Contre le séperatisme

| 8 Kommentare

Non.

Ich muss zugeben: Politisch ist es wahrlich begrüßenswert, dass jede noch so kleine Volksgemeinschaft, seien es die Moldawier, seien es die Andorraner, seien es die Armenier, ihre eigene, kleine, beschissene Nation gründen können, die dann weder so etwas wie eine Volkswirtschaft noch so etwas wie eine funktionsfähige Nation auf die Reihe bekommen. Hauptsache unabhängig, egal, von wem, egal, von was, wie gesagt, Hauptsache unabhängig.

Wichtig ist natürlich, achja, wie konnte ich das vergessen, die Selbstbestimmung. Man frage nach im Kosovo, wo man natürlich auf keinen Fall ein autonomer Teil Jugoslawiens, heutzutage Serbiens sein konnte, bleiben konnte, weil man sich spinnefeind ist.

Und was sich spinnefeind ist, obwohl es zusammen in ein und derselben Gemeinschaft lebt, das muss sich dann — bittschön — auch trennen dürfen. Natürlich darf man sich trennen, natürlich kann man heute Slowakei gegen Tschechien sehen, eins der besseren Beispiele, in denen es keinen größeren Hass gibt, was aber auch daran liegen mag, dass es keinen Krieg gab, man sich nicht gegenseitig hinterrücks erdrosselt, mit Artillerie beschossen, sich gegenseitig in Lager eingewiesen hat und alle Männer, alle Frauen einfach erschossen hat.

Insofern können wir davon ausgehen, dass, sollte es in Belgien tatsächlich zur Trennung kommen, man danach auch noch gesittet gegeneinander Fußball spielen kann. Gleichzeitig kann man aber auch davon ausgehen, dass weder Flamen noch Wallonen noch Großbrüsseler (wohin dann eigentlich mit ihnen?) sich jemals wieder für ein größeres Fußballturnier werden qualifizieren können.

Und so wenig das mit der realen Realität in Belgien zu tun hat, so schade wäre es doch, wenn diese ehemals zwar zahlenmäßig kleine, fußballerisch aber sicher mittlere Fußballnation plötzlich in ein paar Tagen nicht mehr existierte.

Mijn vlakke land

Wanneer de Noordzee koppig breekt aan hoge duinen
En witte vlokken schuim uiteen slaan op de kruinen
Wanneer de norse vloed beukt op het zwart basalt
En over dijk en duin de grijze nevel valt
Wanneer bij eb het strand woest is als een woestijn
En natte westenwinden gieren van venijn
Dan vecht mijn land, mijn vlakke land.

Wanneer de regen daalt op straten, pleinen, perken
Op dak en torenspits van hemelhoge kerken
Die in dit vlakke land de enige bergen zijn
Wanneer onder de wolken mensen dwergen zijn
Wanneer de dagen gaan in domme regelmaat
Een bolle oostenwind het land nog vlakker slaat
Dan wacht mijn land, mijn vlakke land

Wanneer de lage lucht vlak over het water scheert
Wanneer de lage lucht ons nederigheid leert
Wanneer de lage lucht er grijs als leisteen is
Wanneer de lage lucht er vaal als keileem is
Wanneer de noordenwind de vlakte vierendeelt
Wanneer de noordenwind er onze adem steelt
Dan kraakt mijn land, mijn vlakke land

Wanneer de Schelde blinkt in zuidelijke zon
En elke Vlaamse vrouw flaneert in zonjapon
Wanneer de eerste spin zijn lente-webben weeft
Of dampende het veld in juli zonlicht beeft
Wanneer de zuidenwind er schatert door het graan
Wanneer de zuidenwind er jubelt langs de baan
Dan juicht mijn land, mijn vlakke land

8 Kommentare

  1. Ein paar Gedanken: Wer bei yahoo.com die Audio-Suchfunktion mit „Mijn Vlakke Land“ beauftragt, kann sich das Musikstück, vorgetragen von seinem Autor Jacgues Brel, anhören (eine direkte Linkangabe funktioniert leider nicht). Brel war ein seltener Fall von Belgier: Vorfahren flämisch, aufgewachsen in Brüssel, Familie sprach französisch. Wenn es von dieser Sorte mehr gegeben hätte, wäre das im 19. Jahrhundert künstlich zusammengestückelte Land vielleicht auch zusammengewachsen (wie das Willy Brandt für Deutschland vorausgesehen hat). Aber nach dem Ende der Kolonialepoche, dem Ende einer eigenen Währung, dem Grenzabbau dank Schengen zeigt sich, dass ein Königshaus alleine noch keinen Staat macht. Schlimm? Wieso? Solange alles friedlich abgeht, kann man doch nicht meckern.

    Mit Andorra und den anderen Zwergen kann man das nicht vergleichen. Die entstammen der gleichen aristokratischen Epoche, als Dynastien noch ganze Länder und Staaten ihr eigen nennen konnten, aber haben ihren Sonderstatus offensichtlich immer genossen. Diese ganz Kleinen werden sich früher oder später auch wieder in die Nachbarregionen einfügen.

    Stichwort Fußball: Ein wirklich kranker Fall von Separatismus ist Großbritannien, wo man seit dem Beginn des internationalen Geschäfts keine Nationalmannschaft und keine sportliche Integration auf die Beine bekommen hat. Da dort vier Verbände eigene Wege gehen, kommt kein Team von Weltrang zustande, obwohl sie alle stilistisch ähnlich ticken und sicher auf dem Platz bestens harmonieren würden.

  2. Also entweder seperatisme (ohne aigu) oder séparatisme – oder hast Du die flämische mit der französischen Schreibweise amalgamiert, um quasi in einem Satz die Gegensätze auszusöhnen? Dann will ich lieber geschwiegen haben und nur noch kurz auf die französische Version – der Vollständigkeit halber – hinweisen.
    @ Jürgen Kalwa: Wenn es mehr von der Sorte Brels gegeben hätte, wäre Paris von Belgiern überschwemmt, und Belgien leer.

  3. Die wahre Frage ist doch: Was passiert mit Eupen, Malmedy und dem anderen deutschsprachigen Gedöns? Hat der Landkreis Aachen schon die Greifer ausgefahren?

  4. Laut einem Fernsehbericht ist das „andere deutschsprachige Gedöns“ noch die einzige Volksgruppe die sich mit Belgien identifizieren kann.

    Ich glaub so schnell brauchen wir keine Wiedervereinigung mehr.

  5. Ist aber eine hübsche Gegend, vielleicht kann man das gegen Eisenhüttenstadt & Co. eintauschen? *duck*

  6. @ Fred: Wären die denn alle auch mit auf diese eine Insel im Pazifik gezogen, wo Brel zuletzt lebte (und beerdigt ist)? Dann wäre diese Insel jetzt ziemlich voll. Aber die Belgier hätten eine neue Heimat.

  7. Vermutlich. Und an Krebs gestorben.
    (Normalerweise darf man über sowas ja keine Witze machen. Oder aber: dürfen schon, müssen nicht. Ich geh mich jetzt rügen.)

  8. Ich überlege gerade ob dies nicht auch ein Modell für Bayern und Deutschland wäre. Den Bayern ist der Rest Deutschlands eh suspekt und umgekehrt. Ich stelle mir gerade vor wie der FCB jedes Jahr Meister wird und trotzdem durch die CL-Quali muß. Macht aber nix der BR überträgt jedes Spiel live, bringt wahrscheinlich mehr Kohle als Japan Werbetouren in der Sommerpause, weil der BR außerhalb Bayerns nur noch per PayTV zu empfangen wäre. Der Club würde auf Ewigkeiten UEFA Cup spielen anstatt alle 3 Jahre abzusteigen, die 60er hätten ihren Inter Toto Cup Platz sicher.

    Hoffentlich ließt der Hoeneß das jetzt aber nicht, sonst steht der morgen früh beim Beckstein auf der Matte.



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.