Momentan Tabellenführer

Momentan Tabellenführer. Oder: Seit 2 Jahren nicht mehr Tabellenführer.

Was soll das für ein Quatsch sein? Natürlich war Bayern letztens schon zig-Mal Tabellenführer, nachdem sie es vorher ungefähr 2 Jahre lang nicht waren. Gibt es irgendwo ein Gesetz, das bestimmt, dass man nur dann Tabellenführer ist, wenn alle Clubs gleich viele Spiele absolviert haben? If so, warum akzeptiert man dann in anderen Ligen ständig, dass Club xy nun mal zur Zeit Tabellenführer sei, obwohl Club yz noch 2 Spiele aufzuholen habe? Nur nicht in der deutschen (Man nennt sie auch „Bundesliga“) Liga nicht? Warum?

Wer Spielpläne behandelt wie Kindergeburtstage, die man mal hierhin und mal dorthin schieben kann, Hauptsache alle Kinder bekommen ihre Pommes (mit Ketchup) und ihr Nach-Hause-Tütchen, der darf sich nicht wundern, dass sowas wie „Tabellenführer“ sein irgendwie nicht mehr richtig ernst genommen wird.

Aber, liebe Kinder, lasst Euch eins sagen: Wer die Tabelle anführt, ist Tabellenführer. Ob nun um 15.30h oder um 0.08h. Wer vorne steht, ist Tabellenführer.

Falls man sich an dieser Stelle irrt, darf man gerne ein neues Wort erfinden, aber Tabellenführer ist der, der vorne steht. Nicht der, der potenziell in 48h vorne stehen könnte.

So einfach ist das.

Man darf dann sprachlich auch gerne so genau sein und sagen: seit 6.578 Tagen nicht mehr Tabellenführer nach einem von allen Mannschaften komplett absolvierten Spieltag. Ja, ist klar: ist langweilig. Aber ist so.

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Ich bin ein „Chaot“

Ich gehe zu spät zum Zahnarzt. Ich räume nur auf, wenn Besuch angesagt ist. In meinem Portemonnaie tummeln sich diverse Kassenbons von vor diversen Monaten. Meine Fußballschuhe sind fast immer ungeputzt. Meine Diplomarbeit gab ich am letztmöglichen Tag ab (und der Stau auf der A40 Richtung Bochum besorgte mir ordentliche Magenschmerzen). Wenn ich in Urlaub fahre, nehme ich immer zu wenig Unterhosen mit. Ich frage Leute nach dem Weg, und wenn sie länger als drei Ecken antworten, höre ich nicht mehr zu. Ich unterbreche oft andere Leute beim Sprechen, wenn ich glaube, etwas besser zu wissen. Wenn ich mir Pommes kaufe, fällt mindestens einer erst dann runter, wenn ich gerade die Wohnungstür hinter mir geschlossen habe. Ich mache Termine aus und dann erinnere ich mich nicht mehr, wo der vereinbarte Treffpunkt ist. Ich fahre manchmal mit einem fast leeren Tank noch über 50km mit meinem Wagen. Ich trage Jacken, an denen Knöpfe fehlen, was mir aber erst auffällt, wenn ich beim Bewerbungsgespräch angekommen bin. Ich rasiere mich immer nur dann, wenn ich zufällig vor der eingestellten Weckzeit wach werde. Ich setze einen Topf voll Wasser zum Kochen auf den Herd, und eine halbe Stunde später fällt mir auf, dass da in der Küche etwas zischelt. Ich streiche mein Schlafzimmer, aber mittendrin stelle ich fest, dass mir die Farbe nicht gefällt.

Ich bin also, um es klar zu sagen: ein „Chaot“.

Aber wer waren die 99 anderen?

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Dr. Helmut Kohl bleibt im Amt

Es fällt ja an der Laientastatur immer sehr schwer, einzuordnen, was man an dieser und jener Stelle liest.

In diesem Falle ganz besonders, weil man aus der Ferne gar nicht ahnen kann, wer welche Interessen hat, haben könnte, alte Seilschaften oder auch einfach nur die Freikarten für den Rest der Familie oder gar deren zukünftige Mitglieder pflegen möchte. Das gilt eben auch für jene, die davon berichten, genauso wie für das Folgende: Oder aber: Wer vor 34 Elefantenjahren mal bei einer Sitzung oder einem Interview dem Dr. widersprochen haben könnte und deshalb in Ungnade gefallen war, es nur noch nicht ahnte. Was ein Elefantenhirn samt zugehörigem Wesen früher oder später selbstverständlich heimzahlen würde.

Insofern fiel und fällt es auch weiterhin schwer, einzuordnen, was die vielen Stimmen, die einem gewissen Dr. Helmut Kohl eine gewisse Jähzornigkeit und nach Jahren im Amt auch eine Verquickung der Wahrnehmung der eigenen Person mit der Funktion dieses Amtes vorwerfen.

Nun aber, da das folgende Zitat nach der gestrigen, ähem, Elefentenrunde öffentlich geworden ist, bleiben wohl doch keine diskutablen Sachverhalte mehr ambivalent:

„Die 6,3 Millionen Bürger der BRD brauchen keinen Präsidenten, der alles richtig macht, sondern sie brauchen einen, der Respekt und Anerkennung genießt.“

Offensichtlich sind dem guten Dr. Helmut Kohl da doch ein paar Personalpronomen durcheinandergeraten. Wo „sie“ steht, war eigentlich „er“ gemeint, was sich aber durch Übermittlungsfehler via des atombombensicheren Regierungsbunkers in der Eifel erklären lassen dürfte.

Jetzt, da wir wissen, dass die meisten Stimmen, die man bislang nur hinter vorgehaltener Bunkertür vernehmen konnte, Recht hatten, können wir ganz beruhigt schlafen.

Denn jetzt ist es offziell verkündet:

Wichtig ist nicht, das Richtige zu tun, sondern Respekt und Anerkennung zu genießen.

Wobei klar ist, dass die Anerkennung nur dem Amt zuteil wird, welches man mit solcher Denkweise nicht verdient, der Respekt hingegen ohnehin flöten geht, wenn man so argumentiert.

In der Eifel geht die Welt zugrunde.

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Nightmare on Strobelallee, Teil II

Man sollte dem DFB trotz aller aktueller Humorlosig- und Schmutzvolligkeiten nicht nachsagen, dass er grundsätzlich keinen Sinn für Schwarzen Humor besäße. Irgendein findiger Angestellter dieses Ladens hat jedenfalls für den 6. Februar 2013 ein Freundschafts-Länderspiel der A-Nationalmannschaft angesetzt.

Nun könnte man der Auffassung sein, dass eigentlich jede Ansetzung für ein Länderspiel im Jahr 2013 schon eine gewisse Portion Humor benötigt, doch das ist hier nicht gemeint.

Es geht darum, dass der Gegner in diesem Freundschaftsspiel:

Italien

lauten wird.

Im Westfalenstadion, Strobelallee, Dortmund.

Reizkonfrontation soll ja eine gute Traumatherapie sein, aber nur 7 Jahre nach dem traumatisierenden Ereignis kommt dieser Termin für mich definitiv ein bisschen zu früh.

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Westerwelle in Wurstpelle

Rummenigge: Die Einnahmen im Hinblick auf das Fernsehgeld. Die müssen endlich mal steigen.

The funny thing about diesen Crap ist, dass das Fernsehgeld in Deutschland zurecht niemals steigen wird, weil kein Schwein dieses Gehype des Fußballs im Fernsehen noch ertragen kann. Lieber Karl-Heinz,


ich danke Dir,
ich danke Dir,
ich danke Dir sehr,
ich danke Dir,
(…)
Du bist ein Schatz,
dies sag ich Dir in diesem Satz,
ich danke Dir, das fällt nicht schwer,
Danke, Danke, Danke sehr,
und ein spezielles Danke sehr
an 1860 für die Watschn an Dir

niemand braucht noch mehr crappy Fußball, noch crappier und idiotensicherer präsentiert. Niemand braucht diese Pseudo-Sportberichterstattung, die einem von Sport kein Wort erzählt, sondern nur von gelb-blauen Schuhen samt Schnürsenkeln. Der Fußball, er ist ohnehin schon viel zu viel an nur einem einzigen Wochenende.

Er ist totgekocht.

Es gibt natürlich auch eine andere Fraktion als diese hier, das ist mir klar, die Fußball so konsumiert wie andere Leute Soaps zur Mittagsessenkocherei, wie andere Leute auch wirklich schlechte Popmusik hören, weil sie Musik nicht hören, um Musik zu hören, sondern um vielleicht die eine oder andere Perle abzugreifen, auf schlechten Parties in schlechten Kaschemmen. Man darf aber dennoch annehmen, dass der Großteil der potenziellen Kundschaft schon abgegraben ist. Die, die Fußball als Soap wahrnehmen, bezahlen doch nicht noch mehr Geld, sofern sie es überhaupt tun.

Und die, die Fußball schauen, weil sie Fußball mögen, lassen sich doch nicht weiter verhohnepiepeln.

Mehr, lieber Karl-Heinz, gibt es in Deutschland nicht zu holen.

Und jetzt troll dich.

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Lukas Podolski wechselt zum Curling

Wie seriöse Quellen berichten, wird Lukas Podolski in Kürze der deutschen Curling-Nationalmannschaft zustoßen. Als die aktuellen Curling-Nationalspieler Podolskis Gebahren nach den kleinen, feinen, ironischen Spitzen eines Journalisten (Christian Ortlepp, um genau zu sein) im Zuge der 0:1-Niederlage gegen Argentinien in der Mixed-Zone des Bauches der Allianz-Arena miterlebten, fassten sie den Entschluss, dass ein solcher Mann dem Curling-Team noch gefehlt hat. Und „griffen sofort zum Hörer“, wie man damals bei Derrick noch so schön sagte.

Sowohl was Jugend als auch Enthusiasmus als auch Vertriebswirkung der Randsportart Curling angeht, sei Podolski ein einmaliges Talent, dessen Bekanntheit man nutzen wolle.

Komm! Komm! Komm raus!“, hatte Podolski den Journalisten angeblafft, was inhatlich und auch von der vorgetragenenen Vehemenz her den Anforderungen an die Spieler im Curling-Sport sehr nahe kommt.

Der Stein muss rauskommen, und das möglichst schnell.

Mit dem Besen werde er noch lernen umzugehen, wird Podolski zitiert. „Und in Kanada war isch auch noch nie.“

„Isch kann nur meine Leistung bringen. Der Rest“, ließ Podolski verlautbaren, „der Rest muss der Curling-Team entscheiden.“*

Und hier sehen wir, wie Lukas in Kürze trainieren wird.



* Nur für den Fall dass jemand das Originalzitat nicht kennen sollte: „Der Rest muss der Rudi machen“, stammt von vor der EM 2004. Podolski könne nur Leistung bringen, sagte er. Der Rest, ja, den müsse eben der Rudi machen.

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Auf dem Weg zurück

Damals spielten wir noch Fußball. Nur zum Spaß. Auf oder bei den Grillparties. Die meisten Leute konnten gar nicht Fußball spielen. Wir spielten trotzdem Fußball. Grill, Party, s, hier nur so ein bisschen, wenn man runterfällt, hier, wir spielten Fußball, die Tore durchaus waren schön.

Ich, ja, tut mir leid, auch der Torwart war viel zu gut, ich spielte unten rum, die Party war wichtiger. 4 vier gegen vier 4, für Spaß. Das ist ja Kern des Spiels:
für Spaß.

Und dann verloren wir. Oder gewannen. Manchmal. Aber wir spielten. Fußball. Ohne Viererkette, ohne Taktik. Einfach Fußball. Dribbeln, dann versenken.

2h.

4h.

4 vier gegen vier 4. Bis wir nicht mehr laufen konnten. Die Sonne brannte.

Bis wir nicht mehr laufen konnten.

Zurück mit dem Fahrrad.

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Ein Stück mehr Zivilcourage

„… zur Würde des Menschen“.

Es fällt einem wirklich schwer.

Man ist Anhänger dieser Sportart. Ausüber in erster Linie. Aber auch Anhänger. Hat lange Jahre Beiträge bezahlt. Ist nicht schwul. Könnte aber schwul sein. Hat viele schwule Freunde. Viele schwule Fußballfreunde. Wäre auch egal. Im Gegensatz zu islamischen Staaten wird im westgotischen Fußballreich ohne Unterhose geduscht. Im ostgotischen mit Unterhose. Macht aber auch abgesehen von der Todesstrafe für Schwule in diversen islamischen Staaten jetzt auch nicht soo den großen Unterschied aus.

Man bezahlt also seine Beiträge. Man weiß nicht so genau wofür. Eine Round-Robin-Runde per Liga mit versetztem Heim- und Auswärtsspieltag rechnet mittlerweile jedes billigst (im Sinne von: für nöppes) zu bekommende Plugin selbst aus. Wenn man die Schiedsrichter noch selbst, also, quasi so ein bisschen wie ein Callgirl, direkt bestellt, dann zahlt man nicht mal Provision (dann also doch nicht wie ein Callgirl, da muss man ja zumindest die Agentur bezahlen). Man zahlt die Platzmiete an den Verein, man organisiert sich seine Liga selbst, die Schiedsrichter bekommt man vom Callgirl-Ring der Schiedsrichterbörse, man braucht eigentlich außer einem Idioten, der die Daten pro Spieltag dann noch zusammenruft und die Tabelle ausrechnen lässt, eigentlich keinen übergeordneten Typen mehr, der einem erzählt, dass man nicht in die 4. Liga aufsteigen dürfe, weil man keine Tribüne für 20.000 Zuschauer habe, die aber alle nicht kommen, weil zur selben Zeit von dem Verband, der einem erzählen will, dass für die 4. Liga unbedingt 80 Presseparkplätze und mindestens Champagner in der Presse-Lounge nötig seien, ein Spiel in der Profiliga anberaumt wurde, womit nun mal ganz grundsätzlich sicher gestellt wurde, dass nun mal einfach keiner kommt. Und somit auch die, selbst wenn sie denn kämen, was sie natürlich nicht tun, weil sie ja zu Hause vorm Fernseher sitzen, die Tribüne für 20.000 total überdimensioniert ist.

Die Sportplätze werden übrigens von den Städten (nicht zu verwechseln mit den -stätten) bezahlt, von den Gemeinden, von den Kreisen, nicht aber von dem Verband, der dann Kohle dafür verlangt, dass man dazu gehört, für nichts, für gar nichts, dafür, dass man von ihm noch verhurt wird.

Und dann, plötzlich, fällt dieses gesamte Konstrukt innerhalb von weniger als 5 Wochen in sich zusammen als ein Kartenhaus von insbesondere in den oberen Kreisen sich selbst regenerierenden Gefällen, Entschuldigung, ich meinte, Gefälligkeiten? Wenige Sekunden nach dem Aufkommen (also Sekunden jetzt gemessen in der Existenz der Menschheit, vergleichsweise) ist der DFB schon wieder Geschichte? Hat sich entpuppt als etwas, was nicht dazu in der Lage ist, sich innerlich zu reinigen, der Kopf stinkt vom Fisch her, möchte man meinen.

Allerdings würde man gerne wissen, welcher von den vielen Darstellern nun der Fisch, der Kopf, welcher der Faustus und welcher die Gretel ist.

Aber um genau zu sein, möchte man es eigentlich gar nicht wissen. Eine schöne Abschiedsrede hat der Kopf des Barons sich ja schon selbst gehalten, beim Tod von Robert Enke: „Wenn Ihr bereit seid, das Kartell der Tabuisierer und Verschweiger zu brechen.“

Yeah, vor allem die Plätze des Amateurfußballs, die mussten jetzt natürlich noch mal sein. „Ein Stück mehr Menschlichkeit“. Was damit gemeint ist, ist: „Ein Stück mehr Verständnis dafür, dass wir unsere Seele ans Pay-TV verkaufen mussten, Jungs, das muss Euch doch auch klar sein. Wir, die wir hier Euren Fußball fürn Appel und n Ei und vor allem ohne Bewusstsein für unseren, Euren Sport verkaufen.“

Ein Stück mehr Menschlichkeit halt.

Weil wir den Fußball gerade verkaufen und uns eigentlich auch scheißegal ist, was ihr Vollidiotenfans, die ihr nicht mal mehr zum Amateurfußball geht, aber zu den Profispielen kommt, denkt.

Ein Stück mehr Menschlichkeit.

Also ungefähr so viel Menschlichkeit wie es bedeutet, Amerell den Wölfen zu überantworten:

„Wenn Ihr bereit seid, das Kartell der Tabuisierer und Verschweiger zu brechen.“

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Update (jetzt mit Musik): Hand in Glove

Die Redaktion von Trainer Baade hat mal wieder keine Mühen gescheut, ist aus ihrem Elfenbeinturm herabgestiegen und hat sich auf die Suche nach den wahren Gründen für die Nominierung René Adlers zur Nr. 1 im deutschen Tor begeben — und ist in diesem kleinen Ausschnitt fündig geworden.

Während alle Welt nur davon spricht, dass Manuel Neuers Abwürfe mit dem Ball so präzise sind, dass die eigenen Stürmer sie eigentlich nur noch volley ins Tor schießen müssen, weil Neuer mit seiner Wurftechnik die komplette Abwehr aushebelt. Währenddessen vermag René Adler gegnerische Stürmer mit einer noch viel präziseren Wurftechnik aus der Konzentration zu bringen, bevor sie überhaupt die Gelegenheit hatten, zum Abschluss zu kommen.

Das ist natürlich dem Bundestorwarttrainer der Biathlon- und Hammerwurfnation Deutschland, Andreas „Andy“ Köpke, nicht entgangen, weshalb er Jogi Löw die Empfehlung gab, sich für den defensiv stärkeren Adler und gegen den offensiv stärkeren Neuer zu entscheiden.

Ein bekannter Torwarthandschuhe-Hersteller hat schon reagiert und will jetzt noch wurffestere Modelle speziell nur für die deutsche Mannschaft entwickeln. Um noch vor Beginn der WM in Südafrika fertig zu werden, laufen die Hirne der dortigen Research-&-Development-Abteilung bereits jetzt so heiß, wie der Handschuh dann später beim Aufprall auf den Kopf des Gegners sein soll.

Und nach so einem langen Wortbeitrag (mehr als 3 Minuten am Stück trauen uns Radiomacher ja nicht zu — es ist immer schön, wenn man seine Konsumenten nicht unterschätzt) dann jetzt endlich Musik.



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Eine unwillkommene Begegnung mit Herrn Urian

So war das eigentlich gar nicht gemeint mit der „Sekte“ von neulich.

Jetzt tun sich aber ganz andere Abgründe auf. Von einem Männerorden könnte fast die Rede sein. Alle, die teilnehmen, begeben sich in Abhängigkeiten: Berufliches wird mit Privatem vermischt, irgendwann weiß man ohne guten Rat von außen gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht und ob man sich nicht doch selbst ins gesellschaftliche — das sportliche würde hier weniger schwer wiegen — Abseits verfrachtet hat. Wer einmal in die Fänge dieser Sekte gerät, dem wird es nicht leicht fallen, dem gesellschaftlichen Konsens der westlich orientierten Welt noch zu folgen.

Nicht umsonst hat sich die FIFA in dieser Angelegenheit eindeutig positioniert, eines der wenigen Themen, bei dem man der FIFA dankbar für ihre Klarheit und zumindest nach außen hin Unparteilichkeit sein darf. Aktivitäten in solcher Richtung haben auf und um dem Platz herum nichts verloren, sondern sind Privatsache.

Dies sieht der DFB offensichtlich anders, der nicht nur seine schützende Hand über derlei Machenschaften hält, sondern jetzt auch noch aktiv dafür wirbt. Der nächste Skandal im überaus skandalgebeutelten DFB?

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Was geschah mit blutgraetsche.de?

Die Mutter aller Fußballblogs ist tot.

Das ist nichts Neues, denn ziemlich genau am 19. Dezember 200x stellte die Blutgrätsche ohne vorherige Ankündigung plötzlich den Betrieb ein. Und lag noch einige Jahre als Leiche im Netz rum, bis sie irgendwann gänzlich verschwand. Nicht nur Trainer Baade (mit anderem Pseudonym) schrob dort, sondern auch Leute wie janus und Tissi, welcher mir letzte Woche zu diesem Thema mailte. Leider blieben alle meine Kontaktversuche an bzw. mit Dirk Storck, der immer noch die URL gemietet hat, erfolglos. Weshalb wir jetzt hier mit unserer berühmten Schwarm-Energie Licht ins Dunkle des Schicksals der Blutgrätsche bringen möchten.

Wer weiß etwas über den Verbleib, das Schicksal oder die Gründe fürs Ableben von blutgraetsche.de?

blutgraetsche screenshot 1

Wer hat ebenfalls damals dort geschrieben (das nur am Rande)?

Wer die blutgraetsche.de nicht kannte, bekommt über die Wayback Machine einen Eindruck, was dort abgelaufen ist: Eine große Anzahl diverser Fußballautoren veröffentlichte kostenlos ihre Beiträge zu allen möglichen Fußballclubs und -themen, von der Bundesliga über die Regionallliga bis zur Nationalmannschaft. Kommentare waren meines Wissens nicht möglich, gleichzeitig hatten einzelne Beiträge bis zu 2.000 Abrufe oder Leser.

Wahrlich die Mutter dessen, was uns heute als Fußball-Blogosquarium erfreut.

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Endlich Schluss mit dem relaxten Tee-Tunken

Endllich ist mal Schluss mit der auf obskuren Wegen entstandenden Legende vom allzeit beherrschten Medizinball-Magath. Ob er Recht hat, kann ich in Ermangelung eines syk-Abos nicht beurteilen, aber schön anzusehen ist’s schon.

Hat-Tip an Mircow.

Jürgen Klopp steht wortlos daneben und wirkt größenmäßig wie Chewbacca.

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Im Angesicht der Sekte

Özcan hieß er eigentlich. Nannte sich selbst aber Maradona. Womit er ja nicht so weit entfernt war von all jenen Kids, die sich auf Bolzplätzen treffen oder trafen und sich vor 40 Jahren vielleicht „Günter“, „Jupp“ oder „Gerd“ nannten, in den 1980ern dann eben „Maradona“, „Zico“ (insbesondere Zicos gab es viele, was nicht nur an dessen Spielweise, sondern auch an der besonderen Attraktivität dieses Namens gelegen haben mag) oder „Socrates“, weil man damals schon irgendwie mehr zu den Nachnamen tendierte, die wesentlich später erst dann auf den Trikots erscheinen sollten. Man darf an dieser Stelle, wenn man selbst immer „Wuttke“ sein wollte, nicht allzu viel über „Maradona“ lästern, wenn er doch auch dazu gehörte. Zur Sekte der Fußballinfizierten. Die Sekte, die kein Oberhaupt und keine Regeln hat, deren Angehörige aber ähnlich bedauernswert sind wie jene, wie man liest, immer selben 20.000 Menschen, die bei 9Live und Ähnlichem anrufen, obwohl sie natürlich qua Regeln des Spiels nicht gewinnen können. Immer die selben 20.000 Spielsüchtigen, die genau auf diese eine Machart hereinfallen, internetferne Omis wahrscheinlich, denn wer Internet hat, der hat seine tatsächliche Spielsucht schon längst ins Internet verlagert und verfügt über 35 Accounts in Gibraltar, Surinam, Monaco, der Schweiz oder anderen nicht-Eu-konformen-Regionen. Wer hingegen fußballsüchtig ist, und schon in jungen Jahren infiziert wird, der hat überhaupt keine Chance, seiner Sucht zu entkommen. Es gibt nicht mal ein Anti-Sucht-Programm der Krankenkassen, keine Betty-Ford-Klinik für Fußballsüchtige. Wer einmal infiziert ist, der muss sich am Ende seines Lebens noch grämen, dass er nicht nur stirbt, sondern auch das Ergebnis der nächsten WM oder EM (je nachdem, was gerade ansteht) nicht mehr erfahren wird. Hajo Friedrichs hat eines seiner Interviews, als er schon dem Tode geweiht war, damit gestaltet, zu antworten, auf die Frage, was er bedauern würde, wenn bzw. dass er jetzt bald sterben würde: Dass er nicht mehr die EM 1996 erleben werde. Und wenn man deutsch ist und Deutschland gewinnt dann zufällig (wobei ausgerechnet 1996 eben eher nicht zufällig war, aber kann ja immer so sein) und man erfährt das nicht mehr, dann ist das traurig. Also, für einen Toten ist es natürlich nicht mehr traurig, denn tot ist tot. Aber stellen wir uns mal vor, man wüsste, dass eine deutsche Mannschaft mit guten Chancen zu einer WM führe. Und dann läge man todkrank auf der Intensivstation, und dann — das natürlich nur für den Fall dass man berühmt wäre — kämen Reporter vorbei und fragten so unangenehme Fragen wie was man am meisten vermissen würde, wenn man dann bald tot sei.

Das Ergebnis des nächsten großen Fußballturniers.

Wie traurig und peinlich zugleich. Dass man einfach so auf dem Sterbebett noch mal zugeben muss, dass man unheilbar dieser Sekte angehört. Und dass man nichts Besseres zu antworten weiß, weil es eben Realität ist, wie schlimm es ist, dass man weder wissen will, wer die nächste Bundestagswahl gewinnt, noch ob die Menschheit den nächsten Meteoriten-Einschlag oder die nächste Pandemie (die ja ohnehin niemals kommt) überleben wird, sondern dass man wissen will, wer nächster Europameister wird. Wird man dann aber nicht mehr erfahren. Auf der Intensivstation. Irgendwann gehen die Lichter aus.

Maradona war jedenfalls in seiner Spielweise sehr wenig maradona-like, außer, dass er auch nur ca. 1,50m groß war. Ein bisschen peinlich, auf dem Platz nach einer Flanke oder einem Pass von ihm zu verlangen; die Gegner lachten immer, wenn man ihn „Maradona“, der eigentlich Özcan hieß, rief.

Aber infiziert ist infiziert.

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Better-looking sportsmen more likely to win

Man muss dem Fußballgott oder vielleicht auch dem Zufall dankbar sein. Der Fußballgott wusste nämlich nicht, dass besser aussehende Sportler eine größere Wahrscheinlichkeit haben, zu gewinnen. Oder es war ihm kurzzeitig entfallen. Anders ist der WM-Titel von 1990 für Spieler wie Andreas Brehme, Rudi Völler und Giego Buchwald nicht zu erklären. Wobei eine Wahrscheinlichkeit ja keine Zwangsläufigkeit bedeutet. Dann war das wohl ein einmaliger Ausrutscher des Fußballgotts.

Ich plädiere ab sofort für mehr Spieler wie Sami Khedira und weniger wie Marko Marin.

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Dem sky so SPAM oder: Post vom Totengräber

Möglicherweise weiß der eine oder andere, dass ich nicht nur diese Seite „Trainer Baade“ betreibe, sondern tatsächlich eine Hobbyliga leite. Eine Hobbyliga, die nicht mal auf ordnungsgemäßen Fußballplätzen ausgetragen wird, sondern auf allem, was der Großwesir des alternativen Fußballs aka ich, als regelgerecht auslegt. Rasen oder Asche muss es schon sein und zwei Tore haben, ansonsten ist aber doch einigem Wildwuchs Tür und Tor geöffnet, was unterschiedliche Maße und gar Anzahl der Spieler angeht. Wie dem auch sei, diese Liga existiert schon länger als diese Seite hier und irgendwo im Netz stehen auch die Kontaktdaten der Liga, welche dann zufällig mit meinen übereinstimmen. Das führt uns zu einem anderen Punkt:

Irgendjemand scheint gerade sehr dringend Umsatz und Werbung zu brauchen. Denn letztens flatterte mir unaufgefordert als Leiter dieser Liga an meine Privatadresse postalischer SPAM ins Haus.

Ein gewisser Carsten Schmidt unterschrieb das Anschreiben, dem auch noch eine tolle Broschüre beigelegt war, in welchem er mir/uns anbot, doch Trikots für nur 10* Euro das Stück zu erwerben, in denen man dann seinen Sport ausüben könne oder solle. Warum dieser für ein Fußball-Trikot doch recht günstige Preis? Das lässt sich leider nicht beantworten, da man ohne so ein Exemplar bestellt zu haben auch nur sehr wenig über die Qualität dessen sagen kann. Es gibt ein paar wirklich, wirklich professionell gemacht Fotos von ein paar wirklich, wirklich nicht professionellen Laienfußballern, die eben geschickt so ausgewählt wurden, dass sich jeder noch so klumpfüßige Fettwanst aus Finsterwalde mit diesen Menschen identifizieren kann und eventuell zu dem Gedanken verleitet wird, dass ihm so ein Trikot nicht nur passen könnte, trotz Fettwanstigkeit, sondern dass es ihm eventuell auch noch gut stünde.

Auf dem Cover der Broschüre posieren Ottmar Hitzfeld, allerdings in Anzug und Krawatte, und Lars Ricken in eben jenem Trikot sowie ein zu jeder guten Werbung gehörender kleiner Junge, der mit seinem unschuldigen und noch nicht geschlechtsreifen Lächeln auch an die Instinkte jenes Teils der Bevölkerung appellieren soll, welcher oft über die Haushalts- und Vereinskassen wacht.

„Trikots für Deutschland“

ist die Broschüre überschrieben – „Volkstrikot“ hat man sich das Ding wahrscheinlich nicht zu nennen getraut.

Innen drin findet man dann diverse unterschiedliche Farbversionen dieser Billigtrikots, denn sie kosten schließlich inklusive Hose nur 9,95 Euro, sowie zusätzliche Incentives wie Gewinnspiele für den dicksten Bauern oder auch den größten Haufen oder den schnellsten Anrufer, wenn gerade 2 Leitungen freigeschaltet sind und der Hotbutton blinkt und natürlich die Ansagedame halbnackt ist. Möglicherweise habe ich mich bezüglich der Halbnackten auch verlesen, jedenfalls gibt es ein Gewinnspiel, bei dem dann von allen Teilnehmern genau 3 etwas gewinnen, ein paar Ocken. Die Plätze 4-50 bekommen dann noch vier Sportbälle, also ungefähr das, was man auch nach 3x tanken bei Aral hinterher geworfen bekommt, auch wenn man gar nicht mehr weiß, wohin mit den vielen Bällen.

An dem Gewinnspiel kann man allerdings nur teilnehmen, wenn man, und das hat jetzt natürlich sehr viel mit den „Trikots für Deutschland“ und so weiter zu tun, eine neuen Abonnenten für sky wirbt.

Wie auch überhaupt diese Trikots nur so günstig sind, weil auf ihnen Werbung für sky prangt und man damit also Werbung für eine Institution machen soll, die selbst dafür verantwortlich ist, dass mir meine kleinen Hobbyspieler immer häufiger von der Fahne gehen und lieber ins Stadion oder vor den Fernseher pilgern und eben genau das nicht mehr tun, wozu sie diese Trikots, so sie sie kauften, kauften: selbst Fußball spielen.

Der Totengräber des Amateurfußballs besitzt doch tatsächlich die Dreistigkeit, mir unaufgeforderten Spam-Müll zuzuschicken, in welchem er dann auch noch mit dem Finger in der Wunde bohrt und die Eingeweide des Hobbyfußballs herausreißt, zusammenquetscht und mit diabolischem Lächeln auf den Boden wirft, um dann darauf herumzutrampeln und einem dann noch zuzuraunen: „Braucht Ihr ja jetzt nicht mehr.“

Es macht sich sicher total schick, in so einem sky-Trikot vor dem Fernseher zu sitzen, das sky-Programm zu konsumieren, es im Zuge der Aufregung um das Spiel des bevorzugten Profivereines vollzuschwitzen, um es dann unbenutzt wieder waschen zu müssen. Auch kann man mit diesem Trikot sicher gut Zigaretten oder Bier holen gehen, weil man darin so ungemein sportlich aussieht, obwohl man nur sein Gesäß auf dem Sofa drapiert, während andere Leute Fußball spielen, man selbst aber nicht.

Entweder, weil man unbedingt dieses eine Spiel verfolgen muss oder aber weil vom Gegner irgendjemand unbedingt dieses eine Spiel verfolgen muss, was bedeutet, dass man nun mal keinen Gegner mehr hat.

Sicher bin ich nur rein versehentlich in diesen Verteiler geraten, denn wenn man sich, was natürlich niemand tut, die Mühe gemacht hätte, sich den Spieltermin dieser meiner Liga anzuschauen, dann wüsste man, dass wir seit 7 Jahren sonntags um 14h spielen. Somit hat es in dieser Zeit noch jeder rechtzeitig zu den zwei oder drei Sonntagsspielen der Bundesliga nach Hause geschafft. Wie Ihr alle wisst, ist es damit seit dieser Saison Essig und das zu nicht geringen Teilen deshalb, weil sky mehr für sein Geld haben will und auch noch den wirklich allerletzten freien Termin an einem Wochenende besetzen musste. (Niemand kann schließlich von einem studentischen, jüngeren Publikum ernsthaft erwarten, sich sonntags vor 13h aus dem Bett zu schälen und zum Fußballplatz zu begeben, konnte man doch ohnehin erst, weil das Samstagabendspiel bis kurz nach 20h dauerte, viel später als gewollt in den Samstagabend starten.)

Vielen Dank für so viel Taktgefühl vom Totengräber des Amateurfußballs, ausgerechnet mir auch noch das Angebot zu unterbreiten, für dieses Bezahl“fernsehen“ zu werben.

Wo kann man sich über unverlangt zugesandte Werbung beschweren (ernst gemeinte Frage)?

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Janus: Nix Neues im Möbelhaus

Nach längerer Abstinenz und einem ausgelassenen Beitrag von janus hier mal wieder ein kleiner Ausschnitt aus janus‘ neuestem Machwerk sowie der Hinweis auf Selbiges. Und da gerade erst am vergangenen Freitag Abend Fortuna Düsseldorf seine imposante Heimserie gegen Rot-Weiß Ahlen ausbaute, passt der alte (tatsächlich im Wortsinne) Fortuna-janus doch ganz gut zum Einstieg in die nächste Rund-um-die-Uhr-versorgende Fußballwoche.

Dort berichtet janus von den ersten vier Partien der Rückrunde, welche dann da den 18.-21. Spieltag meinen (und nur Anfänger wie ich brauchen drei Versuche, um dabei auf vier Spieltage zu kommen und nicht auf drei …), wobei sich unter Anderem Folgendes zutrug:

Einen Nachbrenner gab es auch noch aus dem letzten Jahr. Der Trainer von Arminia Bielefeld, Thomas Gerstner, durfte 2.000 Euro aus der Portokasse für sein jetzt schon legendäres Interview nach dem Spiel seiner Truppe in Düsseldorf an den DFB latzen. Berufsverbot in deutschen Landen für das komplette Schiri-Gespann fordern, die entscheidende Szene des Spiels vor einem Millionenpublikum komplett falsch beurteilen („Das war kein Freistoß vor dem Elfmeter, und Elfmeter war es auch nicht“), dem Schiri mit einer Gegenklage drohen, die an Albernheit nicht mehr zu überbieten ist („Vielleicht verklagen wir ihn auf die entgangenen Punkt- und Siegprämien“), eine Woche später wieder vor einem Millionenpublikum eine dunkle Verschwörungstheorie stricken (Aussage nach dem 1:1 gegen Union Berlin, dass sich ihm mittlerweile ein Verdacht aufdränge, den er aber nicht öffentlich kundtun dürfe, sonst müsse er mit weiteren Strafen rechnen), all das bekommt man beim DFB also für schlappe zwei Riesen. Und anschließend darf er wahrscheinlich wieder das Vorbild für die Jugend geben. Sollte die Arminia am Ende der Saison den Aufstieg knapp verpassen, darf man gespannt sein, dazu wird ihm dann diesbezüglich sicherlich auch noch etwas einfallen.

Doch natürlich geht es auch um die Fortuna selbst, die eine beeindruckende Heimserie in ihre Esprit-Arena hinlegt. Offensichtlich, nun gut, hier Wortwitz einsetzen mit Esprit und dem Vorgänger LTU, Pilotenstreik, vielleicht noch ein bisschen Guerrero ad lib:

Und trotzdem: 48.250 Zuschauer. Manchmal muss man sich kneifen, um zu glauben, was derzeit abgeht.

Diese Zahl war übrigens gleichbedeutend mit einer ausverkauften Arena. Es passen zwar eigentlich 51.000 und ein paar Zerquetschte rein, um aber genau diese zu vermeiden, hatte die Polizei aus Sicherheitsgründen zwei Pufferblöcke rechts und links des Gästebereichs gefordert, für die keine Karten verkauft werden durften. Ähnliches gab es schon im Mai 2009 beim Aufstiegsspiel gegen Werder II. Damals waren aber nur 20 Bremer am Start, wenn überhaupt so viele, für die brauchte man nicht viel Puffer, deshalb konnten 50.095 Zuschauer rein. Diesmal brauchte man etwas mehr Leerraum, denn es kamen 7.200 Zuschauer von der Wedau. Ich glaube, in schlechten Zeiten haben die noch nicht mal so viele Zuschauer bei Heimspielen. Aber diesmal, siehe oben, passte eben alles. Volle Hütte und natürlich Zuschauerrekord für die laufende Zweitliga-Saison. Und es dürfte schwer werden, den zu toppen, über ein Stadion mit entsprechender Kapazität verfügt eigentlich nur der TSV 1860 München, und die spielen ja eigentlich nicht so, dass man ein ausverkauftes Haus erwarten würde, egal gegen wen. Also, ein schönes zusätzliches Gimmick für die Fortuna, und ein warmer Geldsegen für die Kasse.

Dazu noch der kleine, bescheidene Hinweis an den alten, mitunter sogar ehrwürdigen janus, dass der Slogan „Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren“ (der auch im Beitrag vorkommt) ein ganz profanes Tocotronic-Zitat ist. Muss man in dem Alter aber nicht mehr kennen.

So, und jetzt auf zum ganzen Beitrag, Essen ist fertig.

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Der Fußball, das Tier, der Fisch, der Atlantik

Wer sich schon mal gefragt hat, warum die meisten Fußballer so schleimig rüberkommen, sowohl optisch als auch in Interviews, der findet nun endlich eine Antwort. Denn zu guter Letzt stammen sie alle vom Affen Football Fish ab, der tief im Atlantik sein Unwesen treibt und zwar riesige Ausmaße erreicht, nicht aber kognitive Leistungen, die seiner Körperfülle entsprechen würden, wenn man jetzt mal den Menschen als Maßstab nimmt und nicht z. B. eine Kuh. Der Football Fish (Himantolophus) zählt natürlich zu den Tiefsee-Anglerfischen. Er kommt vornehmlich im Atlantik vor, wir dürfen allerdings annehmen, dass er sich dort meist eher westlich orientiert. Östlich des Atlantiks kann man, immer noch nicht, nicht allzu viel mit dem Football Fish anfangen (abgesehen davon ihn durch die Gegend zu werfen, deshalb, ein Gag, so alt wie Monty Python, ja auch football).

Welche Dimensionen der Football Fish annimmt, veranschaulicht das vorne über verlinkte Bild (auch wenn dort das Glas ordentlich bei einer gewissen Form der Täuschung mithilft). Zu groß zum Werfen, würde man fast annehmen, da muss man schon ordentlich dagegen treten, deshalb ja auch football … fish.

Nicht zu verwechseln ist der football fish übrigens für den Kenner mit diesen Vertretern von Borussia Dortmund (gelb) und FC Schalke 04 (blau) bei denen man deutlich sieht, wie die Dortmunder biergeschwängerte Luft die Spieler doch etwas größer werden lässt, bierbauchiger, als jene fast schon abgemagerten im von stetigen Ausdauerläufen geplagten Magathland.

Wer jetzt denkt: „Toll, so ein football fish, das wird mein blöder Goldfisch zu Hause nie lernen“, dem kann Abhilfe geschaffen werden. Nicht Trainer Baade muss dazu vorbeikommen und den heimeigenen Fisch trainieren. Das kann jeder selbst erledigen mit der wahrhaft zauberigen „R2 Fish School“. Dann ist sogar echtes Fußballtraining mit Umkurven von Slalomstangen und graziösen Dribblings möglich.

Hätte man das früher gewusst, es hätte vielleicht nie den Nationalspieler Odonkor geben müssen, der zur Zeit traurig in seiner Hafenstadt Sevilla sitzt und den Fischen beim Fußball Spielen zuschaut.

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