Zum Inhalt springen

Schlagwort: Vitesse Arnheim

Meiste Einsätze in der Eredivisie

Eigentlich ist der holländische Fußball in Deutschland doch so nah. Die einstmals sehr große Rivalität bewegt sich mittlerweile zwar endlich wieder in rein sportlichen Bahnen. Doch zuletzt trafen die beiden Nationalmannschaften gleich viermal aufeinander – mit ziemlich unterschiedlichen Ergebnissen. Zweimal traf man sich in der neu geschaffenen Nations League. Hier wurden die Deutschen zunächst in Holland mit 0:3 vermöbelt – woraufhin Jogi Löw doch aufwachte und den großen personellen Schnitt in seinem Kader vornahm. Zu Hause folgte ein 2:2, das sich eigentlich wie ein Sieg anfühlte. Anschließend traf man in der EM-Qualifikation aufeinander. Hier gab es jeweils einen Auswärtssieg. Deutschland siegte in Holland mit 3:2, verlor aber in Hamburg mit 2:4. In jedem Fall herrscht doch immer ein besonders gegenseitiges Augenmerk aufeinander im Fußball. Da verwundert es doch, wenn man den Blick auf die Rekordspieler der Eredivisie in Holland wirft, das im Prinzip mit einer Ausnahme keiner dieser Rekordspieler der Niederlande hier bekannt ist. In der Corona-Krise hat man natürlich Zeit, sich mit derlei Themen zu beschäftigen. Es ist nicht schwer zu verstehen, welcher Zeitvertreib für Glücksspiel-Fans jetzt beliebt ist – Spielautomaten kostenlos spielen ohne Anmeldung. Wie wäre es, sich von Slots-Spielen zu lösen und diese TOP-Spiele kennenzulernen? Ebenso kann man sich natürlich die folgende Liste zu Gemüte führen, die die Spieler mit den meisten Einsätzen in der Eredivisie auflistet. Erstaunlich auch, dass kaum Spieler darunter sind, die ihre gesamte (Erstliga-) Karriere bei nur einem Verein verbracht haben. Ausnahmen wie der Führende dieser Liste bestätigen natürlich die Regel.

Liste meiste Einsätze Eredivisie

Name Clubs Einsätze
Sander Boschker FC Twente Enschede 561
Hans Vonk RKC Waalwijk
FC Den Bosch
SC Heerenveen
Ajax Amsterdam
412
Mark Luijpers Roda Kerkrade
MVV Maastricht
408
Ger Senden Roda Kerkrade 407
Peter Wisgerhof Vitesse Arnheim
NEC Nimwegen
FC Twente Enschede
403
Danny Blind Sparta Rotterdam
Ajax Amsterdam
403
Patrick Pothuizen Vitesse Arnheim
NEC Nimwegen
FC Twente Enschede
397
Eric van der Luer MVV Maastricht
Roda Kerkrade
394
Tim Cornelisse RKC Waalwijk
Vitesse Arnheim
FC Utrecht
FC Twente Enschede
Wilem II Tilburg
388
Anthony Lurling FC Den Bosch
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
NAC Breda
RKC Waalwijk
386
Kew Jaliens Sparta Rotterdam
Willem II Tilburg
AZ Alkmaar
380
Paul Bosvelt Go Ahead Eagles Deventer
FC Twente Enschede
Feyenoord Rotterdam
SC Heerenveen
378
Gabor Babos NAC Breda
Feyenoord Rotterdam
NEC Nimwegen
377
Danny Landzaat Ajax Amsterdam
MVV Maastricht
Willem II Tilburg
AZ Alkmaar
Feyenoord Rotterdam
FC Twente Enschede
374
Jean-Paul de Jong FC Utrecht 371
Bart Latuheru Excelsior Rotterdam
Vitesse Arnheim
AZ Alkmaar
NEC Nijmegen
367
Rob van Dijk Feyenoord Rotterdam
RKC Waalwijk
PSV Eindhoven
De Graafschap
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
FC Utrecht
366
Patrick Lodewijks PSV Eindhoven
FC Groningen
Feyenoord Rotterdam
365
Patrick Paauwe PSV Eindhoven
De Graafschap
Fortuna Sittard
Feyenoord Rotterdam
VVV Venlo
365
Willem Janssen VVV Venlo
Roda Kerkrade
FC Twente Enschede
FC Utrecht
363
Robert Roest FC Utrecht
Fortuna Sittard
362
Theo Janssen Vitesse Arnheim
FC Twente Enschede
Ajax Amsterdam
356
Edwin Zoetebier FC Volendam
Feyenoord Rotterdam
Vitesse Arnheim
PSV Eindhoven
NAC Breda
356
Ronald Waterreus Roda Kerkrade
PSV Eindhoven
AZ Alkmaar
355
Gerard de Nooijer Sparta Rotterdam
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
354

Nicht verwunderlich, dass gleich 7 der 25 Spieler mit den meisten Einsätzen in der Eredivisie Torhüter sind und sogar gleich die ersten beiden Plätze belegen. Torhüter können oder zumindest konnten bis zuletzt immer noch ein wenig länger das Ende ihrer Karriere hinauszögern als es bei Feldspielern der Fall ist. Ebenso wenig erstaunlich, dass man im Prinzip – mit der Ausnahme von Danny Blind – niemanden aus dieser Liste im deutschsprachigen Raum kennt. Spätestens seit dem Bosman-Urteil, aber in geringen Anteilen auch davor schon, ist es eben so, dass die besonders erfolgreichen Spieler aus einem kleinen Land wie den Niederlanden schnell und gerne den Weg ins Ausland einschlagen. Nur wer unter dem Radar der internationalen Fußballöffentlichkeit bleibt, weil er eben nicht das ganz große Talent ist, verbleibt für die gesamte Zeit seiner Karriere in der Eredivisie.

Und so ist mit Sander Boschker ein Mann der Spieler mit den meisten Einsätzen in Hollands höchster Spielklasse, der hierzulande überhaupt nicht bekannt ist. Bei Hans Vonk, dem Zweitplatzierten, mag das schon anders aussehen, doch auch er dürfte nur Eingeweihten in Deutschland ein Begriff sein. In jedem Fall ist man mit dem Konsum dieser Liste wieder bestens gewappnet fürs nächste Fußball-Quiz, das da ganz bestimmt irgendwann kommen wird. Und zumindest für die nächsten Jahre wird hier die Antwort auf die Frage nach dem Rekordspieler der Niederlande lauten: Sander Boschker.

(Stand 07.04.2020)

Kommentare geschlossen

Alle Talente des Jahres in den Niederlanden

In den Niederlanden wird schon seit 1984 ein Preis für das „Talent des Jahres“ vergeben. Das überrascht eigentlich wenig, waren die Niederlande doch immer eine progressive Nation und Vorreiter in vielen Dingen, nicht nur im Fußball. Andere Nationen haben mit solch einem Aspekt der Nachwuchsförderung erst später nachgezogen. Allerdings muss man zu dieser Aufstellung zwei Anmerkungen machen. Erstens wurde sie teilweise pro Kalenderjahr und teilweise pro Saison vergeben, wobei eine Vergabe pro Saison natürlich im Fußball sinnvoller wirkt. Dies ist jeweils in der ersten Spalte angegeben. Zweitens änderte sich die Bezeichnung für diese Auszeichnung im Laufe der Jahre. Zunächst hieß sie „Nederlands Talent van het Jaar“, zu Deutsch etwa „Fußball-Talent des Jahres der Niederlande“. Ab 2003 wird der Johan Cruijff Prijs vergeben, benannt nach dem wohl größten Fußballspieler, den die Niederlande je hervorgebracht haben.

Liste Talent des Jahres im Fußball in Holland

Jahr Spieler Nationalität Club
1984 Mario Been Niederlande Feyenoord Rotterdam
1985 Frans van Rooy Niederlande PSV Eindhoven
1986 Aron Winter Niederlande Ajax Amsterdam
1987 Bryan Roy Niederlande Ajax Amsterdam
1988 Pieter Huistra Niederlande FC Twente Enschede
1989 Richard Witschge Niederlande Ajax Amsterdam
1990 Dennis Bergkamp Niederlande Ajax Amsterdam
1991 Gaston Taument Niederlande Feyenoord Rotterdam
1992 Marc Overmars Niederlande Ajax Amsterdam
1993 Clarence Seedorf Niederlande Ajax Amsterdam
1994 Clarence Seedorf Niederlande Ajax Amsterdam
1995 Patrick Kluivert Niederlande Ajax Amsterdam
1996 Jon Dahl Tomasson Dänemark sc Heerenveen
1997 Boudewijn Zenden Niederlande PSV Eindhoven
1998/1999 Mark van Bommel Niederlande Fortuna Sittard
1999/2000 Arnold Bruggink Niederlande PSV Eindhoven
2000/2001 Rafael van der Vaart Niederlande Ajax Amsterdam
2001/2002 Robin van Persie Niederlande Feyenoord Rotterdam
2002/2003 Arjen Robben Niederlande PSV Eindhoven
2003/2004 John Heitinga Niederlande Ajax Amsterdam
2003 Arjen Robben Niederlande PSV Eindhoven
2004 Wesley Sneijder Niederlande Ajax Amsterdam
2005 Salomon Kalou Elfenbeinküste Feyenoord Rotterdam
2006 Klaas-Jan Huntelaar Niederlande Ajax Amsterdam
2007 Ibrahim Afellay Niederlande PSV Eindhoven
2008 Miralem Sulejmani Serbien sc Heerenveen
2009 Eljero Ellia Niederlande FC Twente Enschede
2010 Gregory van der Wiel Niederlande Ajax Amsterdam
2011 Christian Eriksen Dänemark Ajax Amsterdam
2012 Adam Maher Niederlande AZ Alkmaar
2013 Marco van Ginkel Niederlande Vitesse Arnheim
2014 Davy Klaassen Niederlande PSV Eindhvoen
2015 Memphis Depay Niederlande Ajax Amsterdam
2016 Vincent Janssen Niederlande AZ Alkmaar
2017 Kasper Dolberg Dänemark Ajax Amsterdam
2018 Mattijs de Ligt Niederlande Ajax Amsterdam
2017 Frenkie de Jong Niederlande Ajax Amsterdam

Keine Frage, eine wirklich illustre Auswahl an Spielern, die zum „Talent des Jahres im Fußball in den Niederlanden“ gewählt wurden, die teilweise später zu Weltstars wurden oder aber auch nicht die ganz große Karriere schafften, aber immerhin eine Existenz im Profifußball.

Häufig Spieler von den drei großen Clubs

Wetten auf derartige Wahlen werden allerdings eher selten angeboten, da die Prognose in den meisten Fällen doch recht schwierig ist, sofern nicht absolute Wunderkinder in einer Saison auf den Plan treten, bzw. genau eines davon, sodass die Wahl ziemlich eindeutig ausfallen würde. Und dennoch muss man für sein spielerisches Vergnügen im Zusammenhang mit dem Fußball in den Niederlanden nicht auf Online Casino Spiele zurückgreifen, sondern kann sich einfach mit Sportwetten zu diesem Thema beschäftigen. Hier stellt sich nämlich immer wieder die Frage, welcher der drei großen Clubs denn nun in der jeweils aktuellen Saison nun Meister in Holland werden wird: Feyenoord Rotterdam, PSV Eindhoven oder Ajax Amsterdam.

Nur ganz selten schafft ein Außenseiter mal den Meistertitel, wie zuletzt AZ Alkmaar – übrigens unter Louis van Gaal als Trainer – und dementsprechend selten sind auch Spieler von anderen Clubs hier in dieser Liste zu finden. Dies allerdings dann doch häufiger als es andere als die drei großen Clubs schaffen, den Meistertitel der Eredivisie zu gewinnen. Hier in der Liste finden sich doch häufiger auch Spieler von Clubs wie eben jenem AZ Alkmaar, von Vitesse Arnheim, Twente Enschede oder dem sc Heerenveen und damit genau jene Clubs aus der zweiten Reihe, die wegen der so stabilen Verhältnisse im holländischen Vereinsfußball nur ganz selten mal nach ganz oben durchstoßen können. Sollte dies dann doch einmal gelingen, so ist die Krux des modernen Fußballs eben, werden die besten Spieler ihres Kaders rasch von den drei großen in Holland geplündert.

Kommentare geschlossen

Alle Meister in der Eerste Divisie

Im Fußball in Holland stellt die erst 1956 gegründete Eredivisie, also die „Ehrendivision“, das Maß aller Dinge dar. Sie thront ganz oben über allen anderen Ligen in den Niederlanden, in denen ebenfalls Fußball gespielt wird. Deshalb heißt die von oben gezählt zweite Liga auch „Eerste Divisie“, weil ganz oben eben nur die Teams spielen, die die „Ehre haben“, ganz oben spielen zu dürfen. Diese Regelung kennt man auch aus anderen Ländern, wie in Österreich, wo die 2. Liga von oben auch „Erste Liga“ heißt oder zumindest mal hieß.

Über diese Eerste Divisie weiß man im deutschsprachigen Raum meist nicht allzu viel, verfolgt vielleicht gerade noch, wer daraus denn nach jeder Saison in die Eredivisie aufsteigt, als eine echte Meisterschaft wird sie aber kaum wahrgenommen. Allgemein dürfte ihr Niveau vergleichbar mit jenem der Regionalligen im deutschen Fußball sein.

Dennoch gibt es natürlich auch viele Fußballfreaks, -nerds und -hipster, die gerade auf solchen unterklassigen Fußball schwören, bei dem aber dennoch mehr als nur eine Handvoll Zuschauer erscheinen und

Saison Meister
1956/1957 ADO, Blauw Wit
1957/1958 Willem II, Holland Sport
1958/1959 Volendam, Sittardia
1959/1960 GVAV, Alkmaar
1960/1961 Volendam, Blauw Wit
1961/1962 Fortuna VI., SC Heracles
1962/1963 DWS Amsterdam
1963/1964 Sittardia
1964/1965 Willem II
1965/1966 Sittardia
1966/1967 Volendam
1967/1968 Holland Sport
1968/1969 Schiedamse Voetbal Verenigung
1969/1970 Volendam
1970/1971 FC Den Bosch
1971/1972 HFC Haarlem
1972/1973 Roda JC
1973/1974 Excelsior
1974/1975 NEC Nijmegen
1975/1976 Haarlem
1976/1977 Vitesse
1977/1978 PEC Zwolle
1978/1979 Excelsior
1979/1980 FC Groningen
1980/1981 Haarlem
1981/1982 Helmond Sport
1982/1983 DS 79
1983/1984 MVV Maastricht
1984/1985 SC Heracles
1985/1986 FC Den Haag
1986/1987 FC Volendam
1987/1988 RKC
1988/1989 Vitesse
1989/1990 SVV
1990/1991 De Graafschap
1991/1992 Cambuur Leeuwarden
1992/1993 VVV Venlo
1993/1994 Dordrecht 90
1994/1995 Fortuna Sittard
1995/1996 AZ Alkmaar
1996/1997 MVV
1997/1998 AZ Alkmaar
1998/1999 FC Den Bosch
1999/2000 NAC Breda
2000/2001 FC Den Bosch
2001/2002 FC Zwolle
2002/2003 ADO Den Haag
2003/2004 FC Den Bosch
2004/2005 Heracles Almelo
2005/2006 Exelsior
2006/2007 De Graafschap
2007/2008 FC Volendam
2008/2009 VVV Venlo
2009/2010 De Graafschap
2010/2011 RKC Waalwijk
2011/2012 FC Zwolle
2012/2013 Cambuur Leeuwarden
2013/2014 Willem II
2014/2015 NEC Nijmegen
2015/2016 Sparta Rotterdam
2016/2017 VVV Venlo
2017/2018 -

Anders als in der Eredivisie, die 18 Teams umfasst, spielt die Eerste Divisie mit 20 Teams pro Saison. Drei davon allerdings, jeweils die Jugendteams der drei großen Clubs Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und PSV Eindhoven, können nicht aufsteigen.

Aus der Eerste Divisie steigt nur der Meister direkt auf, weshalb gerade dieser Umstand, wer denn nun seit Gründung dieser Liga Meister wurde, auch eine besondere Relevanz besitzt.

Sehr ungewöhnliche Aufstiegsregelung

Sehr besonders ist allerdings, dass die Teams von Rang 2 bis Rang 9 an Aufstiegsplayoffs mit dem 16. und 17. der Eredivisie teilnehmen dürfen. Hierbei müssen die Teams von Rang 6 bis Rang 9 zunächst durch die erste Runde, ehe eine zweite Runde mit allen übrigen Qualifizierten folgt. In der Eerste Divisie lohnt es sich also auch noch sehr, 5. statt 6. am Ende einer Saison zu werden. So ist auch dann für Spannung gesorgt, wenn der Meister schon lange feststeht – und das bis hinein ins tiefe Mittelfeld der Tabelle.

Freundinnen und Freunden von Sportwetten wird dieser Modus ein Begriff sein, bietet er doch oft nach Abschluss einer Saison besonders reizvolle Partien im holländischen Fußball. Gespielt wird dabei in Hin- und Rückspiel und nach dem Europapokalmodus, das heißt, hier kommt auch die klassische Auswärtstorregel zur Anwendung, wie man sie von internationalen Partien kennt.

Rekordmeister der Eerste Divisie ist der FC Den Bosch, der diese Liga bereits 4x gewann. Dahinter folgen etliche Clubs, die genau dreimal und somit einmal weniger als der FC Den Bosch Meister der Eerste Divisie wurden.

Kommentare geschlossen

Alle Fußballer des Jahres der Niederlande

Erstaunlich, dass der Blick auf die Liste der Fußballer des Jahres in den Niederlanden enthüllt, dass eine solche Wahl der erst seit Anfang der 1980er Jahre existiert, genauer gesagt seit 1982. In vielen anderen Ländern, in denen Fußball eine relevante Rolle spielt, wurden derartige Auszeichnungen eines einzelnen Spielers zum „Besten Spieler der Saison“ (oder eines Kalenderjahres) schon deutlich früher eingeführt. Doch sei es drum, man darf nicht vergessen, dass Holland im Prinzip erst mit dem Erscheinen von Johan Cruyff auf der Bildfläche zu einer echten Fußballnation wurde. Natürlich wurde Fußball schon viel länger gespielt, wie ein Blick auf die Liste der Meister in Holland verrät – nämlich mit einem ersten Meister schon im Jahr 1889. Doch mit der Einführung einer solchen Wahl zum „Fußballer des Jahres“ ließ man sich, obwohl die Eredivisie schon lange existierte, bis zum Jahr 1982 Zeit.

Genauer gesagt lief die Auszeichnung zunächst unter der Bezeichnung „golden schoen“, zu deutsch also „Goldener Schuh“. Diesen Namen trug sie bis ins Jahr 2005, ehe man dann auch zur zwar langweiligeren, aber eindeutigeren Formulierung „Nederlands voetballer van het jaar“ überging. Hier also die komplette Liste aller Spieler, samt Nationalität und jeweiligem Verein, die diese Ehrung in Holland zuteil wurde.

Hollands Fußballer des Jahres in einer Liste

Jahr Spieler Verein Nationalität
1982 Martin Haar HFC Haarlem Niederlande
1983 Piet Schrijvers Ajax Amsterdam Niederlande
1984 Johan Cruyff Feynoord Rotterdam Niederlande
1985 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1986 Ruud Gullit PSV Eindhoven Niederlande
1987 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1989 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1990 Edward Sturing Vitesse Arnheim Niederlande
1991 Henny Meijer FC Groningen Niederlande
1992 John Metgod Feynoord Rotterdam Niederlande
1993 Marc Overmars Ajax Amsterdam Niederlande
1994 Ed de Goey Feyenoord Rotterdam Niederlande
1995 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1997 Jaap Stam PSV Eindhoven Niederlande
1998 Edwin van der Sar Ajax Amsterdam Niederlande
1998/1999 Michael Mols FC Utrecht Niederlande
1999/2000 Jerzy Dudek Feyenoord Rotterdam Polen
2000/2001 Johann Vogel PSV Eindhoven Schweiz
2001/2002 Christian Chivu Ajax Amsterdam Rumänien
2002/2003 Dirk Kuyt FC Utrecht Niederlande
2003/2004 Maxwell Ajax Amsterdam Brasilien
2004/2005 Mark van Bommel PSV Eindhoven Niederlande
2006 Dirk Kuyt Feynoord Rotterdam Niederlande
2007 Alfonso Alves SC Heerenveen Brasilien
2008 Johnny Heitinga Ajax Amsterdam Niederlande
2009 Mouni El Hamdaoui AZ Alkmaar Marokko
2010 Luis Suarez Ajax Amsterdam Uruguay
2011 Theo Janssen FC Twente Enschede Niederlande
2012 Jan Verthongen Ajax Amsterdam Belgien
2013 Wilfried Bony Vitesse Arnheim Elfenbeinküste
2014 Daley Blind Ajax Amsterdam Niederlande
2015 Georginio Wijnaldum PSV Eindhoven Niederlande
2016 Davy Klaassen Ajax Amsterdam Niederlande
2017 Karim El Ahmadi Ajax Amsterdam Marokko

Erst mit den Veränderungen durch die Bosman-Regel Mitte der 1990er Jahre, als alle Ausländerbeschränkungen innerhalb Europas aufgehoben wurden, gab es den ersten „Fußballer des Jahres“ in den Niederlanden, der nicht aus dem eigenen Land stammte. Dies war Jerzy Dudek aus Polen, ihm folgten viele weitere Ausländer.

Immer mehr hat sich die der holländische (Vereins-) Fußball und damit die Eredivisie zu einem Sprungbrett für Spieler aus vielen Nationen entwickelt, um später in größeren Ligen unterzukommen. Deshalb liest man in dieser Liste der Fußballer des Jahres auch viele Namen, die man später z. B. in der Premier League oder auch in der Bundesliga wiedertraf.

Ausländer erst ab Mitte der 1990er ebenfalls im Rennen

Insofern hat es in den aktuellen Zeiten immer auch ein bisschen etwas von Roulette, darauf zu tippen, wer in einer jeweiligen Saison denn der nächste Fußballer des Jahres in den Niederlanden werden könnte. Und wer nicht gleicht zu www.top5casinos.at ins Casino gehen möchte, der ist mit einem Tipp auf diesen nächsten Auserwählten in Hollands Fußball ebenso gut beraten, denn es ist ebenso schwierig, einzuschätzen, welcher der vielen Neuzugänge aus dem In- und Ausland in den Profikadern der Eredivisie denn so richtig einschlagen und eine glänzende Saison spielen wird.

Nicht zu verwechseln ist diese Auszeichnung zu „Nederlands voetballer van het jaar“ übrigens mit dem Johan Cruijff Prijs. Dieser wird alljährlich an den besten Nachwuchsfußballer in den Niederlanden vergeben. Der Fußballer des Jahres aber ist der beste Fußballer in Holland überhaupt in der jeweiligen Saison.

Kommentare geschlossen

Alle Gewinner des Goldenen Schuhs der UEFA

Von 1968 bis 1991 wurde der „Goldene Schuh“ an jenen Torschützen vergeben, der in einer der jeweils höchsten Liga der Länder der UEFA die meisten Tore erzielte. In dieser Zeit wurde die Ehrung durch die französische Zeitschrift france football vergeben.

Zwischen 1992 und 1996 wurde diese Ehrung dann nicht mehr vergeben, was zumindest jene fünf Spieler traurig stimmen dürfte, die sie in dieser Phase gewonnen hätten. Deutsche Spieler gewannen diese Wertung nur 2x, beide Male war es natürlich Gerd Müller, der europaweit die meisten Tore in einer der ersten Ligen erzielte. Aber auch ansonsten finden sich interessante Namen in dieser Liste, nicht immer waren es mit Siegern aus Rumänien, Zypern oder Österreich die absoluten Superstars des Fußballs, die am Ende einer Saison den Goldenen Schuh erhielten.

Saison Sieger Club Land Liga Tore
1967/68 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 42
1968/69 Petar Schekow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 36
1969/70 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 38
1970/71 Josip Skoblar Olympique Marseille Frankreich Division 1 44

1971/72 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 40
1972/73 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 40
1973/74 Héctor Yazalde Sporting Lissabon Portugal Primeira Divisão 46
1974/75 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 33
1975/76 Sotiris Kaiafas OmoniaNikosia Zypern First Division 39
1976/77 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 47
1977/78 Hans Krankl Rapid Wien Österreich Bundesliga 41
1978/79 Kees Kist AZ Alkmaar Niederlande Eredivisie 34
1979/80 Erwin Vandenbergh Lierse SK Belgien Erste Division 39
1980/81 Georgi Slawkow Botew Plowdiw Bulgarien A Grupa 31
1981/82 Wim Kieft Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 32
1982/83 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 36
1983/84 Ian Rush FC Liverpool England First Division 32
1984/85 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 39
1985/86 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 37
1986/87 Rodion Camataru Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 44
Anton Polster FK Austria Wien Österreich Bundesliga 39
1987/88 Tanju Çolak Galatasaray Türkei 1. Lig 39
1988/89 Dorin Mateus Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 43
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid Spanien Primera División 38
Christo Stoitschkow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 38
1990/91 Darko Pancev Roter Stern Belgrad Jugoslawien Prva Liga 34

Interessant ist in dem Zusammenhang natürlich die Frage, welche von den vielen existierenden denn wohl die beste Liga der Welt ist oder in dem Falle zumindest die beste Liga Europas. Bei der Wertung des Goldenen Schuhs hat man es mit der Wiedereinführung dieser Ehrung so geregelt, dass die Ligen entsprechend ihrer Spielstärke einen Faktor zugewiesen erhalten, mit dem die Zahl der Tore eines Spielers multipliziert wird, um schließlich am Ende einen vergleichbaren Wert zu erhalten. So erhält beispielsweise die zypriotische Liga den Wert „1″, während die Primera Division mit dem Faktor „2″ in die Wertung eingeht. Seit der Wiedereinführung des „Goldenen Schuhs“ im Jahr 1997 sieht die Siegerliste wie folgt aus:

Saison Sieger Club Land Liga Tore Pkte
1996/97 Ronaldo FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
1997/98 Nikolaos Machlas Vitesse Arnheim Niederlande Eredivisie 34 68
1998/99 Mário Jardel FC Porto Portugal Primeira Divisão 36 72
1999/2000 Kevin Phillips AFC Sunderland England Premier League 30 60
2000/01 Henrik Larsson Celtic Glasgow Schottland Premier League 35 52,5
2001/02 Mário Jardel Sporting Lissabon Portugal Primeira Liga 42 63
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña Spanien Primera División 29 58
2003/04 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 30 60
2004/05 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 25 50
Diego Forlán FC Villarreal Spanien Primera División 25 50
2005/06 Luca Toni AC Florenz Italien Serie A 31 62
2006/07 Francesco Totti AS Rom Italien Serie A 26 52
2007/08 Cristiano Ronaldo Manchester United England Premier League 31 62
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid Spanien Primera División 32 64
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 40 80
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 50 100
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 46 92
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 31 62
Luis Suárez FC Liverpool England Premier League 31 62
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 48 96
2015/16 Luis Suarez FC Barcelona Uruguay La Liga 40 80
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 37 74
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 34 68
2018/19 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 36 72

Ein wenig erinnert das Ganze natürlich schon an die Vorgehensweise im US-Sport, wo man beispielsweise in der NBA alles nur Denkbare an Zahlen zusammensammelt und auch diese vergleichbar macht, Durchschnittswerte berechnet etc. pp. Das ist im Fußball zwar auch immer mehr in Mode, Preise verleiht man zum Glück aber immer noch nur für den besten Torschützen und eventuell für den besten Scorer oder den besten Vorlagengeber. Sowie natürlich auch eine Wertung für den besten Torhüter und den besten Fußballer allgemein, ohne Rücksicht auf die Zahl der Tore zu nehmen.

Bisher gewannen nur wenige Spieler diese Wertung mehr als ein Mal, in letzter Zeit häuft sich ein solches Ereignis allerdings. Hier also die Liste aller Spieler, die mehr als ein Mal den Goldenen Schuh Europas gewannen:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 6x
Cristiano Ronaldo 4x
Gerd Müller 2x
Thierry Henry 2x
Diego Forlan 2x
Eusebio 2x
Mario Jardel 2x
Fernando Gomes 2x
Dudu Georgescu 2x
Kommentare geschlossen

Alle Tore von Torhütern in der Bundesliga

Bevor wir uns weiter unten den konkreten Einzelfällen widmen, zunächst mal die Übersicht der Torhüter, die überhaupt in der Bundesliga ein Tor erzielten.

Name Tore davon 11m
Hans-Jörg Butt 26 26
Andreas Köpke 2 2
Jens Lehmann 2 1
Marwin Hitz 1 0
Frank Rost 1 0
Volkmar Groß 1 1
Wolfgang Kneib 1 1
Manfred Manglitz 1 1
Ralf Zumdick 1 1
Oliver Reck 1 1
Dieter Burdenski 1 1

Der erste Torhüter überhaupt, der in der Bundesliga ein Tor erzielte, war Manfred Manglitz. Er traf am 3. Juni 1967 für den MSV Duisburg gegen Borussia Mönchengladbach per Strafstoß zum 1:3. Da er später in den (ersten) Bundesliga-Skandal verwickelt war, ist dieses Premierentor für einen Torwart in der Bundesliga vielleicht weniger bekannt als es das verdient hätte. Möglicherweise der Hauptgrund für diesen Vorgang war, dass dieses Tor in der Partie am 34. Spieltag dieser Saison erzielt wurde, als für beide Teams schon alles gelaufen war, insbesondere bei einem Rückstand von 0:3 für den MSV Duisburg. Der Strafstoß wurde in der 87. Minute verwandelt, somit konnte man sich diese Besonderheit auch erlauben, ohne den Gegner damit unsportlich zu behandeln o. Ä. Zeuge dieser Premiere im Bundesligafußball waren übrigens laut fussballdaten.de satte 5.000 Zuschauer im Wedaustadion, Anstoß war an diesem Samstag und Spieltag um 16.00h. Mönchengladbach beendete die Saison auf dem 8. Platz, der MSV Duisburg auf dem 11. Rang, somit ging es ohnehin für beide Teams um nichts mehr, in einer Zeit, in der die Endposition noch nicht an etwaige Fernsehgelder gekoppelt war. Mehr würde man gerne von Augenzeugen oder gar Handelnden erfahren, hat hier aber noch keine weiteren Informationen dazu gefunden.

Auch bei Ralf Zumdicks Elfmetertor war es so, dass dieses am letzten Spieltag fiel. Der 34. Spieltag der Saison 1987/1988 hatte den 1. FC Nürnberg als Gegner nach Bochum geführt, wo der VfL seine Partie im Ruhrstadion recht locker mit 3:0 gewann, Zumdicks Elfmetertor fiel ebenfalls kurz vor Schluss, nämlich in der 88. Minute, hier immerhin vor 15.000 Zuschauern. Schiedsrichter der Partie war ein gewisser Hans-Joachim Osmers, der später noch aus anderen Gründen zu Berühmtheit gelangen sollte. Der von Zumdick überwundene Kollege im Tor der Nürnberger war übrigens Andreas Köpke, der selbst 2x in der Bundesliga als Torschütze erfolgreich war. Nürnberg beendete die Saison als 5., womit man in den UEFA-Pokal einzog, dort aber in der 1. Runde nach einem 2:1-Auswärtssieg bei AS Rom — damals mit Rudi Völler —, aber einer 1:3-Heimniederlage nach Verlängerung ausschied. Die beiden Auswärtstore in Rom hatten Souleyman Sané und Dieter Eckstein erzielt – vor 16.200 Zuschauern, beim Heimspiel waren es dann immerhin 20.000. Der VfL Bochum beendete die Saison auf einem sicheren 12. Platz, der damals zudem noch sicherer war als heute, weil es in jener Saison nur zwei Absteiger gab.

Auch Wolfgang Kneib traf per Elfmeter für seine Arminia Bielefeld im der Partie gegen Eintracht Frankfurt vom 16. März 1985, hier ging es allerdings noch mit sportlichem Ernst um Punkte. In der 89. Minute lag sein Team mit 1:2 zurück, als er an diesem 23. Spieltag zum 2:2-Ausgleich traf. Genutzt hat es in der Endabrechnung dann doch wenig: Arminia Bielefeld stieg wegen der schlechteren Tordifferenz (-15) gegenüber Fortuna Düsseldorf (-13) als 16. direkt ab. Eintracht Frankfurt landete mit 32 Punkten in der Endabrechnung sicher auf dem 12. Rang, 3 Punkte vor den Abstiegsrängen.

Kneib erzielte in der folgenden Saison übrigens gleich noch ein Tor, beim 7:1 über Eintracht Braunschweig zum 1:0 (!) in der 11. Minute, da war Arminia Bielefeld aber schon in die 2. Bundesliga abgestiegen und somit gehört dieses weitere Torhütertor hier nur als Randnotiz hin.

Der hier bislang völlig unbekannte Volkmar Groß erzielte sein Tor für einen der vier Berliner Clubs in der Bundesliga, für Tennis Borussia Berlin. Dieses Tor stellt aber auch einen dieser zunächst klassischen Fälle in der Bundesliga dar: Es war der 34. Spieltag der Saison, TeBe führte zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern ohnehin schon mit 3:1 und man schrieb die 89. Minute, als Groß im Mommsenstadion vor 4.000 Zuschauern am 21. Mai 1977 zum 4:1 per Handelfmeter gegen Josef Stabel traf. Lautern konnte zwar noch auf 2:4 verkürzen, TeBe war mit 6 Punkten Rückstand aber schon vor Anpfiff abgestiegen und Lautern als 13. mit sicherem Abstand gerettet.

Dieter Burdenski hatte weniger Glück als die meisten Torhüter, die Tore erzielten: Sein 2:2-Ausgleich im Heimspiel für Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart am 5. Spieltag der Saison, dem 8. September 1979, reichte am Ende nicht zu Punkten. Burdenski hatte in der 57. Minute getroffen, in der 90. gelang Stuttgart dann aber der 3:2-Siegtreffer. Am Saisonende stieg Werder zum ersten und einzigen Mal ab, es fehlten aber ohnehin 4 Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz.

Auch Nationaltorwart und Europameister Andreas Köpke traf wie Jens Lehmann gleich zwei Mal in seiner langen Karriere in der Bundesliga, beide Male allerdings per Strafstoß. Sein zweites Tor war dabei wieder der mehr oder weniger klassische Fall: Sein 1. FC Nürnberg führte am 11. Spieltag bereits mit 2:0 gegen Dynamo Dresden, in der 88. Minute erhielten die Franken einen Foulelfmeter zugesprochen. Diesen verwandelt Köpke gegen René Müller zum 3:0-Endstand. Am 8. Oktober 1993 wurden immerhin 30.000 Zuschauer Zeuge dieses seltenen Schauspiels.

Anders hatte die Lage eine Saison zuvor ausgesehen. Diesmal war am 12. Spieltag der 1. FC Köln zu Gast, der aber zum Zeitpunkt von Köpkes Tor mit 1:0 in Führung lag. Köpke glich in der 45. Minute aus, Nürnberg kam in der 2. Halbzeit noch zum 2:1-Siegtreffer und Köpke hatte entscheidend mitgeholfen, diesen Sieg zu sichern. Am 31. Oktober 1992 sorgte er mit diesem Tor dafür, dass der Club am Ende mit 28 Punkten deren 2 Vorsprung auf den ersten Absteiger hatte, auch wenn Nürnberg auf Rang 13 einlief. Bei der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber dem ersten Absteiger VfL Bochum waren diese damals noch 2 Punkte aber Gold wert.

Das Torhüter-Tor von Marwin Hitz, eines von nur dreien aus dem Spiel heraus in der Bundesliga-Geschichte, dürfte den meisten noch präsent sein, fiel es doch in dieser Saison 2014/2015. Er erzielte es für seinen FC Augsburg im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zum 2:2-Endstand. Was das schließlich für beide Teams bedeutet haben wird, ist noch abzuwarten. In jedem Fall ist der Schweizer damit der erste Ausländer, dem als Torhüter ein Tor in der Bundesliga gelang.

Frank Rost traf einst in der 90. Minute ebenfalls aus dem Spiel heraus im Heimspiel von Werder Bremen gegen Hansa Rostock, doch mit diesem Ausgleich zum 3:3 war die Partie noch nicht vorüber. Durch Ailton gelang per Foulelfmeter sogar noch der Siegtreffer zum 4:3. Lohnenswert also auch hier der Ausritt von Frank Rost in den gegnerischen Strafraum. Dieser Sieg gelang Werder am 29. Spieltag, man schrieb den 31. März 2002. Am Ende landete Werder auf dem 6. Rang, Rostock auf dem gefahrlosen 14. Werder zog damit, punktgleich mit dem 1. FC Kaiserslautern, aber wegen der besseren Tordifferenz, in den UEFA-Pokal ein. Dort erreichte Werder über Metalurg Donezk die 2. Runde, wo dann aber Endstation gegen Vitesse Arnheim war.

Jens Lehmann traf wie oben zu sehen, ebenfalls gleich 2x in der Bundesliga. Sein erster Treffer am 12. März 1995 war noch ein eher unbedeutendes Tor und dann eben auch per Strafstoß: Beim Stand von 5:1 im Heimspiel des FC Schalke verwandelte Lehmann in der 84. Minute einen Foulelfmeter gegen Rainer Berg zum 6:1, Gegner München 1860 gelang immerhin danach noch das zweite Ehrentor zum Endstand von 6:2. Allerdings fand diese Partie am 21. Spieltag statt, so dass es für beide Teams sportlich noch um alles ging.

Spektakulär in jeglicher Hinsicht war dann Jens Lehmanns 2. Tor für den FC Schalke, welches er in der 90. Minute des Derbys bei Borussia Dortmund per Kopf zum 2:2-Ausgleich und Endstand erzielte. Einmalig bislang, in solch einer Partie so ein enorm wichtiges Tor zu erzielen — und besonders nett, dass er nach einem kurzen Ausflug zum AC Mailand in der Folge bei eben jener Borussia Dortmund anheuerte. Wenn hier nicht alles täuscht, war dies somit das erste Tor eines Torhüters aus dem Spiel heraus, welches Lehmann am 19. Dezember 1997 gelang.

Ebenfalls für den FC Schalke, dort scheint man ein besonderes Faible für diese Art von Torhütertoren zu pflegen, erzielte Oliver Reck sein Tor per Strafstoß am 9. Februar 2002. Damals ging es am 22. Spieltag zu Hause gegen den FC St. Pauli, Recks Tor zum 4:0 durch Foulelfmeter in der 80. Minute war auch der Endstand dieser Partie. Bezwungen wurde Simon Henzler, der das Gästetor hütete. Am Ende der Saison landete Schalke auf Platz 5, der FC St. Pauli stieg mit 7 Punkten Rückstand als Tabellenletzter ab. Schalke 04 qualifizierte sich zwar für den UEFA-Pokal und erreichte über Kamen Ingrad die 2. Runde, wo gegen Bröndby Kopenhagen im Elfmeterschießen Schluss war, hätte sich aber auch ohne diesen Sieg den 5. Platz nicht nehmen lassen.

Hans-Jörg Butts 26 Tore in der Bundesliga sind Legende, es wäre zu viel, hier jedes einzelne zu diskutieren – auch wenn das für extreme Liebhaber interessant sein mag. Bemerkenswert sind in jedem Fall mehr als einige seiner Torerfolge. So ist er mit seinen gleich 2 verwandelten Strafstößen in der Partie Hamburger SV – VfB Stuttgart in der Saison 1999/2000 der einzige Torhüter in der Bundesligageschichte, der 2 Tore in einem Spiel erzielte. Rodolfo Cardoso hatte den HSV in der 5. Minute in Führung geschossen, es folgten zwei verwandelte Strafstöße in der 55. und 79. Minute. Da es sich hier um den 2. Spieltag handelte, darf nicht davon ausgegangen werden, dass man hier wenig sportlichen Ernst an den Tag legte.

Außerdem erwähnenswert, dass Butt in genau jener Saison 1999/2000 der interne Torschützenkönig des HSV wurde: Mit am Saisonende 9 verwandelten Elfmetern hatte er die meisten Tore im Kader erzielt, allerdings zusammen mit zwei weiteren Feldspielern. Butt, die Wunderwaffe.

Butt erzielte übrigens auch gleich drei Tore in der Champions League, interessant, ob das bislang überhaupt irgendeinem anderen Torhüter „gelang“. Alle drei (!) Tore erzielte er gegen Juventus, eines für den HSV beim legendären 4:4, eines für Bayer Leverkusen und das dritte für den FC Bayern München bei Juventus, als es für die Bayern durchaus ums Weiterkommen oder Ausscheiden ging.

Nicht zuletzt: Hans-Jörg Butt ist der einzige Torhüter, der in der 1. Bundesliga (HSV und Leverkusen), in der 2. Bundesliga (VfB Oldenburg) und in der 3. Liga/Klasse (FC Bayern II) Tore erzielte. Da muss wohl noch viel Wasser in diverse Meere fließen, bevor diese Leistung eingeholt oder überboten wird.

(Ebenfalls zu erwähnen wären wohl noch das Tor von Frank Rost im Elfmeterschießen des Pokalfinales von 1999, als Werder Bremen gegen Bayern München gewann, sowie das Tor von Manuel Neuer im Elfmeterschießen beim „Finale dahoam“, als die meisten anderen Feldspieler des FC Bayern abwinkten, selbst anzutreten, sowie auch das Tor von Jean-Marie Pfaff im Elfmeterschießen des UEFA-Pokals gegen PAOK Saloniki, allerdings bleibt es hier auf dieser Unterseite zunächst mal bei Torhütertoren in der 1. Bundesliga. Mit Toren von Torhütern in Elfmeterschießen machte man angesichts der langen Geschichte des DFB-Pokals mit seinen vielen Partien auch zwischen unterklassigen Teams eine ganz neue Büchse auf, die erstmal geschlossen bleiben mag. Für die 1. Bundesliga ist man mit diesem Text jedenfalls auf dem aktuellen Stand.)

Und ja, Bewegtbilder von diesen Toren wären auch nett gewesen … für die meisten waren aber ohne Zugriff auf WDR-Archive keine aufzutreiben.

12 Kommentare