Alle moldawischen Pokalsieger

Anders als die meisten anderen Staaten, die sich aus der ehemaligen UdSSR heraus ergeben haben, hat Moldawien seine Unabhängigkeit erst 1991, woran sich dann ab 1992 die Austragung eines eigenen Fußballpokalwettbewerbs anschloss. Der moldawische Fußballverband Federatia Moldoveneasca de Fotbal (FMF), mit Sitz natürlich in der Haupstadt Chisinau, führt ihn jedes Jahr durch. Der Name des Wettbewerbs in der Landessprache ist Cupa Moldovei. Bis 2008 fanden die Endspiele jeweils im Nationalstadion Chisinau statt, seit 2009 ist das Zimbru-Stadion Austragungsort der Finals, welches ebenfalls in Chisinau liegt.

 
 
Jahr Pokalsieger
1992 Bugeat Comrat
1992/1993 Tiligul-Tiras Tiraspol
1993/1994 Tiligul-Tiras Tiraspol
1994/1995 Tiligul-Tiras Tiraspol
1995/1996 Constructorul Chisinau
1996/1997 Zimbru Chisinau
1997/1998 Zimbru Chisinau
1998/1999 Sheriff Tiraspol
1999/2000 Constructurol Chisinau
2000/2001 Sheriff Tiraspol
2001/2002 Sheriff Tiraspol
2002/2003 Zimbru Chisinau
2003/2004 Zimbru Chisinau
2004/2005 FC Nistru Ostaci
2005/2006 Sheriff Tiraspol
2006/2007 Zimbru Chisinau
2007/2008 Sheriff Tiraspol
2008/2009 Sheriff Tiraspol
2009/2010 Sheriff Tiraspol
2010/2011 Iskra-Stal Ribnita
2011/2012 Milsami Orhei
2012/2013 -
2013/2014 -
 
 
 
 

Wie man sieht, ist Sheriff Tiraspol mit sieben Pokalsiegen Rekordpokalsieger von Moldawien, wobei man die drei Titel von Tiligul-Tiras Tiraspol eigentlich noch dazu zählen müsste, denn so hieß der Verein bis zu seiner Umbennenung in Sheriff Tiraspol. Zimbru Chisinau folgt dahinter mit fünf Titeln seit der Einführung des moldawischen Fußballpokals. Constructurol Chisinau gewann den Titel zwei Mal, der FC Nistru Ostaci und der allererste Sieger des Wettbewerbs, Bugeac Comrat, je ein Mal.

Fußball ist in Moldawien Volkssport Nr. 1, was allerdings noch nicht dazu geführt hat, dass Moldawien international eine Rolle gespielt hätte. Immerhin befindet sich das Team zur Zeit auf Platz 84 der Weltrangliste, bei lediglich 3,5 Millionen Einwohnern keine schlechte Leistung. Zumal das Hauptaugenmerk in Moldawien natürlich auf dem nationalen, also dem Vereinsfußball liegt.

Rugby ist in Moldawien ebenfalls verbreitet, dort spielt Moldawien mit Deutschland in der B-Gruppe Europas, auch ist Turniertanzen ein beliebter Sport im kleinen Land an der Moldau. Für den Fußball spricht, dass man nicht lange sparen muss, bis man sich die Ausrüstung leisten kann, er jederzeit auch mit Freunden auf der Straße gespielt werden kann, während man beim Tanzen wenigstens eine Halle mit Beschallung benötigt. Rugby hingegen könnte ein wenig an die Gesundheit gehen. Alternativen hat man, wenn man glücklicher Besitzer von einem Sport Gutschein ist, wobei das zugegebenermaßen auf die wenigstens in Moldawien zutreffen wird.

Aktuelle Informationen zum Verlauf des moldawischen Fußballpokals liefert der moldawische Fußballverband auf seiner Seite. Im Moment befindet er sich im Viertelfinale.

In europäischen Wettbewerben haben moldawische Mannschaften allerdings noch gar keine Erfolge erringen können, was bedauerlich ist, da der Europapokal der Pokalsieger, die Gelegenheit für kleine Teams, mal eine Sensation zu erreichen, schon länger abgeschafft ist.

Im Übrigen gibt es Pläne für ein neues Stadion in Chisinau, das derzeitige Finalstadion fasst nur etwa 10.000 Zuschauer. Bei Neubau soll das Fassungsvermögen dann 50.000 Zuschauer erreichen, womit es auch ein würdiges Nationalstadion wäre. Deutschland ist in den Qualifikationen schon öfter gegen Moldawien angetreten, in vier Partien hagelte es allerdings vier teilweise sehr hohe Niederlagen. Immerhin erzielte Moldawien in drei der vier Partien einen Ehrentreffer, so dass nun ein 0:3, ein 1:3 und zwei Mal ein 1:6 zu Buche stehen. Anders als Aserbaidschan hat Moldawien auch keinen Berti Vogts, der es international anleiten und etwas für die Entwicklung des Fußballs im Lande tun könnte.

PS: Fun fact am Rande: Das Wappen von Sheriff Tiraspol ist tatsächlich einem Sheriffstern nachempfunden.