Kurz vorm Erschöpfungssyndrom

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Ich sage: Da muss man eingreifen. Wie Marco Kurth im Interview [Link leider tot] zugibt, wird in Aue bis an die Grenzen der psychischen, aber vor allem physischen Belastbarkeit gearbeitet. Abgesehen davon, dass Kurth dadurch kaum Zeit für Hobbies hat, stellt sich auch die Frage, in welchem Staat wir leben, dass solche Arbeitsverträge möglich sind. Skandalöse Zustände, vielleicht auch begünstigt davon, dass Aue nicht ganz im Fokus des Sportjournalismus steht. Auch für mich als alten Hasen sind die Dinge, die Kurth da schildert, kein Pappenstiel, schockierend geradezu. Aber lest selbst:

„Wie sieht Ihr Alltag als Zweitligaprofi in Aue aus? Haben sie genug Zeit für andere Interessen und berufliche Weiterbildung?

Wir trainieren zweimal die Woche, da ist es natürlich schwierig, noch was anderes zu machen, weil man sehr kaputt ist.“

Ein Kommentar

  1. Mal ganz abgesehen davon dass der Titel dieses Eintrags, mag er auch noch so ironisch gemeint sein, grade genau meine Geistesverfassung wiedergibt, bietet die Rede von Herrn Kurth noch viel weiteres Identifikationspotenzial:

    „Ich bin ja nun auch nicht mehr so jung – da muss es bald mal losgehen. Ich muss mich orientieren, um zu wissen, was ich machen will.“

    Da gehts ihm ja nicht alleine so, trotzdem finde ich es erstaunlich, dass so ein jahrelang aktiver Fussballprofi der immerhin damit Geld verdient, und seis auch nur in einem zugegebenermassen ruhmesarmen und vielleicht bisschen provinziellen Zweitligaverein, immernoch so daher redet, wie…sagen wir mal…ein orientierungsloser Germanistikstudent im 20.Semester…



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