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Schlagwort: WM-Song

Wunderknaben, diese Österreicher

Für die WM 1998 nahm Udo Jürgens keinen Song mit der deutschen Nationalmannschaft auf wie noch 1978 („Buenas Dias, Argentina“) und 1990 („Wir sind schon auf dem Brenner“), sondern mit der ebenfalls qualifizierten Nationalmannschaft Österreichs, wo alle Trends eben immer mit ein bisschen Verzögerung eintreffen: „Wunderknaben“.

Da Österreich seit dieser WM 1998 in der deutschen medialen Wahrnehmung aus dem Fußball verschwunden ist, youtube aber erst deutlich später gegründet wurde, ist dieser Song wohl kaum bekannt. Zwar hier nur eine Kurzversion, doch auch diese macht schon deutlich: Im Fußball nicht, und auch bei den Songs zur WM kann Österreich den Deutschen nicht das Mikro reichen.



Bei der WM 1998 war dann aber nach der Vorrunde Schluss für die nur im Song so benannten „Wunderknaben“.

Der Titel ist übrigens eine Referenz an das deutlich erfolgreichere, dann aber nach Anschluss aufgelöste Nationalteam der Österreicher in den 1930er Jahren.

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All you Roligans are belong to us

Da wir gerade schon beim Thema Musik sind: Trainer Baade wurde eine aktuelle Cover-Version des legendären dänischen WM-Songs von 1986 zugespielt, dargebracht von äußerst interessanten Interpreten:



Brought to you übrigens by der dänischen Botschaft in Japan, wie am Ende verraten wird. Macht das Ganze allerdings nicht weniger attraktiv, in vielerlei Hinsicht. Gut, es ist jetzt auch keine musikalische Offenbarung, aber die Mischung macht’s, wie bei so Vielem, was aus Ostasien kommt.

Wer nicht weiß, was ein Roligan ist: gidf.

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Der Toronto Star versteht kein Kölsch

Wie jede gute Zeitung, die nach der WM erstmal nix mehr zu schreiben hat, liefert uns auch der Toronto Star einen Rückblick auf die WM mit einem Beitrag, den man hierzulande wohl als Tops und Flops bezeichnen würde.

Bemerkenswert, dass Duisburg gleich zwei Mal Erwähnung findet: als „Worst Train Station Food“, was ich nur bestätigen kann, und als „Best Bundesliga Swag“, mit dem Zebra des hiesigen MSV Duisburg. Da zur WM leider nicht der Zebra-Twist erschallte, konnten die Autoren ihn auch nicht als besten (deutschen) Vereins-Song im Beitrag erwähnen.

Dass aber selbst Menschen, wo des Deutschen nicht mächtig sind, den Song der Sportfreunde Stiller — für die, die ihn nicht kennen: Jahreszahl erster Weltmeistertitel, Jahreszahl zweiter Weltmeistertitel, Jahreszahl dritter Weltmeistertitel, Jahreszahl zweite WM in Deutschland — als besten WM-Song auswählen, beweist, dass man sich so langsam die „offiziellen WM-Songs“ sparen könnte. Die kauft geschweige denn hört ohnehin kein Mensch, der sich ernsthaft für die WM interessiert.

Warum allerdings ausgerechnet das Fanfest in „Cologne“ das schlechteste gewesen sein soll, kann nur daran liegen, dass man als Kanadier die Selbstironie der Gesänge der Einwohner einer Stadt eines frisch abgestiegenen Bundesligisten nicht verstehen kann. Per definitionem kann das schlechteste Fanfest nur in Hannover gewesen sein. Die Stadt — so nah bei Bielefeld gelegen — die als einzige Attraktion neben diversen Messen das „größte Schützenfest der Welt“ im Portfolio hat, kann doch niemals mit der Heimat des rheinischen Karnevals mitgehalten haben.

Alle weiteren „Bests“ und Worsts“ des Toronto Stars gibt es hier nachzulesen.

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