Wer zu spät geht…

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Manchmal kommt man eben zu spät. Die Berliner Zeitung nimmt mir die Worte aus dem Mund. Aus Anlass der nicht nachvollziehbaren Entscheidung des FC Bayern, den Vertrag mit dem alternden Titan bis 2008 zu verlängern, schreibt die Berliner Zeitung Folgendes:

„Statt nach Japan zu gehen, wo man ihn verehren würde, selbst wenn er keinen Ball mehr hält, zieht er eine Demontage in der Heimat vor. Denn abgesehen davon, dass er gelegentlich an Flanken vorbeipatscht, wie zuletzt in Dortmund, passt auch sein Stil kaum noch zum heutigen Fußball. Gefragt sind Torhüter, die als Libero agieren, damit die Abwehrkette aufrücken und den Gegner früh angreifen kann, nicht solche wie Kahn, die an der Torlinie kleben. Darum wird der Münchner auch bei der WM 2006 kaum im Tor des deutschen Teams stehen. Vorausgesetzt, Jürgen Klinsmann ist klüger, als es die Bayern sind.“

Jens Lehmann heißt die Antwort. Der ist zwar nicht jünger, spielt aber tatsächlich einen anderen Stil. Und nun bitte schlagen.

7 Kommentare

  1. Wow, das Team von Trainer Baade nimmt langsam Formen an: Im Tor steht Lehmann, vorne wirbelt Neuville. Ich glaube langsam, Baade will nur, dass sich die deutsche Mannschaft bei der WM bis auf die Knochen blamiert, damit er hier ein leichtes Schreiben hat.

    Desweiteren freue ich mich sehr, dass die Berliner Zeitung selber schlauer ist als Klinsmann und alle Bayern zusammen, muss mich aber wundern, was die Aufgaben des „gefragten Torhüters“ sind. Ich dachte bislang immer, er solle Bälle fangen und Tore verhindern.

    Olli Kahn wird nach seiner Vertragsverlängerung bei der großen Langeweile ein „gefragter Torwart“ bleiben – vor allem von den Reportern. Und das ist keine schöne Vision.

  2. Abgesehen davon, dass auch ich langsam Formen annehme, die WM-(guck)reif sind, stimmt das: bei mir spielt schon lange nur noch Lehmann. Leider folgt er meinen Einladungen nicht.

    Und von Neuville habe ich die Telefonnummer nicht.

    Natürlich ist die Berliner Zeitung schlauer als Klinsmann und die Bayern zusammen, schließlich sind da Sportreporter am Werke. Wenn ich in den Spiegel schaue, kann ich nur sagen: was für wunderbare, kluge Menschen diese Tätigkeit ausüben. Die sind schließlich jeden Tag beim Training dabei und haben ihren Fußballlehrerschein, deshalb ist es doch logisch, dass sie mehr Ahnung haben.

  3. Trainer Baade,

    warum argumentierst du bei Neuville eigentlich mit klaren Fakten (Anzahl der Tore), während du Lehmanns Vorzug mit dem Spielertyp (mitspielender Keeper) begründest? Dreh das doch mal um, dann drehen wir uns im Kreis.

    Ich sehe meine Aufgabe darin, Fußballkolumnenschreiber dahin zu bringen, dass sie nicht mehr versuchen in den Kategorien „besser/schlechter“, „klüger/dümmer“ oder „richtiger/falscher“ zu argumentieren, sondern nur noch banal die eigene Meinung, gestützt auf völlig unbegründbare Stilwertungen zu publizieren.

    Es gibt exakt soviel „Gründe“ für Neuville wie gegen ihn und bei Kahn/Lehmann ist es noch müßiger. Da aber scheinbar dennoch die Kommunikation zu diesen Themen nicht zu stoppen ist, sollte sie aber doch heruntergebrochen werden auch rein subjektive Urteile – und nicht son Quatsch von wegen Gerechtigkeit und der dumme statische DFB.

    Also so:

    „Neuville soll statt Kuranyi spielen, weil er cooler ist, lustiger aussieht und beim Traditionsverein BMG kickt, außerdem hat der im Finale gegen Brasilien 2002 nen Freistoß aus 98 Metern an den Pfosten genagelt, seither hat er einen Stein bei mir im Brett und ich halte ihn deshalb für einen prima Fußballer. Kurany stinkt zum Himmel, spielt bei Schalke, steht in der Bravo, ist viel jünger als ich und macht Werbung für Nutella. Außerdem hat er früher nichts gerissen und früher war alles besser.

    MfG,
    Trainer Baade“

    Und fertig ist die Kolumne!

  4. Oliver Kahn ist der beste Fußballer den es jemals gab, nach Pablo Maradona. Was mit solchen Typen passiert, wenn sie eine WM zu viel spielen, konnte man eindrucksvoll sehen. Allerdings ist Jens Lehmann eine noch viel größere Witzfigur und wie Trainer Baade nach ihm rufen kann, ist mir unerklärlich. Hildebrand soll ein bisken mit Mehmet Scholl in die richtigen Discos gehen, dann kommen endlich die schwulen Strähnchen raus und er wird Weltmeister. Ansonsten fliegen wir mit Arschloch A oder Verlierer B im Achtelfinale raus. Welche „Frimpe“ wer ist, kann man sich aussuchen.

  5. Wie wir wissen, ist Oliver Kahn gar kein Fußballer, sondern ein Stück Plastik, das zusammen mit Roy Makaay eingeschweißt auf seinen Verkauf in einem Spielwarenladen im tschechischen Karlovy Vary wartet.

  6. Zur Torwartdiskussion ein bescheidener Beitrag aus Düsseldorf: Nur ein Schlussmann wurde jemals zum Fußballgott!

  7. Man muss es dem Mann mit dem Mercedes-Kürzel lassen: Nur ein Düsseldorfer kann im Tor Fußballgott werden.



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