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Schlagwort: Guatemala

Alle Sieger der CONCACAF-Champions-League

Die Champions League der CONCACAF, also des nord- und mittelamerikanischen Fußballverbandes, wurde erstmalig 1962 ausgetragen, hat seitdem allerdings häufiger ihre Bezeichnung wie auch ihren Modus geändert. In der heutigen Form und mit dem heutigen Namen wird sie seit der Saison 2008/2009 ausgetragen. Zuvor hieß der Wettbewerb CONCACAF Champions’ Cup.

Die folgende Liste zeigt die Sieger, bzw. die Finalpaarungen – sofern vorhanden und nicht im Ligasystem ausgetragen – seit jener Einführung im Jahr 1962. Darunter finden sich Sieger aus erstaunlich vielen verschiedenen Ländern. Erst in den letzten Jahren ist die Übermacht der mexikanischen Clubs so deutlich geworden wie zuletzt sichtbar.

Jahr Sieger Ergebnisse Vizesieger
1962 Deportivo Guadalajara 1:0 / 5:0 CSD Comunicaciones
1963 RC Haïtien Haïtien zum Sieger erklärt. Deportivo Guadalajara
1964 nicht ausgetragen
1965 nicht ausgetragen
1966 nicht ausgetragen
1967 Alianza FC 1:2 / 3:0 / Play-Off: 5:3 CRKSV Jong Colombia
1968 Deportivo Toluca Transvaal disqualifiziert.
Toluca zum Sieger erklärt.
SV Transvaal
1969 CD Cruz Azul 0:0 / 1:0 CSD Comunicaciones
1970 CD Cruz Azul Transvaal zog zurück. SV Transvaal
1971 CD Cruz Azul 5:1 (Play-Off nach Ligarunde) LD Alajuelense
1972 CD Olimpia 1:0 / 0:0 SV Robinhood
1973 SV Transvaal Transvaal zum Sieger erklärt.
1974 CSD Municipal 2:1 / 2:1 SV Transvaal
1975 Atletico Español 3:0 / 2:1 SV Transvaal
1976 CD Águila 5:1 / ? SV Robinhood
1977 Club América 1:0 / 1:1 SV Robinhood
1978 Universidad Guadalajara CSD Comunicaciones Defence Force Finalturnier nicht ausgespielt. 3 Teams zum Sieger erklärt.
1979 CD FAS 1:0 / 8:0 CRKSV Jong Colombia
1980 UNAM Pumas Ligasystem Universidad NAH
1981 SV Transvaal 1:0 / 1:1 Atlético Marte
1982 UNAM Pumas 0:0 / 3:2 SV Robinhood
1983 CF Atlante 1:1 / 0:5 SV Robinhood
1984 Violette AC Violette zum Sieger erklärt.
1985 Defence Force 2:0 / 1:0 CD Olimpia
1986 LD Alajuelense 4:1 / 2:1 SV Transvaal
1987 Club América 1:1 / 2:0 Defence Force
1988 CD Olimpia 2:0 / 2:0 Defence Force
1989 UNAM Pumas 1:1 / 3:1 Pinar del Río
1990 Club América 2:2 / 6:0 Pinar del Río
1991 Puebla FC 3:1 / 1:1 Police FC
1992 Club América 1:0 LD Alajuelense
1993 CD Saprissa Ligasystem Club León
1994 CS Cartaginés 3:2 CF Atlante
1995 CD Saprissa Ligasystem CSD Municipal
1996 CD Cruz Azul Ligasystem Necaxa
1997 CD Cruz Azul 5:3 Los Angeles Galaxy
1998 D.C. United 1:0 Deportivo Toluca
1999 Necaxa 2:1 LD Alajuelense
2000 Los Angeles Galaxy 3:2 CD Olimpia
2001 Turnier abgesagt, stattdessen CONCACAF Giants Cup ausgetragen.
2002 CF Pachuca 1:0 Monarcas Morelia
2003 Deportivo Toluca 3:3 / 2:1 Monarcas Morelia
2004 LD Alajuelense 1:1 / 4:0 CD Saprissa
2005 CD Saprissa 2:0 / 1:2 UNAM Pumas
2006 Club América 0:0 / 2:1 n.V. Deportivo Toluca
2007 CF Pachuca 2:2 / 0:0 n.V., 7:6 i.E. Deportivo Guadalajara
2008 CF Pachuca 1:1 / 2:1 CD Saprissa
CONCACAF Champions League
2008/09 CF Atlante 2:0 / 0:0 CD Cruz Azul
2009/10 CF Pachuca 1:2 / 1:0 CD Cruz Azul
2010/11 CF Monterrey 2:2 / 1:0 Real Salt Lake
2011/12 CF Monterrey 2:0 / 1:2 Santos Laguna
2012/13 CF Monterrey 0:0 / 4:2 Santos Laguna
2013/14 CD Cruz Azul 0:0 / 1:1 Deportivo Toluca
2014/15 Club América 1:1 / 4:2 Montreal Impact

Trotz des stetigen auch qualitativen Wachstums der MLS hat diese bislang erst zwei Sieger hervorgebracht, allerdings bei der letzten Ausgabe zum ersten Mal auch ein kanadisches Team ins Finale bringen können.

Beherrschend sind in den letzten Jahren die Teams aus Mexiko, wo Spieler außerordentlicher Qualität wegen hoher, mit europäischen Größenordnungen vergleichbare Gehälter gezahlt werden. Der letzte Sieger, der nicht aus Mexiko stammte, war im Jahr 2005 ein Team aus Costa Rica.

Davor jedoch gab es bereits Sieger dieses internationalen Wettbewerbs aus nicht gerade für hohe Fußballkunst bekannten Ländern wie Trinidad & Tobago, El Salvador oder sogar Surinam.

Der Umstand, dass der Wettbewerb in Europa wenig im Fokus steht, macht ihn gleichzeitig aber nicht nur interessant zum Zuschauen, sondern auch für all jene, welche ihr Wissen einbringen oder ihr Glück anstatt bei den natürlich auch interessanten Pokererfahrungen.net lieber mal bei Sportwetten versuchen wollen. Der Pokalcharakter wie auch bei der europäischen Champions League macht die Angelegenheit natürlich ohnehin wägbarer. Bei der Champions League der CONCACAF kommt allerdings hinzu, dass man nur selten sicher sein kann, wie die einzelnen Ligen sich in einem Vergleich der Spielstärken machen.

Dennoch ist es nicht erstaunlich, dass die beiden Rekordsieger dieses Wettbewerbs beide aus Mexiko stammen. CD Cruz Azul und Club América teilen sich den ersten Platz in dieser inoffiziellen Wertung mit je 6 Titelgewinnen. Dahinter folgt mit 4 Titeln mit CF Pachuca ebenfalls ein Team aus Mexiko. Auf den weiteren Plätzen mit je 3 Titeln folgen mit UNAM Pumas und CF Monterrey zwei weitere mexikanische Clubs, allerdings ist hier auch der erste Club aus einer anderen Nation zu finden: Auch CD Saprissa aus Costa Rica gelangen 3 Titelgewinne.

Beim eingangs erwähnten zunehmenden Erstarken der MLS darf es aber nicht verwundern, wenn sich da in Kürze mehrere US-Clubs oder welche aus Kanada hinzugesellen. Schließlich dürfte bei langfristigem Erfolg des Fußball auch in den USA Geld genug vorhanden sein, um für diesen Wettbewerb ausreichend schlagkräftige Teams zusammenzustellen. Einen Sieger aus Haiti, wie 1963 und 1984 der Fall, dürfte es hingegen auf absehbare Zeit nicht mehr geben.

Der sportlichen Attraktivität dieser fernen Champions League dürfte das trotzdem keinen Abbruch tun.

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Alle Gewinner des CONCACAF-Gold-Cups

Von 1963 bis 1989 hieß der von der CONCACAF ausgetragene Wettbewerb CONCACAF Nations Cup, seit 1991 heißt er CONCACAF Gold Cup, zudem werden seit dieser Zeit auch immer wieder Gastnationen aus anderen Kontinentalverbänden zur Teilnahme eingeladen.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1963 El
Salvador
Costa Rica El Salvador Niederl. Antillen Honduras
1965 Guatemala Mexiko G‘mala Costa Rica El Salvador
1967 Honduras Guatemala Mexiko Honduras Trinidad und Tobago
1969 Costa
Rica
Costa Rica G‘mala Niederl. Antillen Mexiko
1971 Trinidad und Tobago Mexiko Haiti Costa Rica Kuba
1973 Haiti Haiti Trinidad und Tobago Mexiko Honduras
1977 Mexiko Mexiko Haiti El Salvador Kanada
1981 Honduras Honduras El Salvador Mexiko Kanada
1985 - Kanada Honduras Costa Rica -
1989 - Costa Rica USA Trinidad und Tobago Guatemala
1991 USA USA Honduras Mexiko Costa Rica
1993 USA/Mexiko Mexiko USA Jamaika* Costa Rica*
1996 USA Mexiko Brasilien USA Guatemala
1998 USA Mexiko USA Brasilien Jamaika
2000 USA Kanada Kolumbien Trinidad
und
Tobago*
Peru
2002 USA USA Costa Rica Kanada Südkorea
2003 USA/Mexiko Mexiko Brasilien USA Costa Rica
2005 USA USA Panama Honduras* Kolumbien*
2007 USA USA Mexiko Guadeloupe* Kanada*
2009 USA Mexiko USA Costa Rica* Honduras*
2011 USA Mexiko USA Honduras* Panama*
2013 USA USA Panama Mexiko * Honduras*
2015 USA Mexiko Jamaika Panama USA

* gemeinsame Dritte

Land Zahl der Siege
Mexiko 10
USA 5
Costa Rica 3
Kanada 2
Guatemala 1
Haiti 1
Honduras 1
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Alle Schiedsrichter der WM 2010 in Südafrika

Eine der wenigen Rubriken, die wohl nicht eines Tages bis zur WM 1930 aufgefüllt werden wird. Im Gegensatz zu allen anderen, die es gibt. Zur WM 2010 allerdings kann man so eine Auflistung der Schiedsrichter ja mal ganz gut gebrauchen. Wofür, das ist natürlich eine gute Frage, die sich aber sicher im Verlauf dieser Weltmeisterschaft noch klären wird. Hier sind also die schließlich insgesamt 30 WM-Schiedsrichter der WM in Südafrika – somit 2 weniger als es Teilnehmerländer gibt.

Schiedsrichter Herkunftsland
Europa
Olegario Benquerenca Portugal
Massimo Busacca Schweiz
Frank de Bleekere Belgien
Martin Hansson Schweden
Viktor Kassai Ungarn
Stephane Lannoy Frankreich
Roberto Rosetti Italien
Wolfgang Stark Deutschland
Alberto Undiano Mallenco Spanien
Howard Webb England
Südamerika
Carlos Amarilla Paraguay
Hector Baldassi Argentinien
Jorge Larrionda Uruguay
Pablo Pozo Chile
Oscar Ruiz Kolumbien
Carlos Simon Brasilien
Asien
Kalil Al Ghamdi Saudi-Arabien
Ravshan Irmatov Usbekistan
Subkhiddin Mohd Salleh Malaysia
Yuichi Nishimura Japan
Afrika
Mohamed Benouza Algerien
Koman Coulibaly Mali
Jerome Damon Südafrika
Eddy Maillet Seychellen
Nord-, Mittelamerika und Karibik
Joel Aguilar El Salvador
Benito Archundia Mexiko
Carlos Batres Guatemala
Marco Rodriguez Mexiko
Australien und Südpazifik
Michael Hester Neuseeland
Peter O‘Leary Neuseeland
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Zypern vor Österreich

Der (ansonsten) schicke Herr Löw hat seit seinem Einstand als Bundestrainer alle Pflicht- und alle Freundschaftsspiele gewonnen, nur der Test der Reservereifen gegen Dänemark ging verloren. „Halt!“, schreitet hier der Kenner ein und ruft aus dem Off ein kleines, aber deutliches „Eins zu eins“ hinein und meint damit ein Remis. Ein Remis im Spiel auf der zweigeteilten Insel, die zu insgesamt drei Nationen gehört: Ein griechischer Teil, ein türkischer Teil plus die extraterritorialen britischen Militärbasen. [1]

Der Gegner in jenem Spiel war allerdings der griechische Teil der Insel, die Republik Zypern, die auch Mitglied der EU ist, anders als der türkische Teil der Insel. 1:1 nur, das klingt schon ein bisschen mager, auch wenn Irland dort mit einem überraschenden 5:2 untergegangen war. Aber erstens ist das Irland der späten 2000er Jahre anscheinend nicht mehr das Irland von davor und zweitens ist Zypern, ganz konträr, nicht mehr das Zypern der Fußballsteinzeit. Das Spiel von Löws (man füge hier eine Alliteration mit L an, die die Spieler bezeichnet) war wenig berauschend und auch wenig 2006-haft. Komischerweise ging die gesamte Presse gönnerhaft darüber hinweg, obwohl doch so ein 1:1 auf einer kleinen Insel eigentlich eine mittlere Blamage ist. Ganz anders, als wenn man auswärts in Tschechien verlöre oder zu Hause gegen die Slowakei nicht gewönne. Das sind Ergebnisse im Bereich des Möglichen. Ein Remis auf Zypern aber ist eine kleine Blamage — dachte ich.

Nun muss ich einsehen: Es war gar keine Blamage, es war ein respektabler Punktgewinn. Schließlich steht Zypern richtig weit oben in der FIFA-Weltrangliste. Nämlich auf Platz, Moment, … auf Platz 81, zusammen mit Guatemala. Platz 81, jetzt könnte man denken, dass das doch gar nicht so weit oben sei, aber aufgemerkt: auf Platz 83 folgt die Fußballnation Österreich. Österreich ist immerhin Gruppenkopf einer der nur vier Vorrundengruppen der EM 2008. Und mit richtig viel Pech werden wir sogar in die Gruppe der Österreicher gelost. Da tut es gut zu wissen, dass man gegen Zypern, einen offensichtlich ähnlich starken Gegner, immerhin ein Remis rausholen kann.

[1] Wer mal günstig in die USA reisen möchte, sollte in die Normandie fahren, dort gibt es US-amerikanische Soldatenfriedhöfe, die mitten in Frankreich liegend ein Teil der USA sind. 500 und ein paar gequetschte Kilometer mit der Mitfahrzentrale oder mit dem (gibt’s das eigentlich noch?) Interrail-Ticket kann sich auch der ärmste Student mal leisten. Dumm nur, dass man dann immer noch nicht auf einem anderen Kontinent als dem eigenen war.

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WM 2014 in Panama oder Honduras

Ist Panama nicht ein bißchen klein? Doch. Sollte aber Brasilien als bislang und voraussichtlich auch bis Ende einziger Bewerber die Anforderungen für die Ausrichtung einer WM nicht erfüllen, dann:

„Wir haben gesagt, dass die WM 2014 in Südamerika stattfinden wird. Aber wenn es dort keinen geeigneten Kandidaten gibt, dann würden wir logischerweise nach Norden ziehen.“

So wird Joseph Sepp Blatter zitiert. Das bedeutet, auch El Salvador und Honduras können sich berechtigte Hoffnungen machen, im Rennen bei der Vergabe der WM-Ausrichtung dabei zu sein. Guatemala hat schon abgewunken, zu gering ist die Fußballbegeisterung in diesem Land, man könne der Bevölkerung diese Ausgaben nicht plausibel erklären. Costa Rica wird als zu groß empfunden, die weiten Entfernungen zwischen den einzelnen Spielstätten würden das Erleben des Turniers vor Ort sehr unattraktiv machen. So hoffe ich, dass es schließlich Honduras sein wird. Die wurden schließlich schon bei der WM 1982 im letzten Gruppenspiel etwas unsanft aus dem Turnier gekegelt. Toll, dass der Blatter Joseph so etwas nicht vergißt.

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Wir zittern vor Ekuador

Wir zittern vor Ekuador (warum schreibt das eigentlich jeder Hanswurst mit „c“?). Ekuador hat ein Testspiel gegen die Fußballgroßmacht Honduras verdient mit 1-0 gewonnen.

Honduras ist die Mannschaft, die in der vorletzten Runde der CONCACAF-Qualifikation mit den beeindruckenden Ergebnisssen von

    Costa Rica - Honduras 2:5 (2:2)
    Kanada - Honduras 1:1 (0:0)
    Honduras - Guatemala 2:2 (0:1)
    Honduras - Kanada 1:1 (0:0)
    Guatemala - Honduras 1:0 (1:0)
    Honduras - Costa Rica 0:0 (0:0)

als Gruppendritter scheiterte. Na gut, ein hoher Sieg gegen Costa Rica. Ansonsten aber: kein weiterer Sieg. Remis gegen Kanada, gegen Guatemala, gegen Costa Rica… und so weiter.

Nun will ich nicht so klingen, als wäre Deutschland in irgendeiner Form besser als es die hondurianischen Ergebnisse zeigen. Nur finde ich einen solchen Testspielsieg gegen einen Zwerg nicht gerade angsteinflößend. Aber Testspiele gehören ja ohnehin zur Kategorie der überbewerteten Spiele. Oder hab ich letztens das Gegenteil behaupt? Falls ja, dann bleib ich dabei.

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