Gewinnspiel: 5 Tschutti-Sammel-Heftli zur WM 2018

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Jeder kennt die Panini-Alben, die schon seit geraumer Zeit zur Standardbegleitung großer Turniere im Fußball gehören. Seit einigen Jahren gibt es dazu eine Alternative, die sich deutlich mehr dem künstlerischen Aspekt der Darstellung der Spieler verschrieben hat, die an einem solchen Turnier teilnehmen.

Die Tschutti-Heftli.

(Wenn mich meine Schwyzerdütschkenntnisse nicht im Stich lassen, bedeutet tschutten übrigens kicken.)

Wie der Name erahnen lässt, stammen diese Idee und das Sammelheftli nicht aus deutschen Landen, sondern aus der Schweiz, was sicher auch damit zu tun hat, dass die Nationalmannschaft der Schweiz sich so regelmäßig für große Turniere qualifiziert. Als Österreicher hätte man da … nun gut, lassen wir das.

Die Sammelbilder in den Tschutti-Heftli werden von immer wieder neuen Künstlern gestaltet – und jedes Team in einem anderen Stil, wie die Abbildungen hier im Beitrag veranschaulichen. Durchaus ebenso umfangreich wie die Panini-Alben, bieten die Tschutti-Heftli etwas mehr fürs Auge und natürlich auch fürs Gemüt.

Hier werden 5 dieser Heftli – die nicht überall zu haben sind – verlost, jeweils mit 3 Päckchen an Stickern dabei, beides zusammen geht sofort nach Abschluss des Gewinnspiels an die glücklichen Gewinner frei Haus.

Teilnahmebedingung diesmal:

Welches war Dein schönstes WM-Spiel (am TV oder vor Ort ist egal) und warum?

Mindestens drei ganze, sinnvolle, eine kohärente Erzählung bildende Sätze bitte, sonst findet der Kommentar keinen Eingang in die Verlosung. Einzige weitere Bedingung:

Es darf kein Spiel mit Beteiligung einer deutschen Nationalmannschaft ausgewählt werden.

Dann erzählt mal schön, ich lausche gespannt. Teilnahmen werden bis zum Dienstag, den 3. April 2018, 22 Uhr, akzeptiert, danach entscheidet das Los unter allen gültigen Teilnehmer-Beiträgen.

Dazu auch sehr zu empfehlen: das ausführliche Interview des Kickschuh-Blog mit den Machern des Tschutti-Heftli: „Shaqiri hat seine Bildli lieber selber behalten“.

PS: Ein Teil der Einnahmen aus den Tschutti-Heftli kommt übrigens „Viva con agua“ und „terre des hommes Schweiz“ zugute.

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  1. Schweiz : Rumänien 1994. Die Schweiz gewinnt seit gefühlt 100 Jahren wieder mal ein WM Spiel und und ich war gerade genug alt, um es wirklich zu verstehen und unglaublich Freude zu haben. Es war nicht irgendein Sieg. Die Nati hat seit dem zwar sehr viel Erfolg aber nie mehr so gut gespielt, wie bei diesem Spiel.

  2. Frankreich – Senegal 0:1 2002. Ein Sieg für den Außenseiter und eine Niederlage für die Franzosen sind schon zwei schöne Momente auf einmal. Was das Spiel aber für mich besonders machte, war, daß ich es überhaupt sehen konnte. Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen, Freitag war das Spiel.

  3. Das schönste, weil prägendste Spiel war Kamerun-Argentinien 1990. Es war mein erstes bewusst miterlebtes WM-Spiel bei dem ich mich in das Turnier und darüber hinaus in den Fußball verliebt habe. Argentinien mochte mein Vater nicht. Wohl wegen 86. Mir war das erstmal egal, aber je mehr sich die kamerunischen Außenseiter in Unterzahl gegen den Favoriten stemmten, waren die Sympathien vergeben. Ein großartiges Spektakel im wunderbaren San Siro. Die spätere Zusammenfassung im ARD-Rückblick kann ich fast noch auswendig mitsprechen.

  4. WM 1982, 2. Finalrunde: Argentinien – Italien 1:2

    Als gerade mal sechsjähriger Knirps durfte ich dieses Nachmittagsspiel anschauen. Irgendwie hatte ich mitbekommen, dass Argentinien amtierender Weltmeister war, doch das interessierte mich nicht. Mir hatte es der Klang des Namens „Passarella“ angetan. Dass der argentinische Kapitän kurz vor Schluss traf, freute mich riesig. Umso ärgerlicher war es, als ich Jahr(zehnt)e später mitbekam, dass er ein Sympathisant der Junta-Regierung gewesen ist. Seitdem hat der Klang seines Namens für mich sehr viel Reiz verloren.

  5. Sektion TV: Ich hätte so viele anzubieten. Ich nehme willkürlich eines raus:

    WM 2014, Achtelfinale, Costa Rica – Griechenland.

    Ich hatte mir für dieses Turnier mittels geschickter Dienstplangestaltung und dem Einsatz einiger Urlaubstage hingebogen, dass ich fast jedes Spiel sehen konnte. Und dies auch getan habe. Und Junge Junge, die (sicherlich erst im nachhinein so bezeichnete) Costa-Rica-Gruppe hat im Alleingang alles, aber auch alles an Einsatz hierfür zurück gezahlt.

    Stellvertretend dafür sei dieses Achtelfinale genannt, in dem Costa Rica sogar noch ins Viertelfinale vorstieß. Im Grunde ein eher beschissenes Fußballspiel. Gut, immerhin dramatisch (sehr). Aber gegen Griechenland, also bitte.

    Trotzdem verfickt nochmal history in the making und ich nicht nur live dabei, sondern den kompletten Gang der Cinderella live begleitet. Das mag jetzt sehr albern wirken und ist es bestimmt auch. Aber ich fühlte mich ob meiner absurden Freizeitgestaltung selten so versönlich in den Arm genommen und tief bestätigt. Uruguay, Italien, England. Meine Fresse.

    Riesen Spaß für Jung und Alt. Vielleicht trotzdem nichts, was man als schönstes Erlebnis des Sommers 2014 jedem erzählen kann. Aber ich werde es nie vergessen. Und wenn ich mich frage, warum ich mich so sehr für eine – mit Verlaub – langweilige Sportart wie Fußball begeistere: Costa Rica 2014. Das kann ich immer wieder hervorholen.

    ps: Ich habe kein Interesse an dem Gewinn. Mir würden ein oder zwei Kinder einfallen, die sich darüber freuen könnten (keine Ahnung), aber ich habe diese Frage allein aus Freude an der Fragestellung beantwortet. Sollten sich fünf andere Teilnehmer an der Verlosung finden, dann nimm mich fairerweise doch bitte raus.

  6. btw: Frankreich – Senegal und Kamerun – Argentinien hätte ich im Grunde genauso gut auswählen können. Vor allem ersteres. Aber dann hätte man sich schon wieder über meinen Hang zur Häme unterhalten müssen, und… Äh, Moment, das ist doch auch, was mich an… Ach, egal.

  7. Gut, Senegal – Frankreich hänge ich auch noch dran. In Nürnberg unterwegs, das Eröffnungsspiel aber verpennt. Auf einmal lautes Gebrüll in der Kneipe, an der wir gerade vorbeigehen. Siedend heiß fällt uns ein, dass das Spiel schon läuft. Als wir die Kneipe entern wollen, kommt ein schon vom alkohol reichlich mitgenommener Ureinwohner heraus, hält sich im Türrahmen fest und meint: „Dor für Senechal!“ Es traf in jeder Beziehung unser Humorbefinden…

  8. WM-Halbfinale 1998 in Frankreich, Brasilien gegen Niederlande. Ich schaute allein daheim unter Einfluss gewisser Mittel das Spiel und wurde Minute um Minute mehr in dessen Bann gezogen (zumindest meiner Erinnerung nach). Da auf unserem WG-Klo eine Poster der Niederländischen Elf hing (ohne besonderen Grund), war ich eher für Oranje. Als dann Franke de Boer (wieder meiner Erinnerung nach. Laut SZ war es scheinbar Edgar Davids. Wer hat da recht?) mit der perfektesten Grätsche, die ich bis dato gesehen habe, Ronaldo am 2:0 gehindert hat, war ich endgültig auf Seiten der Niederländer. Hatbens dann leider im Elfer-Schießen versemmelt, war trotzdem großartig

  9. Unfassbar geile Story, Holger. Fühle ich mega.

  10. WM 2014:
    Beginn der WM, Freitagabend in München, meine Freundin ist für das Wochenende zu Besuch und ich schaffe es gerade so sie zum Fußballschauen im Biergarten zu überreden. Dann dieses Spiel: Die Mannschaft vom Tulpengeneral perfekt im 5-3-2 eingestellt fährt durch die nicht zu haltenden Robben und Van Persie 5:1 über den (mir sowieso unsympathischen) amtierenden Welt- und Europameister drüber. Meine WM-Begeisterung ist nach dem verpfiffenen Eröffnungsspiel wieder geweckt

  11. Frage mich gerade, welches Spiel ich denn am geilsten fand ohne deutsch Beteiligung. Irgendwas mit Holland wird es wohl gewesen sein. Das 2:3 gegen Brasilien, glaub ich. Oder was gäbe es noch für Kandidaten? Hm.

  12. Das 10:1 von Ungarn gegen El Salvador war sicher auch geil, hab ich aber nicht gesehen. Nur den Torjubel des el-salvadorianischen Torschützen, der völlig abging über sein Tor.

  13. Der Trainer und ich auf der gleichen Wellenlänge. Zweimal Viertelfinale Holland, zweimal fusballerische Klasse gepaart mit unfassbarer Spannung und Dramatik: 1994 gegen Brasilien, 1998 gegen Argentinien. Beim zweiten Spiel das wohl schönste Tor kurz vor Schluss durch Bergkamp, aber 1994 hat für mich trotzdem die Nase vorn.

  14. Eigentlich wollte ich auch Niederlande vs. Argentinien hinschreiben, wegen Bergkamp und überhaupt. Wurde aber schon genannt. Deshalb: selbe WM, anderes Viertelfinale, Brasilien gegen Dänemark 3:2 – insgesamt eine großartige Leistung der Dänen, richtig gehend sensationell waren aber die Laudrup-Brüder, deren Eleganz ich immer sehr bewundernd habe. Kann mich sicher auch deshalb an das Spiel erinnern, weil meine Sympathien sehr eindeutig verteilt waren. Und weil die Stimmung in der Neusser Kneipe so famos war.

  15. WM-Finale 1998: FRA 3 BRA 0. Was für eine Machtdemonstration des neuen gegen den alten Weltmeister!
    Es hätte nicht notgetan, Ronaldo was in seinen Drink zu mixen. Die Blauen hätten auch so gewonnen.

  16. Die erste WM, die mein damals 10jähriges ich am Fernseher verfolgt hat, war 1982. Natürlich hatte ich damals den Fokus auf die deutsche Mannschaft gelegt, deren Leistungen zwischen legendär („Sevilla!“) bis berüchtigt („Algerien!“, „Battiston!“, „Gijon!“) schwankten. So war das erste WM-Spiel, das ich als neutraler Zuschauer verfolgt hatte, das Zwischenrundenspiel zwischen Italien und Brasilien. Die Brasilianer mit Zico und Socrates wären mit einem Unentschieden ins Halbfinale eingezogen, die bis dahin blassen Italiener mit dem bis dahin blassen Paolo Rossi brauchten einen Sieg. Und dann schoss eben dieser Rossi Italien im Alleingang zum Sieg und zum WM-Favoriten und schliesslich auch zum Titel (6 Tore hintereinander in 3 Spielen).

  17. 1990, Argentinien gegen Italien. Ich, 10 Jahre alt, im Sommerurlaub in Südtirol und zum ersten Mal die Euphorie für eine Nationalmannschaft miterlebt. Vor allem den Kellner im Restaurant, der auf Knien rutschend sein Tablett in die Luft schmiss beim Tor für Italien.
    Und dann die Enttäuschung als Italien verlor.

    Zweiter und dritter Platz: das oben schon genannte Frankreich-Senegal-Eröffnungsspiel 2002 und Milla gegen Higuita 1990.

  18. Und … hier haben wir die Gewinner der Ziehung:

    Mats Loser
    Thomas S.
    Christian Hanf
    Jan
    Johannes

    Herzlichen Glückwunsch!

    Den anderen natürlich ebenso vielen Dank fürs Mitmachen und für die Schilderung ihres liebsten WM-Spiels samt Begleitumständen wie den Gewinnern, die sich in Kürze über ein Tschuttli-Sammelheftli freuen dürfen.

  19. Mit Scham musste ich feststellen, dass mir auf Anhieb fast kein WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung einfallen wollte, das mir im Gedächtnis geblieben ist und bei dem ich nicht aus Häme gegen eine bestimmte Mannschaft geguckt hätte. Eines habe ich aber:

    WM 2014, Achtelfinale, Belgien – USA

    Ich war ohne Internet und musste mir daher die Spiele woanders ansehen. Normalerweise Fußball-Kneipen-Muffel, entdeckte ich auf diese Weise in Münster einige schöne Läden. Für dieses Achtelfinale am späteren Abend ging ich ins Bohème Boulette.

    Das Spiel ist mir sehr positiv im Gedächtnis geblieben. Die Belgier mit einer sehr jungen Mannschaft, die USA hatten sich in der Vorrunde durchgekämpft. Beide nicht unsympathisch, ich war aber für die Belgier, die zuletzt mehrere WMs verpasst hatten. Ein Hin und Her, doch ein Tor will nicht fallen. Dann in der Verlängerung, der für den starken Origi eingewechselte Lukaku und De Bruyne machen den Unterschied. Die Amerikaner verkürzen noch einmal und landen ihren Ehrentreffer, aber das war’s.

    Warum ich ebenfalls an das Spiel gute Erinnerungen hatte: Das Publikum! Entspannte, gut gelaunte Zuschauer beider Seiten. Ich meine, keiner hätte ein Trikot gehabt, stattdessen einer mit einer Art Reggae-Mütze, eine junge Dame mit Sommerkleid… völlig bunt gemischt.



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