Brüh im Glanze

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Ja, doch, es geht wirklich, dass Stars eine Hymne singen und sich dabei nicht ver-singen. Und auch, dass sie sogar ein wenig Stil haben. Anders ist das natürlich, wenn in Deutschland „Stars“ dazu gebeten werden, die Hymne zu singen. Da kommen dann eben nur Brühwürste bei raus.

Amy MacDonald singt die schottische Hymne vor einem Fußballspiel.

Brav.

18 Kommentare

  1. Schottland, Inbegriff der Motivation, warum man Fußball spielt.

  2. Dito.

    Wie wird das dort eigentlich gehandhabt? Wird immer Flower of Scotland gespielt? Ich meine Schottland hat ja keine offizielle Nationalhymne bzw. das ist eigentlich God save the queen. Stattdessen gibt es 3 inoffizielle: Eben jenes Flower of Scotland, Scotland the brave und Scots wha hae. Wechselt man da immer wieder?

  3. Laut http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/4837078.stm wird beim Fußball und Rugby wohl Flower of Scotland verwendet. Während bei anderen Meisterschaften (z.B. den Commonwealth Games) Scotland the Brave gespielt wird.
    Flower of Scotland wirkt besser zu Hause in Stadion mit Zehntausenden inbrünstig singenden Fans, Sotland the Brave eher bei bei kleineren Events, weil die Musik mehr im Vordergrund steht.

  4. Großartig!
    Und dank der Kommentare auch wieder was gelernt. :-)

  5. Sogar die Einlaufkinder singen mit.

    Generell wirkt das bei den Schotten doch stark nach Singen und weniger nach Grölen.

    Das ist einer der Momente, in denen man dann doch ganz gerne mal Profi wäre. Oder wenigstens Einlaufkind.

  6. Oder wenigstens Schotte.

  7. Trainer … das ist sie, die Gänsehaut auf der sich Käse reiben ließe …

  8. Unfassbar! Wahnsinnig gut!

  9. Ist das diese berühmte Tartan Amy?

  10. Dank sag ich mal Danke bis hierhin – siehe den Tweet oben rechts. Ich hoffe, es kommt noch in diesem Jahr beim Empfänger an.

  11. Auch ich habe eine Gänsehaut bekommen und ich habe mit Schottland fast gar nichts am Hut. Man merkt halt in jeder Sekunde, dass sie nicht einfach ein Lied hinträllert
    „This is such an honour for me and I feel so lucky to be asked. Everyone knows how patriotic I am, so I am not sure I will be able to do this without crying.“

    (Jetzt muss ich leider politisch werden:) Das ist aber wahrscheinlich der Grund, warum wir in Deutschland bei „Brüh im Kranze“ bleiben werden. Wir kriegen einfach keine gesunde Balance hin zwischen „Nie wieder Deutschland“ und „Deutschland, Deutschland über alles“. Ich fürchte wir brauchen erst den gesunden Patriotismus, bevor wir unsere eigene Amy haben werden.
    Außerdem: Immer wieder beeindruckend, welche Emotionen ein Spiel freisetzt, bei dem 22 Mann dem Ball hinterherjagen…

  12. Wär ja mal nett, sowas bei ner EM oder WM zu hören, aber dummerweise ist das Singen mittlerweile wohl das Beste am ganzen schottischen Spiel. Blöd jetzt.

  13. An alle, die beim ollen Haydn keine Gänsehaut bekommen: Das ist doch ein ganz anderes Stück Musikkultur. Spätes 18. Jahrhundert. Und durch die teilweise unerträgliche deutsche Geschichte auch noch ziemlich durch einen imaginären Wolf gedreht. Von einem Komponisten geschrieben, der dem österreichischen Kaiser huldigen wollte. Also im Grunde keine Nationalhymne, mit der man ein patriotisch gesonnenes Volk in Stimmung bringt, sondern ein Stück Gehorsams- und Verbeugungsmusik vor der Macht des Monarchen.
    Die Angelsachsen hatten zu jener Zeit gar nicht die Komponisten, die so etwas aufs Notenpapier hätten hieven können. Dafür haben sie mit ihrem Musikgefühl im 20. Jahrhundert verdammt stark nachgezogen. Und sie sind pragmatisch, wenn’s um Musik geht. Wir wir bekanntlich alle wissen, stammt „You Never Walk Alone“ aus einem Broadway-Musical. Ein gutes Import-Export-Geschäft im Tausch für die amerikanische Nationalhymne, die mal ein britisches Trinklied war.

  14. Ach so, ich hatte noch vergessen: Ich bin seit Jahrzehnten scotiaphil und finde seit meiner ersten Reise dorthin fast alles den Schotten gut. Dass sie keine vernünftige Fußballauswahl haben, bedaure ich umso mehr. Ihr solltet sie aber mal beim Curling sehen.

  15. Danke für diesen Beitrag. Wahnsinn.



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