28. April 2006
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foosball

Jaja, natürlich schreibt man Fußball mit Esszet, nicht mit Doppel-O. Ich rede hier aber nicht von der Sportart Fußball, sondern von foosball. Und was ist foosball?

Genau, foosball ist das amerikanische Wort für jenes Spielgerät, welches in Deutschland Kicker heißt.

Mit Dank an F&T für den Hinweis.

27. April 2006
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Brême

Nur damit Ihr mal wisst, wie die Bundesligaergebnisse (und somit auch elf der zwölf WM-Städte) auf französisch aussehen:

SAMEDI
Hambourg SV – Bayer Leverkusen : 0-2
Borussia M‘Gladbach – Hertha Berlin : 2-2
VfB Stuttgart – Eintracht Francfort : 0-2
Borussia Dortmund – FC Nuremberg : 2-1
Arminia Bielefeld – VfL Wolfsburg : 0-1
FC Kaiserslautern – Hanovre 96 : 1-0
FC Cologne – MSV Duisbourg : 3-1

DIMANCHE
FSV Mainz – Bayern Munich : 2-2
Werder Brême – Schalke 04 : 0-0

Duisburg, Heimat des Autoren, hat immerhin einen eigenen französischen Namen. Klar, dass das nicht für die schwarze Maus Wolfsburg gilt. Aber dass nicht mal Dortmund oder Stuttgart eine eigene Bezeichnung haben, während Duisbourg sie hat, wundert mich schon.

Natürlich erfahren wir auf diesem Wege nicht, wie man die zwöfte WM-Stadt — Leipzig — auf französisch nennt. Da gibt’s schließlich keinen Bundesliga-Fußball.

27. April 2006
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FC Sackratte

Heute neu im Kino: „FC Venus“

Es ist natürlich reiner Zufall, dass dieser Film so kurz vor der WM anläuft und nix anderes ist, als eine senile Komödie, die um den Hintergrund Fußball herumgestrickt wurde. Ben — TrainerBaade-Watchblog-Ben — hat recht: nichts und niemand verzichtet auf den Versuch, vom Thema Fußball-WM zu profitieren. Christian Ulmen, jemand, der zugibt, erst mit Ende 20 zum Fußballfan geworden zu sein und irgendwelche anderen MTV-Moderatoren tun in diesem Film so, als wenn sie die paar Groschen nötig hätten, die der Film abwerfen wird.

27. April 2006
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Zettel-Ewald

Ich muss zugeben, auf die hier im Blog verfügbaren Kategorien hab ich nicht allzu viel Wert gelegt. Ein Blog ist ein Blog, jedenfalls meines, und da muss man eigentlich nicht inhaltlich viel sortieren. Was man aber gar nicht sortieren kann, das kommt normalerweise in die „Sonstiges“ oder neudeutsch „Miszellen“-Kategorie. Diese heißt bei mir „Zettel-Ewalds-Sammelsurium“, mit anderen Worten: hier kommt all das rein, was sich der Zettel-Ewald notieren würde, was andere aber nicht für wichtig genug halten würden. Und weil der Zettel-Ewald so ein guter und aufmerksamer Beobachter wie auch ein helles Köpfchen ist, muss man ihn wohl seit Kurzem außerordentlich loben:

So ist das nämlich, wenn man dann einmal ein Fußballspiel im Fernsehn so schaut, dass man nix vom Kommentar hören kann: Ewald Lienen ist Co-Kommentator bei der Partie Villareal-Arsenal und macht laut der bei allesaussersport nachlesbaren Kommentare seinen Job außerordentlich gut.

Schade, dass wir das bei der WM nicht erleben werden dürfen. Oder dürfen werden? Anyway, es gibt also doch noch Hoffnung darauf, dass die Leute, die hinter den Mikros sitzen mehr sagen als das, was sie sich schon vor dem Spiel zurechtgelegt haben.

Ein Hoch auf Zettel-Ewald (auch wenn ich es selbst nicht gehört habe).

27. April 2006
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Deutsche Torhüter halten Elfmeter?

Der Daily Express schreibt zu Lihmäns gehaltenem Elfmeter gegen Villareal:

„Deutsche Torhüter halten Elfmeter. Das ist einfach so.“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hardy Grüne das entkräftigen kann. In meinem eigenen Team haben auch schon mehr als 10 verschiedene Torhüter im Tor gestanden, alle mit deutschem Pass, aber keiner von ihnen hat je einen Elfmeter pariert.

Freuen wir uns trotzdem darüber, dass bei einem möglichen Duell gegen England im Achtelfinale nun alle englischen Nationalspieler vor Jens Lehmann zittern werden, won’t they?

26. April 2006
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Pro 18h

Habe gerade festgestellt, dass das Pokalfinale in diesem Jahr (am kommenden Samstag schon!) um 20h angepfiffen wird. Ich weiß nicht, ob damit WM-Final-Atmosphäre geübt werden soll. Das WM-Finale wird auch um 20h angepfiffen, während alle anderen Abendspiele bei der WM um 21h beginnen.

[photopress:pro18h.jpg,full,alignright]

Ich finde aber, 20h ist eine wirklich ungünstige Zeit, zumindest für das Pokalfinale. Mit einer eventuellen Verlängerung und anschließendem Elfmeterschießen endet das Spiel womöglich erst kurz vor 23h. Das ist wirklich ein bißchen spät, um die U-Bahn in die Altstadt noch zu kriegen.

Früher war das Pokalfinale immer um 18h (und wenn ich mich nicht täusche, sogar mal um 17h). Das fand ich deutlich günstiger für die restliche Samstagabend-Planung. Und für die ganz jungen Bubis, die kommenden deutschen Superstars, die jetzt noch ahnungslos in FC-Bayern-Bettwäsche nächtigen, uns aber bei der WM 2022 in der Schweiz zum Titel schießen sollen, wäre es auch besser, wenn das Finale um 18h begönne. Ich sage hiermit also ganz klar:

Pro 18h!

Unterschreibt bitte für diese tolle Aktion in den Kommentaren. Danke.

26. April 2006
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Glatt gelogen

Welche Werbefuzzies haben hier wieder Kohle für Schmarrn kassiert? Oder kann sich irgendjemand an eine Zeit erinnern, in der man „stolz“ auf das von der spanischen Nationalmannschaft Geleistete war? Auf was soll man denn da stolz sein? Einen vierten Platz erreichte Spanien bei der WM 1950 und seitdem gar nix mehr.

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Ich rede nicht von Europameisterschaften…

26. April 2006
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Tom Hanks

Neben der formidablen Zitatebox [Link leider tot.] zum Einbau auf der eigenen Webseite gibt es jetzt auch einen Phrasendrescher bei der Süddeutschen. Nett gemacht, denn wer den richtigen zweiten Teil eines Zitates kennt, sieht einen Elfmeterschützen einen Ball auf viele verschiedene Weisen im Netz versenken. Den Link sollte man vielleicht in den Niederlanden verbreiten, damit man dort auch mal sieht, wie es ist, wenn man einen Elfmeter reinmacht.

[photopress:zitat.jpg,full,centered]

Wieso diese Überschrift? Weil die Synchronstimme von Tom Hanks die Zitate spricht. Nicht dass Ihr noch denkt, ein prominenter Ami hätte begonnen, sich für Fußball zu interessieren.

25. April 2006
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Eine Mär weniger

„Neu war für mich auch, daß immer alle 90 Minuten lang marschieren. Wenn du in Deutschland zehn Minuten vor Schluß 0:2 hinten liegst, schenkst du das Spiel ab. Hier mußt du bis zur letzten Sekunde rennen, egal ob es 0:4 steht.“

Das sagt Arsenals Аляксандр Глеб, den man in Deutschland auch unter dem Namen Aljaksandr Hleb kennt. Vor dieser Saison ist er von der Saure-Gurken-Truppe-Nr. 1, dem VfB Stuttgart, zu des Lehmanns toller Truppe gewechselt. Dabei sagt das Klischee doch, dass man gegen deutsche Mannschaften sich eines Sieges nie sicher sein darf, egal, wie hoch man führt. Denn angeblich geben deutsche Mannschaften nie auf.

„Die deutschen Spieler hören erst dann auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen.“

sagt zum Beispiel Ronald Koeman.

Was Gary Lineker einst sagte, brauche ich nicht zu zitieren, es steht im Kostenlos-WM-Special im Banner.

Laut Hleb scheint das aber nicht zu stimmen. Schlechte Aussichten also für die WM?

25. April 2006
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So kann man sich irren

Ein Hardcore-Fan der englischen Nationalmannschaft ist Teil einer Kampagne [Link leider tot] des britischen Observers und es geht eigentlich darum, dass dieser Fan nun mal leider keine Karten für die WM bekommt.

„Ich erinnere mich noch, wie ich bei Wind und Regen in Aserbaidschan stand und mich mit dem Gedanken getröstet habe: Bei der Weltmeisterschaft in Deutschland wird wenigstens die Sonne scheinen.“

Wenn ich mich recht entsinne, ist die WM vom 9. Juni bis zum 9. Juli in so Städten wie Berlin, oder?

25. April 2006
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Italienische Verhältnisse…

Hatte ich mich jemals über eine langweilige Bundesliga beschwert? Schauen wir nach Italien, in die Serie A.

Seit 73 Spielen ist Trainer Fabio Capello verantwortlich für Juventus Turin. Und seit 73 Spielen liegt Juventus Turin an der Tabellenspitze.

Wie hungrig müssen italienische Fußballinteressierte auf die immer Überraschungen bietende WM sein?

25. April 2006
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I‘m a loser, baby

Warum zum Teufel habe ich eigentlich noch keine WM-Karten bei den endlosen Gewinnspielen gewonnen, bei denen ich mich angemeldet habe?

Nicht mal ein Fanset mit einem mit Firmenlogo bedruckten Ball, der nach 5x spielen seinen Geist aufgibt, war bis jetzt drin.

Hat sonst jemand etwas gewonnen?

24. April 2006
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Versetzungszeugnis

Setzen dürfen sich nach der dieswöchigen Ziehung der Sitzkissen-Besitzer folgende dann hoffentlich frohe Personen:

Simone Cachet, Bonn

Torsten Kierdorf, Hadamar

Silvia Drees, Bersenbrück

Michael Kleinbub, Jade

Martin Eberlein, Lünen

Markus Schlüter, Duisburg

Uwe Kampe, Delmenhorst

Ingrid Neukirchen, Karlsruhe

Detlef Wehmeier, Freudenberg

Birgit Ollesch, Lüneburg

Jemand aus Duisburg ist dabei, der wird natürlich auch gleich zum Bildermachen und einschicken verpflichtet. Der bemerkenswerte Name „Uwe Kampe“ reiht sich ebenfalls in unsere Gewinnerliste ein. Gestraft wird der gute Mann mit Wortspielen aller Art aber ohnehin genügend sein.

[photopress:kissen7.jpg,full,centered]

Wie auch immer, es gibt weiterhin Sitzkissen zu gewinnen, also auf zum Gewinnspiel. Heute ist „Bergfest“, die Hälfte der einst 100 Kissen ist noch zu vergeben.

Viel Erfolg!

24. April 2006
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Gerrard ist Englands Fußballer des Jahres

Steven Gerrard, ein ziemlich häßlicher Vogel vom FC Liverpool, ist Englands Fußballer des Jahres. Was das mit der WM zu tun hat? Nun, zum einen bedeutet es, dass Jens Lehmann nicht Englands Fußballer des Jahres wird, obwohl er vom renommierten Guardian dazu vorgeschlagen wurde, zum anderen bedeutet es, dass bei der WM ein ziemlich häßlicher Vogel vom FC Liverpool mitspielen wird.

23. April 2006
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Die Vorsehung

Zum Thema Betrügereien (zu denen er selbst sicherlich ein wenig mehr zu sagen hätte als er es tut) im Zusammenhang mit dem Fußball, sagt Sepp Blatter in der ZEIT:

„Ich weiß nicht, ob es allein an Maradona lag. In der Vorsehung Gottes war es sicherlich vorbereitet, dass Argentinien Weltmeister wird.“

Offiziell heißt dieser Mann gar nicht Sepp Blatter, sondern Josef S. Blatter. Und lustigerweise hat er sich das „S.“ in seinem Namen selbst gegeben und es steht für „Sepp“. Da heißt also einer Josef Sepp. Den soll man noch ernst nehmen? Schlimm waren schon die Eltern von Wolfgang Wolf, aber wie kommt man auf die Idee, sich die Abkürzung des eigenen Vornamens als zweiten Vornamen zu geben? Leider gibt es keine Abkürzung von „Trainer“, sonst würde ich das mal kurz demonstrieren. So muss ich zu anderen Beispielen greifen:

  • Anton Toni
  • Sebastian Basti
  • Stefanie Steffi
  • Günter Jünter (na gut, passt nicht so ganz) oder
  • Friedrich Fritz

Leicht debil.

Kommen wir aber noch mal zurück zum Inhalt dessen, was der Josef Sepp zu Maradonas Handspiel gesagt hat: „In der Vorsehung Gottes… dass Argentinien Weltmeister wird.“ Was meint er damit?

Gibt es etwa einen Gott? Das wäre mir neu. Und der sitzt da oben und macht Vorsehungen, tagein, tagaus, und dann passieren die Dinge, die er so vorsieht? Bin mal gespannt, was er für diese WM vorgesehen hat: Hooligankrawalle? Einen terroristischen Anschlag? Einsturz des Fritz-Walter-Stadions? Oder doch lieber einen Überraschungsweltmeister Saudi-0:8-Arabien? Das find ich aber nicht gut, dass da jemand sitzt, der alles vorher entscheidet. Sowas gibt es doch in der Bundesliga schon. Ich dachte, wengistens der Ausgang der WM ist noch offen.

22. April 2006
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Marry me and get my ticket

Auch wenn ein Gericht in der letzten Woche einen Kauf von WM-Tickets via eBay als rechtens erklärt hat, so galt dieses Urteil doch ausdrücklich nur für diesen Einzelfall. Gründe, die seitens des WM-OKs zulässig sind, sind Tod, Krankheit und noch zwei, drei. Weitergegeben werden darf das Ticket dann zwar an alle möglichen Leute, am einfachsten geht es aber, wenn man es an ein Familienmitglied weitergeben will.

Deshalb: am besten einfach den eBay-Verkäufer des eigenen Tickets heiraten, schon gibt’s keine Probleme mehr.

Leider sollte man das vor der WM bereits hinter sich gebracht haben, sonst wird’s schwierig mit dem rechtzeitigen Erhalt der Karte. Das ist ärgerlich, dann gerade während der WM, gibt es massig freie Termine beim Standesamt. Am Tag mit dem einprägsamen Datum 20.06.2006 gibt es zumindest in dem hier zitierten Standesamt noch ordentlich Platz für Heiratswillige, denn an dem Tag spielt Deutschland gegen Ekuador.

An einem solchen Tag einen wichtigen außerfußballerischen Termin zu haben, ist keine gute Idee. Lasst Euch das von jemandem gesagt sein, der am Tag des WM Spiels Deutschland-Polen 1974 getauft worden ist: am 3.7.1974. Wie meine Mutter berichtet, hatten es alle ganz eilig, Opa Hamborn (seines Zeichens „Fan“ von Hamborn 90 und nicht von Hamborn 07, das muss man auch erstmal schaffen), Onkel Wolfgang und auch der Priester selbst. Hat dann wohl noch vor Anpfiff geklappt mit der Prozedur.