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Schlagwort: Olympique Lyon

Alle französischen Meister

Im französischen Fußball gab es lange Zeit mehrere Verbände, die den Landesmeister ausspielen ließen, später kamen die Kriegswirren dazu, weshalb hier nur die Meister ab 1946 aufgeführt sind, seit es eine einheitliche Regelung für ganz Frankreich gibt, den Landesmeister im Fußball zu bestimmen.

Liste Meister Frankreich

Jahr Meister
1945/1946 OSC Lille
1946/1947 CO Roubaix-Tourcoing
1947/1948 Olympique Marseille
1948/1949 Stade Reims
1949/1950 Girondins Bordeaux
1950/1951 OGC Nizza
1951/1952 OGC Nizza
1952/1953 Stade Reims
1953/1954 OSC Lille
1954/1955 Stade Reims
1955/1956 OGC Nizza
1956/1957 AS Saint-Étienne
1957/1958 Stade Reims
1958/1959 OGC Nizza
1959/1960 Stade Reims
1960/1961 AS Monaco
1961/1962 Stade Reims
1962/1963 AS Monaco
1963/1964 AS Saint-Étienne
1964/1965 FC Nantes
1965/1966 FC Nantes
1966/1967 AS Saint-Étienne
1967/1968 AS Saint-Étienne
1968/1969 AS Saint-Étienne
1969/1970 AS Saint-Étienne
1970/1971 Olympique Marseille
1971/1972 Olympique Marseille
1972/1973 AS Monaco
1973/1974 AS Saint-Étienne
1974/1975 AS Saint-Étienne
1975/1976 AS Saint-Étienne
1976/1977 FC Nantes
1977/1978 AS Monaco
1978/1979 Racing Strasbourg
1979/1980 FC Nantes
1980/1981 AS Saint-Étienne
1981/1982 AS Monaco
1982/1983 FC Nantes
1983/1984 Girondins Bordeaux
1984/1985 Girondins Bordeaux
1985/1986 Paris St. Germain
1986/1987 Girondins Bordeaux
1987/1988 AS Monaco
1988/1989 Olympique Marseille
1989/1990 Olympique Marseille
1990/1991 Olympique Marseille
1991/1992 Olympique Marseille
1992/1993 -
1993/1994 Paris St. Germain
1994/1995 FC Nantes
1995/1996 AJ Auxerre
1996/1997 AS Monaco
1997/1998 Racing Lens
1998/1999 Girondins Bordeaux
1999/2000 AS Monaco
2000/2001 FC Nantes
2001/2002 Olympique Lyon
2002/2003 Olympique Lyon
2003/2004 Olympique Lyon
2004/2005 Olympique Lyon
2005/2006 Olympique Lyon
2006/2007 Olympique Lyon
2007/2008 Olympique Lyon
2008/2009 Girondins Bordeaux
2009/2010 Olympique Marseille
2010/2011 OSC Lille
2011/2012 Montpellier HSC
2012/2013 Paris St. Germain
2013/2014 Paris St. Germain
2014/2015 Paris St. Germain
2015/2016 Paris St. Germain
2016/2017 AS Monaco
2017/2018 Paris St. Germain
2018/2019 Paris St. Germain
2019/2020 Paris St. Germain *
2020/2021 -

* PSG wurde nach vorzeitigem Abbruch der Saison wegen des neuartigen Corona-Virus zum Meister erklärt. Grundlage war der bis zum Abbruch erreichte Punkteschnitt pro Club.

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Alle Fußballerinnen des Jahres in Deutschland

Seit 1996 erst wird im deutschen Fußball die Fußballerin des Jahres gewählt. Stimmberechtigt sind dabei die Mitglieder des VDS (Verband Deutscher Sportjournalisten). Die Abstimmung wird organisiert und ausgewertet vom Kicker.

Jahr Spielerin Club
1996 Martina Voss FC Rumeln-Kaldenhausen
1997 Bettina Wiegmann Grün-Weiß Brauweiler
1998 Silke Rottenberg Sportfreunde Siegen
1999 Inka Grings FCR Duisburg
2000 Martina Voss FCR Duisburg
2001 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2002 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2003 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2004 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2005 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2006 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2007 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2008 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2009 Inka Grings FCR Duisburg 2001
2010 Inka Grings FCR Duisburg 2001
2011 Fatmire Bajramaj Turbine Potsdam
2012 Celia Okoyino da Mbabi (heute: Sasic) SC 07 Bad Neuenahr
2013 Martina Müller VfL Wolfsburg
2014 Alexandra Popp VfL Wolfsburg
2015 Celia Sasic 1. FFC Frankfurt
2016 Alexandra Popp VfL Wolfsburg
2017 Dzsenifer Maroszan Olympique Lyon
2018 Dzsenifer Maroszan Olympique Lyon
2019 Dzsenifer Maroszan Olympique Lyon

Rekordsiegerin der Wahl zur Fußballerin des Jahres in Deutschland bleibt damit die 8 Mal in Folge gewählte Birgit Prinz.

Name Auszeichnungen
Birgit Prinz 8
Inka Grings 3
Dzsenifer Moraszan 3
Alexandra Popp 2
Celia Sasic 2
Martina Voss 2
Fatmire Bajramaj 1
Martina Müller 1
Silke Rottenberg 1
Bettina Wiegmann 1
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Sonar, Lidar, Radar

Es ist Einiges angefallen in letzter Zeit, was nachgetragen werden muss, weil es zu seiner Zeit keine davon gab:

Probek hatte die schöne Idee, die geballte Fußballkompetenz der zu diesem Thema Schreibenden eine gemeinsame Rangliste erstellen zu lassen. Ranglisten, ob nun computergeneriert oder von Menschenverstand, sind so sinnvoll wie jede Sendung mit JBK, weder kann man anhand dieser Ergebnisse vorhersagen noch haben sie irgendeinen Wert, der dessen, was eigentlich im Fußball zählt, gleichkäme, Titeln nämlich.

Aber unterhaltsam sind sie dennoch.

Und weil ich so ein ausgewiesener Experte des europäischen Clubfußballs bin — besonders in der finnischen, der andorranischen und der rumänischen Liga bin ich zu Hause — habe ich teilgenommen und meine mehr oder minder willkürliche Einschätzung der Spielstärken aller europäischer Vereine abgegeben, bzw. eingeschätzt, welche aus dieser schier unüberschaubaren Menge die zehn Besten sind. Meine eigene Mannschaft habe ich getreu dem Motto, dass man sich niemals selbst wählen sollte, außen vor gelassen, und so kam bei mir natürlich nur ein verfälschtes Bild heraus. Das ist aber nicht allzu tragisch, denn die übrigen 29 Mitstreiter werden meine verfälschte Sicht mit ihrer eigenen verfälschten Sicht schon ausreichend korrigiert haben. Von mir also folgende, vollkommen an den Haaren herbeigezogene Einstufung für den Monat März des Jahres 2009:

1. Manchester United
2. FC Liverpool
3. FC Barcelona
4. Chelsea
5. Arsenal
6. FC Bayern München
7. Real Madrid
8. Olympique Lyon
9. Hertha BSC Berlin
10. Aston Villa

Anderen Amateuren wie meinem einem sei ans Fußballherz gelegt, dass wohl jeder, der Teilhabe an dieser Liste begehrt, auch Einlass finden wird, die Aufnahmekriterien sind so schwammig formuliert wie die Kriterien für passives Abseits. Da Kinder für gewöhnlich einen Namen brauchen, ging Probek mit einigen Vorschlägen vor die Tür, darunter so abschreckende Ungetümer wie „Kraftliste“ und ähnlicher Senf, herein kam er aber mit einer gelungenen Variante, die noch dazu den Vorteil in sich birgt, demnächst, wenn die Liste auf andere europäische Länder und deren Blogbetreiber ausgeweitet wird, nicht geändert werden zu müssen, weil sie international verständlich ist:

Europäisches Fußballradar.

Radar, das ist klar, bedeutet Radio Detection And Range, womit eine vortreffliche Bezeichnung für diese Liste existiert.

Meine werten Mitschreiber einigten sich insgesamt dann auf folgende Gesamtliste, die naturgemäß nicht weit von meiner abweicht, einzig Aston Villa wollte sonst niemand in dieser Liste sehen:

1. Manchester United
2. FC Liverpool
2. FC Barcelona
4. Chelsea
5. FC Bayern München
6. Arsenal
7. Inter Mailand
8. Real Madrid
9. Juventus
10. AC Mailand

Wer sich diese Liste im einzelnen und im Gesamten anschauen möchte, der begebe sich zu diesem Beitrag [Link leider tot] auf der Seite von probek, dessen Arbeit hoffentlich Kontinuität beweisen und Blogschreiber in anderen Ländern begeistern wird, auf dass wir demnächst die erste paneuropäische Fußballbloggeraktion an den Start gebracht haben werden.

4 Kommentare

Jogi Löw trainiert, ich buchstabiere

T-R-A-I-N-I-E-R-T.

Ja, das tut er. Das Unterhaltsame daran ist, dass er einer Ländermannschaft vorsteht und für ihn somit das unglaublich schlechte Argument „wir brauchen mehr Geld“ wegfällt. Er hat nur das, was dieses Land hervorbringt, und genau das, also diese Spieler, muss er selber besser machen. Er kann nicht einfach neue Spieler kaufen.

Genau das macht ihn auch so glaubwürdig in seiner Art, weil er nämlich mit demselben Schrott, mit dem Rudi 2004 so dermaßen verkackt hat, plus ein paar Ergänzungen, Dritter bei einer WM wurde, bei der der Weg doch deutlich anders war als 2002. Und abgesehen vom (für mittlerweilige Verhältnisse) blamablen 0:3 gegen Tschechien hat Jogi mit seiner Mannschaft wohl so ziemlich alles abgeräumt, was es in dieser Zeit abzuräumen gab. Deshalb darf so einer auch denjenigen die Leviten lesen, die glauben, dass man nur mit Geld weiterkäme.

Wie wäre es mit Strategien (ich meine keine wirtschaftlichen, sondern fußballerische)? Wie wäre es damit, dass man einfach mal ein bisschen bei z. B. Rosenborg Trondheim nachschaut, was dort denn so alles geht, ohne dass die große Kohle vorhanden ist.

Es scheint lächerlich, dass KHR jeden Montag bis Freitag darüber jammert, dass er nicht genug Geld hat, um Spieler zu kaufen. Was sollen denn dann Rostock, Cottbus und Bochum sagen? Und warum sollten genau diese Teams denn nicht auch mal einen Sieg gegen die Bayern landen, wie sie es alle Jubeljahre tun?

Aber ich schweife ab, denn der Unterschied zwischen Cottbus und Bayern ist natürlich viel größer als jener zwischen Bayern und Liverpool oder Lyon. Der Hauptunterschied liegt doch nicht in der verfügbaren Kohle, sondern darin, dass Bayern kein Konzept, keine Strategie und seit Jahren schon eigentlich keinen Wissenüberschuss hat. 1983 war es vielleicht noch ausreichend, einfach drei Ex-Profis in den Vorstand/Trainerteam zu stellen, auf dass man den anderen Bundesligateams überlegen war.

2007 ist es definitiv nicht mehr so, dass Franz „Dummschwätzer“ Beckenbauer, Würstchen-Uli und der seltsam aggressive Kalle — als hätte er schlecht gefrühstückt — einen Innovationsvorsprung ergeben. Im Gegenteil. Weil diese Akteure so verhaftet sind in der Zeit, in der sie selbst erfolgreich waren, ist für alle der Zug abgefahren. Mal eben ein paar Euronen raushauen für ein paar Semi-Weltklassestars, und dann glauben, dass man damit Markierungen setzt. Mag ja sein.

Eine Strategie ist dahinter trotzdem nicht zu erkennen.

Um genau zu sein: eine Strategie ist das natürlich schon, Ribéry und Toni und Klose zu kaufen. Und dann zu hoffen, dass sie einfach besser sind als die Wattenscheids und St. Paulis dieser Liga. Nur steht dahinter kein fußballerisches System und das ist auch der Grund, warum Bayern in der Champions League ungefähr so dasteht wie Hessen Kassel in der Bundesliga: Weil man einfach nicht weiß, was man überhaupt spielen möchte.

Die große Kunst, 3-4 teure Spieler zusammenzukaufen, kann nur so lange als Kunst gelten, bis man auf wirkliche Künstler trifft, die Fußball einer neuen Dimension spielen. Und dazu gehört traurigerweise weder Bayern noch Werder Bremen. Vom anderen Kroepoek ganz zu schweigen.

Bedauerlich an dieser Tatsache ist nicht, dass es so ist, sondern dass weder der Uli noch der Kalle die wahren Ursachen dessen erkennen. Sie glauben, sie scheitern, weil sie zu wenig Geld haben, um real-madridesk eine noch bessere Mannschaft zusammenzukaufen. In Wirklichkeit scheitern sie daran, dass sie überhaupt keine Vison vom Fußball haben, den sie spielen lassen wollen. Was soll Fußball des Jahres 2008 denn für Bayern sein?

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