1. Mai 2010
Keine Kommentare

Kermit, der Frosch …

… meldet sich heute von kurz vor der äußerst windigen Allianz-Arena, wohin es den umtriebigen Außenreporter verschlagen hat. Es regnet und es stürmt und noch haben sich die Tore (der Arena) nicht geöffnet, dies wird aber für jeden Moment erwartet. Sollte die Verbindung dann halten, gleich hier mehr.

Wenn nicht, dann nicht. Dann aber später mehr.

Wer sich wundert, was Kermit, der Frosch Baade, der Trainer, in der Allianz-Arena macht, der lies einfach diesen umfassenden Außenreporter-Bericht vom letzten Jahr noch mal nach. Bis man das durchgelesen hat, steht die Leitung vielleicht auch wieder — oder das Spiel ist schon vorbei.

Klick.

1. Mai 2010
Keine Kommentare

Zu wenig echte Kerle

Teamkapitän Augenthaler klagte wieder einmal, man habe „zu wenig echte Kerle in der Mannschaft, Typen, die sich für den Verein reinhängen, statt nur ihr Geld abzuholen.“ Dieter Hoeneß wies darauf hin, wie schwer doch Lothar Matthäus sich tue, der ihm zugewiesene Rolle als Chef im Mittelfeld gerecht werden: „Als Spieler ist der Lothar in Normalform Weltklasse. Als Macher aber wird er überschätzt.“

So äußerten sich der Trainer der SpVgg Unterhaching und der Manager des VfL Doofsburg über den ähm, Gala-eristen Lothar Matthäus damals, als der FC Bayern München im DFB-Pokal mit 0:3 bei Fortuna Düsseldorf ausschied, 1986/87. Mir dräut, als hätte ich des Auges Worte davor und danach schon irgendwo mal oder mal wieder gehört. Dabei werden doch sonst kaum Spiele verloren, im Fußball.

28. April 2010
1 Kommentar

Druck in Bildern bzw. in Gesichtern

Kai Pfaffenbach war angeblich zu Jugendzeiten „ein Freund“ von Oliver Kahn. Jedenfalls war er ihm dann später öfter noch nahe, siehe dortige Galerie.

Jetzt weiß man auch endlich, welcher Fotograf das absolut furchteinflößende Bild (Nr. 6 in der dortigen Galerie) von Oliver Kahn gemacht hat, welches inzwischen dem Jugendschutz unterliegt.

Man sollte es auch als Erwachsener nicht mehr anschauen, kurz bevor man ins Bett geht (deshalb auch der frühe Veröffentlichungszeitpunkt dieses Beitrags).

Aber mindestens genauso interessant: Was gab es denn in einem Deutschland-Trikot eigentlich einmal derart ekstatisch zu bejubeln?

Hätte man sich fast denken können: Eine Parade beim 2:1-Sieg gegen die Fußballgroßmacht Färöer war’s. Zu Hause.

Druck, unmenschlicher.

23. April 2010
5 Kommentare

Günter Wallraff, seitdem hat sich nicht viel geändert

„Und drücken Sie auf ‚Aufnahme‘, damit ich das meinen Enkeln zeigen kann, die werden stolz auf mich sein.“

Heiko Herrlich in der Pressekonferenz nach dem vor dem irgendeinem Spiel.

Video von der Pressekonferenz des VfL Bochum.

Ab ca. Minute 8:00.

Insgesamt ähem, schreit Heiko Herrlichs Auftreten allerdings auch nach einem Rhetorik-Trainer. Oder ist er so verschüchtert und hat diverse Klöße im Hals weil er seine Karriere jetzt schon in Doll’schen und Labbadia’schen Dimensionen enden sieht, bevor sie überhaupt richtig begann?

23. April 2010
7 Kommentare

Blackout der unverzeihlichen Art

Ein beliebtes und auch sehr billiges Spielchen ist es immer, die Leserinnen und Leser nach ihren Erfahrungen mit Thema X zu fragen. Auf dieser Seite zumindest ist es aber nicht „billig“, weil es a) gar nix kostet und b) mich tatsächlich interessiert. So fragte ich zuletzt (keine Angst, weitere Folgen folgen), wo die verehrte Leserschaft das WM-Finale 1990 erlebt habe, welches ich bekanntlich schnöde im Wohnzimmer meiner Eltern verbrachte und danach, ohne noch zum Feiern in die Stadt aufzubrechen, ins Bett ging.

In der aktuellen Sonderausgabe der 11Freunde „Die 90er“ fragen die 11Freunde genau die selbe, billige Frage, die aber auch dort nicht so sonderlich billig ist, weil sie eben berühmte fußballrelevante Persönlichkeiten fragen.

Und dabei kommt doch tatsächlich zutage, dass good old Schiedsrichter Herbert Fandel nicht mehr weiß, wo er das WM-Finale 1990 erlebt hat.

Er weiß es nicht mehr.

Entschuldigung, schwul hin oder her, Freaks, die gerne wollen, aber nicht Fußball spielen können, autoritäre, herrschsüchtige, eitle Charaktere, zwei Gelbe Karten in einem Rutsch, selbst das fälschlicherweise als gültig erkannte Wembley-Tor, das alles würden wir ja noch verzeihen.

Aber: ein Fußball-Schiedsrichter, der sich nicht an ein Fußball-WM-Finale erinnern kann?

Und ausgerechnet so einer soll jetzt das Schiedsrichterwesen revolutionieren?

21. April 2010
2 Kommentare

Der — endgültige — deutsche WM-Kader für Südafrika ist raus

Irgendwann letzte Woche sickerte der hiesigen Redaktion der WM-Kader für die WM 2010 in Südafrika zu. Entscheidend dafür war eine glorreiche aus-dem-Briefkasten-Rettungsaktion des Trainer Baades, weil der riesige Umschlag, in dem das schon lange vor der Zeit bestellte Panini-Album zerfetzt zu werden drohte, beim Rausziehen beinahe noch zerfetzter geworden wäre, als es eh schon war.

War es dann aber nicht.

Der endgültige Kader des „DFB“ für die WM 2010 in Südafrika sieht folgendermaßen aus:

Tor:

Rene Adler (ohne Accent)
Tim Wiese

Abwehr

Per Mertesacker
Philipp „Ich heirate nach der WM“ Lahm
Heiko Westermann
Serdar Tasci
Arne Friedrich

Mittelfeld

Simon Rolfes
Michael Ballack
Mesut Özil
Thomas Hitzlsperger
Bastian Schweinsteiger
Piotr Trochowski

Angriff

Stefan Kießling
Lukas Podolski
Miroslav Klose
Mario Gomez

Wer da jetzt beim Zusammenzählen nicht auf 23 kommt, und noch dazu der Auffassung sein könnte, dass Simon Rolfes es vielleicht gar nicht fittigermaßen bis nach Südafrika schaffen würde, der liegt richtig. Denn wie Panini immer weiß, nimmt jedes Team nie mehr als 2 Torhüter oder mehr als insgesamt 17 Spieler mit — sonst müsste man ja auf das Verbandswappen verzichten. Da tät man dann doch lieber auf Maskottchen „Paule“ verzichten als auf das schicke Wappen.

Und was so eine Einheit ist, die muss sich dann eben auch mal zusammenschweißen lassen, kurz vor der WM. Und wenn man nicht mehr wechseln kann, dann geht man halt mal über 120 Minuten steil, so ist das doch gedacht von den Panini-Leuten.

.
.
.

Wie? Was? Ich habe nicht ganz verstanden. Panini sitzt eigentlich in Italien? Zetermordio.

21. April 2010
5 Kommentare

Some guys have all the luck

Und dann war da noch das arme Schwein, das — nur für den Fall, was aber ja zum jetzigen Zeitpunkt nicht so gänzlich unwahrscheinlich ist — eigentlich bei einer Schalker gewonnenen Meisterschaft als Fan-Ur-Gestein danach die Party seines Lebens (wenigstens innerlich) steigen lassen wollte.

Das aber leider am 9. Mai, also am Sonntag, einen Tag nach dem letzten Bundesligaspieltag, zum Wahlhelfer bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auserkoren wurde und um 8h morgens im Wahllokal antanzen muss.

20. April 2010
4 Kommentare

WM-Spiele in 3D

Die Überschrift sollte eigentlich keine Nachricht wert sein, wer schon mal versucht hat, Fußball in 2D zu spielen, merkt schnell, dass dem Ganzen irgendwie der richtige Kick fehlt. Wenn man eins von den zwei Augen zudrückt, könnte man Fußball in 2D glatt „Hockey“ nennen, weshalb ihm ja auch der Kick fehlt. Die Nachricht sollte erst recht gerade hier keine Nachricht wert sein, der ich mich doch als ausgemachter Non-TV-eaolist zu erkennen gegeben habe und mir demgemäß am ziemlich 3D-Geformten vorbei gehen dürfte, was die TV-Technik an neuen Tiefpunkten und noch nen neuen Tiefpunkt und noch nen neuen Tiefpunkt in ihrer Tiefenschärfe bei der Bildproduktion erreicht.

Diese Nachricht aber ließ mich dann doch etwas aufhorchen, denn wenn ein Spiel in 3D fürs Fernsehen übertragen wird, würde das also bedeuten, dass wir künftig auch beim Fußballschauen den Kopf einziehen, wenn — wie man das aus diesen tollen 3D-Film-Kirmeszelten kennt, dort waren es Kanonenkugeln oder Speere, hier wären es dann: — Fußbälle auf uns zufliegen? Die Hinter-Torkamera würde eine ganz neue Dramatik kreieren und abgebrochene Knöchel oder Schienbeine erhielten einen nie gekannten Naturalismus in ihrer Darstellung. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich das wirklich möchte. Der Preis wäre dann doch zu hoch.

Was nämlich selbst eine 3D-Darstellung der Spiele nicht verhindern kann, ist, dass man immer noch bei manchen Bällen glaubt, sie flögen geradewegs aufs Tor zu, um dann doch an der Eckfahne zu enden. Die Rede ist von jenem Knick im Gehirn, welchen man auch als Stadiongänger — und da ist es nun mal wirklich 3D — nicht verhindern kann.