Johannesburg! Johannesburg! Wir fahren nach Johannesburg!

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Oder auch nicht. So[1] oder so[2]. Und wer ist das „wir“ überhaupt?

Der aktuelle Stand in der WM-Qualifikation sieht jedenfalls folgendermaßen aus — eine reizende Idee, diesen Überblick zu geben, die ich von nolookpass geklaut habe, der im letzten Jahr die geneigten Leser regelmäßig mit der virtuellen Zusammensetzung der neuen 3. Liga versorgte.

Es ist wenig sinnvoll, sich Tabellenstände nach 3 von 8 oder von 10 Spielen anzuschauen, und dann Vorhersagen aus dem Urinstein zu leiern, wie das Tableau am Ende aussehen wird. Ganz besonders wenig sinnvoll, wenn in den meisten Fällen die Gruppenfavoriten noch nicht gegeneinander angetreten sind. Allerdings gibt es in Gruppen mit 5 Teilnehmern nun mal nur 8 Spiele pro Team, und 3 von 8 sind somit fast schon 50% der Partien. Außerdem ist das Seltsame an dem, was man gerne mit dem Wort „heute“ bezeichnet, dass es immer nur jetzt ist. Tomorrow never comes, sozusagen. Was nützt eine Auflistung, wer sich eventuell qualifizieren wird und wer nicht, wenn die Entscheidung schon gefallen ist. Also schauen wir lieber jetzt schon mal hin, bevor es zu spät ist.

Zur Stunde wären also direkt qualifiziert:

  • Dänemark
  • Griechenland
  • Polen
  • Deutschland
  • Spanien
  • England
  • Serbien
  • Italien
  • Niederlande

Für die Playoffs in Frage kommend, weil auf dem zweiten Platz liegend:

  • Schweden
  • Israel
  • Slowenien
  • Wales
  • Belgien
  • Ukraine
  • Litauen
  • Irland
  • Schottland

(In der WM-Qualifikation nehmen nur die 8 besten der 9 Gruppenzweiten an den Playoffs teil. Zur Ermittlung dieser 8 besten gehen aber die Partien gegen eventuelle — nicht alle Gruppen umfassen 6 Mannschaften — Tabellensechste nicht in die Wertung ein. Müßig, diesen Umstand nun schon berücksichtigen zu wollen, wenn selbst Kleinstkleine wie Luxemburg und Färöer fleißig punkten — und auch immer noch die Chance besteht, dass sich Aserbaidschan bereits vor dem Ende der Qualifikation von Berti Vogts trennt.)

Zur Zeit nicht qualifiziert, unter anderen:

  • Schweiz
  • Russland
  • Finnland
  • Tschechien
  • Portugal
  • Türkei
  • Kroatien
  • Frankreich
  • Rumänien
  • Bulgarien
  • Norwegen
  • Aserbaidschan auch nicht.

Otto Rehhagel ist offensichtlich nicht totzukriegen und die FIFA muss sich noch schnell eine Änderung des Modus einfallen lassen, wenn der Markt der knapp 180 Millionen französischsprachigen Menschen für die WM nicht verloren gehen soll. Auf „Chefarzt Dr. Ottmar“ darf man wohl kaum noch hoffen. Aber schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn all diese Aussagen schon Makulatur sein werden.

7 Kommentare

  1. Es gibt genügend afrikanische Truppen, die den französischsprachigen Markt bedienen können – allen voran die Elfenbeinküste… Allerdings die Kaufkraft…

  2. Wo wir schon bei den Griechen sind – da dachte ich mir „Wow, 9 Punkte, 8:0 Tore“ und wollte sie schon zur Mannschaft der Stunde küren. Doch beim Blick auf die bisherigen Gegner hab‘ ich mir das nochmal überlegt – Moldawien, Lettland und Luxemburg. Wobei man gerade Luxemburg ja nicht mehr unterschätzen darf. Dennoch, die drei schlagen, das kann ich auch. Nur die Schweizer eben nicht.

  3. Lettland können auch ganz andere nicht schlagen…

  4. Genau, Israel, wenn auch in der 89. Minute erst gescheitert…

  5. Pingback: Live: Deutschland - Wales | catenaccio

  6. Dänemark
    Griechenland
    Slowakei
    Deutschland
    Spanien
    England
    Serbien
    Italien
    Niederlande

    Schottland
    Irland
    Litauen
    Kroatien
    Türkei
    Russland
    Polen
    Israel
    Ungarn

    Wobei grade die zweiten Plätze aufgrund unterschiedlicher Spielanzahl eher unsicher sind.



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