, bevor er schließlich wechselt.

Es hätte doch alles so einfach sein können.

Nun sind wir froh, dass Ruhe eingekehrt ist bezüglich dieses Themas. Auch wenn wir wissen, dass das nächste leidige nicht weit sein kann. Siddharta Goppingen Gautama lauert schon darauf, dass ihm der Kopf von seinem steinernen Haupt abgeschlagen wird. Aber dazu später mehr. Sagen, wir, in einer Woche. Was ist schon eine Woche im Vergleich zum Kreislauf der ständigen Wiedergeburt?

3. August 2008
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Das EM-Jahreszeiten-Märchen

Out now! Der erste Trainer-Baade-Kinofilm (Volle Länge, ab 0 Jahre, Eis gibt’s im Foyer)

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Wer allerdings ernsthaft an Fußball interessiert ist, so wie der Regisseur auch, der sollte die ohnehin für ein Menschleben deutlich zu kurz bemessene Zeit nicht damit verschwenden, diesen Kinofilm zu schauen, sondern gleich weiterschalten zum nächsten oder auch vorigen Beitrag.