21. Januar 2009
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Loveparade jetzt doch in Köln

Ich wollte ja nicht mehr auf „lustige“ Tippfehler anderer Menschen hinweisen, weil das so 2004 ist und es eigentlich 2004 auch schon nicht lustig war.

Das hier geht aber so eben noch durch, weil es kein Tippfehler ist. Sondern ein Denkfehler.

Schließen wir mal die Augen, befreien uns vom Ballast des Alltags und denken erstmal an nichts, um sozusagen den Arbeitsspeicher frei von allen alten Verknüpfungen zu bekommen. Denken wir an nichts, an gar nichts. Jetzt weht ein laues Lüftchen, man hört frühlingshaft ein paar Vögel zwitschern, und

jetzt

kommt die Aufgabe.

Bitte stellen Sie sich ein Fußballspiel vor. Egal welches, ob Champions League oder Kreisliga, ob Frauenfußball oder auf der Straße… sehen Sie den Ball? Sehen Sie die Spieler? Sehen Sie, wie sie laufen, wie sie passen, wie die eine Mannschaft den Ball immer in die eine Richtung treiben will und die andere Mannschaft in die andere Richtung? Lassen Sie das Bild von einem bewegten Fußballspiel noch eine Weile auf sich wirken, schauen Sie ruhig noch ein bisschen zu.

Genug? Schön.

So, und jetzt frage ich Sie: Welche Assoziation kommt Ihnen beim Betrachten dieses Spiels in den Sinn?

Wie bitte? Ich glaube, ich habe nicht richtig verstanden. Was?

Loveparade“?!

21. Januar 2009
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Das Kind ist gesund

Diego wird nach seiner Promille-Fahrt (so eine Wendung kann wirklich nur jemand erfunden haben, der noch für Print schreibt, wo der Platz knapp ist und nicht wie hier unendlich) mit den Worten zitiert, dass sein Promillewert nach ein paar Gläsern Rotwein doch normal gewesen sei. Normal für was?

21. Januar 2009
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Sportwetten Baade

Als Kind dachte ich, die Leute, die in diesen seltsam abgedunkelten Wettbüros stehen, wo überall Monitore mit Sportergebnissen und Spielverläufen aus aller Welt plärren, wären deshalb dort, weil sie sich so sehr für Sport interessieren. Heimlich hab ich sie dafür bewundert und wollte später auch so ein großer Sportliebhaber sein, der sich sogar in der ersten Liga von Hong Kong auskennt.

So kann man sich täuschen.

20. Januar 2009
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Assauer nur ein Pantoffelheld?

Die Typen sterben ja aus, wie man weiß, und das tun sie ständig und allezeit. Also schon immer eigentlich. Und jetzt gerade wieder besonders. In der Bundesliga, und daneben auch.

Aktuell stirbt einer aus, den man für jener alten Schule zugehörig gehalten hatte, von der in diesen Breiten eigentlich nichts mehr über ist. Es sei denn, man begibt sich in die Niederungen der Eckkneipen oder Kreisligavereinsheime. Einer jener Schule, in der Mann die Hosen anhat, der niemals nicht im Haushalt helfen würde und der seine Frau vermeintlich liebevoll als „Alte“ tituliert. Um zu kaschieren, dass er als anscheinend harter Hund zu so nem Quatsch wie Romantik und Intimität ohnehin nicht in der Lage ist. Tot ist er noch nicht, aber seine detailliert inszenierte Rolle des Paschas muss er jetzt wohl dran geben, sofern man diesem Zitat glauben schenken darf:

Rudi Assauer hatte zuletzt in einem Interview mit „Park Avenue“ zugegeben, dass er immer abhaut, wenn es mit Simone Streit gibt. „Sie wird ziemlich laut und in ihrer Wortwahl dann auch sehr deutlich.“

Rudi Assauer also nur ein ganz gewöhnlicher Pantoffelheld, der in die Kneipe flüchtet, wenn es zu Hause dicke Luft gibt? Der dann lieber im Stadion an seiner Zigarre nuckelt, statt sich zu Hause dem Konflikt zu stellen und Tacheles zu reden? So wie die vielen einsamen Gestalten, die beim Frühschoppen am Sonntag lieber mit ihrem Herrengedeck reden als mannhaft eine konstruktive Auseinandersetzung zu führen? Rudi Assauer kein Kommissarin-Mann mehr, weil er genau das nicht hat, was er so aktiv vorzugeben bemüht ist: Selbstsicherheit?

Well, es gäbe überraschendere Erkenntnisse als diese.

19. Januar 2009
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Ein WMchen in Connecticut gefällig?

Für die Doppelvergabe der WM-Ausrichtung 2018 und 2022 hat sich auch Katar beworben.

Katar.

Lassen wir mal außer Acht, dass dort lediglich ungefähr genau 824.789 Menschen leben und man somit die WM auch z. B. nur in Düsseldorf oder Stuttgart durchführen könnte. Wenden wir uns lieber der Größe dieses Landes zu:

slightly smaller than Connecticut“ meldet das CIA World Factbook, das natürlich derlei Angaben immer ins Verhältnis zu US-Amerikanern bekannten Bezugsgrößen stellen muss. Was nicht verwunderlich ist und auch nicht als Lächerlichmachung gemeint ist. Schließlich liest man hierzulande gleichfalls ständig davon, dass Israel so groß wie Hessen sei oder dass in Island so viele Menschen wie in Krefeld, verteilt auf eine Fläche vergleichbar der Frankreichs, leben. Zwar sind weder Island noch Frankreich ein deutsches Bundesland, doch hat man hier, wenn schon, einen ungefähren Begriff von der Größe Frankreichs, während die Größenangaben „twice as large as Montana“ oder „half the size of Idaho“ nicht wirklich zur Veranschaulichung beitragen können. Zum Glück ist das im Falle Connecticuts (das mit dem stummen c) anders, weil das so nah bei New York liegt und damals am 11. September 2001 natürlich jeder (außer W.) alle möglichen Umgebungskarten abgegrast hat oder dazu von TV und Internet genötigt wurde. Natürlich kennt man Connecticut als Mensch auch deshalb, weil Sonic Youths Thurston Moore dortherkommt. Aus diesen Gründen kann man mit dem Größenvergleich „slightly smaller than Connecticut“ etwas anfangen und muss dann doch bezüglich der WM-Bewerbung von Katar kurz lachen. Eher schmunzeln gar nur.

Die Zeiten, als eine komplette WM wie 1930 in Montevideo in einer einzigen Stadt ausgetragen wurde, sind nun mal nicht mehr nur vorbei: Es kann sich auch niemand mehr aktiv daran erinnern. Heutzutage wollen die professionellen Menschenbeweger und die Bettenbereitsteller und die Dönerbudenbetreiber bei so einer WM schließlich auch ein bisschen was verdienen, weshalb es nicht in Frage kommen kann, dass eine WM unter der Prämisse so kurzer Wege, wie sie in Katar gegeben wären, stattfindet. Wenn man fürs Betrachten der täglichen drei Vorrundenspiele nicht wie der Dummschwätzer anno 2006 einen Hubschrauber braucht, sondern es bequem zu Fuß erledigen kann, von einem Stadion zum anderen zu laufen, dann ist das schlicht undenkbar für eine WM im Jahr 2018 oder 2022.

Weshalb die Bewerbung Katars als WM-Austragungsland auch nur als schelmiger und womöglich billiger kostengünstiger PR-Trick zu verbuchen ist. Hat ja schon gewirkt: Nach Lesen dieses Beitrags weiß man, wie viele Einwohner Katar hat und wie klein das Ländlein ist. Wo war jetzt noch mal meine Kontonummer?

PS: note: closest approximation of the native pronunciation falls between cutter and gutter, but not like guitar

17. Januar 2009
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.                    …

Kaum zu glauben, aber der Einsiedler par excellence, der, der immer alles ohne andere regeln wollte, der sich von Weihnachtsfeiern vorzeitig verdrückte und stets missmutig, kaugummikauend und ohne Sitznachbar im Bus saß, der die zweifelsohne in Momenten vorhandene Einsamkeit seines Jobs ins Unmenschliche überhöhte (und sich darin gefiel), der schon von Kindesbeinen an keine Freunde hatte und eigentlich auch keine haben wollte, der Mann, der zwar Mannschaftssport spielte, aber das für gewöhnlich alleine:

Jetzt vermisst er die Gemeinschaft.

15. Januar 2009
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Der gefühlte Ligist

Köln zieht gerade noch mal den Kopf aus der Schlinge. Wenn aber die Borussia aus Mönchengladbach in dieser Saison erneut absteigen sollte und dann wieder mehr als eine Saison braucht, um in die erste zurückzukehren, droht ihr ein Ungemach, das wesentlich teurer sein könnte als einfach nur einen Trainer zu feuern. Sie wird zum gefühlten Zweitligisten. Was z. B. Kaiserslautern auch würde, wenn sie dieses Jahr nicht wieder aufsteigen. Einer, bei dem man nicht mehr sagen kann: „Dieser Club gehört eigentlich in die erste Liga.“

15. Januar 2009
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Neues Spielzeug?

„Stift Querheim“ an sich wäre schon eine kleine Notiz wert. Was dem BV Stift Querheim aber neulich beim Heimspiel passierte, liest sich noch netter:

Ein Nachbar mit Trillerpfeife hat am Sonntag für den Abbruch des Spiels zwischen dem BV Stift Querheim II und dem TuS Hückeraschen in der Fußball-Kreisliga B Herford gesorgt. Da der Mann von seinem Grundstück aus permanent pfiff sah Schiedsrichter Ergin Ersoy nach rund 30 Minuten keine Möglichkeit, die Partie zu Ende zu führen.

14. Januar 2009
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Ganz in Weiß

— und eine Flasche Bier.

Und dann war da noch, neulich, beim Herrenturnier an der Ecke, diese Mannschaft, die ganz in weiß antrat. Klingt nicht so, als sei das etwas Besonders, es waren aber keine weißen Trikots (und auch keine weißen, nackten Oberkörper von Jungs, die nicht springen können).

Es waren weiße Oberhemden.

Und es waren auch keine Schornsteinfeger, Zimmermänner oder ähnliche Konsorten, die „lustig“ daherkommen wollten. Es war ein Team von Jungs mit größtenteils längeren, für Männer, aber nicht sehr langen Haaren, ungefähr so wie Klaus Lindmilds ewige Frisur, und dazu trugen sie weiße Oberhemden oberhalb der Sporthose.

Natürlich waren sie dem hiesigen Publikum (wobei Publikum hier gleich Teilnehmer des Turniers bedeutet) weit überlegen, nicht, weil sie star-wars-esk und märchenhaft weiße Hemden trugen, während der Rest der Teilnehmerschaft nicht mal den Schimmer einer Ahnung davon hatte, was Symbolik abgesehen von Aufdrücken auf Heavy-Metal-Longsleeves (aber die aus den 1980ern) überhaupt bedeuten könnte.

Sie waren in meinem Gehirn an Sympathie überlegen, ich war ihnen sozusagen erlegen, Fußballer, die mal ein bisschen Stil aufs Tapet bringen wollten, die nicht in schwitzig-stinkigen oder gar von ah-dee-dass oder Neik-iih vorgegebenen Trikots rumeifern wollten, weil sie gerade diesem oder jenem Götzen anheim hingen. Nein, hier ging ein Team an den Start, das Fußball spielen wollte und auch konnte, ohne den großen Vorbildern einen Silberling an Zuneigung zuteil werden lassen zu wollen.

Und wie sie dann daherkamen, so spielten sie auch: graziös, elegant, den Ball laufen lassend, auf keine der Provokationen der übrigen eher klassisch fußballerisch daherkommenden Teams eingehend, mit einem Blick für den Nebenmann, gleichzeitig sich in genau diese Positionen laufend, die ein überlegenes, weil schnelleres Spiel überhaupt erst ermöglichten, bei gleichzeitig größter Fairness, weil sie nämlich nicht gekommen waren, um jemandem „den Schneid abzukaufen“, sondern weil sie das Ganze fußballerisch lösen wollten, wie sie es dann auch taten.

Ich war nicht in ihre Hemden verliebt, sondern in ihren Begriff von Fußball.

Wer kann Fußball spielen?

Everybody, you, and me, und sogar der Typ mit der Jeans, die er eigentlich nicht zum Fußball hätte mitbringen sollen, sie alle können Fußball spielen, wenn sie spielen wollen.

Und es gibt sie noch (Pathos on/off/on/off, der Pathos-Receiver ist gerade kaputt), die Jungs, die Fußball zu Hause spielen, im Garten, ohne Soccer Mom, nur weil sie wollen, oder in weißen Hemden, und die Rede ist hier nicht von den Internaten, die Enno mir einst vorwarf, die Rede ist davon, dass die Jungs in den weißen Hemden eine Eleganz an den Tag legten, von der man sich gerne eine Scheibe abgeschnitten hätte. Mitten in Duisburg, kein youtube, kein Jazzfestival, ein Team zum Verlieben.

Im Halbfinale war Schluss für das Team mit den weißen Oberhemden.

Dennoch: Es lebt noch.

13. Januar 2009
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Zeitlupen der Zeitlupen

Wenn man Aufzeichnungen alter Spiele schaut — ich brauche in Tagen wie diesen auf keine spezielle hinzuweisen, Ihr kennt sie alle zur Genüge — und es dann nach einem Tor oder einem guten Schuss aufs solche zur Einblendung der „Zeitlupe“ kommt, fragt man sich unweigerlich:

Wieso jetzt nochmal in Zeitlupe?

13. Januar 2009
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Totgesagte ohne Raumdeckung

Totgesagte leben länger. Damit ist allerdings nicht Bernd Schneider gemeint, bei dem man sich ohnehin noch nicht so ganz sicher ist, ob er wirklich wieder auferstehen wird, sondern das ehemalige Blog der taz:

Volk ohne Raumdeckung ist umgezogen und zumindest ein Mal wurde ihm bereits von seinem Besitzer ein Lungenvolumen Leben eingehaucht, welcher laut Vita auch für den Eulenspiegel schreibt. Das erklärt so Einiges.

Entdeckt von Enno von Welt Hertha Linke, der auch schon mal als easyfunk lebte, diesen aber wohl beerdigt hat. Oder auch nicht, die Totgesagten stehen ja hier an allen Ecken und Enden wieder auf.

Wer weiß, vielleicht auch fooligan bald wieder, zur WM 2010 oder zur WM 2011. Bernd Schneider aber wohl eher nicht.

8. Januar 2009
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Das einfache Hin- und Rückfahrtticket

Heute gibt es nix zu gewinnen, weil es keine erschöpfend richtige oder falsche Antwort gibt. Wer aber Lust hat, kann angesichts der immer unwahrscheinlich wahrscheinlicher werdenden Rückkehr des Prinz Pussy in den Club seines ersten Bundesligaeinsatzes gerne mal ein wenig sammeln, welche anderen Fälle dieser Art es bislang gegeben hat:

Bei einem Verein die Profikarriere begonnen, dann zu genau einem anderen Verein gewechselt und nach einer dort glücklichen oder -losen Zeit wieder zurückgewechselt und am Ausgangspunkt dann noch einen beträchtlichen Teil seiner Karriere gespielt (also nicht nur noch 1 Benefizspiel, um dann ins Management zu wechseln z. B.).

Mir fällt spontan nur

Olaf Thon (Schalke 04/Bayern München)

ein, auf den das zutrifft, aber die Historie sowie die Kenner ebenjener werden schon noch ein paar weitere Beispiele finden. Heute Abend will ich nicht unter einem doppelten Dutzend Fälle in den Kommentaren sehen. Googlen o. Ä. ist dieses Mal natürlich erlaubt, es zählen aber nur Spieler von solchen Clubs, welche den Großteil des Zeitraums der Karriere des Spielers in der 1. Liga verbracht haben.

Was das Schwarmgedächtnis bislang fand:

Olaf Thon (Schalke 04 – Bayern München – Schalke 04)
Jupp Henyckes (Mönchengladbach – Hannover 96 – Mönchengladbach)
Ralf Falkenmayer (Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen – Eintracht Frankfurt)
Norbert Nigbur (Schalke 04 – Hertha BSC Berlin – Schalke 04)
Manfred Kaltz (HSV – Girondins Bordeaux – HSV)
Mathias Schipper (Schalke 04 – Alemannia Aachen – Schalke 04)
Klaus Fichtel (Schalke 04 – Werder Bremen – Schalke 04)
Friedhelm Funkel (Bayer Uerdingen – 1. FC Kaiserslautern – Bayer Uerdingen)
Hansi Dorfner (1. FC Nürnberg – Bayern München – 1. FC Nürnberg)
Uwe Freiler (FC Homburg – Waldhof Mannheim – FC Homburg)
Klaus Berge (Schalke 04 – 1. FC Saarbrücken – Schalke 04)
Thomas Kristl (1. FC Nürnberg – 1. FC Saarbrücken – 1. FC Nürnberg)
Friedel Lutz (Eintracht Frankfurt – TSV München 1860 – Eintracht Frankfurt)
Jürgen Täuber (1. FC Nürnberg – Schalke 04 – 1. FC Nürnberg)
Helmut Winklhofer (Bayern München – Bayer Leverkusen – Bayern München)
Thomas Strunz (Bayern München – VfB Stuttgart – Bayern München)
Andreas Bielau (Sachsenring Zwickau – Carl Zeiss Jena – Sachsenring Zwickau)
Bernd Bransch (HFC Chemie – Carl Zeiss Jena – HFC Chemie)
Rüdiger Schnuphase (Rot-Weiß Erfurt – Carl Zeiss Jena – Rot-Weiß Erfurt)

7. Januar 2009
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WM 2010: Der Einskommafünfte Teilnehmer steht fest

Sheep in Jumpers

Und es ist: Das Land der Schafe. Das Land, in dem „Herr der Ringe“ gedreht wurde. Das Land, in dem man erfolgreichen Rugby plus vorherige Tanzeinlage spielt. Das Land am buchstäblich anderen Ende der Welt. Das Land, über das man sonst eigentlich gar nix weiß, falls man nicht zufällig schon mal dort war.

Völlig überraschend schloss Neuseeland nach dem Beitritt Australiens zum asiatischen Verband die WM-Qualifikation des Verbandes Ozeanien als Erster ab und niemand hätte es je bemerkt. Jetzt heißt es für die „All Whites“ (geübte Leser von Sportbeiträgen wissen, dass hiermit wiederum die Fußballnationalmannschaft von Neuseeland gemeint ist, ohne dass es extra erläutert werden müsste) nur noch ein knappes Jahr warten, um zu erfahren, wer der Fünfte der Asien-Qualifikation sein wird, um gegen diesen dann in den Playoffs auszuscheiden. Und somit wie immer — mit Ausnahme von 1982 — bei der WM nicht dabei zu sein.

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6. Januar 2009
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Wir schreiben das Jahr 1904

Und Andreas Müller lässt sich zum Thema seiner Fehleinkäufe und deren großen Disziplinlosigkeiten so zitieren:

„Man kann den Spielern nur vor den Kopf schauen.“

Natürlich kann man das nur, es ist ja auch erst 1904.

Wäre es hingegen 2009, oder damals eben 2008 oder 2007, könnte man Testverfahren anwenden, die Aufschluss über die Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen mit einer gewissen Zuverlässigkeit geben, ohne dass dem Probanden dabei besondere Möglichkeiten zur Manipulation dieser Tests offenstehen.

Tja, das wäre was, Manager Müller, wenn man dann vielleicht schon bevor man ein paar Millionen Euro auf den Kopp gehauen hat, wüsste, was man da eigentlich kauft. So eine Art Stiftung Warentest für Persönlichkeitsprofile. Ja, da freut man sich jetzt schon drauf auf Schalke. Man könnte dann vielleicht sogar schon lange vor 2007 bei Arsenal oder beim AC Milan anfragen, ob sie nicht mal ein paar Kopien dieser Testbögen rüberfaxen könnten.

Bis dahin allerdings muss man es beim Handlesen Bauchgefühl Vor-den-Kopf-Schauen belassen.

Schade um die Millionen.