19. Mai 2006
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Bankkaufmann bei der örtlichen Sparkasse

Ich bin ja selbst noch nicht besonders weit gekommen. Von „zu Hause“ bis zur Ruhr-Uni in Bochum, dann nach Duisburg. Das sind Entfernungen, die man als guter Läufer auch noch locker an einem Tag zu Fuß zurücklegen könnte. Deshalb hab ich auch kein Recht über Kleinbürgerlichkeiten in anderer Leuts Leben zu lästern. Vor einiger Zeit schon las ich, dass es in Italien durchaus üblich ist, dass die Söhne der Familien bis zum Alter von 25, 26 noch zu Hause bei den Eltern leben und dass das auch niemanden stört. Damit ist ja auch klar, dass diese Jünglinge ebenfalls nicht viel von der Welt sehen, denn entweder arbeiten/studieren sie in der Nähe ihres Elternhauses oder sie sind arbeitslos.

Trotzdem finde ich es bemerkenswert richtig, was Robert Enke in diesem Interview bei den 11 Freunden zu seiner nicht immer glücklich verlaufenen Zeit in Portugal, Spanien und der Türkei sagt:

„Leuten, die noch nie aus ihrem Vorort in Deutschland raus gekommen sind, bin ich in dieser Hinsicht keine Rechenschaft schuldig.“

Natürlich ist es im 3. Jahrtausend nach Christi wesentlich einfacher als in den Zeiten vor Handy und Internet, ins Ausland zu gehen, weil der Kontakt in die Heimat wesentlich leichter (und zuverlässiger zustandekommend) geworden ist. Nichtsdestotrotz ist es nicht leicht, als Anfang 20-jähriger ins Ausland zu gehen und dort als Profi in einer Sportart tätig zu sein.

Denn alle, die auch zur Mannschaft gehören, sind gleichzeitig auch Konkurrenten (bei einem Torwart spitzt sich diese Situation noch zusätzlich zu).

Deshalb habe ich Respekt für Robert Enke, dass er in Istanbul gekündigt hat, obwohl er nicht wusste, wie es weitergehen würde.

19. Mai 2006
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O-Bein-Uwe

Uwe Kamps‘ Saison als Torwarttrainer bei Borussia Mönchengladbach war vorzeitig beendet. Er musste sich operieren lassen, um die O-Beinstellung seiner beiden Stampfer korrigieren zu lassen. Aber muss das wirklich sein? Wie konnte er denn 20 Jahre lang Bundesliga spielen, wenn die O-Beine so schlimm sind?

Schließlich wurde Pierre Littbarski mit solchen O-Beinen Weltmeister, nicht zu vergessen die zwei Vize-Weltmeisterschaften, die er damit errang.

Im aktuellen Kader von Clinsfornia gibt es leider keinen, der eine Beinfehlstellung hat. Schlechtes Omen oder doch eher die Garantie, dass die Pässe auch ankommen?

18. Mai 2006
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Schalke 04 – endlich Meister

Nur kurz nach dem Rausschmiss von Rudi Assauer ist Schalke 04 doch noch Meister geworden, wie auf diesem Bild gut zu sehen ist. Den armen Stumpen- (und Humpen-) Rudi, dessen Lebenstraum es war, mit Schalke einmal Meister zu sein, muss das hart treffen. Da ist er keine Woche geschasst, schon schaffen es die Schalker endlich.

Oh, Moment, ich habe mich im Archivordner vertan. Das war doch schon in den 1930ern.

18. Mai 2006
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Kalauer klauen

Ein bißchen spät gefunden von mir, aber hier gibt es noch einen netten Kalauer von Daily Ivy zu Clinsfornias WM-Kaderzusammenstellung. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Kalauer „DerWoKeineAhnungHat“ gefallen täte. Mir jedenfalls schon.

Außerdem: Fangesänge einer Gastmannschaft der Marke „Ihr könnt nach Hause fahren“ im Stadion der Heimmannschaft sind ein tolles Beispiel dafür, dass das menschliche Gehirn nicht unbedingt die Krone der Schöpfung darstellen muss.

18. Mai 2006
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Nach der "Welt" nun auch Soccamedia

Meine Beiträge scheinen bei immer mehr Leuten Gefallen zu finden. Hat gerade erst die Welt dieses Blog hier zitiert, so finden sich meine Beiträge nun auch bei soccamedia, einem Portal, das sich über die WM hinaus mit Fußball beschäftigt. Und nachdem es erst ein paar Problemchen mit den Anstandsregeln gab, haben wir mit den Jungs gesprochen und festgestellt, dass ihr Anliegen doch ein nachvollziehbares ist.

Content möchten sie haben, den können sie bekommen. In Retour bekomme ich mehr Leser, was ich natürlich eigentlich gar nicht nötig hätte, aber! Man kann ja nie wissen, wozu das gut sein kann.

Jetzt hat jeder die Möglichkeit, seinen Blog-Content bei Soccamedia einstellen zu lassen. Über die Funktion „Blogcast yourself“ kann man auswählen, ob man dort gelistet sein möchte oder nicht. Weil ich natürlich ein kleiner, aufmerksamkeitsgeiler Blogger bin, so wie jeder Blogger, habe ich das gemacht. Dem Zusatz, dass Soccamedia Fußball als etwas „aus dem Bauch raus“ definiert, kann ich mich zwar nicht anschließen, aber dort muss niemand geschwurbelte Non-Sätze des Dummschwätzers erwarten, sondern Beiträge von der Basis. Ganz basal eben.

Wer sich ebenfalls listen lassen möchte, surfe hierhin. Ein gewisser Dr. No ist auch schon dabei. Habe fast das Gefühl, als wenn mir der Name von den Zeiten bei der Blutgrätsche bekannt vorkommt, kann mich aber auch täuschen.

18. Mai 2006
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Es kann nicht jeder Deutscher Meister sein

Jens Nowotny bezeichnet die Nominierung für die WM als seinen „größten Sieg“. Dem ist angesichts seiner Bilanz nach 15 Jahren Bundesliga und so mancher Europapokalsaison nichts hinzuzufügen. Keine einzige Meisterschaft, kein einziger Pokalsieg, kein einziges gar nichts hat Jense je errungen. Traurig, dass für den armen, armen (nur 4,7 Mio Euro Abfindung bei Leverkusen) Jense also diese Nominierung für die WM der größte Sieg seiner Karriere ist. Das ist schon ein bißchen wenig.

Bleibt nur die Frage, warum jemand für solch einen echten Gewinnertyp so viel Geld zum Fenster rausschmeißt. Aber das wird Calli uns wohl nie verraten.

18. Mai 2006
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Könige sitzen nicht nur auf dem Thron…

…sondern auch auf dem von Kostenlos.de verlosten Sitzkissen. Hier gibt es das Ergebnis der drittletzten Ziehung der Gewinner unserer bunten Sitzkissen:

Janett Schnee, Paderborn

Tanja Schoepke, Willich

Marco Schneider, Wilgartswiesen

Ralf Adam, Laatzen

Michael Wergen, Stolberg

Ralf Günter, Hanau

Andrea Gschwendtner, Neumarkt

Birgit Schelzel, München

Maximilian Ahl, Reinheim

Alexander Skripkin, Paderborn

Gleich zwei Gewinner aus Paderborn, der Stadt, dessen Fußballklub einst von Robert Hoyzers Entscheidungen profitierte, und einen Gewinner aus der Geburtststadt Rudi Völlers gibt es zu vermelden: einen Gewinner aus Hanau. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen und Gewinnern, bitte dran denken, Fotos von den Sitzkissen im Einsatz samt Gewinnern sind immer willkommen.

Nach F&T hat uns nun auch Gewinnerin Paula aus Konstanz diese tollen Bilder geschickt. Die ganze (Sieges-)Serie gibt es auf Ihrer Webseite, wo es auch noch etwas freizügigere Bilder zu sehen gibt. Dank an Gewinnerkind Paula für die Bilder.

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Wer selbst so schick auf einem roten, grünen oder schwarzen Sitzkissen sitzen will, ob im Stadion, im Flugzeug oder auf der Kirmes, hat immer noch die Chance, hier an der Verlosung der Sitzkissen teilnehmen. Viel Erfolg.

17. Mai 2006
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Die „Welt“ zu Gast im Blog

Gäbe es das auch online zu sehen, würde ich jetzt an dieser Stelle einen Link parat haben. Offensichtlich war es aber nur in der Printausgabe vom 16. Mai zu sehen, das war gestern. Findige Kollegen haben es gefunden, wie die Bezeichnung schon sagt. Die „Welt“ zitiert dieses Blog, allerdings verstehe ich den Beitrag nicht so ganz. Egal, ein bißchen Viralität schatt‘ nix, deshalb hier für Euch der Scan des Blog-Zitats. Der erwähnte Freund existiert übrigens wirklich, das ist kein Hirngespinst von mir.

[photopress:screenshot_welt.jpg,full,centered]

Und hier noch der Link zum betreffenden Beitrag.

16. Mai 2006
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Owen Hargreaves

Owen Hargreaves spielt bei Bayern. Bayern spielt in der Bundesliga. Bundesliga, das ist sowas wie polnische, bulgarische oder georgische Liga. Sobald es gegen französische oder spanische Mannschaften im Europapokal geht, fliegen die Vertreter der Bundesliga raus.

Erstaunlich, dass Owen Hargreaves es trotzdem in den WM-Kader der englischen Mannschaft geschafft hat. In England kommentiert man das so:

„Your league is so sh*t it makes Owen Hargreaves look half-decent“

Auf deutsch bedeutet das, dass die Bundesliga so Scheiße ist, dass es sogar so aussieht, als wenn Owen Hargreaves halbwegs erträglich Fußball spielen könnte. Kann er natürlich nicht, sonst würde er ja nicht in der Bundesliga spielen.

16. Mai 2006
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„Wann wirst Du endlich erwachsen?“

Da ich ja selbst nicht lesen kann, musste mir einer meiner Bekannten aushelfen. Zum Geburtstag gab’s nachträglich das Panini-Album, zwei große Bögen Sammelbilder waren schon dabei.

Ich bin nun doch wieder 11 Jahre alt und sammel diesen Kram. Falls jemand tauschen möchte, ich werde in Kürze posten, welche Bilder ich gerne hätte und welche ich abzugeben habe. Jedenfalls hab ich schon mal das Kölner Stadion. Das England-Wappen habe ich gegen Edwin van der Sar und zwei weitere Spieler getauscht.

16. Mai 2006
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Fußballfeld für Ausdauerschwache

Die Ruhr-Universität in Bochum hat nicht allein eine sehr häßliche Architektur und eine frisch renovierte Mensa, sie hat auch ein paar kluge Köpfe, die tagsüber dort rumsitzen und nachdenken. Dabei kommt dann zum Beispiel so etwas wie das hier dabei raus:

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Wie, Ihr seht nix? Na gut, es ist auch ein bißchen schwierig, das Spielfeld zu erkennen. Es ist nämlich nur 10×7 Mikrometer groß. Praktisch, diese Erfindung, jetzt kann ich endlich wieder in Windeseile auf das gegnerische Tor zustürmen… hach, schon zu weit.

16. Mai 2006
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Soft eggs und Arschkarte

Die Welt lernt trotz „Goleo“ und „Teamgeist“ ein wenig deutsch, bevor sie in knappen drei Wochen nach Deutschland schaut, wie ich schon mal erwähnte. Und weil wir ja alle so gut englisch können, schnarch, hat ein englischer Muttersprachler es übernommen, deutsche Redewendungen wie tomatoes on the eyes zu übersetzen. Andreas Möller ist ein „cry baby“ und alle, die bei Regen nicht ins Stadion gehen, sind soft eggs. Der Dummschwätzer ist laut Uli Stein übrigens ein soup buffoon.

Für mich ganz neu, woher der Ausdruck „Arschkarte“ stammt. Weil der Schiedsrichter früher die Gelbe Karte in seiner Brusttasche trug, die Rote Karte hingegen in jener Hosentasche, die sich über seinen Arsch spannte, bezeichnet der Ausdruck „Arschkarte“ eben die Rote Karte beim Fußball. Nett.

16. Mai 2006
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O wie schön ist Klinsmann-Sprech

Zum Glück ist Clinsfornia einer derjenigen, der auch die eindeutigsten Sachverhalte noch irgendwie verbrämt. Kuranyi ist eine bemitleidenswerte Erscheinung im deutschen Profifußball geworden, selbst Laien sehen, wie er sich immer wieder mehr als einen zusammenstolpert. Inzwischen zweifeln nicht nur Fachleute an Kuranyis technischen Fähigkeiten. Dieser Mangel lässt sich so leicht wohl nicht mehr auf ein gehobenes Niveau bringen. Clinsfornia hat Kuranyi nun zurecht aussortiert. Begründen musste er das auch, allerdings eigentlich nur noch für Kevin selbst, alle anderen, ob Medien oder Zuschauer, wussten schon, dass der legitime Nachfolger von „Flipper“ nicht bei der WM dabei sein würde.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich, wenn er sagt, dass Hanke und Neuville eine „Nasenspitze vorn“ gelegen hätten bei der abschließenden Bewertung der Leistungen der WM-Kandidaten. Wenn dem so wäre, dass es nur eine Nasenspitze war, sollte man Bens Auffassung folgen und Hanke und Neuville ebenfalls zu Hause lassen. Wer nur eine „Nasenspitze“ besser spielt als Kuranyi in den letzten Monaten, der sollte auch kein Bundesligaprofi mehr sein, geschweige denn zu einer WM nominiert werden.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich.

(Letzter Beitrag zum Frimpen-Kevin, versprochen.)

15. Mai 2006
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Der schicke Bart bleibt zu Hause

Kuranyi ist Ex-Nationalspieler, wie ich es mir gewünscht hatte.

Ansonsten gibt es neben dessen Ersatz Odonkor keine große Überraschung im Kader, und außerdem muss ich sagen, hab ich gestern in einer Tanke mal kurz durch die FOTO am Sonntag geblättert, weil die mich Naivling mit der „Vorab-Version“ des WM-Kaders geködert hatte. Da stand allerdings weder von Hanke noch von Odonkor was, was mal wieder zeigt, dass man a) denen kein Wort glauben kann und b) Clinsfornia nicht mit der FOTO-Zeitung kungelt.

Also, ich bin zufrieden, dass der Bälleverstolperer Kuranyi nicht dabei ist. Einen für zwei von drei Vorrundenspielen gesperrten Spieler ins Aufgebot zu holen, wenn man evtl. nur vier Partien insgesamt hat, ist allerdings mutig ziemlich bescheuert. Zudem ist es natürlich ein besonderes Lob für Kuranyi, dass Klinsmann lieber einen gesperrten Spieler mitnimmt als ihn.

So können sich Deisler und Kuranyi, der nun auch depressionsgefährdet ist, zusammen auf dem Sofa die WM anschauen, wo in der Halbzeitpause immer der Spot läuft, in dem sie beide als Nationalspieler für irgendwelche Produkte werben. Die Antidepressiva sollten immer griffbereit neben den Chips stehen.

Hitzlsperger wird der neue Günter Hermann oder auch Frank Mill, wie ich hoffe, und ob Jens Nowotny wirklich so gut drauf ist, wie mir alle sagen, wird man noch sehen. Schließlich sind England, Schweden oder Argentinien eben nicht Hertha BSC Berlin oder Hannover 96. Allerdings ist ein bißchen Erfahrung vielleicht tatsächlich nicht schlecht neben all den Jünglingen in der Abwehr.

Christoph Metzelder hätte man jedoch ruhig zu Hause lassen können. Leicht angeschlagen ist er, gut, das gibt sich wieder bis der Ball rollt, aber eigentlich hat er in dieser Saison doch nur durch Stellungsfehler und verschuldete Gegentore auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Hertha BSC und Hannover 96…

Als letzte Konsequenz von Clinsfornias WM-Kader-Zusammenstellung muss man noch festhalten: Oliver Kahn wird jetzt der beste Freund von Hitzlsperger, Odonkor und Mike Hanke werden. Schließlich soll Kahn sich um die Spieler aus der zweiten Reihe kümmern, die nicht zum Einsatz kommen.

13. Mai 2006
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Das schönste Zweitligastadion der Welt steht in …

Marcel Reif schreibt beim Tagesspiegel [Link leider tot.] eine Kolumne zu jedem Spieltag der Bundesliga. Heute, nach Kaiserslauterns Abstieg, klingt er so:

„Aber die Pfalz wird nun darben, da wird das schönste Zweitligastadion der Welt nichts daran ändern.“

Zum Glück ist das Stadion von Juventus Turin eine viel zitierte häßliche „Betonschüssel“. Somit macht dieses Zweitligastadion dem Betzenberg keine Konkurrenz. Ich finde aber eigentlich das Kölner Stadion schöner als das in Kaiserslautern.

13. Mai 2006
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Frohe Gesichter

Auf der Webseite des 1. FC Kaiserslautern wird man mit fröhlichen Gesichtern begrüßt. So lob ich mir das, immer alles für den Fan Kunden tun. Der ist schließlich König. Auch in der zweiten Liga.

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13. Mai 2006
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Trefflich

„White and red, dangerous and brave“

Das ist der Spruch auf dem polnischen Mannschaftsbus. Dem möchte ich mich anschließen und meinen Lesern widersprechen, die in der Umfrage zu den gefährlichsten Hooligans die Engländer auf Platz 1 wählten. Fürchten müssen wir aber vor allem die weißen und roten, mutigen Gefährlichen aus Polen.

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