3. Mai 2006
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Das nächste Kissen ist immer das schwerste

Die dieswöchigen Gewinner sind gezogen. Letzte Woche war noch die Polizei hier, um zu überprüfen, ob wir bei der Ziehung der Gewinner nicht eventuell mal Fünfe gerade sein lassen. Ich kann Euch versichern: nein. Hier geht alles ordnungsgemäß zu. Und weil alles so unglaublich ordnungsgemäß zugeht, gibt es auch immer noch keine Gewinnerin oder Gewinner aus dem Saarland.

Dass die Fußball-WM, also gerade die WM, anders als die Bundesliga, auch viele Frauen anzieht, sieht man an der Geschlechterverteilung der dieswöchigen Gewinnerinnen und Gewinner:

Beatrice Rechner, Bochum

Anja Kern, Salzgitter

Sabrina Dreisilker, Herzebrock-Clarholz

Andrea Müller, Mannheim

Anika Gerlt, Lampertheim

Harald Baldes, Gelsenkirchen

Martina Streicher, Tübingen

Michael Engel, München

Tim Weitkamp, Rödersheim-Gronau

Uwe Kornmann, Karlsruhe

Marcel Schneider, Fröndenberg

Sechs weibliche Fußballfans werden von nun an Ihre Gesäße bei Fußballspielen und anderen Gelegenheiten professionell unterlegen können. Ich denke, das wäre einen Tusch wert, wenn dieses Blog auch Soundeffekte hätte. Ich bitte die Leser, sich den Tusch selbst dazuzudenken.

Achso, hier noch mal ein Bild. Es gibt immer noch 40 von diesen Kissen zu gewinnen. Dawai, dawai.

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3. Mai 2006
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Pro 18h II

Meine Aktion „Pro 18h“ zum Pokalfinale ist höchst erfolgreich gewesen. Wie man gesehen hat, haben sich auch die Spieler meinen Protesten angeschlossen und einfach das Fußballspielen verweigert. Das ist beeindruckend und ich hätte nicht gedacht, dass sich die Aktion so schnell bis in die Kreise der Profis herumspricht.

3. Mai 2006
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Polen verliert

Polen hat am Wochenende ein Testspiel gegen Litauen mit 0-1 verloren. Das ist ja ähnlich einschüchternd wie die Ergebnisse von Ekuador.

Allerdings hat Deutschland zum Beispiel ein Testspiel gegen die Slowakei mit 0:2 verloren und äußerst beschwerlich gegen China mit einem höchst glücklich verwandelten Elfmeter durch Torsten Frings nur 1:0 gewonnen.

Wir sprachen schon von der Sinnhaftig- bzw. losigkeit, Testspielergebnisse ins Kalkül zu ziehen. Ich halte dennoch, auch ohne dieses Ergebnis, Polen für einen der schwächsten europäischen Teilnehmer. Ad hoc fällt mir keiner ein, den ich für schlechter halte. Abgesehen natürlich von Spanien, das zwar immer tolle Fußballer hat, aber sowieso so früh wie es geht ausscheidet. Sonst noch jemand schwächer als Polen? Nein.

2. Mai 2006
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Lego Elferwichsen

Elfmeterschießen. Der Job, bei dem die Deutschen nicht scheitern können. Gerne gespielt von allen Hobby-Elfmetereologen. Und deshalb gibt es hier den nächsten Anlass dazu: Das Elfmeterschießen [Link leider tot] der 11 Helden.

1. Mai 2006
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Wie die Bank immer gewinnt

Man kann natürlich eine Verlosung durchführen und sagen wir mal 3.000 WM-Finalkarten verlosen. Genauso natürlich hat man aber eigentlich gar kein Interesse daran, die Finalkarten wirklich loszuwerden. Weil man sie eigentlich lieber an die eigenen Freunde verteilen würde. Wie macht man das jetzt, dass man die Karten zwar offiziell verlost, inoffiziell sie aber gar nicht loswerden möchte?

Ganz einfach, man kreiiert ein Quiz, bei dem man nur falsche Antworten zur Auswahl stellt.

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Das Zitat ist natürlich von Ronald Koeman.

1. Mai 2006
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EPO

Der griechische Fußballverband nennt sich „EPO“. Erklärt das, warum die Griechen die EM 2004 gewannen?

1. Mai 2006
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Ronadona

Maradona braucht das Geld wie kein anderer. Deshalb ließ er sich zu einem netten Werbespot hinreißen. Den Alptraum von Maradona als Video gibt es hier.

1. Mai 2006
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Im Fernsehn nichts Neues Richtiges

Am Samstag sah ich das Pokalfinale. Natürlich war der Ausgang schon vorher klar. Deshalb war meine Motiviation, dieses Spiel zu schauen, auch eher gering. Trotzdem machte ich mich auf zu einem Freund, um dort das Spiel mit mehreren Leuten zu schauen. Selbst die Bayern-Sympathisanten unter den Anwesenden waren so mäßig erregt von der Tatsache, dass dort ein Pokalfinale im Fernsehen lief, dass man sagen muss: Eigentlich kann man sich den ganzen Scheiß auch schenken und den Pokal schon vor der Saison an die Bayern schicken.

Warum ich diesen Beitrag schreibe, das hat allerdings einen anderen Grund. Der Klugscheißer, wie gesagt: das bin ich, hat wieder Arbeit. Wer war der Kommentator des DFB-Pokalfinales? Hm, hab ich zum Glück vergessen. Sonst müsste ich ihn hier wieder ein wenig runterputzen.

Ließ er sich doch zu der Bemerkung hinreißen, dass die Bayern mit dem Pokalgewinn 2006 zum zweiten Mal in Folge den Pokal gewannen und dass eben jenes Kunststück zum letzten Mal wem gelang? Genau: den Bayern, und zwar angeblich 1966/1967. Ist schön, wenn man so eine „Besonderheit“ erzählen will. Ist nur leider falsch. Das fiel mir sofort beim Zuhören auf.

„Düsseldorf oder Frankfurt haben das danach auch noch geschafft“, sagte ich. Ich wusste allerdings nicht, wann das war.

Heute blicke ich in die Ahnentafel der Pokalsieger und sehe: 1974 und 1975 gewann Eintracht Frankfurt den Pokal 2x in Folge, 1979 und 1980 war es Fortuna Düsseldorf.

Dafür musste ich also noch nicht mal nachschauen. Der ZDF-Reporter (Ihr werdet mir in den Kommentaren erzählen, wer es war) hat dann trotzdem einfach mal wieder Unsinn erzählt.

29. April 2006
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Superjeile Zick

Hier braucht man keine kölsche „Zick“, sondern was Ähnliches auf englisch: Timing. Wer in diesem schönen Flash-Spiel ein paar „good crosses“ (aka gute Flanken) reinmachen will, muss schon ein wenig von diesem Timing mitbringen.

Zum Glück steht Bernd Schneider draußen an der Eckfahne und nicht Christian Ziege, sonst würde man ja ewig darauf warten, dass mal eine Ecke ankommt. Ansonsten aber viel Spaß, ein wirklich gelungenes Fußballspiel.

Also auf in den Strafraum!

29. April 2006
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Zandvoort

In Zandvoort gibt es einen Zeltplatz, der liegt in der Nähe einer Autorennstrecke und wohl auch in der Nähe eines Schießplatzes. Man wacht also morgens verkatert frischen Geistes auf und hört sofort das Geknatter der Autos oder — besonders lecker — der Motorräder, immer wieder unterbrochen von einem lauten Ratatatatatata des Schießstandes. Gemütliche Urlaubsatmosphäre in Zandvoort also, der Strand nur einen Steinwurf entfernt. Der Ort selbst ist wie so viele niederländische Orte schnuckelig, recht klein, mit ein paar häßlichen Hochhäusern an der Promenade und ein paar netter anzusehenden Häusern im Ortskern.

Das Besondere an diesem Ort ist, dass hier schon so manche Größe des deutschen Fußballs urlaubte. Irgendwann in den frühen 1990ern war Trainer Baade mal hier und kann sich tatsächlich dran erinnern. Auf dem Rückweg flog auf der Autobahn, schon auf deutscher Seite, ein Stein in die Windschutzscheibe des mit mehreren Pril-Blumen-Aufklebern versehenen abgewrackten Golf I. Die letzten 50km mussten also ohne Windschutzscheibe zurückgelegt werden, wie dieses leider qualitativ schlechte Bild zeigt.
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Interessanter ist aber der Aufenthalt von Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, der zu einem besonders exquisiten Termin die Seele in Zandvoort baumeln ließ. Im Sommer 1974 ist er hingereist, zwei Tage nachdem er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister geworden war. Unterlegener Gegner in diesem Final, ich denke, das wissen selbst die weniger Fußballinteressierten, waren die Niederlande. Und dieser stille, große Kerl wagt sich doch tatsächlich genau in dieses Land, nachdem er als rechte Hand Beckenbauers die damals übermächtig scheinenden Niederlander auf dem Platz bezwungen hat. Hut ab, Herr Schwarzenbeck, das nenn ich mutig.

Ob allerdings damals schon dieser Coffeeshop namens „Columbia“ existierte, der mit netzhautzerstörendem Interieur in den Farben der kolumbianischen Flagge aufwartete, und wenn ja, ob Katsche diesen auch aufsuchte, das erwähnt er nicht.

28. April 2006
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Wenn der Dummschwätzer Auto fährt (IX)

Der Dummschwätzer fährt Auto. Das macht er gerne, das machen sie ja alle gerne in diesem Lande. Der Dummschwätzer ist „Chef“ des WM-OKs, allerdings glaubt das hoffentlich niemand ernsthaft. Das einzige, was der Dummschwätzer macht, ist sein Gesicht in die Kameras zu halten. Die tatsächliche Arbeit leisten Leute im Hintergrund, die sich auch mal länger als 10 Minuten konzentrieren können.

Damit aber alle weiterhin glauben, dass der Dummschwätzer die WM organisiert und diese überhaupt erst nach Deutschland geholt hat, hat er ein besonderes Nummernschild bekommen.

„WM 2006″, aus dem bairischen Landkreis Weilheim.

Ts.

28. April 2006
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foosball

Jaja, natürlich schreibt man Fußball mit Esszet, nicht mit Doppel-O. Ich rede hier aber nicht von der Sportart Fußball, sondern von foosball. Und was ist foosball?

Genau, foosball ist das amerikanische Wort für jenes Spielgerät, welches in Deutschland Kicker heißt.

Mit Dank an F&T für den Hinweis.

27. April 2006
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Brême

Nur damit Ihr mal wisst, wie die Bundesligaergebnisse (und somit auch elf der zwölf WM-Städte) auf französisch aussehen:

SAMEDI
Hambourg SV – Bayer Leverkusen : 0-2
Borussia M‘Gladbach – Hertha Berlin : 2-2
VfB Stuttgart – Eintracht Francfort : 0-2
Borussia Dortmund – FC Nuremberg : 2-1
Arminia Bielefeld – VfL Wolfsburg : 0-1
FC Kaiserslautern – Hanovre 96 : 1-0
FC Cologne – MSV Duisbourg : 3-1

DIMANCHE
FSV Mainz – Bayern Munich : 2-2
Werder Brême – Schalke 04 : 0-0

Duisburg, Heimat des Autoren, hat immerhin einen eigenen französischen Namen. Klar, dass das nicht für die schwarze Maus Wolfsburg gilt. Aber dass nicht mal Dortmund oder Stuttgart eine eigene Bezeichnung haben, während Duisbourg sie hat, wundert mich schon.

Natürlich erfahren wir auf diesem Wege nicht, wie man die zwöfte WM-Stadt — Leipzig — auf französisch nennt. Da gibt’s schließlich keinen Bundesliga-Fußball.

27. April 2006
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FC Sackratte

Heute neu im Kino: „FC Venus“

Es ist natürlich reiner Zufall, dass dieser Film so kurz vor der WM anläuft und nix anderes ist, als eine senile Komödie, die um den Hintergrund Fußball herumgestrickt wurde. Ben — TrainerBaade-Watchblog-Ben — hat recht: nichts und niemand verzichtet auf den Versuch, vom Thema Fußball-WM zu profitieren. Christian Ulmen, jemand, der zugibt, erst mit Ende 20 zum Fußballfan geworden zu sein und irgendwelche anderen MTV-Moderatoren tun in diesem Film so, als wenn sie die paar Groschen nötig hätten, die der Film abwerfen wird.

27. April 2006
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Zettel-Ewald

Ich muss zugeben, auf die hier im Blog verfügbaren Kategorien hab ich nicht allzu viel Wert gelegt. Ein Blog ist ein Blog, jedenfalls meines, und da muss man eigentlich nicht inhaltlich viel sortieren. Was man aber gar nicht sortieren kann, das kommt normalerweise in die „Sonstiges“ oder neudeutsch „Miszellen“-Kategorie. Diese heißt bei mir „Zettel-Ewalds-Sammelsurium“, mit anderen Worten: hier kommt all das rein, was sich der Zettel-Ewald notieren würde, was andere aber nicht für wichtig genug halten würden. Und weil der Zettel-Ewald so ein guter und aufmerksamer Beobachter wie auch ein helles Köpfchen ist, muss man ihn wohl seit Kurzem außerordentlich loben:

So ist das nämlich, wenn man dann einmal ein Fußballspiel im Fernsehn so schaut, dass man nix vom Kommentar hören kann: Ewald Lienen ist Co-Kommentator bei der Partie Villareal-Arsenal und macht laut der bei allesaussersport nachlesbaren Kommentare seinen Job außerordentlich gut.

Schade, dass wir das bei der WM nicht erleben werden dürfen. Oder dürfen werden? Anyway, es gibt also doch noch Hoffnung darauf, dass die Leute, die hinter den Mikros sitzen mehr sagen als das, was sie sich schon vor dem Spiel zurechtgelegt haben.

Ein Hoch auf Zettel-Ewald (auch wenn ich es selbst nicht gehört habe).