Ich habe eine kleine Rumpelkammer in meinem Haus. Genauer gesagt ist sie ziemlich groß. Sie muss auch ziemlich groß sein. Denn sie hat eine große Aufgabe. In der Rumpelkammer speichere ich alle Fehlpässe, die nie zu mir gelangt sind. All jene Szenen, in denen ich vogelblank vor dem Tor stand, aber der Pass nicht kam. Jene Momente, als ich rechtzeitig startete, um nicht im Abseits zu stehen, der Passgeber aber lieber noch mal dribbelte und den richtigen Moment, zu spielen, verpasste. Wie nur die Flanke genau in meine Richtung hätte kommen müssen und ich da gewesen wäre mit dem Kopf. Der lange Ball, wenn der Gegner gepennt hat. Der Mitspieler aber auch, und nie ein langer Ball kam. Seit ungefähr 30 Jahren spiele ich Fußball, die Rumpelkammer ist ziemlich voll. Und sie wird noch immer voller. Jedes Wochenende wächst sie an. Das Gute aber ist: Jeder hat so eine Rumpelkammer und hört trotzdem nicht auf, mitzuspielen. Wobei man schon froh ist um jeden Pass, den man nicht in diese Rumpelkammer aufnehmen muss.
3 KommentareInfografik: Die Aussterbenden von der roten Rebsorte
Das Thema ist schon mehrfach überall durchgekaut worden, allerdings noch nie so anschaulich wie hier: Die unsägliche Erweiterung der Teilnehmerzahl der Europameisterschaft von 16 auf 24 (von 53 UEFA-Mitgliedsverbänden).
Neben dem Nachteil, dass dann im laufenden Turnier völlig sinnfreie Intergruppenvergleiche herangezogen werden müssen, um die vier besten Gruppendritten zu ermitteln, ist auch die Frage, welchen Zweck dann überhaupt noch Qualifikationsspiele haben können, eine, die die Menschen im Fußball-Blogosquarium bewegt. Schließlich nimmt dann über den Daumen gesehen jedes zweite Land auch am Endturnier teil und die Großen können ohnehin so gut wie gar nicht mehr vorher ausscheiden.
Der Spielbeobachter ist ein sehr freundlicher Mensch, kein Wunder, ist er doch Rheinländer aus Kölle. Er nahm Bezug auf die von mir gerade bei Twitter erwähnte Grafik der Teilnehmer der akutellen Europameisterschaft 2012 und erweiterte sie visuell um die in den Playoffs unterlegenen Mitgliedsverbände sowie um die vier besten Drittplatzierten der Qualifikationsgruppen.
Blau nimmt teil, rot ist raus.
Womit man bei 24 Teilnehmern wäre, wie man sie 2012 hätte, wenn man die tatsächlich stattgefundene sportliche Qualifikation berücksichtigt.
Offensichtlich ist, dass man vor allem nichts sieht, die roten Lücken der Nichtqualifizierten sind mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen.

Urheber: Nitroxium
Dass es aus Deutschland kommend und für die deutschen Farben (im Fußball) seiend leicht ist, sich fußballchauvinistisch über diese Änderung zu mokieren, während nun endlich auch schwächere Nationen am Endturnier teilnehmen können, kann das erlauchte Gremium zur Bewertung der Teilnehmerzahl bei Europameisterschaften leider nicht gelten lassen:
Wettbewerbe, in denen man nicht verlieren oder ausscheiden kann, sind nicht mal was für Kinder.
Sondern leider, die Darstellung macht es sehr anschaulich, für TV-Stationen und die Konten von Fußballverbänden.
5 KommentareDer lange Arm des G. Netzers
… der wurd‘ jüngst gekürzt.
Hacki Wimmer stand tatenlos daneben, auch Berti Vogts blieb regungslos. Was sollen sie auch tun — sie können ja nicht mal einen Millimeter vom Fleck.
Dass sie selbst noch intakt sind, da müssen sie eigentlich froh sein. Andererseits spricht es mal wieder Bände über den Stellenwert der drei Gladbacher Koryphäen. Dabei war Berti Vogts Europameister als Trainer, während Netzer es nach der aktiven Zeit nur zum Zirkusdirektor brachte.
Warum es dann aber G. Netzers Arm sein musste, statt der doch so begnadeten Füße, dürfte klar sein: Heutzutage bewegt Netzer wesentlich mehr Kohle von A nach B, wenn er mal wieder einen dieser ominösen Fußball-Rechte-Verträge unterzeichnet. Was nun mal gewöhnlich mit der Hand geschieht. Aber keine Sorge: Der lange Arm des G. Netzers wurde bereits von der Polizei gesichtet und gesichert.
Trotzdem: Wer kann sachdienliche Hinweise geben?
(Hiermit hat es ganz sicher nichts zu tun.)
6 KommentareAugsburg ist am steilsten
Absolut überflüssiges Wissen, auf das man auf keinen Fall verzichten sollte.
Das Bild verrät das Thema ja sehr leicht und wir sehen, dass der letztens noch Tabellenletzte und der aktuelle Meister etwas gemein haben, was im Titel dieses Beitrags nicht adäquat erwähnt ist, macht aber nix, denn die Auflösung ist ja unter untigem Link frei verfügbar.
Klicken Sie sich durch bis zu Bild 4 und erfahren Sie, wo der FC Bayern München und der FC Schalke 04 ganz dicht beieinander liegen.
Und wo Hertha BSC mal wieder Letzter ist.
6 KommentareMarkus Babbels Tattoos
Tätowierungen an sich sind ja schon übel. Schlecht gemachte Tattoos sind allerdings erst Recht abtörnend. Wenn dann noch ein von den Rolling Stones geklautes Motto hinzukommt, dann ist er fertig, der ungenießbare Salat. Immerhin hat er seinen Heimatverein TSV Gilching mit dazu genommen. Doch hieß es nicht immer, er lasse sich den „Oberkörper“ tätowieren? Das hier jedenfalls ist der Arm von Markus Babbel mit seinen Tätowierungen. Glaube, der Schrifttyp ist der uneheliche Bruder von Comic Sans.
Gespannt, welcher Klub bald hinzu kommen wird, darf man trotzdem sein.
7 KommentareWolfgang-Rolff-Mittelkreis
Im Fußball benennt man entweder Stadien nach einem berühmten Spieler oder Straßen. Das war’s.
Ganz andere Möglichkeiten eröffnet hingegen der Motor. Also, genauer gesagt der Motorsport, aber dieser ist ja kein Sport, sondern Motorsport, weshalb man das Wort „Sport“ weglassen muss, um nicht zu lügen, übrig bleibt das Wort „Motor“, wenn Motorsport gemeint ist. Verbesserungsvorschläge bitte in die Kommentare.
Nun, ganz andere Möglichkeiten eröffnet der Motor, welcher hier ausnahmsweise einmal stilbildend für den Fußball sein kann. Denn im Motor benennt man nicht einfach eine gesamte Rennstrecke nach besonderen Helden des Motors, sondern einzelne Teile von ihr. Seit kürzerer Zeit existiert auf dem Nürburgring beispielsweise das Michael-Schumacher-S. Das ist ziemlich bescheuert, dass man einfach Buchstaben nach Rennfahrern benennt, aber so bringt man eben mehr von ihnen in einer Rennstrecke unter. Außerdem steht das S für etwas, was sogar noch mit einem echten Wort bezeichnet werden könnte, Doppelkurve nämlich, macht man aber aus Gründen nicht. In Zolder gibt es die Jochen Rindtbocht, in Interlagos das Senna-S, in Estoril die Curva Alex Criville.
Schaut man in den Fußball und auf dessen Markierungen, hätte man drei, insgesamt sogar fünf weitere Möglichkeiten. Halt, es sind sogar neun. Ach, was red ich, elf, man kommt sogar auf 13.
Der Armin-Störzenhofecker-Mittelkreis.
Der Thomas-Brdaric-Strafraum (2x).
Der Manfred-Kaltz-Elfmeterpunkt (2x).
Der Andreas-Menger-Fünfmeterraum (2x).
Der Mario-Basler-Eck-Viertelkreis (4x).
Der Andreas-Zeyer-Tellkreis (2x).
13 Räume auf dem Rasen könnten also nach ehemaligen, verdienten Spielern benannt werden. Dann müsste man auch nicht auf so merkwürdige Regelungen zurückgreifen, wie dass z. B. Ottmar Walter der Gesäßeingang von Fritz Walter im gleichnamigen Stadion ist. Mit nur wenig Phantasie kommen dann noch Torlatten, -pfosten, diverse Linien und Bereiche des Spielfeldes hinzu.
Hätte bei Benennung bestimmter Bereiche des Spielfeldes nach Spielern auch den Vorteil, dass man bei einer Radioübertragung sofort wüsste, wo sich ein Geschehen abspielt. Allerdings lautete dafür die berechtigte Frage, wer heute eigentlich noch Radio hört, wenn er ein Fußballspiel verfolgen will. Krankenschwestern oder Pförtner vielleicht.
Ob jeder Verein überhaupt genügend Leute fände, die solch eine Ehrung wert wären, steht dann allerdings wieder auf einem ganz anderen Blatt.
6 KommentareThon wie eine Schlange
Sagt er.
Im Spiegel, 1998.
Auch sonst noch lesenswert, wie es die alten Print-Spiegel-Texte (über den Fußball und Fußballer) eigentlich immer sind.
…
Würde ja gerne endlich mal wissen, ob Thon doof ist oder eben nicht.
Und auch die im Text aufgestellte These, dass er kein Volksheld ist, würde ich gerne beantwortet haben. Galt Thon je als zu mädchenhaft? War er nicht der eigentlich bessere Fußballer als Matthäus, der ja eigentlich nur „aufräumen“, aber nie gestalten konnte? Weltmeister ist er schließlich auch.
…
Lesen Sie frühere Beiträge zu Olaf Thon:
Der Professor mit 18
Die noch viel früheren drei Tore von Olaf Thon in einem Spiel
Uli Stielike bleibt einsam
Äußerst nützliche Lieblings-Memorabilia
Stadioncheck hatte letztens eine Beitragsreihe ins Leben gerufen, für die mir zunächst das passende Objekt fehlte, bis es dann doch noch Klick machte. Als ausgewiesener Nichtsammler von Dingen, insbesondere seit der zunehmenden Digitalisierung von früher sammelnswerten Gegenständen, dachte ich zunächst, ich besäße nichts, womit ich an der Reihe von Beiträgen teilnehmen könnte.
Dass es einige Zeit dauerte, bis die Eingebung kam, liegt daran, dass meine nun dafür ausgewählten Memorabilia (es sind zwei Bestandteile) noch nicht als solche abgespeichert sind, sondern immer noch als Gebrauchsgegenstände. Denn sie werden noch benutzt.
Stadioncheck fragte also nach den sehenswertesten oder liebsten Gegenständen, die man aus dem Bereich des Fußballs konserviere und meine Antwort war: gar keinen.
Früher hob ich mal die Eintrittskarten von Spielen auf, nur um sie dann doch immer wieder in unregelmäßigen Abständen in den Papierkorb zu überantworten. Autogrammkarten waren ohnehin nie meine Sache — gerne anschauen, betrachten, sich wundern, lernen, aber dann auch wieder weitergehen — und da wir sowieso, einige früher, andere später, alle zu Staub zerfallen, ergibt es auch nicht viel Sinn, irgendwelchen Schrömpel zu sammeln, nur weil man nun mal über eine solche Schrömpelsschublade verfügt.
Es sei denn, man könnte den Gegenstand tatsächlich noch gebrauchen, dann wäre er weder Müll noch Staubfänger, vielmehr hätte er tatsächlich eine Funktion. (So kommt es übrigens, dass es neben diesem gleich vorzustellenden Objekt noch einen original FIFA-WM-Bierbecher im Trainer’schen Haushalt gibt, allerdings findet dieser Verwendung bei auswärtige Zwecken wie Grillen nach einem Fußballspiel o. Ä. Die FIFA wird sich gefreut haben, dass ich den Pfandbetrag nicht abgeholt habe, und ich freue mich, wenn ich damit immerhin für ein paar Ahs und Ohs bei Fußballliebhabern sorgen kann. Doch auch diese Ahs und Ohs werden mit zunehmender zeitlicher Distanz zur WM 2006 seltener. (Und so kommt es auch, dass ich Trikots nicht zu Memorabilia zähle, so lange sie noch getragen werden.))
Memorabilia, die man noch verwenden kann, erscheinen einem nicht als solche (das sagtest Du bereits, Trainer) und deshalb dauerte es, hier ist sie aber nun:
Die Geschichte um mein liebstes Fußballstück, das ich besitze. Sie geht so:
Der MSV Duisburg verpflichtete eines Tages den litauischen Torhüter Gintaras Stauce (damals, heute). Über den Mann war in Prä-Internetzeiten wenig bekannt. Ein Star war und wurde er nicht in Duisburg. Auch kam er über 73 Einsätze in vier Spielzeiten „an der Wedau“ nicht hinaus. Im ersten Jahr brachte er es gar nur auf einen Einsatz, im zweiten Jahr löste Gintaras Stauce Thomas Gill als Stammtorwart ab, was er für die folgenden zweieinhalb Saisons auch dann blieb, als er mal nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums längere Zeit gesperrt wurde.
Zufällig war er ein guter Rückhalt, einer, bei dem den Zuschauern nicht das Herz stehen blieb, wenn mal wieder eine Flanke in den Strafraum flatterte oder ein Gegner alleine aufs Tor zulief. Insbesondere bei Schüssen aus kurzer Distanz zeigte er überragende, fast übermenschliche Reflexe und hatte die für seinen sehr drahtigen Körper typischen, überdurchschnittlichen Flugeigenschaften.
Das Spiel mit dem Fuß war nicht ganz so seins, wie es aber damals eben weit verbreitet unter den Torhütern war. Rückpässe landeten mit einer solchen Wahrscheinlichkeit entweder bei Mitspielern oder im Aus, welche man mit dem Wort „Zufall“ noch am passendsten beschrieben hätte. Dennoch: Man könnte fast behaupten, dass er eine Art Publikumsliebling wurde, obwohl auch sein Vorgänger Thomas Gill nicht unbeliebt gewesen war. Zumindest beim Autoren war er Publikumsliebling, und das reichte ja schon.
Die „Gintaras, Gintaras, Gintaras!“-Rufe auch der übrigen Zuschauer schallten regelmäßig durchs Stadion und obschon er ein sehr ruhiger Vertreter außerhalb des Platzes war, hatte man ihn bald in sein Herz geschlossen. Sein bescheidenes allgemeines Auftreten trug neben seiner sportlichen Stärke weiter dazu bei, dass es einem dann doch sehr leid tat, als er schließlich gehen musste. Die Gründe dafür wurden nie bekannt, kein Internet und ebenso viel Interesse an Fanzines halfen bei der Suche nach diesen wenig.
In seiner Zeit als Profi in Deutschland hatte Gintaras Stauce aber selbstredend Deutsch lernen müssen Schrägstrich wollen. Das tat er wohl auch mit hinreichendem Eifer, um gewisse Bindung zu seiner Deutschlehrerin aufzubauen. Auf dass er ihr bei seinem Abschied ein Paar Torwarthandschuhe überließ — original von Gintaras Stauce — als Dankeschön oder kleine Aufmerksamkeit für die Bemühungen der Deutschlehrerin.
Diese Deutschlehrerin wiederum war die Bekannte einer Mutter eines Teamkollegen, der sie eines Tages mit zum Spiel brachte und in den allgemeinen Mannschaftsbesitz übergehen ließ. An dieser Stelle müssen wir die Geschichte ein kleines wenig klittern, denn dass dieser Mitspieler aufgrund von von Trainer Baade angezettelten Umdisponierungen auf einigen Kaderpositionen eines Tages nicht mehr erschien, kann nur als böse Verleumdung zivilrechtlich verfolgt werden. Niemals aber würde Derartiges dabei helfen, Licht in die Frage zu bringen, wie die Torwarthandschuhe von Gintaras Stauce in den Besitz von Trainer Baade gelangten.
Dieser war schließlich immer wieder mal selbstlos ins Tor gegangen, wenn alle anderen sich drückten, und zu jener Zeit gab es eben dieses originale Gintaras-Stauce-Torwarthandschuhpaar. Welches nun mal als die Torwarthandschuhe des gesamten Teams galten und eingesetzt wurden. Es gab ja sogar eine gemeinschaftliche Tasche, in der sich stets Bälle, Netze und anderes Zubehör befanden. Wie eben auch diese Torwarthandschuhe, welche das Team nun jahrelang einsetzte und nie pflegte.
Bis gestern beim Gang in den Keller die Blicke an ihnen haften blieben, wie sie da ein wenig schlapp im Schrank hingen.
Nie gepflegt, entsprechend rieselte ein bisschen zu Staub zerfallener Kleber von der Oberfläche der Handschuhe, als diese nun für das entsprechende Foto drapiert wurden. Der Zustand auf dem Foto ist unverfälscht, und auch wenn es nicht so aussehen mag: Sie sind weiterhin im Einsatz, weil sie noch ihre Funktion erfüllen.
So geht also die kleine Geschichte um meine beiden liebsten Memorabilia — linker Handschuh, rechter Handschuh — welche ich lange Zeit nicht als solche erkannte. Gintaras Stauce aber war mir schon bevor ich seine Handschuhe an meinen Händen trug immer äußerst sympathisch gewesen. Insofern befindet sich dieses Überbleibsel von seinem Aufenthalt in Duisburg nun „in guten Händen“, auch wenn ich nicht weiß, was die Deutschlehrerin dazu bewog, sie überhaupt weiterzureichen.

Wie viele Winter machen sie’s noch?
11 KommentareSchon eine hörensgute Tröte
Wenn in Deutschland die Staatsanwaltschaft ermittelt, kann man sich zum Glück drauf verlassen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Jene in Heidelberg wird kompetente, unvoreingenommene Fachleute zu Rate gezogen haben, um zu überprüfen, was es mit den möglichen gesundheitlichen Schäden durch die Tat eines einzelnen übereifrigen Hausmeisters auf sich hatte.
Ganz Deutschland war allerdings auch gebannt, was diese Ermittlungen ergeben würden, nu isses raus:
Natürlich war die Tröte gesundheitlich völlig ungefährlich.
Und wenn von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter dies so zu Protokoll geben, darf man getrost alle eigenen Zweifel beerdigen.
25 KommentareDas Ermittlungsverfahren im „Störton“-Fall bei der TSG 1899 Hoffenheim ist eingestellt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg mitteilte, ist durch ein Sachverständigen-Gutachten bewiesen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehrerer Stadionbesucher nicht auf den Einsatz der Anlage zurückzuführen sind.
Das Nicht-Tor des … nicht
Wir wählen ja keine Nicht-Tore mehr, wegen der großen Suizidgefahr. Deshalb im Anschluss also nicht das Nicht-Tor des Jahres 2011 von einem Menschen, der ganz sicher kein Depp und kein Volltrottel ist. Nicht mal ein Torwart-Trottel. Fußball ist nicht alles!
Denn das Nicht-Tor des Jahres 2011 schoss ohnehin der zweite Fürther Spieler in der nachfolgenden Situation, indem er gestern Abend in der Partie bei Eintracht Frankfurt seinem Kollegen Edgar Prib den Ball zuspielte, als dieser noch allein vor nur einem Gegner stand. Was für ein Vollidiot, dieser zweite Spieler! Weiß doch jeder, dass man zwei gegnerische Spieler benötigt, um nicht im Abseits zu stehen. So ein Trottel — und der will Profi sein? Glatte Notte 6!
7 KommentareFortuna femminile
Es wird eine harte Erkenntnis für Blog-G sein. Nicht nur kann man so eine kleine Klitsche wie SpVgg Greuther Fürth zu Hause nicht bezwingen.
Seine Mannschaft Eintracht Frankfurt spielt nun sogar in einer Liga mit Fortuna Dortmund. Und schafft es nicht mal, die selbe Punktzahl wie der Herbstmeister und Tabellenführer zu erreichen.

Das ist nicht schlimm, nimmt man beim ersten Lesen an? Immerhin steigt auch der Tabellenzweite ja noch direkt auf?
Doch — tatsächlich bedeutet es die Höchststrafe.
Denn Tabellenführer Fortuna Dortmund ist war eine Frauenmannschaft.
Was macht eigentlich Sergei Aleinikow?
Aus gegebenem Anlass stellen wir uns die Frage, was dieser ominöse Sergei Aleinikow zur Zeit so treibt, wenn er sich nicht gerade in seiner jüngeren Inkarnation innerhalb des FC-Bayern-Kaders selbst isoliert.
Nun, Sergei Aleinikow, unterlegener EM-Final-Teilnehmer 1988, ein Turnier, bei dem er den schnellsten EM-Treffer aller Zeiten erzielt hatte, eine Bestleistung, die er mittlerweile wieder losgeworden ist, war einer der ersten sowjetischen Spieler, die ins westeuropäische Ausland wechseln durften, wovon er heute noch profitiert.
Nachdem er 1989 von Dinamo Minsk zu Juventus Turin transferiert worden war, gewann er dort 1990 den italienischen Pokal sowie den UEFA-Pokal. Einem Wechsel nach Lecce folgte ein Engagement in Japan sowie gegen Ende der Karriere Auftritte in Schwedens erster Liga.
Neben der sowjetischen Nationalmannschaft beehrte er nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst das Team „GUS“ und später jenes von Weißrussland mit seinem Können im Mittelfeld. Zwar absolvierte er nur 4 Partien für Weißrussland, das reichte aber, um ihn 2003 zum „Golden Player“ von Weißrussland zu wählen, einer Ehrung für den besten Spieler der vergangenen 50 Jahre.
Es schloss sich eine Karriere als Trainer an, die er ebenfalls in Italien begann und welche ihn immer noch dort, inzwischen beim NK Kras verweilen lässt. Ein Klub einer Stadt im Friaul, wo es sich bekanntlich ganz gut aushalten lässt.
Alles gut soweit also mit dem echten Sergei Aleinikow, der sicher überhaupt nichts vom Schicksal ahnt, welches sein Nachname im deutschen Fußball ereilte (und diese Verballhornung existiert ja nicht erst, seit sie Kadermitglieder des FC Bayern verwenden. Vielmehr gibt es diese Konnotation schon seit dem ersten Auftreten von Sergei Aleinikow in internationalen Spielen, so dass man seinen Namen auch als öffentlich-rechtlicher Zuschauer mit nur drei Programmen kennenlernen konnte.
Wer hätte nicht mit irgendeinem Spieler in einer Mannschaft gespielt, der diese Bezeichnung verdiente — und auch erhielt?)
Dass Sergei Aleinikow mittlerweile aussehen soll wie eine alte, verwitterte Hexe, wie Wikipedia behauptet, konnte allerdings nicht verifiziert werden.
0 KommentareFriedhelm Funkels nicht ganz astreine Gedanken zur Fairness im Fußball
Unbemerkt von der großen Fußballwelt hat sich gestern bei der Partie Alemannia Aachen gegen Erzgebirge Aue etwas ereignet, was Aachens Trainer (jawollja) Friedhelm Funkel zum Anlass nahm, mal aus seinen Kleidern zu steigen und für alle ganz anschaulich zu definieren, wie man mit großem Sportsgeist vorangeht und Fairplay demonstrieren sollte.
Was war passiert? (Ich liebe diese Boulevard’sche Weiterleitung, die nur dazu dient, weiterzuleiten, aber sonst nichts.)
Erzgebirge Aue erzielte auf dem neuen Tivoli den Ausgleich, nachdem ein leibeigener, also ein heimischer Balljunge extrem schnell mitgedacht und gehandelt hatte.
Nach einem Befreiungsschlag ins Seitenaus war der Ball noch in der Luft, als ein Balljunge durchaus eilfertig ein Spielgerät an die Gäste weiterreichte.
Ein Ding der Unmöglichkeit, findet jener Mann, von dem wir hier annahmen, er sei noch nach altem Schrot und Korn, so sieht er jedenfalls aus, und würde demgemäß auch echtes Fairplay im Stil eines Gentlemans jenem unwürdigen Tricksen und Betuppen an den kleinen Stellschrauben, an denen man als Heimmannschaft überhaupt drehen kann, jederzeit vorziehen.
Weit gefehlt.
Friedhelm Funkel ist zwar nach altem Schrot und Korn, allerdings eben kein Sportsmann dieser Couleur, sondern einer dieser kleinen, miesepetrigen, irgendwie übel aufstoßenden Vorteilserheischer, bei denen einzig das sichere Wissen Trost spendet, dass dieser Mensch in nur wenigen Jahren ausgiebig über dem Höllenfeuer geschmort werden wird. Denn wie bewertete Friedhelm Funkel die Aktion des durchaus staatsmännisch fair handelnden Balljungen?
17 Kommentare„Das habe ich so in vielen Jahren auch noch nicht erlebt“, staunte Trainer Friedhelm Funkel, der am Samstag 58 Jahre alt wurde. „Als Balljunge einer Heimmannschaft, die führt, muss man das Spiel verzögern.“
Der wohldompteurisierte Zirkus lädt aus
Angenommen die Menschheit hätte etwas erschaffen, was zahlreiche individuelle Ausprägungen der Menschheit enorm in ihre Bann zöge. So sehr, dass sie dafür weiteste Anfahrtswege in Kauf nähme, auf Treffen mit der Familie, kulturelle Veranstaltungen und noch viel mehr verzichteten, nur um dabei sein zu können, wengistens fernvisuell, wenn dieses Etwas zum Tanz bittet. Dieses Etwas wäre so fesselnd und mitreißend in seiner Art — gewiß, nicht bei jeder seiner Zelebrationen, aber allermeistens — dass ganze neue Kulturen drum herum gebaut würden, ohne dass der Mensch dafür einen Architekten dieser neuen Kulturen benötigte.
Dann wäre es wohl eine typisch menschliche Vorgehensweise, wenn man dieses Etwas möglichst schnell zum Gefangenen machte, nachts, an einem dunklen Orte, ohne es bei der Jagd ernsthaft zu verletzen, ihm heimlich die Klauen stutzte, und von nun an Eintritt nähme, von allen Gebannten, um es allwöchentlich, wohldompteurisiert im Zirkus tanzen zu lassen. Der Abgrund, an dem es tanzte, wäre kein echter mehr, der Bann des Publikums von der Zuckerwatte verklebt, so fest verklebt, dass keiner mehr ver- oder aufstünde, obwohl der alle Perserjahre mal vorkommende Absturz in den Graben Teil der ganzen Inszenierung wäre, fest eingeplant wie die Gitterstäbe, hinter denen es bis zum nächsten Abend verwahrt würde, rund geschliffen wären, auf dass es sich nicht zufällig verletzte.
Nicht typisch menschlich wäre es hingegen, nicht zu bemerken, dass der Graben nicht mehr echt ist, in den das Etwas fällt. Außer von Kindern.
1 KommentareUli Hoeneß und diese Sache mit dem Nikolaus
Man würde kaum glauben, dass die zu Beginn rechts im Bild befindliche Steffi Graf zum Zeitpunkt der Sendung am 12. Dezember 1984 tatsächlich schon 15 Jahre alt war. Dass Udo Lattek Modell für Mr. Burns stand, glaubt allerdings jeder sofort. So, und jetzt den Goldkehlchen aus München gelauscht. Weil’s so arg schön ist, heute auch mal in Breitwand. Get the whole story
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