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Schlagwort: Manolo

Alle Torschützenkönige in Spanien

In Spanien betreibt man schon seit dem Jahr 1928 eine landesweite Profiliga. Da kommt einiges zusammen an Historie bezüglich ihrer Torschützenkönige. Erst in den letzten Jahren wird die Liga von den zwei Ausnahmeerscheinungen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo dominiert, beide x-fache Weltfußballer des Jahres. Ansonsten wechselten sich viele Torschützen ab, wobei auch weitere Spieler früher bereits eine Art Ära prägten, indem sie in ihrer Zeit gleich mehrfach Torschützenkönig in Spanien wurden. Zu nennen sind da Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas genauso wie der kürzlich verstorbene Quini und der Mexikaner Hugo Sanchez.

Liste der Torschützenkönige in Spanien

Hier also der komplette Überblick über alle Torschützen in jenem Land, das zwei der größten Clubs dieses Planeten in seiner Liga weiß, welche naturgemäß auch sehr häufig den Torschützenkönig stellen, wenn auch zu früheren Zeiten nicht ganz so häufig wie zuletzt: Real Madrid und der FC Barcelona.

Saison Torschützenkönig Club Tore
1928/29 Paco Bienzobas Real Sociedad 14
1929/30 Guillermo Gorostiza Athletic Bilbao 19
1930/31 Bata Athletic Bilbao 27
1931/32 Guillermo Gorostiza Athletic Bilbao 12
1932/33 Manuel Olivares Real Madrid 16
1933/34 Isidro Lángara Real Oviedo 27
1934/35 Isidro Lángara Real Oviedo 26
1935/36 Isidro Lángara Real Oviedo 27
1939/40 Víctor Unamuno Athletic Bilbao 20
1940/41 Pruden Atlético Aviación 30
1941/42 Mundo FC Valencia 27
1942/43 Mariano Martín FC Barcelona 32
1943/44 Mundo FC Valencia 27
1944/45 Telmo Zarra Athletic Bilbao 19
1945/46 Telmo Zarra Athletic Bilbao 24
1946/47 Telmo Zarra Athletic Bilbao 34
1947/48 Pahiño Celta Vigo 23
1948/49 César Rodríguez FC Barcelona 28
1949/50 Telmo Zarra Athletic Bilbao 25
1950/51 Telmo Zarra Athletic Bilbao 38
1951/52 Pahiño Real Madrid 28
1952/53 Telmo Zarra Athletic Bilbao 24
1953/54 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 27
1954/55 Juan Arza FC Sevilla 28
1955/56 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 24
1956/57 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 31
1957/58 Manuel Badenes
Alfredo Di Stéfano
Ricardo Alós
Real Valladolid
Real Madrid
FC Valencia
19
1958/59 Alfredo Di Stéfano Real Madrid 23
1959/60 Ferenc Puskás Real Madrid 26
1960/61 Ferenc Puskás Real Madrid 27
1961/62 Juan Seminario Real Saragossa 25
1962/63 Ferenc Puskás Real Madrid 26
1963/64 Ferenc Puskás Real Madrid 20
1964/65 Cayetano Ré FC Barcelona 25
1965/66 Vavá FC Elche 19
1966/67 Waldo FC Valencia 24
1967/68 Fidel Uriarte Athletic Bilbao 22
1968/69 Amancio Amaro
José Eulogio Gárate
Real Madrid
Atlético Madrid
14
1969/70 Amancio Amaro
Luis Aragonés
José Eulogio Gárate
Real Madrid
Atlético Madrid
Atlético Madrid
16
1970/71 José Eulogio Gárate
Carles Rexach
Atlético Madrid
FC Barcelona
17
1971/72 Enrique Porta FC Granada 20
1972/73 Marianín Real Oviedo 19
1973/74 Quini Sporting Gijón 20
1974/75 Carlos Ruiz Herrero Athletic Bilbao 19
1975/76 Quini Sporting Gijón 21
1976/77 Mario Kempes FC Valencia 24
1977/78 Mario Kempes FC Valencia 28
1978/79 Hans Krankl FC Barcelona 29
1979/80 Quini Sporting Gijón 24
1980/81 Quini FC Barcelona 20
1981/82 Quini FC Barcelona 26
1982/83 Poli Rincón Betis Sevilla 20
1983/84 Jorge da Silva
Juanito
Real Valladolid
Real Madrid
17
1984/85 Hugo Sánchez Atlético Madrid 19
1985/86 Hugo Sánchez Real Madrid 22
1986/87 Hugo Sánchez Real Madrid 34
1987/88 Hugo Sánchez Real Madrid 29
1988/89 Baltazar Atlético Madrid 35
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid 38
1990/91 Emilio Butragueño Real Madrid 19
1991/92 Manolo Atlético Madrid 27
1992/93 Bebeto Deportivo La Coruña 29
1993/94 Romário FC Barcelona 30
1994/95 Iván Zamorano Real Madrid 28
1995/96 Juan Antonio Pizzi CD Teneriffa 31
1996/97 Ronaldo FC Barcelona 34
1997/98 Christian Vieri Atlético Madrid 24
1998/99 Raúl Real Madrid 25
1999/2000 Salva Ballesta Racing Santander 27
2000/01 Raúl Real Madrid 24
2001/02 Diego Tristán Deportivo La Coruña 21
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña 29
2003/04 Ronaldo Real Madrid 24
2004/05 Diego Forlán FC Villarreal 25
2005/06 Samuel Eto’o FC Barcelona 26
2006/07 Ruud van Nistelrooy Real Madrid 25
2007/08 Daniel Güiza RCD Mallorca 27
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid 32
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona 34
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid 41
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona 50
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona 45
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid 31
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid 48
2015/16 Luis Suárez FC Barcelona 40
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona 37
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona 34

Den letzten Torschützenkönig, der nicht von Real Madrid oder vom FC Barcelona stammte, sah die spanische Liga übrigens im Jahr 2009, als Diego Forlan für den drittgrößten Club des Landes die Krone gewann. Diego Forlan traf damals für Atletico Madrid 32 mal in einer Saison. Durchaus ein stolzer Wert.

Und doch gerade mal zwei Drittel von jenem unglaublichen Bestwert, den Lionel Messi in der Saison 2012/13 aufstellte: satte 50 mal traf er in einer Saison, die in Spanien aus 38 Spielen besteht. Cristiano Ronaldo kam mit seinen 48 Treffern in der Saison 2014/15 diesem Superwert sehr nah, scheiterte aber wie so oft daran, den Bestwert von Lionel Messi zu überbieten.

Neue Namen werden folgen

Irgendwann, schon in absehbarer Zeit, wird auch die Epoche dieser beiden Ausnahmekünstler zu Ende gehen, beide haben die 30 Lebensjahre schon länger erreicht. Und dann lohnt es sich vielleicht wieder mehr, eine Sportwette bei einem der vielen Wettanbieter darauf zu wagen, welcher Spieler in Spaniens La Liga in einer Saison wohl am meisten Tore erzielen wird.

Und an Kandidaten dafür, die kommenden Stürmerstars zu sein, mangelt es in der sportlich hochwertigen Liga Spaniens schließlich auch jetzt schon nicht. Da fielen einem viele Namen ein, gleichwohl diese absolute Ausnahmeklasse von Lionel Messi möglicherweise auf Jahrzehnte hin unerreicht bleiben wird. Wie dem auch sei: Es wird wieder mehr Abwechslung in die Liste kommen, wenn auch die Clubs sich nicht unbedingt ändern werden, wohl aber die Namen der Torschützenkönige in Spanien.

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Burn, burn, yes ya gonna burn

Burn, burn, alle, burn, jawohl!

Ach, rage against the machine, das war ja … da fuhr man ja noch alte klapprige Kisten, bei denen man nach 4 Wochen Zelten am Atlantik fürchten musste, dass sie trotz null Feuchte und 40°C in den ganzen 4 Wochen am Tag der Abreise nicht mehr anspringen würden. 12h Fahrt am Stück „rage against the machine“ war dann auch irgendwann nicht mehr mein Ding (und auf der Rückseite war David Bowie, dessen alte Sachen ich eigentlich ebenfalls mag, aber nicht 6x hinternander). Trotzdem klauen wir heute den Titel mal von „rage against the machine“, wobei wir das „yes ya gonna“ hier durch „alle“ ersetzen. Ist ja so auch viel familienfreundlicher, und da es im weiteren Text schon nicht sehr familienfreundlich zugehen wird (u. a. Dank Ronaldo), sind wir froh, wenigstens mit der Titelzeile durch die vielen installierten Filter zu schawuppern. Burn, alle, Burn, also der Reihe nach:

Da haben sich einige ordentlich verbrannt in den letzten Tagen.

Bernd Schneider zum Beispiel sein EM-Ticket, als er sich einen Halswirbel vorfallen ließ, der nicht schnell genug repariert werden konnte. Angesichts seiner stetig herabfallenden Form wäre aber ohnehin fraglich, ob durch die Nichtteilnahme unseres geliebten Schnix — gibt es irgendjemanden, der Bernd Schneider nicht mag? — das Feuer in der Nationalmannschaft merklich weniger lodern wird.

Schnix hätte es besser so gemacht wie Michael Ballack es in diesem Jahr tat und wie Christoph Metzelder es eigentlich immer tut: die halbe Saison locker-leicht auf irgendwelchen Reha-Plätzen herumtraben und dann, wenn man die wirklich großen Meriten einheimsen kann, nämlich bei den internationalen Turnieren, das Fünkchen frischer als der Gegner zu sein.

Richtig viel verbrannt haben auch die Bayern, allerdings schon vor der Saison und zwar Geld, mit dem sie die Bundesliga tatsächlich in Fernglas-Dimensionen beherrschen. Heute haben sie dann noch mal nachgelegt beim Verbrennen: Erst ihre erste Chance auf einen Europapokal seit 2001, auch schon 7 Jahre her und dazwischen stand nicht mal eine Finalteilnahme, dann, zeitgleich, auch den ollen, Entschuldigung, Hitzfeld. Der darf jetzt beweisen, dass man auch als verbrannter Trainer noch mit einer Länderauswahl etwas erreichen kann. Rehhagel hat’s vorgemacht, ob es der knauzige General schafft, bleibt abzuwarten. Und wie groß müsste eigentlich ein Fernglas sein, mit dem man von München bis Manchester blicken kann? Sofern die Sichtverhältnisse in knapp zwei Wochen gut sein werden, natürlich nur.

Wer sich ebenfalls ein bisschen verbrannt hat, ist Ronaldo, nicht der neue Cristiano, sondern der alte de Lima oder so, il fenomeno. Der Nike-Lebensvertrag wackelt. Jan Ullrich hat es mit seiner grenzenlosen Naivität nur bis zu den Drogen geschafft, Ronaldo immerhin schon bis zu den Drogen und den Transvestiten. Ein nicht ganz verkehrter Beitrag der taz fragt, ob es wirklich so ein Unfall gewesen sein muss, wem Ronaldo da in die vermeintliche Falle ging. Und wäre es kein Unfall, dann hätten wir den ersten großen Fußballstar, von dem es halbwegs nachgewiesen wäre, dass er schwul ist. Oder bisexuell. Oder wie auch immer das heißt, wenn man auf Transen steht. Und bigott wie wir hier manchmal sind, schreiben wir erst drüber, um dann zu erklären, dass es uns ja nix angeht, mit wem Ronaldo (der echte) Schäferstündchen hält: mit Frauen (echten), Transvestiten (gibt es da auch falsche?) oder unseretwegen auch mit Hunden, sofern alle Beteiligten gut behandelt werden und freiwillig an Ort und Stelle sind. Und entlohnt werden. Apropos Hunde:

Luca Toni geht gerne aus in München, weil es da so viele Hunde gibt. Er mag Hunde. Das wird die Münchener freuen, dass er in München gerne spazieren geht. Ein bisschen verscherzt, oder sagen wir heute mal verbrannt, hat er es sich dagegen mit seinen italienischen Heimatfrontlern. Die müssen nämlich immer noch dort leben, wo es stinkt und dreckig ist, und nicht wie er im schönen München, dessen Vorort-Villen wir ja alle noch aus den Derrick-Folgen kennen:

„Die Stadt ist sehr sauber und grün, alle benehmen sich, keiner macht Dreck – ganz anders als in Italien.“

Richtig gebrannt hat es zum Glück zuletzt nirgendwo, weder im Nürnberger Fanblock noch in diversen Fanforen. Das einzige, was im deutschen Fußball wirklich immer brennt, ist Matthias Sammers Schädel, der sich nicht zu blöde war, seinen Nach-Nachfolger bei Borussia Dortmund öffentlich in die Pfanne zu hauen. Wobei blöd auch relativ ist: Nachdem Sammer eingesehen hatte, dass er selbst es mit seinem Temperament (bei gleichzeitigem Non-Temperament, schließlich sah man ihn noch nie als Spieler ernsthaft nach Erfolgen mit seinen Teamkameraden oder der Fankurve feiern) als Bundesligatrainer nicht lange ausgehalten hätte, flüchtete er sich in eine Position, in der er niemals direkt nach dem Spiel Interviews geben muss, flammend und lodernd, sondern nur im vom Tagesgeschäft meist abgekoppelten DFB-Palast, an einem ruhigen, leise-flauschig vor sich hin knisternden Kaminfeuer an einem unbedeutenden Donnerstagvormittag.

Thomas Doll hingegen, dem schon die Akne damals sehr gebrannt haben muss (an dieser Stelle ist nichts bekannt über die Auswirkungen von Akne, diesem Fluch aller gerade geschlechtsfähig werdenden jungen Menschen ist man hier zum Glück entgangen), wird in Kürze noch viel mehr das Verlangen unter der Haut brennen, — spätestens in zwei-drei Monaten, wenn Neururer-esk dann doch keinen neuen Trainer-Angebote kommen — nicht letztens einfach die Klappe gehalten zu haben. Anstatt sich mit einem dermaßen peinlichen und auch seine Unfähigkeit, mit den Anforderungen eines Bundesligatrainers umgehen zu können, demonstrierenden Auftritt den Mund zu verbrennen.

Ausgebrannt, zu schlechter Letzt, und zwar endgültig, ist einer, den man sich als damals treuer Zuseher der Sportschau nicht wegdenken konnte, Bolzplatz hat es schon erwähnt: Manolo ist tot. Manolo war Türke, sprach wahrscheinlich ähnlich radebrechend Deutsch wie die meisten Gastarbeiter seiner Generation, doch die Sprache des Fußballs und des Trommelns beherrschte er:

„Es waren immer dieselben Rhythmen. Bumm-Bumm-BummBummBumm oder Bumm! (bummbummbumm) Bumm! (bummbummbumm).“

Manolos Feuer ist erloschen, die Fußballspiele aber gehen weiter mit ihrem hitzigen Kampfe und ich soll in der Hölle schmoren, wenn ich nicht bald endlich aufhöre, dieses Wortspiel auszuschlachten.

Hat mal einer Feuer?

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