Schon in den 1950er Jahren entschied sich der DFB dazu, bestimmte Spieler, die einmal Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gewesen waren, nach ihrer Karriere zum Ehrenspielführer zu ernennen. Zu jener Zeit hatte der DFB einzig die WM 1954 gewonnen, weshalb die erste Wahl nur auf Fritz Walter fallen konnte.
Seitdem wurden alle weiteren Kapitäne und Kapitäninnen zu Ehrenspielführern oder Ehrenspielführerinnen ernannt, die einen Titel mit der Nationalmannschaft gewannen. Im Falle von Bernard Dietz, der unter Trainer Jupp Derwall 1980 in Rom Europameister geworden war, ließ man sich dafür zwar 45 Jahre Zeit, doch immerhin erfolgte Dietz‘ Ehrung noch zu dessen Lebzeiten.
Liste Ehrenspielführer des DFB
| Spieler | seit |
| Fritz Walter | 1958 |
| Uwe Seeler | 1972 |
| Franz Beckenbauer | 1982 |
| Lothar Matthäus | 2001 |
| Bettina Wiegmann | 2004 |
| Birgit Prinz | 2013 |
| Jürgen Klinsmann | 2016 |
| Philipp Lahm | 2017 |
| Bernard Dietz | 2025 |
| Doris Fitschen | 2025 |
| Silvia Neid | 2025 |
Erste Frau in dieser Reihe war Bettina Wiegmann, nachdem der DFB 1970 das Fußballverbot für Frauen aufgehoben hatte und sich die deutschen Kickerinnen rasch zu regelrechten Titelhamstern entwickelten.
2025 wurden erstmals gleich drei Spieler bzw. Spielerinnen auf einmal ausgezeichnet. Am 7. November verlieh man diese besondere, für einen Spieler wohl höchste Ehre, an Bernard Dietz, Doris Fitschen und Silvia Neid. Im Falle von Doris Fitschen musste dies allerdings posthum erfolgen, da die viermalige Europameisterin im März desselben Jahres verstorben war. Die ebenfalls bereits verstorbenen Fritz Walter, Uwe Seeler und Franz Beckenbauer hatten diese Auszeichnung hingegen noch zu Lebzeiten erhalten.
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