Zum Inhalt springen

Schlagwort: Hans-Jürgen Dörner

Beliebte Spitznamen: Hans-Jürgen „Gedächtnis“ Dörner

Wahrlich beklagenswert ist das immer größere Löcher reißende Verschwinden von echten Spitznamen bei Fußballspielern. Echte Spitznamen sind solche, die eine Bedeutung in sich besitzen und nicht Gähnen machend allein aus einer Verkürzung des Nachnamens (noch schlimmer: Vornamens) plus i/y bestehen.

Meist nur die älteren Spieler besitzen noch echte Spitznamen, während die jüngeren zu häufig nicht mal mehr die Phantasie besitzen, etwas fernab des Naheliegendsten zu finden.

Wenn dann einer dieser Älteren einen Spitznamen besitzt, möchte man allerdings schon gerne aufgeklärt werden, wie dieser denn zustande kam und was er ungemein Lustiges bedeutet. Womit nicht gesagt sein soll, dass die Leute früher lustiger waren als heute, sie hatten nur vielleicht weniger zu tun und deshalb mehr Zeit, sich Spitznamen zu überlegen, die noch dazu nicht alle aus dem selben Kulturkreis stammten.

Einer dieser Träger eines echten Spitznamens ist Hans-Jürgen „Gedächtnis“ Dörner, allerdings gibt es da ein Problem mit der Aufklärung der Entstehungsgeschichte dieses seines Spitznamens.

Er kann sich zwar noch erinnern, wann.

Bereits als Schüler kam er zu seinem Spitznamen „Dixie“.

Aber er weiß nicht mehr, warum.

Den Namen „Dixie“ hat er übrigens seit seiner Kindheit. Warum und von wem, weiß er nicht.

Andere allerdings behaupten, sich zumindest an das „Wie“ erinnern zu können:

Aus seiner Kindheit stammt der Spitzname. Die älteren Jungs auf dem Bolzplatz sollen ihm zugerufen haben: „Na komm, du kleener Dixie, kannst ruhig bei uns mitspielen.“

Offensichtlich hatte es also nicht einmal etwas mit der sich ergebenden Alliteration mit dem Nachnamen zu tun, sondern war nur eine aus der Lamäng dahingeworfene Bezeichnung eines kleinen Fuzzis, welche man zu jener Zeit in bestimmten Regionen gerne „Dixie“ nannte.

Immerhin weiß er, worauf der Name nicht anspielt:

Den Spitznamen hatte ich seit meiner Kindheit. Ich weiß nicht, von wem und warum. Es hat jedenfalls nichts mit den alten Autos zu tun oder mit dem Dixieland-Festival.

Neben ihm selbst werden also auch wir alle unaufgeklärt sterben müssen.

14 Kommentare

Alle Fußballer des Jahres in der DDR

Jahr Spieler Club
1963 Manfred Kaiser SC Wismut Karl-Marx-Stadt
1964 Klaus Urbanczyk SC Chemie Halle
1965 Horst Weigang SC Leipzig
1966 Jürgen Nöldner FC Vorwärts Berlin
1967 Dieter Erler FC Karl-Marx-Stadt
1968 Bernd Bransch Hallescher FC Chemie
1969 Eberhard Vogel FC Karl-Marx-Stadt
1970 Roland Ducke FC Carl Zeiss Jena
1971 Peter Ducke FC Carl Zeiss Jena
1972 Jürgen Croy BSG Sachsenring Zwickau
1973 Hans-Jürgen Kreische Dynamo Dresden
1974 Bernd Bransch FC Carl Zeiss Jena
1975 Jürgen Pommerenke 1. FC Magdeburg
1976 Jürgen Croy BSG Sachsenring Zwickau
1977 Hans-Jürgen Dörner Dynamo Dresden
1978 Jürgen Croy BSG Sachsenring Zwickau
1979 Joachim Streich 1. FC Magdeburg
1980 Hans-Ulrich Grapenthin FC Carl Zeiss Jena
1981 Hans-Ulrich Grapenthin FC Carl Zeiss Jena
1982 Rüdiger Schnuphase FC Carl Zeiss Jena
1983 Joachim Streich 1. FC Magdeburg
1984 Hans-Jürgen Dörner Dynamo Dresden
1985 Hans-Jürgen Dörner Dynamo Dresden
1986 René Müller 1. FC Lokomotive Leipzig
1987 René Müller 1. FC Lokomotive Leipzig
1988 Andreas Thom BFC Dynamo
1989 Andreas Trautmann Dynamo Dresden
1990 Ulf Kirsten 1. FC Dynamo Dresden
1991 Torsten Gütschow 1. FC Dynamo Dresden
Kommentare geschlossen