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Der Helge Schneider der Bundesliga

Eine Folge des Podcasts von Michael Born und Ewald Lienen zu empfehlen, wie es das Zebrastreifenblog tut, bedeutet ja eigentlich, Bälle in das Tor des Gegners des FC Bayern zu tragen. Natürlich hängen wir ohnehin alle an den Lippen von good old Ewald, der mit Humor, Verve und viel Sachverstand in der Regel über die aktuellen Fußballereignisse doziert. Meist aus der Sicht eines Trainers, oft aus der eines Beobachters des gesamten Businesses. Die Sternstunden aber erlebt dieser Podcast, wenn Ewald Lienen sich an seine Zeit als Spieler, im Europapokal, in der Bundesliga erinnert und aus dem Nähkästchen plaudert.

Noch besser wird das natürlich, wenn er einen Kompagnon aus jener Zeit an seiner Seite weiß und in diesem Fall, den wir als Redaktion hier ausdrücklich empfehlen, ist das jene Folge, in der Hans-Günther Bruns („nur meine Eltern nannten mich Hans-Günther“) zu Gast ist.

Wer jene Zeit der Bundesliga goutiert, der kommt nicht daran vorbei, diese Folge zu inhalieren, in der „Bruno“, wie er genannt wurde, und eben Ewald Lienen in gemeinsamen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach schwelgen. Natürlich ist auch jenes legendäre Duell mit Real Madrid Thema, das so tragisch endete, wie es eben nur bei Real Madrid tragisch enden kann.

Wie Kees Jaratz vom Zebrastreifenblog richtig anmerkt, benötigt „Bruno“ eine gewisse Zeit in diesem Gespräch, um aufzutauen. Dann aber erlebt man den Helge Schneider der Bundesliga in bester Manier. Warum ist er wie Helge? Nicht allein, weil er wie dieser aus Mülheim an der Ruhr stammt – und auch so spricht. Nicht allein, weil er frei Schnauze davon erzählt, wie er aus der Nationalmannschaft flog (wer das nicht hören will, kann es hier bei 11Freunde lesen), sondern weil er einfach eine so faszinierend schnoddrige Art an den Tag legt, dass ihm Stardom einfach nix bedeutete und er gleichzeitig aber bis heute vom Fußball nicht wegkommt.

Noch dazu tritt dabei zu Tage, was man hier nicht wusste, dass Hans-Günther Bruns bereits von 1973 – 1976 (!) in der Bundesliga für den FC Schalke 04 spielte. Und dass er in der Saison 1979/80 bei Fortuna Düsseldorf war. Womit er Pokalsieger 1980 wurde und zumindest auf dem Papier jenem Kader angehörte, der von Fortuna das legendäre Finale im Europapokal der Pokalsieger in Bern nach Verlängerung mit 3:4 gegen den FC Barcelona verlor.

Im kollektiven Gedächtnis geblieben ist allerdings jenes „best goal that never was“, als er bei Bayern München zum Solo ansetzte, um dann doch zu scheitern.

Naja, das ist jetzt so einfach nicht zu finden, leider, aber Ihr wisst, was ich meine.

Dann nehmen wir eben das Tor des Monats von Hans-Günther Bruns im Juli 1987, als er eine Ecke direkt verwandelte.

Oder dieses Tor des Monats als er in Bochum ein ähnliches Solo hinlegte, nur anders als in Bayern eben mit einem erfolgreichen Abschluss.

Jetzt aber den Podcast hören mit dem Helge Schneider des Fußballs, Hans-Günther Bruns.

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