Trainer, die ihren Meistertitel verteidigten

Nur bezogen auf die Bundesliga

Okay, dass Mannschaften ihren Titel verteidigen gibt es oft und bleibt auch gerne im Gedächtnis haften. Gerade bei der Suche danach, wer vor den Bayern höchstselbst seinen Titel verteidigte, fiel mir aber auf, dass es Borussia Dortmund war. Mit: Ottmar Hitzfeld, der danach mit den Bayern den Titel verteidigte. Zwischen Jürgen Klopp mit Borussia Dortmund und Ottmar Hitzfeld mit den Bayern und Borussia Dortmund gelang das allerdings auch noch Felix Magath. Mit den Bayern.

Hier die Liste der Trainer, die ihren Meistertitel verteidigten.

Nach einer Meisterschaft den Verein zu wechseln und seinen Titel zu verteidigen gelang bislang noch niemandem. Kommt noch. Irgendwann.

 
 
Titel Trainer Verein
1970 und 1971 Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach
1972 und 1973 Udo Lattek FC Bayern München
1973 und 1974 Udo Lattek FC Bayern München
1976 und 1977 Udo Lattek Borussia Mönchengladbach
1980 und 1981 Pal Csernai FC Bayern München
1982 und 1983 Ernst Happel Hamburger SV
1985 und 1986 Udo Lattek FC Bayern München
1986 und 1987 Udo Lattek FC Bayern München
1989 und 1990 Jupp Heynckes FC Bayern München
1995 und 1996 Ottmar Hitzfeld Borussia Dortmund
1999 und 2000 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2000 und 2001 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2005 und 2006 Felix Magath FC Bayern München
2011 und 2012 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
 
 

Jürgen Klopp befindet sich also mittlerweile in recht exquisiter Gesellschaft, zumindest in der Liste der Trainer, die es schafften, in der Bundesliga ihren Titel zu verteidigen. Zum all-time-leader Udo Lattek mit fünf erfolgreichen Titelverteidigungen sind es aber wohl doch noch einige Jahrzehnte zu gehen.

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Ramschladen Ewigkeit

Der Fußball als Sportart war jung. Er ahnte nicht, dass er einmal alt werden würde.

Als der Fußball noch jung war — das passiert Menschen häufiger — dachte man nicht an die Zukunft, bzw. man stellte sie sich als etwas ganz Fernes vor, etwas, das niemals wirklich eintreten würde. Also konnte man problemlos beschließen, die Rückennummer 7 nie mehr zu vergeben. Man hatte ja noch genug andere Nummern in petto.

Später, als ein weiterer legendärer Spieler des Vereins die Rente einreichte, sparte man die 3 für alle Zeiten aus, wenn es vor der Saison an die Nummervergabe an die Spieler ging. Früher gönnte man sich den Spaß nur bei den so genannten „one club stars“, irgendwann, als alles immer schneller wurde, reichten bereits einige gute Jahrzehnte in diesem Team oder ein besonderer Erfolg, schon wurde die Nr. nie mehr vergeben.

Immer rasanter wurden die Vergabebedingungen gesenkt, die dazugehörigen Trikots wollten schließlich verkauft werden, und die Ansage, dass diese Nummer nun auf ewig mit dem sie zuletzt getragen habenden Spieler verknüpft sei, kurbelte das Geschäft in aller Regel wie gewünscht ordentlich an.

Mittlerweile reichten schon zwei gute Saisons aus, um eine Nummer nicht mehr zu vergeben, später senkte man auf nur noch „mindestens ein Tor für den Verein erzielt“. Wer einen Klub verlassen wollte, ohne dass man seine Rückennummer nicht mehr vergeben wollte, galt bei diesen Zuständen quasi als unverkäuflich, denn wie schlecht musste ein Spieler gewesen sein, dass man nicht mal seine Rückennummer nie mehr vergeben wollen würde?

Irgendwann stand sie vor der Tür, klopfte an, man machte auf: die Zukunft war gekommen, jetzt schon!, so schnell, konnte doch keiner ahnen. Der bange Blick auf die Liste mit den nicht mehr zu vergebenden Nummern und schon fuhr der Schreck durch die Glieder. Tatsache, man hatte wahrhaftig alle relevanten Nummern schon als „wird nie mehr vergeben“ deklariert und nun saß man ratlos da, Nummern über 99 wurden schließlich weiterhin im Fußball nicht erlaubt.

Bis man ausgerechnet in Köln eine gute Idee hatte, was bezogen auf den Fußball selten genug ist: Man wollte Rückennummern nur noch „für begrenzte Zeit“ nie mehr vergeben, also so lange der betreffende Kandidat noch aktiv sein würde. Eine schlaue Lösung, die die besondere Würdigung von Hinz und Kunz und wer sonst noch Fußballvereine wechseln wollen würde, weiterhin ermöglichte, ohne dass einem eines Tages, wie damals, die Rückennummern ausgehen könnten.

Seitdem kann man jedes Jahr zu Saisonbeginn anhand der verwendeten und nicht verwendeten Rückennummern ablesen, welcher ehemalige Spieler des Vereins noch aktiv ist, und welcher sich bereits zur Ruhe gesetzt hat. Ist die Nummer also wieder frei, kann ein Nachfolger sie wieder tragen, bis sie nach dessen Ausscheiden das nächste Mal „nie wieder vergeben“ werden kann.

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Leverkusener Problemhumor

Nach dem Problemhumor aus der Metropolregion, den wir zuletzt hier diskutieren mussten, tut sich nun eine neue Problemzone im deutschen Fußball auf. Der Leverkusener Problemhumor.

Bei Bayer Leverkusen scheint man sehr verzweifelt zu sein. Anders lässt sich das folgende Irgendwas wohl nicht erklären. Ich hab auch keine Ahnung, wozu es dienen soll, aber es wirkt, wenn überhaupt, erst auf den zweiten Blick. Bei mir bis jetzt gar nicht, außer in die Richtung jener Gefühlsregung, aus der heraus Jens Peters Fan von Bayer Leverkusen wurde: Mitleid.

Klick aufs jeweilige Bild macht es groß: eins und zwei.

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The Kop loves you

Weil der Clip eine zeitlang bei youtube wieder verschwunden war und — auf einem Bein kann man schlecht stehen — weil heute die überarbeitete Version des Films „Yellow Submarine“ in den USA in ausgewählten Theatern anläuft, noch mal jenen Bericht der BBC aus dem Jahr 1964 eingeworfen, in dem die Menschen auf dem „Kop“ in Liverpool „She loves you“ singen.



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Legenden bestätigen: Ze Germans from the punkt

Noch mal ein kurzer Nachklapp zum Real-Madrid-Spiel, welches der FC Bayern München ja erst im Elfmeterschießen für sich entschied. Gefunden beim Guardian, der der Frage nachgeht, ob der gute Ruf deutscher Mannschaften in Elfmeterschießen überhaupt berechtigt ist.

Erfahrene Fahrensmänner bei Fußballquizzen wissen natürlich, dass das auf die Nationalmannschaft mit kleiner Einschränkung uneingeschränkt zutrifft. Bei Weltmeisterschaften: 4x angetreten, 4x gewonnen. Bei Europameisterschaften hingegen 2x angetreten, 1x gewonnen, 1x Belgrader Nachthimmel. Insgesamt also 6x angetreten, 5x gewonnen — nicht perfekt, dennoch ausreichend gut, um dem Gegner einen sprichwörtlichen Köttel in der Hose angedeihen zu lassen, sofern er gegen eine deutsche Mannschaft ins Elfmeterschießen muss.

Aber es gibt ja noch andere internationale Wettbewerbe im Fußball, bei denen die Deutschen übrigens (ja, ist so) weniger erfolgreich sind als die Engländer, Europapokale nämlich. Und da stellt sich dann eben die Frage, wie es um die Werte bei dort durchgeführten Elfmeterschießen aussieht.

Kurz gesagt: 33x angetreten, 23x gewonnen. Klingt schon beeindruckend und bestätigt, dass der Mythos von den Deutschen beim Elfmeterschießen auf Realitäten fußt. Das schließt übrigens DDR-Mannschaften mit ein. Von „einem“ Trainer Baade würde man jetzt vielleicht erwarten, dass er auch noch die 33 einzelnen Paarungen im Elfmeterschießen kredenzt, aber: nicht heute.

Interessante Anmerkung des Guardians, dass dieser Wert bis zu einem gewissen Zeitpunkt noch wesentlich beeindruckender war, und das war zufällig der Zeitpunkt des Elfmeterschießens von Schalke 04 gegen Inter Mailand, welches mit einem 4:1-Sieg für Schalke endete.

Mit diesem Sieg im Frühjahr 1997 klang die Bilanz nämlich so: 25x angetreten, 20x gewonnen.

Was sagt uns das? Es scheint wirklich nur um Deutsche zu gehen. Seit die Zahl der Ausländer in deutschen Teams zugenommen hat, sinkt die Siegesquote bei Elfmeterschießen. (Vorsicht, das ist Ironie und der Versuch, auf die statistische Nichtbelastbarkeit solcher Daten in derart geringem Umfang hinzuweisen, worauf aber sicher viele gerne reingefallen wären.)

Ansonsten also endlich mal ein Mythos, der auch das genaue Hinschauen überlebt.

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Im Freistaat Bayern gehen die Uhren langsamer

Telefon, Internet gar, und so weiter: Alles noch nie gehört. Im ehemaligen Bauern- und Bauernstaat. Aber jetzt gehen die Uhren da ja anders. Anscheinend sehr langsam, wie gesagt.

Die Polizei will nun zunächst herausfinden, wer zur Tatzeit Zugang zur Gästekabine hatte. Kein leichtes Unterfangen, kann der Real-Tross doch nicht mehr befragt werden. Die Spanier, die auch bei der UEFA Beschwerde eingereicht haben, sind längst aus München abgereist.

Dabei dachte ich doch eigentlich, einige Blogger aus Bayern zu kennen. Anscheinend nur potemkinsche Blogger, damit man von außen nicht so schnell erkennt, wie langsam die Uhren in Bayern noch gehen. Vielleicht fliegt aber auch gerade eine Brieftaube vom Müncher Polizeihauptquartier in Richtung Madrid los. Dann will ich nichts gesagt haben.

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Beliebbare Projektionsfläche zum Selbermachen

Heute:

Die problemlos beliebbare Projektionsfläche.

Wir brauchen: Einen geeigneten Kandidaten für die Rolle. Er sollte möglichst mit einiger Erfahrung und einem gewissen Hauch von Metropolität ausgestattet sein. Es ist nicht unbedingt nötig, dass der Kandidat vor seinem Engagement beim Zielensemble ein absoluter Topstar seines Metiers war, allerdings ist es sehr hilfreich.

Sehr wichtig ist hingegen, dass er kein Deutsch spricht oder dies zumindest nicht vor Kameras und Mikrofonen versucht. Ansonsten ist auch ein gutes Aussehen sehr willkommen, aber ebenso wenig ein Muss, denn das Rezept funktioniert problemlos auch ohne dieses nette Goodie.

Natürlich ist es ebenso förderlich, wenn die von allen geliebte Projektionsfläche pro Forma ein paar Kinder gezeugt hat, gerne mit einer hübschen Frau, noch gerner mit immer derselben Frau, aber am Ende des Tages ist auch das nicht wichtig.

Denn wichtig ist, dass er ansonsten hauptsächlich die Klappe hält.

Mit allem, was er zum Ensemble, zu den glühenden Liebhabern der Theatergruppe, oder zu seinen Kollegen äußern würde, das über übliche Floskeln hinausginge, könnte er womöglich sein bei Ankunft porentief reines Image beschmutzen. Und genau das wollen wir ja vermeiden, denn die Projektionsfläche soll schließlich wie von Geisterhand von allen geliebt werden.

Er möge also auf der neuen Bühne ein paar Erfolge feiern, auch schwächere Phasen wird man ihm verzeihen. Wenn er nur immer bei Ankunft in der Nähe der Bühne rechtzeitig die Scheibe der Fahrertür halb herunterfahren lässt und ein leicht verschwörerisches, leicht bübisches Grinsen — mit ausreichend Raum zur Interpretation auf Rezipientenseite — aufsetzt.

Es ist also völlig egal, wie der Darsteller sich fern der wenigen Minuten rund um den Auftritt im Spotlight benimmt, denn so lange die Projektionsfläche spiegelblank ist, sind alle Beteiligten der Auffassung, einen, nein den perfekten Vertreter für all ihre Hoffnungen auf ein Fünkchen vom Glamour, auf künstlerischen Erfolg gepaart mit echter Identifikation mit dem Ensemble gefunden zu haben.

Was für ein Kompliment es doch ist, dass sich solch ein Weltstar dort zu Hause fühlt, wo man selbst ebenfalls wohnt und auch dann noch treu seine Obolusse entrichtet, wenn die Projektionsfläche längst über alle Berge sein wird.

Derweil wird im Keller der Anlage die rund um die Uhr betriebsfähige Druckmaschine angeworfen, mit der die zu verkaufenden Arbeitskleidungen der Projektionsfläche beflockt werden, die danach Tag und Nacht unter die Leute gebracht werden. Deren Betreiber schauen immer mal wieder sich die Hände reibend vorbei.

Ist der Vertrag zu Ende, treffen sich alle zu einer letzten großen Abschiedsvorstellung auf der Bühne und verdrücken ein oder zwei Tränchen — gibt es ebenso wie Theaterblut aus der Tube — und sobald der Vorhang gefallen ist, zücken alle ihre Geldbörsen und zählen die Dollars.

Ein kurzer, professioneller Handshake noch, alle haben ihren Schnitt gemacht und die Projektionsfläche zieht weiter, um an anderer Stelle beliebt zu werden.

Die nun leer im Raum schwebende von der Projektionsfläche zurückgelassene Lücke wird schnell zurechtgeschnitten und dem kollektiven Gedächtnis einverleibt, wo schon die anderen Inhalte rumstehen, die sich alle Glaubenden selig gegenseitig wiederkäuen.

Im ersten Moment füllt man noch Poesiealben mit dem Schmerz übers Weiterziehen der Projektionsfläche, bald richten sich die Gedanken aber auf eine neu angekündigte Projektionsfläche, deren Eintreffen man kaum erwarten kann.

Denn weißt Du noch, was war das doch damals schön mit der alten.

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Evolution im Fußball am Beispiel von Königen

Hinterher ist man immer schlauer, besonders, wenn man über irgendwas bloggt.

Wenn man aber als Michael Preetz partout nicht gemerkt hat, wo sich der Fußball — auch seit seinem eigenen Abschied von der aktiven Karriere — mittlerweile hinbewegt hat, dann kommt eben dabei raus, dass man sich von einem Reiner Calmund, lange aus dem Geschäft, zu einem Otto Rehhagel, noch länger aus dem Geschäft, raten lässt. Zwar kann Letzterer trotz deftigster Niederlagen immer noch den Klassenerhalt schaffen, der Tagesspiegel schrieb aber trotzdem heute Vormittag schon vom „Abschied des Märchenerzählers“.

Preetz‘ sonstige Trainerauswahl mag ja auch immer ein Kompromiss aus den verfügbaren Mitteln, den auf dem Markt verfügbaren Personen und dem sein, was man tatsächlich gerne umsetzen würde. Und dass Favre „aus Gründen“ die Mannschaft nicht mehr folgte, mag auch nicht Preetz‘ Schuld sein. Und absteigen müssen eben immer zweieinhalb, egal, wie viel alle 18 Klubs versuchen.

Die sonstige Trainerauswahl in Preetz‘ Amtszeit spricht aber nun mal nicht dafür, dass er in einer Weise im — aktuellen — Fußball zu Hause wäre, mit der man Erstklassiges liefern kann. Babbel, der bislang auch kaum durch taktische Finessen überzeugt hätte, Funkel, Skibbe (sic!) und eben Rehhagel. Auch wenn vielleicht nur als Mann für die Medien geholt.

Allerdings: Hinterher ist man immer schlauer, besonders, wenn man über irgendetwas bloggt.

Und das Ende vom Märchenonkel, da denken viele Leser ja immer, man würde sich stets über das Scheitern von im Fußball handelnden Personen freuen, das Ende vom Märchenonkel ist nur ein letztes Indiz, dass Rangnick mit seiner „Viererkettenerklärung“ damals eben richtig lag und weit, weit der Zeit voraus war. Die aber nun auch noch den Märchenerzähler eingeholt hat.

Was sich am Ende aber nur bestätigt, auch wenn man das von hier aus am Ende der Verwertungskette nicht wirklich beurteilen kann: Damals, auch Völler bei der Nationalmannschaft mit Co Skibbe, damals bestand das Trainersein wirklich mehr oder weniger nur aus Handauflegen, sprich: Die Leute bei Laune halten und dann, wenn es drauf ankam, heiß machen.

Insofern sind all ihre Geschichten von früher nicht gelogen — nur war das ein anderes Spiel und ein anderer Job als jetzt. Udo Latteks Glück bei seiner Zeit in Dortmund war, dass er mit Matthias Sammer als eigentlich Verantwortlichem mehr Fortune hatte als Otto Rehhagel mit seinen Fädenziehern in Berlin.

Wie dem auch sei: Es ist gut*, dass diese Zeit jetzt endlich vorbei ist. Ihm selbst zuliebe hätte Otto Rehhagel das allerdings nicht unbedingt an seiner eigenen Person demonstrieren müssen.

* Wenn es anders wäre, wäre es allerdings auch nicht besonders tragisch, nur anders.

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In Momento bisschen guck

(In der rechten Seitenleiste existierte hier bis vor Kurzem eine besondere Würdigung schöner Menschen. Wobei genauer gesagt nicht die schönen Menschen gewürdigt wurden, sondern die Fotografen. Nun gut, die wissen halt auch nicht vorher, was sie da fotografieren werden, wenn es sich ständig bewegt, vor allem also jene Bildredakteure, die es im Fußball entweder nicht gibt oder die über einen sehr eigenwilligen Humor verfügen, wurden gewürdigt. Heute ein neues Highlight, das aber ohne Namen auskommen muss, weil es aus dem Amateurfußball stammt.)

Wüsste man nicht ganz, ganz genau und verbrieft, dass Bildredakteure im Fußball sich niemals ansehen, was sie auswählen, man würde sie schon gerne fragen, was sie sich so dann und wann bei ihrer Auswahl denken.

„Guck, Oma, ich bin in der Zeitung!“

„Wo denn?“

Hier, der in rot-weiß.“

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Echte Prachtorganismen wie wir es sind

Ein biologischer Organismus ist ja sehr anpassungsfähig. Sehr anpassungsfähig. Von der Sahara bis nach Grönland vermag der Mensch sich überall genug Nahrungsmittel zu verschaffen, dass er dort überleben kann. Und Kulturfolger gibt es außer der Ratte und dem Skorpion nur wenige. Wobei der Skorpion gar kein Kulturfolger ist, aber der einzige, der (laut Quellen) einen Atomkrieg überleben würde. Also die Ratte. Und die Möwen, die natürlich noch kilometerweit hinter einer Fähre herfliegen, die von Hamburg bis in die Antarktis fährt.

Einen solchen sehr anpassungsfähigen Organismus nenne ich nun zufällig — ich habe nichts dafür getan, dass ich einen solchen besitze — mein eigen und ich muss zugeben: Ja, er ist tatsächlich äußerst anpassungsfähig.

Er hat zum Beispiel eine Marcel-Reif-Immunität entwickelt, die ich selbst als Besitzer ihm nicht zugetraut hätte. In letzter Zeit häufen sich die Ereignisse, in denen ich gezwungen bin, Fußball mit Marcel-Reif-Hintergrundrauschen zu hören/zu sehen. Und siehe da: Mein Organismus hat eine Marcel-Reif-Immunität entwickelt, von der ich nie dachte, dass es diese geben könne.

Das Erstaunliche daran: Ich habe gar nix dafür getan, dass mein Organismus das bewerkstelligt hat. Aber wenn ich jetzt Spiele schaue, bemerkt mein Organismus, dass Marcel Reif kommentiert, und schaltet sofort auf Durchzug. Weil Marcel Reif genau das zum Spiel zu sagen hat, was ich zum Spiel zu sagen hätte: gar nix.

Er labert halt ein bisschen rum. Und hat ansonsten kaum Ahnung vom Spiel. Einen tollen Prachtorganismus habe ich mir da zufällig eingefangen: Er schafft es, nur wenige Minuten nach Anpfiff auf Durchzug zu schalten und sich einzig aufs Spiel zu konzentrieren; die mal so mal so, je nach Spielstand Elogen oder Tiraden des Marcel Reif vollkommen rauszufiltern. Und mir somit ein reines, echtes Spielvergnügen zu bescheren.

Wäre ich nicht selbst der Besitzer/Ausüber von diesem Organismus, ich würde ihm glatt auf die Schulter klopfen.

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Anstalten ohne Anstand

Einem würdigen Umgang mit dem Tod eines Menschen, eines einzelnen, ganz konkreten Menschen, im Gegensatz zu unkonkreten in einer Konfliktsituation oder Krisensituation gestorbenen Menschen, kommt man nicht näher, indem man für ein Millionenpublikum die Bilder sendet, wie es genau aussah, als dieser verstarb. Es gibt durch die Bilder eines solch gesundheitlich bedingten Todes auch keinerlei Erkenntnisgewinn. Und insofern auch keine Pflicht zur Berichterstattung, nur weil man zufällig die Bilder zur Verfügung hat. [/moralin off]

(Ehrlich jetzt mal gefragt: Arbeiten in TV-Anstalten keine Menschen?)

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Europa ist ein fernes Land

Ehrlich gesagt interessiert mich „el clasico“ nicht die Bohne. Das ist ein Ligaspiel in einer ganz weit entfernten Welt. Hab ich mich je für die spanische Liga interessiert? Nein. Für die italienische? Nein. Für die englische? Ein bisschen. (Durchaus für Everton, aber dazu später mehr.)

Ich verstehe nicht ganz, wo es herkommt, dass man plötzlich ausländische Ligen interessant findet. Versteht mich nicht falsch, ich hab nix dagegen, ich zum Beispiel schaue immer wieder gerne nach Holland. Aber wenn ich es vergesse, fällt es mir gar nicht auf. I grew up with 1. Bundesliga und 2. Bundesliga und Kreisliga direkt bei mir vor der Tür. Aber Italien? Spanien? Hat mich nie über reine Ergebnisse hinaus interessiert, vor allem, weil es darüber gar keine Berichte gab.

Ich möchte gerne von Euch wissen, wann es anfing, dass Ihr Euch für andere Ligen außerhalb der deutschen interessiertet. Und falls nicht, dann auch.

Also mir ist es wurschtegal, wer in welchem Ausland Meister wird. Nicht aber, ob Bayer Uerdingen vielleicht doch noch den Aufstieg schafft.

Ernst gemeinte Frage: Wann bogt Ihr falsch ab bzw. wann fing das an, dass Ihr Euch für ausländische Ligen ernsthaft interessiertet?

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Endlich! Grund für Bayern-Misere gefunden

In den letzten Jahren diskutieren die Leute sich die Finger wund, woran es denn wohl bei den Bayern liegt, dass diese seit etlichen Saisons immer nur alle zwei Jahre — und heute aller Voraussicht nach nicht mal mehr das — Meister werden, woran es zum ganz großen, dazu noch möglichst eleganten Wurf mangelt.

Fehlendes System, zu viele Alpha-Männchen, zu große Erwartungshaltung, vorne zu ausrechenbar, hinten zu anfällig, Stadion zu leise, Fans zu rot, zu selten Kaiserwetter in Fröttmaning, was da eben so alles an Theorien in den Raum geworfen wird.

Jetzt ist es ausgerechnet der große Schweiger Miroslav Klose, durch seinen Wechsel nach Rom mit dem Blick von außen versehen, der endlich auflöst, woran es eigentlich liegt. Auf die Frage, wie er es fände, dass man bei Lazio Rom stets ohne Publikum trainiere, entgegnet er der FAZ:

Man kann so konzentrierter arbeiten und hört sogar den Trainer, wenn er was während des Trainingsspiels sagt! Beim FC Bayern an der Säbener Straße habe ich oft mein eigenes Wort nicht verstanden, weil die Fans so laut waren.

Da kann natürlich kein Trainer der Welt irgendein System etablieren, wenn die Spieler ihn ohnehin nicht hören. Selbst die, die zuhören wollen, welche es sogar bei der Ansammlung von Stars mit gewissen Eigenarten beim FC Bayern geben soll, entwickeln sich dann durchs Training nicht weiter. (Dieser Umstand erklärt allerdings auch, warum Jupp Heynckes einigermaßen in München funktioniert.)

Die Lösung scheint simpel: Entweder ohne Publikum trainieren, dann klappt’s auch mit dem System — oder jeden Spieler mit Kopfhörer versehen, via dem die Anweisungen übermittelt werden. Schon 2013 kann man also wieder Meister werden, wenn man Wege findet, den Schall erfolgreich zu übertragen.

Fußball kann so einfach sein.

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Alle Halbfinals im UEFA-Pokal/Europa League/Messe-Pokal mit mehr als einem Teilnehmer aus dem selben Land

Inzwischen ist die Genese eines Blogeintrags häufiger so, dass angesichts irgendwelcher äußeren Ereignisse ein Gedanke durch das huscht, was man gerne als sein Bewusstsein empfindet, welcher oft aus einer Fragestellung besteht. Diese wird schnell bei Twitter wahlweise hineingetutet oder herausposaunt, woraufhin sich die Bewusstseine anderer Menschen ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen, und ihre Erkenntnisse oder Vermutungen in ihren eigenen Twitterkanal schreiben.

Früher liefen all diese Schritte nur im Kopf respektive Haus des Autors ab, möglicherweise noch gewürzt durch Kommunikation mit anderen Mit-Fußball-im-TV-Schauern, heute eben auf diese Weise. Weshalb sich die Fälle häufen, dass aus einem Tweet ein Blogbeitrag wird.

Der gestrige Anlass war das Halbfinale des UEFA-, ärghs, der Europa League. Es führte zur Frage, ob es neben dem bekannten rein deutschen Halbfinale aus der Saison 1979/1980 je ein anderes mit Teams allein aus einer Nation besetztes Halbfinale im UEFA-Pokal oder der Europa League gegeben habe. Wobei es neben England, Spanien, Deutschland und Italien schon schwierig wäre, ernsthafte Kandidaten für diesen Umstand zu finden. Allerdings fand sich ein solch weiterer ernsthafter Kandidat dann doch, da muss man nicht lang zurückblicken, das war im letzten Jahr Portugal mit drei Teilnehmern.

In der Phantasie hätte ein rein schwedisches oder rein ungarisches Halbfinale natürlich extremen Charme, in der Realität konnten seit Einführung dieses Wettbewerbs wie erwähnt nur deutsche Teams 1979/1980 dieses Kunststück vollbringen, alle vier Teilnehmer des Halbfinales zu stellen.

Mit Hilfe der Herren breitnigge, bunkinho, KBauer11, Tasmane1985, Mahqz sowie der Dame KatarinaWerderf machte ich mich also hinab in die gar nicht mal so tiefen Tiefen der Fußballhistorie des UEFA-Pokals. Dieser Wettbewerb existiert schließlich erst seit 1955, mit regelmäßiger Durchführung sogar erst seit 1960. Der englische Pokal zum Beispiel wird seit 1871 ausgespielt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Get the whole story »

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Momente der Sterblichkeit

Alles kulminierte in dieser Szene: Der von vielen als gefährlichster Stürmer der Welt gesehene Mann, den Marketingmenschen nicht mit Namen, sondern mit Produktbezeichnung anreden, tauchte alleine vor dem von vielen als weltbesten Torwart angesehenen Wächter eben jenes auf. Es war angerichtet für eine Demonstration der Künste des Ersteren, die so hoch angesiedelt werden, dass es auf diesem Planeten keinen passenden Vergleich mehr dafür gibt. Millionen FIFA-xx-Anhänger hielten den Atem an, endlich einmal würden sie in der Realität erleben, wie die unfehlbare Tormaschine eines ihrer Wundertore fabrizieren und hernach zelebrieren würde, vereiteln könnte dies nur ein ebenso außerirdischer Reflex des Adonis zwischen den Pfosten.

Doch es kam anders.

Nur ein Kullerbällchen war die anscheinend allein so apostrophierte Tormaschine zu fabrizieren in der Lage. Und auch wenn dessen weitere Verarbeitung kurze Zeit später dann doch noch zu einem Torerfolg führen würde: Mit dieser harmlosen Rückgabe zum Torwart zerstoben die Worte, die rund um diesen Wundermann gekleistert werden, zu einem Haufen fußballferner Lobpreisungen. Welche dann doch, wenn man sie in die richtige Reihenfolge brachte, plötzlich so Wörter wie „zo“, „is“ und „voesbal“ ergaben, und man konnte, wenn man diese vor sich hinlas, die Stimme eines Niederländers vernehmen, der jene Worte mit Emphase aussprach. Das Wort „Tormaschine“ war im Staub der Trümmer der Gelegenheit nicht mehr zu erkennen, nur noch wild umherfliegende Buchstabenfragmente, welche man mit viel Wohlwollen zum Ausdruck „gefährlicher Gewaltroller“ zusammenbauen konnte.

Die Millionen FIFA-xx-Anhänger atmeten aus und setzten sich um eine Illusion ärmer wieder hin.

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Keine credits

Wir wussten ja, dass die Menschen auf den Britischen Inseln auf der left-hand-side fahren und damit alles irgendwie anders sehen. Nun ist aber endlich auch geklärt, warum sie seit 1966 auf einen Titel warten.

“genauererkennen“




 

Oder ist der Fehler absichtlich drin, um es „viral“ werden zu lassen und ich bin jetzt in die Falle getappt?

(Video aus Gründen entfernt. Screenshot reicht ohnehin.)

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Löw und sein fußballhistorischer Lieblingsort

Von wegen „kein Fußballort“. Da will sich Jogi Löw bei der Frage nach seinem Lieblingsort elegant aus der Afffäre ziehen, indem er kein Fußballstadion als seinen Lieblingsort in Baden-Württemberg benennt. Und könnte mit seiner Antwort dann doch kaum näher am allgemeinen und die Welt bewegenden Fußballgeschehen sein.

Bei der StZ verrät Jogi Löw, dass er gerne dort rastet, wo zuvor schon ganz andere Mitglieder der Nationalmannschaft rosteten. Von Kindesbeinen an auf Nationalmannschaft geprägt, der Bundesjogi.

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And the winner is …

Dieter, der am 15. April korrekt und als Erster mit „Bernard Dietz“ antwortete, hier nachzulesen. Er ist schon informiert und übermittelt gerade seinen Co-Reisenden.

Allen anderen ein dickes Sorry und einen ebenso dicken Dank fürs Mitspielen, vielleicht sieht man sich trotzdem während der EM in Polen oder der Ukraine — oder beim Public Viewing zu anderen Spielen. Allerbesten Dank natürlich an Coke, die diesen Gewinn mit ihrem Fanfieber für Dieter und auch für mein Blog hier möglich gemacht haben.

Keine Sorge, ich wünsche mir trotzdem nicht, dass Deutschland nicht schon nach zwei Spielen fürs Viertelfinale qualifiziert sein wird. Erstens kommt es eh anders und zweitens …

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Schee war’s

Aber jetzt ist es vorbei.

Hätte nicht gedacht, dass ich das noch bzw. so bald erlebe, aber wer jetzt noch ernsthaft den Franz als Überhaupt-Irgendwas beim Fußball einsetzt, der spielt mit seinem Ruf. Sage nicht ich, sondern die vielen weiteren Stimmen im weltweiten Netz in Deutschland. Der glanzvollen Nichtleistung vom Spiel Dortmund gegen Bayern kann selbst der Franz unmöglich noch weniger Expertise folgen lassen.

Ich hätte schwören können, dass seine Absetzung noch nicht in diesem Jahrzehnt passiert, sondern erst dann, wenn’s quasi biologisch nicht mehr geht.

Jetzt, wo es vorbei ist, wird man schon ein bisschen sentimental. Aber nur ein bisschen. Und freut sich darauf, wer wohl danach folgen wird. Vielleicht einer mit Fußballverstand, das wäre ja schon mal was. Also einen solchen von heute, nicht von vor 15 Jahren, bittschö.

Bliebe die Frage nach der Anschlussverwendung für den Franz.

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Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

 
 
Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8
 
 

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

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Tonite’s Matchup: Klopp vs Jupp

Herzlich willkommen zur Vorstellung der Teilnehmer eines der entscheidenden Meisterschaftskämpfe in dieser Saison. Abgesehen vom doppelten P gibt es nicht viel, was die beiden heutigen Kontrahenten, die einzig verbliebenen ernsthaften Titelanwärter, gemein haben, aber das macht die Angelegenheit umso spannender.

In der roten Ecke des Herausforderers, bereits rötlich leuchtend:

Jupp.

Der Altmeister, der dennoch als Herausforderer in dieses Match geht, kennt keinen „special move“, sein „special move“ ist es schließlich, keinen special move zu haben. Er kennt nur eine Strategie, und die lautet: Die besten Spieler aufstellen und dann hoffen, dass es irgendwie schon klappt. In Ermangelung von annähernd gleichstarken Gegnern, kann er das selten erproben. Dieser Umstand erklärt, dass Jupp die Sache mit dem Einwechseln und Akzente Setzen trotz seiner beinahe ewig währenden Karriere noch nicht so ganz in sein Repertoire aufgenommen hat. Eingewechselt wird, wie in der Sitzung vor Anpfiff besprochen.

Natürlich kann Jupp auf seine vielen Gladiolen verweisen, auch wenn selbst ohne Brille nicht zu übersehen ist, wie verwelkt diese inzwischen sind. Der letzte große Triumph für Jupp datiert von 1998, als Klopp noch in der Abwehr von Mainz 05 dilettierte. Apropos Klopp:

In der schwarz-gelben Ecke des Champions:

Klopp.

Was viele nicht wissen: Klopp wird gar nicht von ihm selbst gesteuert, sondern von seinem Co-Trainer Zeljko Buvac. Buvac bereitet im Hintergrund die entscheidenden Moves vor, er bestimmt, wann es Zeit ist, zuzuschlagen, oder wann, den Gegner am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Hat also so viele „special moves“ zur Verfügung, dass das sein „special move“ ist: Den Gegner nie wissen zu lassen, was er als nächstes plant.

Das Einzige, was Klopp selbst in seinen Klopp einbringt, ist sich vollständig auf dessen Außendarstellung und das Motivieren seiner Spieler zu verlegen, welches er beides bis zur Perfektion beherrscht. Special move von Klopp bei der Außendarstellung: Im Jubel noch mehr auszuflippen, als es Peter Neururer je bei seinen Tänzen vermochte, ohne so wie dieser damit seine Reputation zu vernichten.

Ärgster Schwachpunkt von Klopp: Reißt national Bäume aus, ist international aber ein unbeschriebenes Trainerblatt. Und wenn der Gegner am heutigen Abend eins mitbringt, dann ist es internationale Abgewichstheit, wie auch immer die genau aussehen mag.

Ausblick Wir dürfen gespannt sein, wer nach wie vielen Runden des Kampfes einen entscheidenden KO-Treffer wird setzen können. Aller Voraussicht nach wäre nach einem frühen Tor für Klopp die Partie — siehe mangelnde Adaptionsmöglichkeiten von Jupp — schon entschieden, soweit eine Partie vor dem Schlusspfiff des Schiedsrichters entschieden sein kann.

Woran Klopp sich die Zähne ausbeißen könnte, ist, dass Jupps Strategien zwar veraltet sind, er diese aber mit einer Inbrunst verteidigt, wie man es von alten Menschen kennt und fürchtet, denen im Seniorenheim das Apfelmus als Nachtisch weggenommen werden soll. Problematisch beim Gegner: Manchmal vergessen die Spieler von Klopp vor lauter Sinnieren über den nächsten special move, wo das Tor eigentlich steht. Ausgleichende Gerechtigkeit: Dafür erinnert sich der Torhüter von Jupp manchmal nicht, wo sich sein Tor befindet, wenn er durch die Lüfte irrt.

Seien Sie live dabei und schalten Sie heute Abend ein, wenn die gespannte Match-Gemeinde erfahren wird, wer den Gegner am Ende ausknockt: Tonite’s Matchup, 20h, Westfalenstadion, Klopp vs Jupp. Garantiert das letzte vorentscheidende Match vor dem nächsten.

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Welchen Teil von „Nein“ verstehen sie nicht?

Ich schrob es hier bereits anlässlich des Geklappers vor der WM 2011, dass man olle Kamellen nicht aufwärmen darf und eine Fortsetzung nie so gut ist wie der erste Teil. Welche unsäglich Nichtsahnenden dichten, fabulieren, schwadronieren also im Zuge einer möglichen Bewerbung Deutschlands um die Ausrichtung der EM 2020 schon wieder von „einem neuen Sommermärchen“?

Erstens das Wetter, zweitens der Franz und drittens überhaupt: Es gibt kein neues Sommermärchen mehr, weil man in dem Moment, in dem man es sich im Vorhinein wünscht, jegliche Spontaneität in dieser Richtung zunichte gemacht hat. Es damit ver-un-mög-licht hat.

Man darf also getrost allen Schreiberlingen, die hoffnungsfroh „ein neues Sommermärchen?“ fragen, antworten:

Nein.

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