Alle isländischen Pokalsieger

Der Pokalwettbewerb im Fußball auf Island mit dem Namen „Bikar Karla“ wird erstaunlicherweise erst seit 1960 ausgetragen. Sponsor dieses Wettbewerbs ist das Kreditkartenunternehmen VISA, weshalb er offiziell VISA Bikar Karla heißt.

Veranstaltet wird er vom Knattspyrnusamband Islands, wie der isländische Fußballverband KSI mit vollem Namen heißt. Natürlich hat dieser seinen Sitz in Reykjavik, wo traditionell die Großzahl der isländischen Fußballverbände beheimatet ist.

Jahr Pokalsieger
1959/1960 KR Reykjavik
1960/1961 KR Reykjavik
1961/1962 KR Reykjavik
1962/1963 KR Reykjavik
1963/1964 KR Reykjavik
1964/1965 Valur Reykjavik
1965/1966 KR Reykjavik
1966/1967 KR Reykjavik
1967/1968 IB Vestmannaeyja
1968/1969 IB Akureyri
1969/1970 Fram Reykjavik
1970/1971 Vikingur Reykjavik
1971/1972 IB Vestmannaeyja
1972/1973 Fram Reykjavik
1973/1974 Fram Reykjavik
1974/1975 IB Keflavik
1975/1976 Valur Reykjavik
1976/1977 Valur Reykjavik
1977/1978 IA Akranes
1978/1979 Fram Reykjavik
1979/1980 Fram Reykjavik
1980/1981 IB Vestmannaeyja
1981/1982 IA Akranes
1982/1983 IA Akranes
1983/1984 IA Akranes
1984/1985 Fram Reykjavik
1985/1986 IA Akranes
1986/1987 Fram Reykjavik
1987/1988 Valur Reykjavik
1988/1989 Fram Reykjavik
1989/1990 Valur Reykjavik
1990/1991 Valur Reykjavik
1991/1992 Valur Reykjavik
1992/1993 IA Akranes
1993/1994 KR Reykjavik
1994/1995 KR Reykjavik
1995/1996 IA Akranes
1996/1997 Keflavik IF
1997/1998 IB Vestmannaeyja
1998/1999 KR Reykjavik
1999/2000 IA Akranes
2000/2001 IF Fylkir Reykjavik
2001/2002 IF Fylkir Reykjavik
2002/2003 IA Akranes
2003/2004 Keflavik IF
2004/2005 Valur Reykjavik
2005/2006 Keflavik IF
2006/2007 FH Hafnarfjördur
2007/2008 KR Reykjavik
2008/2009 Breidablik Kopavogur
2009/2010 FH Hafnarfjördur
2010/2011 KR Reykjavik
2011/2012 KR Reykjavik
2012/2013 -
2013/2014 -

Seit 1973 findet jedes Finale im Nationalstadion Islands statt, dem Laugardalsvöllur in Reykjavik. Sein Fassungsvermögen liegt bei 15.000 Zuschauern. Der Sieger des Finales, welches in all den Jahren erst 4x im Elfmeterschießen entschieden werden musste, ist automatisch für die Europa League qualifiziert.

Da Island als in der Fünf-Jahres-Wertung sehr schlecht platziertes Land jeweils nur sehr wenige Teilnehmer an der Europa League stellen kann, ist dieser Weg ein besonders begehrter, um europäisch spielen zu können. Gleichzeitig macht die Kürze des Weges dorthin den Pokalwettbewerb zu einer Veranstaltung mit sehr eigenem Charakter, höchstens vergleichbar mit jenen anderer sehr kleiner Nationen.

Der nächste Wettbewerb startet im Sommer 2013 — und wird auch im Sommer 2013 wieder beendet sein.

Rekordtitelsieger des Fußballpokals in Island ist KR Reykjavik, welche bislang 13x siegreich in diesem Wettbewerb waren.

Anders als in Deutschland, wo man sehr viel länger im Freien Fußball spielen kann als auf Island und erst spät auf Hallenfußball ausweichen muss, spielt Hallenfußball in Island eine wichtigere Rolle, um einen ganzjährigen Trainingsbetrieb zu gewährleisten.

Der Fußballpokal wird allerdings wie in Deutschland klassisch auf dem Feld draußen ausgetragen. So wie aber die Saison der Liga auf Island im Kalenderjahr stattfindet, findet auch der Pokal entlang des Kalenderjahres statt, so dass sein Finale im späten Sommer durchgeführt wird, wenn man auch in Island noch nicht in die Halle ausweichen muss.

Im Jahr 2012 beispielsweise wurde das Finale des Pokals in Island am 18. August ausgetragen — während die 1. Runde erst am 25. Juni begonnen hatte.

Überhaupt zeichnet sich der Pokal in Island durch eines aus, was auch die Liga im Fußball auf Island definiert. Beide sind kurz, klein und kompakt. In der Liga auf Island treten nur 12 Mannschaften an. Dementsprechend gibt es im Bikar Karla, dem Pokal, nur 16 Mannschaften, die überhaupt an den Start gehen, womit die gesamte Veranstaltung direkt mit ihrem Achtelfinale beginnt und nach zwei weiteren Runden schon im Finale angelangt ist.

Insgesamt gewannen den Pokal in Island bislang 11 verschiedene Teams, der letzte Neuling war dabei Breidablik Kopavogur, das den Pokal 2009 zum ersten und einzigen Mal für sich gewann.