Ein Pixies unter den Perlen

| 32 Kommentare

Es wird langsam ein bisschen viel mit den Videos und noch ein Video und noch ein Videopunkt. Nicht nur hier, sondern auch woanders. Dieses poussierliche Exemplar aber, ganz ehrlich, ist anders. Nicht weil es alt ist, nicht weil es englisch ist und auch nicht, weil es beim Guardian abgepencet ist. Bevor wir in die Diskussion gehen, bitte anschnallen. Und schauen. Den Geist frei mäandern lassen, sich keine Sorgen über den Ausgang des Spiels oder die handelnden Personen machen. Einfach nur eins werden mit dem Fluss, in dem dieses, na, nicht zu viel verraten. Also bitte anschnallen und schauen.

Und?

Wie geht’s jetzt?

Hat sich irgendetwas verändert?

Es ist immer noch nur das, was millionenfach täglich auf diesem Planeten passiert: Ein Mann schießt einen Ball zwischen ein Stangengerippe, woraufhin alle anderen Männer in seiner Nähe mit Oberbekleidung in derselben Farbe auf ihn zu eilen und den Eindruck erwecken, als wäre etwas sehr Erfreuliches passiert.

Dennoch ist hier etwas ganz anders als.

Wenn sich noch nicht besonders viel verändert hat, dann bitte noch mal schauen, jetzt gleich:

Und?

Irgendetwas Besonderes aufgefallen? (Die ausgefallene Geschichte, die hinter dem Tor steht, kann es ja nicht sein, die ist auch hier nicht das Thema.) Vielleicht noch mal schauen? Und noch mal? Und irgendwann muss es doch klingeln, was an diesem Tor, an dieser Szenerie so besonders ist. Bin mal gespannt, was da bei Euerlei ankommt, aber hier erscheint es glasklar wie Aspik. Stunned, sozusagen. Und nein: kein „Billiger Lacher“.

32 Kommentare

  1. Angenehm ist auf jeden Fall, dass nicht ständig die Kamera gewechselt wird. Heute natürlich unvorstellbar, könnte ja jemand das Spiel genießen.

  2. Da fallen mir viele Dinge auf, die zum Teil heute anders sind. Zum einen wird nach der kurzen Freude sofort zum Mittelkreis gelaufen. Zum anderen hat der Schütze des Tores sich den Ball in unnachahmlicher Manier selber ergattert.
    Aber was mir besonders auffiel, war der mitjubelnde Fan, der schroff von der Nummer 11 zur Seite gestoßen wird.
    Aber was meinst Du denn? Klär uns auf, bitte. :-)

  3. Aus Liebe zum Spiel. Punkt.

  4. dem Kommentator wird abrupt der Saft abgedreht?

  5. Ich finde, der Schuss sieht haltbar aus, aber sonst fällt mir nix auf…

  6. Ein übergewichtiger Vokuhila schießt ein Tor, weil er es schafft allen davonzurennen. Heute undenkbar!

  7. Ganz einfach: die Nummer 11 ist ein Vollpfosten. Einem Fan eine mitgeben, nur weil er das Tor seiner Mannschaft mitfeiern möchte? Tze.

  8. Beim ersten Ansehen meine ich erkannt zu haben, daß der Ball nach dem Schuß an die Latte an den Hinterkopf des Torwarts prallt, danach aber nie wieder. Bin ich betrunken?

  9. Die Abwehr weicht ja zurück bis in den Strafraum: grober Fehler. Irgendwann muss man den Ballführenden aufnehmen, sieht fast nach Absicht aus.

  10. Es ist wohl das, was man als gelungene Einzelaktion bezeichnet. Ich sehe nur einen Roten in Aktion. Von Anfang bs Ende.

  11. diese komische retro-player-leiste am anfang mitsamt dem mauszeiger?

  12. Vermutlich geht es hier wirklich um die Nummer 11, gehört in keinem Fall zusammen, Fußball und Gewalt.

  13. Vielleicht, weil England und Stehplätze für mich nie zusammen gehört: Aber ich finde, die durcheinander hüpfen-, springende Kurve fällt ins Auge. Und sie ist ziemlich voll.

  14. Ziemlich. In before Wellenbrecher

  15. Liverpool – Manchester United OHNE Fernsehkameras? Heute undenkbar und sollte es ein Vorbereitungsspiel der B-Mannschaften sein…

  16. Der vergebende weiße Spieler setzt nicht nach, nicht für’n Groschen. Die weiße Abwehr vergeigt kolossal. Die 10 macht ein haltbares Tor, der Torwart zögert zu lang und geht nicht raus. Die 11 haut dem „Fan“ eine rein.

    Alle Roten tragen schwarze Socken. Baade gibt ein Rätsel auf.

  17. Keinen einzigen Schnitt im gesamten Video – quasi nur eine Kamera im Stadion – glaube das ist das „ungewöhnliche“

  18. Würde heute auch nicht unbedingt geschnitten werden (vgl. EM 2008, Tor von Lahm geg.Türkei). Kann es also auch nicht sein, was des Trainers Sinne reizte.

  19. meine Eulerei dazu: kein Spieler würde sich heuter mehr über so einen Laufweg den Ball abholen.

  20. „Die eine Kamera, kein Schnitt“ ist in der „ausgefallenen Geschichte, die hinter dem Tor steht“ begründet, die hier laut Trainer aber ausdrücklich nicht das Thema ist. Aber sonst weiß ich auch nix.

  21. @stefano – spätestens die Jubelszene wird geschnitten (incl. Fäustchen-Angie!)

    siee hier: http://www.youtube.com/watch?v=Xsd1s3uxnVo

    Das ist im o.g. Video anders.

  22. Boah, Trainer, rück raus. Es reicht jetzt. Ich komm auch nicht drauf.

  23. das Besondere an dem Video ist, dass es der Trainer ausgesucht hat, um auf Zeit zu spielen ..

  24. So. Verzeihung erstmal, bitte, nein, das war hier kein Trick von mir, um auf Zeit zu spielen. Sobald der Problem-Trainer den Problem-Trojaner mit der Hilfe diverser Problem-Hotlines in den Griff bekommen hat, geht es auch weiter.

    Auflösen kann ich aber schon mal und ich würde sagen: den Jackpot, den es diesmal ausnahmsweise wie immer nicht gab, hätte Jannik gewonnen.

    Bei jedem Durchgang des Sehens umso magischer wirkt doch dieser Torjubel der Fans, der, wie oben Pekka ja schon treffend bemerkte, ohne Wellenbrecher stattfand. Mir erschien dieser Jubel beim Draufgucken (und wie gesagt immer wieder draufgucken) immer entrückender. Vor allem hat man doch während der Spielszene das Gefühl, dass das Publikum dem Spiel folgt. Also: dem Spiel folgt! Um dann nach dem erfolgreichen Torschuss quasi zu explodieren. Daher auch die adrette Pixies-Anspielung im Titel: laut-leise-laut-leise, also, das Publikum jetzt. Kein vom Spielgeschehen abgekoppelter Dauergesang, der dann bei einem Torerfolg auch nur so lala lauter wird, sondern zigtausend zusammengepferchte, ja verdammt, ich meine: Zuschauer, die darauf warten und gucken, was auf dem Spielfeld passiert, um dann umso ekstatischer zu sein, wenn das Tor fällt.

    Alle anderen Beobachtungen hier von Euch, vielen Dank, sind aber ebenso interessant, denn die meisten davon sind mir wiederum nicht aufgefallen, weder die Retroleiste noch der weggestoßene (wird er nicht lediglich abgeklatscht) Fan. Übergewichtig, da würde ich allerdings widersprechen, zumindest für jene Zeit nicht übergewichtig für einen Profi.

  25. Äh, okay, die SUN widerspricht mir schon mal und wählt Jan Mölby auf Platz 4 der top-ever-superduper übergewichtigen Fußballspieler aller Zeiten. Nett, wie man da auf englisch anscheinend gerne sagt: Mölby and his roly-poly physique.

  26. Und um allen, die das jetzt noch nicht er-Datenkrak-t haben noch mal die Geschichte vom TV-Streik und der Story rund um das Verschollensein dieses Tores zu zeigen, auf das Herr Wieland anspielt, hier der Link zur Story dahinter.

  27. Jetzt wosdes sagst, schäme ich mich fast schon, nicht darauf gekommen zu sein, denn Du hast natürlich recht Trainer. Gigantic!

  28. Sorry nochmal…Ehre, die Jannik gebührt: ich werde ihn nie wieder überlesen.

  29. Pingback: Trainer Baade » Ins Abenteuerland für alle Sinne

  30. Heroenfußball.

  31. Die Tribüne sieht auch unglaublich aus, aber das wesentlichere ist für mich der Mann, der das Tor geschossen hat.
    Rennt dem Ball in der eigenen Hälfe hinterher, erobert ihn im zweiten Versuch, rennt bis zum gegnerischen Sechzehner und zieht ab.

    Wann hat man das das letzte Mal gesehen?
    Heute gäbe es da doch schon längst verschieben, doppeln und Spielverlagerung.



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.