4-4-2: Freunde der Rechtschreibung

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Aus der aktuellen „Four-Four-Two“:

„Bisherige Tuniere“

(Rechtschreibfehler aus dem Original)

Außerdem:

„Wenn Hitler 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen wäre, würden nur wenige zögern, ihn einen der größten Staatsmänner der Deutschen, vielleicht den Vollender ihrer Geschichte zu nennen.“

Joachim Fest in der Four-Four-Two, dabei wird er allerdings ähnlich kritisch behandelt wie hier, weshalb ich mich auch ausdrücklich schäme. Zu viel heiße Luft, zu wenig Gehalt.

2 Kommentare

  1. Das is doch nen wörtliches Zitat aus seiner Hitler Biografie? Was macht das in einem Fußballblättchen?

  2. Es findet sich im Rahmen der Buchbesprechung „Die Puma Story“, in der Rolf-Herbert (wer denkt sich solche Doppelvornamen aus?) Peters die komplette Geschichte Pumas beleuchtet. Die Buchbesprecher kritisieren:

    „Doch genau zu dieser Zeit muss sich der Autor auch die Frage nach der Objektivität gefallen lassen. Die Zeit des Nazi-Regimes mit einem Zitat von Joachim C. Fest abzuhandeln und diesem als renommierten Fachmann darzustellen, rückt die Rolle der Brüder eher in ein schlechtes Licht.“

    Im Buch schließt sich an das Fest-Zitat wohl nur noch der Satz an:

    „Die Dassler-Brüder fühlten sich sichtlich wohl in diesem Umfeld und schwammen brav mit im brauenen Teich, um ihr Unternehmen weiter florieren zu lassen.“

    Die Puma Story.

    Irgendwie bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig, was ich von der deutschen Ausgabe der Four-Four-Two eigentlich halten soll. Layout und die meiste Themenauswahl sind auch nicht viel besser als die Sport-FOTO, dann sind aber immer wieder kleine sprachliche Perlen und auch mal ironische Distanz zum Fußball zu finden (wobei Ben mir alleine für den Begriff „ironische Distanz“ schon den Hals abreißen wird), zudem etwas mehr Tiefe als wir gewöhnlich kennen und vor allem ich ja ständig beklage.

    In Bezug auf sprachliche und so weiter: So weiß man z. B. bei der Bildüberschrift auf S. 41, wo Steven Cherundolo in der Four-Four-Two blätternd abgebildet ist, „Nach dem Interview blättert Cherundolo amüsiert in einem zufällig ausliegenden Magazin.“, nicht, ob der Autor sich leicht einen ins Fäustchen lacht oder man grundlegend verarscht werden soll. Ebenso auf Seite 55, wo hinter dem Schweizer Nationaltrainer eine Menge jubelnder Mädchen steht: „Kobi Kühn hat in der Schweiz einen Status wie Tokio Hotel.“

    Im Moment würde ich noch sagen in dubio pro reo.

    Aber eine echte Kritik dieses Heftchens wäre dann schon eher einen eigenen Beitrag wert.



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