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Schlagwort: Italien

Ewige Einsatzliste der Serie A

Die Serie A. Lange Zeit war sie das Nonplusultra im Vereinsfußball, vor allem in den 1980er und 1990er Jahren, auch, wenn sich in den 1980er Jahren die Bundesliga eine Zeit lang als die „stärkste Liga der Welt“ rühmte. Die großen Stars spielten aber auch damals schon in Italien. Sei es Diego Maradona beim SSC Neapel, sei es der spätere UEFA-Präsident Michel Platini bei Juventus Turin. In den 1990ern setzte dann auch unter den besten deutschen Spielern im Fußball der Exodus Richtung Süden über die Alpen ein. Die Zahl der Nationalspieler, die gleichzeitig auf dem Feld standen, aber in der Serie A ihre Brötchen verdienten, betrug da schon mal annähernd 50 %. Angefangen einst mit Karl-Heinz Schnellinger waren es dann Hans-Peter Briegel und Rudi Völler, die diesen Trend wieder aufnahmen, ehe in den 90ern etliche folgten. Von ewigen Lothar Matthäus über Jürgen Kohler bis hin zu Thomas Doll. Wobei hier noch etliche Namen deutscher Spieler fehlen.

Zwar sind auch jetzt wieder einige deutsche Spieler in Italien aktiv. Doch richtig lange halten und hielten es die wenigsten in Italien aus, sieht man vielleicht einmal von Oliver Bierhoff ab, der in der Serie A sogar Torschützenkönig wurde. Irgendwann war es vorbei mit der Herrlichkeit des italienischen (Vereins-) Fußballs, zumindest strömten die ganz großen Stars inzwischen nach England oder Spanien. Auch, wenn Cristiano Ronaldo mit seinem Wechsel von Real Madrid zu Juventus Turin sich diesem Trend gegenläufig entschied – ein Hinweis auf neue Größe der Serie A ist dies noch lange nicht. Zumal sich in der Serie A derselbe Trend zeigt wie in der Bundesliga: In Juventus Turin hat man hier einen Seriensieger, der schon oft vor dem letzten Spieltag als Meister feststeht. Da lohnt sich nicht mal ein Wetttipp auf den Meister in Italien, schon eher ein Besuch bei Casumo ein Online Casino. Überhaupt nahmen es die Italiener in diesem Bereich nicht immer so genau. Schon 1982 war Paolo Rossi wegen Manipulationen gesperrt, in diesem Jahrhundert musste Juventus zwangsabsteigen in die Serie B, weil es nachweislich Schiedsrichter bestochen hatte. Davon hat es sich bekanntlich inzwischen schon lange wieder erholt, nicht aber unbedingt die generelle Stärke der Serie A.

Trotz all dieser Legionäre befindet sich in den hier dargestellten Top 15 der Spieler mit den meisten Einsätzen keine von ihnen. Ausnahmslos italienische Legenden sind hier zu finden, wie ein Blick in diese Liste verrät.

Meiste Einsätze in Italiens Serie A

Hier also die Liste der Top 15 nach Einsätzen in der Serie A.

Spieler Clubs Spiele
1. Paolo Maldini AC Mailand 647
2. Gianluigi Buffon AC Parma, Juventus Turin 640
3. Francesco Totti AS Rom 618
4. Javier Zanetti Inter Mailand 615
Gianluca Paliguca Sampdoria Genua, Inter Mailand, FC Bologna, Ascoli Calcio 592
6. Dino Zoff Udinese Calcio, AC Mantova, SSC Neapel, Juventus Turin 570
Pietro Vierchowod Como Calcio, AC Florenz, AS Rom, Sampdoria Genua, Juventus Turin, AC Mailand, Piacenza Calcio 562
8. Roberto Mancini FC Bologna, Sampdoria Genua, Lazio Rom 541
9. Silvio Piola US Pro Vecelli, Lazio Rom, Juventus Turin, Novara Calcio 537
10. Enrico Albertosi AC Florenz, Cagliari Calcio, AC Mailand 532
11. Gianni Rivera US Alessandria Calcio, AC Mailand 527
12. Guiseppe Bergomi Inter Mailand 519
13. Alberto Gilardino Piacenza Calcio, Hellas Verona, AC/FC Parma, AC Mailand, AC Florenz, CFC Genua, FC Bologna, US Palermo, FC Empoli, Delfino Pescara 514
14. Cira Ferrara SSC Neapel, Juventus Turin 500
15. Giovanni Galli AC Florenz, AC Mailand, SSC Neapel, Torino Calcio, AC Parma 496

Stand der Daten ist der 1. Februar 2019.

Francesco Totti spielte hier fast 20 Jahre seine Heimspiele mit AS Rom in der Serie A.

Francesco Totti spielte hier fast 20 Jahre seine Heimspiele mit AS Rom in der Serie A, im Olympiastadion Rom.

Topstars in der Liste, angeführt von einer Legende

Führender ist also eine absolute Legende im italienischen Fußball: Paolo Maldini. Er hält auch viele weitere Rekorde im italienischen Fußball und sogar im internationalen (z. B. ältester Torschütze in einem Endspiel der Champions League, in der er auch in den Top 10 der Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen steht). Dieser hier aber, die meisten Spiele überhaupt in der Geschichte der Serie A absolviert zu haben, ist sicher der herausragendste. So bemerkenswert, dass man beim AC Milan seine Rückennummer nicht mehr vergibt.

Doch auch die meisten anderen Namen stammen von Legenden des Weltfußballs. Interessant, dass der Drittplatzierte Francesco Totti seine gesamte Karriere bei einem Verein (AS Rom) verbracht hat, genauso wie es bei Paolo Maldini (AC Mailand) der Fall war. Zudem begannen beide ihre Karrieren logischerweise in sehr jungen Jahren und spielten bis ins hohe Alter noch selbst auf dem Platz.

Buffon ist Maldini auf den Fersen

Unbedingt beachtenswert ist, dass der Zweitplatzierte, der Weltmeister von 2006, Gianluigi Buffon, immer noch in der Serie A aktiv ist. Nach seinem einjährigen Intermezzo bei Paris St. Germain kehrte er zu Juventus zurück und ist dort die Nr. 2 hinter dem Stammtorwart. In der Saison 2019/20 kam er aber schon zweimal in der Serie A zum Einsatz, sodass es gut möglich ist, dass er den in Führung liegenden Paolo Maldini noch ein- oder überholt. Sicher ist das aber natürlich keineswegs.

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Liste der Rekordmeister pro Land in Europa

Es ist gar kein so neues Phänomen, wie man als unbedarfter Beobachter vielleicht annimmt. Auch vor den Zeiten der immer größer werdenden finanziellen Unterschiede zwischen den Top-Clubs eines Landes und deren ersten Verfolgern war es schon so, dass einige wenige Clubs den Fußball in einem Land dominierten. Dies ist schlicht ein allgemeines Prinzip, sofern man keine geschlossenen Systeme wie im US-Sport verbreitet etabliert. Wo der Erfolg ist, und das ist allzu häufig auch in den größten Städten des jeweiligen Landes, generiert der Fußball mehr Einnahmen, mehr Strahlkraft und verstärkt eine auch geographisch und strukturell existierende Ungleichheit auch im Sport. Zumindest ab dem Moment, in dem in diesem auch Geld verdient wird und das ist im Fußball bekanntlich seit seinen Kindertagen an der Fall. Schließlich waren es Wirte in England, die die ersten Fußballspiele organisierten, damit Zuschauer anlockten und so für sich für Umsatz sorgen konnten.

Mögen es damals noch nur ein paar Schillinge gewesen sein und es sich heute um Milliarden von Euro oder auch Dollar handeln, die mit dem Fußball generiert werden, ob per Merchandising, per TV-Rechten, Zuschauereinnahmen und Catering oder Wettlizenzen für Anbieter wie z. B. Ladbrokes – die großen Clubs eines Landes sind heute meist noch dieselben wie vor 80 oder 100 Jahren – und wen wundert’s? – sie befinden sich tatsächlich fast immer in den größten Städten eines Landes. Und so finden wir in der hier vorliegenden Liste der jeweiligen Rekordmeister eines Landes fast ausschließlich Clubs aus der jeweiligen Hauptstadt, sofern die Einwohnerzahl eines Landes eine bestimmte Schwelle nicht überschreitet und es mehrere, annähernd gleichwertige Zentren in einem Land gibt.

Allerdings sind hier die Rekordmeister pro höchster Liga erfasst. Wenn es so wie in Deutschland, schon lange Meisterschaften gab, ohne dass diese in einer landesweiten Liga ausgespielt wurden, kommen diese hier nicht zum Tragen.

Liste der Rekordmeister pro Mitglied der UEFA

Land Rekordmeister Titel
Albanien KF Tirana 24
Andorra FC Santa Coloma 11
Armenien FC Pjunik Erewan 14
Aserbaidschan Neftci Baku 8
Belgien RSC Anderlecht 34
Bosnien und Herzegowina FK Zeljeznicar Sarajewo 6
Bulgarien ZSKA Sofia 31
Dänemark FC Kopenhagen 12
Deutschland FC Bayern München 27
England Manchester United 13
Estland FC Flora Tallinn 11
Färöer HB Torshavn 26
Finnland HJK Helsinki 13
Frankreich AS Saint-Etienne 10
Georgien Dinamo Tiflis 16
Gibraltar Lincoln Red Imps FC 22
Griechenland Olympiakos Piräus 44
Irland Shamrock Rovers 17
Island KR Reykjavik 26
Israel Maccabi Haifa 7
Italien Juventus Turin 34
Kasachstan FK Astana 5
Kosovo FC Prishtina 17
Kroatien Dinamo Zgreb 19
Lettland Skonto Riga 15
Luxemburg Jeunesse Esch 24
Moldawien Sheriff Tiraspol 16
Montenegro FK Podgorica 3
Niederlande Ajax Amsterdam 25
Nordirland Linfield FC 52
Nordmazedonien Vardar Skopje 10
Norwegen Rosenborg Trondheim 26
Österreich Rapid Wien 32
Polen Gornik Zabrze 14
Portugal Benfica Lissabon 36
Rumänien Steaua Bukarest 26
Russland Spartak Moskau 10
San Marino Tre Fiori 7
Schottland Celtic Glasgow 5
Schweden Malmö FF 20
Schweiz GC Zürich 27
Serbien Partizan Belgrad 8
Slowakei SK Slovan Bratislava 8
Slowenien NK Maribor 14
Spanien Real Madrid 33
Tschechien Sparta Prag 12
Türkei Galatasaray 21
Ukraine Dynamo Kiew 15
Ungarn Ferencvaros Budapest 29
Wales The New Saints FC 12
Weißrussland BATE Borrisov 15
Zypern APOEL Nikosia 27

Natürlich krankt die Vergleichbarkeit dieser absoluten Zahlen daran, dass sie jeweils nach der natürlich nicht einheitlich erfolgten Gründung der jeweils aktuellen Liga mit ihrer Zählung begannen. Für England heißt das zum Beispiel, seit Einführung der Premier League 1992, alles, was davor geschah, zählt nicht. Tatsächlich hat beispielsweise Manchester United bereits 20 Meistertitel gewonnen, ist damit auch absoluter Champion bzw. Rekordmeister in England. Die große Mehrheit dieser 20 Titel gewann man aber, 13 nämlich, erst nach Einführung der Premier League, währen der FC Liverpool, der mit 18 Titeln die zweithäufigsten Meistertitel gewann, noch keinen einzigen Titel in der Premier League gewann.

Vor allem in vielen Ländern im früheren Ostblock inklusive Jugoslawien sind die jeweiligen Landesligen noch sehr jung, sodass man hier eben nur in wenigeren Fällen auf so einen klar dominierenden Club kommt. Das wird sich im Laufe der Zeit sicher noch ausweiten, wobei ein Land in der Regel auch zwei oder drei große Clubs verträgt, wie es für die Niederlande typisch ist, für Spanien und mit Juventus, Inter und AC auch für Italien. Allein in Deutschland ist es so, dass der FC Bayern 50 % aller Titel in der Bundesliga gewonnen hat – und die beiden nächstbesten Clubs, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach kommen jeweils nur auf 5 und das auch meist nur in einer sehr speziellen Phase ihrer Existenz. Aber damit ist man europaweit auch nicht völlig alleine, wobei sich ein solches Phänomen wie eingangs erwähnt meist eher in kleineren Ländern zeigt.

Stand der Daten ist Sommer 2019.

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Alle Triple-Sieger im europäischen Vereinsfußball

In Deutschland schaffte bislang nur ein Club das sogenannte „Triple“, den Gewinn von nationaler Meisterschaft, Pokal und der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister in einer Saison. Nicht nur die Kenner werde sich an den Triumph von Wembley erinnern, als Jupp Heynckes seinen FC Bayern München zu diesem erstmaligen Triple führte. Erstmalig für diesen Club und erstmalig für einen deutschen Club überhaupt. Dabei gab es immerhin schon 5 weitere Male deutsche Sieger der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister. Das nationale Double aber konnte vor 2013 uns bislang auch nach 2013 niemand diesem Titel hinzufügen.

International gesehen ist ein solches „Triple“ aber gar nicht so selten, wie man vielleicht annehmen würde. Das zeigt der Blick auf alle bisherigen Gewinner eines solchen Triples im europäischen Vereinsfußball. Ein Begriff übrigens, den man im Deutschen aus dem Englischen entlehnt hat, während man dortselbst in diesem Fall von einem „Treble“ spricht. Aber das sind nur sprachliche Feinheiten, wichtiger sind zumindest hier jene auf dem Platz.

Liste aller Triple-Sieger in Europa

Aufgeführt sind hier jeweils alle Clubs, die in einer Saison zwei nationale Titel und die Champions League bzw. den Europapokal der Landesmeister gewannen. Zu anderen Konstellationen weiter unten mehr. Schon 1967, also bereits kurze Zeit nach Gründung der Europapokale überhaupt, machte ein schottischer Club den Anfang mit den Triples.

Jahr Team Nation
1966/67 Celtic Glasgow Schottland
1971/72 Ajax Amsterdam Niederlande
1987/88 PSV Eindhoven Niederlande
1989/99 Manchester United England
2008/09 FC Barcelona Spanien
2009/10 Inter Mailand Italien
2012/13 FC Bayern München Deutschland
2014/15 FC Barcelona Spanien
2019/20 FC Bayern München Deutschland

Wie so häufig ist auch hier der FC Barcelona bislang das Maß aller Dinge, gewann er doch als einziger Club zweimal das „große“ Triple im Fußball in Europa.

Inzwischen hat neben dem FC Barcelona auch der FC Bayern München zweimal das Triple gewonnen.

Doch wo es ein „großes“ Triple gibt, muss es auch ein kleines Triple geben und dem ist auch so. Das kleine Triple besteht aus dem Gewinn eines der anderen Europapokale, UEFA-Pokal, Europa League oder dem Europapokal der Pokalsieger plus dem nationalen Double. Dies gelang auch bereits einigen Clubs, aber seltener als das große Triple, was nicht erstaunt, spielen die national stärksten Teams doch in der Regel auch in der Champions League mit – und nicht in der Europa League. Da dies zu Zeiten des UEFA-Pokals aber noch anders war, stammen mit Ausnahme des letzten Siegers des kleinen Triples, FC Porto, auch aus jener Zeit, als der UEFA-Pokal, wenn auch in anderer Form als zu Beginn, noch existierte.

Alle Gewinner des kleinen Triples

Jahr Team Nation
1981/82 IFK Göteborg Schweden
1999/00 Galatasaray Istanbul Türkei
2002/03 FC Porto Portugal
2004/05 ZSKA Moskau Russland
2010/11 FC Porto Portugal

Alle fünf Clubs gewannen dabei übrigens eben jenen UEFA-Pokal bzw. die Europa League. Einen Triple-Gewinner, der den Europapokal der Pokalsieger holte, gab es nie und wird es zumindest nach heutigem Stand der Dinge auch nicht geben.

Zumindest 2019 wird man keinen Neueintrag in dieser Liste erleben. Denn beide Europapokale werden definitiv von englischen Mannschaften gewonnen werden. Das nationale Double in England aber hat sich bereits Manchester City unter Pep Guardiola gesichert, wie man sich erinnert in der Liga mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Liverpool, der aber noch die Champions League gegen Tottenham Hotspur gewinnen – oder eben auch verlieren kann.

Damit ist klar, in der Saison 2019/20 wird ein neuer Anlauf gemacht werden, den bisher 8 großen Triples in Europa ein 9. Kapitel hinzuzufügen. Welche Teams das sein werden, die diesen Titel angreifen, ist ebenso klar. Es sind die Schwergewichte des Vereinsfußballs, Real Madrid, FC Barcelona, dazu Juventus und PSG sowie die großen englischen Clubs und der FC Bayern München. Aus England sind das für die kommende Saison der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, Manchester City und der FC Chelsea, der gerade die Europa League gewann. Und dann gibt es – selten genug zwar, aber es gibt sie – immer mal wieder auch Außenseiter, die in die Phalanx der Großen einbrechen können. Zuletzt war Ajax Amsterdam, früher öfter mal der FC Porto, der immerhin schon zweimal das kleine Triple gewonnen hat. Ob und falls ja, für wen es 2020 zu einem neuerlichen Triple reicht, kann man natürlich auch mit einer Wette begleiten, die man in einem der Online-Dienste platzieren kann, die neben ihrer ständigen Verfügbarkeit rund um die Uhr auch mit sicheren und bequemen Zahlungsmethoden zu überzeugen wissen. Am besten hält man Ausschau nach Top Casinos und Wettenanbietern die PayPal beim Online Wetten akzeptieren, was sich im Netz natürlich enorm anbietet.

Triple-Sieger bei den Frauen

Auch bei den Frauen wird ein Europapokal ausgespielt. Da hier die Dominanz einzelner Clubs noch größer ist als bei den Männern, gab es trotz der relativ jungen Historie des Europapokals der Frauen hier ebenfalls bereits einige Triple-Sieger.

Jahr Team Nation
2001/02 1. FFC Frankfurt Deutschland
2006/07 Arsenal LFC England
2007/08 1. FFC Frankfurt Deutschland
2011/12 Olympique Lyon Frankreich
2012/13 VfL Wolfsburg Deutschland
2015/16 Olympique Lyon Frankreich
2016/17 Olympique Lyon Frankreich
2018/19 Olympique Lyon Frankreich

Hier ist die Wahrscheinlichkeit natürlich deutlich höher als bei den Männern, denn solche Übermannschaften wie Olympique Lyon oder der VfL Wolfsburg dominieren den heimischen Fußball noch mehr als es beim FC Bayern München bei den Männern der Fall ist – und sind auch europaweit kaum zu schlagen.

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Alle Sieger der Wahl zum Trainer des Jahres in Italien

Genauso wie dies in Deutschland erst seit etwa zwei Dekaden der Fall ist, wird auch in Italien erst seit kürzerer Zeit ein „Trainer des Jahres“ bestimmt. Während dies in Deutschland das Fachmagazin „Kicker“ übernimmt, ist es in Italien die Vereinigung der Fußballspieler, nämlich die Associazione Italiana Calciatori, die diese Entscheidung fällt. Während in der entsprechenden Liste für Deutschland aber wesentlich mehr Varianz, nicht nur bei den Namen, sondern vor allem bei den von den Ausgezeichneten trainierten Teams herrscht, ist diese Angelegenheit vor allem in den letzten Jahren doch eine ziemlich einseitige Angelegenheit geworden.

Die erste Auszeichnung dieser Form wurde im Jahr 1997 verliehen. Offenbar kommen nur Trainer infrage, die im italienischen Vereinsfußball tätig waren. Anders lässt es sich kaum erklären, dass im Jahr 2006 nicht der Weltmeistertrainer Marcello Lippi die Auszeichnung erhielt, sondern im Gegenteil sogar jemand, dessen Club nicht einmal die Meisterschaft in der Serie A gewonnen hatte. Verliehen wird der Preis im Rahmen der Veranstaltung „Oscar di Calcio“, also eine Oscar-Verliehung des Fußballs in Italien.

Liste Trainer des Jahres Italien

Alle Personen, die die Auszeichnung zum „Trainer des Jahres“ in Italien erhielten sieht man hier übersichtlich in einer Liste.

Jahr Sieger Team
1997 Marcello Lippi Juventus
1998 Marcello Lippi Juventus
1999 Alberto Zaccheroni AC Mailand
2000 Sven-Göran Eriksson Lazio Rom
2001 Carlo Ancelotti Juventus
2002 Luigi Delneri Chievo Verona
2003 Marcello Lippi Juventus
2004 Carlo Ancelotti AC Mailand
2005 Facio Capello Juventus
2006 Luciano Spalletti AS Rom
2007 Luciano Spalletti AS Rom
2008 Cesare Prandelli AC Florenz
2009 Jose Mourinho Inter Mailand
2010 Jose Mourinho Inter Mailand
2011 Massimiliano Allegri AC Mailand
2012 Antonio Conte Juventus
2013 Antonio Conte Juventus
2014 Antonio Conte Juventus
2015 Massimiliano Allegri Juventus
2016 Massimiliano Allegri Juventus
2017 Maurizio Sarri SSC Neapel
2018 Massimiliano Allegri Juventus
2019 - -
2020 - -

Serienmeister Juventus ist also zuletzt fast immer hier als Sieger vertreten, wobei es doch wechselnde Charaktere sind, die Juventus zu ihren großen Erfolgen führte. Maurizio Sarri vom SSC Neapel war in den letzten Jahren die einzige Ausnahme. Massimiliano Allegri ist nun schon viermal als Gewinner vertreten, so oft wie kein anderer Trainer vor ihm. Ganz ähnlich wie in der Bundesliga ist auch in Italiens Serie A kaume in Kraut gegen das übermächtige Juventus gewachsen.

Conte, Ancelotti und Sarri im Rennen

Weshalb sich Wetten auf den Meister im Fußball in diesem Land weniger lohnen, sofern nicht eine Überraschung geschieht. Letztens war der SSC Neapel drauf und dran, genau diese Überraschung zu schaffen, scheiterte aber im Jahr 2018 kurz vor Schluss. Aktuell ist es (Stand Anfang 2020) Inter Mailand, das sich relativ erfolgreich auf die Jagd von Juventus gemacht hat. Nur einen Punkt liegt man hinter dem Serienmeister. Da lohnen sich auch Wetten wieder darauf, wie die Partien in der Serie A ausgehen, was natürlich immer ein bisschen Zocken bedeutete, wie man es auch hier erleben kann. Inter hat erst ein Spiel verloren, Juventus noch gar keines. Favoritensiege sind also recht wahrscheinlich in der Taktikhochburg Italien. Gleichzeitig fallen auch viel mehr Tore als früher, weshalb auch Wetten in Bezug auf die Zahl der erzielten Tore wieder Spaß – und Gewinne! – bringen können. Interessanterweise ist jener Maurizio Sarri, seines Zeichens Kettenraucher, von Neapel über den Umweg Premier League inzwischen Trainer bei Juventus. Bei Inter Mailand ist es Antonio Conte, der von 2012 bis 2014 jeweils als Coach von Juventus zum Trainer des Jahres in Italien gekürt wurde. Beim SSC Neapel hält derzeit Carlo Ancelotti das Amt des Trainers inne, der ebenfalls als Trainer von Juventus 2001 diese Auszeichnung erzhielt. Nicht viel Fluktuation also unter den Trainern bei den Topclubs.

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Zahl der Teams pro Ausrüster der WM 2002 bis 2018

Die WM 2018 steht vor der Tür. Das heißt auch wieder: 32 Teams werden nicht nur um den WM-Titel kämpfen, sondern auch jeweils mit einem Logo eines Ausrüsters auf der Brust Werbung für diesen machen. Zweieinhalb große Ausrüster gibt es im Fußball, zwei davon wurden zumindest in Deutschland gegründet und werden zumindest hierzulande auch weiterhin als deutsche Unternehmen wahrgenommen, auch wenn sich die – international geprägten – Besitzverhältnisse dort ständig ändern. Die Rede ist natürlich von Adidas und Puma, die auch noch von zwei später verfeindeten Brüdern gegründet wurden und somit beide aus derselben kleinen Stadt stammen. Aus Herzogenaurach bei Nürnberg. Der dritte der großen Player bei den Ausrüstern im Fußball ist der amerikanische Hersteller Nike.

Adidas meistens Sieger – aber nicht immer

Richtig interessant wurde es im Fußball trotz der jahrzehntelangen Ko-Existenz von Adidas und Puma in dieser Angelegenheit ohnehin erst, seit es diesen Markt für die Trikots (und Hosen und Stutzen) der Nationalmannschaften gibt, auf dem jeder Fan sich ein solches Trikot kaufen kann. Das begann erst irgendwann in den frühen 1990er Jahren. Deshalb soll unser Blick auf die jeweils pro Ausrüster ausgestatteten, an einer WM teilnehmenden Teams auch erst in diesem Jahrhundert anfangen, also mit der WM 2002. Interessant ist in jedem Fall, zu sehen, wie sehr sich die Anteile auch innerhalb der großen Zweieinhalb verschieben, selbst Puma stellte einmal den Löwenanteil der WM-Teilnehmer. Zudem gibt es einige Teams, die stets mit einem festen „Exoten“ unter den Ausrüstern auflaufen. So wird Costa Rica seit Jahr und Tag von Joma ausgestattet und Dänemark von der einheimischen, eigentlich im Handball beheimateten, Marke Hummel. Dazu schwört Slowenien auf Uhlsport und Umbro rüstet eigentlich immer die Teams von den Britischen Inseln aus. Ansonsten aber verschiebt sich doch sehr viel im Laufe der Jahre.

 

Teams pro Ausrüster bei der WM 2002

Adidas ist bei unserer ersten Bestandsaufnahme Sieger, wenn auch recht knapp vor Nike. Das Turnier mit den meisten Exoten unter den Ausrüstern, wobei gerade Atletica und L-Sporto hierzulande wohl noch nie jemand gehört haben dürfte. Nicht allzu verwunderlich, statteten sie doch beide Teams aus Lateinamerika aus. Puma ist bei dieser erstmals in zwei Ländern ausgetragenen WM ziemlich schwach vertreten, doch das sollte sich rasch ändern.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

8

Nike

4

Puma

2

Umbro

1

Hummel

1

Kappa

1

Uhlsport

1

Marathon

1

Joma

1

Atletica

1

Le coq sportif

1

L-Sporto

Teams pro Ausrüster bei der WM 2006

Bei der WM in Deutschland fiel Adidas auf den dritten Rang sogar hinter Nike zurück. Sieger bei dieser Heim-WM war dann Puma, mit nicht weniger als 12 Teams, die den im Sprung befindlichen Puma auf ihrem Trikot trugen. Toller Effekt für Puma: Erstmals trug mit der Nationalmannschaft von Italien auch der Weltmeister Puma als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Puma

8

Nike

6

Adidas

2

Umbro

2

Lotto

1

Marathon

1

Joma

 

Nur vier Jahre später hatte sich wieder die alte Rangordnung hergestellt. Adidas als Platzhirsch knapp vor Nike, dahinter dann Puma, gefolgt wiederum von einigen Exoten. Brooks dürfte ebenso unbekannt gewesen und auch heute noch sein wie zuvor L-Sporto. Das ändert sich offenbar nicht durch die Teilnahme an nur einer WM als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

9

Nike

7

Puma

1

Brooks

1

Legea

1

Umbro

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2014

Erneut dieselbe Rangordnung mit allerdings sehr engen Verhältnissen. Jeweils nur ein Team unterschied die beiden Top-Drei Ausrüster, wobei Adidas diesmal in doppelter Hinsicht der lachende Sieger war: die meisten Teams gestellt und auch das Trikot des Weltmeisters produziert, der da bekanntlich Deutschland hieß. Burrda war mehr oder wenig einmalig der Ausrüster von Belgien, die anderen kleineren Ausrüster dürfte man kennen.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

9

Nike

8

Puma

1

Lotto

1

Burrda

1

Marathon

1

Uhlsport

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2018

Hier ist natürlich noch nicht klar, welcher Ausrüster schließlich den Weltmeister stellen wird. Ist es wieder Adidas mit Deutschland oder Spanien? Eher Nike mit Brasilien? Oder vielleicht ausnahmsweise mal Umbro mit England? Die Rangordung ist jedenfalls erneut die standardmäßige, wobei Puma viel Pech hatte mit den Teams, die es ausrüstet, allen voran mit dem sonst immer qualifizierten vierfachen Weltmeister Italien, der in der Qualifikation in den Playoffs an Italien scheiterte. Errea freut sich als Ausrüster von Island über deren erstmalige Teilnahme an einer WM, mit Dänemark kehrt auch Hummel in den Kreis der WM-Ausrüster zurück. Neu in diesem Kreis ist „New Balance“, das zum ersten Mal als Ausrüster Teams an einer WM hat.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

10

Nike

4

Puma

2

New Balance

1

Errea

1

Hummel

1

Uhlsport

1

Umbro

Natürlich weiß noch niemand, wer bei dieser WM 2018 den Titel davontragen wird. Sollte die deutsche Mannschaft gewinnen, wäre sie laut Süddeutscher Zeitung die erste seit Brasilien 1962, die ihren Titel verteidigt. Damit wäre sie auch die erste in der „Fußball-Neuzeit“, in der auch Teams außerhalb von Europa und Südamerika ernsthafte Konkurrenten geworden sind; zudem sich der Fußball rasant entwickelt hat und es viel schwieriger geworden ist, einen solchen Titel zu bestätigen. Wer einen Tipp darauf wagen will, welches Team nun tatsächlich Weltmeister werden will, kann das beim Anbieter Betway tun — und würde sich damit natürlich auch festlegen, welcher Ausrüster die WM „gewinnt“. Das kann man übrigens auch noch einmal als Überblick festhalten, für den Zeitraum, den wir hier ins Auge gefasst haben:

WM

Weltmeister

Ausrüster des Weltmeister

2002

Brasilien

Nike

2006

Italien

Puma

2010

Spanien

Adidas

2014

Deutschland

Adidas

2018

?

?

Man darf in jedem Fall gespannt sein, welcher Ausrüster sich bei der WM 2018 darüber freuen darf, das eines der von ihm ausgestatteten Teams den Titel holte.

 

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Die drei Karrieren der Musketiere

Ohhh, ja, wenn die Rubriken hier noch seriös gepflegt würden, müsste man spätestens jetzt die Rubrik „Oppa erzählt vom Krieg“ eröffnen. Allerdings hieße der Oppa hier nicht Trainer Baade, sondern Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk. Zum Glück, denn nicht zuletzt deshalb fehlt allen drei Dokus das Pathos und es werden auch weniger schöne Aspekte nicht ausgespart.

Drei ganz besondere Figuren des deutschen Fußballs werden hier beleuchtet, alle drei lange Zeit Nationalspieler, zwei Vize-Weltmeister, ein Weltmeister, alle drei mit Stationen im Ausland, einer hernach sogar noch Trainer der Nationalmannschaft. Aber, wie hier allzu häufig üblich, alle drei auch Figuren mit ihrem Zenit in den 1980er Jahren.

Dennoch: Auf Sportbusiness-Messen wird heutzutage die Mär verbreitet, man müsse immer auch eine Geschichte um einen Sportler herumerzählen können, am besten sollten diese einen Hamster besitzen, der Zirkusstückchen vorführen kann. Bei allen diesen drei Typen hier hingegen reichte das, was man auf dem Spielfeld zu sehen bekam. Weiß irgendjemand, mit wem Briegel verheiratet war oder ist? Welches Auto Rudi Völler fuhr? Was Toni Schumacher als Hobby hatte? Sie alle erzählten ihre jeweils eigene Geschichte in dem Sport, den sie ausübten. Was ihrer Epoche geschuldet sein mag, in der es eben keine Sendezeit für allzu viel Boulevard rund um den Sport gab. Was aber auch dem geschuldet sein mag, dass sie ihren jeweils eigenen Werdegang mit auf den Platz nahmen. Ein Umstand, den man auch erfühlte, ohne diesen zu kennen.

Das allerdings kann man hier nachholen in drei sehenswerten Dokus, jeweils knapp eine Dreiviertelstunde lang, schaut sich gut weg und ist doch erhellend. Die Jugendtrainer ebenso zu Wort kommen lässt wie frühere Mitspieler, einstige Trainer, aber auch einordnende Journalisten. Und wie oben erwähnt fehlt trotz des Blicks hinter die Kulissen jegliches Schmierantentum und so kann man diese drei Karrieren wirklich genießen, schließlich kommen Spielszenen jeweils auch nicht zu kurz.

In den Karrieren jener drei Musketiere nämlich, als da wären:

Toni Schumacher

Natürlich kommt eine Doku bei diesem wie eine entfesselte Bestie haltenden Torhüter nicht am Thema „Battiston“ vorbei. Doch hier liegt der Schwerpunkt auf den Anfängen der Karriere, in der sich damals noch „Harald“ Schumacher ein Zimmer mit der ebenfalls auftretenden Schwester teilen musste. Wer hätte gedacht, dass der harte Toni — man erfährt auch, warum er so genannt wird — inzwischen Kunstsammler ist? Und wie das so war, als er dann „Anpfiff“ veröffentlichte, durchaus mit Stimmen anderer Menschen als den sonst üblichen. Und wie er nach beinahe zwei Jahrzehnten Funkstille dann doch wieder bei seinem Effzeh einsteigen durfte und auch wollte. Prädikat: Toni hält zumindest hier den Ball.

Rudi Völler

Dass der nette Volksheld, von diesem getauft auf den Namen „ein‘ Rudi Völler“, auch ganz anders kann als nett zu sein, weiß man spätestens seit seiner Scheißdreck-und-Käse-Rede nach einem 0:0 auf Island. Manch Fußballnation wäre heutzutage bekanntlich froh über ein 0:0 auf Island oder sogar in einem EM-Achtelfinale, doch das war damals gänzlich anders. Wie auch Völlers Karriere noch so ganz anders verlief als die heutigen Fußballkarrieren. Auch er in „bescheidenen Verhältnissen“ aufgewachsen, wie man euphemistisch für jene ganz am Ende der Leiter der Wirtschaftskraft gerne sagt, auch er von seinem Heimatverein erst im Quasi-Erwachsenenalter zu seinem ersten Proficlub gewechselt, dauerte Völlers Karriere weit über die Zeit als Aktiver hinaus. Von den Anfängen in Hanau bis zur Sportdirektorzeit beim Bayer, kommen hier auch die weniger lobhudelnden Stimmen zu Wort. Der Rudi, der cholerische Volkstribun, der erst in letzter Zeit ein wenig von seiner Strahlkraft verliert. Und die zweieinhalb Minuten vom un- redseligen Calli erträgt man hier auch gut, zumal der Blick auf die Zeit in Italien dafür entschädigt. Einzig von Olympique Marseille wollte wohl niemand etwas zu Rudi Völler sagen. Welche Gründe das wohl haben könnte? Prädikat: Die liebe „Tante Käthe“ kann auch anders.

Hans-Peter Briegel

Wer sah je Bilder von Hans-Peter Briegel bei einem seiner Leichtathletik-Wettkämpfe? Vom deutschen Jugendmeister im Weitsprung? Wer hat je ein Interview mit dessen Leichtathletik-Trainer gehört? Wer weiß heute noch von der immensen Torgefahr des eigentlich ja Verteidiger spielenden Briegels? Und wer könnte sich heute vorstellen, dass jemand erst mit 16 (!) mit dem Vereinsfußball beginnt und hinterher Vize-Weltmeister ist. Viele Stimmen vom Beginn der Karriere der „Walz aus der Pfalz“ und noch dazu viele Bilder aus seiner Zeit in Italien, die man ja hier damals nicht zu sehen bekam. Prädikat: Hoch gehopst, weit gesprungen.

Durchaus alle drei sehenswert für verschneite Abende unter der Woche, jetzt, da die Bundesliga mal wieder beinahe komplett nicht den Winter im Europapokal überstehen wird.

Danach freuen wir uns dann auf die kommenden Dokus, wie das so war, im Internat von Julian Draxler, im Internat von Leroy Sané und ganz besonders die Doku zur wilden Zeit im Internat von Toni Kroos.

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Bayern, BVB, Schalke, Union, Arsenal, Barça, DFB, Italien etc. – Trikot nach Wahl gewinnen

FC ArsenalNoch ist nicht ganz Weihnachten, also nennen wir es eine Nikolausaktion, besser ein Gewinnspiel zu Nikolaus. unisportstore.de ist so gütig, ein Trikot zur Verlosung bereitzustellen. Bis 75 Euro hat man die freie Auswahl. Da einige Trikots deutlich günstiger sind als üblich, kommt man damit vielleicht sogar auf anderthalb Trikots, in jedem Fall aber wird man eines gewinnen.

Was muss man tun, wie läuft es ab?

Ab heute bis übernächsten Freitag, den 9. Dezember, 12h mittags, läuft das Gewinnspiel. Zur Teilnahme muss man nur diese eine folgende Frage beantworten, das aber in mindestens 5 sinnvollen Sätzen. Danach wird ausgelost, es kommt also nicht darauf an, ob die Antwort hier gefällt oder nicht. Da auf dieser Seite bekanntlich nicht die Riesenmassen vorbeischauen, dürfte die Gewinnchance beinahe einmalig hoch sein. Und natürlich könnte man den so zu gewinnenden Gutschein auch noch selbst weiterverschenken, falls man selbst nicht unbedingt ein neues Trikot benötigt oder aus diversen Gründen nicht in einem solchen gewandet sein möchte.

ArgentinienZur Auswahl steht fast alles, was das Herz begehrt. Trikots aller großen und mittelgroßen deutschen Clubs sind verfügbar, ebenso Trikots von diversen Nationalmannschaften und zudem, eher selten, auch Trikots aus beispielsweise der belgischen, der portugiesischen oder dänischen Liga. Natürlich auch aus der Premier League, Serie A etc. pp. Den kompletten Überblick findet man hier.

Top-Auswahl also. Alles, was man tun muss, ist diese Frage sinnvoll zu beantworten, und schon nimmt man am Gewinnspiel teil. Natürlich muss man dafür eine gültige Email-Adresse angeben, die aber, und das ist ein großes Plus hier, nicht zu Marketingzwecken noch sonst etwas missbraucht oder verkauft wird. Selbstverständlich.

Welches war das erste echte Trikot, das Du je besaßt?

Ein paar Gedanken dazu, ob es gefiel oder nicht, und wie es dazu kam, wären auch noch nett.

(Echt bedeutet hier nicht original, sondern von einem Proficlub oder einem Nationalteam und nicht von einer Jugendmannschaft.)

Bonusfrage (die aber keine Auswirkungen auf die Verlosung hat): Wo ist dieses gute Stück jetzt?

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Alle Torschützenkönige in Italien

Wie sich die Verhältnisse doch ändern können. 36 Tore erzielte Gonzalo Higuain, der Torschützenkönig der abgelaufenen Saison in Italiens Serie A. Damit erzielte er nicht weniger als fast zweieinhalb mal so viele Tore als Diego Maradona, der 1988 mit nur 15 Treffern für den SSC Neapel ebenfalls Torschützenkönig war. Auch Michel Platini traf 1983 gerade 16 mal ins gegnerische Tor und in jener Saison gelangen keinem anderen Spieler mehr Tore. In den tiefen 1980ern erfüllte die Serie A eben das Klischee von einer extrem defensiv orientierten Liga, in der kaum Tore fallen (man schaue sich nur die Ergebnisse von diesem Spieltag an).

Heutzutage ist das anders, wie auch schon der Wert des einzigen Deutschen, der in der Serie A Torschützenkönig wurde, demonstrierte. Oliver Bierhoff gewann diesen Titel 1998 mit 27 Treffern für Udinese Calcio.

Saison Torschützenkönig Mannschaft Tore
2018/2019 - -
2017/2018 Mauro Icardi
Ciro Immobile
Inter Mailand
Lazio Rom
29
29
2016/2017 Edin Dzeko AS Rom 29
2015/2016 Gonzalo Higuaín SSC Neapel 36
2014/2015 Mauro Icardi Inter 22
Luca Toni Hellas Verona 22
2013/2014 Ciro Immobile FC Turin 22
2012/2013 Edinson Cavani SSC Neapel 29
2011/2012 Zlatan Ibrahimovic AC Milan 28
2010/2011 Antonio Di Natale Udinese Calcio 28
2009/2010 Antonio Di Natale Udinese Calcio 29
2008/2009 Zlatan Ibrahimovic Inter 25
2007/2008 Alessandro Del Piero Juventus 21
2006/2007 Francesco Totti AS Rom 26
2005/2006 Luca Toni ACF Fiorentina 31
2004/2005 Cristiano Lucarelli AS Livorno 24
2003/2004 Andriy Shevchenko AC Milan 24
2002/2003 Christian Vieri Inter 24
2001/2002 David Trezeguet Juventus 24
Dario Hubner Piacenza Calcio 24
2000/2001 Hernán Crespo Lazio Rom 26
1999/2000 Andriy Shevchenko AC Milan 24
1998/1999 Amoroso Udinese Calcio 22
1997/1998 Oliver Bierhoff Udinese Calcio 27
1996/1997 Filippo Inzaghi Atalanta 24
1995/1996 Igor Protti FC Bari 1908 24
Giuseppe Signori Lazio Rom 24
1994/1995 Gabriel Batistuta ACF Fiorentina 26
1993/1994 Giuseppe Signori Lazio Rom 23
1992/1993 Giuseppe Signori Lazio Rom 26
1991/1992 Marco van Basten AC Milan 25
1990/1991 Gianluca Vialli Sampdoria 17
1989/1990 Marco van Basten AC Milan 19
1988/1989 Aldo Serena Inter 22
1987/1988 Diego Maradona SSC Neapel 15
1986/1987 Pietro Virdis AC Milan 17
1985/1986 Roberto Pruzzo AS Rom 19
1984/1985 Michel Platini Juventus 18
1983/1984 Michel Platini Juventus 20
1982/1983 Michel Platini Juventus 16
1981/1982 Roberto Pruzzo AS Rom 15
1980/1981 Roberto Pruzzo AS Rom 18
1979/1980 Roberto Bettega Juventus 16
1978/1979 Bruno Giordano Lazio Rom 19
1977/1978 Paolo Rossi Vicenza Calcio 24
1976/1977 Francesco Graziani FC Turin 21
1975/1976 Paolino Pulici FC Turin 21
1974/1975 Paolino Pulici FC Turin 18
1973/1974 Giorgio Chinaglia Lazio Rom 24
1972/1973 Paolino Pulici FC Turin 17
Giuseppe Savoldi Bologna FC 17
Gianni Rivera AC Milan 17
1971/1972 Roberto Boninsegna Inter 22
1970/1971 Roberto Boninsegna Inter 24
1969/1970 Luigi Riva Cagliari Calcio 21
1968/1969 Luigi Riva Cagliari Calcio 20
1967/1968 Pierino Prati AC Milan 15
1966/1967 Luigi Riva Cagliari Calcio 18
1965/1966 Vinicio Vicenza Calcio 25
1964/1965 Sandro Mazzola Inter 17
Alberto Orlando ACF Fiorentina 17
1963/1964 Harald Nielsen Bologna FC 21
1962/1963 Pedro Waldemar Manfredini AS Rom 19
Harald Nielsen Bologna FC 19
1961/1962 Aurelio Milani ACF Fiorentina 22
Altafini AC Milan 22
1960/1961 Sergio Brighenti Sampdoria 27
1959/1960 Omar Sivori Juventus 27
1958/1959 Antonio Angelillo Inter 33
1957/1958 John Charles Juventus 28
1956/1957 Da Costa AS Rom 22
1955/1956 Gino Pivatelli Bologna FC 29
1954/1955 Gunnar Nordahl AC Milan 27
1953/1954 Gunnar Nordahl AC Milan 23
1952/1953 Gunnar Nordahl AC Milan 26
1951/1952 John Hansen Juventus 30
1950/1951 Gunnar Nordahl AC Milan 34
1949/1950 Gunnar Nordahl AC Milan 35
1948/1949 Stefano Nyers Inter 26
1947/1948 Giampiero Boniperti Juventus 27
1946/1947 Mazzola Juventus 29
1942/1943 Silvio Piola Lazio Rom 21
1941/1942 Aldo Boffi AC Milan 22
1940/1941 Héctor Puricelli Bologna FC 22
1939/1940 Aldo Boffi AC Milan 24
1938/1939 Héctor Puricelli Bologna FC 19
Aldo Boffi AC Milan 19
1937/1938 Giuseppe Meazza Inter 20
1936/1937 Silvio Piola Lazio Rom 21
1935/1936 Giuseppe Meazza Inter 25
1934/1935 Enrico Guaita AS Rom 28
1933/1934 Felice Borel Juventus 32
1932/1933 Felice Borel Juventus 29
1931/1932 Pedro Petrone ACF Fiorentina 25
Angelo Schiavio Bologna FC 25
1930/1931 Rodolfo Volk AS Rom 29
1929/1930 Giuseppe Meazza Inter 31
1928/1929 Gino Rossetti FC Turin 36
1927/1928 Julio Libonatti FC Turin 35
1926/1927 Anton Powolny Inter 22
1925/1926 Ferenc Hirzer Juventus 35
1924/1925 Mario Magnozzi AS Livorno 19
1923/1924 Heinrich Schönfeld FC Turin 22

Ingesamt präsentiert sich diese Liste der Torschützenkönige in Italien durchaus als ein Who is Who im europäischen und teils auch im Weltfußball. Neben den bereits erwähnten Diego Maradona, Michel Platini und auch – immerhin Europameister – Oliver Bierhoff finden sich Namen wie Amoroso, Zlatan Ibrahimovic, Francesco Totti oder Filipo Inzaghi in der Liste. Aus früheren Jahren sind Legenden wie Giuseppe Meazza, der Schwede Gunnar Nordahl oder aus den 1960ern Luigi Riva in der Liste zu finden.

Wandel in der Spielweise in Italien

Während man zu Oliver Bierhoffs Zeiten diesem am liebsten noch einen Helm empfohlen hätte — schauen Sie hier — so häufig erzielte er Tore mit dem Kopf, nämlich beinahe ausschließlich, hat sich der Fußball auch in Italiens Serie A absolut gewandelt und Gonzalo Higuain, der mit 36 Treffern Gino Rossettis Rekord von 1929 (!) einstellte, war fast nur noch mit dem Fuß erfolgreich. Derart erfolgreich, dass er mittlerweile von Juventus vom SSC Neapel weggekauft wurde.

Absoluter Rekordhalter ist übrigens auch im stolzen Italien ein Ausländer. Gunnar Nordahl wurde als einziger 5x in der Serie A Torschützenkönig, in den Jahren 1950 bis 1955. Zum Vergleich: Gerd Müller wurde 7x Torschützenkönig der Bundesliga.

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Alle Schiedsrichter der EM 2016

Für die EM 2016 wurden 18 Schiedsrichter samt ihrer jeweiligen Assistenten nominiert. Hinzu kommen einige Ersatzschiedsrichter, die hier nicht aufgelistet sind. Im Folgenden also die Liste mit jenen 18 Glücklichen, welche bei der EM 2016 in Frankreich einige Partien leiten dürfen.

Einer von ihnen wird zudem das Glück haben, als Schiedsrichter eines EM-Finals in die Annalen des Fußballs einzugehen. Wer das sein wird, wird aber wie üblich erst im Verlaufe des Turniers entschieden werden.

Unter den Auserwählten befinden sich auch Schiedsrichter aus Ländern, die sich nicht für die EM qualifiziert haben, wie beispielsweise die Niederlande, Serbien oder Norwegen. Anders als bei der WM gibt es bei einer EM keine Proporz-Regelung, sodass die besten Schiedsrichter Europas auf dem Platz sein werden. Im folgenden also die komplette Liste der Schiedsrichter für das Turnier in Frankreich.

Liste der Schiedsrichter der EM 2016

Name Geburtsdatum Land
Martin Atkinson 31.03.1971 England
Felix Brych 03.08.1975 Deutschland
Cüneyt Cakir 23.11.1976 Türkei
Mark Clattenburg 13.03.1975 England
William Collum 18.01.1979 Schottland
Jonas Eriksson 28.03.1974 Schweden
Ovidiu Hategan 14.07.1980 Rumänien
Sergej Karasew 12.06.1979 Russland
Viktor Kassai 10.09.1975 Ungarn
Pavel Kralovec 16.08.1977 Tschechien
Björn Kuipers 28.03.1973 Niederlande
Szymon Marciniak 07.01.1981 Polen
Milorad Mazic 23.03.1973 Serbien
Svein Moen 22.01.1979 Norwegen
Nicola Rizzoli 05.10.1971 Italien
Damir Skomina 05.08.1976 Slowenien
Clement Turpin 16.05.1982 Frankreich
Carlos Velasco Carballo 16.03.1971 Spanien

Vor dem Turnier in Frankreich hat das Regelboard übrigens einige Änderungen beschlossen, die größtenteils nur der Verkürzung der Regeln dienen. Allerdings gibt es auch zwei, drei Neuigkeiten, die tatsächlich einen großen Einfluss auf das Spiel haben werden. So fällt z. B. die sogenannte Dreifachbestrafung dann weg, wenn der Verteidiger wirklich versuchte, den Ball zu spielen oder zu klären. Genaueres dazu im folgenden Abschnitt.

Wichtige Änderungen, die die Schiedsrichter umsetzen müssen

Der Kicker listet alle Änderungen bei den Regeln vor diesem Turnier auf. Einige Kleinigkeiten wurden geändert, aber auch einige entscheidende Dinge. Die wichtigsten hier im Überblick:

  • bei einem Foul im Strafraum, das zu einem Strafstoß führt, gibt es eine Rote Karte nur noch dann, wenn der Angriff des Verteidigers nicht im Kampf um den Ball geschah
  • der Ball darf beim Anstoß nun auch nach hinten gespielt werden
  • wenn ein Spieler durch ein Foul verletzt wird, das zu einer Karte für den Foulenden führt, muss er nicht mehr außerhalb des Spielfeldes behandelt werden
  • bei Fouls außerhalb des Spielfeldes gibt es nun einen Freistoß auf der Linie des Feldes, bislang gab es danach Schiedsrichterball
Wer wird Finalschiedsrichter?

Spannend ist bei einem großen Turnier natürlich auch immer die Frage, wer das Finale leiten darf. Wahrlich – auch aus Sicht von Nichtschiedsrichtern – eine besondere Ehre. Aus deutscher Sicht hofft man natürlich stets, dass es keinen deutschen Schiedsrichter im Finale geben wird. Das wäre schließlich nur dann möglich, wenn die deutsche Nationalmannschaft das Finale nicht erreicht.

Bei einer EM gab es bislang nur einen deutschen Schiedsrichter in einem Finale. Zufällig auch das einzige Mal, als ein deutscher Trainer die Europameisterschaft gewann, aber nicht mit der deutschen Mannschaft.

Bei der EM 2004 pfiff Dr. Markus Merk die Partie zwischen Griechenland und Gastgeber Portugal, die die Griechen unter Otto Rehhagel zum Europameister machte.

Heißer Kandidat ist Mark Clattenburg, der schon das CL-Finale leitete und allgemein sehr geschätzt wird. Ebenfalls als sehr gut eingeschätzt wird Cüneyt Cakir aus der Türkei, der in seinem gesamten Auftreten samt Körpersprache überzeugt.

Dazu bleibt natürlich die Frage, welche beiden Mannschaften überhaupt das Finale bestreiten werden. Wer dazu eine Ahnung hat und auch schon zum Verlauf des gesamten Turnier, der kann sich vielleicht hier mit dem einen oder anderen Tipp zur EM 2016 versuchen.

Schiedsrichter aus Deutschland ist wie schon bei der WM 2014 Dr. Felix Brych, obwohl er in der abgelaufenen Bundesliga-Saison auch viele Kritiker hatte. Die Gremien sind aber weiterhin von ihm überzeugt. Alle deutschen Fans hoffen aber natürlich – siehe oben – dass Brych das Finale nicht leiten wird.

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Alle Fußballer des Jahres der CONCACAF

Kaum zu glauben, aber wahr: Ausgerechnet im CONCACAF existiert eine Wahl zum „Fußballer des Jahres“ schon am längsten von allen Konföderationen. Dabei würde man nicht gerade Nordamerika – Mittelamerika schon eher – als Wiege des Fußballs bezeichnen. Doch es gab auch damals schon, 1916, Clubfußball in den USA und so stammen die ersten Gewinner dieser Wahl allesamt aus den Vereinigten Staaten. Heutzutage ist die Regelung dergestalt, dass ein Spieler entweder im Bereich der CONCACAF tätig ist oder irgendwo sonst auf der Welt spielt, aber aus einem der Mitgliedsländer des CONCACAF stammt. So kommt es zustande, dass einerseits der deutsche Weltmeister und spätere US-Legionär Franz Beckenbauer schon mal „Fußballer des Jahres“ der CONCACAF war, andererseits Spieler von Hansa Rostock oder des VfB Stuttgart diese Wahl für sich entscheiden konnten.

Hier der Blick auf die gesamte, inzwischen über 100 Spieler umfassende Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF.

Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF

Jahr Spieler Nation Verein
1916 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1917 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1918 Harry Ratican USA Bethlehem Steel F.C.
1919 Jock Ferguson USA Bethlehem Steel F.C.
1920 Jimmy Dunn USA Ben Millers
1921 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1922 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1923 Tommy Fleming Schottland J&P Coats
1924 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1925 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1926 James White Schottland Fall River Marksmen
1927 Davie Brown USA New York Giants
1928 Barney Battles USA Boston Wonder Workers
1929 James White Schottland Fall River Marksmen
1930 Bertram Patenaude USA Fall River Marksmen
1931 Billy Gonsalves USA New York Yankees
1932 Bertram Patenaude USA New York Giants
1933 Billy Gonsalves USA Stix, Baer and Fuller F.C.
1934 Aldo Donelli USA Curry Silver Tops
1935 Hilario López Mexiko Necaxa
1936 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1937 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1938 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1939 Bertram Patenaude USA Philadelphia Passon
1940 Charley Ernst USA Baltimore FC
1941 Martí Ventolrà Spanien Atlante
1942 Rafael Meza Costa Rica Moctezuma
1943 Manuel Alonso Mexiko Marte
1944 Billy Gonsalves USA Brooklyn Hispano
1945 Roberto Aballay Argentinien Asturias
1946 Isidro Lángara Spanien España
1947 Adalberto López Mexiko León FC
1948 Adalberto López Mexiko León FC
1949 Adalberto López Mexiko León FC
1950 Frank Borghi USA St. Louis Simpkins-Ford
1951 Jack Cowan Kanada FC Dundee
1952 Alex Sánchez Cruz Costa Rica Saprissa
1953 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1954 José Luis Lamadrid Mexiko Necaxa
1955 Julio Palleiro Uruguay Necaxa
1956 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1957 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1958 Carlos Lara Argentinien CD Zacatepec
1959 Errol Crossan Kanada Norwich City
1960 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1961 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1962 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1963 Amaury Epaminondas Brasilien Oro
1964 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1965 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1966 José Alves Brasilien América
1967 Amaury Epaminondas Brasilien Deportivo Toluca
1968 Fernando Hernández Costa Rica Saprissa
1969 Gustavo Peña Mexiko Cruz Azul
1970 Ignacio Calderón Mexiko CD Guadalajara
1971 Enrique Borja Mexiko América
1972 Horacio López Salgado Mexiko Cruz Azul
1973 Javier Guzmán Mexiko Cruz Azul
1974 Emmanuel Sanon Haiti Don Bosco FC
1975 Evanivaldo Castro Brasilien UNAM Pumas
1976 Pelé Brasilien New York Cosmos
1977 Franz Beckenbauer Deutschland New York Cosmos
1978 Cristóbal Ortega Mexiko América
1979 Bob Lenarduzzi Kanada Vancouver Whitecaps
1980 Giorgio Chinaglia Italien New York Cosmos
1981 Jorge González El Salvador CD FAS
1982 Gilberto Yearwood Honduras Real Valladolid
1983 Victor Moreland Nordirland Tulsa Roughnecks
1984 Rock Davis USA New York Cosmos
1985 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1986 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1987 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1988 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1989 Paul Caligiuri USA Hansa Rostock
1990 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1991 Hugo Perez USA Örgryte IS
1992 Claudio Suárez Mexiko UNAM Pumas
1993 Luis Roberto Alves Mexiko Necaxa
1994 Tab Ramos USA Betis Sevilla
1995 Alexi Lalas USA Calcio Padova
1996 Marco Etcheverry Bolivien D.C. United
1997 Carlos Hermosillo Mexiko Cruz Azul
1998 Luis Hernández Mexiko Necaxa
1999 Dwight Yorke Trinidad und Tobago Manchester United
2000 Rafael Márquez Mexiko AS Monaco
2001 Paolo Wanchope Costa Rica Manchester City
2002 Brad Friedel USA Blackburn Rovers
2003 Landon Donovan USA San José Earthquakes
2004 Roberto Brown Panama Sheriff Tiraspol
2005 Kasey Keller USA Borussia Mönchengladbach
2006 Oswaldo Sánchez Mexiko CD Guadalajara
2007 Pável Pardo Mexiko VfB Stuttgart
2008 Guillermo Barros Schelotto Argentinien Columbus Crew
2009 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2010 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2011 Chicharito Mexiko Manchester United
2012 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2013 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2014 Keylor Navas Costa Rica Real Madrid
2015 Chicharito Mexiko Bayer 04 Leverkusen

Allgemein interessiert man sich in Europa immer noch wenig für den amerikanischen Fußball und wenn, dann meist eher für den südamerikanischen. Anders sieht das natürlich aus, wenn Spieler aus dem Bereich der CONCACAF in Europa tätig ist. Was zwar immer häufiger wird, aber zumindest für die Bundesliga abgesehen von Spielern aus Mexiko oder dann und wann aus den USA immer noch selten der Fall ist.

Dabei ist der Fußball in Nord- und Mittelamerika nicht nur für Freunde von Sportwetten oder anderen Online-Games interessant. Natürlich kann man sein Glück bei Wetten auf die Spielausgänge der MLS versuchen oder mit diesem Gutschein für Onlinespiele gleich unabhängig davon online spielen. Doch die einzelnen Ligen bieten auch so alles, was das Fußballerherz begehrt, sieht man vielleicht von den großen Zuschauerzahlen in Mitteleuropa ab.

Und wie die Liste oben zeigt, sind auch immer wieder interessante Spieler in dieser Region tätig. Heutzutage, aber auch vor fast 100 Jahren schon. Bester Spieler aller Zeiten aus der CONCACAF, nimmt man diese Auszeichnung zugrunde, ist dann aber doch wieder jemand aus Mexiko, das auch ansonsten die führende Kraft in dieser Konföderation darstellt.

Häufigste Sieger der Wahl zum Fußballer des Jahres der CONCACAF

Die folgende Liste zeigt noch die vergleichsweise wenigen Menschen, die diese Wahl mehrfach gewinnen konnten. Rekordhalter ist Hugo Sanchez mit 5 Auszeichnungen.

Spieler Nation Häufigkeit
Hugo Sanchez Mexiko 5x
Landon Donovan USA 3x
Billy Gonsalves USA 3x
Bertram Petenaude USA 3x
Joe Kenneway Kanada 3x
Jose Cadona Honduras 2x
Amaury Epaminondas Brasilien 2x
Harold Brittan England 2x
James White Schottland 2x
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Alle Teams der EM 2016 samt Ausrüster

Die kommende EM 2016 in Frankreich wirft ihre Schatten voraus. Die qualifizierten Teilnehmerländer stehen — ebenso wie der Spielplan der EM — fest. In diesen Tagen findet auch die Gruppenauslosung für die sechs Vorrundengruppen des Turniers statt. Trotz einiger widriger Einflüsse steigt die Vorfreude auf das Turnier, an dem zum ersten Mal 24 aller UEFA-Mitglieder teilnehmen. Das bedeutet, dass lediglich 8 Teams von 24 und somit gerade ein Drittel aller Qualifikanten nach der Vorrunde ausscheidet. Das wiederum hat zur Folge, dass die 16 besten Teams ins Achtelfinale einziehen. Mit Sicherheit wird der eine oder andere „Kleine“ dieses Ziel erreichen und seine Fans vor Ort und in der Heimat schwer verzücken.

Wie er in diesem Fall auch seinen Trikot-Ausrüster verzücken würde, denn schließlich gibt es neben einer WM keine größere, mehr oder weniger kostenlose Werbebühne für die Ausrüster, die die Trikots und sonstigen Elemente der Spielkleidung der 24 Länder herstellen.

Dabei gibt es trotz der hohen Zahl an Teilnehmern gerade mal 2 Exoten in der Riege der Ausrüster zu finden, welche ansonsten von den klassischen „zweieinhalb“, also den großen adidas und Nike und dem beinahe-großen Puma beherrscht wird.

Nur zwei Exoten unter den EM-Ausrüstern

Die beiden Exoten finden sich wenig überraschend bei kleineren Nationen. Zum einen wäre da Rumänien zu nennen, das von Joma ausgerüstet wird. Das spanische Unternehmen rüstet noch einige weitere Nationalmannschaften aus (u. a. Bulgarien), ist aber nur mit Rumänien bei der EM in Frankreich vertreten.

Der zweite wäre das hierzulande sicher gänzlich unbekannt Erreà, das aus Torrile in Italien stammt, aber vornehmlich britische Clubs der unteren Ligen ausstattet. Von daher ist die Wahl, auch Island auszurüsten sowohl gedanklich als auch geographisch nicht so weit entfernt. Erreà darf sich glücklich schätzen, dass Island die Qualifikation geschafft hat und für seine Produkte in Frankreich schaulaufen wird.

Neben den großen dreien gibt es mit Umbro zwar noch einen weiteren Ausrüster, der nur eine Nationalmannschaft einkleidet (Irland), allerdings darf man Umbro als auch langjähriger Ausrüster von England sicher nicht zu den Kleinen auf dem Markt zählen.

Die übrigen drei Ausrüster verteilen sich wie folgt auf die qualifizierten Nationalmannschaften:

Land Ausrüster
Albanien adidas
Belgien adidas
Deutschland adidas
England Nike
Frankreich Nike
Irland Umbro
Island errea
Italien Puma
Kroatien Nike
Nordirland adidas
Österreich Puma
Polen Nike
Portugal Nike
Russland adidas
Rumänien Joma
Schweiz Puma
Schweden adidas
Slowakei Puma
Spanien adidas
Ungarn adidas
Wales adidas
Tschechien Puma
Türkei Nike
Ukraine adidas

Das macht summa summarum also 10 Teams von adidas gegenüber 6 Teams von Nike sowie 5 Teams von Puma. Übersichtlicher das Ganze noch einmal unten in der Tabelle.

Wie schon bei den Listen der Ausrüster der WM 2010 und der Ausrüster der WM 2014 zu sehen, verdichtet sich dieser Kampf immer mehr auf das Duell der großen beiden. Dabei gibt es noch viele andere Ausrüster, die Fußballtrikots an den Mann oder die Frau bringen wollen und können. Doch bei den Zahlen, die die großen Ausrüster aufwenden, um sich die Dienste der Nationalmannschaften zu sichern, deren Trikots sie dann selbst in rauen Mengen verkaufen wollen, können die meisten kleineren Anbieter nicht mitgehen.

Zahl der Länder pro Trikot-Ausrüster

So ist es beinahe logisch, dass etwas kleinere Anbieter immer nur bei den „Exoten“ oder eben kleinen Nationnen unterkommen oder bei jenen, welche nur über umsatzschwache Märkte verfügen; sei es wegen der geringen Einwohnerzahl (Island) oder der schwaczen Wirtschaftskraft (Rumänien) im jeweiligen Binnenmarkt.

Hier zur Übersicht noch einmal die Liste der Ausrüster der EM, diesmal nicht nach Ländern sortiert, sondern nach Ausrüstern.

Ausrüster Teams
adidas 10
Nike 6
Puma 5
errea 1
Joma 1
Umbro 1
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Auswertung der Prognosen der EM-Qualigruppen

Mit Aufstockung der Europameisterschaft von 16 auf 24 Teilnehmer fragten wir uns zu Beginn der Qualifikation dazu, ob diese Qualifikation wörklöch so schröcklöch öde werden würde, wie nach allgemeiner Einschätzung zu befürchten stand. 25 Menschen teilten ihre Tipps für die jeweils drei ersten Plätze mit.

So endete die EM-Qualifikation schließlich:

A: Tschechien, Island, Türkei, Niederlande, Kasachstan, Lettland
B: Belgien, Wales, Bosnien-Herzegowina, Israel, Zypern, Andorra
C: Spanien, Slowakei, Ukraine, Weißrussland, Luxemburg, Mazedonien
D: Deutschland, Polen, Irland, Schottland, Georgien, Gibraltar
E: England, Schweiz, Slowenien, Estland, Litauen, San Marino
F: Nordirland, Rumänien, Ungarn, Finnland, Färöer, Griechenland
G: Österreich, Russland, Schweden, Montenegro, Liechtenstein, Moldawien
H: Italien, Kroatien, Norwegen, Bulgarien, Aserbaidschan, Malta
I: Portugal, Albanien, Dänemark, Serbien, Armenien

Dabei fallen vor allem drei Gruppen heraus, die nicht das Erwartete brachten: Gruppe A mit dem Scheitern der Niederlande, der Direktqualifikation Islands, Gruppe F mit dem schwachen Abschneiden von Griechenland und Finnland sowie dem überraschenden Gruppensieger Nordirland und Gruppe I, in der weder Serbien noch Dänemark erreichten, was man allgemein erwartet hatte oder hätte.

Das Gegenteil stellten vor allem die Gruppen E (England – Schweiz – Slowenien) und H (Italien – Kroatien – Norwegen) dar, in der fast alle Teilnehmer sogar die endgültige Platzierung korrekt voraussagten. Ebenso wenig überraschen die Gruppensiege von Spanien und Deutschland, wobei es da bei den weiteren Platzierungen schon variabler zuging.

Nun also zur Auswertung.

Korrekt getippe Platzierungen

Ingesamt gab es 9 Gruppen à 3 Platzierungen zu tippen, macht 27 Tipps pro Teilnehmer. 25 Personen nahmen teil. Macht 675 Tipps. Davon waren – unten im Datenteil grün gekennzeichnet – 205 völlig korrekt. Dies entspricht einer Quote von 30,4 Prozent richtiger Tipps. Die Zahl der völlig richtigen Tipps schwankte dabei zwischen 7 (26 Prozent) und 14 (52 Prozent) von 27.

Direktqualifikanten

Interessanter als die Frage nach den genau richtig getippten Platzierungen war ja aber die Frage, wie genau man vorhersagen könne, welche Teams sich schließlich qualifizieren bzw. die Playoffs erreichen. Der Ausgang der Playoffs wurde in der gesamten Auswertung nicht berücksichtigt, weil deren Teilnehmer damals natürlich nicht bekannt waren und dementsprechend auch nicht eingeschätzt werden konnten.

Im zweiten Schritt wird also die Zahl der richtig getippten direkt Qualifizierten betrachtet. Hier gab es 9 Gruppen à 2 Qualifikanten, also 18 Tipps von 25 Teilnehmern, macht 450 Tipps. Davon waren 265 Prognosen korrekt, womit sich ein Prozentwert von 58,9 Prozent als zutreffend erwies. Die Zahl der richtigen Tipps variierte hier zwischen 12 (67 Prozent) und 8 (44 Prozent).

Korrekt getippte Qualifikanten

Doch im Kern war ja die Frage, ob man ahnen könne, welche drei Teams in einer Gruppe die für die Qualifikation relevanten Plätze erreichen würde. Hier waren also wiederum 675 Tipps nötig gewesen. Allein danach ausgewertet, wie viele dieser drei Teams, egal auf welcher Position die Qualfikation bewältigten, waren nicht weniger 534 Tipps von 675 zutreffend, somit 79,1 Prozent. Der Zahl der korrekten Tipps schwankte dabei zwischen 17 (63 Prozent) und 24 (89 Prozent). Im Schnitt wurden also nur 20,9 Prozent von 27 zu prognostizierenden Qualifikanten nicht korrekt prognostiziert.

Ob man das noch interessant nennt, muss trotz des unerwartet schlechten Abschneidens von vor allem Griechenland und den Niederlanden jeder für sich selbst entscheiden.

Hier würde man auch trotz der unerwartet spannenden Gruppe mit Deutschland darauf plädieren, die Eingangsfrage, ob die EM-Quali „schröcklöch öde“ werden würde, in Bezug auf die Ergebnisse mit ja beantworten.

Die Daten im Detail – vor allem interessant für die, die teilnahmen – folgen hier jetzt in drei Versionen, entsprechend der obigen drei Auswertungsverfahren. Kann man durchscrollen oder jeweils mit diesen Links ansteuern (funktioniert nur in der Komplettversion des Textes).

1. Platzierung genau richtig
2. Direktqualifikanten korrekt
3. alle sich überhaupt Qualifizierenden richtig

Unzweifelhaft natürlich, dass alle Werte noch wesentlich günstiger ausgefallen wären, wenn ein gewisser „Trainer Baade“ nicht mitgetippt hätte.

PS: Was hier erstmals auffiel, ist, dass eine solche Qualifikation gerade mal 13 Monate dauert – in diesem Fall von September 2014 bis Oktober 2015, also nicht annähernd die zwei Jahre, die die Pause zwischen zwei großen Turniere beträgt.

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Trofeo Bravo – die besten Nachwuchsspieler Europas

Keine offizielle Auszeichnung der UEFA oder FIFA ist die „Trofeo Bravo“, die von der italienischen Sportzeitung Il Guerin Sportivo vergeben wird. Aber gerade das macht sie vielleicht interessanter als jene Trophäen, die die offiziellen Verbände vergeben. Ausgezeichnet wird mit der „Trofeo Bravo“ der beste Nachwuchsspieler im europäischen Fußball eines bestimmten Kalenderjahres.

Dabei wurde die früher herrschende Bedingung, dass nur Spieler unter 23 Jahren, welche aber mindestens an einem Europapokalspiel teilgenommen haben mussten, so änderte man dieses Einstiegskriterum im Jahr 1992 dahingehend, dass jeder Spieler bis zum Alter von 21 Jahren aus einer beliebigen europäischen Liga in Frage kommt.

Dabei zeigt die Redaktion vor allem in jüngeren Jahren eine enorm hohe Treffgenauigkeit dabei, junge Spieler auszuwählen, welche später tatsächlich den Sprung zum internationalen Star schaffen. Ausnahmen sind selten geworden, während die Jury in der Anfangszeit immer mal wieder Spieler auszeichnete, welche später eher eine durchschnittliche Karriere fabrizierten.

Hier nun also die Liste aller Gewinner seit der Einführung der Trofeo Bravo im Jahr 1978:

Jahr Spieler Club Nationalität
1978 Jimmy Case FC Liverpool England
1979 Garry Birtles Nottingham Forest England
1980 Hansi Müller VfB Stuttgart Deutschland
1981 John Wark Ipswich Town Schottland
1982 Gary Shaw Aston Villa England
1983 Massimo Bonini FC Juventus San Marino
1984 Ubaldo Righetti AS Rom Italien
1985 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1986 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1987 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Eli Ohana KV Mechelen Israel
1989 Paolo Maldini AC Mailand Italien
1990 Roberto Baggio AC Fiorentina Italien
1991 Robert Prosinecki Roter Stern Belgrad Jugoslawien
1992 Pep Guardiola FC Barcelona Spanien
1993 Ryan Giggs Manchester United Wales
1994 Christian Panucci Inter Mailand Italien
1995 Patrick Kluivert Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Alessandro Del Piero FC Juventus Italien
1997 Ronaldo FC Barcelona Brasilien
1998 Ronaldo Inter Mailand Brasilien
1999 Gianluigi Buffon AC Parma Italien
2000 Iker Casillas Real Madrid Spanien
2001 Owen Hargreaves FC Bayern München England
2002 Christoph Metzelder Borussia Dortmund Deutschland
2003 Wayne Rooney FC Everton England
2004 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal
2005 Arjen Robben FC Chelsea Niederlande
2006 Cesc Fabregas FC Arsenal Spanien
2007 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien
2008 Karim Benzema Olympique Lyon Frankreich
2009 Sergio Busquets FC Barcelona Spanien
2010 Thomas Müller FC Bayern München Deutschland
2011 Eden Hazard Olympique Lille Belgien
2012 Marco Verratti Delfino Pescara 1936 Italien
2013 Isco FC Malaga Spanien
2014 Paul Pogba FC Juventus Frankreich

Deutlich zu sehen ist an der Liste auch die Veränderung, wie jung besonders talentierte Spieler heutzutage schon bei den absoluten Topclubs Europas und damit auch der Welt landen. Gab es früher noch häufiger Kandidaten aus mittelgroßen Clubs wie dem VfB Stuttgart, gar dem KV Mechelen oder dem FC Everton, gibt es heutzutage fast keine Ausnahme mehr (die Wahl eines Spielers von Delfino Pescara 1936 ist da wohl eher als lokalpatriotisch motivierte Ausnahme zu sehen, die die Regel bestätigt mehr), der nicht bei einem der ganz großen Clubs unter Vertrag ist.

Ein Grund dafür ist natürlich die Veränderung des Einstiegsalters in den Profifußball. Früher gab es sicher auch immer mal wieder Wunderkinder wie auch Uwe Seeler einst eines war, Olaf Thon wurde ebenfalls schon sehr früh zum Stammspieler bei den Profis, so gelingt dies heutzutage doch deutlich mehr Spielern. Fast alle, die hier in den letzten Jahren mit der Trofeo Bravo ausgezeichnet wurden, waren zu diesem Zeitpunkt schon Stars, zumindest Shootingstars, und wenn noch nicht Stammspieler bei einem der großen Clubs, dann auf dem Weg dorthin.

Dafür wiederum gibt es ebenfalls Gründe: die Scouts sind mittlerweile auch in den entlegensten Winkeln der Welt unterwegs, um ihren Konkurrenzclub beim Abwerben eines Spielers zuvorzukommen. Und diese Spieler wiederum werden schon viel früher viel besser ausgebildet als die Spieler vor wenigen Jahrzehnten. Trifft diese intensive Förderung auf großes Talent, kann sich dieses noch besser entfalten.

Immer jüngerer Einstieg in den Profifußball

Damit einhergeht aber natürlich auch der Wandel dessen, was diese jungen Spieler darstellen und am Ende auch verdienen. Sie sind Popstars, was früher nur den schon etablierten Fußballstars wie George Best oder Diego Maradona vorbehalten war. Heute, nicht zuletzt durch die neuen Möglichkeiten durch Social Media, sind auch die Talente schon Stars, die sich selbst vermarkten und wiederum andere Produkte vermarkten.

Dafür muss nicht erst ein Produzent von Energydrinks auf den Markt treten, das machen die alteingessenen Clubs genauso wie die neu auf den Markt strömenden Konstrukte. Und ob ein Spieler nun Werbung für Energydrinks macht oder für einen solchen seine Fußballkünste auf dem Rasen darbietet, macht für ihn selbst nur insofern einen Unterschied, als dass er mit dem Spielen selbst seinen zu vermarktenden Marktwert wiederum erhöht, was er mit den Werbespots im Gegensatz zu seinem Kontostand nicht unbedingt erreichen würde. Was den jungen Spielern allerdings oft abgeht, ist ein Verständnis von Fairplay, wie man es zuletzt beim Rugby erlebte, da sie schon in ganz jungen Jahren in Rollen gedrängt werden, gefeiert werden, in denen ihre geistig-moralische Entwicklung damit oft nicht standhalten kann. Auch wenn es eher dem Fußball immanent zu sein scheint als per se dessen jungen Stars, dass die eine oder andere Schwalbe eher als Kavaliersdelikt wahrgenommen wird und früher sicher nicht grundsätzlich öfter betrogen wurde als heute, hat man doch das Gefühl, dass das frühe Starsein und das dazugehörige astronomische Einkommen nicht immer förderlich ist, auch abseits des Platzes Idole aus den Spielern zu machen.

Im Nachhinein hochkarätige Siegerliste

Interessant ist übrigens auch der Vergleich mit jenen Spielern, welche später in ihrer Karriere Europas Fußballer des Jahres oder gar Weltfußballer wurden – wie man sieht ist auch hier die Trefferquote der Jury der Il Guerin Sportivo enorm gestiegen.

Eine Tabelle mit der Übersicht der Zahl der Auszeichnungen mit der Trofeo Bravo pro Spieler wäre übrigens recht kurz, da einzig Ronaldo und Emilio Butragueno überhaupt mehr als einmal ausgezeichnet wurden, nämlich genau zwei Mal.

Einen Blick wert ist aber wohl die Liste nach der Aufteilung der Nationalitäten, die diese Auszeichnungen gewannen. Wiederum einen leichten patriotischen Einschlag sollte man den Machern verziehen, denn am häufigsten wurden Spieler aus Italien gewählt, allerdings zusammen mit Spanien auf dem ersten Platz. Die weitere Liste:

Häufigkeit Nation
7 Italien
7 Spanien
5 England
3 Deutschland
3 Niederlande
2 Brasilien
2 Frankreich
1 Wales
1 Portugal
1 Israel
1 Schottland
1 San Marino
1 Argentinien
1 Belgien
1 Jugoslawien

Eine durchaus vergleichbare Auszeichnung verlieht übrigens die ebenfalls italienische Zeitung Tuttosport, welche aber erst seit dem Jahr 2003 jeweils ihren „Golden Boy“ kürt. Diese Liste findet sich demnächst hier in einem anderen Beitrag, mit allerdings abweichenden Siegern.

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