Ausländer rein!

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Dass speziell die französische und die holländische Nationalmannschaft meist zu weniger als 50% aus im eigenen Land geborenen Spielern bestehen, ist nix Neues mehr. In Deutschland, in dem als einzigem Land der Welt das Recht des Blutes und nicht das Recht des Bodens gilt (klingt ziemlich martialisch, ist aber so), tun wir uns ziemlich schwer mit dem Einbürgern. Viele meiner Leser empfinden ja nicht mal Klose als Deutschen, geschweige denn Oliver Neuville.

Und so ist die Liste der Spieler, die eingebürgert wurden und anschließend für die deutsche Nationalmannschaft spielten, ziemlich kurz. Insgesamt umfasst sie nur 14 Spieler.

Und für mich äußerst überraschend auch auf dieser Liste enthalten: Martin Max!

Da staunt der Laie und der Experte wundert sich. Wer hätte gedacht, dass Martin Max eigentlich aus Polen stammt — bei den Namen?

10 Kommentare

  1. Hui, fast ein Reim der Fetten Brote!

  2. Ich empfinde Oliver Neuville als Deutschen. Wer sich nach gefühlten 10 Jahren in der Bundesliga so perfekt der deutschen Sprache angenommen hat, der ist für mich Deutscher durch und durch.

  3. „In Deutschland, wo als einzigem Land der Welt das Recht des Blutes und nicht das Recht des Bodens gilt (…)“
    Ich muss dir leider widersprechen. Wenigstens zwei weitere Staaten kenne ich noch so aussem Stegreif, die auch das ius sanguinis haben: Österreich und die Schweiz.
    Aber mach dir nichts draus, man kann ja nicht alles wissen.

  4. Naja, gut, also Österreich, zählt das wirklich extra?

    Die Schweiz hingegen selbstredend, und da sag ich Danke für diese Info. Hab ich meinen Klienten also bis jetzt auch immer falsch erzählt.

  5. Wichtig ist was passieren in Platz!

    Ich bin überrascht, dass so ein Pro-Ausländer-in-Nationalmannschaft vom Trainer kommt…

  6. Tja, das mit dem ius sanguinis ist schon so ne deutsche Sache… Jedenfalls kommt mir dazu die WM 1938 in den Sinn, mit der „großdeutschen“ Mannschaft (also inklusive den Österreichern, die damals tatsächlich zu den besten Fußballern der Welt zählten). Nach dem „Anschluß“ Österreichs sollte also diese Mannschaft den Titel holen – es kam aber anders, wie man weiß: aus in der Vorrunde, Weltmeister Italien.
    Jedenfalls war es da ganz selbstverständlich, dass die österreichischen Spieler (da „arischen Blutes“) für Deutschland spielen…
    Naja, grundsätzlich sollte ein deutscher Nationalspieler heute in Deutschland sozialisiert worden sein. Das is meine Meinung- es sollte bald endlich Schluß mit dem Blut-Scheiß sein!

  7. In Zeiten des gepflegten Blutdopings kann man ja eh nicht mehr sicher sein, was bei den Kerlen so durch die Adern fließt.

    Grüße an Epo-Lance!

  8. Oliver Neuville kann sehr gerne Deutscher sein, seine Frau gerne auch, ebenso seiner Kinder und deren Kinder. Fußball-Nationalspieler sollte zumindest Oliver Neuville aber nicht werden, seine Frau hingegen habe ich bislang ebenso wenig Fußball spielen gesehen wie seine Kinder und deren Kinder.

    Meinetwegen kann der DFB ruhig einbürgern, was er ja auch verstärkt tut, wenn man sich mal die Mühe macht, in den Jugend-Nationalteams zu stöbern. Da ist Einbürgern derzeit im Trend (auch wenn in der U18 immernoch Namen wie Tobias-Achim Feisthammel zu finden sind).

  9. wo wären wir jetzt one einen Oliver Neuville oder David Odonkor ???

  10. Hmmm… und wo ist jetzt der Vorteil, wenn wir ordentlich viele Ausländer für Deutschland spielen lassen? Ausländer rein? Für mich als Grieche mit griechischem Pass, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, ist der Begriff Ausländer rein eher etwas krank. Ein Pass, eine Staatsbürgerschaft gibt man nicht einfach her. Vielleicht fehlt den Deutschen auch hier seit 1945 und der Umerziehung durch Medien und Politik etwas das Wertergefühl. Auch in Griechenland wundert man sich über den Selbsthass der Deutschen und über den Tick für alles, was nicht Deutsch ist.

    Gruß
    V. X.



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