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Schlagwort: Diego Forlan

Alle Torschützenkönige in Spanien

In Spanien betreibt man schon seit dem Jahr 1928 eine landesweite Profiliga. Da kommt einiges zusammen an Historie bezüglich ihrer Torschützenkönige. Erst in den letzten Jahren wird die Liga von den zwei Ausnahmeerscheinungen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo dominiert, beide x-fache Weltfußballer des Jahres. Ansonsten wechselten sich viele Torschützen ab, wobei auch weitere Spieler früher bereits eine Art Ära prägten, indem sie in ihrer Zeit gleich mehrfach Torschützenkönig in Spanien wurden. Zu nennen sind da Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas genauso wie der kürzlich verstorbene Quini und der Mexikaner Hugo Sanchez.

Liste der Torschützenkönige in Spanien

Hier also der komplette Überblick über alle Torschützen in jenem Land, das zwei der größten Clubs dieses Planeten in seiner Liga weiß, welche naturgemäß auch sehr häufig den Torschützenkönig stellen, wenn auch zu früheren Zeiten nicht ganz so häufig wie zuletzt: Real Madrid und der FC Barcelona.

Saison Torschützenkönig Club Tore
1928/29 Paco Bienzobas Real Sociedad 14
1929/30 Guillermo Gorostiza Athletic Bilbao 19
1930/31 Bata Athletic Bilbao 27
1931/32 Guillermo Gorostiza Athletic Bilbao 12
1932/33 Manuel Olivares Real Madrid 16
1933/34 Isidro Lángara Real Oviedo 27
1934/35 Isidro Lángara Real Oviedo 26
1935/36 Isidro Lángara Real Oviedo 27
1939/40 Víctor Unamuno Athletic Bilbao 20
1940/41 Pruden Atlético Aviación 30
1941/42 Mundo FC Valencia 27
1942/43 Mariano Martín FC Barcelona 32
1943/44 Mundo FC Valencia 27
1944/45 Telmo Zarra Athletic Bilbao 19
1945/46 Telmo Zarra Athletic Bilbao 24
1946/47 Telmo Zarra Athletic Bilbao 34
1947/48 Pahiño Celta Vigo 23
1948/49 César Rodríguez FC Barcelona 28
1949/50 Telmo Zarra Athletic Bilbao 25
1950/51 Telmo Zarra Athletic Bilbao 38
1951/52 Pahiño Real Madrid 28
1952/53 Telmo Zarra Athletic Bilbao 24
1953/54 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 27
1954/55 Juan Arza FC Sevilla 28
1955/56 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 24
1956/57 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 31
1957/58 Manuel Badenes
Alfredo Di Stéfano
Ricardo Alós
Real Valladolid
Real Madrid
FC Valencia
19
1958/59 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 23
1959/60 Ferenc Puskás Real Madrid 26
1960/61 Ferenc Puskás Real Madrid 27
1961/62 Juan Seminario Real Saragossa 25
1962/63 Ferenc Puskás Real Madrid 26
1963/64 Ferenc Puskás Real Madrid 20
1964/65 Cayetano Ré FC Barcelona 25
1965/66 Vavá FC Elche 19
1966/67 Waldo FC Valencia 24
1967/68 Fidel Uriarte Athletic Bilbao 22
1968/69 Amancio Amaro
José Eulogio Gárate
Real Madrid
Atlético Madrid
14
1969/70 Amancio Amaro
Luis Aragonés
José Eulogio Gárate
Real Madrid
Atlético Madrid
Atlético Madrid
16
1970/71 José Eulogio Gárate
Carles Rexach
Atlético Madrid
FC Barcelona
17
1971/72 Enrique Porta FC Granada 20
1972/73 Marianín Real Oviedo 19
1973/74 Quini Sporting Gijón 20
1974/75 Carlos Ruiz Herrero Athletic Bilbao 19
1975/76 Quini Sporting Gijón 21
1976/77 Mario Kempes FC Valencia 24
1977/78 Mario Kempes FC Valencia 28
1978/79 Hans Krankl FC Barcelona 29
1979/80 Quini Sporting Gijón 24
1980/81 Quini FC Barcelona 20
1981/82 Quini FC Barcelona 26
1982/83 Poli Rincón Betis Sevilla 20
1983/84 Jorge da Silva
Juanito
Real Valladolid
Real Madrid
17
1984/85 Hugo Sánchez Atlético Madrid 19
1985/86 Hugo Sánchez Real Madrid 22
1986/87 Hugo Sánchez Real Madrid 34
1987/88 Hugo Sánchez Real Madrid 29
1988/89 Baltazar Atlético Madrid 35
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid 38
1990/91 Emilio Butragueño Real Madrid 19
1991/92 Manolo Atlético Madrid 27
1992/93 Bebeto Deportivo La Coruña 29
1993/94 Romário FC Barcelona 30
1994/95 Iván Zamorano Real Madrid 28
1995/96 Juan Antonio Pizzi CD Teneriffa 31
1996/97 Ronaldo FC Barcelona 34
1997/98 Christian Vieri Atlético Madrid 24
1998/99 Raúl Real Madrid 25
1999/2000 Salva Ballesta Racing Santander 27
2000/01 Raúl Real Madrid 24
2001/02 Diego Tristán Deportivo La Coruña 21
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña 29
2003/04 Ronaldo Real Madrid 24
2004/05 Diego Forlán FC Villarreal 25
2005/06 Samuel Eto’o FC Barcelona 26
2006/07 Ruud van Nistelrooy Real Madrid 25
2007/08 Daniel Güiza RCD Mallorca 27
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid 32
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona 34
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid 41
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona 50
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona 45
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid 31
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid 48
2015/16 Luis Suárez FC Barcelona 40
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona 37
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona 34

Den letzten Torschützenkönig, der nicht von Real Madrid oder vom FC Barcelona stammte, sah die spanische Liga übrigens im Jahr 2009, als Diego Forlan für den drittgrößten Club des Landes die Krone gewann. Diego Forlan traf damals für Atletico Madrid 32 mal in einer Saison. Durchaus ein stolzer Wert.

Und doch gerade mal zwei Drittel von jenem unglaublichen Bestwert, den Lionel Messi in der Saison 2012/13 aufstellte: satte 50 mal traf er in einer Saison, die in Spanien aus 38 Spielen besteht. Cristiano Ronaldo kam mit seinen 48 Treffern in der Saison 2014/15 diesem Superwert sehr nah, scheiterte aber wie so oft daran, den Bestwert von Lionel Messi zu überbieten.

Neue Namen werden folgen

Irgendwann, schon in absehbarer Zeit, wird auch die Epoche dieser beiden Ausnahmekünstler zu Ende gehen, beide haben die 30 Lebensjahre schon länger erreicht. Und dann lohnt es sich vielleicht wieder mehr, eine Sportwette bei einem der vielen Wettanbieter darauf zu wagen, welcher Spieler in Spaniens La Liga in einer Saison wohl am meisten Tore erzielen wird.

Und an Kandidaten dafür, die kommenden Stürmerstars zu sein, mangelt es in der sportlich hochwertigen Liga Spaniens schließlich auch jetzt schon nicht. Da fielen einem viele Namen ein, gleichwohl diese absolute Ausnahmeklasse von Lionel Messi möglicherweise auf Jahrzehnte hin unerreicht bleiben wird. Wie dem auch sei: Es wird wieder mehr Abwechslung in die Liste kommen, wenn auch die Clubs sich nicht unbedingt ändern werden, wohl aber die Namen der Torschützenkönige in Spanien.

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Live-Blog zur Gruppen-Auslosung der WM 2018 im Kreml

Gruppe A

A1 Sbornaja
A2 As-suqur al-hadra (Grüne Falken)
A3 Fara‘ina (Die Pharaonen)
A4 La Celeste

Gruppe B

B1 Seleção das Quinas
B2 La Furia Roja
B3 Lions de l‘Atlas
B4 Team Melli

Gruppe C

C1 Les Bleus
C2 Socceroos
C3 La Blanquirroja
C4 Danish Dynamite

Gruppe D

D1 Albiceleste
D2 Strákarnir okkar
D3 Vatreni
D4 Super Eagles

Gruppe E

E1 Seleção
E2 Nati
E3 Los Ticos
E4 Beli Orlovi

Gruppe F

F1 Mannschaft ohne Spitznamen
F2 El Tri
F3 Tre Kronor
F4 Taeguk Warriors

Gruppe G

G1 Rode Duivels/Diables Rouges
G2 Los Canaleros
G3 Les Aigles de Carthage
G4 Three Lions

Gruppe H

H1 Bialo-Czerwoni
H2 Les Lions de la Teranga
H3 Los Cafeteros
H4 Samurai Blue

[16.58] Das häufig vorhandene Losglück hat die Deutschen diesmal verlassen. Mexiko und Schweden sind schon eine Konstellation, an der man auch gut scheitern kann. Insofern stimmt das nicht, was unten steht: dass man ohnehin durchkommt. Aber mit Schweden und Mexiko konnte man ja nicht unbedingt rechnen (jedenfalls nicht in den ca. 57 durchgeführten Probeauslosungen). Dazu mit Südkorea ein Team, das immer mal für eine Abnutzungsschlacht gut ist – soweit jedenfalls das Klischee. Es hätte wirklich deutlich einfacher kommen können, zum Beispiel mit der Prognose Peru, Ägypten und eben Südkorea. Immerhin einen Treffer bei diesem Glücksspiel, würde man jetzt aber doch lieber gerne gegen Saudi-Arabien oder Iran tauschen. Geht aber nicht mehr. Die „deutsche“ Gruppe steht fest und könnte schon ein echtes Zähneausbeißen werden, zumal man zuerst gegen Mexiko und dann gegen Schweden spielt. Da könnte man auch gut und gerne bei nur 2 oder 3 Punkten stehen und hätte den Druck, gegen vielleicht noch weiterkommen könnende Südkoreaner (sofern bis dahin noch existent) gewinnen zu müssen. Natürlich sind ebenso 9 Punkte aus diesen drei Gruppenspielen möglich. Dennoch darf man vor allem eins nicht tun: diese Gegner unterschätzen, nur weil Mexiko ja „noch nie weit gekommen“ (Bela, meinte aber das Viertelfinale) ist oder Schweden sich gegen Italien 90 Minuten nur eingeigelt hat. Aber hier nimmt man es sportlich: besser so als eine Gruppe, bei der man schon vorher einschläft, weil es nur um die Höhe des Sieges geht. Spannend wird aber in jedem Fall, wer neben den Deutschen weiterkommt, sofern diese es doch schaffen, ihrer Favoritenrolle in 2,5 Spielen gerecht zu werden. Tippe da am ehesten auf Schweden, aber da spielt wohl vielleicht auch zu viel Sympathie mit rein.

[16.32] Das Prozedere wird erklärt. Dürfte dem hiesigen Publikum allseits bekannt sein. „The explanation is over“. Gut. Los geht’s schon. Jetzt kommt dann das Tableau nach oben.

[16.30] Jetzt kommt endlich Gary Lineker. Die 15 Minuten bislang waren zumindest alles andere als zäh. Das war früher schon mal schlimmer.

[16.26] Pelé erscheint doch nicht. Erster Lospate ist der Engländer Gordon Banks. Russland hat auch einen Lospaten, obwohl noch nie Weltmeister. 91 Jahre alt. Name nicht verstanden. Shame on me. Für Uruguay ist es Diego Forlan, für Argentinien Diego Maradona. „Sah auch schon mal frischer aus“, ätzt Bela. Dabei sieht Maradona eigentlich ganz gut aus. Für Frankreich kommt Laurent Blanc. Cafu für Brasilien. Carlos Puyol, immer noch ohne Frisur, erfrischend, für Spanien. Fabio Cannavaro, der einzige Italiener, der an der WM – in dieser Form als Lospate – teilnimmt.

[16.23] Bela erwähnt die PK heute morgen, bei der die Dopingvorwürfe zur Sprache kamen. Bela nennt den für das Doping verantwortlich gewesen seienden Witali Mutko zunächst Witali Klitschko. Das ist dieses Phänomen, dass Nachrichtensprecher auch Jahre nach dessen Demission immer noch von Bundeskanzler Kohl, äh Schröder sprachen. Einschlägige Berichterstattung zum Verlauf dieser PK gibt es bei Twitter.

Jetzt ein paar nette Jubilbilder von vorigen WM. Am Ende jubelt die deutsche Mannschaft.

Der Kommentator ist aber immer noch nicht Lineker, sondern ein anderen Mann. Begleitet von einer einigermaßen züchtig gekleideten Frau.

[16.21] Die acht Lospaten werden vorgestellt. Der erste ist Pele. Nicht Wollitz, der aus Brasilien. Die Musik wird melancholischer, aber wohl nicht wegen Pelé. Eher nimmt man wohl schon das Scheitern der Russen bei der WM vorweg. Jetzt geht es doch noch rund. Hat man vielleicht noch schnell was eingeworfen.

[16.19] Okay, jetzt wird doch noch ein bisschen Show gemacht. Russischer Volkstanz. Oder so. Jedenfalls immer noch besser als der Schuhplattler bei der Eröffnung der WM 2006. Was aber auch nicht schwierig ist. „Darf ich mal?“, fragt Bela, als er wohl glaubt, sein Mikro ausgeschaltet zu haben. Was will er wohl gedurft haben wollen?

[16.15] Immerhin verschont uns das ZDF mit dem Showteil. Geht direkt los mit „Miroslava Klose“, wie er auf Russisch von der Moderatorin genannt wird. Gefragt, „how did you like the show?“, antwortet Klose auf Deutsch. Hm. Okay, hat ja auch nie in England gespielt. Klose erwähnt auch das dreimalige Scheitern, 2002, 2006, 2010, was er ja als einziger (?) so erlebt hat, mit der Krönung 2014. Lahm kam doch erst später dazu, nicht wahr?

Außerdem gibt er zu, dass ihm auch sein Torrekord bei der WM tatsächlich etwas bedeutet. Leichten Einschlag ins Pfälzerische. Nach knapp einer Minute ist sein Auftritt aber schon wieder vorbei. Zu Kloses großer Erleichterung offenbar.

[Präludium] Auch wenn „Wetten, dass..?“ nicht mehr existiert: Es gibt sie noch, die Lagerfeuer-Momente in deutschen Landen. Natürlich dann, wenn WM oder EM ist und die Nationalmannschaft spielt – oder die Gruppen für ein solches Turnier ausgelost werden. Heute steht wieder die ganze Nation hinter den Live-Streams und wird den ersten schmerzhaften Moment schon vor Beginn der Auslosung hinnehmen müssen. Miroslav Klose, zur Zeit Trainerhospitant ohne Geschäftsfeld bei der DFB-Elf, wird in seiner Eigenschaft als Weltmeister von 2014 den WM-Pokal an den Ausrichter Russland übergeben. Weltmeister bleibt die deutsche Mannschaft zwar bis zum Abpfiff des Finals der WM 2018 im Olympiastadion Luschniki in Moskau. Den Pokal ist man aber schon mal los. (Wobei man den originalen ohnehin nie länger als ein paar Stunden besaß. Den kassiert die FIFA nach der Verleihung nämlich direkt wieder ein, der Sieger geht mit einem Duplikat nach Hause und foppt auf der Reise durch seine Dörfer und Landstriche mit Menschen darin diese und lässt sie im Glauben, sie sähen das Original.)

Moderieren wird der wohl schlagfertigste Ex-Profi am Twitter, Gary Lineker, dessen Bonmot von den 22 Männern und den 90 Minuten schon 1990 von dieser Schlagfertigkeit kündete. Etwas erstaunt sein darf man dennoch, dass dieser ansonsten kein Blatt vor den Mund nehmende kritische Geist sich vom russischen Fußball vereinnehmen lässt. Steht Russland doch in allen erdenklichen Sportarten unter scharfem Dopingverdacht, so auch im Fußball, wie man sich explizit hier noch mal vor Augen führen kann und auch sollte. Der Thread beginnt schon mit den Worten:

„Absurd, dass Gastgeber Russland dabei ist. Denn noch nie waren die Dopingindizien stärker gegen eine aktive Fußballmannschaft.“

Lineker, eingeladen als Torschützenkönig der WM 1986 und eben jener gewandte Moderator, der er inzwischen ist, wird es sich gut bezahlen lassen, und doch wirft seine Teilnahme einen Schatten auf diese Lichtgestalt der Fußballberichterstattung.

Apropos Schatten: Nichts anderes als das, schwarz nämlich, würden die TV-Zuschauer im Iran zu sehen bekommen, sollte Linekers russische Kollegin Maria Komandnaja aus Sicht der Zensoren des Staatsfernsehen im Iran zu unzüchtig gekleidet sein. Dann würde die Übertragung ausgesetzt, der Bildschirm schwarz. Wäre dies weltweit so, hätte man in Moskau genug Gelegenheit, dem trotz des vermeintlichen Dopings der Nationalmannschaft schwächelnden Team der Russen eine möglichst einfache Gruppe zuzuschanzen. Schließlich soll Russlands Nationalmannschaft nicht wie erstmals 2010 Südafrika als Gastgeber schon in der Vorrunde scheitern. Nicht zuletzt, da man im Eishockey-Land Russland ohnehin mangelnde WM-Begeisterung fürchtet. Im Land allgemein und auf den Rängen, die da doch recht leer bleiben könnten, wenn irgendwo in den Weiten Russlands kurz vor den Toren Sibiriens Neuling Panama gegen den Senegal antritt. Da eine solche Ausblendung des TV-Bildes aber nicht kommen wird, muss man zunächst mal annehmen, dass zumindest bei der Auslosung im Kreml alles mit rechten Dingen zugehen wird. Oder wie die SZ schrieb:

„Noch nie wird eine Entscheidung im Kreml so transparent gefallen sein wie diese WM-Auslosung.“

Hier wird diese Auslosung live begleitet, mit dem kleinen Extra-Service, das bei der Auflistung der insgesamt 8 Gruppen von A bis H direkt die Spitznamen der Nationalmannschaften eingetragen werden. Inzwischen ist so etwas ja eine Aufstellung, an der keine Zeitung online mehr vorbeikommt, die Spitznamen aller WM-Teilnehmer in einem eigenen Beitrag aufzulisten.

Hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und präsentiert die Auslosung live und liefert dazu gleich die jeweiligen Spitznamen der 31 Nationalmannschaften, die teilnehmen plus jene eine Mannschaft, welche keinen Spitznamen besitzt, die zufällig amtierender Weltmeister ist. Beim DFB mag man das anders sehen (und im Ausland leider auch), doch hier kann man auf derlei fromme Wünsche keine Rücksicht nehmen und bleibt bei der Realität.

Man darf natürlich gespannt sein, wie die Gruppen nun schließlich aussehen werden. Ohne einen Tipp für die Gruppe der Mannschaft ohne Spitznamen geht es natürlich auch hier nicht. Es wird nicht Gruppe H, welche die einzige wäre, welche eine Partie im ehemaligen Stalingrad nötig oder je nach Sichtweise möglich machte, sondern Gruppe D. Eine Partie im nur 500km von Berlin entfernten Kaliningrad ist übrigens schon vor der Auslosung ausgeschlossen, da die Mannschaft von Jogi Löw als Gruppenkopf gesetzt ist, in Kaliningrad aber keine Partie eines Gruppenkopfes vorgesehen ist.

Gegner in dieser, wie man ganz teutonozentristisch gerne formuliert, „deutschen“ Gruppe werden sein: Peru, Ägypten und Südkorea.

Das klänge immerhin doch ziemlich nach einer _Welt_meisterschaft. Sportlich stellt sich die Frage ohnehin nicht, ob die DFB-Elf die Vorrunde übersteht, selbst für den Fall, dass die „Furia Roja“ in ihre Gruppe gelost würde.

Wer selbst noch seinen Tipp abgeben will, kann das gerne noch in den Kommentaren tun, auch wenn anzunehmen ist, dass das alles längst bei Twitter geschehen ist.

(Anders als früher bei Live-Blogs üblich werden die weiteren Beiträge jetzt nicht oben angefügt werden, sondern hierunter.) Nee, doch oben. Während der Auslosung rutscht dann auch diese Auflistung hier nach oben:

Stand der Dinge bei der WM-Auslosung 2018

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Alle Gewinner des Goldenen Schuhs der UEFA

Von 1968 bis 1991 wurde der „Goldene Schuh“ an jenen Torschützen vergeben, der in einer der jeweils höchsten Liga der Länder der UEFA die meisten Tore erzielte. In dieser Zeit wurde die Ehrung durch die französische Zeitschrift france football vergeben.

Zwischen 1992 und 1996 wurde diese Ehrung dann nicht mehr vergeben, was zumindest jene fünf Spieler traurig stimmen dürfte, die sie in dieser Phase gewonnen hätten. Deutsche Spieler gewannen diese Wertung nur 2x, beide Male war es natürlich Gerd Müller, der europaweit die meisten Tore in einer der ersten Ligen erzielte. Aber auch ansonsten finden sich interessante Namen in dieser Liste, nicht immer waren es mit Siegern aus Rumänien, Zypern oder Österreich die absoluten Superstars des Fußballs, die am Ende einer Saison den Goldenen Schuh erhielten.

Saison Sieger Club Land Liga Tore
1967/68 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 42
1968/69 Petar Schekow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 36
1969/70 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 38
1970/71 Josip Skoblar Olympique Marseille Frankreich Division 1 44

1971/72 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 40
1972/73 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 40
1973/74 Héctor Yazalde Sporting Lissabon Portugal Primeira Divisão 46
1974/75 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 33
1975/76 Sotiris Kaiafas OmoniaNikosia Zypern First Division 39
1976/77 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 47
1977/78 Hans Krankl Rapid Wien Österreich Bundesliga 41
1978/79 Kees Kist AZ Alkmaar Niederlande Eredivisie 34
1979/80 Erwin Vandenbergh Lierse SK Belgien Erste Division 39
1980/81 Georgi Slawkow Botew Plowdiw Bulgarien A Grupa 31
1981/82 Wim Kieft Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 32
1982/83 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 36
1983/84 Ian Rush FC Liverpool England First Division 32
1984/85 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 39
1985/86 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 37
1986/87 Rodion Camataru Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 44
Anton Polster FK Austria Wien Österreich Bundesliga 39
1987/88 Tanju Çolak Galatasaray Türkei 1. Lig 39
1988/89 Dorin Mateus Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 43
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid Spanien Primera División 38
Christo Stoitschkow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 38
1990/91 Darko Pancev Roter Stern Belgrad Jugoslawien Prva Liga 34

Interessant ist in dem Zusammenhang natürlich die Frage, welche von den vielen existierenden denn wohl die beste Liga der Welt ist oder in dem Falle zumindest die beste Liga Europas. Bei der Wertung des Goldenen Schuhs hat man es mit der Wiedereinführung dieser Ehrung so geregelt, dass die Ligen entsprechend ihrer Spielstärke einen Faktor zugewiesen erhalten, mit dem die Zahl der Tore eines Spielers multipliziert wird, um schließlich am Ende einen vergleichbaren Wert zu erhalten. So erhält beispielsweise die zypriotische Liga den Wert „1″, während die Primera Division mit dem Faktor „2″ in die Wertung eingeht. Seit der Wiedereinführung des „Goldenen Schuhs“ im Jahr 1997 sieht die Siegerliste wie folgt aus:

Saison Sieger Club Land Liga Tore Pkte
1996/97 Ronaldo FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
1997/98 Nikolaos Machlas Vitesse Arnheim Niederlande Eredivisie 34 68
1998/99 Mário Jardel FC Porto Portugal Primeira Divisão 36 72
1999/2000 Kevin Phillips AFC Sunderland England Premier League 30 60
2000/01 Henrik Larsson Celtic Glasgow Schottland Premier League 35 52,5
2001/02 Mário Jardel Sporting Lissabon Portugal Primeira Liga 42 63
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña Spanien Primera División 29 58
2003/04 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 30 60
2004/05 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 25 50
Diego Forlán FC Villarreal Spanien Primera División 25 50
2005/06 Luca Toni AC Florenz Italien Serie A 31 62
2006/07 Francesco Totti AS Rom Italien Serie A 26 52
2007/08 Cristiano Ronaldo Manchester United England Premier League 31 62
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid Spanien Primera División 32 64
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 40 80
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 50 100
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 46 92
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 31 62
Luis Suárez FC Liverpool England Premier League 31 62
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 48 96
2015/16 Luis Suarez FC Barcelona Uruguay La Liga 40 80
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 37 74
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 34 68
2018/19 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 36 72

Ein wenig erinnert das Ganze natürlich schon an die Vorgehensweise im US-Sport, wo man beispielsweise in der NBA alles nur Denkbare an Zahlen zusammensammelt und auch diese vergleichbar macht, Durchschnittswerte berechnet etc. pp. Das ist im Fußball zwar auch immer mehr in Mode, Preise verleiht man zum Glück aber immer noch nur für den besten Torschützen und eventuell für den besten Scorer oder den besten Vorlagengeber. Sowie natürlich auch eine Wertung für den besten Torhüter und den besten Fußballer allgemein, ohne Rücksicht auf die Zahl der Tore zu nehmen.

Bisher gewannen nur wenige Spieler diese Wertung mehr als ein Mal, in letzter Zeit häuft sich ein solches Ereignis allerdings. Hier also die Liste aller Spieler, die mehr als ein Mal den Goldenen Schuh Europas gewannen:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 6x
Cristiano Ronaldo 4x
Gerd Müller 2x
Thierry Henry 2x
Diego Forlan 2x
Eusebio 2x
Mario Jardel 2x
Fernando Gomes 2x
Dudu Georgescu 2x
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Alle Gewinner des Goldenen Balls bei Weltmeisterschaften

Der „Goldene Ball“ wird seit 1982 nach jeder Weltmeisterschaft an den besten Spieler des Turniers vergeben, wie auch der Silberne Ball und der Bronzene Ball an den zweit- und drittbesten Spieler. Das Prozedere läuft so ab, dass die FIFA 10 Spieler des Turniers zur Auswahl stellt, und „Medienvertreter“ dann abstimmen, wer diese Auszeichnung erhalten soll.

WM Goldener Ball Silberner Ball Bronzener Ball
WM 1982 Paolo Rossi Falcao Karl-Heinz Rummenigge
WM 1986 Diego Maradona Harald Schumacher Preben Elkjær Larsen
WM 1990 Salvatore Schilacci Lothar Matthäus Diego Maradona
WM 1994 Romario Roberto Baggio Christo Stoitschkow
WM 1998 Ronaldo Davor Suker Lilian Thuram
WM 2002 Oliver Kahn Ronaldo Hong Myung-Bo
WM 2006 Zinedine Zidane Fabio Cannavaro Andrea Pirlo
WM 2010 Diego Forlan Wesley Sneijder David Villa
WM 2014 Lionel Messi Thomas Müller Arjen Robben
WM 2010 - - -

Ehrungen von Einzelspielern in einem Mannschaftssport sind immer fragwürdig und abgesehen von Faktivem wie Torschützen abzulehnen. Aus Gründen der Vollständigkeit ist diese Auflistung hier dennoch enthalten.

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