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Schlagwort: Rotterdam

Alle Orte der CL-Finals

Zwar werden die Stadien im europäischen Profifußball allgemein immer einheitlicher. Gerade für die ganz großen Stadien auf diesem Kontinent gilt dies aber immer noch nicht; gerade hier zeigen sich doch immer noch enorme Unterschiede eine ausgesprochene Prägnanz der jeweiligen Arenen. Aus diesem Grund ist es auch für neutrale Fans immer noch spannend, wo am Ende einer Saison jeweils das Finale der Champions League ausgetragen wird. Oft ist es eine der Hauptstädte der größeren Länder, allein schon aus Gründen der Kapazität. Nicht allein der Stadien, sondern auch der infrastrukturellen Einrichtungen wie Hotelbetten oder Flughäfen und Bahnhöfe, die jeweils in kurzer Zeit an- und wieder abreisenden Fans im Rahmen eines solchen Finals der Champions League bewältigen können müssen. Gerade zur Frühzeit dieses Wettbewerbs, als er noch Europapokal der Landesmeister hieß, gab es aber auch noch kleinere Städte wie Stuttgart oder Bern, die in den Genuss der Ausrichtung dieses bedeutsamsten Spiel des europäischen Vereinsfußballs ist.

Und gerade in den letzten Jahren kommen viele Städte hinzu, die man aus diversen Gründen lange Zeit gar nicht als Austragungsort der Champions League berücksichtigt hatte, wie Berlin, Moskau oder Istanbul. Hier gibt es jedenfalls die komplette Übersicht über alle Austragungsorte der Finals der Champions League, nicht zuletzt mit dem dazugehörigen Namen des Stadions.

Liste der Stadien der Finals in der Champions League

Jahr Stadion Stadt
1955/1956 Prinzenpark Paris
1956/1957 Estadio Santiago Bernabeu Madrid
1957/1958 Heyel-Stadion Brüssel
1958/1959 Neckarstadion Stuttgart
1959/1960 Hampden Park Glasgow
1960/1961 Wandorfstadion Bern
1961/1962 Olympiastadion Amsterdam
1962/1963 Wembley London
1963/1964 Praterstadion Wien
1964/1965 San Siro Mailand
1965/1966 Heysel-Stadion Brüssel
1966/1967 Estadio Nacional Lissabon
1967/1968 Wembley London
1968/1969 Estadio Santiago Bernabeu Madrid
1969/1970 San Siro Mailand
1970/1971 Wembley London
1971/1972 De Kuip Rotterdam
1972/1973 Stadion Roter Stern Belgrad
1973/1974 Heysel-Stadion Brüssel
1974/1975 Prinzenpark Paris
1975/1976 Hampden Park Glasgow
1976/1977 Olympiastadion Rom
1977/1978 Wembley London
1978/1979 Olympiastadion München
1979/1980 Estadio Santiago Bernabeu Madrid
1980/1981 Prinzenpark Paris
1981/1982 De Kuip Rotterdam
1982/1983 Olympiastadion Athen
1983/1984 Olympiastadion Rom
1984/1985 Heysel-Stadion Brüssel
1985/1986 Estadio Ramon Sanchez Pizjuan Sevilla
1986/1987 Praterstadion Wien
1987/1988 Neckarstadion Stuttgart
1988/1989 Camp Nou Barcelona
1989/1990 Praterstadion Wien
1990/1991 Stadio San Nicola Bari
1991/1992 Wembley London
1992/1993 Olympiastadion München
1993/1994 Olympiastadion Athen
1994/1995 Ernst-Happel-Stadion Wien
1995/1996 Olympiastadion Rom
1996/1997 Olympiastadion München
1997/1998 Amsterdam-Arena Amsterdam
1998/1999 Camp Nou Barcelona
1999/2000 Stade de France Paris
2000/2001 Giuseppe-Meazza-Stadion Mailand
2001/2002 Hampden Park Glasgow
2002/2003 Old Trafford Manchester
2003/2004 Arena auf Schalke Gelsenkirchen
2004/2005 Atatürk-Olympiastadion Istanbul
2005/2006 Stade de France Paris
2006/2007 Olympiastadion Athen
2007/2008 Olympiastadion Luschniki Moskau
2008/2009 Olympiastadion Rom
2009/2010 Estadio Santiago Bernabeu Madrid
2010/2011 Wembley London
2011/2012 Allianz-Arena München
2012/2013 Wembley London
2013/2014 Estadio da Luz Lissabon
2014/2015 Olympiastadion Berlin
2015/2016 Giuseppe-Meazza-Stadion Mailand
2016/2017 Millennium Stadium Cardiff
2017/2018 Olympiastadion Kiew
2018/2019 Estadio Metropolitano Madrid
2019/2020 Atatürk-Olympiastadion Istanbul

Wie man sieht, stehen auch die nächten beiden Finalorte bzw. -stadien bereits fest. Für 2019 ist das natürlich klar. Wieder einmal geht es nach Madrid. Allerdings ist zum ersten Mal das neu errichtete Heimstadion von Atletico Madrid Schauplatz des Showdowns in der Champions League, und nicht die Heimstätte von Real Madrid, das Estadio Santiago Bernabeu, wie es bislang schon 7x der Fall war.

Top-Ziele für Fußballreisen

Was mit den jüngeren Zielen wie Cardiff oder Istanbul eben auch zeigt, dass sich da immer wieder Reiseziele auftun, die zumindest für den herkömmlichen Fußballfan nicht so gewöhnlich sind. Was wiederum oft bedeutet, dass man bei einer Planung für einen Kurztrip dorthin eventuell ein wenig Unterstützung benötigen könnte. Auf diesen Bereich hat sich der Anbieter FussballTrip spezialisiert, der sich gerade den Reisen zu europäischen Zielen und weniger innerhalb Deutschlands widmet und dies nun auch schon länger tut. Dabei muss es nicht mal das Finale der Champions League sein. Auch für viele Partien der Gruppenphase oder der KO-Runde der Champions League wird man hier fündig werden.

Übersicht der Zahl der Finals pro Stadt

Als weitere Informationsquelle noch die Liste aller Städte, die bislang mehr als einmal Austragungsort eines Finals der Champions League waren.

Stadt Stadien Finals der CL
London Wembley 7
Paris * Prinzenpark, Stade de France 5
Madrid Estadio Santiago Bernabeu 4
Brüssel Heyel-Stadion 4
Rom Olympiastadion 4
Wien Praterstadion, Ernst-Happel-Stadion 4
Mailand San-Siro-Stadion, Giuseppe-Meazza-Stadion 4
München Olympiastadion, Allianz-Arena 4
Glasgow Hampden Park 3
Athen Olympiastadion 3
Amsterdam Olympiastadion, Amsterdam-Arena 2
Rotterdam De Kuip 2
Stuttgart Neckarstadion 2
Barcelona Camp Nou 2
Lissabon Estadio Nacional, Estadio da Luz 2
Istanbul Atatürk-Olympiastadion 2

* Paris wird hier von uns als fünfmaliger Austragungsort gezählt, obwohl sich das Stade de France außerhalb der offiziellen Stadtgrenzen von Paris befindet. Man darf es aber wohl als zu Paris gehörig werten, wenn man es nicht allzu streng nimmt.

Wenn man wissen möchte, welcher Club jeweils das Finale dieses Wettbewerbs gewonnen hat, so wird man übrigens im Beitrag zu allen Siegern der Champions League fündig.

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Withe müsste schießen

Aston Villa, jüngst schmachvoll aus der Premier League abgestiegen, ist und bleibt dennoch stolzer Europapokalsieger. Und zwar nicht in irgendeinem der drei gewesenen und zwei noch seienden Europapokale, sondern im Europapokal der Landesmeister. 1982 erzielt Peter Withe das einzige Tor im Finale zu Rotterdam gegen einen gewissen Manfred Müller. Der FC Bayern München hatte zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Finale verloren und dann auch noch das im bedeutendsten Wettbewerb, den ein Verein gewinnen kann. Während der FC Bayern München aber inzwischen zwei weitere Titel im Nachfolgewettbewerb folgen ließ, blieb es für Aston Villa bei jenem einen Europapokalsieg 1982.

Und weil man da so stolz drauf ist, hat man die begleitenden Worte des englischen Kommentators von damals, Brian Moore – dessen Stimme auch die meisten fußballinteressierten Deutschen kennen dürften – gleich auf den North Stand ihres Villa Parks gepappt, der nun von folgendem Schriftzug geziert wird:

„Shaw, Williams, prepared to venture down the left. There’s a good ball played in for Tony Morley. Oh, it must be! & It is!! Peter Withe!!“

Sehen wir mal angesichts der Tragweite dieses Ereignisses, dieses erzielten Tores gönnerhaft über die doppelten Ausrufezeichen am Ende hinweg, dann ist diese Maßnahme von Villa genau das, was man hier goutiert. Nicht das Festhalten an Erfolgen von Annodunnemal, sondern dass man sich etwas Einzigartiges in seiner Identität erschafft, fernab von „You‘ll never walk alone“ oder was es sonst noch an Einheitsbrei gibt.

Wie immer bei derartigen Fundstücken hat das – abgesehen von dieser Originalität – keine weitere Bewandtnis, macht Aston Villa aber ein kleines Stück weiter liebenswert. Gleichwohl man in einigen Dekaden stöhnen könnte, dass immer noch die Vergangenheit über dem Rasen prangt, während man selbst auch nicht nur in die Nähe einer Teilnahme an einem Europapokal gelangt, geschweige denn einen solchen wird gewinnen können. Wird die Zukunft zeigen.

So hat dieser Club, was Deutschland im Großen hat („Rahn müsste schießen“), für sich im Kleinen, die unvergesslich eingebrannten Worte eines Kommentators beim größten Erfolg der Landes- bzw. Verbandsgeschichte als für jedermann vor Ort bekannte Wendung, die ihn eben ein wenig eigener macht.

Achso, wie das aussieht, dieser Schriftzug am North Stand vom Villa Park? Das sieht man hier. Nicht ganz so schick, wie man sich das vorgestellt hätte, aber nun ja.

Und hier spricht Brian Moore jene für alle Villans magischen Worte:



Und was steht bei Euren Clubs so Einzigartiges im und am Stadion an Worten und legendären Sprüchen?

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