Ein Sechstel Stillstand

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[Update] Heute Abend ist es dann soweit. Ich bin eingeladen zu einem netten Menschen, der das WM-Finale 1982 komplett auf DVD besitzt. Nennt mich bescheuert, aber ich werde mich mit der Stoppuhr daneben setzen. Resultat dessen gibt es aber erst morgen, weil danach noch das obligatorische monatliche Fußballquiz ansteht. Hat er wirklich … 14 Minunten lang … ? Morgen werden wir es wissen.

Da dies noch nicht von anderen Quellen bestätigt wurde, ist es mit Vorsicht zu genießen, könnte auch eine urban legend sein. Wenn es stimmt, gibt es allerdings keinen Zweifel, dass die Rückpassregel eine wunderbare Idee war und ist:

Während der WM 1982 in Spanien soll Dino Zoff im WM-Finale zwischen Italien und Deutschland den Ball insgesamt 14 Minuten lang unter Kontrolle gehabt haben, fast ein Sechstel der Spielzeit.

6 Kommentare

  1. Die Rückpassregel fand ich auch ohne den Hinweis auf Dino Zoff schon gut. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich mich regelmäßig darüber ärgerte, dass x-mal zurück zum Torwart gespielt wurde, der so lange wartet, bis ein Gegenspieler kommt, um dann den Ball aufzunehmen (was man natürlich auch heute noch sieht, allerdings nicht nach Rückpass), dann wieder zum Mitspieler wirft und im Zweifelsfall das gleiche Spiel nochmal.
    Das war in der Tat eine der wenigen (der ohnehin schon raren) Regeländerungen, die von Anfang an sinnvoll war. Wobei es in der ersten Zeit ja noch hieß, dass eine Rückgabe zum Torwart *mit dem Fuß* nicht mehr erlaubt sei, sodass die ersten Schlaumeier über den Rasen rutschten und mit dem Knie zurückspielten. Bis die Regel dann auf das ganze Bein ausgedehnt wurde.

  2. Würde mich nicht wundern. Habe das Bild vor Augen.

    Gehörte zu meinen ersten WM-Impressionen überhaupt: ein Typ, der ein bißchen wie der Vater der Mannschaft wirkte, hält den Ball.

    Tippt ihn dreimal auf, drückt ihn fest an die Brust, späht in die Ferne, gestikuliert. Rollt ihn einige Meter, nimmt ihn wieder auf. Wartet. Zeigt dem nahenden deutschen Spieler die kalte Schulter. Weicht aus. Schaut. Schlägt aaaaab.

    Eine Sequenz für die Ewigkeit.

  3. Ich bin für eine Verschärfung der Rückpassregel:

    Es sollte verboten sein, den Ball kontrolliert zum Tormann zu passen – egal ob der ihn dann mit der Hand oder mit dem Fuß spielt. Diese Regel könnte man auf den Strafraum bschränken.

    Das würde den Fußball noch schneller machen und die nervigen Rückpässe aus 40 Metern verhindern, die nur zum Ziel haben, Pressing zu unterbinden.

  4. Pingback: Trainer Baade » Zoff-Time: Eine Legende als solche entlarvt

  5. Empfindest Du das wirklich als so notwendig, sind diese Rückpässe so häufig? Sind sie nicht schon ausreichend Fehlerquelle und somit risikobehaftet, dass man sie als Teil des Spiels einfach beibehalten kann?

  6. Oliver, dann müssten die Mannschaften für das Scheitern des schnellen Aufbauspiels wieder einen sich fallen lassenden Spieler abstellen – die Rückkehr des Libero. Oder auf risikoreiches Aufbauspiel verzichten – die Rückkehr des Kick‘n'Rush.



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