25. Dezember 2014
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Das ultramoderne Stade Marcel Saupin in Nantes

Ein nur unwesentlicher Schritt in die Moderne ist einem Stadion in Nantes gelungen.

Im Text heißt es zwar, die neuen Tribünen seien „ultramodern“, ein wenig französischen Charme kann man darin aber zumindest als Außenstehender immer noch erkennen (scrollen).

Wobei sich schon die Frage stellt, ob das da eigentlich Wohnhäuser, Einkaufszentren oder Bürogebäude sind, diese ultramodernen Tribünen an Stelle des ultracharmanten früheren Stadions. War schon mal jemand in Nantes im „Stade Marcel Saupin“ mit seiner umwerfenden Kapazität von 1.880 Zuschauern (früher allerdings 33.000) und könnte berichten?

Und weiß jemand, ob die Anwohner in den Hochhäusern dort schon gegen den Lärm des Stadions klagen?

24. Dezember 2014
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Eine Wunschliste gegen die Langeweile

Lieber Weihnachtsmann,

bitte lass doch entweder den BVB oder Schalke 04 absteigen. Dieses gegenseitige Gedisse, wo man auch hinliest, von den Anhängern dieser beiden Klubs ist so nervtötend ausgelutscht, dass es keinen Spaß mehr macht, sich mit diesen Vereinen zu beschäftigen.

Welchen von beiden Du absteigen lässt, kannste Dir aussuchen, aber bitte, erhöre mich. Oder lass allen, die ständig von so total kreativen Sachen wie Lüdenscheid-Nord oder Herne-West schreiben, die Finger abfallen, so dass sie nicht mehr ins Internet reinlangweilen können. Gegenseitig können sie sich das ja ruhig erzählen, doch bitte nicht mehr anderen. Vielleicht erfindest Du auch einen Schalke-gegen-BVB-Gedisse-Filter fürs Internet.

Dann wäre ich schon sehr glücklich.

Dein
Trainer Baade

PS: Die Sache mit Köln und Mönchengladbach gehen wir dann nächstes Jahr an, falls sich das nicht in dieser Saison schon wieder von selbst erledigt. Aber wenn, dann nicht beide gleichzeitig absteigen lassen, hörst Du?

21. Dezember 2014
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Der Mann mit der Mütze geht nach Haus

Ein ganz Großer der Showkunst ist von uns gegangen. Eben diese zelebrierte er auch mehrfach mit der Nationalmannschaft.

„Wir schon schon auf dem Brenner“, sang er vor dem Titelgewinn 1990, „Buenos Dias, Argentina“ zur WM 1978, vor allem aber ist sein Abschiedsständchen an Helmut Schön zu Anlass dessen Rücktritt als Bundestrainer bekannt geblieben:

„Der Mann mit der Mütze geht nach Haus“



Nun ist er selbst nach Haus gegangen, der, der die Widmung sang.

21. Dezember 2014
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NRW-Traditionsmasters: Ein VIP-Ticket gewinnen

Hier kann man ein VIP-Ticket fürs NRW-Traditionsmasters, veranstaltet am 3.1. von Reviersport, gewinnen. Alte, aber sehr motivierte Herren spielen gegeneinander Fußball. Also alte Herren wie Grlic, Salou, Klaus Fischer, Oliver Neuville und so. Nett ist der kleine Nebeneffekt, dass es ein Ticket mit kompletter Kost ist: Essen und Trinken sind inklusive. Ebenfalls inklusive: ein Nachmittag mit Trainer Baade. Toll.

Um zu gewinnen muss man diesmal ausnahmsweise keine besondere Geschichte erzählen, sondern einfach nur seinen Namen posten und Fan wessen Verein man ist. Und ja, gut, wenn man will, kann man noch hinzuschreiben, warum. Und natürlich eine gültige Email-Adresse hinterlassen.

[Update: Auslosung ist am Freitag, den 26.12., bis 20h an diesem Tag kann man sich noch bewerben.]

21. Dezember 2014
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„Das Spiel meines Lebens“ — Deutschland — Kamerun 2002

Im Sommer war’s, der Mond schien helle, da offerierte mir a_thies von meinsportradio.de, in seiner Sendung namens „Das Spiel meines Lebens“ mitzuwirken. Eine schöne Einrichtung, die ebenso angenehm umgesetzt wird.

Natürlich geht es darin nicht um selbst gespielte Spiele des Lebens, sondern um miterlebte und auch das muss nicht mal vor Ort geschehen sein. In Japan und Südkorea war ich nämlich nicht. Ich sagte überaus gerne zu und wählte, wie auch in der Sendung erwähnt, mein „zweitliebstes“ Spiel meines Lebens. Denn am WM-Halbfinale von 1982 zwischen Deutschland und Frankreich geht natürlich nichts vorbei. Doch Letzteres hat man bereits oft gehört und besprochen. Das von mir ausgewählte, ebenfalls eine WM-Partie, hingegen eher selten.

So kommet und lauschet also dieser von Andreas aka a_thies formidabel aufgezogenen Sendung über „Das Spiel meines Lebens“, eine knappe Dreiviertelstunde über Deutschland gegen Kamerum im Jahr 2002, das letzte Vorrundenspiel in der Gruppe. Laufzeit: 37:18.

Wer selbst Interesse hat, an dieser Sendung mit dem eigenen Spiel des Lebens teilzunehmen, kontaktiere die Menschen von meinsportradio.de und werde ebenso glücklich und froh wie ich mit dieser Sendung hier.

18. Dezember 2014
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It’s a kind of magic

„Magisches Denken“ ist ein Phänomen, das man allgemein nur bei Kindern beobachtet, ohne sich größere Sorgen zu machen. Jenes „magische Denken“, bei dem die so Denkenden zur Auffassung kommen, dass sie mit ihren Gedanken oder auch Handlungen Einfluss auf davon völlig unabhängige Ereignisse nehmen können. Bei Erwachsenen wird das Vorkommen von „Magischem Denken“ entweder als pathologisch eingestuft oder als religiös motiviert als nicht weiter schädlich angenommen, eine Bewertung, über die man durchaus streiten sollte.

Und dann wären da noch die Fußballfans. Ein bisschen Aberglaube mag in vielen Kreisen verbreitet sein und eher harmlos sein. Vielleicht helfen Rituale zumindest den Ausübenden selbst, sich in einen bestimmten Geisteszustand zu bringen, der ihnen bessere Leistungen ermöglicht oder zumindest die Zuversicht gibt, solche Leistungen abrufen zu können.

Wieso aber Fans glauben, dass sie mit dem Anziehen von bestimmter Kleidung, mit dem Essen von Fastfood an bestimmten Orten vor einer Partie, mit dem Nutzen bestimmter Straßenbahnlinien auf dem Weg zum Stadion tatsächlich Einfluss auf ein von diesen Handlungen völlig unabhängiges Ereignis, den Ausgang eines Fußballspiels nämlich, nehmen können, ist zumindest im Falle von Erwachsenen mit ausreichendem IQ nicht so einfach nachzuvollziehen.

Richtig hanebüchen wird es dann, wenn Fans glauben, dass sie ihre Mannschaft „unterstützen“ müssten und ihr Team zu besserer Leistung bringen könnten. Mancher startet gar Aktionen, auf dass zu besonderen Spielen mehr Zuschauer als sonst in ein Stadion kommen mögen. Als wüssten all jene, welche freiwillig zu Hause bleiben, nicht ganz genau, warum sie dies tun. Als würden ein paar Hundert Schreier mehr im Stadion dem Gegner derart das Fürchten lehren, dass dieser plötzlich völlig vergäße, wie das Fußballspielen denn noch mal geht.

Nun ist die Existenz eines Heimvorteils im Fußball (und im Mannschaftssport allgemein) nicht von der Hand zu weisen. Erstaunlich ist aber, dass sich ein solcher auch dort finden lässt, wo nahezu überhaupt keine Zuschauer anwesend sind, selbst in den untersten Kreisklassen nämlich. So mag die Unterstützung durch Fans ein kleines Mosaiksteinchen des Heimvorteils darstellen, ein so kleines allerdings, dass seine Abwesenheit den Heimvorteil nicht spürbar schmälert.

Möglicherweise ist es aber so, dass gerade der Glaube an dieses „magische Denken“, an den eigenen Einfluss auf Dinge, auf die man keinen Einfluss hat, es überhaupt erst so attraktiv macht, stets und live vor Ort zu sein. Weil man glaubt, etwas bewegen zu können, was doch bei Licht betrachtet ein Ding der Unmöglichkeit ist, jedenfalls als Einzelperson.

Beruhigend also, vor allem für die Schatz- und Zahlmeister im Fußballbusiness, dass Fußballfans nur auf dem Niveau von Gläubigen als harmlos schizophren eingestuft werden und weiter magisch vor sich hindenken dürfen, ohne dass sie pathologisiert werden. Wer weiß, wie wenige sonst noch Antrieb verspürten, sich eine Dauerkarte zu kaufen.

11. Dezember 2014
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Die Gentlemen-Spieler

„Superpunk“ gibt’s ja nun schon länger nicht mehr. Sie waren der leibhaftig durch die Republik wandelnde Beweis dafür, dass in Deutschland nicht nur lässige Musik, sondern auch geistvolle Texte und das ohne Überverkopftes möglich sind.

Aber genau jener Geist von „Superpunk“ lebt in der quasi-Nachfolgergruppe „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“ fort.

Einen Teil dieses Geistes samt dazugehöriger Musik transportiert der folgende schöne Song „Die Gentleman-Spieler“, hier in einer tonmäßig weniger hochklassigen, dafür als Live-Auftritt aber eben auch das gesamte Auftreten der Band zeigenden Live-Version zu hören.

Warum das hier erscheint? Weil „Die Gentleman-Spieler“ tatsächlich ein Song mit Fußballbezug ist. Denn „Die Gentleman-Spieler“ handelt von jenen jungen Menschen, die sich in der Anfangszeit des Fußballs, als dieser England-Import als „undeutsch“ verpönt war, nicht davon abhalten ließen, ihn trotzdem auszuprobieren und damit zu etablieren.

Ein zeitlich von aller Tagesaktualität herrlich fernes Fußballthema, entstand so eine echte Hommage an den Fußball und seine Ausübenden, bar jeglicher schankraumhaftiger Schunkeligkeit, die bei Musik im Fußball den Finger sonst so schnell auf den Weiterbutton klicken lässt.



Am Bass übrigens, wie auch schon bei „Superpunk“, ein gewisser Tim Jürgens, den die eine oder der andere aus anderem Zusammenhang kennen könnte. Falls man diesen Zusammenhang noch verraten muss, hilft dabei vielleicht dieses Interview mit der taz, in dem Tim Jürgens auch sonst einiges über seine Sicht zum Fußball verrät:

Fußballer sind Fußballer, die werden heute von den Medien zu historischen Gestalten hochgejazzt, aber am Ende gibt es in anderen kulturellen Bereichen viel interessantere Menschen.

Und vorher schon:

Eine gewisse Distanz habe ich übrigens ohnehin zum Profifußball.

Überrascht uns jetzt nicht, alles andere wäre außergewöhnlich gewesen.

(Nicht zuletzt lesenswert wegen der Erläuterung, wie zwei St.-Pauli-Fans zusammen mit drei HSV-Fans in einer Band funktionieren …)

PS: Und das muss dann einfach noch mitrein, auch wenn es nichts mit Fußball zu tun hat, aber sehr viel mit der Überhöhung, die auch den Fußballern zuteil wird. Sänger Carsten Friedrichs in einem anderen Interview über mangelnde Selbstironie in Deutschland:

Als Künstler gilt man hierzulande ja als Fachmann für alles. Künstler werden in Talkshows zu allen möglichen Themen befragt und nehmen sich daher auch sehr wichtig. Dabei sind das einfach nur Alkoholiker, die Unterhaltungsmusik machen. Was qualifiziert die denn, über große Themen wie Politik zu reden?

10. Dezember 2014
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Staantribune — niederländisches Fußballkultur-Magazin

In der fußballfreien Zeit kurz etwas weiter nach Westen über den Rhein geblickt, entdeckt man dort glatt ein neues Fußballkultur-Magazin.

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Praktischerweise muss man bei dieser prägnanten Namenswahl nicht mal Nicht-Niederrheinern den Titel übersetzen.

Noch praktischererweise haben Staantribune ihre komplette erste Ausgabe kostenlos online verfügbar gemacht. Da hupt das Herz des Fußballfreundes, hupt.

Schaut man rein, wird dort das Rad nicht neu erfunden. Die Ideen sind zwar theoretisch unendlich in diesem Kosmos, doch dann wiederum sind sie im Mikrokosmos „Fußballkultur“ meist sehr ähnlich, wie die kostenlos verfügbare Null-Ausgabe von Staantribune beweist. Was aber keineswegs den Klickimpuls schmälern soll, denn mögen die Ansätze bekannt sein, so sind die Inhalte eben aus einem anderen Land und damit den wenigsten vertraut.

Alte Fotos von alten Fußballern mit ihren alten Autos, natürlich große Impressionen verwitterter Amateurplätze, in Holland dann aber trotzdem stets Rasen. Die DDR von Holland, der pelzige Bruder Belgien und dort gespielt habende Holländer (van Marwijk, Advocaat, van Gaal) kommen drin vor, natürlich, hüstel, eine Geschichte über eine ganz besondere Rivalität, ein ganz besonderes Derby und wie in diesen Gefilden üblich immer wieder üppige Bilder, was Ausmaße und Sprache angeht. Ein Interview mit Ruud van Nistelrooys Vater, Fotos von einzelnen Fußballfans, älteren Fußballfans, vereinzelten Fußballfans in ihrer Heimatstadt, wie sie zu ihrem nicht mehr ganz so erfolgreichen Verein aufbrechen und als bekannten Schlussakkord: ein bisschen Kunst.

Am besten macht man sich im Wortsinne selbst ein Bild von diesem neuen Erzeugnis, denn wie erwähnt ist die erste Ausgabe kostenlos zu haben.

Zur Staantribune (dort rechts das Cover anklicken).

9. Dezember 2014
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Fußball ist nicht alles

Traurig, traurig. Beim VfL Wolfsburg kommt man immer wieder nur mit Negativ-Schlagzeilen in die Presse. So im Jahr 2009, als man sehr zum Ärger der neutralen Fans eine Meisterfeier im Fußball mit einer Auto-Präsentationsshow verwechselte, so auch wieder im Jahr 2014, in dem man die Chuzpe besitzt, dem Alt-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger („Fußball ist nicht alles“) aufs Dreisteste, wenn nicht Ignoranteste zu widersprechen. Einfach so. Platt oder kalkuliert? Ahnungslosigkeit oder Provokation? Vielleicht gar Beides. Das Folgende empfängt jedenfalls zur Zeit den Besucher der Webseite des VfL Wolfsburg:



Es muss Schluss sein mit dem ständigen Provozieren und Aufmerksamkeitsheischen aus Wolfsburg, zu billig wirken die Versuche, auf diese Weise in die Presse zu gelangen. Hier fällt man nicht schon wieder darauf herein.

(Müsste dann wohl auch hier aktualisiert werden.)

7. Dezember 2014
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So dumm, dass die Elbe dampft

Ah, Fußball und Rivalität. Ein immergrünes Thema, quasi eine unauflösbare Symbiose, ohne die der Fußball als solcher gar nicht seine immense Popularität als Passivsport besäße.

Heute erlaube ich mir mal, einen Beitrag quasi komplett zu klauen, denn ich habe nicht viel hinzuzufügen. Twitterer schomberg, seines Zeichens Anhänger von Borussia Mönchengladbach, merkte gestern treffend an, als Augsburg in letzter Minute noch gegen den Erzrivalen 1. FC Köln gewann — und damit Mönchengladbach in der Tabelle überholte:


Nun kann man vielleicht ein wenig straferleichternd hinzufügen, dass man in Gladbach davon ausgeht, Augsburg in jedem Falle im Laufe der Saison noch hinter sich zu lassen. Da das aber nicht zwangsläufig so sein muss, bleibt der gesamte Vorgang nur ein kleines, aber feines weiteres Kapitel aus der Rubrik: Manche gehen nicht wegen des Fußballs zum Fußball, sondern um ihre Rivalität und damit Identität zu festigen und zu zelebrieren.

Schön und gut, aber dass man dabei sogar in Kauf nimmt, selbst schlechter abzuschneiden, nun da dampft die Elbe wirklich gewaltig, wie schomberg so schön formulierte.

29. November 2014
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Der beste Vereinssong im deutschen Fußball

Zu einer Zeit vor recht Kurzem begab es sich, dass der Herr, in diesem Fall der Hausherr, sich mal wieder auf den weiten Weg ins Dorf an der Düssel machte. Dort traf er — wie es grundsätzlich nicht anders zu erwarten war — auf eine Herde reichlich unbeleckter Schafe. Unbeleckt in Fragen des Musikgeschmacks. In Fragen des Biergeschmacks waren sie das ohnehin, aber das war auch im Vorfeld von keinem Experten bezweifelt worden. Die Unbelecktheit in Fragen des Musikgeschmacks aber überraschte dann doch, nicht allein die Laien.

So wurde in dieser Runde von Schafen die These vertreten, dass der nachweislich beste, authentischste und auch schönste von allen Vereinssongs — der „Zebra-Twist“ nämlich — da etwa „albern“ sei und nach einem „Karnevalslied“ klänge. Nun entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, wenn ausgerecht Bewohner des Dorfes an der Düssel irgendeinem in anderen Regionen erstellten Musikwerk vorwerfen, dass es nach „Karneval“ klänge und dies aus ihrer — kurzsichtig, wie man in Dörfern zu denken pflegt — Sicht selbstverständlich als Kritik verstanden wissen wollten.

Beklagenswerterweise ist aber nicht allein der Vorwurf des „Karnevalslieds“ vollkommen hanebüchen, es mangelte auch an jeglichem historischen Bewusstsein dafür, welche Authentizität, Graziosität und vor allem Originalität der heute bekanntlich zu weltweitem Ruhm gelangte „Zebra-Twist“ besitzt.

Da im Dorf an der Düssel große Unkenntnis ob dieser Tatsache vorherrschte und das Selbe auch für andere Dörfer zu befürchten steht, sei hier noch mal kurz eingeweisen, warum (und weshalb) der „Zebra-Twist“ bei anerkannten Experten als der grandioseste Fußballsong im Machtbereich des DFB gilt. Für ihn sprechen die folgenden Argumente in loser, unsortierter, deshalb aber umso überzeugenderer Reihenfolge:

  • Der Song erlebte seine Premiere in der ersten Bundesliga-Saison im Jahr 1964
  • Es ist ein Twist
  • Es ist ein Zebratwist
  • Er nimmt in seinem Text wirklich Bezug auf ein imaginiertes Spielgeschehen auf dem Platz und salbadert nicht von Heimat, regionaler Verbundenheit oder allgemein von überschwurbelter Emotionalität, die in ihrer überschwurbelten Emotionalität heutzutage Standard zu sein scheint, aber nicht nur im Grunde nicht zu ertragen ist
  • Der Song ist seit seinem Entstehen unverändert, man könnte dazu die Vokabel von der Tradition einwerfen, dies ist aber überflüssig, weil der Song vollkommen modern klingt und ist — und das zu jeder Zeit!
  • Er ist weder in schunkelbarem Hymnen-Slomo-Rhythmus noch in von schnauzbärtigen Altrockern als „fetzig“ tituliertem Tempo gehalten, noch nimmt er Anleihen an Schlagern, welche in Punk-Verkleidung die Zugehörigkeit zu anderen Musikstilen weismachen wollen
  • Es geht im Refrain von C über F zu G, und dann tatsächlich wieder zurück zu C, während es in der Strophe sogar von E über a-moll zu D, G und einem auch heute noch wohlklingenden G7 geht („…festgerannt…“)
  • Der Song ist von 1964, stammt also aus einer Zeit, in der alle anderen Vereine außer Eintracht Frankfurt — ein Club, der nicht ohne Grund eine Fan-Freundschaft mit dem im Zebra-Twist besungenen MSV pflegt(e) — noch nicht einmal daran dachten, irgendeine Art von Musik außer Herbergsvater- oder noch schlimmeren Liedern mit ihrem Verein zu verknüpfen
  • Man kann zum mitreißenden Rhythmus wunderbar mit einem Schal wedeln, auch im Sommer
  • „St. Pauli“ wird einmal im Verlauf des Zebra-Twists im Hintergrund gerufen, lange bevor dieser Club irgendeine Art von irgendetwas erlangt hatte, eine sehr weitsichtige Vorgehensweise beim Texten also
  • Eine Hupe kommt mehrfach zum Einsatz, lange bevor die Beatles auf diese naheliegende wie bahnbrechende Idee kamen
  • Der offizielle Twitter-Account von Coldplay nannte den Zebra-Twist als Argument, warum der MSV Duisburg der Lieblings-Fußballverein von Coldplay in Deutschland ist

Weiter die Grandiosität des besten aller Vereinssongs Leugnende mögen nun vortreten, im günstigsten Falle mit Argumenten jenseits von reinem „Geschmack“ bewaffnet, warum der über alle Maßen authentische und auch musikalisch über jeden Zweifel erhabene „Zebra-Twist“ nicht der beste Fußballvereinssong in Deutschland in den Grenzen von 1990 sein solle.

Es werden sich natürlich keine Argumente finden, weshalb man die Kommentare eigentlich auch schließen könnte.

Alle Freshmen in Bezug auf die Vereinssongszene mögen den Link in dem Video im Tweet anklicken.

25. November 2014
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’schüss Sportschau

Vor einigen Jahren verlegte man die Sportschau von 18.30h auf 20.00h. Ein #aufschrei ging durch die Republik, so könne man seinen Abend nicht gestalten, die Zeit nach 20h gehöre der Familie oder dem Ausgehen, so man noch keine Familie habe, aber einen angemessenen Partner für deren Gründung suchen müsse, was schließlich immer noch am besten im real life ginge.

Heute schaut fast niemand mehr, der sich relativ ernsthaft — so ernst, wie das in Bezug auf Fußball möglich ist — für Fußball interessiert, noch die Sportschau. Man könnte sie auf 22h verlegen oder auch abschaffen, es würde aller hier subjektiv eingeschätzten Vorausschau entsprechend keinen Aufschrei mehr geben.

Zugegebenermaßen besteht das Publikum der Sportschau in erster Linie nicht aus Anwesenden in dieser Filterblase, und vielleicht auch nicht mehrheitlich aus jenen, welche man als mit „ernsthaftem“ Interesse an Fußball ausgestattet bezeichnen könnte.

Dennoch geschah es in den letzten vier, fünf Jahren hiesig ein einziges Mal, dass sich ein Mitlebender in unserer Epoche darüber beschwerte, dass ihm die Bundesliga-Ergebnisse vor Ablauf der Sportschau mitgeteilt wurden. Wiewohl man sich sicher sein kann, dass der Autor sich in größtenteils eher fußballinteressierten Kreisen bewegt.

Es ist weder Häme noch Freude, dass diese Entwicklung so gekommen ist, vielmehr ist es ein nüchternes Konstatieren. Die Welt ändert sich immer schneller und heute benötigt man kaum noch die Zusammenfassungen des Spieltags, wenn man die Ergebnisse ohnehin schon kennt. Jedenfalls nicht punktgenau um 18.30h, man kann sie auch um 3.30h nach Heimkehr noch irgendwo im Netz finden und die Kommentierung, Einordnung des Spiels, welches eine Zusammenfassung naturgemäß nicht komplett abbilden kann, wird in Zeiten von Spielverlagerung.de und anderen kostenlos erhältlichen Texten auch immer weniger relevant.

Es ist weder Häme noch Freude, ich wollte nur noch mal ’schüss sagen an die liebe Sportschau. Wir waren lange Zeit sehr gute Freunde und es war nicht mal nostalgisch verbrämt immer ein Highlight des Samstags in meinem Leben, eingangs eines Berichtes das Geklöppel (Manolo, bist Du’s?) vom Bökelberg zu hören oder einen Spielbericht mit dem Himmel über dem alten Weserstadion eröffnet zu sehen.

Aber ich war schon lange nicht mehr in der Situation, dass ich auf die Spielberichte der Sportschau angewiesen gewesen wäre. Als es am vergangenen Samstag aus Reisegründen ausnahmsweise mal wieder der Fall war, war sie leider in den Mediatheken nicht auffindbar und es gab sie auch nicht als Wiederholung zu sehen. Also hab ich Alternativen gesucht und gefunden.

Es kommt mir aber nicht mal vor wie Fremdgehen. Ein Telegramm hab ich auch schon lange nicht mehr geschickt.

Ich wollte nur noch mal ’schüss sagen. Es war wirklich schön. Und es ist schade. Aber ich brauche einfach keine Sportschau mehr. Was den Wochenablauf weiter destrukuriert, aber nun ja, Nostalgie empfinde ich dabei keine, auch wenn mir die Stimmen der Moderatoren und diese hellblauen, runden Täfelchen, auf denen die Ergebnisse dargestellt wurden, für immer im Gedächtnis abrufbar bleiben werden.

’schüss!

21. November 2014
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Wir waren wie Saufbrüder

Ich kannte nicht mal seinen Namen, seinen Vornamen nicht und seinen Nachnamen auch nicht. Er hatte sich mir nie vorgestellt, so etwas ist unüblich in diesen Kreisen. Er stand immer an der Bude, wo ich mein Bier kaufte, wenn ich vom Spiel nach Hause kam. Also vom selbst gespielten Spiel, sonntags, in der Freizeit- Hobbyliga, mal am Niederrhein auf der Hinfahrt ein paar Kühe und Schafe mit unserem Motorengedröhn bedröhnen, dann in die winzigen Kabinen, wo man sich gegenseitig auf den Füßen steht. Aber die Stutzen mussten schon ordentlich angezogen werden, bevor es hinausging. Dass man sich die Schuhe fest zuschnürt ist Standard, klar, aber ich legte immer Wert auf ordentlich sitzende Stutzen. Während mir im sonstigen Leben Ordentlichkeit eher fremd blieb.

Diese Stutzen, so sauber und rein vor dem Anpfiff, strahlten immer eine ordentliche Portion Eleganz aus. Natürlich war man damit nicht weit entfernt von Karnevalsverkleidungen oder auch sonstigen — Volleyballerinnen und Schützenfeste schwirren durch den Sinn — komischen an Anlässe geknüpfte Kleidungen, aber diese Art von Eleganz gefiel mir. Wie mir meine Beine ohnehin gefielen, denn sie taten nicht nur tagein, tagaus ihren Dienst, sie waren auch den meisten Gegnern an Sprintstärke überlegen. Was es leicht machte, die Defizite im Dribbeln, in der Ballbehandlung oder auch im Raumverständnis zu kaschieren. Wenn man immer schneller lief als der um den Ball buhlende Mitbewerber im farblich anderen Trikot, konnte man eigentlich nicht viel falsch machen.

Wie man weiß, reicht schnell laufen selten dazu, ein Spiel zu gewinnen. Dennoch gewannen wir ab und zu mal ein Spiel. War aber auch egal. Wie es Uli Borowka so schön formulierte: Man hat immer einen Anlass zum Saufen. Wenn man verloren hat, „muss“ man den Frust runterspülen. Wenn man gewonnen hat, wird eben gefeiert. Einzig bei Unentschieden war es etwas schwieriger, einen Grund zum Saufen zu finden. Aber in der Freizeitliga gab es eben selten Unentschieden, dafür war die Ausdauer der Spieler dann doch einfach zu unterschiedlich. Hatte ein spielerisch oder läuferisch unterlegenes Team lange Zeit mit- oder sogar dagegengehalten, konnte man relativ sicher sein, dass ab der 70. Minute die Gegentore dennoch wie Mehlmotten (ein-)fallen würden, wie Mehlmotten in Küchen, in denen man selten das Müsli aß und es deshalb im Schrank stand und Mehlmottenlarven eine Heimat bot. Irgendwann war die Küche voller Gegentore.

Selten Remis also, somit auch immer Grund für das eine oder andere Bier am Sonntag, nach dem Spiel. Er stand immer dort rum, und irgendwann, es ließ sich angesichts meiner Kleidung und Verdreckung (ich bin Heimduscher, aber zum Glück kein Heimscheißer) nicht verhehlen: Ja, ich spiele Fußball.

„Aha!“, rief er sofort erfreut aus, wenn er mich wieder sah.

„Haste wieder gespielt?“

„Ja, hab ich.“

„Und?“

„Na, verloren heute.“

„Wie viel?“

„2:7.“

„Wat?“

Und er schüttete sich vor Lachen aus.

„Wie schlecht seid Ihr denn?“

Ich antwortete nicht, denn natürlich war ihm vollkommen unklar, dass nicht „wir“ schlecht waren, sondern nur die anderen Mitspieler im Team und hätte ich andere Mitspieler gehabt, hätten „wir“ auch nicht 2:7 verloren, sondern 7:2, mindestens, gewonnen, denn wenn alle so gut laufen könnten wie ich, dann würde man ja immer und an jeder Stelle auf dem Platz vor dem Gegner am Ball sein. Niemand würde jemals wieder den Ball gegen uns besitzen können und dann wäre die Frage nicht gewesen, warum man denn mit stolzen 7 Toren gewonnen hätte, sondern allein, wie man denn, wenn man immer schneller als der Gegner sei, überhaupt 2 Gegentore hätte kassieren können. Wie gerne hätte ich diese Frage beantworten müssen. An dem Tag aber waren wir eben nicht schneller als der Gegner und hatten tatsächlich 2:7 verloren.

Nun, die Mitspieler waren schuld. Ich antwortete nicht auf die Frage, wie schlecht wir seien, denn natürlich war ich nicht schlecht. Ich trank das Bier an der Bude, ein Bier geht ja gerade noch, wenn man danach mit dem Auto die 500 Meter nach Hause fahren wird. Bis man sich endlich in die Wanne legt und seufzt, dass man 7 Tore bekommen hat, aber am Ende doch froh ist, dass man seine müden Knochen noch bewegt hat. Dieser Moment in der Wanne, wenn alles in der Nase noch nach dem frischen Gemisch aus Gras, Rasen und Erde riecht und man gleichzeitig sofort vor seeliger Erschöpfung einpennen könnte, er folgte immer erst nach dem Besuch an der Bude. Ich antwortete nicht und schwieg.

Er gefiel sich in seiner Rolle als Stichler.

Wenn wir gewonnen hatten, hatte er aber auch nur Spott für uns über. Wie das so ist, im Ruhrgebiet oder vielleicht auch überall, wo Menschen zusammenkommen und einen nicht sichtbaren Code zusammen aushandeln müssen, wie man miteinander umgeht.

„Gewonnen!“

Strahlte ich ihm an einem anderen Sonntagnachmittag triumphierend über meine drei Tore ins Gesicht.

„Gegen eine E-Jugend?“

Wollte er wissen.

Die Provokation völlig ignorierend, im Siegestaumel, bezahlte ich ihm dann sein Bier, das heißt, ich bestellte statt einem gleich zwei und schob es ihm wortlos rüber. Wie unangreifbar man doch ist, wenn man ein Fußballspiel deutlich gewonnen hat.

„Aber das war gegen Graupen, ne?“

Nein, jein, ja, vielleicht war es gegen Graupen, leg den Finger doch nicht immer in die Wahrheit. Es macht auch immer Spaß, seine Überlegenheit gegen einen klar unterlegenen Gegner auszuspielen. Jeder darf mal ein Tor schießen, man kombiniert sich durch den Sonntagnachmittag, selbst Verteidiger Robert, der sonst nie an den Strafraum des Gegners kommt, darf nach einer Ecke einköpfen. Und überhaupt wurde man natürlich nur deshalb kein Nationalspieler, weil die Liebe dazwischen kam, plötzlich war Fußball unwichtig gewesen und was hätte man nur dafür gegeben, die Zeit anhalten zu können und in diesem Verliebtheitsrausch zu verweilen. Aber leider hält weder jemand die Zeit auf, noch dauern Verliebtheitsräusche länger als ein paar Monate. In diesen paar Monaten ist der Zug zum Nationalspieler aber schon lange abgefahren. Natürlich hätte man ihn bekommen, wenn nur nicht diese eine Liebschaft dazwischen gekommen wäre, als man Fußball irgendwie nicht mehr so wichtig fand wie kleine Briefchen oder den Duft von einer ganz jungen, eleganten, engelhaften Frau. Und, was auch dazwischen kam, war das Bier.

„Willste noch eins?“

Fragte der Budenbesitzer.

„Nein, ich nicht, ich muss noch fahren.“

Er nahm gerne noch eins. Wie er wahrscheinlich bis zum Ende der Öffnungszeiten immer wieder „noch eins“ nahm. Ich traf ihn nur sonntags. Ob er einen Job hatte, ein Einkommen, ein Auskommen, das weiß ich nicht. Ich wusste ja nicht mal seinen Namen.

Eines Sonntags, wir hatten tatsächlich Remis gespielt, 3:3 in der „Fremde“, kam ich wie immer an der Bude vorbei und trank ein sonntägliches Bier.

„Wo istn der … ? Ich weiß nicht, wie er heißt, aber na, Du weißt schon? Der ‚Fußballexperte‘?“

„Der ist tot.“

„Was?“

„Ja, letzte Woche am Herzinfarkt gestorben.“

Ich trank mein Bier aus und fuhr heim. Seitdem war ich nie wieder an dieser Bude.

18. November 2014
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Das Maskottchen der EM 2016 ist da

Hier ist es: ohne Worte.

(Es bleiben jedenfalls keine Fragen über, wer die Zielgruppe von solch Design ist. Und über Einheitsbrei bei allen Gestaltungen ohne jeglichen Charakter rund um den Fußball zu nörgeln ist nach dem x-ten Mal auch nur noch das Selbe: Einheitsbrei. Deshalb: ohne Worte. Nur zur Kenntnisnahme. Und auch als kleinerer Fingerzeig, falls man sich irgendwann mal wieder, aus Nachlässigkeit oder doch aus einer gewissen Sehnsucht heraus, irgendwelchen Illusionen hingeben könnte, dass man das tunlichst unterlassen sollte. Merken muss man sich das noch namenlose Ding — in der Lostrommel befinden sich Driblou, Goalix und Super Victor — allerdings nicht. Es wird sich schon mit Anpfiff des Turniers niemand mehr an es erinnern können. Was in dem Fall wieder mal besser so ist. Und ja, „Tor“ heißt auf französisch bekanntlich „goal“, aber Denglisch und Frenglisch zu kritisieren ist ja eh so 2006.)

Hier noch mal in besonders schön, besonders offen für alle denkbaren Projektionen. Frei von Inhalten oder Ausdruck. Ist das ein Lachen? Ist es Entsetzen? Erstaunen? Hat er gerade Aliens gesehen? Hunger? Ist er eingefroren? Liegt er bei einem Zahnarzt auf dem Stuhl? Ein jeder möge sich seine Interpretation heraussuchen oder auch schlicht: weitermachen, hier gibt es nichts zu sehen. Jedenfalls nichts von Belang.

(Filed under: Chronistenpflicht.)

13. November 2014
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Was macht eigentlich Wynton Rufer?

Wynton Rufer macht ne ganze Menge.

Werbung für eine Fluggesellschaft aus Neuseeland, betreibt ein Charity-Golfturnier mit dem schönen Namen Wynrs Charity und ist Botschafter des „Zuhause für Kinder“. Außerdem jongliert er ein bisschen und macht Werbung für ein australisches Umzugsunternehmen. Denn er ist letzens nach Australien gezogen.

Und er ist ein Rufer in Mittelerde.


Wer in Tolkiens Welten weniger zu Hause ist, der findet unter dem Link oben noch die Highlights von Werder Bremens 5:1-Sieg über den SSC Neapel oder auch von der WM-Partie 1982 zwischen Brasilien und Neuseeland. Bemerkenswert in letzterem Kontext auch die Zahl seiner Länderspiele zwischen 1980 und 1997. Es waren 23 an der Zahl. Neuseeland muss in den 1980ern über eine stattliche Menge an Spielern von internationalem Format verfügt haben. Komisch, dass man keinen davon kennt.

Um die Beitragsfrage aber nun wirklich zu beantworten: Aktuell ist Wynton Rufer Nationaltrainer von Papua-Neuguinea.

12. November 2014
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Frühes Exemplar eines Rufers in der Wüste

„[…] Auch muss für eine minimale ‚Waffengleichheit‘ unter den Vereinen gesorgt werden. Als Ausnahme lässt sich ein Bayern-Vorsprung von 16 Punkten wie in der Saison 2002/2003 mal tolerieren. Die Regel darf das nicht werden, will die Liga nicht in Langeweile versinken. Insofern wäre es töricht, von der Zentralvermarktung und dem Prinzip des Solidaritätsausgleiches abzurücken. Eine Einzelvermarktung der Klubs würde die finanziellen Ungleichheiten, die heute schon bestehen, verstärken und damit durch Ausbleiben eines ‚Wettbewerbes‘ letztlich die Popularität der Liga unterhöhlen. […]“

So schrieb es die Rhein-Zeitung in ihrem Special im Jahr 2003 zu „40 Jahren Bundesliga“.

(Mit Dank an @tobman_s fürs Überlassen des Specials.)