Herrreinspaziert!

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Meine Damen und Herren, willkommen im Zirkus DFL!

In der letzten Vorstellung hatten wir ein besonderes Schmankerl für Sie arrangiert, die bei uns intern so genannte „Nummer ohne Netz“ kam selbst für unsere Verhältnisse außerordentlich gut an. Ja, sogar die Artisten waren nicht eingeweiht, das darf ich hier verraten, schön, dass wir mit dieser ohne viel Aufwand erstellten Aktion so präsent in allen überregionalen Medien waren. Nein, den Namen des Netzherstellers nennen wir ebenso wenig wie den des Platzwarts. Ah, doch, ja, diese Vorwürfe sind mir auch bekannt. Natürlich war es nicht inszeniert, um der stets kritisierten Artistengruppe „TSG“ ein wenig mehr Authentizität zu verleihen. Das wäre ja totaler Quatsch. Dafür hätte man schließlich auch ein Horn tröten lassen können, woraufhin der eine oder andere unserer Zuschauer zum Amtsarzt gerannt wäre. Mit Folgen für die Stimmung hier bei uns im Zirkus DFL auf Jahre hinaus, jedes Mal, wenn sich die Beteiligten wiedertreffen.

Nach der Nummer aus der Vorwoche fragen Sie? Sie erinnern sich nicht mehr? Ich schau mal eben in unseren Spielplänen nach, ach, da ist es ja. Das war die Nummer mit den undurchsichtigen Handentscheidungen. Ja, Sie sehen, bei uns ist immer etwas los. Denn wer wüsste heute noch zu nennen, dass es in der Woche davor wiederum ein anderes Highlight gab. Einen lebendigen, noch aktiven Vulkan hatten wir von der Trainerbank in die Mitte unsere Manege geholt. Das Publikum tobte, teilte sich auf in Hasser und Verteidiger, ja, besser kann es für uns ja gar nicht laufen! Dabei hatten wir damals schon befürchtet, dass diese Nummer eigentlich langsam durch wäre, die hatten wir zuletzt schon relativ oft gebracht. Aber der Zuschauer vergisst ja immer wieder so schnell. So ein Glück für uns — und auch für den Zuschauer.

Die „Nummer ohne Netz“ kam natürlich genau aus der richtigen, nämlich einer ganz anderen thematischen Ecke. Das klappt nicht immer. Ich gebe zu, in Woche vier hatten wir zwar etwas vorbereitet, das kam aber nicht beim Publikum an. Weshalb sich niemand dran erinnert. Sie sehen, wir bemühen uns stets um beste Unterhaltung, garantiert ist sie jedoch nicht. Was man bei uns aber sehen kann, ist höchste Unterhaltungskunst und ja, ich verspreche Ihnen, fürs nächste Wochenende haben wir wieder etwas vorbereitet, das könnte fast zu einem dieser berühmten ARD-Brennpunkte führen. Das wäre natürlich der Ritterschlag unseres Programms. Obwohl so etwas schwierig ist, den letzten Brennpunkt gab’s bei Klinsmanns Entlassung. Ein Traum für uns, aber auch nur alle Jubeljahre möglich. Nächste Woche werden jedenfalls alle wieder über eine ganz andere Sau, äh, Nummer diskutieren, und, nein, ich darf Ihnen nicht verraten, aus welcher Ecke es sein wird. Schiedsrichter sind für den Moment wohl erledigt, es könnte also aus einer ganz anderen Richtung kommen.

Und ich bin ganz sicher, auch Sie sind wieder dabei, wenn es wieder heißt: Manege frei im Zirkus DFL, jede Woche ein neues Thema zum Hochkochen und Durchwalken.

3 Kommentare

  1. Pingback: #Link11: Das Latein am Ende | Fokus Fussball

  2. HER – VOR – RAG – END.

    nuff said.

  3. Herr Vorragend bloggt beim VfL. Obiger Kommentar gilt also nicht. ;-)



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