8. Juni 2013
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Zwei große Talente (des amerikanischen Fußballs)

Bitte mit der amerikanischen Akzent vorgaukelnden Stimme von Ben Wett im Kopf lesen. Denn heute gibt es Nachricht aus den USA.

Kennen Sie die hobbymäßige Fußballerin Marilyn Lange? Nein? Sollten Sie aber. Sie ist die erste Frau, die in der nordamerikanischen, längst versunkenen NASL gedraftet wurde, wie Sports Illustrated unter „Remembering the NASL draft“ erzählt. Für die Liga der Männer wohlgemerkt.

Es gibt zwar noch ein, zwei andere Gründe als ihr Interesse für Soccer, warum man Marilyn Lange kennen könnte, hier geht es bekanntlich aber immer um Fußball. So spielte die Holde damals selbst gerne in ihrer Wahlheimat Hawaii jenen Soccer, den auch die NASL betrieb. Woraufhin sie Eingang in den Pool der zu draftenden Spieler und in dem Fall Spielerinnen des Drafts des Jahres 1976 erhielt. Zwar war die Aktion nur ein Marketinggag, denn zum Einsatz kam sie für Chicago Sting nie. Weil sie aber so erfolgreich Promo für die gesamte NASL und ihre Chicago Sting machte, folgten noch im selben Draft die Tampa Bay Rowdies mit dem Draft der Frau B.J. Woodward, welche allerdings ebenfalls nie zum Einsatz kam.

Eine junge Frau in der nordamerikanischen Soccer-Liga. Einmal mehr unterstreicht der Draft von Marilyn Lange, dass man in Amerika schon wusste, wie Show machen geht, als hierzulande im Stadion noch die Polizeikapellen in Uniform getragene Hymnen oder im Wortsinne Märsche als Unterhaltung der Zuschauer bliesen.

1. Juni 2013
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Bela vs Beckmann

Gerade geht das Transkript der Kommentatorenleistung von good old Béla Réthy beim Champions-League-Finale durchs Blogosquarium.

Ein alter Hut, möchte man da anmerken.

Von der Partie Brasilien — Kroatien bei der WM 2006 liegt hier schon länger das Transkript von Reinhold Beckmanns damaliger Kommentatorenleistung herum. Zugegebenermaßen nicht so nett aufbereitet. Aber getz mal ehrlich: Liest sich solche Transkripte irgendjemand auch nur ansatzweise durch? Okay, Beckmanns Spruch über (den wahren) Ronaldo ist ganz gelungen, aber sonst?

Beckmann bei der Arbeit Teil 1

Beckmann bei der Arbeit Teil 2

31. Mai 2013
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Dekompositions-Häppchen am Morgen

Nur für den Fall, dass es nicht aufgefallen sein sollte, im Zuge dieses Anliegens:

Während viele Stimmen unbegründeterweise Matthias Sammer, dem geschiedenen DFB-Sportdirektoren, die Verantwortung für die Titel der U-Mannschaften zuschreiben, hält Matthias Sammer selbst jemanden, der sich auf diesen Posten begibt, für einen „Idioten“, wenn auch einen guten.

Der Tagesspiegel behauptet, Sammer verließ den DFB, „weil der Job ihn wegen zu geringer Einflussmöglichkeiten langweilte“.

Sein Einfluss war ihm selbst zu gering.

Derartige Infos werden langsam, aber fröhlich zusammengetragen und dann wird irgendwann ebenso fromm dekompostiert, äh, dekompositioniert.

30. Mai 2013
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Germany — Ecuador 4:2
Eine Welt ohne Hype ist möglich

Die USA-Reise ist in vielen Aspekten eine außergewöhnliche Erscheinung, zumindest im deutschen Länderfußball. Eine Erscheinung, welche hier außerordentlich goutiert wird. Nun kann man und muss sowieso niemanden überreden, sich für Partien zu interessieren, welche in der Atmosphäre eines Mittags vor einem Sommerfest, dazu ohne Stammspieler durchgeführt werden.

Doch hat eine solche Reise für den Connoisseur viel zu bieten, wie die Partie Deutschlands gegen Ecuador wieder einmal bewies.

Da wäre zunächst der Umstand, dass keine Miniturniere mehr existieren, wie es der/die/das Mundialito mal war. Oder jenes Vierländerturnier in West-Berlin als Entschädigung dafür, dass die Stadt kein Austragungsort bei der EM 1988 sein konnte. Die USA-Reise ist zwar kein Turnier, aber immerhin eine wenn auch kurze Folge von Partien des selben Kaders.

Gefolgt vom Umstand, dass es selten nur noch Länderspiele der Deutschen auf neutralem Boden gibt, die nicht Teil eines großen Turniers sind. Entweder man spielt beim Gegner, zu Hause oder eben bei einem solchen Turnier. Die Partie gegen Ecuador kannte nur auf dem Papier ein Heimteam.

Was wiederum zu Punkt Drei führt: Es war eines der selten gewordenen Länderspiele ohne den ausgesprochen widerlich gewordenen Schlandismus, dessen Auswüchse inzwischen noch das Niveau jener hauptsächlich zum Konsumieren von geistigen Getränken genutzten Karnevalsparties unterschreiten. Denn für ein Freundschaftsspiel fliegen nicht mal alle vom Club der Freunde der Nationalmannschaft bis nach Florida — und von den Ecuadorianern waren auch nicht viele zu sehen.

Was direkt zum vierten angenehmen Aspekt führte: Endlich mal wieder zu erleben, dass Fußball nicht nur im Berliner Olympiastadion, in Köln, Nürnberg oder auch in Mailand, Athen, Amsterdam in immer gesichtsgleicher werdenden Arenen stattfindet, nicht nur in der TV-Traumwelt, die man aus diesen Stadien zaubert. Sondern schlicht in einem schnöden College-Stadion, welches doch glatt nur über drei Tribünen verfügt.

Und so sommerlich entspannt, ohne Schlandismus, sogar ohne „TV-Experten“, welche ohnehin meist die Bezeichnung inhaltlich nicht rechtfertigen, lief dann auch die Partie. Was darin gipfelte, dass sich Tom Bartels gar nicht mehr beruhigen konnte, dass die Ordner den Flitzer nicht sofort per Massensprint von allen Seiten zu Fall brachten und als Schwerverbrecher abführten, sondern schlicht gewähren ließen.

Wie es dem tatsächlichen Vorfall bei einem Flitzer nun mal auch angemessen ist. Sicher will niemand, dass Spiele ständig davon unterbrochen werden, wenn manche das gar als Profession betreiben, mit Werbung auf dem Shirt flitzen, wird es lästig. Das Flitzen an sich aber ist so dramatisch wie wenn vor einem Spiel die verkehrte Hymne gespielt wird: Es ist nun mal einfach ein Garnichts, egal wie schwer Bartels in sein Mikro hyperventiliert.

Vom Spielverlauf sah der Autor aufgrund aktueller Meidericher Metamorphosen leider nicht alles, um hier schlaue Sätze absondern zu können. Dieser Podolski aber, der könnte was für die A-Mannschaft sein.

Was für ein Genuss es doch war, ein Fußballspiel ohne all diesen lästigen Hype zu sehen, ob ohne Schlandis vorm Kneipen-TV, im Stadion selbst oder bei den Berichtenden.

Was wäre der Fußballkosmos nur ohne diese USA-Reisen der Nationalmannschaft?

29. Mai 2013
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[Update] Die vergessenen Niederlagen

[Update 29.5.2013] Premiere: Erstmals verliert ein deutscher Club ein Finale gegen einen deutschen in der Champions League. Ergibt natürlich automatisch einen deutschen Verlierer, wobei diese Niederlage vielleicht nicht ganz so wahrscheinlich vergessen werden wird wie die übrigen.

[Update] Mal sehen, ob wir morgen eine weitere Finalniederlage mit deutscher Beteiligung ergänzen müssen. Allgemein muss man festhalten: In diesem Jahrtausend überhaupt erst ein einziger Titelgewinn! Da ist wohl nicht viel mit zweit- oder drittbester Liga Europas.

Fast vergessen, zu aktualisieren.

Letztens diskutierten wir die UEFA-Cup-Final-Niederlage des 1. FC Köln gegen Real Madrid, bei der nach einem 1:5 im Estadeo Santiago Bernabeu ein 2:0 im Rückspiel in Berlin gelang, welches nach Adam Riese und auch nach der UEFA nicht dazu reichte, dass der 1. FC Köln seinen ersten Europapokal gewönne.

Danach erreichten mich viele, viele (das Pendant zum Vogts’schen „sehr, sehr“) Wortmeldungen, die mitteilten, dass die betreffende Person gar nicht von dieser Niederlage gewusst hätte. Um genau zu sein war es eine Wortmeldung, die reichte aber aus, mich zu diesem Beitrag zu motivieren. Denn kurz davor schon war ich auf eine Niederlage gestoßen, die mir selbst fast unbekannt war. Ich hatte irgendwann mal davon gelesen, es aber dann schon lange zu den anderen Files auf meiner Festplatte gelegt, was nichts Anderes bedeutet als diese Information dem Sarlacc zu überantworten, dem ewigen Schlund, auf dass die Information nie wieder auftauchen möge.

So kommen wir also heute dazu, alle Europapokal-Final-Niederlagen deutscher Klubs, und ja, auch gerne aus der DDR und von mir sogar gerne aus Österreich und der Schweiz, zu sammeln. Und da man nicht umsonst Leser hat, die etwas für ihr Geld tun sollen, geht diese Frage zunächst mal nicht an mich, sondern an Euch:

Welcher deutsche/ostdeutsche/österreichische/schweizer Klub verlor in welcher Saison in welchem Wettbewerb ein Europapokalfinale?

Nun, eins habe ich ja oben schon verlinkt, und die Mutter aller Niederlagen wird wohl auch niemand vergessen haben. Wären wir bei zweien. Da fällt mir natürlich sofort auch noch Bayer Leverkusen ein, doch dabei soll’s erstmal bleiben. Jetzt Ihr.

  • 1960 Europapokal der Landesmeister Real Madrid – Eintracht Frankfurt 7:3
  • 1965 Europapokal der Pokalsieger West Ham United – 1860 München 2:0
  • 1968 Europapokal der Pokalsieger AC Mailand – Hamburger SV 2:0
  • 1973 UEFA-Pokal FC Liverpool – Borussia Mönchengladbach 3:0 und 0:2
  • 1977 Europapokal der Landesmeister FC Liverpool – Borussia Mönchengladbach 3:1
  • 1978 Europapokal der Pokalsieger RSC Anderlecht – Austria Wien 4:0
  • 1979 Europapokal der Pokalsieger FC Barcelona – Fortuna Düsseldorf 4:3 n.V.
  • 1980 Europapokal der Landesmeister Nottingham Forest – Hamburger SV 1:0
  • 1980 UEFA-Pokal Eintracht Frankfurt – Borussia Mönchengladbach 2:3/1:0
  • 1981 Europapokal der Pokalsieger Dynamo Tiflis – Carl Zeiss Jena 2:1
  • 1982 UEFA-Pokal IFK Göteborg – Hamburger SV 1:0 und 3:0
  • 1982 Europapokal der Landesmeister Aston Villa – Bayern München 1:0
  • 1985 Europapokal der Pokalsieger FC Everton – Rapid Wien 3:1
  • 1986 UEFA-Pokal Real Madrid – 1. FC Köln 5:1 und 0:2
  • 1987 Europapokal der Pokalsieger Ajax Amsterdam – Lok Leipzig 1:0
  • 1987 Europapokal der Landesmeister FC Porto – Bayern München 2:1
  • 1989 UEFA-Pokal SSC Neapel – VfB Stuttgart 2:1 und 3:3
  • 1993 UEFA-Pokal Juventus Turin – Borussia Dortmund 3:1 und 3:0
  • 1994 UEFA-Pokal Inter Mailand – Austria Salzburg 1:0 und 1:0
  • 1996 Europapokal der Pokalsieger Paris St. Germain – Rapid Wien 1:0
  • 1998 Europapokal der Pokalsieger FC Chelsea – VfB Stuttgart 1:0
  • 1999 Champions League Manchester United – Bayern München 2:1
  • 2002 Champions League Real Madrid – Bayer Leverkusen 2:1
  • 2002 UEFA-Pokal Feyenoord Rotterdam – Borussia Dortmund 3:2
  • 2009 UEFA-Pokal Schachtjor Donezk – Werder Bremen 2:1 n. V.
  • 2010 Champions League Inter Mailand – FC Bayern München 2:0
  • 2012 Champions League FC Chelsea – FC Bayern München 5:4 n. E.
  • 2013 Champions League FC Bayern München – Borussia Dortmund 2:1

28. Mai 2013
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FC Bayern, Weltmeister in Europa

Das ist Weltrekord in der Türkei.

Vielleicht liegt es daran, dass man schon so viele schale Endspiele gesehen hat, bei denen der Hype vorher ähnlich groß war, und man dann auf die erste Torchance bis zur 27. Minute wartete, die Partie hernach durch ein Tor zum 1:0 in der 54. samt anschließendem Komplettvermauern des eigenen Strafraums entschieden wurde, dass die Begeisterung über dieses Fußballspiel so groß war.

Mit großer Verwunderung las man davon, dass mancherorts die Partie als „spielerisch bieder“ bezeichnet wurde. Mit Verlaub, da haben Sie ein anderes Spiel gesehen als ich. Wenn spielerisch unbieder und somit attraktiv nur bedeutet, dass alle Passstafetten stets funktionieren, landet man in der von vielen zurecht beklagten Langeweile durch Perfektion des spanischen Spiels bei der EM 2012 (mit Ausnahme des Finales).

Das hatte diese Partie ganz und gar nicht. Eher war dieses extrem hohe Verteidigen der Dortmunder eine Offenbarung: Da hat jemand Maßnahmen im Köcher, die selbst die derzeit beste Mannschaft der Welt, die, nur zur Erinnerung, in zwei Spielen 7:0 gegen den FC Barcelona gewann, in Verlegenheit bringen und irgendjemand beklagt sich über spielerische Biederkeit? Wie gut soll Fußball denn noch werden?

Denn dieses Finale bringt zumindest den Autor an den Rand seiner Vorstellungskraft. Sepp Maier war es, der 1972 nach dem deutschen 3:1 in Wembley dachte: „Besser kann man nicht mehr spielen“. Und dieses Zitat wird jetzt ausnahmsweise nicht gebracht, um über den Maier Sepp zu spötteln. Es wird immer verständlicher, wie man in seinem Gedankengefängnis der Gegenwart festsitzt und sich partout nichts Anderes, dieser Spielweise noch Überlegeneres vorstellen kann. Und dennoch wird es so kommen, dass dieser Fußballsport in 20 Jahren wieder einen weiteren Schritt gemacht haben wird. Wie gesagt ohne, dass man sich hier vorstellen kann, wie das aussehen könnte.

Apropos „überlegen“ — das waren die Dortmunder ja nur in den ersten 25 Minuten, bis der Schiedsrichter ein Zeichen setzte, sich in eine Passkombination einschaltete, den Ball und für den Rest des Spiels auch das Dortmunder Spiel bremste. Die Bayern ein völlig verdienter Sieger, denn Matchplan und -taktik hin oder her: Wer Gomez und Schieber, die beiden Eingewechselten, vergleicht, weiß, wo den BVB ein wenig der Schuh drückt, der Atem ausgeht oder die Potenz fehlt. (Ein totaler Underdog eben, nur drei Titel in den letzten zwei Jahren.)

Die mit offensichtlich großem Abstand beste Mannschaft Europas ist also quasi Weltmeister geworden, wenn man in schöner Tradition amerikanischer Sport-Arroganz die Champions League mal als die wahre WM des Klubfußballs interpretiert. Weltmeister in Europa, mit demnächst dem weltbesten Trainer und dem immer noch talentiertesten Jungspieler mit deutschem Pass, wo der deutsche Fußball doch ohnehin schon an Talenten so reich ist, dessen Karriere wohl irgendwann an der Wahl zum Weltfußballer des Jahres vorbeistreifen könnte: Da kann einem Angst und Bange werden.

Die schöne Bundesliga, jetzt gerade zu ihrem Geburtstag nur noch ein besseres Warmlaufen für die Bayern, die auch die Dreifachbelastung samt Länderspielen locker wegstecken können, Geld für einen doppelt erstklassig besetzten Kader ist eben schon lange vorhanden und wird auch in Zukunft nicht fehlen.

Eigentlich ein schöner Moment „für den deutschen Fußball“, dieses Endspiel, der Fußball darin und in gewisser Weise auch sein Verlauf, zumindest wenn man auf den WM-Titel 2014 hofft, der besser mit Siegertypen wie Lahm und Schweinsteiger 2013 als mit Verlierertypen wie Lahm und Schweinsteiger 2012 zu erringen sein wird.

Neben dem Licht, das dieses Finale auf die Zukunft des Fußballs hierzulande wirft, liegt aber auch ein ziemlich dunkler Schatten. Ein Motorrad knattert vorbei, eine Scheibe wird eingeworfen. Jemand schreit. Schnell den Kragen hochgeschlagen und nach Hause. Dem Sog der Spielkraft des FC Bayern scheint zur Zeit niemand gewachsen. Finstere Eintönigkeit am Ende der Straße.

Zum Glück kommt im Fußball aber sowieso immer alles anders als man denkt und schon im DFB-Pokalfinale könnte die nächste Überraschung zelebriert werden, wenn der VfB Stuttgart den amtierenden Weltmeister in Europa besiegen sollte. Allein, dass es überhaupt eine Überraschung wäre, wenn ein mehrfacher Meister wie der VfB Stuttgart ein Pokalspiel gegen die Bayern gewinnt, ist dann nun mal nicht zu leugnen. Finstere Eintönigkeit am Ende der …

24. Mai 2013
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Lesung in Bremen und Gespräch mit dem Grünweiß-Podcast

Bei Werder Bremen überschlagen sich die Ereignisse, die beinahe anderthalb Jahrzehnte andauernde Kontinuität bei Manager und Trainer ist zu Ende. Sicher nicht gut für die Fanseelen rund ums Weserstadion, wohl aber gut für die Stammtische der Fußballliebhaber. Denn nach 14 Jahren Abstinenz dürfen auch die Bremer Fans jetzt mal mitmischen bei einer spannenden Trainersuche.

So erstaunt es wenig, dass bei den Bremer Blogs und Podcasts nach drei sportlich trockenen Jahren wieder viel diskutiert wird. Zufällig liegt mein Lesetermin in Bremen in dieser unruhigen Zeit, am Dienstag, den 4. Juni lese ich ab 20h im „Eisen“ wieder die „Drama Queens in kurzen Hosen“.

Deshalb klopfte der Werderaner Tobias Singer vom Blog Meine Saison bei mir an, ob ich nicht Teil dieser Ausgabe des Grünweiß-Podcasts sein wollte. Zu Gast in Bremen war ich am Mittwoch, leider nur per Skype, was die eher mediokre Tonqualität bedingte. Wir sprechen auch über meine Lesung, aber natürlich ebenso über die Lücke, die Thomas Schaaf hinterlässt. Und eigentlich hätten wir noch einige weitere Themen im Angebot gehabt, aber da streikte dann leider die Technik.

Wie ich mir sagen lassen habe, besitzt das „Eisen“ in Bremen doch einen sehr besonderen Charme. Wer in Bremen lebt, wird den Laden wohl kennen, für mich ist es der erste Abend dort. Ich hoffe, mit vielen von Euch, so dass es wieder ein runder Abend wird.

Hier geht’s zum Gespräch mit Grünweiß, dem Werder-Bremen-Fußball-Stammtisch, mich gibt’s ab Minute 18:30 zu hören, aber natürlich sind die gesamten 1.22h hörenswert.

Einen Trainerwechsel in Bremen, das gab es zuletzt zu einer Zeit, als wir auf unseren Handys gerade mal SMS bei monochromer Darstellung verfassen konnten.

PS: Der Eintritt am 4. Juni ins Eisen ist frei. Be there or be square.

23. Mai 2013
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Das tragische … naja

… hört einfach selbst.



Das tragische Dreieck aus Fredi Bobic, Gerhard Poschner und Marco Haber, live im Neckarstadion mit „Steh auf (eo amama eo)“. Man erkennt einen Anflug von Humor in dem Wortspiel mit „tragisch“, in Anlehnung an das damalige „magische Dreieck“. Der Song ist dann aber wieder klassischer Fußballerkram — für unsere Breiten jedenfalls klassisch.

Gerhard Poschner setzte damals übrigens jene Fußstapfen, in die Toni Kroos heute beschwingt tritt: „Ich wollte sein wie Hartmut Engler“, verriert er 11Freunde. Und da schau her, der ganze Song kommt aus Englerschem Hause:

Gerhard Poschner: Es war ja noch die glorreiche Zeit der Band „Pur“. Die kommen aus dem gleichen Ort wie ich. Nach einem Konzert sagte mir Sänger Hartmut Engler nach zwei Bacardi-Cola: „Weißt du, was ich am liebsten machen würde: Fußball spielen, wie du.“ Ich: „Du Trottel, und ich würde am liebsten auf der Bühne stehen und so singen können wie du!“ Sein Produzent stand daneben. Ich versprach ihm, dass ich ein Tape aufnehmen würde. Er versprach mir, dass er es produzieren würde. Fredi und Marco standen dabei, die musste ich gar nicht groß überzeugen.

Glorreiche Zeit?

22. Mai 2013
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Noch’n Rekord für den FC Bayern

Der Stadtneurotiker war es, der zuletzt in einer Trambahn fahrend laut nachdachte, ob der damals noch wahrscheinliche, jetzt tatsächliche Deutsche Meister im Frauenfußball, der VfL Wolfsburg, damit der erste Verein wäre, der sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern den Titel gewönne. Man ist fast geneigt zu sagen: ausgerechnet der VfL Wolfsburg.

Doch ein Blick in die Liste der Deutschen Meister im Frauenfußball zeigt: Es ist des Stadtneurotikers eigener Herzensclub, welcher auch diese Leistung als erster vollbracht hatte. Zwar im Wortsinne kein Rekord, sondern eine Premiere, aber eben eine besondere Leistung. 1976 war der FC Bayern München Deutscher Meister im Frauenfußball. Und damit schon zwei Jahre nach Einführung von Deutschen Meisterschaften im Frauenfußball der erste Verein, welcher diesen Titel bei den Männern und bei den Frauen errang.

(Ansonsten bleibt zu konstatieren: Wachablösung oder nicht, zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wird weder der 1. FFC Frankfurt noch Turbine Potsdam Deutscher Meister. Kann der Attraktivität ja eigentlich nur guttun. Wäre es nicht ausgerechnet undsoweiter.)

21. Mai 2013
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Wir leben Abneigung

Guten Tag, mein Name ist VfL Bochum. Ich habe eine neue Freundin. Genauer gesagt habe ich meine Liebe zu einer alten, beinahe abgelegten Freundin erneuert. Ich finde, die Öffentlichkeit sollte das wissen. Deshalb habe ich Schals drucken lassen. Auf der einen Hälfte des Schals mein Gesicht, auf der anderen jenes meiner Freundin. Man kann diese Schals jetzt kaufen. Und jeder kann öffentlich sehen, dass ich ein „Nein“ nicht verstehen mag.

Denn wie es guter Brauch wäre, müsste meine neue, alte Freundin diese Freundschaftsschals eigentlich ebenfalls drucken, vor allem aber kaufen, anlegen und leben. Leider habe ich nicht ganz verstanden, dass die Liebe auf der anderen Seite längst erloschen ist, was die ganze Angelegenheit ein wenig peinlich aussehen lässt. Vielleicht merke ich es in den nächsten Tagen ja noch, denn allzu schwer ist eigentlich nicht zu verstehen, was die andere Seite verlautbaren lässt. Der VfL Bochum erklärte dem Pottblog:

Der FC Bayern München wird den Fanfreundschaftsschal nicht anbieten, weil das ganze Projekt ausschließlich auf unsere Initiative zurückzuführen ist.

Bis dahin blamiere ich mich aber weiterhin fröhlich mit einer nur einseitig gelebten Liebe. Was bei Abneigung noch gut funktioniert, die Einseitigkeit, hat bei Liebe den leicht schalen Beigeschmack dessen, dass ich ein begriffsstutziger, verlassener Mann bin — es aber nicht mal merke.

So blöd kann man eigentlich selbst in Bochum nicht sein. Und siehe da, wenn man genauer hinschaut, taucht ein ganz anderer Grund auf, welcher die Schals gut verkaufbar macht:

Da wir hier in Bochum auch in Konkurrenz zu den beiden großen Reviervereinen stehen, wollten auch viele VfL-Fans mit dem Freundschaftsschal zum Champions League-Finale gegen den BVB „Flagge zeigen“ und sich wieder offen zur Fanfreundschaft VfL Bochum 1848 & FC Bayern München bekennen.

Um Flagge zu zeigen gegen den BVB verkauft man in Bochum also Fanfreundschaftsschals mit dem Wappen des FC Bayern. Gibt es diese einfältig gestalteten Anti-Sticker jeglicher Couleur nicht mehr, früher gerne vor den Stadien und an Hauptbahnhöfen zu erwerben?

16. Mai 2013
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Verlierern beim Verlieren zusehen

Well, gestern Abend hatte ich nichts zu tun.

Was natürlich eine Lüge ist. Tatsächlich suchte ich nach einem Anlass zu prokrastinieren, ich hätte eigentlich sehr viel zu tun gehabt, aber das wären alles Dinge gewesen, die mir nicht unbedingt als Abendbeschäftigung gefallen hätten.

Man kennt das vom Prokrastinieren, da ist jede Abwechslung willkommen, da ist man nicht besonders wählerisch. Also schaltete ich zum ersten Mal seit Jahren wahllos das TV ein und siehe da: Es gab da eine Show, die einigermaßen unterhaltsam zu sein versprach.

Nun gut, es ging nicht um ernsthaften Sport, somit eigentlich nicht das, was ich bevorzuge, aber immerhin: Eine Scripted-Reality-Scheiße darf es alle 10 Jahre dann auch mal sein, ohne dass man sich dafür entschuldigen muss, es gesehen zu haben.

Dennoch hatte ich eigentlich auf ernsthaften Sport gehofft, so wie ich ihn am liebsten sehe.

Es gab dann leider nur das Finale eines Wettbewerbs, der zwar eigene Starter kennt, aber dennoch in späteren Runden das Sammelbecken der Verlierer eines anderen (!) Wettbewerbs darstellt. Zwei (!) dieser Verlierer in einem anderen (!) Wettbewerb hatten es dann auch ins Finale geschafft. Total hanebüchen gestaltet vom Drehbuchschreiber dieser Sendung.

Das Spiel an sich war durchaus toll, schon in den ersten 15 Minuten gab es drei heiße Szenen, nicht im Strafraum, sondern im Fünfmeterrraum. Ein äußerst seltenes Phänomen in dieser Scripted-Reality-Scheiße, wie ich aus Erfahrung weiß, später kam einiges an Sehenswertem hinzu, der Autor hatte gar eine Reminiszenz ans EM-Finale 2008 eingebaut, dazu ein toller Lattentreffer, tolle Torwartparaden und so weiter.

Was soll ich sagen, der Autor dieser Sportshow hatte sich dann einfallen lassen, den Ausgang des letzten Finales zu wiederholen. Eckball in letzter Minute, Tor. Soweit so schön, so weit vorhersehbar, wenn man sich schon mal ans Drehbuchschreiben oder zumindest über dieses Gedanken gemacht hat.

Ziemlich unterhaltsam, gute Show.

Ich hätte allerdings viel dafür gegeben, wenn das alles ernsthafter Sport gewesen wäre, und keine zusammengekleisterte Showkacke, in der Teams in einem ganz anderen Wettbewerb starten und dann in einem wiederum völlig anderen Wettbewerb im Finale landen. Immer dieser übertriebene Showaspekt bei den Drehbuchschreibern dieser Scripted-Reality-Kacke. Deshalb schau ich ja so selten Stories im TV.

Beim nächsten Mal schaue ich ganz sicher wieder echtem Sport zu, bei dem man in einem Wettbewerb startet und wenn man ausgeschieden ist, ist man ausgeschieden.

Der Name der Veranstaltung gestern? Irgendein Franz faselte was von „Verlierer-Cup“. Und einer dieser Verlierer gewann dann tatsächlich am Ende das Finale gegen einen anderen Verlierer, aber beide aus einem anderen Pokalwettbewerb.

Total hanebüchen, wie gesagt.

15. Mai 2013
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Bewertungen beurteilen

Wolfgang Holzhäuser ist hier gerne gesehener Gast. Auch zu seinem Abschied lässt er sich nicht lumpen und haut noch mal einen raus.

Die Bewertung einer Laufbahn wird von ihrem Ende her beurteilt.

Fragt sich nur, wo das Ende der Bewertung anfängt — und wo es aufhört.

Bayer Leverkusen kann es nur gut tun, wenn nun endlich Logik, zumindest aber Satzbau im Sinne des Sprechenden in die Führungsetage einzieht. Da sollte die Freude über seinen Abschied groß sein.

8. Mai 2013
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Da schweigt des Welterklärers Beredtheit

Da ich (erst) gestern in den Genuss des ZEIT-Interviews mit Uli Hoeneß kam, habe ich für alle, welche es nicht lesen konnten, hier mal die Antwort auf die eigentlich im Raum stehende Frage mitgebracht.

„(schweigt lange). Das ist eine gute Frage. Ich weiß es nicht.“

Das ist alles, was man aus diesem Interview wissen muss, denn der Rest ist exkulpatorisches Blabla, warum er und dass er gerne gezockt hat, wie das im Detail ablief und so weiter. Aber das interessiert doch hier gar nicht, er kann ja zocken wie er will (auch wenn er sich früher gerne als Anti-Börsianer geriert hat, es ist aber nicht strafbar, so zu reden und dann gegenteilig zu handeln), die Frage ist, warum er Steuern hinterzogen hat. Die zitierte ist zwar nicht die alleinige Stelle, an der das Thema dann endlich besprochen wird, aber das Obige ist seine Antwort auf die Kernfrage:

Wie er seine Steuererziehung erklärt.

Dazu schweigt er. Natürlich muss er sich nicht selbst belasten, Verfahren schwebt und so weiter — warum dann aber dieses Interview?

Man kann nicht behaupten, dass die ZEIT Uli Hoeneß festnagelt. Stattdessen akzeptiert sie auch noch die Anwesenheit von Hoeneß‘ Sohn beim Interview, der dann auch noch ein paar Sätze sagen darf, die arme Familie, schlecht schlafen, viel schwitzen. Was ist das nur für ein Selbstverständnis eines Mediums, solch mit offensichtlicher Intention vorgebrachtes Gewäsch zu verbreiten? Und was Hoeneß zu seiner Straftat vorbringt, ist für einen, der sonst selten um Einschätzungen verlegen ist, ohne Experte in der Sache zu sein, doch arg wenig. Selbst wenn man die Möglichkeit in Betracht ziehen muss, dass er es tatsächlich nicht erklären kann, was menschlich und annehmbar wäre: Sein sonstiges Klugschwätzen zu allem und jedem wird dadurch, dass er sein eigenes strafbares Verhalten nicht erklären kann, noch mal schaler und hohler als es ohnehin schon war. Dass er auch jetzt, da die Bombe geplatzt ist, immer noch keine besondere Stringenz in seinem Verhalten zeigt, indem er nämlich nicht von seinen Funktionen im Verein zurücktritt, passt da gut ins Bild, das dieses Interview (hier) erzeugt. Nebelkerzen von der Spielsucht und den bedauernswerten Verwandten werfen und darauf hoffen, dass die Weißwaschung in der öffentlichen Meinung möglichst schnell voranschreitet. Er leidet ja so, die Familie erst. So durchsichtig wie billig und leider dennoch in vielen Hirnen erfolgreich. Ein Rücktritt wäre das nötige Zeichen gewesen, dass er die Verantwortung übernimmt und Einsicht beweist, nicht jedoch dieser Versuch, sich als leidendes Opfer der Umstände zu gerieren.

8. Mai 2013
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Ab heute: Quiztour im Revier zu 50 Jahren Bundesliga

Keine Veranstaltung von Trainer Baade, sondern von der Zeitung Reviersport in Zusammenarbeit mit der RAG. Aus Anlass des anstehenden 50-jährigen Jubiläums unserer geliebten Bundesliga (man stelle sich ein Leben ohne vor!) tourt das extra dafür eingerichtete Kneipenquiz durchs Revier. Einfach als Team hier anmelden und schon kann man an einem der 10 Termine (siehe rechts in der Sidebar) in den diversen Städten des Ruhrgebiets teilnehmen, kostenlos. Und die Teilnahme lohnt sich, denn neben dem Spaß, den jeder einzelne Abend bereiten wird, ziehen die ersten zwei Teams ins große Finale ein, welches Ende August an einer besonderen Location mit besonderen Preisen durchgeführt werden wird. Die Sieger der Einzeltermine erhalten allerdings auch schon schöne Preise aus dem Fundus von Reviersport.

Wieso das hier erwähnt wird, obwohl es keine Veranstaltung von Trainer Baade ist? Nun, irgendjemand muss ja die Quizfragen zusammenstellen, vorlesen und die Antworten auswerten, das wird dann meine Wenigkeit übernehmen. Bei einigen Terminen begleitet von Ulli Potofski, welcher der netten Aufgabe nachgehen wird, durch die sonstigen Ereignisse des Abends zu führen. Denn es werden jeweils einige bekannte Fußballer an den Orten mitquizzen und in den Quizpausen für das eine oder andere Döneken ans Mikro gebeten werden — dazu gehören die üblichen Verdächtigen wie Willi Landgraf oder Ente Lippens, aber auch weniger häufig im Rampenlicht stehende Akteure der Bundesliga werden dabei sein, wie Dieter Bast, Fred Bockholt, Martin Max oder die Traditionsmannschaft von RWO. Welche man natürlich alle gerne übertrumpfen darf.

Im Mittelpunkt steht schließlich Euer Wissen über 50 Jahre Bundesliga.

Also: hier das eigene Team anmelden und Reviersieger im Fußballquiz werden.

8. Mai 2013
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Erst wenn die letzte Dauerkarte verkauft sein wird

… wird man merken, dass das vielleicht keine so gute Idee war.

Wenn man klamm ist, kommt man auf allerlei Ideen, welche geeignet sein könnten, einen aus dieser Lage zu befreien. Leider steht da ein Konjunktiv, denn natürlich sind nur sehr wenige Ideen tatsächlich dazu geeignet, die Klammheit zu beenden. Anderenfalls gäbe es ja kaum noch Klamme — Personen oder Institutionen.

Fußballvereine versteigern im Zuge eines monetären Engpasses schon mal gerne die Namensrechte an ihrem Stadion, einen Platz im Kader oder haben sonstwie abstruse Ideen.

Ein neues Mitglied in dieser langen Liste abstruser Ideen ist die SG Wattenscheid 09 mit ihrem Angebot an ihre Fans, Dauerkarten auf Lebenszeit für einen einmaligen Obolus zu verkaufen.

Für unter 30-Jährige kostet diese Dauerkarte beispielsweise 600 Euro für einen Stehplatz, 1150 Euro für einen Sitzplatz. Dann gibt es zwei weitere Alterskategorien, eine für 30- bis 50-Jährige und eine für über 50-Jährige, welche für einen Stehplatz in der Lohrheide für den Rest ihres Lebens nur einmalig 400 Euro bezahlen müssen, für einen Sitzplatz auch nur 750 Euro.

Gut, die SG Wattenscheid 09 spielt zur Zeit unterklassig und von allzu großer Qualität ist der Fußballsport dort nicht, auch wenn das Stadion sehens- und erlebenswert ist. Aber es wäre ja durchaus denkbar, dass sich die Zeiten wieder ändern. Wenn dann hier Dritte Liga gespielt würde, und x Prozent der Karten aber schon weg sind, weil sie eben von einem Dauerkartenbesitzer auf Lebenszeit besessen werden, hätte 09 einen klassischen strukturellen Nachteil.

Dass die Einnahmen dieser Dauerkarten angelegt werden, ist in Zeiten von Minuszinssätzen auch eher nicht anzunehmen. Somit verpfändet man hier schon seine Zukunft, und wird sich, wenn sie eingetreten sein wird, ein wenig umsehen, dass die Eintrittseinnahmen entweder immer weniger werden oder aber entscheidend geringer sind als bei den Konkurrenten.

Betreiber von Fußballclubs und Weitsicht — das scheint zusammenzupassen wie der Teufel und das Weihwasser.

5. Mai 2013
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Es ist schwierig, zwei Mal Berlin zu sagen, ohne an Fußball zu denken

Aber das ist ja heute auch völlig richtig und passend so, gleichzeitig an Berlin und an Fußball zu denken. Denn heute geht es nach Berlin ans Mikro und hinter die Leselampe, wo nette Menschen in der Schwalbe ab 20h auf mich warten und gemeinsam ein wenig den Schätzen dieses Blogs lauschen wollen. Und auf die Augen gibt’s auch was.

Also, seid dabei, ab 20h in der Schwalbe, wenn es wieder heißt:

Vorhang auf für die „Drama Queens in kurzen Hosen“.

2. Mai 2013
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Zauberlehrling in Bayern-Bettwäsche

Auweh, noch ein Text zu Hoeneß, dem gefallenen Sünder? Nein, keine Sorge. Zu einer Zeit, in der beinahe minütlich neue Enthüllungen in seiner Causa bekannt werden, eine Einschätzung dieser Vorgänge zu formulieren, gleicht dem Versuch, auf einer Eisscholle treibend ein Lagerfeuer anzuzünden. Man wird in jedem Fall scheitern.

Fußballdeutschlands Arterie geplatzt

Der Takt der Explosionen ist momentan ohnehin so hoch, dass man in vielerlei Hinsicht lieber Deckung sucht — Hoeneß-Sympathisanten eher aus Entsetzen, andere Fußballinteressierte wegen der Gefahr überkochender Wut — als sich Gedanken zur abschließenden Bewertung zu machen. Doch dass die Fußballwelt mit dem Erscheinen der ersten Nachricht „Hoeneß: Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung“ aus den Angeln sprang, daran gibt es keinen Zweifel.

… weiterlesen bei bettingexpert.