Ungewohnt derbe

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Woran denkt man, wenn man an Rudi Völler denkt? Natürlich — das hat er gut hinbekommen — in diesen Tagen nicht mehr in erster Linie an das Lamaopfer oder gar seine Torschützenkönigregentschaft in der zweiten Liga für 1860 München mit 37 Toren, auch nicht so sehr an seine spielentscheidende Schwalbe (ja, die bösen Italiener!) im WM-Finale 1990, sondern vor allem an die Scheißdreckrede.

Deshalb wundern wir uns auch nicht, dass die Welt zum aktuellen Konflikt zwischen Völler und Bierhoff über Völlers prollige Aussagen schreibt:

„Stein des Anstoßes der für Völler ungewohnt derben Aussagen […]“

Denn wie wir ahnen, werden diese Artikel immer von fachfremden Personen formuliert, und diese fachfremde Person musste nun einmal annehmen, dass es im Fußball, speziell wenn es um den ein‘ Rudi Völler geht, selten so derbe zugeht. Deshalb ungewohnt.

Wir selbst wissen es aber nicht erst seit Island besser, sondern schon seit er bei feelfootball Selbstauskunft gegeben hat.

Ein Kommentar

  1. Sicher, der einzige Rudi Völler schießt in letzer Zeit oft über das Ziel hinaus und füllt öfter als früher den Kicker & Co., aber dennoch hat er Recht!

    Denn die Vereinsphilosophie ist das eine, was der Bundestrainer aus den vielen macht, etwas anderes. Nur um ihm (Löw) die Entscheidung der Nationalphilosophie zu erleichtern müssen nicht alle Vereine konsequent mit einem 4-4-2-System (so denn eines war) auflaufen, sondern die eigene Philosophie (weiter-)entwickeln. Das gild ebenso für Erzgebirge Aue, wie auch für den FC Bayern München.

    Der Jogi und der Oli sind eben nur für die Nationalelf zuständig, nicht für die Vereine, daran hilft auch kein runder Tisch. Eine „Corporate Identity“ wird es in der Bundesliga nicht geben, das geben schon die Budgets nicht her. Von den unterschiedlichen Ausbildungskonzepten mal ganz zu scheigen (denn Hertha BSC Berlin hat erst vorletzte Woche den Charakter des Spielers entdeckt).



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