Englisch ist weit gesprochen – II

Hach, herrlich.

Gerade verfolge ich den Sport1-Ticker zum Pokalhalbfinale St. Pauli – FC Bayern. „You‘ll never walk alone“ ist der Song der Liverpudlians, weltweit gerne adaptiert. Auch bei St. Pauli natürlich, und nachdem die Bayern ziemlich früh in Führung gehen, singen die Fans gerade „You‘ll never walk alone“, um ihr Team zu unterstützen.

Die Hupe, die bei Sport1 am Ticker sitzt, übersetzt das mit „Du gehst nie allein“.

„Du gehst nie allein.“ Ein echter Schenkelklopfer. Sag ich doch.

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Panik in Schnetzenhausen

Nachdem bekannt wurde, dass Mehdi Mahdavikia eine Zweitfrau hat, brach im WM-Hotel der iranischen Nationalmannschaft Panik aus. Da nun damit gerechnet wird, dass alle 23 Spieler sowie der Betreuerstab ihre Zweit- und Drittfrauen mitbringen, wurde eilends ein Krisenstab zusammengerufen, der zur Stunde über mögliche Lösungen der Platzfrage im Hotel diskutiert. Im Gespräch sind ein Anbau im Plumpsklostil im Hof, eine Auslagerung der Zweitfrauen ins nächste Hotel südlich, der Drittfrauen ins nächste Hotel nördlich oder die Lösung, bei der die Spieler statt in ihren Betten im Restaurantbereich auf dem Boden schlafen.

Befürchtungen, dass sich die Spieler dann an der angeschlossenen Theke des nächstens verlustieren würden, konnten mit Verweis auf die Religion der Iraner ausgeräumt werden.

Wir berichten in Kürze, wer nun wo schlafen wird.

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Rapunzel, lass deinen güldenen Ball herunter

Man kann sowas auch künstlich inszenieren. Und das geschieht hier. So langsam ist mir auch egal, wer Weltmeister wird, wenn dieser Titel nur bedeutet, dass dieser jener Weltmeister dann allen möglichen Schnickschnack mit diesem Titel veranstalten darf. Zum Beispiel vier Jahre lang mit goldenen Bällen Fußball spielen, wie die Netzeitung [Link leider tot.] berichtet.

Fehlt nur noch das Lametta am Weltpokal.

Den kann man übrigens am 27. April in Duisburg und zu vielen anderen Terminen an anderen Orten in der Republik bestaunen. Und fotografieren lassen kann man sich mit dem Ding im Arm auch. Zur Zeit allerdings noch ohne Lametta.

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Dem Sitzkissen sein Wetter

Viel Zeit bleibt nimmermehr, die vierte Auslosung ist nun schon vorbei. Es folgen nur noch 6 offizielle Termine, zu denen wir den Herrn Notar in die Redaktion einladen. Die 10 Gewinner unserer Sitzkissen sind für diese Woche:

Christian Oettel, Berlin

Sabine Berndt, Bad Driburg

Jörn Wittenberg, Leverkusen

Paul Günter, Calau

Ute Weller, Brombachtal

Sven Kalinka, Dießen

Detlev Frühauf, Göppingen

Jürgen Otterbein, Großenlüder

Claudia Maas, Ahrensburg

Iris Bulic, Rüsselsheim

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Den Kalauer mit dem Gewinner aus Calau erspare ich uns, möchte aber kurz erzählen, dass ich in meiner Jugend mich immer dann in Calau aufhielt, wenn wir mit meinen Eltern im „Osten“ waren und uns dort in der nächsten Kreisstadt anmelden mussten. So war mir im Gegensatz zu den meisten Mitglieder meiner Peergroup schon früh klar, dass es die Stadt Calau wirklich gibt, während sich vielen dies erst beim Lesen dieser Zeilen erschließt. Immerhin, es ist nie zu spät. Klar ist damit auch: Das Bundesland Brandenburg hat sich in die Gewinnerliste eingereiht. Das ist toll.

Aus sportlicher Sicht möchte ich anmerken, dass wir tatsächlich einen Gewinner aus der Geburtsstadt von Jürgen Clinsfornia haben: Göppingen. Viele wissen nicht, dass Jürgen Klinsmann nach dem offiziellen Ende seiner Karriere noch unter dem Pseudonym „Jay Goppingen“ in der MLS in den USA gespielt hat (und dabei sogar ca. 5 Tore in 11 Spielen erzielte). Amis haben schon ja bekanntlich Probleme mit Umlauten, deshalb wurde aus Göppingen kurzerhand Goppingen. Als Pseudonym seinen Herkunftsort zu wählen, hat übrigens schon E. O. Plauen vorgemacht, bei dem man demgemäß nicht lange überlegen muss, wo er herstammt.

Ansonsten fordere ich die Einwohner des Saarlandes auf, endlich vermehrt am Sitzkissengewinnspiel teilzunehmen, sonst kriegen wir die 16 Bundesländer nie bis zum Beginn der WM voll.

Und: Wo bleiben die Fotos von anderen Gewinnern, nachdem Anja oder Petra oder so schon vorgemacht haben, wie es geht?

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18-17, 12-11, weg

Der Rekord beim Elfmeterschießen liegt irgendwo in der Höhe von 18-17, nachdem fast jeder Spieler einer Mannschaft 2x schießen musste. Aufgestellt beim Afrika-Cup, dort also, wo alles ein bißchen verrückter ist.

Elfmeterschießen mit hohem Ausgang gibt es in meiner Fußball“biographie“ zwei, die mir spontan in den Sinn kommen. Eins fand zwischen dem MSV Duisburg und ich glaube dem VfL Bochum beim Reviercup statt, bei dem auch erst der Treffer zum 12-11 entschied. Das zweite ist jenes zwischen Bayern und PAOK Saloniki irgendwann in den 80ern im UEFA-Pokal, als Jean-Marie Pfaff zum entscheidenden 11:10 traf.

Gab es eigentlich schon mal ein Elfmeterschießen, dass nach 5 Durchgängen für jede Mannschaft 0:0 stand? Das gab es sicher und es gibt auch eine ebenso sichere Methode, ein solches Elfmeterschießen zu simulieren. Beim netten Flash-Spielchen beim Schlaraffia-Cup habe ich jetzt schon ca. 20 Durchgänge gespielt und weder ein Tor erzielt noch eins bekommen. Falls jemand weiß, wie man den gegnerischen Torwart überwindet, möge er das hier hinterlassen. Danke. Und viel Spaß.

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Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Während ich mich hier bei Harald Schmidt vielleicht noch selbst gemeint fühlen darf, bei aller Bescheidenheit:

„Bei der WM muss man halt nur erkennen, dass da satirisch nichts zu holen ist, und lässt die wursteln, die es nicht begreifen.“

muss ich dann hier sagen, letztens noch, im Interview mit wem-auch-immer, sagte Harald Schmidt zum Klimbim um die WM:

wer-auch-immer: Ich meinte ein anderes Drumherum. Das Kulturprogramm, die Witzigkeit, die es geben wird.

Harald Schmidt: Das ist nicht auszuhalten, aber das ist ja klar. Ich mache es nicht aktiv mit, aber damit ist die Nummer für mich durch.“

Nun, jeder fällt so gut um, wie er kann. Harald aka Harry kann das ganz gut, wie man sieht. Sagte ich nicht in diesem Beitrag bereits, dass ich die Befürchtung hege, dass Waldi und Harry bei der WM neu aufgelegt werden könnten?

Der Focus berichtet, dass das der Fall sein wird.

Mir schaudert’s.

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Das Kopfballungeheuer hat immer recht

Horst Hrubesch wird gefragt, welche Mannschaften bei der WM die besten Chancen haben. Clever, wie er seit jeher ist, antwortet er:

„Die zwei besten Mannschaften.“

Da kann man wohl nicht widersprechen.

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Ich verwarne Ihnen.

Wer kennt es nicht, das legendäre Zitat von Ente Lippens? Ein echter Ruhrpottschiri sprach die Verwarnung mündlich aus: „Ich verwarne Ihnen.“ Ente Lippens, nicht ganz auf den Kopf respektive Mund gefallen, konterte schlagfertig: „Ich danke Sie.“

Da will die B. Z. natürlich nicht nachstehen und fragt Podolski im Interview Folgendes:

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Die große Leere

Alea iacta est.

Es wird wohl niemand übersehen haben, dass die Entscheidung gefallen ist und dass also Lihmän zwischen den WM-Pfosten stehen wird.

Ich frage mich gerade, welche Sau nun als nächstes durchs Dorf getrieben wird — auch von mir. Vorschläge bitte in den Kommentaren einreichen.

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Morrissey

Es gibt genug Promis, die keine Ahnung von Fußball haben, die aber gleichzeitig bei einer WM/EM so tun, als würde sie das fürchterlich interessieren, nur damit sie in irgendeiner Sendung auftreten können. Anbiedernd, abstoßend.

Souveräner und alles andere als an den Fußball anbiedernd reagierte da Morrissey auf die obligatorische Frage, ob er sich für Fußball interessiere:

„Ich wäre ein besessener Fan, würde man statt eines Balles Tony Blair herumkicken.“

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Von den Hintergründen des internationalen Fußballs

Berti Vogts, ein echter „Experte“ des britischen Fußballs, äußert sich heute bei dem Herrn kicker folgendermaßen:

„Und wenn Wenger den Vertrag seines deutschen Keepers lediglich um ein weiteres Jahr verlängert, verrät diese Haltung, dass er Lehmann wohl nicht so positiv sieht.“

Leider übersieht hier der „Experte“ Berti Vogts, dass Arsenal aus Gründen der Vereinspolitik allen Spielern, die 32 oder älter sind, nur Einjahresverträge anbietet.

Ich hatte aber auch nicht erwartet, dass Berti Vogts sich wirklich auskennt.

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Aber Aberglaube

Ich habe einen Bekannten, der schwallert mir immer die Ohren voll mit irgendwelchen Eishockeygeschichten. Eishockey ist der Sport, den ich immer nur zu Olympia gucke und bei dem sich die Spieler prügeln, nicht wie beim Fußball die Fans. Letztens setzte dieser Bekannte mir einen Floh ins Ohr, dass nämlich Deutschland seine letzten beiden Titel, Weltmeister 1990 und Europameister 1996, immer dann gewann, wenn die DEG zuvor deutscher Meister im Eishockey wurde.

Die Abergläubischen unter uns dürfen also hoffen.

Ich persönlich glaube allerdings nicht an solche an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhänge. Ich habe genug damit zu tun, das alte Sofa wieder aus dem Keller zu holen, auf dem ich den Gewinn des EM-Titels 1996 verfolgte.

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Von den Feinheiten der deutschen Sprache

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Nein, nicht die WM, sondern die Entscheidung in der Torwartfrage. Möglicherweise steht sie morgen schon an. Deshalb noch mal ein vielleicht letzter kleiner Verweis auf die unglaubliche Unsachlichkeit und den Mangel an Argumenten, mit welchen die Bayern versuchen, ihren alten Kempen ins WM-Tor zu puschen. Felix Magath beklagte sich heute über Lehmanns Auftritte in der Champions League:

„Lehmann kann sich zwar nicht so auszeichnen, aber er bekommt auch kein Gegentor. Das ist eine klare Benachteiligung für Oliver Kahn.“

Nein, das ist jetzt nicht sinnentstellend von mir gekürzt. Magath behauptet wirklich, dass es eine Benachteiligung von Kahn sei, dass Lehmann keine Gegentore kassiere. Ich bin der Meinung, diese Tatsache nennt man dann einen „Nachteil“ für Oliver Kahn im Duell um den Platz im Tor. Eine Benachteiligung wäre etwas ganz Anderes. Vielleicht braucht Magath Nachhilfe in Deutsch

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Wir brauchen mehr Stars

Pelé wird Gastkommentator fürs ZDF bei der WM. Er wird mit Weichspüleraussagen und Höflichkeitsfloskeln glänzen, dafür ein paar Mille einstreichen, grinsen und fachlich nichts zu den Spielen zu sagen zu haben. Das fällt deshalb nicht so auf, weil der Simultanübersetzer mit der angenehmen Stimme ein Meister seines Fachs ist. So klingt alles, was Gäste, die des Deutschen nicht mächtig sind, von sich geben, immer nach exzellenter Sprach- und Gedankenkultur. Mehr Inhalt als Pelé von sich gibt — nämlich gar keinen — kann aber auch der beste Dolmetscher nicht in dessen Äußerungen legen. Überflüssig wie eine Torkamera wird sein leeres Gequatsche sein.

Meine Vorschläge, wen man unbedingt noch holen sollte, um als Fernsehanstalt für die — wohlgemerkt Fußball- — WM bestens aufgestellt zu sein: Boris Becker, Kati Witt, Franziska van Almsick und alle sonstigen Ex-Sportler-Mediennutten.

Ganz anders tritt übrigens Jean-Marie Pfaff auf, der bei der WM 2002 so etwas wie Co-Moderator war. Er hatte die „Chuzpe“, den alles, wo Brasilien draufsteht, hochjubelnden Fuzzies vom Fernsehn zu widersprechen. Leider nahm Poschmann damals nichts, aber auch gar nichts von Pfaffs Äußerungen an, beharrte darauf, dass Brasilien ja eine supertolle Mannschaft sei und leitete schnell weiter zum nächsten Beitrag. Wahrscheinlich werden sie Pfaff nicht mehr einladen.

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GEMA aufs Klo

Viel haben wir schon gejammert über die abstrusen Auswüchse, die die Regelungen der FIFA annehmen. Nun aber las ich etwas, was gar nichts mit der FIFA zu tun hat, sondern im Lande des WM-Gastgebers hausgemacht ist. Angeblich ist die Nationalhymne GEMA-geschützt und jeder Kneipier müsste eigentlich Gebühren an die GEMA bezahlen, wenn er in seiner Kneipe ein Länderspiel zeigt, bei dem die Nationalhymne gespielt wird.

Das kann eigentlich nur ein grober Scherz sein. Wie kann es Geld kosten, die Intonation der Hymne des eigenen Staates weiterverbreiten zu wollen?

Der Merkur Online berichtet dies. Ich hab extra noch mal nachgeschaut, nein, der Artikel ist nicht vom 1. April.

Müssen dann auch die Nationalspieler fürs Mitsingen der Nationalhymne GEMA-Gebühr bezahlen? Das erklärt auch, wieso der gorrige Bernd Schuster früher nie mitsang: Seine Frau und Managerin hatte diese überflüssige Ausgabe verboten.

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Lifesaver auf deutsch

Für jene Glücklichen [Serben], die ein Visum und Tickets haben, hat eine Belgrader Boulevardzeitung einen fünfmonatigen Deutschkurs begonnen. Täglich erscheinen fünf für das tägliche Fan-Überleben in deutschen Städten wichtige Sätze, wie:

„Wo kann ich billiges Bier kaufen?“

„Wo ist das nächste Bordell?“ und

„Rufen Sie den Notdienst, ich bin total betrunken.“

(Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gefunden habe…)

Dank Zangel04 weiß ich jetzt wieder, wo man es u. a. finden kann.

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Voodoo

1974 war Haiti bei der WM in Deutschland dabei. Diesmal nicht, deshalb müssen wir auf anderen Wegen die magischen Kräfte der Haitianer nutzen. Je nachdem, wer unser Gegner in den KO-Rundenspielen wird, das entsprechende Trikot auswählen, auf die Puppe draufkleben und ein bißchen Voodoo [Link leider tot] an den Gegnern verüben. So steht einem Finaleinzug der Deutschen nichts mehr im Wege. Todsicher, die Methode.

In Togo praktiziert man übrigens auch Voodoo. Obacht also, liebe Schweizer.

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