Handgestoppt

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Das Interessante am Adjektiv-Präfix „hand-“ ist, dass es eigentlich eine Auszeichnung sein soll.

Ein „hand-“geirgendwastes ist immer besser als ein nicht-“hand“-geirgendwastes. Das gilt bestimmt für handgemachte Teekannen oder handgemachte Fußbälle. Für handgeblasene, ach nee, für handgeformte Sitzschalen oder für handgewaschene Wäsche, für handgezählte Zuschauer oder Mengen, für handgefühlte Temperatur.

Allein beim Adjektiv „handgestoppt“ gilt das nicht. So fürchte sich, wer mit dem Adjektiv „handgestoppt“ werben möchte, wenn es um die Laufbestleistung von Fußballern über die 100m-Distanz geht. Oder schäme sich, ganz nach Arbeitssituation.

2 Kommentare

  1. Handzahme Stürmer erhalten auch eher weniger Anerkennung als die Tiger ;-)

  2. Ich finde „handgestoppt“ hat sowas schön Spießiges, hat Potential zum Unwort des Jahres ;-)



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