1. Januar 2015
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Der Fußballmoment 2014

Klar, jeder ahnt die Auflösung schon. Was könnte es da aus dem Jahr 2014 anderes geben als jenen einen Moment, der alle verzauberte, die Fußballwelt begeisterte und die Anhänger des Siegerteams in ungeahnte Sphären katapultierte? Eine Partie von mitreißender Dynamik, in der immer wieder die Seele des Fußballspiels nicht nur aufblitzte, sondern es sich gleich im Spielverlauf gemütlich machte. Bis die Partie ein faszinierendes Ende fand, worauf die eine Seite himmelhochjauchzend war, aber auch alle neutralen Zuschauer höchst begeistert Applaus klatschten und die „Zugabe!“-Rufe nur deshalb nicht zu hören waren, weil die meisten diese Partie eben vor ihren Fernsehern verfolgten und nicht live im Stadion.

Der Fußballmoment 2014 ist natürlich das sagenhafte 4:2 von Darmstadt 98 auswärts, genauer gesagt das Tor in der 2. Minute der Nachspielzeit (!) der Verlängerung, das Darmstadt 98 nach einem 1:3 im Hinspiel doch noch die Relegation zur 2. Bundesliga gegen Arminia Bielefeld gewinnen ließ. Wer das nicht live gesehen hat, der hat eines der dramatischsten Spiele des Jahres, wenn nicht dieses Jahrzehnts verpasst. Und mit 6 Toren und entsprechendem Spielverlauf ein Highlight, bei dem man lange suchen müsste, um ein ähnliches zu finden.

26. Dezember 2014
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SVW vs SVW: Der liebe Rudi greift Schlappis Pepita

Wunderbares Video samt Charakterstudie des „Käse, Mist, Scheißdreck“-Rudis, der schon damals voll in seinem Element war. Des stilvollen Rumzeterns nämlich, sogar samt einer Trainingsschwalbe für das Finale von 1990, deren folgende Elfmeterentscheidung Michael Kutzop für Werder in die Maschen verwandelt.

Insgesamt tritt Rudi Völler drei Mal in bemerkenswerte Entscheidung. Deshalb hier das Video drei Mal, jeweils mit den relevanten Zeitpunkten verlinkt. Ebenfalls bemerkenswert ist das alte Weserstadion, bei dem hinter den Fans in der Kurve noch Bäume zu sehen sind. (Da das gerade im Beitrag selbst nicht funktioniert, auch mit Direktlink samt Startzeitpunkt zu youtube.)

Zunächst also die schöne, weil gelungene Schwalbe von Rudi Völler. Der Schiri fällt darauf herein:


(Direktlink)

Dann sein kleiner HB-Männchen-Auftritt gegen den Schiri hier, der Jörg Wontorra an „Napoleon nach der Verbannung auf Elba“ erinnert. Wobei sich die Quellen widersprechen, ob Wontorra damals schon gelebt hat.


(Direktlink)

Und schließlich sein legendärer Ausraster gegenüber Klaus Schlappner, dem er den Hut vom Kopf reißt und diesen wegwirft.


(Direktlink)

Es lohnt sich aber auch das gesamte Video, Manfred Vorderwühlbecke moderiert, Jörg Wontorra kommentiert und am Anfang gibt es diese herrlichen hellblauen Täfelchen mit der Paarung zu sehen.

Die Daten zum Spiel. Auf Waldhöfer Seite neben so klangvollen Namen wie Dimitrios Tsionanis, Maurizio Gaudino und Roland Dickgießer übrigens auch der spätere Weltmeisterkollege von Rudi Völler im Einsatz, Jürgen Kohler.

Ben Redelings hat die entsprechende Stelle auch im kicker-Sonderheft gefunden.

PS: Extrapunkte gibt es für die Trikotwerbung: trigema bei Werder, Pitralon bei Waldhof.

25. Dezember 2014
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Das ultramoderne Stade Marcel Saupin in Nantes

Ein nur unwesentlicher Schritt in die Moderne ist einem Stadion in Nantes gelungen.

Im Text heißt es zwar, die neuen Tribünen seien „ultramodern“, ein wenig französischen Charme kann man darin aber zumindest als Außenstehender immer noch erkennen (scrollen).

Wobei sich schon die Frage stellt, ob das da eigentlich Wohnhäuser, Einkaufszentren oder Bürogebäude sind, diese ultramodernen Tribünen an Stelle des ultracharmanten früheren Stadions. War schon mal jemand in Nantes im „Stade Marcel Saupin“ mit seiner umwerfenden Kapazität von 1.880 Zuschauern (früher allerdings 33.000) und könnte berichten?

Und weiß jemand, ob die Anwohner in den Hochhäusern dort schon gegen den Lärm des Stadions klagen?

24. Dezember 2014
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Eine Wunschliste gegen die Langeweile

Lieber Weihnachtsmann,

bitte lass doch entweder den BVB oder Schalke 04 absteigen. Dieses gegenseitige Gedisse, wo man auch hinliest, von den Anhängern dieser beiden Klubs ist so nervtötend ausgelutscht, dass es keinen Spaß mehr macht, sich mit diesen Vereinen zu beschäftigen.

Welchen von beiden Du absteigen lässt, kannste Dir aussuchen, aber bitte, erhöre mich. Oder lass allen, die ständig von so total kreativen Sachen wie Lüdenscheid-Nord oder Herne-West schreiben, die Finger abfallen, so dass sie nicht mehr ins Internet reinlangweilen können. Gegenseitig können sie sich das ja ruhig erzählen, doch bitte nicht mehr anderen. Vielleicht erfindest Du auch einen Schalke-gegen-BVB-Gedisse-Filter fürs Internet.

Dann wäre ich schon sehr glücklich.

Dein
Trainer Baade

PS: Die Sache mit Köln und Mönchengladbach gehen wir dann nächstes Jahr an, falls sich das nicht in dieser Saison schon wieder von selbst erledigt. Aber wenn, dann nicht beide gleichzeitig absteigen lassen, hörst Du?

21. Dezember 2014
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Der Mann mit der Mütze geht nach Haus

Ein ganz Großer der Showkunst ist von uns gegangen. Eben diese zelebrierte er auch mehrfach mit der Nationalmannschaft.

„Wir schon schon auf dem Brenner“, sang er vor dem Titelgewinn 1990, „Buenos Dias, Argentina“ zur WM 1978, vor allem aber ist sein Abschiedsständchen an Helmut Schön zu Anlass dessen Rücktritt als Bundestrainer bekannt geblieben:

„Der Mann mit der Mütze geht nach Haus“



Nun ist er selbst nach Haus gegangen, der, der die Widmung sang.

21. Dezember 2014
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NRW-Traditionsmasters: Ein VIP-Ticket gewinnen

Hier kann man ein VIP-Ticket fürs NRW-Traditionsmasters, veranstaltet am 3.1. von Reviersport, gewinnen. Alte, aber sehr motivierte Herren spielen gegeneinander Fußball. Also alte Herren wie Grlic, Salou, Klaus Fischer, Oliver Neuville und so. Nett ist der kleine Nebeneffekt, dass es ein Ticket mit kompletter Kost ist: Essen und Trinken sind inklusive. Ebenfalls inklusive: ein Nachmittag mit Trainer Baade. Toll.

Um zu gewinnen muss man diesmal ausnahmsweise keine besondere Geschichte erzählen, sondern einfach nur seinen Namen posten und Fan wessen Verein man ist. Und ja, gut, wenn man will, kann man noch hinzuschreiben, warum. Und natürlich eine gültige Email-Adresse hinterlassen.

[Update: Auslosung ist am Freitag, den 26.12., bis 20h an diesem Tag kann man sich noch bewerben.]

21. Dezember 2014
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„Das Spiel meines Lebens“ — Deutschland — Kamerun 2002

Im Sommer war’s, der Mond schien helle, da offerierte mir sport_thies von meinsportradio.de, in seiner Sendung namens „Das Spiel meines Lebens“ mitzuwirken. Eine schöne Einrichtung, die ebenso angenehm umgesetzt wird.

Natürlich geht es darin nicht um selbst gespielte Spiele des Lebens, sondern um miterlebte und auch das muss nicht mal vor Ort geschehen sein. In Japan und Südkorea war ich nämlich nicht. Ich sagte überaus gerne zu und wählte, wie auch in der Sendung erwähnt, mein „zweitliebstes“ Spiel meines Lebens. Denn am WM-Halbfinale von 1982 zwischen Deutschland und Frankreich geht natürlich nichts vorbei. Doch Letzteres hat man bereits oft gehört und besprochen. Das von mir ausgewählte, ebenfalls eine WM-Partie, hingegen eher selten.

So kommet und lauschet also dieser von Andreas aka sport_thies formidabel aufgezogenen Sendung über „Das Spiel meines Lebens“, eine knappe Dreiviertelstunde über Deutschland gegen Kamerum im Jahr 2002, das letzte Vorrundenspiel in der Gruppe. Laufzeit: 37:18.

Wer selbst Interesse hat, an dieser Sendung mit dem eigenen Spiel des Lebens teilzunehmen, kontaktiere die Menschen von meinsportradio.de und werde ebenso glücklich und froh wie ich mit dieser Sendung hier.

18. Dezember 2014
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It’s a kind of magic

„Magisches Denken“ ist ein Phänomen, das man allgemein nur bei Kindern beobachtet, ohne sich größere Sorgen zu machen. Jenes „magische Denken“, bei dem die so Denkenden zur Auffassung kommen, dass sie mit ihren Gedanken oder auch Handlungen Einfluss auf davon völlig unabhängige Ereignisse nehmen können. Bei Erwachsenen wird das Vorkommen von „Magischem Denken“ entweder als pathologisch eingestuft oder als religiös motiviert als nicht weiter schädlich angenommen, eine Bewertung, über die man durchaus streiten sollte.

Und dann wären da noch die Fußballfans. Ein bisschen Aberglaube mag in vielen Kreisen verbreitet sein und eher harmlos sein. Vielleicht helfen Rituale zumindest den Ausübenden selbst, sich in einen bestimmten Geisteszustand zu bringen, der ihnen bessere Leistungen ermöglicht oder zumindest die Zuversicht gibt, solche Leistungen abrufen zu können.

Wieso aber Fans glauben, dass sie mit dem Anziehen von bestimmter Kleidung, mit dem Essen von Fastfood an bestimmten Orten vor einer Partie, mit dem Nutzen bestimmter Straßenbahnlinien auf dem Weg zum Stadion tatsächlich Einfluss auf ein von diesen Handlungen völlig unabhängiges Ereignis, den Ausgang eines Fußballspiels nämlich, nehmen können, ist zumindest im Falle von Erwachsenen mit ausreichendem IQ nicht so einfach nachzuvollziehen.

Richtig hanebüchen wird es dann, wenn Fans glauben, dass sie ihre Mannschaft „unterstützen“ müssten und ihr Team zu besserer Leistung bringen könnten. Mancher startet gar Aktionen, auf dass zu besonderen Spielen mehr Zuschauer als sonst in ein Stadion kommen mögen. Als wüssten all jene, welche freiwillig zu Hause bleiben, nicht ganz genau, warum sie dies tun. Als würden ein paar Hundert Schreier mehr im Stadion dem Gegner derart das Fürchten lehren, dass dieser plötzlich völlig vergäße, wie das Fußballspielen denn noch mal geht.

Nun ist die Existenz eines Heimvorteils im Fußball (und im Mannschaftssport allgemein) nicht von der Hand zu weisen. Erstaunlich ist aber, dass sich ein solcher auch dort finden lässt, wo nahezu überhaupt keine Zuschauer anwesend sind, selbst in den untersten Kreisklassen nämlich. So mag die Unterstützung durch Fans ein kleines Mosaiksteinchen des Heimvorteils darstellen, ein so kleines allerdings, dass seine Abwesenheit den Heimvorteil nicht spürbar schmälert.

Möglicherweise ist es aber so, dass gerade der Glaube an dieses „magische Denken“, an den eigenen Einfluss auf Dinge, auf die man keinen Einfluss hat, es überhaupt erst so attraktiv macht, stets und live vor Ort zu sein. Weil man glaubt, etwas bewegen zu können, was doch bei Licht betrachtet ein Ding der Unmöglichkeit ist, jedenfalls als Einzelperson.

Beruhigend also, vor allem für die Schatz- und Zahlmeister im Fußballbusiness, dass Fußballfans nur auf dem Niveau von Gläubigen als harmlos schizophren eingestuft werden und weiter magisch vor sich hindenken dürfen, ohne dass sie pathologisiert werden. Wer weiß, wie wenige sonst noch Antrieb verspürten, sich eine Dauerkarte zu kaufen.

11. Dezember 2014
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Die Gentlemen-Spieler

„Superpunk“ gibt’s ja nun schon länger nicht mehr. Sie waren der leibhaftig durch die Republik wandelnde Beweis dafür, dass in Deutschland nicht nur lässige Musik, sondern auch geistvolle Texte und das ohne Überverkopftes möglich sind.

Aber genau jener Geist von „Superpunk“ lebt in der quasi-Nachfolgergruppe „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“ fort.

Einen Teil dieses Geistes samt dazugehöriger Musik transportiert der folgende schöne Song „Die Gentleman-Spieler“, hier in einer tonmäßig weniger hochklassigen, dafür als Live-Auftritt aber eben auch das gesamte Auftreten der Band zeigenden Live-Version zu hören.

Warum das hier erscheint? Weil „Die Gentleman-Spieler“ tatsächlich ein Song mit Fußballbezug ist. Denn „Die Gentleman-Spieler“ handelt von jenen jungen Menschen, die sich in der Anfangszeit des Fußballs, als dieser England-Import als „undeutsch“ verpönt war, nicht davon abhalten ließen, ihn trotzdem auszuprobieren und damit zu etablieren.

Ein zeitlich von aller Tagesaktualität herrlich fernes Fußballthema, entstand so eine echte Hommage an den Fußball und seine Ausübenden, bar jeglicher schankraumhaftiger Schunkeligkeit, die bei Musik im Fußball den Finger sonst so schnell auf den Weiterbutton klicken lässt.



Am Bass übrigens, wie auch schon bei „Superpunk“, ein gewisser Tim Jürgens, den die eine oder der andere aus anderem Zusammenhang kennen könnte. Falls man diesen Zusammenhang noch verraten muss, hilft dabei vielleicht dieses Interview mit der taz, in dem Tim Jürgens auch sonst einiges über seine Sicht zum Fußball verrät:

Fußballer sind Fußballer, die werden heute von den Medien zu historischen Gestalten hochgejazzt, aber am Ende gibt es in anderen kulturellen Bereichen viel interessantere Menschen.

Und vorher schon:

Eine gewisse Distanz habe ich übrigens ohnehin zum Profifußball.

Überrascht uns jetzt nicht, alles andere wäre außergewöhnlich gewesen.

(Nicht zuletzt lesenswert wegen der Erläuterung, wie zwei St.-Pauli-Fans zusammen mit drei HSV-Fans in einer Band funktionieren …)

PS: Und das muss dann einfach noch mitrein, auch wenn es nichts mit Fußball zu tun hat, aber sehr viel mit der Überhöhung, die auch den Fußballern zuteil wird. Sänger Carsten Friedrichs in einem anderen Interview über mangelnde Selbstironie in Deutschland:

Als Künstler gilt man hierzulande ja als Fachmann für alles. Künstler werden in Talkshows zu allen möglichen Themen befragt und nehmen sich daher auch sehr wichtig. Dabei sind das einfach nur Alkoholiker, die Unterhaltungsmusik machen. Was qualifiziert die denn, über große Themen wie Politik zu reden?

10. Dezember 2014
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Staantribune — niederländisches Fußballkultur-Magazin

In der fußballfreien Zeit kurz etwas weiter nach Westen über den Rhein geblickt, entdeckt man dort glatt ein neues Fußballkultur-Magazin.

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Praktischerweise muss man bei dieser prägnanten Namenswahl nicht mal Nicht-Niederrheinern den Titel übersetzen.

Noch praktischererweise haben Staantribune ihre komplette erste Ausgabe kostenlos online verfügbar gemacht. Da hupt das Herz des Fußballfreundes, hupt.

Schaut man rein, wird dort das Rad nicht neu erfunden. Die Ideen sind zwar theoretisch unendlich in diesem Kosmos, doch dann wiederum sind sie im Mikrokosmos „Fußballkultur“ meist sehr ähnlich, wie die kostenlos verfügbare Null-Ausgabe von Staantribune beweist. Was aber keineswegs den Klickimpuls schmälern soll, denn mögen die Ansätze bekannt sein, so sind die Inhalte eben aus einem anderen Land und damit den wenigsten vertraut.

Alte Fotos von alten Fußballern mit ihren alten Autos, natürlich große Impressionen verwitterter Amateurplätze, in Holland dann aber trotzdem stets Rasen. Die DDR von Holland, der pelzige Bruder Belgien und dort gespielt habende Holländer (van Marwijk, Advocaat, van Gaal) kommen drin vor, natürlich, hüstel, eine Geschichte über eine ganz besondere Rivalität, ein ganz besonderes Derby und wie in diesen Gefilden üblich immer wieder üppige Bilder, was Ausmaße und Sprache angeht. Ein Interview mit Ruud van Nistelrooys Vater, Fotos von einzelnen Fußballfans, älteren Fußballfans, vereinzelten Fußballfans in ihrer Heimatstadt, wie sie zu ihrem nicht mehr ganz so erfolgreichen Verein aufbrechen und als bekannten Schlussakkord: ein bisschen Kunst.

Am besten macht man sich im Wortsinne selbst ein Bild von diesem neuen Erzeugnis, denn wie erwähnt ist die erste Ausgabe kostenlos zu haben.

Zur Staantribune (dort rechts das Cover anklicken).

9. Dezember 2014
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Fußball ist nicht alles

Traurig, traurig. Beim VfL Wolfsburg kommt man immer wieder nur mit Negativ-Schlagzeilen in die Presse. So im Jahr 2009, als man sehr zum Ärger der neutralen Fans eine Meisterfeier im Fußball mit einer Auto-Präsentationsshow verwechselte, so auch wieder im Jahr 2014, in dem man die Chuzpe besitzt, dem Alt-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger („Fußball ist nicht alles“) aufs Dreisteste, wenn nicht Ignoranteste zu widersprechen. Einfach so. Platt oder kalkuliert? Ahnungslosigkeit oder Provokation? Vielleicht gar Beides. Das Folgende empfängt jedenfalls zur Zeit den Besucher der Webseite des VfL Wolfsburg:



Es muss Schluss sein mit dem ständigen Provozieren und Aufmerksamkeitsheischen aus Wolfsburg, zu billig wirken die Versuche, auf diese Weise in die Presse zu gelangen. Hier fällt man nicht schon wieder darauf herein.

(Müsste dann wohl auch hier aktualisiert werden.)

7. Dezember 2014
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So dumm, dass die Elbe dampft

Ah, Fußball und Rivalität. Ein immergrünes Thema, quasi eine unauflösbare Symbiose, ohne die der Fußball als solcher gar nicht seine immense Popularität als Passivsport besäße.

Heute erlaube ich mir mal, einen Beitrag quasi komplett zu klauen, denn ich habe nicht viel hinzuzufügen. Twitterer schomberg, seines Zeichens Anhänger von Borussia Mönchengladbach, merkte gestern treffend an, als Augsburg in letzter Minute noch gegen den Erzrivalen 1. FC Köln gewann — und damit Mönchengladbach in der Tabelle überholte:


Nun kann man vielleicht ein wenig straferleichternd hinzufügen, dass man in Gladbach davon ausgeht, Augsburg in jedem Falle im Laufe der Saison noch hinter sich zu lassen. Da das aber nicht zwangsläufig so sein muss, bleibt der gesamte Vorgang nur ein kleines, aber feines weiteres Kapitel aus der Rubrik: Manche gehen nicht wegen des Fußballs zum Fußball, sondern um ihre Rivalität und damit Identität zu festigen und zu zelebrieren.

Schön und gut, aber dass man dabei sogar in Kauf nimmt, selbst schlechter abzuschneiden, nun da dampft die Elbe wirklich gewaltig, wie schomberg so schön formulierte.