Die meistnachgefragten Trikots der Saison 2014/2015

Erstaunliche Zahlen bringt ein Blick eines Sportartikelverkäufers in Zahl der nachgefragten Bundesliga-Trikots. Denn trotz der erneut schlechten und auch nur in geringen Dosen erfolgreichen Darbietungen des Hamburger SV liegt dieser in der Tabelle der nachgefragten Trikots auf einem bemerkenswerten dritten Rang, nur hinter dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Und dass gerade die Trikots des Rekordmeisters aus München exorbitant häufiger nachgefragt werden als jene von allen anderen Clubs der Bundesliga, ist schon länger bekannt.

Insofern musste der Hamburger SV gerade mal die Konkurrenz aus Dortmund vorbeiziehen lassen. Wobei letztere ihrerseits mit einer aus ihrer Sicht schwachen Saison zu kämpfen hatten. Schließlich befand sich Borussia Dortmund zu Beginn der Rückrunde noch hinter dem Hamburger SV – nämlich auf dem letzten Tabellenplatz.

Diesen hielt danach lange Zeit der VfB Stuttgart inne, während die späteren tatsächlichen Absteiger, der SC Freiburg und der SC Paderborn 07 gewohnt wenig Nachfrage bei den Trikots erhielten. Was in beiden Fällen aber weniger mit dem sportlichen Verlauf der Saison zu tun haben dürfte, sondern schlicht mit dem generell niedrigeren Bestand an Fans dieser Vereine.

In diesem Licht darf auch die vergleichsweise starke Nachfrage des VfL Wolfsburg ein wenig verwundern, liegt sie doch zwar spürbar, aber in Schlagweite von einem der ganz Großen der Branche entfernt: von der Nachfrage nach Trikots des FC Schalke 04.

Nun sollte vielleicht berücksichtigt werden, dass es sich bei den Zahlen um jene eines Online-Anbieters handelt und eventuell die Struktur der Anhänger von Vereinen in sozial schwächeren Regionen eher selten online shoppen gehen, während es gerade für erst seit jüngerer Zeit, wie es für Anhänger der TSG Hoffenheim oder des VfL Wolfsburg wahrscheinlich ist, Fan seiende Menschen nachgerade natürlich ist, auf diesem Weg zu seinem Bundesliga-Trikot gelangen zu wollen.

Weniger überraschend sind wiederum die guten Platzierungen alter, langjähriger Bundesliga-Clubs wie jene von Borussia Mönchengladbach (allerdings auch sehr erfolgreich in diesem Jahr), Eintracht Frankfurt (mäßig erfolgreich im Sportlichen) und dem 1. FC Köln, die alle drei recht weit vorne liegen bei der Nachfrage nach ihren Trikots.

Ebenso zu dieser Riege alter oder wenn man so will alteingesessener Clubs zählen auch Werder Bremen, der VfB Stuttgart (welcher sicher zum Teil unter der äußerst schwachen sportlichen Saison zu leiden hatte) und wenn man nur die letzten beiden Dekaden betrachtet auch Hertha BSC, das aber wiederum bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfte.

Eher schwächer war die Nachfrage bei relativen Neulingen im Bundesliga-Business mit weniger starken Fanzahlen, insbesondere der FC Augsburg und Mainz 05 fallen hier auf. Wobei deren sportlicher Erfolg spannenderweise in krassem Gegensatz zur Nachfrage nach ihren Bundesliga-Trikots steht. Was wieder einmal beweist, gerade in Kombination mit der starken Nachfrage nach Trikots des Hamburger SV, dass Geld keine Tore schießt oder zumindest Geld alleine im Fußball keinen Erfolg garantiert.

Dabei steht der FSV Mainz bei der Nachfrage in diesem ausgewählten Segment der Gesamtnachfrage noch hinter den Werten des noch viel kleineren SC Paderborn und doch gelingen Mainz aufgrund eines umsichtigen Managements immer wieder sowohl sportliche Erfolge als auch jene im Bereich des Ein- und Verkaufs auf dem Transfermarkt. Ginge es nach der Nachfrage bei den Trikotkäufen alleine, belegte Mainz immer wieder mal einen Abstiegsplatz. Im sportlich entscheidenden Bereich – in der Tabelle – war das aber auch in der abgelaufenen Saison nie der Fall.

Mehr Details und noch mehr Erläuterungen zur Wechselwirkung zwischen sportlichem Erfolg und Nachfrage der Trikots erhält man vom Anbieter selbst, einfach auf die Grafik klicken – natürlich nicht, ohne sie vorher selbst zu studieren.